DE69914367T2 - Saugwalzenschaber insbesondere für Papiermaschinen - Google Patents

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21GCALENDERS; ACCESSORIES FOR PAPER-MAKING MACHINES
    • D21G3/00Doctors
    • D21G3/005Doctor knifes

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  • Paper (AREA)
  • Machines For Manufacturing Corrugated Board In Mechanical Paper-Making Processes (AREA)
  • Replacement Of Web Rolls (AREA)
  • Coating Apparatus (AREA)

Description

  • Gegenstand der Erfindung ist ein insbesondere in Papiermaschinen einzusetzender Saugwalzenschaber, der zum Entfernen des Wassers von der Saugwalze dient und eine an der Saugwalzenoberfläche anliegende, sich im Wesentlichen über die gesamte Länge der Saugwalze erstreckenden Schaberleiste samt Halter und Belastungselementen umfasst.
  • Von der Schrift US-A-5,178,731 (FI-Anmeldung Nr. 902910) her ist ein Saugwalzenschaber bekannt, der zum Entfernen von Wasser von der Saugwalze dient. Bei diesem Schaber dient als Klinge eine Schaberleiste, die den Wasserfilm von der Saugwalzenoberfläche entfernt. Die Schaberleiste bewirkt auf ihrer Hinterseite außerdem einen Sog, der auch das in den Bohrungen und Rillen der Saugwalze angesammelte Wasser aus diesen zieht. Ein Teil dieses herausgesaugten Wassers rinnt in das unter der Saugwalze befindliche Abführbecken, ein Teil der Feuchte aber gelangt infolge der Rotationsbewegung der Saugwalze zurück auf den Filz o. dgl. Dies führt zu einer Durchnässung des Siebes bzw. Filzes oder zumindest zu Ungleichmäßigkeiten im Feuchteprofil des Siebes, Filzes oder Papiers.
  • Für entsprechenden Zweck wurde auch ein Doppelschaber (siehe US-A-5,021,124 und WO-A-98/27279) konstruiert, bei dem durch Einsatz von zwei Schaberklingen das Wasserabführvermögen des Schabers zu verbessern versucht wurde. Mit herkömmlichen Schaberklingen lässt sich jedoch nicht die erfindungsgemäße Saugwirkung erzielen, die das Wasser auch aus den Löchern der Saugwalze zieht. Außerdem funktionieren die Schaberklingen nur in einem bestimmten Umfangsgeschwindigkeitsbereich der Saugwalze in der gewünschten Weise, so dass bei Erhöhung der Arbeitsgeschwindigkeit der Papiermaschine das Wasserabführvermögen und das Schabergebnis des besagten Schabers eine wesentliche Schwächung erfahren.
  • Von US-A-3,198,693 her ist eine Rillenwalze bekannt, bei der vor dem Schaber ein Wischer zum Entfernen des Wassers aus den Rillen angeordnet ist. Bei dieser Walze handelt es sich jedoch nicht um eine Saugwalze.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen speziell in Papiermaschinen einzusetzenden neuartigen Saugwalzenschaber zu schaffen, mit dem sich das Wasser effektiver als bisher von der Saugwalze entfernen lässt. Die kennzeichnenden Merkmale dieser Erfindung gehen aus den beigefügten Patentansprüchen hervor. Bei der erfindungsgemäßen Schaber-Kombinationskonstruktion werden die vorteilhaften Eigenschaften des Schabers zum Tragen gebracht, was in der Praxis ein ausgezeichnetes Schabergebnis bedeutet. Gleichzeitig wird eine erhebliche Erhöhung des Trockengehalts erzielt. Neben Wasser werden mit dem Schaber auch Fasern und Füllstoffe aus den Saugwalzenlöchern entfernt. Dadurch verringert sich die Menge des zusammen mit der Saugwalze rotierenden Losematerials bei gleichzeitig besserer Sauberhaltung der Saugwalzenlöcher. Der Schaber bewirkt auch einen Feuchtigkeitsausgleich in der Saugwalzenumgebung, weil ja der größte Teil des Wassers auf kontrollierte Weise zurückgewonnen wird. Es kommt dann zu keiner Durchnässung des Siebes, Filzes o. dgl., sondern dessen Feuchteprofil bleibt gleichmäßig. Der erfindungsgemäße Schaber kann in allen Saugwalzenpositionen eingesetzt werden. Außerdem eignet sich der Schaber unter Vornahme geringfügiger Abänderungen für einen sehr großen Saugwalzen-Umfangsgeschwindigkeitsbereich.
  • Im Folgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten, einige Anwendungsformen der Erfindung zeigenden Zeichnungen im Einzelnen beschrieben. Es zeigen:
  • 1 einen erfindungsgemäßen Schaber seitlich betrachtet;
  • 2 einen erfindungsgemäßen Schaber seitlich betrachtet als Teil einer der Saugwalze zugeordneten Vorrichtung zur Entwässerung der Saugwalze.
  • Der in 1 gezeigte erfindungsgemäße Schaber 10 hat zwei Klingen 12 und 13, die an der Rahmenkonstruktion 11 des Schabers 10 befestigt sind. Die Rahmenkonstruktion 11 ist in ihrer Bauweise kompakt und an ihren beiden Enden über verstellbare Stützen 14 an der Stuhlung der Papiermaschine gelagert. Die Stuhlung ist in den Zeichnungen durch punktierte Linie dargestellt. Bei Bedarf kann der Schaber 10 mit Hilfe der Spannschraube 16 o. dgl. von der Oberfläche der Saugwalze 15 weg geschwenkt werden. In 1 ist die Spannschraube 16 zwischen der stationären Wange 17 und dem an der schwenkbaren Rahmenkonstruktion 11 befestigten Stützarm 18 angeordnet. Die Spannschraube 16 dient jedoch hauptsächlich nur zur Einstellung der Position des Schabers 10. Die Klingen 12 und 13 werden mit Hilfe der Halter 20 und 21, die herkömmliche Belastungsschläuche 19 und 19' haben, belastet bzw. freigesetzt.
  • In 1 liegen die Klingen 12 und 13 des in Arbeitsstellung befindlichen Schabers 10 an der Oberfläche der Saugwalze 15 an; die eigentliche Saugzone befindet sich dabei auf der entgegengesetzten Seite der Saugwalze 15. Die Saugwalze 15 rotiert in Pfeilrichtung; die Löcher bzw. Rillen der Saugwalze 15 sind nicht dargestellt. Das von der in Drehrichtung der Saugwalze 15 betrachtet ersten Klinge 12 entfernte Wasser wird in dem unter der Saugwalze 15 befindlichen Abführbecken gesammelt. Das von der zweiten Klinge 13 gesammelte Wasser wird in den an der Rahmenkonstruktion 11 ausgebildeten Trog 22 geleitet und behindert somit nicht die Funktion der ersten Klinge 12. Aus dem Trog 22 wird das Wasser weiter in das unter der Saugwalze 15 befindliche Abführbecken geleitet.
  • Gemäß der Erfindung ist hinter der in Drehrichtung der Saugwalze 15 betrachtet ersten Klinge 12, die hier aus einer Schaberleiste besteht, an dem Schaber 10 eine an sich bekannte Schaberklinge 13 angeordnet. Im gezeigten Beispiel umfasst die Schaberklinge 13 außerdem einen herkömmlicher Klingenhalter 21 und Belastungsschläuche 19'. Mit dieser Klingenkombination erzielt man, besonders bei ausreichend hoher Umfangsgeschwindigkeit der Saugwalze, ein gegenüber bisher besseres Schabergebnis. In der Praxis entfernt die Schaberleiste 12 zunächst den Wasserfilm von der Oberfläche der Saugwalze 15 und bewirkt hinter sich einen Sog. Dieser so genannte Foil-Effekt entsteht stets beim Rotieren der Saugwalze, aber ein wirklich merklicher Sog bildet sich bekanntlich erst mit Erreichen einer bestimmten Umfangsgeschwindigkeit. Von diesem Geschwindigkeitsniveau ab nimmt der Sog meistens noch zu oder bleibt zumindest konstant. Durch den Foil-Effekt wird Wasser aus den Saugwalzenlöchern gezogen und von der Schaberklinge 13 dann in den Trog 22 befördert. Zusammen mit dem Wasser gehen aus den Löchern auch Fasern und Bindemittel ab, die von der Schaberklinge 13 abgeführt werden. Der erfindungsgemäße Schaber arbeitet so effektiv, dass mit der Saugwalze keine überschüssige Feuchtigkeit rotiert. Dadurch arbeitet auch die Saugwalze effektiver, und es erfolgt praktisch keine Wiederdurchnässung des Siebes bzw. des Filzes.
  • Die Halter 20 und 21 der Schaberleiste 12 und der Schaberklinge 13 sind beide an der Rahmenkonstruktion 11 des Schabers 10 befestigt, so dass beide Klingen 12 und 13 bei der Montage des Schabers 10 gleichzeitig eingestellt werden können. Die Halter 20 und 21 sind außerdem so an der Rahmenkonstruktion 11 angeordnet, dass der Winkel, den die von der gedachten Drehachse der Saugwalze (15) zu den Berührungslinien der Saugwalze 15 mit der Schaberleiste 12 und der Schaberklinge 13 hin führenden Geraden einschließen, 15 bis 70 beträgt. Bevorzugt beträgt dieser Winkel á 20 bis 40. Dabei gelangt die Schaberklinge 13 rechtzeitig unter den von der Schaberleiste 12 gehobenen Wasserfilm und verhindert so ein Zurücksaugen des Wassers in die Löcher. Außerdem hat der Schaber 10 dank der nahe beieinander angeordneten Klingen 12 und 13 eine geringe Baugröße. Die Schaberleiste ist bevorzugt aus Kunststoff gefertigt.
  • Der Halter 20 der Schaberleiste 12 ist so konzipiert, dass er lösbar an der Rahmenkonstruktion 11 des Schabers 10 befestigt werden kann. Außerdem umfasst die Rahmenkonstruktion 11 in der Nähe des Halters 20 der Schaberleiste 12 auch dem Klingenhalter 21 der Schaberklinge 13 entsprechende (nicht dargestellte) Befestigungsvorrichtungen. Dadurch kann der gleiche Schaber auch in Papiermaschinen eingesetzt werden, die als langsam laufend eingestuft sind. In diesem Falle ist es gerechtfertigt, den erfindungsgemäßen Schaber, mit herkömmlichen Schaberklingen bestückt, in die Papiermaschine einzubauen auch wenn es sich um eine so genannte langsam laufende Papiermaschine handelt. Wird die Maschine später für eine höhere Geschwindigkeit umgerüstet, so kann der Schaber einfach durch Auswechseln der vorderen gewöhnlichen Schaberklinge gegen eine Schaberleiste den neuen Anforderungen angepasst werden. Die Geschwindigkeitsgrenze, auf Grund deren das Auswechseln erfolgt, wird von Fall zu Fall bestimmt. Im Prinzip ist eine erhebliche Saugwirkung der Schaberleiste dann gegeben, wenn die Umfangsgeschwindigkeit der Saugwalze ausreichend hoch ist.
  • Zur weiteren Verbesserung der Funktion der Saugwalze ist es vorteilhaft, den erfindungsgemäßen Schaber als Teil einer Anordnung auszuführen wie sie in 2 gezeigt ist. Die funktionellen Teile tragen die gleichen Bezugszahlen wie in 1. Nach 2 umfasst die besagte Anordnung eine Überdruckkammer 23, die sich, dem Schaber 10 gegenüberliegend, im Inneren de Saugwalze 15 befindet. Bevorzugt befindet sich die Überdruckkammer 23, in Walzendrehrichtung betrachtet unmittelbar hinter der ersten Klinge 12 beginnend, zwischen den beiden Klingen 12 und 13. Dabei wird dann die Entwässerungswirkung, die der von der Schaberleiste 12 verursachte Unterdruck bewirkt, durch den über die Löcher entweichenden Überdruck verstärkt. Damit die Funktion der Schaberklinge 13 durch die Luftströmung nicht beeinträchtigt wird, endet die Überdruckkammer 23 vor der zweiten Klinge 13. Mit dieser Anordnung wird eine noch bessere Räumung der Saugwalzenlöcher erzielt.
  • Der erfindungsgemäße Saugwalzenschaber eignet sich also in allen Saugwalzenpositionen der Papiermaschine für einen weiten Saugwalzen-Umfangsgeschwindigkeitsbereich. Besonders das Umrüsten des Schabers für einen anderen Geschwindigkeitsbereich gestaltet sich einfach und damit kostensparend. In der Praxis erzielt man mit diesem Schaber einen erheblichen Trockengehaltsanstieg. Infolge des guten Schabergebnisses wird hinter der Saugwalze auch ein gleichmäßigeres Feuchteprofil erzielt, da ja das einmal aus dem Sieb bzw. Filz abgesaugte Wasser nicht erneut in dieses bzw. diesen zurückkehrt. Dadurch verliert auch der die Saugwalze umgebende Feuchtigkeitsschleier an Dichte.

Claims (4)

  1. Insbesondere in Papiermaschinen einzusetzender Saugwalzenschaber (10), der zum Entfernen von Wasser von der Saugwalze (15) dient, und der eine an der Oberfläche der Saugwalze (15) anliegende, sich im Wesentlichen über die gesamte Länge der Saugwalze (15) erstreckende Schaberleiste (12) sowie deren Halter (20) und Belastungselemente (19) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass in Drehrichtung der Saugwalze (15) betrachtet hinter der Schaberleiste (12) an dem Schaber (10) eine an sich bekannte Schaberklinge (13) einschließlich Klingenhalter (21) angeordnet ist, die dazu dient, das von der Schaberleiste (12) gehobene Wasser von der Saugwalze (15) zu entfernen, und dass der Winkel, den die von der Drehachse der Saugwalze (15) zu den Berührunglinien der Schaberleiste (12) und der Schaberklinge (13) mit der Saugwalze (13) führenden Geraden einschließen, 15 bis 70, bevorzugt 20 bis 40 beträgt.
  2. Schaber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaber (10) eine Rahmenkonstruktion (11) hat, an der die Halter (20, 21) sowohl der Schaberleiste (12) als auch der Schaberklinge (13) angeordnet sind.
  3. Schaber nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet dass der Halter (20) der Schaberleiste (12) so konzipiert ist, dass er lösbar an der Rahmenkonstruktion (11) befestigt werden kann.
  4. Schaber nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmenkonstruktion (11) in der Nähe des Halters (20) der Schaberleiste (12) dem Klingenhalter (21) der Schaberklinge (13) entsprechende Befestigungsvorrichtungen aufweist.
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