DE699162C - Bremseinrichtung fuer Kraftwagenzuege - Google Patents
Bremseinrichtung fuer KraftwagenzuegeInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
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- B60T7/02—Brake-action initiating means for personal initiation
- B60T7/08—Brake-action initiating means for personal initiation hand actuated
- B60T7/10—Disposition of hand control
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Description
Die Erfindung' betrifft eine Bremseinrichtung für Kraftwagenzüge, bei denen im Zugwagen
außer der üblichen Fahrbremse noch eine zweite Bremseinrichtung und im Anhängewagen
eine mit dem Bedienungshebel der Fahrbremse und dem Bedienungshebel
der zweitem Zugwagenbremseinrichtung einstellbare Druckmittelbremse angeordnet sind.
Zur Bedienung der Anhängerdruckmittelbremse vom Bedienungshebel der zweiten
Zugwagenbremseinrichtung aus wurde bereits vorgeschlagen, an dem genannten Hebel einen
besonderen· Hilfshebel anzulenken und diesen durch ein Gestänge mit dem Anhängerbremsventil
zu verbinden, derart, daß die Druckmittelanhängerbremse auch unabhängig von der zweiten Bremseinrichtung angezogen
werden kann. Dadurch wird der Lastzugfahrer verleitet, beispielsweise bei Talfahrten,
ao den ganzen Lastzug allein durch Einstellen der Druckmittelanhängerbremse mittels des
Hilfshebels abzubremsen, was zu einer übermäßigen Abnutzung der Anhängerbremsbeläge
führen kann.
Besser ist in dieser Hinsicht die bekannte Einrichtung, bei der das Anhängerbremsventil
mit dem Bedienungshebel der zweiten Zugwagenbremse selbst verbunden ist, denn bei dieser Einrichtung kann infolge des un- mittelbaren*
Anschlusses des Anhängerbremsventils an den Bedienungshebel die Anhängerdruckmiftelbremse
nur unter gleichzeitiger Bewegung des Bedienungshebels der zweiten Zugwagenbremse angestellt werden. Da aber
durch allmähliche Abnutzung "der Beläge der zweiten Zugwagenbremse auch der Weg des >
Bedienungshebels bis zum Einsetzen der genannten Bremse größer wird, kann es auch
hier noch vorkommen, daß bei abgenutzter zweiter Zugwagenbremse die Druckmittel-
- anhängerbremse schon auf Vollbremsung eingestellt ist, ehe mit der zweiten Zugwagenbremse
am Zugwagen überhaupt eine Bremswirkung erreicht wird. Trotz ursprünglich richtiger Einstellung der Verbindung zwischen
dem Bedienungshebel der zweiten Zugwagenbremse und dem Anhängerbremsventil
kann somit nach längerer Betriebszeit eine übermäßig starke Inanspruchnahme der Anhängerbremse
eintreten. -
Um diese Mangel zu beseitigen, wird nach
der Erfindung der Bedienungshebel der zweiten Zugwagenbremseinrichtung unterteilt in
einen langen Haupthebel und einen an dessen oberem Ende angelenkten, als Winkelhebel
ausgebildeten und am Haupthebel feststellbaren Handgriff, der die vom Fahrer zum
Anziehen der zweiten Zugwagenbremseinrichtung aufgewendete Arbeit zum Teil auf den
Bedienungshebel dieser Einrichtung und zum anderen Teil auf das Anhängerbremsventil
überträgt, derart; daß beide Bremseinrichtungen von dem gleichen Bedienungshebel
aus nur kraftabhängig, aber nicht unabhängig voneinander betätigt werden können.
Ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, und
zwar zeigt
Abb. ι eine Skizze der Gesamtanordnung, Abb. 2 eine Ansicht und
Abb. 3 einen Schnitt eines Teils der Bremseinrichtung.
Der Bedienungshebel der zweiten mechanischen Zugwagenbremse, d. h. der Handbremse,
besteht aus einem zweiarmigen Haupthebel 1 und einem an das obere Ende
dieses Haupthebels angelenkten, als Winkelhebel ausgebildeten Handgriff 2. Der Handgriff
2 ist mit einem Zahnsegment 3 am Haupthebel 1 und dieser selbst an einem
Zahnbogen 4 feststellbar. Die Klinken^ für, das Zahnsegment 3 und den Zahnbogen 4 sind
gleichzeitig mittels eines einzigen Druckknopfes 5 am oberen Ende des Handgriffs 2
ausrückbar. Vom unteren Ende des Haupthebels ι führt eine Stange zu den nicht dargestellten Bremsbacken der Handbremse des
Zugwagens. Der waagerecht stehende Schenkel des Handgriffs 2 ist durch ein Seil 6 mit
dem Stellglied 7 des im Zugwagen angeordneten Anhängerbremsventils 8 verbunden.
Das Seil 6 ist über eine Rolle 9 am Drehpunkt des Haupthebels 1 geleitet.
Das Anhängerbremsventil entspricht irgeiideiner
der üblichen Bauarten mit einem dem Druck im Anhängerbremszylinder und dem
Zug im Seil 6 entsprechend sich einstellenden Steuerkolben, der auf ein Drucklufteinlaßventil
und ein Druckluftauslaßventil einwirkt. Das Ventil ist durch, eine Leitung 10
an einen Druckluftvorratsbehälter auf dem Zugwagen angeschlossen und durch eine Leitung
11 mit dem oder den Bremszylindern bzw. dem zusätzlichen Einkammersteuer-.
ventil auf dem Anhänger verbunden. Der- ^artige Anhängerbremsventile sind bekannt, so
daß eine eingehende Beschreibung des dargestellten Ventils nicht erforderlich ist.
Der Handgriff 2 ist mit Zapfen 12 an dem
gabelförmig ausgebildeten oberen Ende 13 des 7" Haupthebels 1 gelagert (Abb. 2 und 3). Die
Stellstange 14 für die Verriegelungsklinke des Handgriffs und die nicht gezeichnete, mit
den Zahnbogen 4 zusammenwirkende Sperrklinke des Haupthebels 1 verläuft axial innerhalb
des Haupthebels 1 und wird durch eine Feder 16 nach oben geschoben, wobei die
Klinken in die Lücken der'Verzahnungen 3 und 4 eindringen. Die Stellstange 14 hat
einen pilzartig ausgebildeten Kopf 17, der in die Längsbohrung 18 des Handgriffs 2 hineinragt,
in der auch der Druckknopf 5 mit seiner Druckstange 19 und seiner Feder 20
geführt ist: Die Druckstange 19 und der
Kopf 17 der Stellstange 14 berühren sich.
Die Trennstelle beider Stangen ist so gewählt, daß sie bei niedergedrücktem Druckknopf
5 mindestens annähernd in der Achse der Schwenkzapfen 12 liegt und so das Verschwenken
des Handgriffs 2 am Haupthebel nach dem Entriegeln nicht gehindert ist.
An dem Gabelkopf 13 des Haupthebels 1
stehen Anschläge 21 vor, an denen die Seiten-Hanken
des Zahnsegments 3 in der Anfangsund Endlage des Handgriffs 2 anliegen, so
daß auch im Falle eines Bruchs des Seils 6 ein Verstellen des Häupthebels 1 vom Handgriff
2 aus möglich ist. Die Zahnlücken des Zahnsegments 3 sind so gelegt, daß die
Klinke 15 in den Endlagen des Zahnsegments 3 ungehindert einspuren kann.
Zweckmäßigerweise werden die Lücken des Zahnsegments 3 etwas tiefer eingeschnitten
als die Lücken des Zahnbogens 4, damit die Klinke des letzteren stets vollständig einrasten
kann. .
Die Abb. ι zeigt die Vorrichtung bei angezogener
Handbremse. Bei gelöster Handbremse ist der Haupthebel 1 nach vorn gelegt
und der Handgriff 2 in der durch strich- i>°
punktierte Linien angedeuteten, gegenüber dem Haupthebel 1 nach vorn abgewinkelten
Lage. Wenn der Fahrer die Handbremse anziehen will, erfaßt er den Handgriff 2 und
zieht diesen in Pfeilrichtung nach rechts, wobei er gleichzeitig den Druckknopf 5 nach
unten drückt und dadurch die Sperrklinken aus ihren Verzahnungen aushebt. Durch den
Zug am Handgriffe wird dieser gegenüber dem Haupthebel 1 im Uhrzeigersinn verschwenkt
und mit Hilfe des Seils 6 das Anhängerbremsventil im Bremssinn verstellt.
Gleichzeitig wird aber, da der Handgriff nur am Haupthebel gelagert ist, die Auflagerreaktion
auch am Haupthebel in1 dem Sinne, wirksam, daß dieser Hebel ebenfalls nach
rechts geht. Durch den Zug am Handgriff 2 werden also gleichzeitig die mechanische
Handbremseinrichtung und die Druckluftbremseinrichtung des Anhängers angezogen,
und zwar kraftabhängig voneinander, da ein
ίο verstärkter Zug am Handgriff 2 einen verstärkten
Zug am Seil 6 und einen verstärkten Rückdruck am Haupthebel 1 hervorruft. Es
ist bei dieser Einrichtung auch nicht möglich, eine Bremseinrichtung für sich allein anzuziehen,
denn der Handgriff 2 bietet die einzige Angriffsmöglichkeit für den Fahrer und wirkt stets auf beide Bremseinrichtungen.
. Gegebenenfalls kann in dasSeilö zwischen dem Ventilanstellglied 7 und der Rolle 9 noch
. Gegebenenfalls kann in dasSeilö zwischen dem Ventilanstellglied 7 und der Rolle 9 noch
■ eine Feder eingeschaltet werden, wenn es
zweckmäßig ist, den Weg des Handgriffs 2 beim Anziehen etwas zu vergrößern, um ein
sicheres Einrasten der Klinke 15 in das Zahnsegment 3 zu erreichen.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Bremseinrichtung für Kraftwagenzüge, bei denen im Zugwagen außer der üblichen Fahrbremse noch eine zweite Bremseinrichtung und im Anhängewagen eine mit dem Bedienungshebel der Fahrbremse und dem Bedienungshebel der zweiten Zugwagenbremseinrichtung einstellbare Druckmittelbremseinrichtung angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Bedienungshebel der zweiten Zugwagenbremseinrichtung unterteilt ist in einen langen Haupthebel (1) und einen an dessen oberem Ende (13) angelenkten, als Winkelhebel ausgebildeten und am Haupthebel (1) "feststellbaren Handgriff (2), der die zum Anziehen der zweiten ' Bremseinrichtung aufgewendete Kraft aufnimmt und zum Teil auf den Haupthebel (1), zum anderen Teil auf das-Bremsventil (8) der Druckmittelanhängerbiemse überträgt, derart, daß beide Bremseinrichtungen von dem Handgriff (2) aus kraftabhängig voneinander angezogen werden und nicht unabhängig voneinander betätigt werden können.
- 2. Bremseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelung des Handgriffs (2) am Haupthebel (1) und die Verriegelung des Haupthebels (1) am Fahrgestell durch ein einziges Stellglied (5) am Handgriff (2) gleichzeitig gelöst werden können.
- 3. Bremseinrichtung nach den Ansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsgestänge (19, 14) für den Handgriff (2) und den Haupthebel (1) in Längsrichtung dieser Teile (1, 2) verläuft und in Höhe des .Drehzapfens (12) des Handgriffs (2) unterteilt ist.. 6g
- 4. Bremseinrichtung nach den Ansprüchen ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der · Ausschlag des Handgriffs (2) gegenüber dem Haupthebel (1) durch Anschläge (21) begrenzt ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1939B0187890 DE699162C (de) | 1939-07-02 | 1939-07-02 | Bremseinrichtung fuer Kraftwagenzuege |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1939B0187890 DE699162C (de) | 1939-07-02 | 1939-07-02 | Bremseinrichtung fuer Kraftwagenzuege |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE699162C true DE699162C (de) | 1940-11-23 |
Family
ID=7010554
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1939B0187890 Expired DE699162C (de) | 1939-07-02 | 1939-07-02 | Bremseinrichtung fuer Kraftwagenzuege |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE699162C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1075301B (de) * | 1960-02-11 | Siegen August Sallwey | Stuhl insbesondere Theater oder Konzertreihcnstuhl |
-
1939
- 1939-07-02 DE DE1939B0187890 patent/DE699162C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1075301B (de) * | 1960-02-11 | Siegen August Sallwey | Stuhl insbesondere Theater oder Konzertreihcnstuhl |
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