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Hintergrund
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft antihydrotische Zusammensetzungen,
die ein antihydrotisches Aluminium- oder Aluminium-Zirconiumsalz
enthalten sowie ein wasserlösliches
Calciumsalz. Ebenfalls betrifft die Erfindung ein Verfahren zum
Schweißhemmen
durch topischen Auftrag einer wirksamen Menge einer solchen antihydrotischen
Zusammensetzung auf die Haut.
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Antihydrotische
Zusammensetzungen, die antihydrotische Aluminium- oder Aluminium-Zirconiumsalze enthalten,
sind gut bekannt und sind seit vielen Jahren verwendet worden. Es
bestehen anhaltende Bemühungen
zur Verbesserung der antihydrotischen Wirksamkeit solcher Zusammensetzungen.
Die gegenwärtig am
wirksamsten antihydrotischen Zusammensetzungen enthalten die sogenannten
antihydrotischen Aluminium- oder Aluminium-Zirconiumsalze "verstärkter Wirksamkeit", die in einem wasserfreien
Träger
suspendiert sind. Die verstärkte
Wirksamkeit von antihydrotischen Aluminium- und Aluminium-Zirconiumsalzen
ist gut bekannt und wurde beispielsweise in den GB-P-2 048 229 und
US-P-4 775 528 beschrieben. Diese Salze werden in der Regel hergestellt
durch Wärmebehandeln
einer relativ verdünnten
wässrigen
Lösung
des Aluminiumsalzes (z.B. etwa 10 Gew.%), um deren Verhältnis des
HPLC-Peak 4 zu Peak 3 zu verbessern; Zusetzen von Zirconiumsalz,
sofern ein Aluminium-Zirconiumsalz gewünscht wird, und anschließend Sprühtrocknen
zu einem Pulver. Diese Salze haben typischerweise ein Flächenverhältnis von
HPLC-Peak 4 zu Peak 3 von 0,7 oder höher wobei mindestens 70% des
Aluminiums in diesen Peaks enthalten sind. Außer der Verwendung dieser Formen
der Aluminium- und Aluminium-Zirconiumsalze
verstärkter
Wirksamkeit ist es jedoch nicht möglich gewesen, die Wirksamkeit
(oder Schweißhemmung)
der gegenwärtigen
antihydrotischen Zusammensetzungen wesentlich voranzutreiben.
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In
der US-P-2 571 030 werden basische antihydrotische Calcium-Aluminiumchloridsalze
offenbart, die eine weniger beeinträchtigende Wirkung auf Textilgewebe
haben als Aluminium-basisches Chlorid (Chlorhydroxid). Diese Salze
werden durch Umsetzen von Calciumcarbonat mit Aluminiumchloridhydroxid
oder mit Aluminiumchlorid und Aluminiumpulver oder durch Zusetzen
von Calciumchlorid-dihydrat zu Aluminiumchlorhydroxid hergestellt.
In dieser Patentschrift wird vorgeschlagen, dass antihydrotische
Salze 0,2% bis 15 Gew.% Calcium auf jeweils 100 Gewichtsteile Aluminium
aufweisen können.
Die Salze werden in wässriger
Form zur Erzeugung von Creme-Emulsionen verwendet.
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In
der US-P-3 979 510 werden antihydrotische Aluminium-Zirconium-Zusammensetzungen
offenbart, die Aluminium-Puffermittel zur Erhöhung des pH-Wertes enthalten. In die Aluminium-Puffermittel
können
gut bekannte Antacid- Komplexe
einbezogen sein, wie beispielsweise hydratisiertes Magnesium-Aluminiumsulfat sowie
die Koprezipitate von Aluminiumhydroxid mit Magnesium- oder Calciumcarbonat.
Die Beispiele VIII und XI beschreiben die Herstellung von Al-Zr-Salz-Komplexen,
die 0,6% bzw. 0,2% Calcium enthalten. In der US-P-3 996 346 werden
Deodorant-Zusammensetzungen und antihydrotische Zusammensetzungen
offenbart, die Zinkoxid und Calciumhydroxid enthalten, die jedoch
keinerlei Aluminiumsalze enthalten.
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In
der US-P-3 998 788 werden antihydrotische Aluminium-Zirconium-Komplexe offenbart,
die Spurenmengen an Erdalkalimetallsalzen und speziell Calcium oder
Magnesium oder Beide und bevorzugt Magnesium enthalten. Im Allgemeinen
werden die Komplexe einen Teil Erdalkalimetall auf 30 bis 1.000
Gewichtsteile Aluminium plus Zirconium enthalten. Eine Lösung, die
5 bis 15% Aluminium plus Zirconium (etwa 10 bis 30% Wirkstoff) enthält, wird
etwa 0,001 bis 0,1 % Erdalkalimetalle enthalten. Es wird keine Zusammensetzung
exemplifiziert, die Calcium enthält.
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In
der US-P-4 017 599 werden antihydrotische Aluminium-Zirconium-Komplexe offenbart,
die mit Salzen von Aminosäuren,
einschließlich
Hydroxyaluminiumglycinate und Alkali- und Erdalkaliglycinate, gepuffert sind.
In dieser Patentschrift wird vorgeschlagen, dass verschiedene Alkalimetallsalze,
einschließlich
die des Natrium, Kalium, Ammonium, Magnesium und Calcium gleichermaßen geeignet
sind. In Beispiel V dieser Patentschrift wird ein fester Aluminium-Zirconiumhydroxybromid-Komplex
beschrieben, der 2,24% Al, 31,2% Zr, 28,6% Br, 4,26% Glycin und
1,10% Ca enthält.
Das extrem geringe Verhältnis
von Al:Zr dieses Salzes plaziert es weit außerhalb der aktuellen FDA-Monographie.
In der US-P-4 021 536 werden adstringierende Zirconium-Zusammensetzungen
offenbart, die ein Magnesiumsalz enthalten, wobei derartige Zusammensetzungen einen
Gehalt an Zirconium zu Magnesium haben, das ausgedrückt in Oxiden
etwa 30:1 bis 1:1 beträgt.
Die Beispiele dieser Patentschrift offenbaren keinerlei Zusammensetzungen,
die Aluminium oder Calcium enthalten.
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In
der CA-P-1 068 215 wird ein gut laufender antihydrotischer Stift
offenbart, der 5 bis 20% Magnesiumstearat aufweist, 1 bis 5% Calciumcarbonat,
Null bis 1 % Mineralöl,
0,1 bis 5% Glycin, 0,01 bis 1 % desodorierendes Mittel, 20 bis 77,8%
Aluminiumchlorhydroxid, 1 bis 10% Kaolin, 10 bis 40% Reisstärke, Null
bis 3% Wasser und 0,001 bis 1 % Parfüm. Der antihydrotische Stift
wird erzeugt, indem zuerst ein Gemisch des Aluminiumsalzes mit Mineralöl angesetzt
wird und ein zweites Gemisch aus der Reisstärke und Wasser angesetzt wird
sowie ein drittes Gemisch der übrigen
Inhaltsstoffe angesetzt wird und diese drei Gemische anschließend gemischt
und die Mischung zu einem Stift gepresst wird.
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In
der WO 96/19228 werden topische Zusammensetzungen beschrieben, die
ein topisches Vehikel enthalten, einen die Haut reizenden Inhaltsstoff
und eine reizhemmende Menge eines wasserlöslichen zweiwertigen Calcium-Kations
in einer Menge von 10 mM zu 3.000 mM. Diese Veröffentlichung schlägt allgemein eine
große
Vielzahl topischer Zusammensetzungen vor, einschließlich: Sonnenschutzmittel,
Insektenschutzmittel, Rasiercreme, Depilatorien, Shampoos, Produkte
für Dauerwelle
und Haarverfestiger, Reinigungsmittel, Arzneimittelprodukte, antihydrotische
und desodorierende Produkte, Lutschpastillen, Mundwasser, Suppositorien,
usw. Es werden keine antihydrotischen Zusammensetzungen exemplifiziert
noch gibt es irgendwelche Vorschläge, dass die Wirksamkeit von
antihydrotischen Zusammensetzungen durch den Zusatz von Calciumsalzen
verbessert werden kann.
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In
der US-P-5 346 694 werden antihydrotische Zusammensetzungen in Form
von Gelstiften offenbart, die als Stabilisiermittel einen Gelbildner
mit einem bestimmten pKa-Wert enthalten.
Bei dem Stabilisiermittel kann es sich um ein basisches Metallsalz
bestimmter Carbonsäuren
handeln. Geeignete salzbildende Kationen schließen Natrium, Kalium, Lithium,
Magnesium, Calcium und Zink ein. Die bevorzugten Salze sind Natrium-
und Kaliumbenzoat und -octanoat. In der US-P-5 534 246 werden klare
antihydrotische Wasser-in-Öl-Emulsionen
offenbart, in denen die Brechzahlen der Öl- und Wasserphasen angepasst
sind. Es wird eine Vielzahl von Brechzahl-angepassten Verbindungen
offenbart, von denen eine Calciumchlorid ist. Die Beispiele 5 und
6 offenbaren wässrige
Lösungen,
die jeweils 32,94% und 36,25% Aluminiumchlorhydrat und 11,94% und
6,88% Calciumchlorid enthalten.
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In
der US-P-S 676 936 werden antihydrotische Zusammensetzungen auf
Alkoholbasis offenbart, in denen das antihydrotische Salz in einem
Alkohol als Träger
suspendiert ist. Vor der Zugabe des antihydrotischen Salzes wird
in den Alkohol ein Mittel gegen Auflösung eingearbeitet, um die
Auflösung
des antihydrotischen Salzes in dem Alkohol zu verhindern. Bei dem
Mittel gegen Auflösung
kann es sich um eine Verbindung handeln, die eine basische Stickstoff-Funktion oder eine
basische Sauerstoff-Funktion hat. Verbindungen, die über eine
basische Stickstoff-Funktion verfügen, schließen Aminosäuren ein. Verbindungen, die über eine
basische Sauerstoff-Funktion verfügen, schließen anorganische Basen ein,
wie beispielsweise Natrium-, Kalium-, Lithium-, Calcium- und Magnesiumhydroxid.
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Michniak
beschreibt in der Int. J. Cosm. Sci. 3, 29-36 (1981) den Einfluss
verschiedener mehrwertiger Kationen auf die Schweißerzeugung
unter Verwendung eines Rattenfußballen-Versuchs.
Es wurde festgestellt, dass eine Calciumchlorid-Lösung die
Schweißabsonderung
fördert.
Ebenfalls wurde festgestellt, dass Calciumchlorid die Wirksamkeit
von Aluminium-, Lanthan- und Zirconium-Lösungen
herabsetzt.
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Es
wäre in
hohem Maße
erstrebenswert antihydrotische Zusammensetzungen zu schaffen, die
eine höhere
Wirksamkeit haben, d.h. die die Perspiration in einem größeren Umfange
hemmen als diejenigen Zusammensetzungen, die gegenwärtig verfügbar sind.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung umfasst antihydrotische Zusammensetzung mit
verbesserter Wirksamkeit. Diese Zusammensetzungen enthalten ein
antihydrotisches Aluminium- oder Aluminium-Zirconiumsalz sowie ein
wasserlösliches
Calciumsalz, die beide in einem dermatologisch zulässigen wasserfreien
Trägervehikel suspendiert
sind. Ebenfalls umfasst die vorliegende Erfindung ein Verfahren
zum Hemmen oder Verringern der Perspiration durch typisches Aufbringen
einer wirksamen Menge einer solchen antihydrotischen Zusammensetzung
auf die Haut.
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Detaillierte
Beschreibung der Erfindung
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Eine
antihydrotische Zusammensetzung nach der vorliegenden Erfindung
umfasst ein dermatologisch zulässiges,
wasserfreies Trägervehikel,
das darin ein antihydrotisches Aluminium- oder Aluminium-Zirconiumsalz
und ein wasserlösliches
Calciumsalz suspendiert aufweist. Die Menge des antihydrotischen
Salzes und des Calciumsalzes in der Zusammensetzung lassen sich
innerhalb weiter Parameter variieren, wobei jedoch die Menge so
groß sein
sollte, dass eine Perspiration wirksam gehemmt oder verringert wird,
d.h. eine die Perspiration vermindernde wirksame Menge. Im Allgemeinen
wird die Menge des antihydrotischen Aluminium- oder Aluminium-Zirconiumsalzes
in der Zusammensetzung innerhalb eines Bereichs von etwa 5% bis
etwa 30 Gew.% und vorzugsweise etwa 8% bis etwa 25% liegen. Die
Menge des wasserlöslichen
Calciumsalzes in der Zusammensetzung wird im typischen Fall innerhalb
von etwa 0,5% bis etwa 15 Gew.%, bevorzugt etwa 1 % bis etwa 12
Gew.% und am meisten bevorzugt etwa 2% bis etwa 9 Gew.% liegen.
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Bevorzugte
Aluminiumsalze sind solche, die die allgemeine Formel Al2(OH)6-aXa haben, worin X Cl, Br, I oder NO3 ist und a etwa 0,3 bis etwa 5, vorzugsweise
etwa 0,8 bis etwa 2,5 und mehr bevorzugt etwa 1 bis etwa 2 beträgt (so dass
das Molverhältnis
von Al:X etwa 0,9:1 bis etwa 2,1:1 beträgt). Bei diesen Salzen ist
in der Regel etwas Hydratwasser angelagert und im typischen Fall
in der Größenordnung
von 1 bis 6 Mol pro Mol Salz. Am meisten bevorzugt ist das Aluminiumsalz
Aluminiumchlorhydrat (d.h. X ist Cl in der vorgenannten Formel)
und speziell 5/6 basisches Aluminiumchlorhydrat, worin a etwa 1
beträgt,
so dass das Molverhältnis
von Aluminium:Chlor etwa 1,9:1 bis 2,1:1 beträgt. Aluminiumchlorhydrat wird
hierin bezeichnet als "ACH".
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Bevorzugte
Aluminium-Zirconiumsalze sind Mischungen oder Komplexe der vorstehend
beschriebenen Aluminiumsalze mit Zirconiumsalzen der Formel ZrO(OH)2-pbYb, worin Y Cl,
Br, I, NO3 oder SO4 ist,
b beträgt
etwa 0,8 bis 2 und p ist die Wertigkeit von Y. Die Zirconiumsalze
verfügen
in der Regel außerdem über etwas
Hydratwasser, das an ihnen angelagert ist, und zwar im typischen
Fall 1 bis 7 Mole pro Mol Salz. Bevorzugt ist das Zirconiumsalz
Zirconylhydroxychlorid der Formel ZrO(OH)2-bClb (gelegentlich geschrieben als Zr(OH)4-bClb), worin b
etwa 1 bis 2 und bevorzugt etwa 1,2 bis etwa 1,9 beträgt. Die
Aluminium-Zirconiumsalze, auf
die sich die vorliegende Erfindung bezieht, haben ein Al:Zr-Molverhältnis von
etwa 2 bis etwa 10 und ein Verhältnis
von Metall:(X+Y) von etwa 0,73 bis etwa 2,1 und vorzugsweise etwa
0,9 bis 1,5. Ein bevorzugtes Salz ist Aluminium-Zirconiumchlorhydrat
(d.h. X und Y sind Cl), das ein Al:Zr-Verhältnis von etwa 2 bis etwa 10
hat und ein Metall:Cl-Verhältnis
von etwa 0,9 bis etwa 2,1 hat. Damit sollen in dem Begriff "Aluminium-Zirconiumchlorhydrat" die Tri-, Tetra-,
Penta- und Octachlorhydrat-Formen einbezogen sein, wobei Aluminium-Zirconiumtetrachlorhydrat
am meisten bevorzugt ist. Das Aluminium-Zirconiumchlorhydrat wird
hierin bezeichnet als "ACH/ZHC" oder als "AZCH". In der Regel enthalten
antihydrotische Aluminium-Zirconiumsalze auch eine neutrale Aminosäure, wie
beispielsweise Glycin und im typischen Fall in einer solchen Menge,
um ein Verhältnis
von Zr:Gly von etwa 1 bereitzustellen.
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Die
bevorzugten Aluminium- und Aluminium-Zirconiumsalze zur Verwendung
in den Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung sind solche
vom Typ mit verstärkter
Wirksamkeit. Unter einem "Salz
verstärkter
Wirksamkeit" wird
ein antihydrotisches Salz verstanden, das bei der Wiederauflösung zu
einer 10%igen wässrigen
Lösung
ein HPLC-Chromatogramm erzeugt (wie beispielsweise in der US-P-S
330 751 beschrieben wird, die hiermit als Fundstelle einbezogen
ist), worin mindestens 70% und bevorzugt mindestens 80% des Aluminiums
in 2 aufeinanderfolgenden Peaks enthalten sind, die am einfachsten
als Peak 3 und Peak 4 gekennzeichnet werden und worin das Verhältnis der
Fläche
unterhalb von Peak 4 zu der Fläche
unterhalb von Peak 3 mindestens 0,5 und . vorzugsweise 0,7 und mehr
bevorzugt mindestens 0,9 oder höher
beträgt. Besonders
bevorzugt sind Salze, worin mindestens 30% und mehr bevorzugt mindestens
40% des Aluminiums in Peak 4 enthalten sind. Das in den Peaks 3
und 4 vorliegende Aluminium sollte vom Alc-Typ
und nicht vom Alb-Typ sein, wenn eine Analyse
mit Hilfe des Ferron-Tests vorgenommen wird. Aluminium chlorhydrat
verstärkter
Wirksamkeit wird hierin bezeichnet als "ACH'". Aluminiumchlorhydrat
verstärkter
Wirksamkeit wird hierin bezeichnet als "ACH'/ZHC" oder als "AZCH'".
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Da
die gegenwärtig
in Anwendung befindlichen antihydrotischen Salze mit der größten Wirksamkeit die
Aluminium-Zirconiumsalze erhöhter
Wirksamkeit sind, werden die Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung
vorzugsweise solche Salze enthalten und am meisten bevorzugt Aluminium-Zirconiumchlorhydrat mit
erhöhter
Wirksamkeit.
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Außerdem sollten
derartige Zusammensetzungen im Idealfall die maximale Menge derartiger
Salze enthalten, die in angemessener Weise nach den FDA-Richtlinien
ohne Beeinträchtigung
der Anwendungsästhetik
der fertigen Zusammensetzung einbezogen werden kann. Damit wird
die Zusammensetzung im Idealfall etwa 20% bis etwa 25 Gew.% des
Aluminium-Zirconiumsalzes enthalten (das entspricht etwa 17 bis
20% Wirkstoff (USP)). Da gegenwärtig
jedoch keine Aerosolzusammensetzungen zugelassen sind, die Zirconium
enthalten, werden die Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung,
sofern sie zu einem Aerosol formuliert werden, vorzugsweise Aluminiumchlorhydrat
und am meisten bevorzugt Aluminiumchlorhydrat mit erhöhter Wirksamkeit
enthalten. Die in Aerosolformulierungen einbezogene Menge an antihydrotischem
Salz wird im typischen Fall etwa 3% bis etwa 15 Gew.% und bevorzugt
etwa 8% bis etwa 12 Gew. % betragen.
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In
die antihydrotische Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung ist
außerdem
ein wasserlösliches
Calciumsalz einbezogen. Unter wasserlöslich wird ein Salz verstanden,
das bei Raumtemperatur über eine
ausgeprägte
Löslichkeit
in Wasser verfügt,
beispielsweise mindestens 1 g/100 ml Wasser, vorzugsweise mindestens
10 g/100 ml Wasser und am meisten bevorzugt mindestens 25 g/100
ml Wasser. Bevorzugte Calciumsalze schließen Calciumchlorid ein, Calciumbromid,
Calciumnitrat, Calciumcitrat, Calciumformiat, Calciumacetat, Calciumgluconat,
Calciumascorbat, Calciumlactat, Calciumglycinat und Mischungen davon.
Die mehr bevorzugten Calciumsalze sind Calciumchlorid und Calciumnitrat,
wobei Calciumchlorid am meisten bevorzugt ist. Die Menge von wasserlöslichem
Calciumsalz in der Zusammensetzung wird im typischen Fall etwa 0,5%
bis etwa 15 Gew.% der Zusammensetzung und vorzugsweise etwa 1 %
bis etwa 12 Gew.% und am meisten bevorzugt etwa 2% bis etwa 9 Gew.%
ausmachen.
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In
die antihydrotische Zusammensetzung ist ferner ein dermatologisch
zulässiges
wasserfreies Trägervehikel
einbezogen, worin das antihydrotische Salz und das Calciumsalz suspendiert
sind. Unter wasserfreiem Trägervehikel
wird ein Vehikel verstanden, das weitgehend frei ist (d.h. weniger
als 2% und vorzugsweise weniger als 1 % und am meisten bevorzugt
weniger als 0,1 Gew. %) an freiem Wasser (d.h. ausgenommen jegliches
Hydratationswasser, das an dem antihydrotischen Salz angelagert
ist). Obgleich der Träger
etwas niederen Alkanol enthalten kann, ist das Trägervehikel
vorzugsweise weitgehend frei (d.h. es enthält weniger als 2% und vorzugsweise
weniger als 1 % und am meisten bevorzugt weniger als 0,1 %) an niederem
Alkanol, wie beispielsweise Ethanol.
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Das
wasserfreie Trägervehikel
kann alle beliebigen Inhaltsstoffe aufweisen, die üblicherweise
in der Formulierung von topischen antihydrotischen Zusammensetzungen
genutzt werden. Es ist vorteilhaft, wenn das Trägervehikel ein oder mehrere
Silicone enthält.
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Flüchtige Silicone
verdampfen rasch und vermitteln ein trockenes Gefühl. Die
flüchtigen
Silicone schließen
die cyclischen Polydimethylsiloxane ein, die auch als Cyclomethicone
bekannt sind, die etwa 3 bis etwa 7 Siliciumatome aufweisen, sowie
die linearen Polydimethylsiloxane, die auch als Dimethicone bekannt sind
und von etwa 2 bis etwa 8 Siliciumatome aufweisen. Die linearen
flüchtigen
Silicone haben im Allgemeinen Viskositäten von weniger als 5 cSt,
während
die cyclischen flüchtigen
Silicone Viskositäten
unterhalb von 10 cSt. haben. Mischungen von flüchtigen Siliconen lassen sich
vorteilhaft einsetzen.
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Nichtflüchtige Silicone
können
ebenfalls vorteilhaft in das Trägervehikel
für dessen
Emolliens und Anwendungsästhetik
einbezogen werden. Die nichtflüchtigen
Silicone verfügen
typischerweise über
Viskositäten von
etwa 5 bis etwa 500 cSt. und vorzugsweise 10 bis 50 cSt. und schließen Polyalkylsiloxane
ein, wie beispielsweise Dimethicone und Polyalkylarylsiloxane, wie
beispielsweise Phenyltrimethicone. Die nichtflüchtigen Silicone werden in
der Regel in Verbindung mit flüchtigen
Siliconen eingesetzt.
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Das
Trägervehikel
kann auch mehrwertige Alkohole enthalten, wie beispielsweise Propylenglykol
und Dipropylenglykol; paraffinische Kohlenwasserstoffe, wie beispielsweise
Mineralöl
und hydriertes Polyisobuten; Fettalkohole, wie beispielsweise Stearylalkohol
und Myristylalkohol; Fettalkoholester, wie beispielsweise C12-15-Alkohole, Benzoat und Myristyloctanoat;
Fettsäureester,
wie beispielsweise Isopropylpalmitat, Myristylmyristat und Octylisononanoat;
Dicarbonsäureester,
wie beispielsweise Diisopropylsebacat; Fettamide, wie beispielsweise "Stearamide MEA" und "Lauramide DEA"; Polyethylenglykole
und Polypropylenglykole, wie beispielsweise PEG-40 und PPG-20; Polyethylen- und/oder Polypropylenglykolether
von Ca4-20-Alkoholen, wie beispielsweise
PPG-10-Butandiol,
PPG-5-Buteth-7, PPG-3-Myreth-3 und Steareth-20 und Polyethylen- und/oder
Polypropylenglykolester von C4-20-Säuren, wie
beispielsweise PEG-8-Distearat und PEG-10-Dioleat. Das Vehikel kann
auch Wachse enthalten, wie beispielsweise hydriertes Rhizinusöl (Rhizinuswachs),
Gelbildner, wie beispielsweise 12-Hydroxystearinsäure (einschließlich Ester
und Amide davon), Glyceryltribehenat, N-Acylaminosäureamide,
wie beispielsweise N-Lauroyl-L-glutaminsäure-di-n-butylamid und Alkylamide,
wie beispielsweise 2-Dodecyl-N,N'-dibutylsuccinamid;
Suspendiermittel, wie beispielsweise Tone (z.B. Quaternium-18-hectorit) und
Siliciumdioxid-Materialien sowie Füllstoffe, wie beispielsweise
Talkum, Polyolefine und modifizierte Maisstärke.
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Die
vorgenannten Zusammenstellung von Materialien ist lediglich beispielhaft
und soll keine umfassende Liste aller möglichen Materialien sein, die
in einer antihydrotischen Zusammensetzung verwendbar sein können. Der
Durchschnittsfachmann kann zweifelsfrei solche Materialien auswählen, die
die gewünschten
Anwendungs- und ästhetischen
Merkmale der speziellen Form der antihydrotischen Zusammensetzung
bereitstellen, die hergestellt werden soll. Die antihydrotischen
Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung lassen sich mühelos zu
topischen Zusammensetzungen formulieren, wie beispielsweise Aerosole,
Pumpsprays, Flüssigkeiten,
Roll-ons, Lotions, Cremes, Gele, Stifte (sowohl hart als auch weich),
usw.
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Die
vorliegende Erfindung umfasst außerdem ein Verfahren zum Hemmen
oder Verringern der Perspiration durch topischen Auftrag einer wirksamen
Menge einer hierin beschriebenen antihydrotischen Zusammensetzung
auf die Haut des Menschen und vorzugsweise auf die Axilla, wo eine
solche Verminderung der Perspiration von dem Anwender gewünscht wird.
Eine wirksame Menge ist diejenige Menge, die mindestens eine Verminderung
der Schweißabsonderung
von 20% gewährt
und bevorzugt eine Verminderung der Schweißabsonderung von mindestens
40% bei Prüfung
nach dem Standardprotokoll der Warmraum-Wärmewirksamkeit
und am meisten bevorzugt eine solche Menge, die die Perspiration
bis zu einem Grad vermindert, der von dem Anwender wahrgenommen
werden kann. Im typischen Fall wird die aufgebrachte Menge der antihydrotischen
Zusammensetzung im Bereich von etwa 0,1 g bis etwa 1,0 g pro Axilla
in Abhängigkeit
von der Formulierung betragen oder es wird eine solche Menge sein,
die etwa 0,01 bis etwa 0,25 g antihydrotischen Wirkstoff pro Axilla
liefert.
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Die
vorliegende Erfindung kann anhand der folgenden Beispiele weiter
veranschaulicht werden, worin die Anteile und Prozentangaben auf
Gewicht bezogen sind. In jedem dieser Beispiele sind die antihydrotischen Salze
vom Typ mit verstärkter
Wirksamkeit und haben ein HPLC-Peak 4 zu Peak 3-Flächenverhältnis größer als
0,7, wobei mindestens 80% des Aluminiums in den Peaks 3 und 4 enthalten
sind. Zusätzlich
wird das Calciumchlorid-dihydrat vor der Verwendung zu einem feinen
Pulver gemahlen (z.B. mit einem Retsch ZM 100 mit einem 0,08 mm
Sieb und einem 12-zähnigen
Rotor). Die Zusammensetzungen mit Calciumchlorid werden im Vergleich
zu einer ähnlichen
Zusammensetzung ohne Calciumchlorid eine verbesserte Wärmewirksamkeit
zeigen.
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Beispiele 1 bis 5 – flüssiges Antihydrotikum
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Es
wurden antihydrotische Zusammensetzungen mit den nachstehend aufgeführten Inhaltsstoffen
und Mengen hergestellt. Jede dieser Zusammensetzungen wurde durch
Zusetzen sämtlicher
Inhaltsstoffe zu dem Cyclomethicone und Mischen unter Erzeugung
einer homogenen Suspension hergestellt.
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Beispiele 6 bis 8 – Aerosol-Antihydrotikum
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Es
wurden antihydrotische Aerosolzusammensetzungen hergestellt, die über die
nachfolgend angegebenen Inhaltsstoffe und Mengen verfügten. Jede
dieser Zusammensetzungen wurde durch Zusetzen sämtlicher Inhaltsstoffe mit
Ausnahme des Treibmittels zu dem Cyclomethicone und Mischen unter
Erzeugen einer homogenen Suspension hergestellt. Die Suspension
wurde sodann in einen Aerosolbehälter
gegeben und das Treibmittel zugesetzt. Das Treibmittel war ein 1:2-Gemisch
der Treibmittel 152A und A31.
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Beispiele 9 bis 12 – Antihvdrotikum
als fester Stift
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Es
wurden antihydrotische Zusammensetzungen als feste Stifte hergestellt,
die über
die nachfolgend angegebenen Inhaltsstoffe und Mengen verfügten. Jede
dieser Zusammensetzungen wurde durch Mischen aller Inhaltsstoffe
(mit Ausnahme des Duftstoffes) mit dem Cyclomethicone, Erhitzen
der Mischung bis zum Schmelzen der Gelbildner und Kühlen der
Mischung unter Erzeugung eines festen Stiftes hergestellt, wobei der
Duftstoff während
des Kühlungsschrittes
und vor der Verfestigung zugesetzt wurde.
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Beispiele 13 bis 15 – Antihvdrotikum
als Creme
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Es
wurden antihydrotische Zusammensetzungen als Creme hergestellt,
die über
die nachfolgend angegebenen Inhaltsstoffe und Mengen verfügten. Jede
dieser Zusammensetzungen wurde durch Mischen aller Inhaltsstoffe
mit Ausnahme des antihydrotischen Salzes, Calciumsalz, Siliciumdioxid
und Duftstoff bis zur Gleichförmigkeit,
Erhitzen bis 50°C
und anschließendes
Mischen unter hoher Scherbewegung für 20 min hergestellt. Es wurde
das Siliciumdioxid zugesetzt und bis zur Gleichförmigkeit gemischt und die Mischung
durch eine "Sonolator"- Schervorrichtung (Sonic Corp., Model
A, Betrieb bei 500 psi durch eine Düse mit einem Durchmesser von
0,004 inch) gegeben, um die Viskosität zu erhöhen. Es wurden das antihydrotische
Salz und Calciumsalz zugesetzt und bis zur Gleichförmigkeit
gemischt und anschließend
der Duftstoff zugegeben und bis zur Gleichförmigkeit gemischt.
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Die
Bezugnahme auf HPLC-Analyse bedeutet in der gesamten Patentbeschreibung,
dass die Chromatogramme der Verteilung von Aluminium-Polymer wie
folgt erhalten wurden: das antihydrotische Salz wurde in Wasser
bei einer Konzentration von etwa 10% aufgelöst. Es wurde eine 1,0 μl-Probe durch
eine mit Nucleosil 100-5 (Keystone Scientific Inc.) gepackte Säule von
4,6 mm × 50
cm gepumpt und als das Eluierungsmittel eine 0,01 M wässrige Lösung von
salpetriger Säure
verwendet. Die Durchlaufrate der mobilen Phase wurde auf 0,5 ml/min
mit einer Waters 100-Anlage geregelt. Die HPLC-Profile wurden aufgezeichnet
und mit einem rechnergestützten
System verarbeitet, in das die "Millennium
2010 Chromatography Manager"-Software
von der Millipore/Waters Corp. einbezogen war. Als der Detektor
für den
Brechindex wurde ein Differentialrefraktometer Waters 410 verwendet.
Die HPLC-Profile wurden von links nach rechts gelesen (von höherem zu
niedrigerem Molekulargewicht). Bei dieser Methode traten die Peaks
3 und 4 bei Retentionszeiten von kd=0,32-0,38 bzw. kd=0,49-0,53
auf. Selbstverständlich
lassen sich andere HPLC-Methoden, bei denen andere Säulenmaterialien,
Eluierungsmittel und Durchlaufraten angewendet werden, unter der
Voraussetzung anwenden, dass sie die Peaks 3 und 4 mit einem akzeptablen
Genauigkeitsgrad ausreichend auflösen (d.h. die Methode muss
in der Lage sein, das Al in 5 unterscheidbare Peaks aufzulösen). Selbstverständlich werden derartige
andere Methoden die Peaks 3 und 4 bei anderen Retentionszeiten wiedergeben,
als sie vorstehend angegeben wurden.