DE69919954T2 - Rotorbaugruppe und Haltevorrichtung dafür - Google Patents
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine umlaufende Baugruppe gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, wie sie durch die EP-A-512 516 bekannt ist.
- Es ist übliche Praxis, umlaufende Bauteile wie beispielsweise Wellen an beabstandeten Stellen durch Kugel- oder Rollenlager abzustützen. Dies erfordert jedoch den Einsatz einer Schmierung mit der sich daraus ergebenden Notwendigkeit für komplizierte Strömungswege und Dichtungen. Es ist bekannt, ein einziges Bauteil zum Zwecke der Drehung im Raum durch Einsatz des Stator- und Rotorprinzips abzustützen. Drahtgewickelte Statorpole umgeben eine magnetisch durchlässige Komponente, und durch Hindurchleiten elektrischer Ströme durch die Drähte werden elektromagnetische Kräfte erzeugt, welche die Komponente veranlassen, sich in eine Position im Raum zu bewegen, die gleichen Abstand von den Endflächen der Pole hat. Die Komponente wird dann durch andere Kraftorgane gedreht, um die Notwendigkeit für eine Schmierung entfällt.
- Die vorliegende Erfindung bezweckt die Schaffung einer drehbaren Baugruppe, bei welcher eine Komponente durch eine andere durch andere Mittel als feste geschmierte Lager abgestützt wird.
- Gemäß der Erfindung umfaßt eine Baugruppe drehbare Komponenten, die eine relative Drehbewegung ausführen können und die elektrische Statormittel zum elektromagnetischen drehbaren Abstützen der genannten Komponenten aufweist, wobei eine der genannten Komponenten ein schwach oder nicht magnetisch durchlässiges Einsatzteil aufweist und elektrische Statormittel mit Bezug dazu positioniert sind, um elektromagnetischen Fluß durch das genannte Einsatzteil zum Abstützen der anderen Komponente hindurchzuleiten.
- Die Erfindung wird nunmehr beispielshalber und mit Bezug auf die anliegenden Zeichnungen beschrieben, in denen zeigt:
-
1 eine schematische Ansicht von zwei drehenden Wellen gemäß der vorliegenden Erfindung in einer Arbeitsumgebung, nämlich in einem Mantelgebläse-Gasturbinentriebwerk, -
2 eine alternative Anordnung von umlaufenden Wellen und Statoren gemäß der vorliegenden Erfindung, -
3 eine alternative Form eines schwach oder nicht magnetisch durchlässigen Wellenteils gegenüber denen nach den1 und2 . - Gemäß
1 weist ein Mantelgebläse-Gasturbinentriebwerk10 eine Hochdruckturbinenstufe12 auf, die über eine Hohlwelle14 mit einem Hochdruckverdichterabschnitt16 in bekannter Weise verbunden ist. Das Triebwerk10 weist außerdem eine Frontgebläsestufe18 auf, die über eine weitere Hohlwelle20 mit einer Niederdruckturbinenstufe22 verbunden ist, ebenfalls in bekannter Weise. Während des Betriebs des Triebwerks10 laufen die Wellen14 und20 koaxial miteinander um. - Um die gewünschte Drehung zu erreichen, ist die Welle
14 von elektrischen Statormechanismen24 und26 umgeben, die axial mit Bezug auf die Welle14 voneinander beabstandet sind. Während des Betriebs des Triebwerks10 wirkt die Welle14 als der Rotor einer Stator/Rotor-Anordnung. Vor dem Anfahren des Triebwerks10 wird ein elektrischer Strom von einer Stromquelle (nicht dargestellt) am Triebwerk10 an die Drahtwindungen von kreisförmigen Anordnungen von Polen28 und30 an den Statoren24 bzw.26 angelegt, um so eine elektromagnetische Kraft zu erzeugen, die auf die Welle14 wirkt und bewirkt, dass sie eine räumliche Position einnimmt, in welcher ihre Längsachse mit der gewünschten Drehachse32 zusammenfällt. - Die Welle
20 ist ebenfalls durch Statoren34 ,36 an ihren jeweiligen Enden drehbar abgestützt, die gleichzeitig wie die Statoren24 ,26 elektrisch aktiviert werden. Daher wird die Welle20 ebenfalls zum Einnehmen einer mit der Drehachse32 koaxialen Position veranlasst. - Die Welle
20 ist länger als die Welle14 , und ein weiterer Stator38 ist um ihre Längenmitte außerhalb der Welle14 angeordnet, der gleichzeitig mit den Statoren24 ,26 ,34 und36 aktiviert wird. Damit beim Erregen der Polwicklungen des Stators38 die resultierende elektromagnetische Kraft auf die Welle20 wirken kann, ist ein kurzes Materialstück40 mit sehr niedrigen oder vorzugsweise keinen magnetischen Durchlässigkeitseigenschaften in die Welle14 eingesetzt, durch welche die Kräfte hindurchpassieren können, um wie vorstehend beschrieben auf die Welle20 einwirken und diese zentrieren zu können. - Außer durchlässig für elektromagnetische Kräfte zu sein, muß das Einsatzteil
40 auch für die Umgebung geeignete Eigenschaften besitzen, in welcher es arbeiten muß. Wo diese Umgebung die Konstruktion und der Betrieb eines Gasturbinentriebwerks ist, wie im vorliegenden Beispiel, ist eine geeignete Legierung eine solche mit 6 % Mn, 16 % Ni, und Rest Stahl. - Der Wellenteil
40 kann durch ein geeignetes Verfahren verbunden sein, z.B. Schmelzbindung, Schweißen oder durch Versehen der Teile mit Flanschen, über welche sie zusammengeschraubt werden können, wie in3 , die später in dieser Beschreibung noch beschrieben wird. Gemäß2a ist ein Stab32 an jedem Ende geerdet und trägt an seiner Mitte einen Stator44 . Die Pole46 des Stators44 sind mit gleichen Winkelabständen um den Stab42 beabstandet, so dass ihre Endextremitäten der Innenwandfläche einer Welle47 zugewandt sind, durch welche der Stab42 hindurch verläuft. Die Welle47 ist innerhalb einer weiteren Welle48 für eine Drehung zusammen mit dieser in koaxialer Anordnung verschachtelt. Die Welle47 weist einen Teil50 auf, der eine niedrige oder vorzugsweise keine elektromagnetische Durchlässigkeit hat, und der Stator44 fluchtet damit, so dass elektromagnetische Kräfte, wenn sie an den Statorpolen46 erzeugt werden, hindurchpassieren können und bewirken, dass die Welle48 eine mit der Welle47 koaxiale Position einnimmt. Die beiden Wellen47 ,48 können dann durch irgendwelche geeigneten Mittel gedreht werden, welche die umlaufenden Teile eines Gasturbinentriebwerks umfassen könnten. Um eine axiale Koinzidenz über die gesamte Länge der Wellenanordnung sicherzustellen, sind natürlich mindestens zwei weitere Statoren44 erforderlich (aber nicht dargestellt), nämlich einer nahe jedem Ende der Welle47 , wo diese noch durch die Welle48 überdeckt ist. - Gemäß
3 ist eine äußere Welle54 aus magnetisch durchlässigen Materialteilen54a ,54b und einem niedrig oder vorzugsweise nicht magnetisch durchlässigen Materialteil54c aufgebaut. Alle diese Teile haben jeweils Flansche56 ,58 ,60 und62 , mittels welcher sie durch Verschrauben verbunden werden können. Der Teil54c hat weitere Flanschen64 ,66 , weil er aus zwei Stücken aufgebaut ist, so dass er über einer Manschette68 auf einer inneren Welle70 zusammengebaut werden kann, die vollständig aus magnetisch durchlässigem Material hergestellt ist. - Ein Stator mit 6 Polgruppen ist zwischen den Flanschen
58 und60 positioniert, wobei ihre Polendextremitäten entsprechenden Flächen des Wellenteils54c benachbart sind. Pole72 ,74 sind mit ihren Achsen unter 90 Grad zur gemeinsamen Drehachse32 der Wellen54 und70 orientiert. Wenn ihre Wicklungen erregt werden, gelangt die resultierende elektromagnetische Kraft durch den magnetisch schwach durchlässigen Teil54c und wirkt auf die innere Welle70 . Was die äußere Welle54 betrifft, wird danach eine gleichzeitige Drehung der Wellen durch andere Mittel bewirkt. - In manchen Betriebsumgebungen wie beispielsweise Gasturbinentriebwerken werden auf die zugeordneten Wellen axial gerichtete Kräfte übertragen, denen entgegengewirkt werden muß, um unter anderem ein Reiben zwischen der umlaufenden und der feststehenden Konstruktion zu verhindern oder zumindest zu reduzieren. Zu diesem Zweck können Pole
76 ,78 ,80 und82 , deren Achsen parallel zu den Wellenachsen verlaufen, in geeigneter Folge beaufschlagt werden, um einer solchen relativen oder gleichzeitigen Bewegung der Wellen54 und70 entgegenzuwirken. Wenn also die Welle54 sich in der Ansicht nach3 nach rechts bewegt, werden die Pole82 aktiviert, so dass eine elektromagnetische Kraft durch den Flansch60 gelangt und auf den Flansch62 der äußeren Welle54 wirkt, welche die Welle54 zurück in ihre Ursprungsposition zieht. - Sollte die innere Welle
70 sich in der Ansicht nach3 nach rechts bewegen, werden die Pole78 erregt, um eine Kraft zu erzeugen, die durch den gegenüberliegenden Wandteil des schwach oder nicht magnetisch durchlässigen Wellenteils54c gelangt und die innere Welle70 zurück in ihre Ursprungsposition zieht. Einer Bewegung einer der Wellen74 ,70 nach links würde in der gleichen Weise durch Aktivieren einer oder beider Gruppen der Pole76 und78 nach Bedarf entgegengewirkt. - Signalerzeugungsmittel (nicht dargestellt) zum Bewirken der gewünschten Wellenzentrierung und Axialverschiebung könnten in der einfachsten Form Kapazitätssonden sein. Beim Auftreten einer Wellenbewegung würden diese Kapazitätssonden ein proportional zur Größe der Wellenbewegung variables Signal abgeben, und diese Signale könnten zur Aktivierung der geeigneten Statorpole zum Rückstellen der Bewegung ausgenützt werden.
- Während die vorliegende Erfindung mit Bezug auf verschachtelte umlaufende Wellen beschrieben worden ist, ist für den Fachmann klar, dass sie in gleicher Weise auf irgendeine Baugruppe anwendbar ist, in welcher eine umlaufende Komponente von einer anderen abgestützt wird.
Claims (9)
- Baugruppe, die drehbare Komponenten (
14 ,20 ;70 ,54 ) umfaßt, die eine relative Drehbewegung ausführen können, und die elektrische Statormittel (24 ,26 ,34 ,36 ,38 ;72 ,74 ,76 ,78 ,80 ,82 ) zum elektromagnetischen drehbaren Abstützen der genannten Komponenten aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass eine der genannten Komponenten (14 ;54 ) einen schwach oder nicht magnetisch durchlässigen Einsatzteil (40 ;50 ;54c ) aufweist und elektrische Statormittel (38 ;78 ,80 ) mit Bezug dazu positioniert sind, um elektromagnetischen Fluß durch das genannte Einsatzteil zum Abstützen der anderen Komponente (20 ;70 ) hindurchzuleiten. - Baugruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Einsatzteil (
40 ) durch Schmelzschweißen mit der zugehörigen Komponente (14 ) verbunden ist. - Baugruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Einsatzteil (
54c ) über Flansche mit der zugeordneten Komponente (54 ) verbunden ist. - Baugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Einsatzteil (
40 ;54c ) aus einer Legierung gebildet ist, die aus 6% Mn, 16% Ni, und im übrigen aus Stahl besteht. - Baugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Komponenten Wellen (
14 ,20 ;70 ,54 ) sind. - Baugruppe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Wellen (
14 ,20 ;70 ,54 ) koaxial sind. - Baugruppe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Welle (
14 ,54 ) das Einsatzteil (40 ,54c ) aufweist. - Baugruppe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Welle (
47 ) das Einsatzteil (50 ) aufweist. - Gasturbinentriebwerk (
10 ), das eine Baugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche aufweist, die zwischen der Turbinenstufe (12 ) und der Verdichter- (16 ) und/oder Gebläsestufe (18 ) geschaltet ist.
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