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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Diese
Erfindung bezieht sich auf die Modulierung von Genexpression, und
auf die Modulierung von Genexpression bei Säugern, die durch Methylierung
reguliert ist.
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ZUSAMMENFASSUNG
DES STANDES DER TECHNIK
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Die
Modulierung der Genexpression wurde lange erforscht. So sind z.B.
viele Krankheiten bei Säugern mit
der Über-
oder Unterexpression bestimmter Gene assoziiert. Durch Modulierung
der Expression des Gens, dessen aberrante Expression mit einer Krankheit
assoziiert ist (oder mit einer Prädisposition zur Entwicklung einer
solchen Krankheit) könnten
die Krankheitssymptome gelindert werden.
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Es
wäre z.B.
wünschenswert,
das Enzym DNA-Methyltransferase (DNA MeTase) zu modulieren, welches
die Methylierung von Säuger-DNA
vermittelt.
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Die
Methylierung von Säuger-DNA
wird enzymatisch durch die kovalente Modifikation der fünften Kohlenstoff-Position
des Pyrimidinrings von Cytosin in CpG-Dinukleotiden vermittelt. Änderungen
im Muster der DNA-Methylierung wurden mit einer Vielzahl von Vorgängen bei
Eukaryoten in Verbindung gebracht. Holliday (1990), Philos. Trans.
R. Soc. Lond. B. Biol. Sci 326:329-338 diskutiert die Rolle der
Methylierung beim parentalen Imprinting. Antequera et al., (1989)
Cell 58 : 509-517 diskutiert die Signifikanz der Methylierung bei
der Regulierung der Entwickllung. Fedoroff et al., (1989) Cell 56:181-191
offenbaren, dass die Methylierung bei der Transposition beteiligt
ist. Hare und Taylor (1985) Proc Natl Acad Sci USA 82:7350-7354
offenbaren, dass die Methylierung auch an der DNA- Reparatur beteiligt
ist. Zusätzlich
bringen Gartler und Riggs (1983) Ann. Rev. Genet. 17:155-190 die
Methylierung mit der Inaktivierung des X Chromosoms in Verbindung,
während Bird
et al., (1986) Nature 321:209-213 offenbaren, das die Methylierung
auch eine wichtige Rolle bei der Organisation des Chromatins spielt.
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Während durch
einige Beobachtungen nahegelegt wurde, dass die DNA-Methylierung eine
Rolle bei der Krebspathogenese spielt, gab es große Unstimmigkeiten über die
beteiligten Mechanismen. Szyf et al. (1996) Pharmacol. Ther 70(1)
:1-37offenbaren, dass Methylierungs- und Demethylierungsaktivitäten kritische Bestandteile
einiger tumorigener Wachstumsformen sind. MacLeod und Szyf (1995)
J Biol. Chem 270:8037-8043 offenbaren, dass der Level an DNA-Methyltransferase-Aktivität ein Knotenkontrollpunkt über das
onkogene Wachstum sein könnte.
Andererseits haben andere Forscher die Theorie, dass die DNA-Methyltransferase
eine Schlüsselrolle
bei der Onkogenese spielt, verworfen.
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Ein
signifikantes Hindernis bei der Untersuchung der Rolle der Methylierung
liegt in dem Mangel an Verfahren, die Methylierung selbst zu modulieren.
Bis heute verließen
sich die meisten Untersuchungen auf 5-aza-C und/oder 5-aza-dC zur
Hemmung von DNA-Methylierung durch Bildung eines stabilen Addukts
mit DNA-Methyltransferase,
wodurch der transiente kovalente intermediäre Komplex nachgeahmt wird,
von dem man annimmt, dass er während
der Methylierung gebildet wird (vgl. z.B. WU und Santi (1987) J.
Biol. Chem. 262:4778-4786). Dieser Ansatz, der zwar zur Reduzierung
der Aktivität
von DNA-Methyltransferase und bei der Korrelation mit Hemmung von
Tumorgenese wirksam ist, ist jedoch therapeutisch nicht geeignet.
Leider wurde herausgefunden, dass Schwellenkonzentrationen von 5-azaC
oder 5-aza-dC, die empirisch notwendig sind, die Aktivität von DNA-Methyltransferase
zu hemmen, für
Säuger
toxisch sind (Juttermann et al. (1994), Proc. Natl. Acad. Sci USA
91:11797-11801; Laird (1997), Mol. Med. Today 3:223-229).
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Kürzlich haben
Szyf et al. (1995) J Biol. Chem. 267:12831-12836 eine vielversprechende
Methode zur Modulierung der DNA-Methylierung unter Verwendung von
Antisense-RNA, die zur mRNA von DNA-Methyltransferase komplementär ist offenbart,
um die Auswirkungen von Methylierung auf Krebszellen zu untersuchen.
US-PS Nr. 5,578,716 offenbart die Verwendung von Antisense-Oligonukleotiden,
die komplementär
zum DNA-Methyltransferase-Gen sind, zur Hemmung von Genexpression.
Diese Entwicklungen haben starke neue Werkzeuge zur Austestung der
Rolle der Methylierung in zahlreichen zellulären Vorgängen bereitgestellt. Zusätzlich haben
sie vielversprechende neue Ansätze
zur Entwicklung von therapeutischen Verbindungen bereitgestellt,
die Methylierungs-Level
modulieren können.
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Die
Wirkung der Antisense-Hemmung ist aufgrund der Halbwertszeit des
Enzyms DNA-Methyltransferase nicht unmittelbar. Somit kann, obwohl
die Expression der DNA-Methyltransferase moduliert ist, verbleibendes
Enzym weiter DNA methylieren, bis das Enzym abgebaut ist. Weiterhin
kann mit Polysomen assoziierte DNA-Methyltransferase mRNA auch für einige
Zeit persistieren, wodurch zusätzlich
Translation zur Erzeugung zusätzlichen
Enzyms ermöglicht
wird. Zusätzlich
legen die pharmakodynamischen Eigenschaften von Oligonunkleotiden
nahe, dass niedrigere Dosen als die, die gegenwärtig verwendet werden, nützlich sein könnten (Agrawal
et al., (1995) Clinical Pharmacokinetics 28:7-16; Zhang et al.,
(1995) Clinical Pharmacology and Therapeutics 58:44-53).
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Deshalb
bleibt ein Bedarf bestehen, wirksamere Verfahren zur Modulierung
der Expression von Genen, wie DNA-Methyltransferase, zu entwickeln,
die die erforderliche Dosis an Antisense-Oligonukleotiden, spezifischen
Inhibitoren von Genprodukten, oder anderen Agenzien, die gegenwärtig verwendet
werden, verringern, während
sie gleichzeitig wirksam die Genexpression hemmen.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Die
gegenwärtigen
Erfinder haben sich einen Kombinationsansatz erdacht, durch den
ein Gen, wie DNA-Methyltransferase (DNA MeTase) vom Säuger sowohl
auf Genebene als auch auf Proteinebene gehemmt wird. Überraschenderweise
hat man herausgefunden, dass dieser Kombinationsansatz die für Wirksamkeit
erforderliche Dosis sowohl von Antisense-Oligonukleotiden gegen
das Gen als auch von „small
molecule"-Inhibitoren
des Genprodukts reduziert.
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Die
Erfindung stellt auch verbesserte Verwendungen und Zusammensetzungen
für die
Modulierung von Säuger-DNA
MeTase auf genetischer Ebene als auch auf Proteinebene und für die Modulierung
der durch Methylierung regulierten Genexpression bei Säugern bereit.
Die erfindungsgemäßen Verwendungen
und Zusammensetzungen sind nützlich
als analytische Werkzeuge für
transgene Untersuchungen als auch als therapeutische Werkzeuge.
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In
einem ersten Aspekt stellt die Erfindung die Verwendung einer wirksamen
synergistischen Menge eines Antisense-Oligonukleotids bereit, das
die Expression eines Gens hemmt, und eine wirksame synergistische
Menge eines Proteineffektors eines Produkts des Gens zur Herstellung
einer pharmazeutischen Zusammensetzung zum Hemmung der Expression
des Gens in der Zelle.
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In
Ausführungsformen
des ersten Aspekts der Erfindung wird die Zelle mit einer wirksamen
synergistischen Menge wenigstens eines Antisense-Oligonukleotids
für einen
wirksamen Zeitraum in Kontakt gebracht. In bestimmten Ausführungsformen
soll die Zelle mit einer wirksamen synergistischen Menge wenigstens
eines Proteineffektors für
einen wirksamen Zeitraum in Kontakt gebracht werden. In bestimmten
Ausführungsformen werden
sowohl das Antisense-Oligonukleotid als auch der Proteineffektor
vor dem In Kontakt bringen mit der Zelle mit einem pharmazeutisch
verträglichen
Trägermedium
vermischt. In bestimmten Ausführungsformen werden
das Antisense-Oligonukleotid und der Proteineffektor vor dem in
Kontakt bringen mit der Zelle vermischt.
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In
bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
des ersten Aspekts der Erfindung soll die Zelle getrennt sowohl
mit dem Antisense-Oligonukleotid als auch mit dem Proteineffektor
kontaktiert werden. In bestimmten Ausführungsformen soll die Zell
vor dem Proteineffektor mit dem Antisense-Oligonukleotid kontaktiert
werden. IN bestimmten Ausführungsformen
kodiert das Gen für
eine DNA-Methyltransferase und die Zelle, die vor dem Proteineffektor
mit dem Antisense-Oligonukleotid kontaktiert werden soll, wird dazu
induziert, Apoptose einzugehen oder wird in der S-Phase des Zellzyklus
arretiert. In bestimmten Ausführungsformen
soll die Zelle vor dem Antisense-Oligonukleotid mit dem Proteineffektor
kontaktiert werden. IN bestimmten Ausführungsformen kodiert das Gen
für eine
DNA-Methyltransferase und die Zelle, die vor dem Antisense-Oligonukleotid
mit dem Proteineffektor kontaktiert werden soll, wird in der G1-Phase des Zellzyklus arretiert.
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In
bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
des ersten Aspekts der Erfindung kodiert das Gen für eine DNA-Methyltransferase
und die Zelle umfasst ein Gen, dessen Expression durch Methylierung
inaktiviert wurde. In bestimmten Ausführungsformen wird das Gen,
dessen Expression durch Methylierung inaktiviert wurde, in der kontaktierten
Zelle reaktiviert. In bevorzugten Ausführungsformen ist das Gen, dessen
Expression durch Methylierung inaktiviert wurde, das p16ink4 Tumorsuppressorgen.
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In
einem zweiten Aspekt stellt die Erfindung die Verwendung eines Inhibitors
zur Herstellung einer pharmazeutischen Zusammensetzung bereit zur
Behandlung einer Krankheit, die auf die Hemmung eines Gens reagiert.
In der Verwendung gemäß diesem
Aspekt der Erfindung soll eine therapeutisch wirksame synergistische
Menge eines Antisense-Oligonukleotids, das die Expression eines
Gens hemmt, und eine therapeutisch wirksame synergistische Menge
eines Proteineffektors eines Produkt des Gens an einen Säuger, Menschen
eingeschlossen, der wenigstens eine Zelle enthält, die von der Krankheit betroffen
ist, verabreicht werden.
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In
Ausführungsformen
des zweiten Aspekts der Erfindung wird dem Säuger eine therapeutisch wirksame
synergistische Menge wenigstens eines Antisense-Oligonukleotids für einen therapeutisch wirksamen Zeitraum
verabreicht. In bestimmten Ausführungsformen
wird dem Säuger
eine therapeutisch wirksame synergistische Menge wenigstens eines
Proteineffektors für
einen therapeutisch wirksamen Zeitraum verabreicht. In bestimmten
Ausführungsformen
werden sowohl das Antisense-Oligonukleotid als auch der Proteineffektor vor
der Verabreichung an den Säuger
mit einem pharmazeutisch verträglichen
Trägermedium
vermischt. In bestimmten Ausführungsformen
werden das Antisense-Oligonukleotid und der Proteineffektor vor
dem Verabreichen an den Säuger
vermischt.
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In
bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
des zweiten Aspekts der Erfindung sollen das Antisense-Oligonukleotid
als auch der Proteineffektor getrennt an den Säuger verabreicht werden. In
bestimmten Ausführungsformen
soll vor dem Proteineffektor das Antisense-Oligonukleotid an den
Säuger
verabreicht werden. In bestimmten Ausführungsformen kodiert das Gen
für eine
DNA-Methyltransferase und die Zelle, die im Säuger von der Krankheit betroffen
ist, an den vor dem Proteineffektor das Antisense-Oligonukleotid
verabreicht werden soll, wird dazu induziert, Apoptose einzugehen
oder wird in der S-Phase des Zellzyklus arretiert. In bestimmten
Ausführungsformen
wird vor dem Antisense-Oligonukleotid der Proteineffektor an den
Säuger verabreicht.
In bestimmten Ausführungsformen
kodiert das Gen für
eine DNA-Methyltransferase und die Zelle, die in dem Säuger von
der Krankheit betroffen ist, an den vor dem Antisense-Oligonukleotid
der Proteineffektor verabreicht werden soll, wird in der G1-Phase des Zellzyklus arretiert.
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In
bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
des zweiten Aspekts der Erfindung kodiert das Gen für eine DNA-Methyltransferase
und die Zelle, die von der Krankheit betroffen ist, umfasst ein
Gen, dessen Expression durch Methylierung inaktiviert wurde. In
bestimmten Ausführungsformen
wird das Gen, dessen Expression durch Methylierung inaktiviert wurde,
in der Zelle im Säuger
reaktiviert, an den eine therapeutisch wirksame synergistische Menge
eines Antisense-Oligonukleotids
und eine therapeutisch wirksame synergistische Menge eines Proteineffektors
verabreicht wurde. In bevorzugten Ausführungsformen ist das Gen, dessen Expression
durch Methylierung inaktiviert wurde, das p16ink4 Tumorsuppressorgen.
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In
einem dritten Aspekt stellt die Erfindung die Verwendung eines Inhibitors
zur Herstellung einer pharmazeutischen Zusammensetzung bereit zur
Hemmung von Tumorwachstum in einem Säuger. Bei der Verwendung gemäß diesem
Aspekt der Erfindung soll eine therapeutisch wirksame synergistische
Menge eines Antisense-Oligonukleotids,
das die Expression eines Gens hemmt, das an der Tumorentstehung
beteiligt ist und eine therapeutisch wirksame synergistische Menge
eines Proteineffektors des Produkts des Gens an einen Säuger, einschließlich einen
Menschen verabreicht werden, der wenigstens eine neoplastische Zelle
im Körper hat.
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In
Ausführungsformen
des dritten Aspekts der Erfindung wird dem Säuger eine therapeutisch wirksame
synergistische Menge von mehr als einem Antisense-Oligonukleotid für einen
therapeutisch wirksamen Zeitraum verabreicht. In bestimmten Ausführungsformen
wird dem Säuger
eine therapeutisch wirksame synergistische Menge wenigstens eines
Proteineffektors für
einen therapeutisch wirksamen Zeitraum verabreicht. In bestimmten
Ausführungsformen
werden sowohl das Antisense-Oligonukleotid als auch der Proteineffektor vor
der Verabreichung an den Säuger
mit einem pharmazeutisch verträglichen
Trägermedium
vermischt. In bestimmten Ausführungsformen
werden das Antisense-Oligonukleotid und der Proteineffektor vor
dem Verabreichen an den Säuger
vermischt.
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In
bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
des dritten Aspekts der Erfindung sollen das Antisense-Oligonukleotid
als auch der Proteineffektor getrennt an den Säuger verabreicht werden. In
bestimmten Ausführungsformen
soll vor dem Proteineffektor das Antisense-Oligonukleotid an den
Säuger
verabreicht werden. In bestimmten Ausführungsformen kodiert das Gen
für eine
DNA-Methyltransferase und die neoplastische Zelle in dem Säuger, an
den vor dem Proteineffektor das Antisense-Oligonukleotid verabreicht
werden soll, wird dazu induziert, Apoptose einzugehen oder wird
in der S-Phase des Zellzyklus arretiert. In bestimmten Ausführungsformen
wird vor dem Antisense-Oligonukleotid der Proteineffektor an den
Säuger
verabreicht. In bestimmten Ausführungsformen
kodiert das Gen für
eine DNA-Methyltransferase und die neoplastische Zelle in dem Säuger, an
den vor dem Antisense-Oligonukleotid der Proteineffektor verabreicht
werden soll, wird in der G1-Phase des Zellzyklus
arretiert.
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In
bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
des dritten Aspekts der Erfindung kodiert das Gen für eine DNA-Methyltransferase
und die neoplastische Zelle umfasst ein Gen, dessen Expression durch
Methylierung inaktiviert wurde. In bestimmten Ausführungsformen
wird das Gen, dessen Expression durch Methylierung inaktiviert wurde,
in der neoplastischen Zelle im Säuger
reaktiviert, an den eine therapeutisch wirksame synergistische Menge
eines Antisense-Oligonukleotids
und eine therapeutisch wirksame synergistische Menge eines Proteineffektors
verabreicht wurde. In bevorzugten Ausführungsformen ist das Gen, dessen
Expression durch Methylierung inaktiviert wurde, das p16ink4 Tumorsuppressorgen.
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In
bestimmten Ausführungsformen
der ersten drei Aspekte der Erfindung kodiert das Gen für eine DNA-Methyltransferase.
In bestimmten Ausführungsformen
ist der Proteineffektor ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus 5-aza-cytidin, 5-aza-2'-desoxycytidin, 5-fluor-2'-desoxycytidin und
5,6-dihydro-5-azacytidin.
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In
verschiedenen Ausführungsformen
der ersten drei Aspekte der Erfindung steht das Antisense-Oligonukleotid
in funktioneller Assoziation mit einem Proteineffektor. In bestimmten
Ausführungsformen
weist das Antisense-Oligonukleotid wenigstens eine Internukleotidverknüpfung auf,
ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus Phosphorthioat, Phosphordithioat, Alkylphosphonat,
Alkylphosphonothioat, Phosphotriester, Phosphoramidat, Siloxan,
Carbonat, Carboxymethylester, Acetamidat, Carbamat, Thioäther, verzweigtes
Phosphoramidat, verzweigtes Methylenphosphonat, verzweigtes Phosphorthioat
und Sulfon-Internukleotidverknüpfungen.
In bestimmten Ausführungsformen
ist das Antisense-Oligonukleotid ein chimäres Oligonukleotid umfassend
einen Phosphorthioat-, Phosphodiester- oder Phosphordithioatbereich
und einen Alkylphosphonat- oder Alkylphosphonothioatbereich. In
bestimmten Ausführungsformen
umfasst das Antisense-Oligonukleotid einen Ribonukleotid- oder einen 2'-O-substituierten
Ribonukleotidbereich und einen Desoxyribonukleotidbereich.
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In
einem vierten Aspekt stellt die Erfindung einen Inhibitor eines
Gens bereit, umfassend ein Antisense-Oligonukleotid, das die Expression
des Gens hemmt, in funktioneller Assoziation mit einem Proteineffektor des
Produkts des Gens. In bestimmten Ausführungsformen der Erfindung
ist das Antisense-Oligonukleotid in funktioneller Assoziation mit
zwei oder mehreren Proteineffektoren.
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In
bestimmten Ausführungsformen
des vierten Aspekts der Erfindung kodiert das Gen für eine DNA-Methyltransferase.
In bestimmten Ausführungsformen
ist der Proteineffektor ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus 5-aza-cytidin, 5-aza-2'-desoxycytidin, 5-fluor-2'-desoxycytidin und
5,6-dihydro-5-azacytidin.
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In
bestimmten Ausführungsformen
des vierten Aspekts der Erfindung weist das Antisense-Oligonukleotid
wenigstens eine Internukleotidverknüpfung auf, ausgewählt aus
der Gruppe bestehend aus Phosphorthioat, Phosphordithioat, Alkylphosphonat,
Alkylphosphonothioat, Phosphotriester, Phosphoramidat, Siloxan,
Carbonat, Carboxymethylester, Acetamidat, Carbamat, Thioäther, verzweigtes
Phosphoramidat, verzweigtes Methylenphosphonat, verzweigtes Phosphorthioat
und Sulfon-Internukleotidverknüpfungen.
In bestimmten Ausführungsformen
ist das Antisense-Oligonukleotid ein chimäres Oligonukleotid umfassend
einen Phosphorthioat-, Phosphodiester- oder Phosphordithioatbereich
und einen Alkylphosphonat- oder Alkylphosphonothioatbereich. In
bestimmten Ausführungsformen
umfasst das Antisense-Oligonukleotid einen Ribonukleotid-oder einen 2'-O-substituierten
Ribonukleotidbereich und einen Desoxyribonukleotidbereich.
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In
einem fünften
Aspekt stellt die Erfindung eine pharmazeutische Zusammensetzung
bereit, umfassend einen Inhibitor eines Gens umfassend ein Antisense-Oligonukleotid,
das die Expression des Gens hemmt, in funktioneller Assoziation
mit einem Proteineffektor eines Produkt des Gens. In bestimmten
Ausführungsformen
umfasst die Zusammensetzung weiter einen pharmazeutisch verträglichen
Träger.
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In
einem sechsten Aspekt stellt die Erfindung eine Verwendung zur Untersuchung
der Rolle eines Gens und/oder eines Produkts des Gens beim zellulärem Wachstum,
einschließlich
dem Wachstum von Tumorzellen bereit. Bei der Verwendung gemäß diesem
Aspekt der Erfindung soll der interessierende Zelltyp mit einer
synergistischen Menge eines Antisense-Oligonukleotids, das die Expression
des Gens hemmt, und einer synergistischen Menge eines Proteineffektors
eines Produkts des Gens, wie für
den ersten erfindungsgemäßen Aspekt
beschrieben, in Kontakt gebracht werden, was zur Hemmung der Expression
des Gens in der Zelle führt.
In bestimmten Ausführungsformen
kodiert das Gen für
das Produkt ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus einer DNA-Methyltransferase. Die hier beschriebenen
Kombinationen können
zu verschiedenen Zeitpunkten im Zellzyklus, oder zusammen mit Promotoren
oder Inhibitoren des Zellwachstums verabreicht werden, um die Rolle
des Gens und/oder eines Produkts des Gens für das Wachstum des interessierenden Zelltyps
zu bestimmen.
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Die
Verwendungen, Inhibitoren und Zusammensetzungen der Erfindung, die
die Expression und/oder Aktivität
eines Gens und/oder eines Genprodukts hemmen, können dazu verwendet werden.
Patienten zu behandeln, die eine Krankheit haben, die auf die Hemmung
des Gens anspricht oder eine entsprechende Prädisposition für eine Krankheit.
So kann z.B. ein erfindungsgemäßer Inhibitor
oder eine Zusammensetzung mit einem pharmazeutisch verträglichen
Träger
(z.B. physiologische sterile Kochsalzlösung) über irgendeinen Verabreichungsweg
an einen Patienten verabreicht werden, der an einer Krankheit leidet,
die auf die Hemmung eines Gens anspricht, in einem Versuch, entstehende
Krankheitssymptome zu lindern. So kann z.B. ein erfindungsgemäßer Inhibitor
oder eine Zusammensetzung dazu verwendet werden, Krebssymptome in
einem Krebspatienten zu lindern, eine beispielhafte, nicht beschränkende Krankheit,
die auf die Hemmung von DNA-Methyltransferase anspricht.
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Pharmazeutisch
verträgliche
Träger
und deren Formulierung sind gut bekannt und werden allgemein z.B.
in Remingtons Pharmaceutical Sciences (18. Ausgabe, Hrsg. A. Gennaro,
Mack Publishing Co. Easton, PA, 1990) beschrieben.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Die 22–25 werden
lediglich beispielhaft gezeigt.
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1:
Darstellung des DNA-Methyltransferasegens (oben) und der Positionen
der verschiedenen 20mer Phosphorthioat-Antisense-Oligonukleotide
(dargestellt als gefüllte
Kreise) auf dem Gen. Die Positionen zweier nicht-beschränkender
synthetischer Oligonukleotide, MG88 und MG98 sind hervorgehoben.
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2:
Autoradiographien von Western Blot-Analysen; diese zeigen, dass
Behandlung mit 40 nM oder 80 nM eines repräsentativen, nicht-beschränkenden
Antisense-Oligonukleotids, MG88, zu einer Hemmung des in A549 und
T24 Zellen exprimierten MeTase-Proteins führt.
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3A:
Autoradiographien einer Reihe von Immunpräzipitationen, gefolgt von Western
Blot-Analysen von T24-Zelllysaten; diese zeigen, dass p16ink4 Proteinkonzentration (oben) zunehmen,
wenn die Konzentrationen von DNA MeTase Protein (unten) abnehmen,
nach einer Behandlung der Zellen für 3, 5, 8 oder 10 Tage mit
40 oder 75 nM eines repräsentativen,
nicht-beschränkenden
Antisense-Oligonukleotids,
MG88, wobei HeLa-Zellen als eine Positivkontrolle für Expression
von p16ink4-Expression dienten.
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3B:
graphische Darstellung der Konzentrationen des p16ink4 Proteins,
normalisiert auf eine Zellzahl von T24-Zellen, behandelt mit 40
nM oder 75 nM MG88 für
3, 5, 8 und 10 Tage.
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4:
Autoradiographie einer Western-Blot-Analyse von T24-Zellen, behandelt
mit 40 nM oder 75 nM eines repräsentativen,
nicht-beschränkenden
erfindungsgemäßen Antisense-Oligonukleotids,
MG88, unter Verwendung eines Antikörpers, der alle phosphorylierten
Formen von Rb erkennt.
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5:
Autoradiographien einer Reihe von Western Blot-Analysen von T24
Zelllysaten, präpariert
3, 5 oder 7 Tage nach Abschluss einer 10-Tage Behandlung der Zellen
mit Lipofectin alleine, 40 nm MG88 oder 40 nm oder 75 nM des Kontroll-Oligonukleotids MG208;
diese zeigen, dass 5-7 Tage nach der Behandlung die Proteinexpression
von DNA MeTase wieder eingesetzt hat und das die Expression von
p16ink4 verringert ist.
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6:
graphische Darstellung de Quantifizierung der DNA MeTase- und der
p16ink4-Proteinkonzentrationen in T24-Zellen
während
einer 10-tägigen
Behandlung mit MG88 und 7 Tage (d.h., Tage 11-17) nach- Behandlungszeiträumen; diese
zeigen die inverse Korrelation zwischen p16 Proteinkonzentrationen
und DNA MeTase-Proteinkonzentrationen in diesem Zellen.
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7:
Serienphotographien der Methylierungs-spezifischen PCR (MSP) Produkte
auf 2% Agarosegelen des pl6ink4 Genpromoters aus T24 Zellen, behandelt
mit 40 oder 75 nm Mg88 oder MG208 für 3, 5, 8 oder 10 Tage mit
PCR-Primern, die spezifisch für
methyliertes p 16ink4 (M-Spuren) oder unmethyliertes p 16ink4 (U-Spuren) sind; es
wird gezeigt, dass die Demethylierung von p16ink4 nur in mit MG88
behandelten Zellen auftrat, nach wenigstens 3 Tagen Behandlung.
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8:
Diagramm-Darstellung des p16ink4 proximalen Promoters aus T24-Zellen;
die Methylierungsmuster nach 0, 3, oder 5 Tagen Behandlung der Zellen
mit MG88 (links) oder Kontroll-Oligonukleotide MG208 (rechts) sind
dargestellt; es zeigt sich, dass verminderte Methylierung nur mit
MG88-Behandlung auftrat. Die Methylierungsmuster 3 Tage nach Behandlung
sind unten auf der Abbildung dargestellt.
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9A:
Photographie der Ergebnisse der Bisulfit-Sequenzierung des p16ink4
Genpromoters im p 16ink4-exprimierenden Klon MG88 C4-5 30 Tage nachdem
eine 5-tägige
Behandlung mit 75 nM MG88 abgeschlossen wurde; es wird gezeigt,
dass alle in diesem Klon ausgewerteten CpG-Stellen sogar nach 30
Tagen in Kultur nach MG88-Behandlung nicht methyliert waren.
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9B:
Wachstumskurve von T24-Zellen während
Behandlung (Tage 0-5) und nach Behandlung (Tage 6-18) nur mit Lipofectin
(Vierecke), 75 nM MG88, ein nichtbeschränkendes Antisense-Oligonukleotid
der Erfindung (Kreise), oder 75 nM Kontroll-Oligonukleotid MG208
(Dreiecke); es wird der anti-proliferative Effekt von MG88 gezeigt.
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9C:
Wachstumskurve während
der Nachbehandlung von T24-Zellklonen nach einer 5-tägigen Behandlung
mit MG88 (Klon 4-5, Dreiecke), MG208 (Klon 2-4, Vierecke) oder nur
mit Lipofectin (Klon 5, Diamant). Die Darstellung der beiden Autoradiographien
zeigen die p 16ink4-Proteinkonzentration in jedem der Klone an den
Tagen 36 und 49 nach Behandlung.
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10A: Autoradiographien von Western Blot-Analysen
von p12WAF1, MeTase und α-Actin-Proteinkonzentrationen
in T24-Zellen, die für
24 Stunden (links) oder 48 Stunden (rechts) nur mit Lipofectin,
oder 40 nM oder 75 nM MG88 oder MG208 behandelt wurden, wodurch
sich zeigt, dass die Proteinexpression von p21WAF1 durch Hemmung
der Expression von MeTase induziert wird.
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10B: Autoradiographien von Western Blot-Analysen,
die die Dosis-Reaktion von p21WAF1-Proteinkonzentrationen in T24-Zellen
zeigen, die für
24 Stunden mit 20 nM, 40 nM oder 80 nM MG88 oder MG208 behandelt
wurden. Die Actin-Proteinkonzentration
werden als eine Kontrolle für
die Proteinbeladung gezeigt.
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11:
Autoradiographie einer Northern Blot-Analyse von RNA aus T24-Zellen,
die für
24 oder 48 Stunden mit MG88 oder MG208 behandelt wurden.
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12:
Autoradiographie einer Western Blot-Analyse, die die Reaktivierung
von p16-Expression in T24-Zellen nach 3-tägiger Behandlung mit ansteigenden
Konzentration eines repräsentativen,
nicht-beschränkenden
DNA MeTase Proteineffektors, 5-aza-dC, zeigt.
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13:
Autoradiographie einer Western Blot-Analyse, die die synergistische
Reaktivierung von p16-Expression in T24-Zellen nach 3-tägiger Behandlung
mit einem repräsentativen,
nicht-beschränkenden synthetischem
Antisense-Oligonukleotid
(MG88) und/oder einem repräsentativen,
nicht-beschränkenden
DNA MeTase Proteineffektor (5-aza-dC) gemäß der Erfindung zeigt; die
drei reihen zeigen variierende Kombinationen und Konzentrationen
der repräsentativen
Antisense-Oligonukleotide und der DNA MeTase-Proteineffektoren gemäß der Erfindung.
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14:
Autoradiographie einer Western Blot-Analyse, die die synergistische
Reaktivierung von p16-Expression in T24-Zellen nach 3-tägiger Behandlung
mit einem repräsentativen,
nicht-beschränkenden synthetischem
Antisense-Oligonukleotid
(MG98) und/oder einem repräsentativen,
nicht-beschränkenden
DNA MeTase Proteineffektor (5-aza-dC) gemäß der Erfindung zeigt; die
drei reihen zeigen variierende Kombinationen und Konzentrationen
der repräsentativen
Antisense-Oligonukleotide und der DNA MeTase-Proteineffektoren gemäß der Erfindung.
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15:
Autoradiographie einer Western Blot-Analyse, die die synergistische
Reaktivierung von p16-Expression in T24-Zellen nach 3-tägiger Behandlung
mit einem repräsentativen,
nicht-beschränkenden synthetischem
Antisense-Oligonukleotid
(MG88) und/oder einem repräsentativen,
nicht-beschränkenden DNA MeTase
Proteineffektor (5-aza-dC) in niedrigen Konzentrationen gemäß der Erfindung
zeigt; die drei Reihen zeigen variierende Kombinationen und Konzentrationen
der repräsentativen
Antisense-Oligonukleotide und der DNA MeTase-Proteineffektoren gemäß der Erfindung.
-
16:
graphische Darstellung, die die Fähigkeit eines erfindungsgemäßen repräsentativen, nicht-beschränkenden
synthetischen Antisense-Oligonukleotids (MG98) und eines repräsentativen,
nicht-beschränkenden
DNA MeTase Proteineffektors (5-aza-dC) zeigt, Krebszellwachstum
von T24 menschlichem Blasenkrebs in einer synergistischen Weise
zu hemmen, wodurch es zu einem erhöhten hemmenden Effekt kommt,
verglichen zu dem Effekt, den man beobachtet, wenn man entweder
nur die Antisense-Oligonukleotide oder nur die Protein-Effektoren
verwendet.
-
17:
graphische Darstellung, die die synergistische Hemmung von Krebszellwachstum
von T24 menschlichem Blasenkrebs nach 7-tägiger Behandlung mit Lipofectin
allein (erster Balken links); 1 μM
eines repräsentativen,
nichtbeschränkenden
DNA MeTase Proteineffektors, 5-aza-dC (zweiten Balken von links);
40 nM synthetisches Kontroll-Oligonukleotid MG207 (dritter Balken
von links); 40 nM eines repräsentativen, nicht-beschränkenden
synthetischen MeTase Antisense-Oligonukleotids,
MG98 (vierter Balken von links); MG207 plus 5-aza-dC (fünfter Balken
von links); oder MG98 plus 5-aza-dC (sechster Balken von links)
zeigt.
-
18:
graphische Darstellung, die die Fähigkeit eines erfindungsgemäßen repräsentativen, nicht-beschränkenden
synthetischen Antisense-Oligonukleotids (MG98) und eines repräsentativen,
nicht-beschränkenden
DNA MeTase Proteineffektors (5-aza-dC) zeigt, Krebszellwachstum
von A549 menschlichem „nonsmall
cell" Lungenkrebs
in einer synergistischen Weise zu hemmen, wodurch es zu einem erhöhten hemmenden
Effekt kommt, verglichen zu dem Effekt, den man beobachtet, wenn
man entweder nur die Antisense-Oligonukleotide oder nur die Protein-Effektoren
verwendet.
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19:
graphische Darstellung, die die Fähigkeit eines erfindungsgemäßen repräsentativen, nicht-beschränkenden
synthetischen Antisense-Oligonukleotids (MG98) und eines repräsentativen,
nicht-beschränkenden
DNA MeTase Proteineffektors (5-aza-dC) zeigt, Krebszellwachstum
von Colo205 menschlichem Darmkrebs in einer synergistischen Weise
zu hemmen (ausgedrückt
als Tumorvolumen über
die Zeit), wodurch es zu einem erhöhten hemmenden Effekt kommt,
verglichen zu dem Effekt, den man beobachtet, wenn man entweder
nur die Antisense-Oligonukleotide oder nur die Protein-Effektoren
verwendet.
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20A: graphische Darstellung, die die Hemmung von
Colo 205-Tumorzellwachstum
in Nacktmäusen
nach Behandlung der Mäuse
mit Saline (Diamant); 0.5 mg/kg eines repräsentativen, nicht-beschränkenden
MeTase synthetischem Oligonukleotid, MG98 (Viereck); 0.1 mg/kg eines
repräsentativen,
nicht-beschränkenden
DNA MeTase Proteineffektor, 5-aza-dC (Dreieck); oder einer Kombination
aus MG98 plus 5-aza-dC (X) zeigt.
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20B: graphische Darstellung, die die Hemmung von
Colo 205-Tumorzellwachstum
(ausgedrückt als
endgültiges
Tumorvolumen) durch ein erfindungsgemäßes, nicht-beschränkendes
synthetisches Antisense-Oligonukleotid (MG98) und durch einen repräsentativen,
nicht-beschränkenden
DNA MeTase Proteineffektor (5-aza-dC) in synergistischer Weise zeigt,
was zu einem statistische erhöhten
hemmenden Effekt (p<0.05), verglichen
mit dem Effekt führt,
den man beobachtet, wenn man entweder nur Oligonukleotid, Effektor
oder Saline verwendet.
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21:
schematisches Diagramm einer Reihe von FACS-Histogramm-Analysen
von T24-Zellen, die in verschiedenen Dosierungen mit einem erfindungsgemäßen, nicht-beschränkenden
synthetischen Antisense-Oligonukleotid (MG88) und/oder einem repräsentativen,
nicht-beschränkenden
DNA MeTase Proteineffektor (5-aza-dC) behandelt wurden. Der obere Teil
zeigt Zellen, die nach Schema A behandelt wurden, wo MG88 vor 5-aza-Dc
verabreicht wurde. Der untere Teil zeigt Zellen, die nach Schema
B behandelt wurden, wo 5-aza-dC vor MG88 verabreicht wurde.
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22:
Autoradiographie eines Western Blots, der die synergistische Hemmung
von Thymidylat-Synthase-Proteinexpression in T24-Zellen zeigt, unter
Verwendung der Kombination eines erfindungsgemäßen, nicht-beschränkenden
synthetischen Antisense-Oligonukleotid (MG2605) und eines repräsentativen,
nichtbeschränkenden
TS-Proteineffektors (5-FU).
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23:
schematisches Diagramm einer Reihe von FACS-Histogramm-Analysen
von T24-Zellen, die mit einem erfindungsgemäßen, nicht-beschränkenden
synthetischen Thymidylatsynthase-Antisense-Oligonukleotid und/oder
einem repräsentativen,
TS Proteineffektor (5-FU) behandelt wurden. Die oberen Histogramme zeigen
Zellen, die nur mit Lipofectin behandelt wurden; das zweite Histogramm
zeigt Zellen, die mit 25nm Fehlpaarungs-Kontrolloligonukleotid behandelt
wurden; das dritte Histogramm von oben zeigt Zellen, die mit 25
nM des TS-Antisense-Oligonukleotids, MG2605, behandelt wurden; das
vierte Histogramm von oben zeigt Zellen, die mit 500 nM von 5-FU
behandelt wurden und das fünfte
Histogramm von oben zeigt Zellen, die mit 5-FU plus Fehlpaarungs-Oligonukleotide
behandelt wurden; und das sechste Histogramm (unten) zeigt Zellen,
die mit 5-FU plus TS-Antisense-Oligonukleotid MG2605 behandelt wurden.
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24A: graphische Darstellung, die die Prozentsätze von
T24-Zellen in der G1-Phase
(graue Balken, Abschnitt M2 auf den eingefügten Histogrammen), S-Phase
(schwarze Balken; Abschnitt M3 auf den eingefügten Histogrammen) und in der
G2/M-Phase (weiße
Balken; Abschnitt M4 auf den eingefügten Histogrammen) nach Behandlung
mit 25 nM eines erfindungsgemäßen, nicht-beschränkenden
synthetischen TS-Antisense-Oligonukleotid (MG2605), 25 nM des Kontroll-Oligonukleotids MG2606,
5 μM eines
repräsentativen, nicht-beschränkenden
TS-Proteineffektors
(5-FU) oder einer Kombination aus Oligonukleotid plus 5-FU zeigt.
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24B: graphische Darstellung, die Anzahl von verbleibenden
T24-Zellen nach Behandlung ohne Behandlung; oder Behandlung mit
25 nM eines nichtbeschränkenden
synthetischen TS-Antisense-Oligonukleotid (MG2605), 25 nM des Kontroll-Oligonukleotids
MG2606, 5 μM
eines repräsentativen,
nichtbeschränkenden
TS-Proteineffektors (5-FU) oder einer Kombination aus MG2605 oder
MG2606 plus 5-FU zeigt.
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25:
Autoradiographie der Western Blot-Analyse, die die synergistische
Induktion von p21WAF1 durch eine Kombination aus einem repräsentativen,
nichtbeschränkenden,
synthetischen HDAC Antisense-Oligonukleotid und einem repräsentativen,
nicht-beschränkenden
HDAC Proteineffektor (TSA) gemäß der Erfindung
zeigt.
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AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Die
gegenwärtigen
Erfinder haben einen Kombinationsansatz erdacht, durch den die Expression
eines Gens sowohl auf genetischer Ebene als auch auf Proteinebene
gehemmt wird. Überraschenderweise
wurde gefunden, dass dieser Ansatz die für eine Wirksamkeit notwendige
Dosis sowohl von Antisense-Oligonukleotiden gegen das Gen als auch
von Protein-Effektoren gegen das Genprodukt verringert.
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Die
Erfindung stellt verbesserte Verwendungen, Verbindungen (z.B. Inhibitoren
wie Antisense-Oligonukleotide und Proteineffektoren) und Zusammensetzungen
für die
Modulierung von Genexpression auf genetischer Ebene als auch auf
Proteinebene bereit. Zusätzlich
stellt die Erfindung, wenn das Gen DNA Methyltransferase ist (DNA
MeTase), Verwendungen, Verbindungen und Zusammensetzungen zur Modulierung
von Säugergen-Expression,
die durch Methylierung reguliert ist, bereit. Die erfindungsgemäßen Verwendungen und
Zusammensetzungen sind als analytische Werkzeuge für transgene
Untersuchungen und als therapeutische Werkzeuge, einschließlich als
Werkzeuge zur Gentherapie, nützlich.
Die Erfindung stellt auch Verwendungen und Zusammensetzungen bereit,
die an die zu behandelnden Zustände
angepasst werden können, um
geringere Nebenwirkungen zu erzielen. Standardwerke, die die allgemeinen
Prinzipien der rekombinanten DNA-Technologie
darlegen, sind Ausubel et al., Current Protocols in Molecular Biology,
John Wiley and Sons, New York (1994); Sambrook et al., Molecular
Cloning: A Laboratory Manual, 2. Ausgabe. Cold Spring Harbor Laboratory
Press, Plainview, New York (1989); Kaufmann et al., Hrsg., Handbook
of Molecular and Cellular Methods in Biology and Medicine, CRC Press,
Boca Raton (1995); McPherson, Hrsg. Directed Mutagenesis: A Practical
Approach, IRL Press, Oxford (1991). Die hier zitierten Patente und
die wissenschaftliche Literatur, einschließlich Zugangsnummern zu GenBank
Datenbank-Sequenzen, legen das Wissen des Fachmanns fest. Jeder
Konflikt zwischen einer hier zitierten Referenz und der spezifischen
Lehre dieser Beschreibung soll zugunsten Letzterer ausgelegt werden.
Genauso soll jeder Konflikt zwischen einer im Stand der Technik
verstandenen Definition eines Wort oder eines Satzes und einer Definition
eines Satzes oder eines Wortes, wie spezifisch in dieser Beschreibung
dargelegt, zugunsten Letzterer ausgelegt werden.
-
In
einem ersten Aspekt stellt die Erfindung die Verwendung einer wirksamen
synergistischen Menge eines Antisense-Oligonukleotids bereit, das
die Expression eines Gens hemmt, und einer wirksamen synergistischen
Menge eines Proteineffektors eines Produkts des Gens zur Herstellung
einer pharmazeutischen Zusammensetzung zur Hemmung der Expression
eines Gens in einer Zelle. In bestimmten Ausführungsformen des ersten Aspekts
der Erfindung soll die Zelle mit einer wirksamen synergistischen
Menge wenigstens eines Antisense-Oligonukleotids und/oder wenigstens
eines Proteineffektors für
einen wirksamen Zeitraum in Kontakt gebracht werden.
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Der
hier verwendete Begriff „Protein-Effektor" bezeichnet einen
aktiven Rest, der das angezeigte Protein oder Produkt eines Gens
auf Proteinebene hemmen kann. Ein „DNA MeTase Protein-Effektor" oder ein „Protein-Effektor
des Produkts des DNA MeTase Gens" hemmt
die DNA MeTase auf Proteinebene. „Produkt eines Gens" bezeichnet ein Protein
oder Polypeptide, ungeachtet von sekundären Modifikationen (z.B. Glykosylierung,
Lipidierung oder Phosphorylierung), das vom Gen kodiert wird. Der
Begriff Protein-Effektor umfasst somit ohne Einschränkung spezifische
Enzyminhibitoren, die in der Lage sind, die Aktivität des angezeigten Proteins
oder des Genprodukts zu hemmen. Ein Protein-Effektor ist ein Molekül, das die
Aktivität
des angezeigten Proteins in größerem Ausmaß hemmt,
als es die Aktivität
irgendeines nicht verwandten Proteins hemmt. Vorzugsweise hemmt
ein Protein-Effektor
das angezeigte Protein wenigstens 5-fach, insbesondere wenigstens
10-fach, noch bevorzugter
wenigstens 50-fach und am besten wenigstens 100-fach mehr, als er irgendein
nicht verwandtes Protein hemmt.
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Die
Begriffe „wirksame
synergistische Menge" und „wirksamer
Zeitraum" werden
dazu verwendet, bekannte Konzentrationen des Antisense-Oligonukleotid
und des Protein-Effektors zu benennen und für Zeiträume, die wirksam sind, um das
gewünschte
Ergebnis zu erreichen. Die wirksame synergistische Menge des Antisense-Oligonukleotids
und/oder die wirksame synergistische Menge des Protein-Effektors
ist/sind geringer als die Menge(n), die empirisch für notwendig
gehalten werden, das Gen zu hemmen, wenn entweder das Antisense-Oligonukleotid oder
der Protein-Effektor einzeln verwendet werden. In bevorzugten Ausführungsformen
ist der kombinierte inhibitorische Effekt des Antisense-Oligonukleotids und
des Protein-Effektors gemäß der Erfindung
mehr als additiv, d.h., der kombinierte hemmende Effekt ist größer als
der erwartete Gesamtinhibitorische Effekt, der auf der Basis der
Summe der einzelnen inhibitorischen Effekte berechnet wurde.
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Die
erfindungsgemäßen Antisense-Oligonukleotide
sind komplementär
zu einem Bereich doppelsträngiger
DNA oder RNA (oder zu einem Bereich an der Intron/Exon Grenze der
DNA oder RNA), die für
ein Genprodukt kodiert. Für
Zwecke der Erfindung beinhaltet der Begriff „Oligonukleotid" Polymere aus zwei
oder mehreren Desoxyribonukleosiden, Ribonukleosiden oder 2'-O-substituierte
Ribonukleosidreste, oder eine Kombination daraus. Vorzugsweise bestehen
solche Oligonukleotide aus etwa 6 bis etwa 100 Nukleosidresten,
bevorzugt aus etwa 8 bis etwa 50 Nukleosidresten, und insbesondere
aus etwa 12 bis etwa 30 Nukleosidresten. Die Nukleosidreste können aneinander
durch eine der zahlreichen bekannten Internukleosidverknüpfungen verbunden
sein. Solche Internukleosidverknüpfungen
umfassen ohne Beschränkung
Phosphorthioat, Phosphordithioat, Alkylphosphonat, Alkylphosphonothioat,
Phosphotriester, Phosphoramidat, Siloxan, Carbonat, Carboxymethylester,
Acetamidat, Carbamat, Thioäther,
verzweigtes Phosphoramidat, verzweigtes Methylenphosphonat, verzweigtes
Phosphorthioat und Sulfon-Internukleotidverknüpfungen. In bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
können
diese Internukleosidverknüpfungen
Phosphodiester, Phosphotriester, Phosphorthioat- oder Phosphoramidatverknüpfungen
sein, oder Kombinationen daraus. Der Begriff Oligonukleotid umfasst
auch solche Polymere mit chemisch modifizierten Basen oder Zuckern
und/oder mit zusätzlichen
Substituenten, die ohne Einschränkung
lipophile Gruppen, interkalierende Agenzien, Diamine und Adamantane einschließen. Für Zwecke
der Erfindung bedeutet der Begriff „ 2'-O-substituiert" die Substitution der 2'-Position des Pentoserests
mit einer -O-niederen Alkylgruppe, die 1-6 gesättigt oder ungesättigte Kohlenstoffatome
enthält,
oder mit einer -O-Aryl- oder
Allylgruppe mit 2-6 Kohlenstoffatomen, wobei eine solche Alkyl-,
Aryl- oder Allylgruppe unsubstituiert oder substituiert sein kann,
z.B. mit Halo, Hydroxy, Trifluormethyl, Cyan, Nitro, Acyl, Acyloxy,
Alkoxy, Carboxyl, Carbalkoxyl, oder Aminogruppen; oder eine solche
2'-Substitution
kann mit einer Hyrdoxygruppe (zur Erzeugung eines Ribonukleosids),
einer Amino- oder einer Halogruppe erfolgen, aber nicht mit einer
2'-H-Gruppe.
-
Besonders
bevorzugte Antisense-Oligonukleotide, die in diesem Aspekt der Erfindung
verwendet werden, schließen
chimäre
Oligonukleotide und hybride Oligonukleotide ein.
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Für Erfindungszwecke
bezieht sich ein „chimäres Oligonukleotid" auf ein Oligonukleotid,
dass mehr als einen Typ von Internukleosidverknüpfung aufweist. Ein bevorzugtes
Beispiel für
solch ein chimäres
Oligonukleotid ist ein chimäres
Oligonukleotid, dass einen Phosphorthioat, Phosphodiester- oder
Phosphordithioatbereich umfasst, der vorzugsweise von etwa 2 bis
etwa 12 Nukleotide umfasst, und einen Alkylphosphonat- oder Alkylphosphonothioatbereich
(vgl. z.B. Pederson et al., US-PS 5,635,377 und 5,366,878). Vorzugsweise
enthalten solche chimären
Oligonukleotide wenigstens drei aufeinanderfolgende Internukleosidverknüpfungen ausgewählt aus
der Gruppe bestehend aus Phosphodiester und Phosphorthioatverknüpfungen,
oder Kombinationen daraus.
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Für Erfindungszwecke
bezieht sich ein „hybrides
Oligonukleotid" auf
ein Oligonukleotid, dass mehr als ein Typ von Nukleosid umfasst.
Ein bevorzugtes Beispiel eines solchen hybriden Oligonukleotids
umfasst ein Ribonukleotid oder einen 2'-O-substituierten Ribonukleotidbereich,
vorzugsweise umfassend von etwa 2 bis etwa 12 2'-O-substituierte Nukleotide, und einen
Desoxyribonukleotidbereich. Vorzugsweise enthält ein solches hybrides Oligonukleotid
wenigstens drei aufeinanderfolgende Desoxyribonukleoside und enthält auch
Ribonukleoside, 2'-O-substituierte Ribonukleoside,
oder Kombinationen daraus (vgl. z.B. Metelev und Agrawal, US-PS
5,652,355).
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Die
genaue Nukleotidsequenz und die chemische Struktur eines in der
Erfindung verwendeten Antisense-Oligonukleotid kann variiert werden,
so lange das Oligonukleotid die Fähigkeit beibehält, die
Expression des interessierenden Gens zu hemmen. Dies wird einfach
bestimmt durch Austesten, ob das bestimmte Antisense-Oligonukleotid
aktiv ist, durch Quantifizieren der mRNA, die ein Genprodukt kodiert,
oder in einem Western Blot Test für das Genprodukt, oder in einem
Aktivitätstest
für ein
enzymatisch aktives Genprodukt, oder in einem Softagar-Wachstumstest,
oder in einem Reportergenkonstrukt-Test, oder in einem in vivo Tumorwachstumstest,
die alle ausführlich
in dieser Beschreibung oder in Ramchandani et al., (1997), Proc.
Natl. Acad. Sci USA 94:684-689 beschrieben sind.
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In
dieser Erfindung verwendete Antisense-Oligonukleotide können leicht
auf einem geeigneten festen Träger
mit bekannten chemischen Ansätzen
synthetisiert werden, einschließlich
H-Phosphonatchemie, Phosphoramiditchemie oder einer Kombination
aus H-Phosphonatchemie, Phosphoramiditchemie (d.h., H-Phosphonatchemie
für einige
Zyklen und Phosphoramiditchemie für andere Zyklen). Geeignete
Feste Träger
umfassen irgendeinen von den standardmäßigen festen Trägern, die
für Festphasen-Oligonukleotidsynthese
verwendet werden, wie Glas mit kontrollierter Porengröße (CPG)
(vgl. z.B. Pon, R.T. (1993) Methods in Molec. Biol. 20:465-496).
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In
bestimmten Ausführungsformen
aller Aspekte der Erfindung kann eines der Antisense-Oligonukleotide
funktionell mit einem oder mit mehreren Proteineffektoren assoziiert
sein. Eine bevorzugte funktionelle Kopplung ist eine hydrolysierbare
Assoziation. Vorzugsweise ist die hydrolysierbare Assoziation eine
kovalente Verknüpfung
zwischen dem Antisense-Oligonukleotid und dem/den Protein-Effektor(en).
Solch eine kovalente Verknüpfung
kann vorzugsweise durch Esterased und/oder Amidasen hydrolysiert
werden. Beispiele für eine
solche hydrolysierbare Bindung sind in der PCT Veröffentlichung
WO96/07392 gezeigt. Besonders bevorzugt sind Phosphatester.
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In
bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
kann die kovalente Verknüpfung
direkt zwischen dem Antisense-Oligonukleotid und dem Proteineffektor
sein, um den Protein-Effektor in das Gerüst zu integrieren. Alternativ
kann die kovalente Verknüpfung
durch eine verlängerte
Struktur erfolgen. Bindungen dieser Art können durch kovalentes Verknüpfen des
Antisense-Oligonukleotids an den Protein-Effektor durch Koppeln
sowohl des Antisense-Oligonukleotids als auch des Protein-Effektors
an ein Trägermolekül wie ein
Kohlenhydrat, ein Peptid, oder ein Lipid oder ein Glykolipid erfolgen.
Andere bevorzugte funktionelle Bindungen umfassen lipophile Assoziierung,
wie die Bildung eines Liposoms, das Oligonukleotid und den Protein-Effektor
kovalent an ein lipophiles Molekül
gekoppelt, und damit mit dem Liposom assoziiert, enthält- Solche
lipophilen Moleküle umfassen
ohne Einschränkung
Phosphatidylcholin, Cholesterin und Phosphatidylethanolamin und
synthetische Neoglykolipide, wie SyalyllacNAc-HDPE. In bestimmten
bevorzugten Ausführungsformen
kann die funktionelle Assoziierung keine physische Assoziierung
sein, sondern einfach ein gleichzeitiges Vorkommen im Körper, z.B.
wenn das Antisense-Oligonukleotid mit einem Liposom assoziiert ist
und der Protein-Effektor mit einem anderen Liposom assoziiert ist.
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Die
Verwendungen und Zusammensetzung der Erfindung sind für eine Vielzahl
von Zwecken nützlich. Sie
können
z.B. als Sonden der physiologischen Funktion eines Genprodukts verwendet
werden, wobei sie dazu verwendet werden sollen, die Aktivität und/oder
Expression des Genprodukts in einem experimentellen Zellkultursystem
oder Tiermodell zu hemmen, um den Effekt dieser Hemmung auszuwerten.
Dies wird durchgeführt,
wobei ein Antisense-Oligonukleotid, das die Expression eines Gens
hemmt und ein Protein-Effektor eines Genprodukts gemäß der Erfindung,
an eine Zelle oder ein Tier verabreicht werden sollen, und durch
Beobachten von phänotypischen
Effekten. Diese erfindungsgemäße Verwendung
ist vorzugsweise ein traditioneller „Gen Knockout"-Ansatzm da er einfacher
durchzuführen
ist, und dazu verwendet werden kann, das Gen und/oder das Genprodukt
in verschiedenen ausgewählten
Stadien der Entwicklung oder Differenzierung zu hemmen. Wenn das
Gen z.B. für
DNA MeTase kodiert, dann kann die erfindungsgemäße Verwendung als eine Sonde
dienen, die Rolle der DNA-Methylierung
in verschiedenen Stadien der Entwicklung zu testen.
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Schließlich sind
die erfindungsgemäßen Verwendungen
und Zusammensetzungen auch nützlich
in therapeutischen Ansätzen
für menschliche
Krankheiten wie benigne oder maligne Tumoren, an denen die Modulierung
und/oder die Unterdrückung
von Genexpression beteiligt ist. Die anti-Tumor-Verwendbarkeit von
erfindungsgemäßen Antisense-Oligonukleotiden
wird detailliert in dieser Beschreibung dargelegt.
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Alle
hier offenbarten Aspekte der Erfindung sind auf die synergistische
Hemmung jedes Zielgens anwendbar. Insbesondere bezieht sich die
Erfindung auf die Hemmung eines Zielgens durch die gleichzeitige oder
aufeinanderfolgende Hemmung des gleichen Zielgens sowohl auf Genebene
(d.h., entweder DNA- oder mRNA-Ebene), und auf Proteinebene. Wie
hier beispielhaft für
DNA MeTAse dargestellt, sind die Verwendungen und Zusammensetzungen
für eine
Vielzahl von Zwecken nützlich.
Die Erfindung resultiert in einem verbesserten hemmenden Effekt,
wodurch die effektiven benötigten
Konzentrationen von den Inhibitoren auf Genebene als auch auf Proteinebene
verringert werden, die für
einen gegebenen hemmenden Effekt nötig sind, verglichen mit den
Konzentrationen, die notwendig sind, wenn einer der Inhibitoren
einzeln verwendet wird.
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Somit
sind die Verwendungen und Zusammensetzungen der Erfindung in therapeutischen
Ansätzen für menschliche
Krankheiten nützlich,
an denen die Modulation und/oder Suppression von Genexpression eines
bestimmten Zielgens beteiligt ist. Besonders bevorzugte Krankheitsziele
umfassen ohne Einschränkung verschiedene
Arten von Krebs. Die Verwendungen und Zusammensetzungen gemäß der Erfindung
können auch
dazu verwendet werden, ruhende Gene zu aktivieren, um fehlende Genfunktionen
bereitzustellen und somit einen bestehenden Zustand zu verbessern.
Die erfindungsgemäßen Verwendungen
und Zusammensetzungen sind z.B. nützlich zum Herabregulieren
und/oder Unterdrücken
abnormer Onkogenexpression, wodurch Tumorentstehung verhindert wird.
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In
bestimmten Ausführungsformen
werden sowohl das Antisense-Oligonukleotid als auch der Protein-Effektor
vor dem Kontakt mit der Zelle mit einem pharmazeutisch verträglichen
Träger
vermischt. In bestimmten Ausführungsformen
werden das Antisense-Oligonukleotid und der Protein-Effektor vor
dem Kontakt mit der Zelle vermischt.
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In
bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
des ersten Aspekts der Erfindung soll die Zelle separat mit dem
Antisense-Oligonukleotid und dem Protein-Effektor in Kontakt gebracht
werden. So kann die Zelle z.B. vor dem Protein-Effektor mit dem
Antisense-Oligonukleotid in Kontakt gebracht werden. Die Zelle kann
mit einem wirksamen synergistischen Menge eines oder mehrerer erfindungsgemäßer Antisense-Oligonukleotide in
Kontakt gebracht werden, gefolgt von Behandlung mit einem oder mehreren
erfindungsgemäßen Protein-Effektoren.
Dies ist insbesondere nützlich,
wenn das Gen für
DNA MeTase kodiert und wo die Zelle, die kontaktiert werden soll,
wünschenswerterweise
Apoptose eingeht oder in der S-Phase des Zellzyklus arretiert werden soll.
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In
einem anderen Beispiel kann die Zelle vor dem Antisense-Oligonukleotid
mit dem Protein-Effektor kontaktiert werden. Dies ist insbesondere
nützlich,
wenn das Gen für
DNA MeTase kodiert, wobei die zu kontaktierende Zelle wünschenswerterweise
in der G1-Phase des Zellzyklus arretiert wird.
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Weiterhin,
wenn das Gen z.B. für
DNA MeTase kodiert, dann können
die erfindungsgemäßen Verwendungen
und Zusammensetzungen auch dazu verwendet werden, ruhende Gene zu
aktivieren, um eine fehlende Genfunktion bereitzustellen und somit
Krankheitssymptome zu lindern. So werden z.B. die Krankheiten β-Thalassämie und
Sichelzellanämie
durch die aberrante Expression des adulten β-Globingens oder eines mutierten Gens
hervorgerufen. Die meisten Menschen, die an diesen Krankheiten leiden,
haben normale Kopien des fötalen
Gens für β-Globin.
Das fötale
Gen ist jedoch hypermethyliert und still. Die Aktivierung des fötalen Globingens
könnte
die benötigte
Globinfunktion bereitstellen, und dadurch die Krankheitssymptome
lindern. Zusätzlich
können
die erfindungsgemäßen Verwendungen
und Zusammensetzungen als Gentherapiewerkzeuge dazu verwendet werden,
die Expression von exogenen Sequenzen aufrechtzuerhalten, zu aktivieren
und/oder zu modulieren, die ansonsten der Hemmung durch Methylierung
unterliegen würde.
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Daher
kodiert in einer bestimmten Ausführungsform
des ersten Aspekts der Erfindung das Gen für DNA MeTase. Besonders bevorzugte
nicht-beschränkende Beispiele
von Antisense-Oligonukleotiden, die komplementär zu Bereichen von RNA oder
doppelsträngiger
DNA sind, die für
DNA MeTAse kodiert, die in der Verwendung gemäß der Erfindung verwendet werden,
sind in Tabelle 1 dargestellt. DNA MeTase RNA (vgl. ZB Yen et al.,
(1992) Nucl. Acids Res. 9:2287-2291; Yoder et al., (1996) J. Biol.
Chem. 271: 31092-31097; Bester et al., (1988) J. Mol. Biol. 203(4):971-983)
oder doppelsträngige
DNA-Bereiche umfassen ohne Einschränkung Intronsequenzen, untranslatierte
5'- und 3'-bereiche, Intron-Exon-Grenzen
als auch kodierende Sequenzen des DNA MeTase Gens (siehe Ramchandani
et al., (1998) Biol. Chem. 379(4-5):535-540).
-
Besonders
bevorzugte Oligonukleotide haben Nukleotidsequenzen von etwa 13
bis etwa 35 Nukleotide, die die in Tabelle 1 gezeigten Nukleotidsequenzen
einschließen.
Zusätzliche
besonders bevorzugte Oligonukleotide haben Nukleotidsequenzen von
etwa 13 bis etwa 19 Nukleotide der in Tabelle 1 gezeigten Nukleotidsequenzen.
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Ein
DNA MeTase Protein-Effektor hemmt die DNA MeTase vorzugsweise wenigstens
5-fach, besonders bevorzugt wenigstens 10-fach, noch bevorzugter
wenigstens 50-fach
und insbesondere bevorzugt wenigstens 100-fach mehr, als er ein
nicht verwandtes Protein hemmt.
-
In
bevorzugten Ausführungsformen
ist der DNA MeTase Protein-Effektor ein Rest, der in der Lage ist, ein
stabiles Addukt mit DNA Methyltransferase zu bilden, wodurch der
transient kovalente intermediäre
Komplex nachgeahmt wird, von dem man annimmt, dass er während der
Methylierung gebildet wird (vgl. z.B. Wu und Santi (1987), J. Biol.
Chem. 262:4778-4786). Bevorzugte Ausführungsformen von DNA MeTase
Protein-Effektoren beinhalten ohne Einschränkung Nukleosidanaloga wie
5-aza-2'-desocxycytidin
(5-aza-dC), 5-fluor-2'-desoxycytidin,
5-aza-Cytidin (5-aza-C)
oder 5,6-dihydro-5-azacytidin oder ein pharmazeutisch verträgliches
Salz davon. Ein Verfahren zur Synthese von 5,6-Dihydro-5-Azacytidin
aus 5'-aza-cytidin
wird in US-PS 4,058,602 beschrieben. Zusätzliche DNA MeTase Protein-Effektoren
umfassen die Inhibitoren des DNA Methyltransferase Enzym, einschließlich Haarnadelschleifenoligonukleotiden,
wie beschrieben in PCT Veröffentlichung
WO97/44346 (PCT Anmeldenummer PCT/IB97/00879).
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IN
bevorzugten Ausführungsformen
aller Aspekte der Erfindung steht das Antisense-Oligonukleotid in funktioneller
Assoziation mit einem Protein-Effektor. Der Begriff „funktionelle
Assoziation" umfasst
jede Assoziation zwischen dem Antisense-Oligonukleotid und dem Protein-Effektor,
die es einem Antisense-Oligonukleotid
ermöglicht,
die Genexpression von DNA MeTase zu hemmen und die es dem/den Protein-Effektor(en)
ermöglicht,
die Enzymaktivität
von DNA MeTase zu hemmen.
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In
bevorzugten Ausführungsformen
des ersten Aspekts der Erfindung stellt die Erfindung eine Verwendung
einer effektiven synergistischen Menge eines Oligonukleotids, das
die Expression von DNA MeTase hemmt und einer effektiven synergistischen
Menge eines DNA MeTase Protein-Effektors bereit zur Herstellung einer
pharmazeutischen Zusammensetzung zur Hemmung von DNA MeTase in einer
Zelle.
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In
bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
des ersten Aspekts der Erfindung kodiert das Gen für eine DNA
MeTase und die Zelle umfasst ein Gen, dessen Expression durch Methylierung
inaktiviert wurde. Somit wird die Expression des Gens in der behandelten
Zelle gefördert
und/oder reaktiviert. Vorzugsweise stellt die Erfindung Zusammensetzungen
und Verwendungen zur Reaktivierung eines Tumorsuppressorgens bereit, das
durch Methylierung in einer Zelle inaktiviert wurde, wie z.B. eine
neoplastische Zelle oder einer Zelle, die dazu prädisponiert
ist, neoplastisch zu werden. „Neoplastische
Zelle" bedeutet
eine Zelle, die ein aberrantes Zellwachstum zeigt, wie z.B. erhöhtes Zellwachstum.
Eine neoplastische Zelle kann eine hyperplastische Zelle sein, eine
Zelle, die in vitro eine mangelnde Kontaktinhibition des Zellwachstums
zeigt, eine Tumorzelle, die in vivo nicht metastasieren kann, oder
eine Krebszelle, die in vivo metastasieren kann. Jedes Wachstum
von Krebszellen, sei es metastasierend oder gutartig, wird hier
als ein Tumor oder Tumorwachstum bezeichnet.
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In
bestimmten bevorzugten Ausführungsformen,
wenn das Gen für
DNA MeTase kodiert, stellt die Erfindung Verwendungen und Zusammensetzungen
zur Reaktivierung eines Tumorsuppressorgens bereit, das durch Methylierung
inaktiviert wurde. IN besonders bevorzugten Ausführungsformen stellet die Erfindung
eine Verwendung zur Reaktivierung des p16 Tumorsuppressor-Gens bereit,
das durch Methylierung inhibiert wurde.
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In
besonders bevorzugten Ausführungsformen
der Erfindung, wenn das Gen für
ein Produkt kodiert, dass nicht auf DNA MeTase beschränkt ist,
werden Verwendungen und Zusammensetzungen bereitgestellt zur Modulierung
von Zielonkogenen wie z.B. die mutierten Formen des RAS Onkogen-Familie,
die bei etwa 75% menschlicher Pankreas-Krebserkrankungen beteiligt
sind (vgl. z.B. Rodenhuis et al., (1992), Semin. Cancer Biol. 3(4):241-247;
Brentnall et al., (1995) Cancer Res 55(19):4264-4267).
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Zusätzlich können die
gleichen Verwendungen und Zusammensetzungen auch dazu verwendet
werden, eine beliebige Anzahl von Zielgenen und/oder Produkte dieser
Gene zu hemmen. Folglich sind die Verwendungen und Zusammensetzungen
nützlich
für therapeutische
Ansätze
für viele
menschliche Krankheiten wie Entzündung
oder Asthma, wie hier beschrieben.
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Demgemäss haben
Oligonukleotide Nukleotidsequenzen mit etwa 15 bis etwa 26 Nukleotiden
der beispielhaft in den Tabellen 2 und 3 gezeigten Nukleotidsequenzen.
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In
einem zweiten Aspekt stellt die Erfindung die Verwendung eines Inhibitors
zur Herstellung einer pharmazeutischen Zusammensetzung zur Behandlung
einer Krankheit bereit, die auf die Hemmung eines Gens anspricht.
In dieser erfindungsgemäßen Verwendung
soll ein Antisense-Oligonukleotid, das die Expression eines Gens
hemmt, und eine therapeutisch wirksame synergistische Menge eines
Protein-Effektors eines Produkts des Gens an einem Säuger, einschließlich an
einen Menschen, verabreicht werden, der wenigstens eine Zelle aufweist,
die von der Krankheit betroffen ist. Das Antisense-Oligonukleotid
und er Protein-Effektor entsprechen denen, die für den ersten Aspekt der Erfindung
beschrieben wurden. „Eine
Krankheit, die auf die Hemmung eines Gens anspricht" ist eine Krankheit,
die mit veränderter
Aktivität,
Konzentrationen oder Funktionen des Gens und/oder der Genprodukts
assoziiert sind. Die Symptome einer solchen Krankheit werden durch
die Modulierung der Aktivität
des Gens oder des Genprodukts gelindert und/oder eliminiert. „Eine Zelle, die
von der Krankheit betroffen ist" ist
eine Zelle mit verminderter Aktivität, Konzentrationen oder Funktionen des
Gens und/oder eines Produkt des Gens.
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„Eine Krankheit,
die auf die Hemmung von DNA MeTase anspricht, ist z.B. eine Krankheit,
die mit einem veränderten
Methylierungsmuster oder veränderter
DNA MeTase Aktivität,
Konzentrationen oder Funktionen assoziiert ist. Die Symptome einer
solchen Krankheit werden durch die Modulierung von DNA MeTase Aktivität gelindert
und/oder eliminiert. „Eine
Zelle, die von einer Krankheit betroffen ist, die auf Hemmung von DNA
MeTase anspricht" ist
eine Zelle mit verändertem(n) Methylierungsmustern(n)
oder veränderter
DNA MeTase Aktivität,
Konzentrationen oder Funktionen.
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In
bestimmten Ausführungsformen
des zweiten Aspekts der Erfindung soll an den Säuger eine therapeutisch wirksame
synergistische Menge wenigstens eines Antisense-Oligonukleotids
und/oder wenigstens eines Protein-Effektors für einen therapeutisch wirksamen
Zeitraum verabreicht werden.
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Die
Begriffe „therapeutisch
wirksame synergistische Menge" und „therapeutisch
wirksamer Zeitraum" werden
dazu verwendet, Behandlungen in Dosierungen und Zeiträumen zu
beschreiben, die wirksam sind, ein bestimmtes therapeutisches Ergebnis
zu erzielen. Die therapeutisch wirksame synergistische Menge des
Antisense-Oligonukleotids und/oder die therapeutisch wirksame synergistische
Menge des Protein-Effektors ist/sind geringer als die Menge(n),
die empirisch für
notwendig gehalten werden, das Gen zu hemmen, wenn entweder das
Antisense-Oligonukleotid
oder der Protein-Effektor einzeln verwendet werden. In bevorzugten Ausführungsformen
ist der kombinierte inhibitorische Effekt des Antisense-Oligonukleotids und
des Protein-Effektors gemäß der Erfindung
mehr als additiv, d.h., der kombinierte hemmende Effekt ist größer als
der erwartete Gesamtinhibitorische Effekt, der auf der Basis der
Summe der einzelnen inhibitorischen Effekte berechnet wurde. Der
Fachmann weiß,
das ein solcher synergistischer Effekt, der zu einer niedrigeren
wirksamen Konzentration entweder des Antisense-Oligonukleotids, des Protein-Effektors
oder von beiden führt
je nach zu behandelndem Organ, Gewebe, oder nach dem bestimmten
Säuger
oder Patienten sich deutlich unterscheiden kann. Der Fachmann weiß auch,
dass die therapeutisch wirksame synergistische Menge entweder des
Antisense-Oligonukleotids
oder des Protein-Inhibitors durch Feineinstellung und Veränderung
der Menge des anderen Bestandteils verringert oder erhöht werden
kann. Die Erfindung stellt daher ein Verfahren bereit, die Verabreichung/Behandlung
an die spezifischen Anforderungen des Patienten anzupassen. Wie
in den folgenden Beispielen veranschaulicht, können therapeutisch wirksame
Bereiche leicht bestimmt werden, z.B. auf empirische Weise, indem
man mit relativ niedrigen Konzentrationen beginnt und mit schrittweisen
Steigerungen mit gleichzeitiger Auswertung der Hemmung. In besonders
bevorzugten Ausführungsformen
soll die erfindungsgemäße therapeutische
Zusammensetzung systemisch in einer Dosierung verabreicht werden,
die ausreicht, um einen Blutspiegel von Antisense- Oligonukleotid von
etwa 0,01 μm
bis etwa 20 μM
und von Protein-Effektor von etwa 0,01 μM bis etwa 10 μM zu erreichen.
In besonders bevorzugten Ausführungsformen
soll die erfindungsgemäße therapeutische
Zusammensetzung systemisch in einer Dosierung verabreicht werden,
die ausreicht, um einen Blutspiegel von Antisense-Oligonukleotid
von etwa 0,05 μm
bis etwa 15 μM
und von Protein-Effektor von etwa 0,05 μM bis etwa 10 μM zu erreichen.
In insbesondere bevorzugten Ausführungsformen beträgt der Blutspiegel
von Antisense-Oligonukleotid
von etwa 0,1 μM
bis etwa 10 μM
und von Protein-Effektor von etwa 0,1 μM bis etwa 7 μM. Für die lokalisierte
Verabreichung können
viel geringere Konzentrationen wirksam sein. Eine Gesamtdosis von
Antisense-Oligonukleotid liegt vorzugsweise im Bereich von 0,1 mg
bis 30 mg Oligonukleotid pro kg Körpergewicht pro Tag, während eine
Gesamtdosis von Protein-Effektor im Bereich von 0,01 mg bis etwa
5 mg Protein-Effektor pro kg Körpergewicht
pro Tag liegt. In bevorzugten Ausführungsformen liegt die Gesamtdosis
von Antisense-Oligonukleotid
vorzugsweise im Bereich von 1 mg bis 20 mg Oligonukleotid pro kg
Körpergewicht
pro Tag, während
eine Gesamtdosis von Protein-Effektor im Bereich von 0,1 mg bis
etwa 4 mg Protein-Effektor pro kg Körpergewicht pro Tag liegt.
In insbesondere bevorzugten Ausführungsformen
liegt die Gesamtdosis von Antisense-Oligonukleotid vorzugsweise im Bereich
von 2 mg bis 10 mg Oligonukleotid pro kg Körpergewicht pro Tag, während eine
Gesamtdosis von Protein-Effektor im Bereich von 0,1 mg bis etwa
1 mg Protein-Effektor pro kg Körpergewicht
pro Tag liegt. In am besten bevorzugten Ausführungsformen beträgt die Gesamtdosis
von Antisense-Oligonukleotid
0,5 mg Oligonukleotid pro kg Körpergewicht
pro Tag, während
eine Gesamtdosis von Protein-Effektor im Bereich 0,1 mg Protein-Effektor
pro kg Körpergewicht
pro Tag beträgt.
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In
bestimmten Ausführungsformen
werden sowohl das Antisense-Oligonukleotid als auch der Protein-Effektor
vor der Verabreichung an den Säuger
mit einem pharmazeutische verträglichen
Träger
vermischt. In bestimmten Ausführungsformen
werden das Antisense-Oligonukleotid und der Protein-Effektor vor
der Verabreichung an den Säuger
vermischt.
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Jedes
erfindungsgemäße Antisense-Oligonukleotid
und jeder Protein-Effektor können
optional zusammen mit bekannten pharmazeutischen Trägern oder
Verdünnungsmitteln
formuliert werden. Pharmazeutisch verträgliche Träger und deren Formulierung
sind gut beschrieben in Remingtons Pharmaceutical Sciences (18. Ausgabe,
Hrsg. A. Gennaro, Mack Publishing Co. Easton, Pa, 1990). Erfindungsgemäße Formulierungen
können
weiterhin einen oder mehrere DNA MeTase Inhibitoren und/oder eines
oder mehrere zusätzliche
DNA MeTase Antisense-Oligonukleotide enthalten, oder sie können ein
anderes pharmakologisch aktives Agens enthalten. Wenn ein Antisense-Oligonukleotid
zusammen mit einem Protein-Effektor verabreicht werden soll, dann
können
beide mit einem pharmazeutisch verträglichen Träger vermischt werden. Wenn
das Antisense-Oligonukleotid
getrennt von dem Protein-Effektor verabreicht wird, kann es mit
einem pharmazeutisch verträglichen
Träger
vermischt werden. Es ist klar dass nicht der gleiche pharmazeutisch
verträglicher
Träger
für das
Antisense-Oligonukleotid
und den Protein-Effektor verwendet werden muss, wenn beide getrennt
verabreicht werden. Der pharmazeutisch verträgliche Träger hängt eher von der Art der Verabreichung
ab.
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Die
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
können
auf jede geeignete Weise verabreicht werden. Sie können z.B.
an einem Säuger
in einem pharmazeutisch verträglichen
Träger,
Verdünnungsmittel
oder Exzipienten, in Einheiten-Dosierungsform
gemäß herkömmlicher
pharmazeutische Praxis verabreicht werden. Die Verabreichung kann
beginnen, bevor ein Säuger
für eine
Krankheit, die auf die Hemmung eines Gens anspricht, symptomatisch
wird. Wenn die Krankheit, wie z.B. Krebs, auf die Hemmung von DNA
MeTase anspricht, dann kann die Verabreichung beginnen, bevor der
Säuger
symptomatisch ist.
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Jede
geeignete Art der Verabreichung kann verwendet werden, einschließlich ohne
Einschränkung parenteral
intravenös,
intraarteriell, subkutan, sublingual, transdermal, topisch, intrapulmonal,
intramuskulär, intraperitoneal,
durch Inhalation, intranasal, durch Aerosol, intrerektal, intravaginal
oder oral. Therapeutika können
in der Form von wässrigen
Lösungen
oder Suspensionen vorliegen; für
die orale Verabreichung können
Formulierungen in Form von Tabletten oder Kapseln vorliegen, und
für die
intranasale Verabreichung in Form von Pudern, Nasentropfen oder
Aerosolen. Die Zusammensetzungen können lokal auf den Bereich
aufgetragen werden, der von einer Krankheit betroffen ist, die auf
die Hemmung eines Gens anspricht. Wenn die Krankheit z.B. auf die
Hemmung von DNA MeTase anspricht und Krebs ist, dann kann die Zusammensetzung direkt
auf die Tumormasse aufgetragen werden. Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
können
systemisch verabreicht werden.
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In
besonders bevorzugten Ausführungsformen
des zweiten Aspekts der Erfindung sollen das Antisense-Oligonukleotid
und der Protein-Effektor getrennt an den Säuger verabreicht werden. Das
Antisense-Oligonukleotid kann z.B. vor dem Protein-Effektor an den
Säuger
verabreicht werden. Der Säuger
kann eine oder mehrere Dosierungen des Antisense-Oligos erhalten,
bevor er eine oder mehrere Dosierungen des Protein-Effektors erhält. Wenn
das Gen für
eine DNA MeTase kodiert, dann ist dieses Verabreichungsschema besonders nützlich,
wenn die von der Krankheit betroffene Zelle Apoptose eingehen soll
oder in der S-Phase des Zellzyklus arretiert werden soll. Solch
ein Verabreichungsschema kann nützlich
sein, z.B., wenn das Gen für
DNA MeTase kodiert und wenn die Krankheit eine aggressive zellproliferierende
Krankheit wie metastasierender Krebs ist.
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In
einem anderen Beispiel kann der Protein-Effektor vor dem Antisense-Oligonukleotid an
den Säuger verabreicht
werden. Der Säuger
kann eine oder mehrere Dosierungen des Protein-Effektors erhalten,
bevor er eine oder mehrere Dosierungen des Antisense-Oligos erhält. Wenn
das Gen für
eine DNA MeTase kodiert, dann ist dieses Verabreichungsschema besonders
nützlich,
wenn die von der Krankheit betroffene Zelle G1-Phase des Zellzyklus
arretiert werden soll. Solch ein Verabreichungsschema kann nützlich sein,
z.B., wenn das Gen für
DNA MeTase kodiert und wenn die Krankheit mit Zellen assoziiert
ist, deren Wachstumsstop statt deren Tod erwünscht ist. Ein nicht-beschränkendes
Beispiel für
eine solche Krankheit ist die Abstoßung von Transplantaten, wobei
die Immunzellen des Wirts (z.B. Leukozyten und Lymphozyten) als
Reaktion auf die fremden Zellen im Transplantat proliferieren. Es
wird eher der Wachstumsstop der Immunzellen des Wirts als deren
Tod durch Apoptose gewünscht.
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In
bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
des zweiten Aspekts der Erfindung kodiert das Gen für eine DNA
MeTase und die durch die Krankheit betroffene Zelle umfasst ein
Gen, dessen Expression durch Methylierung inaktiviert wurde. In
bestimmten Ausführungsformen
wird die Expression des Gens in der Zelle eines Säuger gefördert, wiederhergestellt
und/oder reaktiviert, an den eine therapeutisch wirksame synergistische
Menge eines Antisense-Oligonukleotid und eine therapeutisch wirksame
synergistische Menge eines Protein-Effektors verabreicht wurde.
In bevorzugten Ausführungsformen
ist das Gen das p16ink4 Tumorsuppressorgen.
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In
bestimmten Ausführungsformen
dieses Aspekts der Erfindung kodiert das Gen für eine DNA Methyltransferase.
In bestimmten Ausführungsformen
ist der Protein-Effektor
ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus 5-aza-cytidin, 5-aza-2'-desoxycytidin, 5-fluor-2'-desoxycytidin und
5,6-dihydro-5-azacytidin.
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In
einem dritten Aspekt stellt die Erfindung die Verwendung eines Inhibitors
zur Herstellung einer pharmazeutischen Zusammensetzung zur Hemmung
von Tumorwachstum in einem Säuger
bereit. In der Verwendung gemäß diesem
erfindungsgemäßen Aspekt
soll eine therapeutisch wirksame synergistische Menge eines Antisense-Oligonukleotid,
dass die Expression eines Gens hemmt, dass an Tumorgenese beteiligt
ist, und eine therapeutisch wirksame synergistische Menge eines
Protein-Effektors eines Genprodukts an einen Säuger verabreicht werden, einschließlich eines
Menschen, der wenigstens eine neoplastische Zelle im Körper hat. Der
hier verwendete Ausdruck „ein
Gen, das an Tumorgenese beteiligt ist" bezeichnet ein Gen, dessen aberrante
Expression mit Tumorentstehung assoziiert ist. Beispielhafte Gene,
die an der Tumorentstehung beteiligt sind, schließen das
Gen ein, das für
DNA Methyltransferase kodiert. „Tumorgenese" bezeichnet die genetischen
und phänotypischen
Effekte, die an der Entwicklung einer normalen Zelle in eine neoplastische
Zelle beteiligt sind. Das Antisense-Oligonukleotid und der Protein-Effektor
entsprechen denjenigen, die für
den ersten Aspekt der Erfindung beschrieben wurden. Die Verabreichung
und die Dosierungen entsprechen denen, die für den zweiten Aspekt der Erfindung
beschrieben wurden.
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Das
Gen kodiert für
eine DNA Methyltransferase. IN bestimmten Ausführungsformen ist der Protein-Effektor
ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus 5-aza-cytidin, 5-aza-2'-desoxycytidin, 5-fluor-2'-desoxycytidin und
5,6-dihydro-5-azacytidin.
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In
Ausführungsformen
des dritten Aspekts der Erfindung soll an den Säuger eine therapeutisch wirksame
synergistische Menge wenigstens eines Antisense-Oligonukleotid und/oder wenigstens eines
Protein-Effektors für
einen therapeutisch wirksamen Zeitraum verabreicht werden. Die Begriffe „therapeutisch
wirksame synergistische Menge" und „therapeutisch
wirksamer Zeitraum" entsprechen
denen für
den zweiten Aspekt der Erfindung. In bestimmten Ausführungsformen
des dritten Aspekts werden sowohl das Antisense-Oligonukleotid als
auch der Protein-Effektor
vor der Verabreichung an den Säuger
mit einem pharmazeutische verträglichen
Träger
vermischt. In bestimmten Ausführungsformen
werden das Antisense-Oligonukleotid und der Protein-Effektor vor
der Verabreichung an den Säuger
vermischt.
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In
besonders bevorzugten Ausführungsformen
des dritten Aspekts der Erfindung sollen das Antisense-Oligonukleotid
und der Protein-Effektor getrennt an den Säuger verabreicht werden. Das
Antisense-Oligonukleotid kann z.B. vor dem Protein-Effektor an den
Säuger
verabreicht werden. Dies ist wünschenswert,
wenn das Gen für
eine DNA MeTase kodiert, und wenn neoplastische Zelle im Säuger Apoptose
eingehen soll oder in der S-Phase des Zellzyklus arretiert werden
soll. Solch ein Verabreichungsschema ist besonders nützlich z.B.
bei der Behandlung eines aggressiven, metastasierenden Tumors wie
Melanom.
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Alternativ
dazu kann der Protein-Effektor vor dem Antisense-Oligonukleotid
an den Säuger
verabreicht werden. Dieses Schema ist wünschenswert, wenn das Gen für eine DNA
MeTase kodiert, und wenn neoplastische Zelle im Säuger in
der G1-Phase des Zellzyklus arretiert werden soll. Solch ein Verabreichungsschema ist
besonders nützlich
z.B., bei der Behandlung von langsamer wachsenden Tumoren (z.B.
Prostatakrebs), oder in der Behandlung von schwachen Patienten,
in denen die Anwesenheit von apoptotischen Zellen nicht wünschenswert
ist.
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In
bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
des dritten Aspekts der Erfindung, wenn das Gen für eine DNA
MeTase kodiert, umfasst die neoplastische Zelle weiter ein Gen,
dessen Expression durch Methylierung inaktiviert wurde. In bestimmten
Ausführungsformen
wird die Expression des Gens in der neoplastischen Zelle eines Säuger gefördert, wiederhergestellt
und/oder reaktiviert, an den eine therapeutisch wirksame synergistische
Menge eines Antisense-Oligonukleotid und eine therapeutisch wirksame
synergistische Menge eines Protein-Effektors verabreicht wurde.
In bevorzugten Ausführungsformen
ist das Gen das p16ink4 Tumorsuppressorgen.
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In
einem vierten Aspekt stellt die Erfindung einen Inhibitor eines
Gens bereit, umfassend ein Antisense-Oligonukleotid, das die Expression
eines Gens hemmt in funktioneller Assoziation mit einem Protein-Effektor
eines Produkts des Gens. In bestimmten Ausführungsformen des Aspekts der
Erfindung ist das Antisense-Oligonukleotid
in funktioneller Assoziation mit zwei oder mehreren Protein-Effektoren.
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Das
Antisense-Oligonukleotid und der Protein-Effektor dieses Aspekts
der Erfindung entsprechen denen, die im ersten Aspekt der Erfindung
beschrieben wurden.
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In
besonderen Ausführungsformen
des vierten Aspekts der Erfindung, kodiert das Gen für eine DNA Methyltransferase.
In bestimmten Ausführungsformen
ist der Protein-Effektor ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus 5-aza-cytidin, 5-aza-2'-desoxycytidin, 5-fluor-2'-desoxycytidin und
5,6-dihydro-5-azacytidin.
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In
einem fünften
Aspekt stellt die Erfindung eine pharmazeutische Zusammensetzung
bereit, umfassend einen Inhibitor eines Gens umfassend ein Antisense-Oligonukleotid
in funktioneller Assoziation mit einem Protein-Effektor. In bestimmten
Ausführungsformen
umfasst die Zusammensetzung weiter einen pharmazeutisch verträglichen
Träger.
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In
einem sechsten Aspekt stellt die Erfindung die Verwendung eines
Inhibitors zur Herstellung einer pharmazeutischen Zusammensetzung
zur Untersuchung der Rolle eines Gens und/oder eines Genprodukts dieses
Gens beim zellulären
Wachstum bereit, einschließlich
des Wachstums von Tumorzellen. In der Verwendung gemäß diesem
Aspekt soll der interessierende Zelltyp (z.B. eine neoplastische
Zelle) mit einer synergistischen Menge eines Antisense-Oligonukleotid
in Kontakt gebracht werden, die die Expression des Gens hemmt und
mit einer synergistischen Menge eines Protein-Effektors des Produkts
des Gens, wie beschrieben für
den ersten Aspekt der Erfindung, was zur Hemmung der Expression
des Gens in der Zelle führt.
Die hier beschriebenen Kombinationen können zu verschiedenen Zeitpunkten
während
des Zellzyklus verabreicht werden (z.B., G1-Phase, S-Phase oder
G2/M-Phase), oder zusammen mit Promotoren oder Inhibitoren des Zellwachstums,
um die Rolle des Gens (z.B. des Gens, das für DNA MeTase kodiert) für das Wachstum
des interessierenden Zelltyps zu bestimmen. In bestimmten Ausführungsformen
ist die Zelle eine neoplastische Zelle.
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Die
folgenden Beispiele sollen bestimmte bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung weiter veranschaulichen und nicht beschränken. Der
Fachmann kann mit Routine-Experimenten zahlreiche Äquivalente der
hier beschriebenen spezifischen Substanzen und Verfahren bestimmen.
Solche Äquivalente
sind vom Umfang dieser Erfindung umfasst und durch die folgenden
Ansprüche
gedeckt. Beispiele 8-10 dienen lediglich der Veranschaulichung.
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BEISPIEL 1
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Auswahl von Antisense-Oligonukleotiden,
die in neoplastischen Zellen die Expression von MeTase hemmen können
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Zur
Identifizierung von Antisense-Desoxynukleotiden, die Expression
von DNA MeTase in menschlichen neoplastischen Zellen hemmen können, wurden
85 Phosphorthioat-Oligodesoxynukleotiden (jeweils 20 Basenpaare
lang), die Sequenzen aufweisen, die zu den 5' und 3' Regionen menschlicher DNA MeTase mRNA und
Sequenzen, die zur Intron/Exon-Übergängen komplementär sind,
synthetisiert und auf Antisense-Aktivität untersucht. Wie in 1 gezeigt,
wurden zwei DNA MeTase-mRNa-Bereiche als hoch sensitiv gegen Antisense-Hemmung
identifiziert, wenn sie mit MG88 mit der Sequenz 5'-AAG CAT
GAG CAC CGT TCU CC-3' (SEQ ID
NO:48) (dieses Oligonukleotid ist auf die DNA MeTase mRNA 5'-UTR an den Nukleotiden
532-513) gerichtet) und mit MG98 mit der Sequenz 5'-UUC ATG
TCA GCC AAG GCC AC-3' (SEQ ID NO:49) (dieses
Oligonukleotid ist auf die DNA MeTase mRNA 3'-UTR an den Nukleotiden 5218-5199 gerichtet)
in Kontakt gebracht wurden. Diese Oligonukleotide waren chemisch
wie folgt modifiziert: A entspricht 2'-Desoxyriboadenosin; C entspricht 2'-Desoxyribocytidin;
G entspricht 2'-Desocyruboguanosin;
T entspricht 2'-Desoxyribothymidin; A entspricht Riboadenosin; U entspricht Uridin; C entspricht Ribocytidin;
und G entspricht Riboguanosin.
Die unterstrichenen Basen waren 2'-Methoxyribose-substituierte Nukleotide.
Nicht-unterstrichene Basen zeigen Desoxyribosenukleoside an. Das
Gerüst
jedes Oligonukleotids bestand aus einer Phosphorthioatverknüpfung zwischen
aufeinanderfolgenden Nukleotiden. MG88 und MG98 haben iC50 Werte
von 40 nM und 45 nM für
die Hemmung von DNA MeTase mRNA.
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MG88
wurde danach auf die Fähigkeit
getestet, DNA MeTase mRNA in zwei menschlichen neoplastischen Zellen,
A549 (menschliche „non
small" Lungenkarzinomzellen)
und T24 (menschliche Blasenkrebszellen) zu hemmen. Die Zellen wurden
nur mit Lipofectin transfiziert (6,25 μg/ml), oder mit Lipofectin plus
20, 40 oder 80 nM von MG88 oder Kontrolloligo MG208 mit der Sequenz
5'-AAC GAT
CAG GAC CCT TGU CC-3' (SEQ
ID NO:4). Mg 208 war wie folgt modifziert: A entspricht 2'-Desoxyriboadenosin;
C entspricht 2'-Desoxyribocytidin;
G entspricht 2'-Desocyruboguanosin;
T entspricht 2'-Desoxyribothymidin; A entspricht Riboadenosin; U entspricht Uridin; C entspricht Ribocytidin;
und G entspricht Riboguanosin.
Die unterstrichenen Basen waren 2'-Methoxyribose-substituierte Nukleotide.
Nicht-unterstrichene Basen zeigen Desoxyribosenukleoside an. Das
Gerüst
von MG208 bestand aus einer Phosphorthioatverknüpfung zwischen aufeinanderfolgenden Nukleotiden.
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MG88
und Mg208 wurden ausgehend von einer 0,1 mM Vorratslösung im
Transfektionsmedium auf die erwünschten
Konzentrationen verdünnt.
Die Zellen wurden mit Oligonukleotid plus Lipofectin (oder mit Lipofectin)
allein für
4 Stunden am Tag 0 und für
vier Stunden am Tag 1 behandelt ( nach jeder 4-stündigen Behandlung
wurden die Zellen in Vollmedium zurücktransferiert). Am Tag 2 (d.h.,
48 Stunden nach der ersten Behandlung am Tag 0) wurden die Zellen
geerntet, Gesamt-Zelllysate wurden präpariert, und die DNA MeTase-Proteinkonzentrationen
wurden durch Western Blot mit einem DNA MeTase-spezifischen Kaninchenpolyklonalen
Antikörper
analysiert (Antikörper
wurde gemäß Standardverfahren
eines Glutathion S-Transferase-Proteins, das die ersten 10 kDa vom
Aminoterminus von DNA Methyltransferase Protein enthielt, erzeugt). Wie
in 2 gezeigt, erzeugte die Behandlung mit MG88, aber
nicht mit der Kontrolle MG208 eine Dosis-abhängige Reduktion der Proteinkonzentration
von DNA MeTAse. Gleichmäßige Beladung
aller Spuren wurde durch Blotting auf α-Actin Proteinkonzentrationen
mit einem Actin-spezifischen Kaninchen-polyklonalen Antikörper bestimmt
(Santa Cruz Biotech, Santa Cruz, CA).
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BEISPIEL 2
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Hemmung des Tumorsuppressors
p16 durch „Targeting" der DNA MeTase
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Der
Cyklin-abhängige
Kinase-Inhibitor (CDKI) p16ink4A reguliert
den Übergang
von der G1 in die S-Phase des Zellzyklus (Serrano et aL., (1993),
Nature 366:704-707). Die Inaktivierung von p16ink4 ist eine der
am häufigsten
beobachteten Abnormalitäten
bei menschlichen Krebserkrankungen (Serrano et aL., supra). Die transkriptionelle
Inaktivierung und die assoziierte Hypermethylierung des Promoterbereichs
von p16ink4A wurden in nahezu allen Arten
von Krebs beobachtet (Gonzales-Zulueta et al., (1995) Cancer Res
55:4531-4535; Merlo et al., (1995) Nat. Med. 7:686-692; Costello
et al., (1996) Cancer Res56:2405-2410; Lo et al., Cancer Res. 56:2721-2725).
Zur Untersuchung des Effekts der spezifischen Verminderung der zellulären Konzentrationen
an DNA MeTase auf die Expression und den Methylierungsstatus eines
ruhenden p16ink4A Gens, wurden T24 Zellen,
die ein hypermethyliertes und ruhendes p16ink4A Gen
enthalten, mit 40 nM oder 75 nM MG88 oder Kontroll-Oligonukleotid
MG208 mit 6,25 μg/ml
Lipofectin für
4 Stunden jeden Tag bis zu 10 aufeinanderfolgenden Tagen transfiziert.
An den Tagen 3, 5, 8 und 10 wurden die Proteinkonzentrationen von
p16ink4 durch Immunpräzipitation, gefolgt von Western
Blot mit einem für
p16ink4 spezifischen Antikörper (PharminGen)
analysiert. HeLa-Zellen wurden als eine positive (+) Kontrolle für die Expression
von p16ink4 Protein verwendet.
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Wie
in 3A gezeigt, wurde die Expression von p16ink4 Protein
nach 5 Tagen Behandlung mit entweder 40 nM oder 75 nM MG88, aber
nicht nach Behandlung mit MG208 nachgewiesen. Da MG88 einen antiproliferativen
Effekt hat, wurden die Konzentrationen von pl6ink4A auf die Zellzahl
normalisiert (3B). Somit war die Induktion
von p16ink4A Protein durch MG88 sowohl Dosis-Abhängig als auch Zeit-Abhängig. P16ink4A
wurde nicht in Zellen nachgewiesen, die entweder mit 40 nM oder
75 nM der Fehlpaarungskontrolle MG208 oder mit Lipofectin allein
behandelt wurden (3A).
-
Weiterhin
führte
die Reaktivierung von p16ink4A Proteinexpression
durch MG208 auch zur Akkumulation von hypophosphoryliertem Rn und
zur Hemmung der Zellproliferation. P16ink4A reguliert den Fortschritt durch
die G1-Phase des Zellzyklus durch Hemmung der Cyklin-abhängigen Kinase
CDK4-vermittelten Phosphorylierung von pRB, so dass die hypophosphorylierte
Form von Rb mit einem Wachstumsstop an G1/G0 assoziiert ist (Serrano
et al., supra). Die Zelllysate von T24-Zellen, die dazu reaktiviert
wurden, p16ink4A zu exprimieren nach der Transfektion mit MG88 wurden
durch Western Blot auf phosphorytiertes Rb untersucht und zeigten
einen Rückgang
der Menge an phosphorylierten Formen von Rb„ wodurch der relative Überschuss
der hypophosphorylierten Formen an Rb zunahm (4).
Diese Ergebnisse zeigen, dass die hohen Konzentrationen von DNA
MeTase in T24-Zellen die Genexpression von P16ink4A aktiv
unterdrücken
und dass die Wiedereinsetzung der Expression von p16ink4A stromabwärts liegende
molekulare Ziele, wie pRb reguliert.
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Als
nächstes
wurden zur Bestimmung, ob eine de novo Methylierung und ein Silencing
des re-exprimierten p16ink4A Gens auftraten,
wenn die DNA MeTase auf normale Konzentrationen zurückkehrten,
T24-Zellen an 10 aufeinanderfolgenden Tagen entweder mit 40 oder
75 nM MG88 oder MG208 transfiziert. Da die Transfektion der Zellen
mit 75 nM MG88 einen signifikanten antiproliferativen und Zelltod-induzierenden
Effekt hatte, wurden nur Zellen, die mit der niedrigeren Dosis (40
nM) von MG88 behandelt wurden, für
den Rest des Experiments verwendet. Die Zelllysate der T24-Zellen,
die für
10 Tage transfiziert wurden, wurden durch Western Blot auf die Expression
des DNA MeTase-Proteins, p16ink4A Proteins
und des Aktin-Proteins (als Kontrolle für gleichmäßige Beladung) 3, 5, und 7
Tage nach der Transfektion mit MG88 untersucht. Wie in 5 gezeigt stiegen
die Proteinkonzentrationen von DNA MeTase in Abwesenheit von MG88
an und kehrten zwischen den Tagen 5-7 (Mitte) auf Kontrollwerte
zurück.
Die Konzentration des p16ink4A Proteins
nahm während
des Zeitraums nach der Behandlung konstant ab, bis er 7 Tage nach
der Behandlung kaum mehr nachweisbar war (5, oben). 6 zeigt
das inverse Verhältnis
zwischen den Konzentrationen von DNA MeTase und p16ink4A Protein
während
und nach der Behandlung mit MG88. Interessanterweise begann der
Verlust der Expression des p16ink4A Proteins
am Tag 14, nachdem die Konzentrationen von DNA MeTase auf nahezu
Kontrollwerte zurückgekehrt
waren. Diese Verzögerung
legt nahe, dass erhöhte
Spiegel von DNA MeTase über
mehrere Runden der Replikation erforderlich sind, um zu methylieren
und die Genexpression von p16ink4A zu inaktivieren. Das
die Inaktivierung und die de novo Methylierung von p16ink4A mit
den erhöhten
Konzentrationen von DNA MeTase (Dnmt1) zusammenfallen legt nahe,
dass sie selbst zur de novo Methylierungsaktivität beiträgt.
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Zur
Identifizierung von Veränderungen
im Methylierungsstatus des p16ink4A Promotors,
die durch die MG88 Behandlung induziert sind, wurde eine methylierungsspezifische
PCR (MSP) und eine Bisulfit-genomische Sequenzierung wie früher beschrieben
durchgeführt
(Caldas et al., (1994) Nat Gen 8: 27-32; Frommer et al., (1991)
Proc Natl Acad Sci USA 89:1827-2831). MSP des pl6ink4A Promoters
wurde an T24-Zellen durchgeführt,
de mit 40 μM
oder 75 μM
Mg88 oder MG208 für
3, 5, 9 oder 10 Tage behandelt wurden. Das Oncor p16 Nachweissystem
wurde verwendet (Oncor, Gaithersburg, MD). Die PCR wurde in einem
Gesamtvolumen von 25 μl
unter den folgenden Bedingungen durchgeführt: 100 ng Bisulfat-behandelte
DNA (Oncor), 10 mM Tris-HCl, pH 8,3, 50 nM KCl, 1m5 mM MgCl2, 250 μM dNTPs,
80 ng jedes der folgenden Primer (5'-GTAGGTGGGGAGGAGTTTAGTTT-3' sense (SEQ ID NO:79)
und 5'-TCTAATAACCAACCAACCCCTAA-3' Antisense (SEQ ID
NO.80)) und 1 Einheit AmpliTaq Gold (Perkin-Elmer). Der Denaturierungszyklus
war bei 95°C
für 12
Minuten, gefolgt von 35 Zyklen bei 95°C für 45 Sekunden, 60°C für 45 Sekunden
und 72°C
für 60 Sekunden,
und einem Verlängerungszyklus
von 72°C
für 10 Minuten.
Das PCR-Produkt (5μl)
wurde auf einem 2% Agarosegel analysiert. Die unmethylierten (U)
und demethylierten (D) Primer (von Oncor erhältlich) wurden bei den gleichen
Bedingungen wie die spezifischen Primer verwendet. PCR-Produkte
wurden in PCR2.1 (erhältlich
von Invitrogen, Carlsbad, CA) kloniert und sequenziert, um die Demethylierung
von CpG-Stellen im proximalen p16 Promoter zu bestimmen.
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Wie
in 7 gezeigt, zeigte die MSP-Analyse mit PCR-Primern,
die spezifisch für
methyliertes p16ink4A (M) oder unmethyliertes
p16ink4A (U) sind, dass die Demethylierung
des Promoterbereichs von p16ink4A bereits am
Tag 3 der Behandlung mit MG88 auftrat. Die Behandlung mit MG208
oder mit Lipofektin allein hatte keine Auswirkungen auf die Methylierung
des P16ink4A Gens (7) 8 zeigt,
dass durch die genomische Sequenzierung mit Bisulfit am den Tagen
0, 3, 5 der Behandlung mit MG88 oder MG208 15 CpG-Stellen innerhalb des
p 16ink4A Promoters als in unbehandelten T-24 Zellen als methyliert
gefunden wurden. Die Hemmung von DNA MeTase durch mG88 führte zur
Demethylierung von 5 von 15 CpG-Stellen am Tag 3 und Demethylierung an
allen 15 Stellen am Tage 5 der Behandlung, wobei die Behandlung
mit der Kontrolle MG208 keine Auswirkungen auf den Methylierungsstatus
von p16ink4A hatte (8). Drei
Tage, nachdem die Behandlung mit MG88 abgesetzt wurde, zeigte der
p16ink4A Promoter eine signifikante Re-Methylierung von 13 von 15
Stellen, was entweder eine de novo Methylierung dieser Stellen zeigt
oder eine schnelle Expansion einer weniger betroffenen Population
(8, unten).
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Zur
Untersuchung des Effekts von spezifischer Hemmung der DNA MeTase
auf das Zellwachstum, wurden zelluläre Proliferationsraten während der
Behandlung und während
des Zeitraums nach der Behandlung überwacht, um die Dauer des
Effekts zu bestimmen. T24-Zellen wurden für 0-5 Tage nur mit Lipofektin, 75
nM MG88 oder 75 nM MG208 behandelt. Während und nach der Behandlung
wurden die Zellen gezählt. Wie
man in 9B sehen kann hemmte während des
Verlaufs der Behandlung MG88 die Zellproliferation dramatisch, während die
Behandlung der Zellen mit der Kontrolle MG208 nur eine minimale
Wachstumshemmung verglichen mit Lipofektin-behandelten Zellen hatte.
Die Hemmung der Zellproliferation persistierte für etwa 1 Woche nach der Behandlung, übereinstimmend
mit der Erkenntnis, dass die Expression von p16ink4A bis
zum Tage 7 nach der letzten Dosis von MG88 (siehe 5 und 6)
aufrechterhalten wurde. Zur Bestimmung, ob die transiente Re-Expression
von p16ink4A und die wachstumshemmenden
Effekte, die durch die Kurzzeit-Behandlung mit MG88 induziert wurden,
auf die Expansion einer weniger betroffenen (weniger demethylierten)
Population von Zellen innerhalb der behandelten Population von Zellen,
oder auf eine schnelle Inaktivierung von p16ink4A nach
Entzug von MG88 zurückzuführen waren,
wurden Einzelzellklone nach der Behandlung isoliert. Einige MG88-Klone
waren tatsächlich
negativ für
p16ink4A, was bestätigt, dass die Behandlung mit MG88
eine gemischte Population aus p16ink4A positiven
und -negativen Zellen erzeugte. Die Methylierungsanalyse durch Bisulfitsequenzierung
des p16ink4A Promoters eines der MG88-positiven
Klone, Klon 4-5, 30 Tage nach der Behandlung mit einer 5-tägigen Behandlung
mit MG88 zeigte, dass der Promoterbereich von p16ink4A an
allen untersuchten CpG-Stellen
(9A) unmethyliert war, was zeigt, dass auch eine
Kurzzeit-Hemmung der DNA MeTase durch MG88 eine verlängerte Re-Expression
eines ruhenden Tumorsuppressorgens induzieren konnte. Wie in den 9B und 9C gezeigt,
wuchs der Klon MG88 C4-5 anfänglich
nach einer 5-tägigen
Behandlung mit MG88 langsam, verglichen mit dem Lipofectin Klon
C-5 (behandelt für
5 Tage mit Lipofectin) und MG208 C2-4 (behandelt für 5 Tage
mit MG208); zwischen den Tagen 40 und 45 nach der Behandlung stieg
die Wachstumsrate von MG88 C4-5-Zellen
jedoch dramatisch an (9C). Die Bestimmung der p16ink4A Proteinkonzentrationen in MG88 C4-5
Zellen zeigte eine signifikante Abnahme am Tag 49 (9C, eingesetzte
Western Blot Analyse). Der Verlust an Expression von p16ink4A nach verlängerter Kultivierung in Abwesenheit
von MG88-Behandlung legt nahe, dass die DNA MeTase (von der man
annimmt, dass sie für
die Aufrechterhaltung der DNA MeTase Aktivität kodiert) eine de novo Methyltransferase
Aktivität
haben könnet und
dass sie über
die Zeit zuvor unmethylierte aktiv exprimierende Gene methylieren
und inaktivieren kann.
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BEISPIEL 3
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Hemmung von DNA MeTase
induziert schnell p21WAF1
-
Ein
weiteres Mitglied der Familie von Cyklin-abhängigen Kinase-Inhibitoren (CDKI),
p21WAF1 hemmt eine große Gruppe von Cyklin/CDK-Komplexen,
die am Übergang
von der G1 in die S-Phase beteiligt sind (Tam et al., (1994) Cancer
Res 54:5816-5820;
Baghdassarian und French (1996) Hematol. Cell Ther. 88:313-323;
Gotz et al., (1996) Oncogene 13_391-398). Zur Untersuchung, ob die
Konzentrationen von DNA MeTase und p21WAF1 Protein
durch einen regulatorischen Signalweg gekoppelt sind, wurden die
Proteinkonzentrationen von p21WAF1 in T24-Zellen
gemessen, in denen die Konzentrationen von DNA MeTase schrittweise durch
Behandlung mit MG88 reduziert wurden. Um dies auszuführen wurden
die Proteinkonzentrationen von DNA MeTase, p21Waf1 und α-Actin durch
Western Blot in T24-Zellen gemessen, die entweder für 24 Stunden (d.h.,
eine 4-stündige
Transfektionszeit) oder 48 Stunden (d.h., zwei 5-stündige Transfektionen,
getrennt durch 24 Stunden) mit entweder 40 nM oder 75 nM von MG88
oder MG208 behandelt wurden. Wie in 10A gezeigt,
nahm p21WAF1 direkt mit der Abnahme der
DNA MeTase zu, während
weder Lipofectin noch MG208 einen Effekt entweder auf die Konzentrationen
von DNA MeTase oder p21WAF1 hatten.
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T24-Zellen
wurden ebenfalls für
24 Stunden (d.h. 4 Stunden Transfektion) nur mit Lipofectin behandelt, oder
Lipofectin plus 20, 40 oder 80 nM von MG88 oder MG208. Nach der
Behandlung wurden Zelllysate präpariert
und mit einem α-Actinspezifischen
Antikörper
oder p21-spezifischen Antikörper
durch Western Blot analysiert. Wie in 10B gezeigt,
induzierte die Hemmung von DNA MeTase p21WAF1 in einer dosis-abhängigen Weise
bereits 24 Stunden nach der Behandlung mit MG88, übereinstimmend
mit der Rolle von p21WAF1 bei dem antiproliferativen
Effekt, den man mit der MG88 Behandlung beobachtet hat (siehe z.B. 3B und 9B).
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Als
nächstes
wurde, um zu bestimmen ob p21WAF1 auf transkriptioneller
Ebene induziert wurde, ein RNase-Schutzassay an Zellen durchgeführt, die
mit 40 nM von entweder MG88 oder MG208 für entweder 24 oder 48 Stunden
behandelt wurden. Gesamt-zelluläre
RNA wurde aus den Zellen isoliert und auf p21 mRNA, p27 mRNA und
p18 mRNA mit dem menschlichen Zellzyklus-2 (hcc-2) Multisonden RNase-Schutzkit von PharMingen,
San Diego, CA) analysiert. Die RNA-Beladung wurde mit dem Signal
von zwei Haushaltsgenen, L32 und GAPDH, als gleich bestimmt- Wie
in 11 gezeigt, wurde als Reaktion auf Behandlung
mit MG88 keine Zunahme an p21WAF1 mRNA beobachtet,
was nahe legt, dass ein posttranslationelle Regulierung des p21WAF1 Proteins beteiligt ist.
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Dieses
Beispiel zeigt, dass ein funktioneller Antagonismus zwischen DNA
MeTase und p21WAF1 auf die zelluläre Proliferation
existiert. Somit können
hohe Konzentrationen von DNA MeTase, die man in transformierten
Zellen findet, die Proliferation durch Verminderung zellulärer p21WAF1 Proteinkonzentrationen regulieren. Hohe
Konzentrationen von DNA MeTase in transformierten Zellen können auch
direkt um das stromabwärts gelegene
Ziel PCDNA konkurrieren, da die menschliche DNA MeTase mit p21Waf1 um Bindung an PCNA konkurrieren kann
(Chuang et al., (1997) Science 277:1996-2000).
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BEISPIEL 4
-
Synergistische Reaktivierung
des Tumorsuppressors p 16
-
Der
Zweck dieses Beispiels besteht darin, die Fähigkeit der Verfahren und Zusammensetzungen
der Erfindung zu veranschaulichen, die Expression von Genen wiederherzustellen,
die durch Methylierung inaktiviert wurden, wie z.B. der hier veranschaulichte
Tumorsuppressor p16. ZU diesem Zweck wurden einem Tag vor der Transfektion
T24-Zellen (ATCC Nr. HTB-4) auf 10 cm Platten mit 4×105 Zellen/Schale ausplattiert. Zum Zeitpunkt
der Transfektion wurden die Zellen mit Phosphat-gepufferter Saline
(PBS) gewaschen, und 5 ml Opti-MEM Medium (Gibco-BRL), dass 6,25 μl/ml Lipofektin-Transfektionsreagenz
(Gibco-BRL) enthielt, wurde zugegeben. Die verwendeten Oligonukleotide
waren wie folgt: MG88 mit der Sequenz 5'-AAG CAT GAG CAC CGT TCU CC-3' (SEQ ID NO:48) (dieses
Oligonukleotid ist auf die DNA MeTase mRNA 5'-UTR an den Nukleotiden 532-513) gerichtet)
und MG98 mit der Sequenz 5'-UUC ATG TCA GCC AAG GCC AC-3' (SEQ
ID NO:49) (dieses Oligonukleotid ist auf die DNA MeTase mRNA 3'-UTR an den Nukleotiden
5218-5199 gerichtet). Negativkontrollen waren: MG207 mit der Sequenz
5'-UUA ATG
TAA CCT AAG GUC AA-3' (SEQ
ID NO:3) und MG208 mit der Sequenz 5'-AAC GAT CAG GAC CCT TGU CC-3' (SEQ ID NO:4). Diese
Oligonukleotide waren chemisch wie folgt modifiziert: A entspricht
2'-Desoxyriboadenosin;
C entspricht 2'-Desoxyribocytidin;
G entspricht 2'-Desocyruboguanosin;
T entspricht 2'-Desoxyribothymidin; A entspricht Riboadenosin; U entspricht Uridin; C entspricht Ribocytidin;
und G entspricht Riboguanosin.
Die unterstrichenen Basen waren 2'-Methoxyribose-substituierte Nukleotide.
Nicht-unterstrichene Basen zeigen Desoxyribosenukleoside an. Das
Gerüst
jedes Oligonukleotids bestand aus einer Phosphorthioatverknüpfung zwischen
aufeinanderfolgenden Nukleotiden. Die Oligonukleotide wurden ausgehend
von einer 01 mM Vorratslösung
im Transfektionsmedium auf die gewünschte Konzentration verdünnt. Nach
einer 4-stündigen
Inkubation bei 37°C
in einem 5% CO2 Inkubator wurden die Platten mit PBS gewaschen und
10 ml frisches Kulturmedium wurde zugegeben. Nach einer weiteren
2-stündigen
Inkubation bei 37°C
wurde frisch zubereitetes 5-aza-2'-desoxycytidin dem Gewebekulturmedium
zugegeben. Zellen wurden für
insgesamt 3 Tage transfiziert und jeden Tag geteilt, um optimale
Transfektionsbedingungen zu gewährleisten.
ZU den angezeigten Zeitpunkten wurden die Zellen durch Trypsinieren
geerntet und durch Zentrifugation bei 1100 rpm und 4°C für 5 Minuten
pelletiert. Das Zellpellet wurde in PBS resuspendiert und auf einem
Coulter Teilchenzähler
zur Bestimmung der Gesamtzellzahl gezählt. Nach einer zweiten Zentrifugation
wurde das PBS vom Pellet abgesaugt und das Pellet wurde bei –70°C eingefroren.
-
Die
Zellpellets wurden in 200 μl
Zelllysepuffer (25 mM Tris pH 7.5, 5 mM EDTA, 0.5 % Natriumdesoxycholat
und 1 % Triton X 100) resuspendiert, der mit Protease-Inhibitoren ergänzt war:
Aprotinin, Leupeptin, Pepstatin, TLCK und PMSF. Die lysierten Zellen
wurden für
10 Minuten auf Eis inkubiert und Zellteilchen wurden durch Zentrifugation
bei 10000 rpm für
10 Minuten bei 4°C
entfernt. Die Proteinkonzentration für jede Probe wurde mit dem
BioRad Proteinassay bestimmt und 600 μg des Proteins wurden für jede Immunpräzipitation verwendet.
Anti-p16 Antikörper
(Santa Cruz) wurde zugegeben, 2.5 μg/ml, und jede Probe für bei 4°C für 1 Stunde
auf einem rotierenden Schüttler
inkubiert. Jede Probe wurde nach Zugabe von 20 μl äquilibriertem Protein G für weitere
45 Minuten bei 4°C
inkubiert und 3 Mal mit Lysepuffer gewaschen, der keine Protease-Inhibitoren
enthielt. Das Protein G-Pellet wurde in 15 μl 2 × Ladepuffer resuspendiert,
der β-Mercaptoethanol
enthielt und bei Raumtemperatur für 10 Minuten inkubiert. Nach
Kochen für
5 Minuten wurden die Proben durch Gelelektrophorese auf 4-20 % Polyacrylamidgradientengelen
aufgetrennt und auf eine PVDF Membran geblottet (Amersham Life Sciences,
Cleveland, Ohio). Jede Membran wurde über Nacht in 1 × TBST Waschpuffer (10
mM tris ph 8.0, 150 mM NaCl, 0.05% Tween 20), der mit 5% Milch ergänzt war,
inkubiert. Die Membranen wurden mit Maus- anti-Mensch p16 Antikörper (PharMingen
Mississauga, Ontario), 1 μg/ml
für 60
Minuten bei Raumtemperatur inkubiert. Nach drei Waschschritten in
1 × TBST
und einer 1-stündigen Inkubation
mit dem sekundären
Antikörper,
Ziege-Anti-Maus-IgG, wurden die Membranen zweimal in 1 × TBST und
einmal in 1 × TBS
gewaschen, und Chemilumineszenz wurde durchgeführt. 12 zeigt
die Western Blot Analyse von T24-Zellen, die mit verschiedenen Konzentrationen
von 5-aza-dC von 0,1 μM
bis 0,75 μM
behandelt wurden, und zeigt eine Reaktivierung von p16 im Bereich
von 0,3 μM
bis 0,75 μM
5-aza-dC. 13 zeigt die Western Blot Analyse
von T24-Zellen, die durch das erfindungsgemäße Verfahren mit dem Antisense-Oligonukleotid MG88
und 5-aza-dC behandelt wurden. Ein Vergleich der Anwesenheit der
Banden und der Intensität
in 13 zeigt, dass die Reaktivierung des p16-Gens
durch die Verwendung einer Kombination des erfindungsgemäßen Oligonukleotids
und des Protein-Effektors in Konzentrationen erfolgreich erreicht
wird, bei denen weder das Oligonukleotid noch der Protein-Effektor
allein effektiv wären
(z.B., 40 nM Oligonukleotid MG88 und 0.1 μM 5-aza-dC).
-
14 zeigt
die Western Blot Analyse von T24-Zellen, die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
mit dem Antisense-Oligonukleotid; MG98 und 5-aza-dC behandelt wurden. Wieder zeigt ein
Vergleich der Anwesenheit der Banden und der Intensität in 14,
dass die Reaktivierung des p16-Gens durch die Verwendung einer Kombination
des erfindungsgemäßen Oligonukleotids
und des Protein-Effektors in Konzentrationen erfolgreich erreicht
wird, bei denen weder das Oligonukleotid noch der Protein-Effektor
allein effektiv wären
(z.B., 40 nM Oligonukleotid MG98 und 0.1 μM 5-aza-dC).
-
Die
Western Blot Analyse in 14 wurde
einer densitometrischen Analyse unterzogen und auf den Spiegel der
Expression von p16 in HeLa-Zellen normalisiert. Die Ergebnisse der
densitometrischen Analyse sind in Tabelle 5 gezeigt.
-
-
Wie
Tabelle 5 zeigt, hatte die Kombination aus MG98 plus 5-aza-dC einen
viel größeren Effekt
auf die Reaktivierung von p16 in T24-Zellen verglichen mit entweder
MG98 oder 5-aza-dC alleine-
-
15 zeigt
die Western Blot Analyse von T24-Zellen, die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
mit dem Antisense-Oligonukleotid MG88 und 5-aza- dC in niedrigeren Konzentrationen als
MG88 behandelt wurden. Wieder zeigt ein Vergleich der Anwesenheit
der Banden und der Intensität
in 15, dass die Reaktivierung des p16-Gens durch
die Verwendung einer Kombination des erfindungsgemäßen Oligonukleotids
und des Protein-Effektors in Konzentrationen erfolgreich erreicht
wird, bei denen weder das Oligonukleotid noch der Protein-Effektor allein effektiv
wären (z.B.,
20 nM Oligonukleotid MG88 und 0.2 μM 5-aza-dC).
-
BEISPIEL 5
-
Synergistische
Hemmung von neoplastischem Zellwachstum in vitro
-
Zur
Veranschaulichung der Fähigkeiten
der Verfahren und Zusammensetzungen der Erfindung, DNA MeTase und
neoplastisches Zellwachstum in einer synergistischen Weise zu hemmen,
wurden T24.Blasenkarzinomzellen (ATCC Nr. HTB-4, American Type Culture
Collection, Manassas, vA) oder A549 menschliche Lungenkarzinomzellen
(ATCC Nr. CC1-185) erfindungsgemäß behandelt
und ihr Wachstumsmuster beobachtet und mit unbehandelten Kontrollzellen
verglichen. ZU diesem Zweck wurden einem Tag vor der Transfektion die
Zellen auf 10 cm Platten mit 4 × 105
Zellen/Schale ausplattiert. Zum Zeitpunkt der Transfektion wurden
die Zellen mit Phosphat-gepufferter Saline (PBS) gewaschen, und
5 ml Opti-MEM Medium (Gibco-BRL), dass 6,25 μl/ml Lipofektin-Transfektionsreagenz
(Gibco-BRL) enthielt, wurde zugegeben. Die verwendeten Oligonukleotide
waren wie folgt: MG98 mit der Sequenz 5'-UUC ATG TCA GCC AAG GCC AC-3' (SEQ
ID NO:49) (dieses Oligonukleotid ist auf die DNA MeTase mRNA 3'-UTR an den Nukleotiden
5218-5199 gerichtet).
Negativkontrollen waren: MG207 mit der Sequenz 5'-UUA ATG TAA CCT AAG GUC AA-3' (SEQ ID NO:3). Diese
Oligonukleotide waren chemisch wie folgt modifiziert: A entspricht
2'-Desoxyriboadenosin;
C entspricht 2'-Desoxyribocytidin;
G entspricht 2'-Desocyruboguanosin;
T entspricht 2'-Desoxyribothymidin; A entspricht Riboadenosin; U entspricht Uridin; C entspricht Ribocytidin;
und G entspricht Riboguanosin.
Die unterstrichenen Basen waren 2'-Methoxyribose-substituierte
Nukleotide. Nicht-unterstrichene Basen zeigen Desoxyribonukleoside an.
Das Gerüst
jedes Oligonukleotids bestand aus einer Phosphorthioatverknüpfung zwischen
aufeinanderfolgenden Nukleotiden. Die Oligonukleotide wurden ausgehend
von einer 0,1 mM Vorratslösung
im Transfektionsmedium auf die gewünschte Konzentration verdünnt. Nach
einer 4-stündigen Inkubation
bei 37°C
in einem 5% CO2 Inkubator wurden die Platten mit PBS gewaschen und
10 ml frisches Kulturmedium wurde zugegeben. Nach einer weiteren
2-stündigen
Inkubation bei 37°C
wurde frisch zubereitetes 5-aza-2'-desoxycytidin dem
Gewebekulturmedium zugegeben. Zellen wurden für insgesamt 3 Tage transfiziert
und jeden Tag geteilt, um optimale Transfektionsbedingungen zu gewährleisten.
Zu den angezeigten Zeitpunkten wurden die Zellen durch Trypsinieren
geerntet und durch Zentrifugation bei 1100 rpm und 4°C für 5 Minuten
pelletiert. Das Zellpellet wurde in PBS resuspendiert und auf einem
Coulter Teilchenzähler
zur Bestimmung der Gesamtzellzahl gezählt. Nach einer zweiten Zentrifugation
wurde das PBS vom Pellet abgesaugt und das Pellet wurde bei –70°C eingefroren.
Behandelte und unbehandelte Zellen wurden durch Zählen der
Zellen gemäß Standardverfahren
analysiert. Die Ergebnisse repräsentativer
Experimente sind in den 16, 17 und 18 gezeigt. 16 zeigt
eine Wachstumskurve von T24-Zellen, die für 1-7 Tage mit Lipofectin (Diamant);
0,05 μM 5-aza-dC(Viereck);
40 nM MG98 (Dreieck), 0,05 μM
5-aza-dC plus 40 nM MG98 (Kreuz); 40 nM MG207 (Stern); oder 0,05 μM 5-aza-dC
plus 40 nM MG207 (Kreis) behandelt wurden. 17 zeigt
die Anzahl von verbleibenden T24-Zellen nach Behandlung der Zellen
für 7 Tage
mit Lipofectin; 0,1 μM
5-aza-dC; 40 nM MG207, 40 nM MG98; 0,1 μM 5-aza-dC plus 40 nM MG207
oder 0,1 μM
5-aza-dC plus 40 nM MG98. 18 zeigt
eine Wachstumskurve von A549-Zellen, die für 1-7 Tage mit Lipofectin (Diamant);
40 nM MG98 (Viereck); 0,05 μM 5-aza-dC
plus 40 nM MG98 (Dreieck); 40 nM MG207 (X); oder 0,05 μM 5-aza-dC
plus 40 nM MG207 (Stern) behandelt wurden. Dies Ergebnisse zeigen,
dass die erfindungsgemäßen Oligonukleotide
und Protein-Effektoren die enzymatische Aktivität von DNA MeTase und neoplastisches
Zellwachstum in einer synergistischen Weise hemmen können, was
zu einem erhöhten
hemmenden Effekt führt,
verglichen damit, wenn man nur das Oligonukleotid oder den Protein-Effektor
verwendet. Die Ergebnisse attestieren daher der Erfindung die Fähigkeit,
DNA MeTase durch Verwendung wirksamer synergistischer Mengen des
erfindungsgemäßen Antisense-Oligonukleotids
und/oder des Protein-Effektors zu hemmen.
-
BEISPIEL 6
-
Synergistischer Effekt
auf neoplastische Zellen in vivo
-
Der
Zweck dieses Beispiels besteht darin, die Fähigkeit der erfindungsgemäßen Verfahren
und Zusammensetzungen zu zeigen, Krankheiten zu behandeln, die in
Säugern
auf DNA MeTase Hemmung ansprechen. Dieses Beispiel stellt weitere Beweise
dafür bereit,
dass die erfindungsgemäßem Verfahren
und Zusammensetzungen in einem Säuger
Tumorwachstum hemmen können.
Acht bis zehn Wochen alte weibliche BALB/C Nacktmäuse (Taconic
Labs, Great Barrington, NY) erhielten in die Flanke eine subkutane
Injektion von 2 × 106 präkonditionierten
Colo 205 menschlichen Darmkrebszellen (ATCC Nr. CC1-222). Die Präkonditionierung
dieser Zellen wurden durch ein Minimum von drei aufeinanderfolgenden
Tumortransplantationen im gleichen Stamm von Nacktmäusen durchgeführt. Nachfolgend
wurden Tumorfragmente von etwa 30 mg herausgeschnitten und subkutan
in die Mäuse
implantiert, in den Bereich der linken Flanke unter Foren-Betäubung (Abbott
Labs, Genf, Schweiz). Sobald die Tumoren ein mittleres Volumen von
100 mm3 erreicht hatten, wurden die Mäuse für 7 aufeinanderfolgende
Tage durch eine tägliche
Bolus-Infusion in die Schwanzvene mit Oligonukleotid-Salinezubereitungen
behandelt, die 0.1-6mg/kg Antisense-Oligonukleotid und/oder 5-aza-dC
(Sigma, St. Louis, MO) ebenfalls in Salinezubereitungen enthielten.
Die optimale Endkonzentration wird durch Dosis-Reaktionsexperimente gemäß Standardprotokollen
bestimmt. Das Tumorvolumen wurde jeden zweiten Tag nach der Infusion
gemäß Standardverfahren
berechnet (siehe z.B. in Meyer et al., (1989) Int. J. Cancer 43:851-856).
Behandlung mit dem erfindungsgemäßen Oligonukleotiden
und Protein-Effektoren führte
zu einer signifikanten Verringerung des Tumorgewichts und des Volumens
verglichen mit Kontrollen, die mit Saline behandelt wurden, wie
gezeigt in den 19, 20A und 20B. 19 zeigt, dass Tiere, die nur
mit Saline behandelt wurden (Diamant) oder mit 0,5 mg/kg MG98 (Dreieck)
für 7 Tage,
eine Zunahme des Tumorvolumens zeigten, während Tiere, die 0,1 mg/kg
5-aza-dC (Dreieck) erhielten, einen geringeren Anstieg des Tumorvolumens
zeigten. Die stärkste
Reduktion des Tumorvolumens sah man in Tieren, die sowohl 0,5 mg/kg MG98
und 0,1 mg/kg 5-aza-dC
(19, X) für
sieben Tage erhielten.
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20A und 20B zeigen
die Ergebnisse eines ähnlichen
Experiments, wobei das Tumorvolumen für 25 Tage aufgezeichnet wird
(d.h., 19 zusätzliche
Tage nach der letzten Behandlung). 20A zeigt
eine Tumorvolumen-Wachstumskurve gegen die zeit, während 20B das Tumorvolumen in diesem Mäusen am Tag
25 zeigt. Wie in 20B gezeigt, hatten Mäuse, die
sowohl 0,5 mg/kg MG98 als auch 0,1mg/kg 5-aza-dC erhalten hatten,
statistisch kleinere Tumoren (p<0,05)
als Mäuse,
die nur mit Saline oder 5-aza-dC behandelt wurden. Zusätzlich wird
erwartet, dass die Aktivität
des DNA MeTase Enzym, signifikant reduziert im Vergleich zu mit
Saline behandelten Kontrollen ist. Diese Ergebnisse zeigen, dass
die erfindungsgemäßen Oligonukleotide
und Protein-Effektoren Tumorwachstum in einer synergistischen Weise
hemmen können.
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BEISPIEL 7
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Unterschiedliche synergistische
Effekte auf die Hemmung des Fortschreitens des Zellzyklus durch
Unterschiede im Zeitplan
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Der
Zweck dieses Beispiels besteht darin, zu veranschaulichen, dass
der synergistische Effekt auf die Hemmung des Fortschreitens des
Zellzyklus durch ein erfindungsgemäßes Antisense-Oligonukleotid,
kombiniert mit einem erfindungsgemäßen Protein-Effektor, durch
unterschiedliche Zeitpläne
erreicht werden kann. In diesem Beispiel wurden T24-Zellen verwendet.
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In
Schema A wurden die Zellen für
4 Stunden am Tag 0 mit 75 nM MG88 transfiziert. AM nächsten Tag wurden
die Zellen nochmals für
4 Stunden mit 75 nM MG88 transfiziert. Am folgenden Tag wurden die
Zellen mit 1 μM
5-aza-dC behandelt. Nach 24 Stunden wurde das Medium mit frischem
Medium ersetzt, dass 1 μM aza-dC
enthielt. Für
Kontrollen erhielten die Zellen entweder keine Behandlung, Behandlung
nur mit aza-dC (wobei die Zellen für die ersten zwei Tage unberührt blieben);
oder Behandlung nur mit MG88 (wobei die Zellen an den dritten und
vierten Tagen unberührt
blieben).
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In
Schema B wurden die Zellen mit 1 μM
5-aza-dC behandelt. Nach 24 Stunden wurde das Medium mit frischem
Medium ersetzt, das 1 μM
aza-dC enthielt. 24 Stunden später
wurden die Zellen für
4 Stunden mit 75 nM MG88 transfiziert. Am nächsten Tag wurden die Zellen
wieder für
vier Stunden mit 75 mM MG88 transfiziert. Für Kontrollen erhielten die
Zellen entweder keine Behandlung, Behandlung nur mit aza-dC (wobei
die Zellen für
den dritten und vierten Tag unberührt blieben); oder Behandlung
nur mit MG88 (wobei die Zellen an den ersten und zweiten Tagen unberührt blieben).
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Am
fünften
Tag wurden die Zellen geerntet, fixiert und in eiskaltem 70% Ethanol
permeabilisiert, und gemäß Standardverfahren
mit Propidiumiodid gefärbt
(vgl. z.B. Ausubel et al., supra, Sambrook et al., supra). Die gefärbten Zellen
wurden danach mit Fluoreszenz-aktivierter Zellsortierungsanalyse
(FACS) analysiert. Gemäß FACS Analyse
von mit Propidiumiodid gefärbten
Zellen, können
Zellen typischerweise in 4 Gruppen aufgeteilt werden, abhängig von
der Menge an DNA, die sie enthalten, die mit Propidiumiodid gefärbt wird.
Typischerweise sind 4N Zellen (d.h., G2/M-Phasezellen, die in der Teilung begriffen
sind) am weitesten rechts im Histogramm). Der nächste Satz an Zellen mit der
zweithöchsten
Färbung
sind die Zellen in der S-Phase.
Der dritthellste Satz an Zellen sind die 2N-Zellen in der G1-Phase
des Zellzyklus. Die am wenigsten hellen Zellen (d.h., Zelle am äußeren linken
Rand des FACS Histogramm) sind jene, die Apoptose eingehen.
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Wie
in 21 gezeigt, zeigten Zellen, die sowohl MG88 als
auch 5-aza-dC in Schema A (oben rechts) erhielten, eine Abnahme
der Zellen in der S-Phase (27% in Abschnitt 2) und Zunahmen in apoptotischen
Zellen (16% in Abschnitt M1) und Zellen in der S-Phase (22% IN Abschnitt
M3). IM Gegensatz dazu zeigten Zellen, die in Schema B sowohl MG88
als auch 5-aza-dC erhielten (21, unten,
rechts) einen deutlicheren Block in G1 (55% in Abschnitt M2 in 21)
und weniger 4N Zellen in der G2/m Population (13% in Abschnitt M4). Weder
Schema A noch Schema B führten
jedoch zu einer stärkeren
Hemmung des Fortschreitens des Zellzyklus wenn sowohl MG88 als auch
5-aza-dC erhalten wurden, verglichen mit Zellen die nur MG88 oder
nur 5-aza-dC erhielten (vergleiche rechte Abschnitte mit mittleren
Abschnitten oben für
Schema A und unten für Schema
B).
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Die
folgenden Beispiele sind nicht Teil der vorliegenden Erfindung und
lediglich zur Veranschaulichung gedacht.
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BEISPIEL 8
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Synergistischer Effekt
auf die Hemmung der Thymidylat-Synthase mit einer Kombination aus
TS-Antisense-Oligonukleotid und TS-Protein-Effektor.
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Das
Enzym Thymidylatsynthase (TS) katalysiert einen wichtigen Schritt
in der DNA-Synthese
und ist insbesondere wichtig für
Zellen, die unkontrollierte Proliferation eingehen. Das Beispiel
veranschaulicht die Fähigkeit
eines TS-Antisense-Oligonukleotids
und eines TS-Protein-Effektors, synergistisch in Zellen zu wirken, um
die Proteinexpression von TS zu hemmen und um die Rolle von TS beim
Fortschreiten des Zellzyklus zu hemmen. Die in diesem Beispiel verwendeten
repräsentativen
nicht-beschränkenden
Oligonukleotide waren MG2605 mit der folgenden Sequenz: 5' UUC ATA
ACC TCA GCA TUG UC-3' (SEQ
ID NO:88, diese Oligonukleotid ist auf die Thymidylatsynthase mRNA
Sequenz gerichtet, wie in GenBank Zugangsnr. X02308 an den Nukleotiden
1267-1286 bereitgestellt) und Kontroll-Oligonukleotid MG2606 mit
der Sequenz 5' GUC UTA AGC TCA ACA TUC UA 3' (SEQ ID NO:81).
Diese Oligonukleotide waren chemisch wie folgt modifiziert: A entspricht 2'-Desoxyriboadenosin;
C entspricht 2'-Desoxyribocytidin;
G entspricht 2'-Desocyruboguanosin;
T entspricht 2'-Desoxyribothymidin; A entspricht Riboadenosin; U entspricht Uridin; C entspricht Ribocytidin;
und G entspricht Riboguanosin.
Die unterstrichenen Basen waren 2'-Methoxyribose-substituierte Nukleotide.
Nicht-unterstrichene Basen zeigen Desoxyribosenukleoside an. Das
Gerüst
jedes Oligonukleotids bestand aus einer Phosphorthiaotverknüpfung zwischen
aufeinanderfolgenden Nukleotiden.
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Der
in diesem Beispiel verwendete nicht-beschränkende TS-Protein-Effektor
ist das Nukleosidanalog 5-Fluoruracil (5-FU)
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Um
sich die Fähigkeit
von MG2605 anzuschauen, die Proteinexpression von TS zu hemmen,
wurden T24-Zellen, die in Kultur wuchsen, mit Lipofectin allein
(6,25 μg/ml)
oder Lipofectin plus 10 nM, 25 nM oder 50 nM MG2605 oder MG2606
für 72
Stunden behandelt (d.h., Transfektion für 4 Stunden pro Tag an drei
aufeinanderfolgenden Tagen). Nach der Behandlung wurden die Zellen
lysiert und durch Western Blot Analyse auf Thymidylatsynthase-Proteinkonzentrationen
mit einem Thymidylatsynthase-spezifischen Antikörper untersucht (Chemicon Int.,
Temecula, CA).
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Wie
in 22 gezeigt, zeigten T24-Zellen, die für 72 Stunden
mit 25 oder 50 nM MG2605, aber nicht mit der Kontrolle MG2606 transfiziert
wurden, verringerte Konzentrationen von Thymidylatsynthaseprotein
verglichen zu Zellen, die nur mit Lipofectin behandelt wurden. Gleichmäßige Beladung
aller Vertiefungen wurde durch gleiche Mengen an Actin (22)
gezeigt.
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Um
sich die Fähigkeit
von MG2605 anzuschauen, die Rolle von TS beim Fortschreiten des
Zellzyklus zu hemmen, wurden in Kultur wachsende T24-Zellen nur
mit Lipofectin (6,24 μg/ml),
oder Lipofectin plus 25 nm MG2605 oder mG2606, oder Lipofectin plus
25 nM MG2605 oder MG2606 plus 500 nM 5-FU für 72 Stunden behandelt (d.h.,
Transfektion für
4 Stunden pro Tag an drei aufeinanderfolgenden Tagen, jede Transfektion gefolgt
von Inkubation mit 500 nM 5-FU). Nach der Behandlung wurden die
Zellen wie in Beispiel 7 beschrieben für die Zellzyklusanalyse durch
FACS verarbeitet.
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23 zeigt,
dass T24-Zellen, die mit 500 nM 5-FU in Kombination mit MG2605 behandelt
wurden, eine Größere Zahl
von Zellen zeigten, die in der S-Phase arretiert waren (Abschnitt
M3; unten), verglichen mit Zellen, die nur mit MG2605 behandelt
wurden (dritte Reihe von oben) oder nur mit 5-FU (vierte Reihe von oben).
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In
einem ähnlichen
Experiment wurden T24-Zellen für
4 Stunden mit 25nM TS-Antisense-Oligonukleotid
MG2605 oder Kontroll-Oligonukleotid MG2606 bei 0 und 24 Stunden
transfiziert. Nach 4 Stunden Kontakt mit dem Oligonukleotid wurden
die Zellen in serum-enthaltendes Medium zurückgebracht. Einige der Zellen wurden
in serum-enthaltendes Medium zurückgebracht,
dass 5 μM
5-FU enthielt. Nach 722 Stunden wurden die Zellen geerntet, fixiert
und in eiskaltem 70% Ethanol permeabilisiert. Die Zellen wurden
dann mit Propidiumiodid gefärbt
und Zellzyklusanalyse wurde wie in Beispiel 7 beschrieben mit Flußzytometrieanalyse
durchgeführt.
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24A zeigt den Prozentsatz an Zellen in der G1
Phase (Abschnitt M1), S-Phase (Abschnitt M2), und G2/M-Phase (Abschnitt
M3) nach Behandlung mit gar nichts, nur MG2606m nur MG2605m nur
5-FU, MG2606 plus 5-FU, oder MG2605 plus 5-FU. Behandlung mit MG2605 plus 5-Fu
führte
zu einer größeren Anzahl
von Zellen, die in der S-Phase des Zellzyklus arretiert waren und
weniger Zellen in der G1-Phase
des Zellzyklus verglichen mit Behandlung entweder mit MG2605 allein
oder 5-FU allein (24A). Weiterhin führte die Behandlung
mit einer Kombination aus MG2605 plus 5-FU zu einer geringeren Anzahl
von Zellen verglichen mit der Anzahl von Zellen, die nach einer
Behandlung mit 5-FU allein oder nur mit MG2605 anwesend waren (24B).
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Dieses
Beispiel zeigt, dass die Expression der Thymidylatsynthase, und
ihre Rolle im Fortschreiten des Zellzyklus, in T24-Zellen durch
eine Kombination eines TS-Antisense-Oligonukleotids
plus einem TS-Protein-Effektor zu einem höheren Ausmaß gehemmt werden kann als in
T24-Zellen, die entweder das TS-Antisense-Oligonukleotid oder den TS-Protein-Effektor
allein erhielten.
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BEISPIEL 9
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Synergistischer Effekt
auf die Hemmung von HDAC Aktivität
mit HDAC Antisense- Oligonukleotid
und HDAC Protein-Effektor
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Funktionelle
Histon-Deacetylasen (HDACs) wurden als Erfordernis für das Fortschreiten
des Zellzyklus sowohl in normalen als auch in neoplastischen Zellen
beschrieben. Dieses Beispiel veranschaulicht die Fähigkeit
eines HDAC Antisense-Oligonukleotids
und HDAC Protein-Effektors, synergistisch in Zellen zu wirken, um
die Proteinexpression von HDAC zu hemmen und um die Zyklin-abhängigen Kinase-Inhibitor
(CDKI) Familie, p21WAF1, zu induzieren.
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Dazu
wurden die folgenden repräsentativen,
nicht-beschränkenden
Antisense-Oligonukleotide,
die sowohl auf HDAC-1 als auch auf HDCA-2 gerichtet sind, verwendet:
5'-CAG CAA
ATT ATG GGT CAT GCG GAU UG-3' (SEQ ID NO:82); 5'-CAG CAA GTT ATG GGT CAT GCG GAU UG-3' (SEQ
ID NO:89); 5'-CAG CAA ATT ATG AGT CAT GCG GAU UG-3' (SEQ ID NO:90);
und 5'-CAG CAA
GTT ATG CAT GCG GAU UG-3' (SEQ
ID NO:83). Dieses HDAC-1,2 Antisense-Oligonukleotid (MG2610) war
wirklich ein 1:1:1:1-Gemisch aus jedem Oligonukleotid (d.h., jeweils
25%). Das Kontrolloligo (MG2637) war ähnlicherweise ein 1:1:1:1 Gemisch
aus den folgenden vier verschiedenen Oligonukleotiden:
5'-AAG GAA
GTC ATG GAT GAT GCG CAU UG-3' (SEQ ID NO:84) und 5'- AAG GAA
ATC ATG AAT GAT GCG CAU UG-3' (SEQ ID NO:85); 5'-AAG GAA GTC ATG AAT GAT GCG CAU UG-3' (SEQ
ID NO:86) und 5'-AAG GAA ATC ATG GAT GAT GCG CAU UG-3' (SEQ ID NO:87).
Diese Oligonukleotide waren chemisch wie folgt modifiziert: A entspricht
2'-Desoxyriboadenosin;
C entspricht 2'-Desoxyribocytidin;
G entspricht 2'-Desocyruboguanosin;
T entspricht 2'-Desoxyribothymidin; A entspricht Riboadenosin; U entspricht Uridin; C entspricht Ribocytidin;
und G entspricht Riboguanosin.
Die unterstrichenen Basen waren 2'-Methoxyribosesubstituierte Nukleotide.
Nicht-unterstrichene Basen zeigen Desoxyribosenukleoside an. Das
Gerüst
jedes Oligonukleotids bestand aus einer Phosphorthioatverknüpfung zwischen
aufeinanderfolgenden Nukleotiden.
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T24-Zellen
wurden für
24 Stunden (d.h., 4 Stunden, gefolgt von Inkubation in frischem
Medium für
20 Stunden) nur mit Lipofectin, Lipofectin plus 50 nM MG2610 (d.h.,
HDAC-1,2 Antisense-Oligonukleotid) oder MG2637 Kontroll-Oligonukleotid, oder
Lipofectin plus HDAC Antisense-Oligonukleotid oder Kontroll-Oligonukleotid plus
10 ng/ml oder 25ng/ml TSA behandelt. Die behandelten Zellen werden
dann lysiert und die zellulären
Lysate werden durch Western Blot auf die Proteinkonzentration von
p12WAF1 untersucht. Wie in 25 gezeigt,
zeigten die Zellen, die mit einer Kombination aus HDAC-1,2 Antisense-Oligonukleotid
plus TSA behandelt wurden, einen größere Zunahme in der Proteinkonzentration
von p21WAF1 verglichen mit Zellen, die entweder
mit dem HDAC-1,2 Antisense-Oligonukleotid allein oder mit TSA allein
behandelt wurden.
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Dieses
Beispiel zeigt, dass die Behandlung von Zellen mit einer Kombination
aus HDAC-1,2-Antisense-Oligonukleotid plus einem TSA Protein-Effektor
eine synergistische Fähigkeit
aufwies, die Proteinkonzentrationen von p21WAF1 zu
erhöhen
verglichen mit der Behandlung mit entweder einem HDAC-1,2 Antisense-Oligonukleotid allein
oder mit HDAC Protein-Effektor allein.
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BEISPIEL 10
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Synergistischer
anti-neoplastischer Effekt von Histon-Deacetylase Antisense-Oligonukleotid und
HDAC-Protein-Effektor auf Tumorzellen in vivo
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Der
Zweck dieses Experiments besteht darin, die Fähigkeit von Histon-Deacetylase
Antisense-Oligonukleotid und HDAC-Protein-Effektor der Erfindung
zu zeigen, das Tumorwachstum in einem Säuger zu hemmen. Dieses Beispiel
liefert weiterhin Beweise für
die Fähigkeit
der Verfahren und Zusammensetzungen der Erfindung, Tumorwachstum
in einem domestizierten Säuger
zu hemmen. Acht bis zehn Wochen alte weibliche BALB/C Nacktmäuse (Taconic
Labs, Great Barrington, NY) erhielten in die Flanke eine subkutane
Injektion von 2 × 106
präkonditionierten
A549 menschlichen Lungenkarzinomzellen. Die Präkonditionierung dieser Zellen wurden
durch ein Minimum von drei aufeinanderfolgenden Tumortransplantationen
im gleichen Stamm von Nacktmäusen
durchgeführt.
Nachfolgend wurden Tumorfragmente von etwa 30 mg herausgeschnitten
und subkutan in die Mäuse
implantiert, in den Bereich der linken Flanke unter Foren-Betäubung (Abbott
Labs, Genf, Schweiz). Sobald die Tumoren ein mittleres Volumen von
100 mm3 erreicht hatten, wird eine Gruppe von Mäusen täglich mit Oligonukleotidsalinezubereitung
behandelt, die von etwa 0,1 mg bis etwa 30 mg pro kg Körpergewicht
Histon-Deacetylase Antisense-Oligonukleotid enthalten. Eine zweite
Gruppe von Mäusen wird
täglich
mit pharmazeutisch verträglichen
Zubereitungen behandelt, die von etwa 0,01 mg bis etwa 5 mg pro
kg Körpergewicht
HDAC Protein-Effektor enthalten. Eine weitere Gruppe von Mäusen erhält sowohl
das Antisense-Oligonukleotid als auch den Protein-Effektor.
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Von
dieser dritten Gruppe erhält
Gruppe A das Antisense-Oligonukleotid und den Protein-Effektor zusammen
gleichzeitig intravenös
in die Schwanzvene. Gruppe B erhält
zwei Infusionen des Antisense-Oligonukleotid über die Schwanzvene an den
Tagen 1 und 2, gefolgt an den Tagen 3 und 4 von zwei intravenösen Infusionen
des HDAC Protein-Effektors. Gruppe C erhält zwei Infusionen des HDAC
Protein-Effektors,
gefolgt von zwei Infusionen des Antisense-Oligonukleotid an den
Tagen 3 und 4.
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Kontrollgruppen
von Mäusen
werden ähnlich
etabliert, die keine Behandlung (d.h., nur Saline), nur ein Fehlpaarungs-Antisense-Oligonukleotid,
eine Kontrollverbindung, die die Aktivität von Histon-Deacetylase nicht
hemmt und Fehlpaarungs-Antisense-Oligonukleotid mit Kontrollverbindung
erhalten.
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Das
Tumorvolumen wird mit Schieblehren gemessen. Die Behandlung mit
dem erfindungsgemäßen Antisense-Oligonukleotid
plus dem HDAC Protein-Effektor ruft eine signifikante Verringerung
der Tumorgröße und des
-volumens verglichen mit den Kontrollen hervor. Vorzugsweise hemmen
das Antisense-Oligonukleotid und der HDAC Protein-Effektor die Expression
und die Aktivität
der gleichen Histon-Deacetylase.