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Die
vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung von N,N1-Bis(2-hydroxyethyl)nonandiamid,
dessen übliche
internationale Bezeichnung Adelmidrol ist, zur Herstellung kosmetischer
Zusammensetzungen zur Verwendung auf Haut und/oder Schleimhäuten, die
reizbar sind und/oder akuter Reizung ausgesetzt sind, bei Menschen
und bei Tieren.
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Der
Ausdruck "kosmetische
Produkte" bezeichnet
alle Präparate,
die die äußeren Oberflächen des menschlichen
oder tierischen Körpers,
wie die Epidermis, das haartragende System und das Haar, die Nägel, die
Lippen, die äußeren Geschlechtsorgane
und die Mundschleimhäute
schützen
oder in gutem Zustand erhalten können.
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Die
Hauptaufgabe der Haut und der Schleimhäute ist es, die darunterliegenden
Gewebe vor potentiell schädlichen
Substanzen aus der Umwelt zu schützen
und übermäßigen Flüssigkeitsverlust
aus dem Körper zu
verhindern. Die Barrierefunktion des Tegumentalgewebes beruht hauptsächlich auf
den proteinösen
Eigenschaften und vor allem auf den Lipideigenschaften seines mehrschichtigen
Epithels (Gniadecha M. et al., 1998, J. Inv. Dermatol. 110:393–398). Die äußersten
Epidermis- und/oder Epithelschichten schützen nämlich gegen Wasserverlust und
stellen eine wirksame Barriere gegen das Eindringen von Mikroorganismen
dar (Elias P.M., 1988, Drug. Dev. Res. 13:97–105).
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Es
ist bekannt, daß die
Barrierefunktion zum großen
Teil von den Proliferations- und Differenzierungsprozessen der epidermalen
Keratinocyten der Haut und der Epithelzellen der Schleimhäute abhängt (Brod
J., 1991, Int. J. Dermatol., 30:84–90).
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Es
ist bekannt, daß der
Hydratationszustand der Haut einen Parameter darstellt, welcher
sich leicht mit nicht invasiven Verfahren messen läßt, die
auf der Hautoberfläche
durchgeführt
werden (Thune P., 1989, Acta Derm. Venereol., Beiheft 144:133–135). Die
quantitative Messung des Hydratationszustands der Haut erfolgt grundsätzlich mit
zwei Meßverfahren:
transepidermaler Wasserverlust (TEWL) und Hautfeuchtigkeit.
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Der
TEWL, der mit einem als Atmometer bekannten Gerät gemessen wird, drückt, in
g/m2/Stunde, den Gradienten der Wasserdampfdiffusion
durch das epidermale Gewebe aus, gegeben die bekannte Tendenz dieses
Gases, entsprechend dem Konzentrationsgradienten zu diffundieren
(Pinnagoda J. et al., 1990, Contact Dermatitis, 22:164–178). Auf
der anderen Seite wird der Wassergehalt des Stratum corneum durch
die elektrische Kapazität
ausgedrückt,
die mit einem Corneometer gemessen wird, das den Wassergehalt auf
der Hautoberfläche
erfaßt,
da Wasser die höchste
Dielektrizitätskonstante
aller Hautbestandteile aufweist. Eine Zunahme des Wassergehalts
der Haut bewirkt eine Zunahme der Kapazitätswerte, welche vom Corneometer
in willkürlichen
Einheiten ausgedrückt
werden (Werner Y., 1986, Acta Derm. Venereol., 66:281–284).
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Es
ist bekannt, daß es
die Bestimmung des Hydratationsgrades der Haut durch Messung des
TEWL ermöglicht,
Testpersonen mit Haut, die auf äußerst verschiedene
Stimuli normal reagiert, von Testpersonen zu unterscheiden, die
eine reizbare Haut besitzen (Tupker R.A., 1990, Br. J. Dermatol.,
123:199–205).
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Es
wurde gezeigt, daß die
Haut atopischer Testpersonen als Antwort auf exogene Stimuli, die
auf Hautebene appliziert werden, reizbar ist; bei diesen Testpersonen
sieht die Haut gewöhnlich
trocken aus (Tupker R.A. et al., 1990, Br. J. Dermatol., 123:199–205). Dieses
charakteristische Verhalten entspricht einer veränderten Barrierefunktion und
einem Anstieg der TEWL-Werte (Seidenari S. et al., 1995, Acta Derm.
Venereol., 75:429–433;
Gollhausen R., 1991, in Ruzicka T. et al., Hrsg., Handbook of Atopic
Eczema, Springer Verlag, S. 306–318;
Thune P., 1989, Acta Derm. Venereol., Beiheft 144:133–135; Werner
Y. et al., 1985, Acta Derm. Venereol., 65:102–105; Berardesca E. et al.,
1990, Acta Derm. Venereol., 70:400–404).
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Es
wurde gezeigt, daß der
TEWL bei Testpersonen mit reizbarer Haut im Vergleich zu normal
reagierenden Testpersonen erhöht
ist. Es ist auch bekannt, daß dieser
Parameter weiter zunimmt, wenn die reizbare Haut hyperreaktiven
Stimuli ausgesetzt wird, und daß dieses
Phänomen
häufig
mit der Entwicklung oberflächlicher
Hautreaktionen assoziiert ist, die das Aussehen der Epidermis verändern (Di
Nardo A. et al., 1998, Acta Derm. Venereol., 78:27–30). Es
ist auch bekannt, daß ein
mechanisches Reiben oder die Superposition mehrerer Stimuli, wie
zum Beispiel die hyperreaktive Verstärkung durch Kontakt mit allergenen
Substanzen, die bei der täglichen
Hygiene verwendet werden, unter diesen Bedingungen sowohl beim Menschen
als auch bei Tieren zu epidermalen Läsionen führt, die leicht infiziert werden
können.
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Sogar
unter normalen Bedingungen zeigt reizbare Haut deutliche häßliche Effekte,
die generell in Form von Trockenheit (Di Nardo A. et al., 1998,
Acta Derm. Venereol., 78:27–30)
oder Dünnerwerden
der Haut erkennbar sind, wodurch leicht die Anfälligkeit steigt, Epithelverlust
zu entwickeln.
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Daher
wurde reizbare Haut als der funktionelle Zustand der Epidermis definiert,
der eine Population überwiegend
gesunder Personen unter bestimmten paraphysiologischen Umständen kennzeichnet
(Alterung, Schwangerschaft, menopausaler Status, prämenstrualer
und postmenstrualer Status usw.).
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Reizbare
Haut und/oder Schleimhaut ist ein Gewebe, das als Reaktion auf eine
Reihe verschiedenartiger exogener Stimuli leicht für hyperreaktive
Symptome anfällig
ist. Als Folge von Stimuli neurogener, immunogener, physikalischer
(zum Beispiel Strahlung), chemischer (zum Beispiel Detergentien,
Lösungs mittel, Farbstoffe,
usw.), mechanischer und/oder traumatischer Art, entwickelt reizbare
Haut leicht deutliche Anzeichen von Reizung mit entsprechend häßlichen
Effekten (Ansel J.C., 1996, J. Invest. Dermatol., 106:198–204).
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Es
ist auch bekannt, daß reizbare
Haut, sei es Haut oder Schleimhaut, genau wegen der veränderten Barrierefunktion
und des veränderten
Proliferations- und Differenzierungsprozesses für die Entwicklung und das Fortschreiten
mikrobieller Infektionen sowohl mit Pilzen als auch Bakterien anfällig ist
(Leibovici V. et al., 1995, Clin. Exp. Dermatol., 20:390–394). Es
ist auch bekannt, daß die
veränderte
Barrierefunktion von Haut und Schleimhaut einen Großteil der
wiederkehrenden und rezidivierenden hyperreaktiven Episoden im Verlauf von – oder als
Folge von – mikrobiellen
Infektionen erklärt,
besonders in Bezug auf palmare und plantare Hautstellen sowie an
Stellen der Schamlippen und der Vorhaut.
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Das
Auffinden von Molekülen,
die bei reizbarer Haut und/oder Schleimhaut die TEWL-Werte, die
Haut- und/oder Schleimhautbarriere in gutem Zustand erhalten, wiederherstellen,
indem sie eine Modifikation und einen Schutz vor häßlichen
Effekten bieten, die mit dem Zustand reizbarer Haut und/oder Schleimhaut
assoziiert sind, ist daher von beachtlichem Interesse für die Herstellung
von Präparaten
zur kosmetischen Anwendung, die keine potentiellen hyperreaktiven
Reizwirkungen und daher keine nachteiligen Reaktionen nach einem
Kontakt zur Folge haben.
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Die
Patentveröffentlichung
US 5,618,842 offenbart allgemein
die dermokosmetische Verwendung von Amidverbindungen, welche auch
Adelmidrol umfassen.
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Die
Patentveröffentlichung
US 5,693,623 beschreibt
die Verwendung von Adelmidrol zur Behandlung von Acne juvenilis,
Acne vulgaris und den betreffenden Krankheitserscheinungen.
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Kein
Dokument des Standes der Technik offenbart die Aktivität von Adelmidrol
zur Verbesserung eines veränderten
Hydratationszustands von Hautgeweben.
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Überraschenderweise
hat sich herausgestellt, daß Adelmidrol
(N,N1-Bis(2-hydroxyethyl)nonandiamid) anomal
erhöhte
TEWL-Werte bei Individuen (Mensch oder Tier) mit Haut und/oder Schleimhäuten, die
reizbar sind und/oder einer akuten Reizung ausgesetzt sind, senken
kann. Es ist daher offensichtlich, daß Adelmidrol vorteilhaft als
kosmetisches Mittel oder als kosmetischer Zusatzstoff zur Herstellung
kosmetischer Zusammensetzungen verwendet werden kann, die sich für Personen
mit Haut und/oder Schleimhäuten
eignen, die reizbar sind und/oder einer akuten Reizung ausgesetzt
sind.
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Die
kosmetische Wirksamkeit von Adelmidrol wird anhand der folgenden
Beispiele gezeigt.
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BEISPIEL A
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TEWL
wurde mit dem Atmometer-Modell EP1 (ServoMed-Schweden) basierend auf einer Bestimmung
des Wasserdampfgradienten gemessen. Alle TEWL-Messungen wurden entsprechend
dem bei Pinnagoda J. et al., 1990, Contact Dermatitis, 22:164–178 beschriebenen
Verfahren durchgeführt.
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Die
Messungen erfolgten an zwei Gruppen freiwilliger Testpersonen, die
aufgeteilt waren in:
- – n = 10 Testpersonen im Alter
zwischen 25 und 29 Jahren, die hinsichtlich der Haut normal reagierten
und keine Krankengeschichte mit nachteiligen Kontaktreaktionen oder
mit Atopie aufwiesen;
- – n
= 10 Testpersonen im Alter zwischen 65 und 70 Jahren ohne Krankengeschichte
mit Kontaktdermatitis oder mit Atopie.
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Die
Bereiche, auf die die Versuchspräparate
topisch aufgebracht wurden und auf denen die TEWL-Messung erfolgte,
entsprachen kreisförmigen
Hautbereichen mit ca. 2 cm Durchmesser, die sich in der medialen
volaren Region des rechten Unterarms befanden und einen Abstand
von mindestens 2 cm aufwiesen. Die entsprechenden Hautbereiche der
medialen volaren Region des linken Unterarms dienten bei jeder Analyse
als unbehandelte Kontrollen.
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Die
verschiedenen Präparate
wurden entsprechend dem folgenden Schema aufgetragen:
- (a) Excipienten allein (Beispiel 1 der kosmetischen Präparate)
- (b) vollständiges
Präparat
(Beispiel 1 der kosmetischen Präparate,
die 2% Adelmidrol enthalten)
- (c) 5% Natriumlaurylsulfat (SLS) als Reizmittel
- (d) 5% SLS + (a)
- (e) 5% SLS + (b)
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Die
Präparate
(a)–(e)
wurden an 10 aufeinanderfolgenden Tagen aufgetragen. Nach dem Auftragen wurde
jeder einzelne behandelte Bereich mit einem Pflaster abgedeckt.
Die TEWL-Messungen
wurden an Tag 1 und Tag 10 1 Stunde nach dem topischen Auftragen
der Präparate
vorgenommen, nachdem das Pflaster entfernt und der Bereich mit Saugpapier
gesäubert
worden war.
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Die
Daten, ausgedrückt
als Mittelwert ± Standardabweichung,
sind in der folgenden Tabelle zusammengefaßt.
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TABELLE – TEWL-Werte,
bestimmt bei jungen und älteren
Testpersonen (reizbare Haut) mit und ohne Behandlung mit Adelmidrol
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Aus
den in der Tabelle gezeigten Daten wird deutlich, daß Adelmidrol
die TEWL-Werte in Testpersonen mit reizbarer Haut (ältere Patienten)
praktisch normalisieren kann, wobei es den TEWL von einem Ausgangswert
von 7,50 (± 1,15),
der anomal hoch ist, auf einen Wert von 5,20 (± 0,86) bringt, der annähernd normal
ist.
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Zudem
bewirkte Adelmidrol eine deutliche Senkung der TEWL-Werte sowohl bei
Patienten mit normaler Haut (junge Patienten) als auch bei Patienten
mit reizbarer Haut (ältere
Patienten), deren Haut durch Kontakt mit 5% SLS akut gereizt war.
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Wie
oben angegeben, ermöglicht
es eine Senkung der TEWL-Werte,
häßliche Effekte
in Verbindung mit einer gereizten und/oder reizbaren Haut (trockene
Haut, Rötung)
zu vermeiden. Adelmidrol kann folglich vorteilhaft zur Herstellung
kosmetischer Zusammensetzungen zur Behandlung von Haut und/oder
Schleimhäuten
verwendet werden, die reizbar und/oder einer akuten Reizung ausgesetzt
sind, indem die anomal erhöhten
TEWL-Werte gesenkt
werden.
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BEISPIELE
FÜR KOSMETISCHE
PRÄPARATE
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In
allen folgenden Beispielen bedeuten die Buchstaben OE "Oxyethylenat". Beispiel
1 – Gesichts-
und Körpercreme
| 100
g enthalten: | |
| N,N1-Bis(2-hydroxyethyl)nonandiamid | 2,0
g |
| Vitamin
E-Acetat | 4,0
g |
| Natriumhyaluronat | 0,04
g |
| Bronopol | 0,005
g |
| hydriertes
Castoröl
40 (OE) | 1,5
g |
| Noveon
AA1 | 1,6
g |
| o-Phenylphenol | 0,18
g |
| Aroma | 0,15
g |
| Wasser
auf 100g | |
Beispiel
2 – Körpermilch
| 100
g enthalten: | |
| N,N1-Bis(2-hydroxyethyl)nonandiamid | 1,4
g |
| Glycerin | 5,0
g |
| Vaselinöl | 3,0
g |
| Silikonöl | 1,0
g |
| Glycerylmonostearat | 1,4
g |
| Cetostearylalkohol | 2,8
g |
| Stearinsäure | 2,8
g |
| Polyethylenglycol-Sojasterole | 6,0
g |
| Carbomer | 0,12
g |
| Bronopol | 0,05
g |
| Aroma | 0,05
g |
| Wasser
auf 100g | |
Beispiel
3 – Gel
zur oralen Anwendung
| 100
g enthalten: | |
| N,N1-Bis(2-hydroxyethyl)nonandiamid | 1,0
g |
| Glycerin | 10,0
g |
| Glycolextrakt
aus Echinacea purpurea | 12,0
g |
| Natriumalginat | 2,5
g |
| Natriumhyaluronat | 0,04
g |
| Bronopol | 0,1
g |
| Triclosan | 0,3
g |
| Wasser
auf 100 g | |
Beispiel
4 – Lotion
zur trichologischen Anwendung
| 100
g enthalten: | |
| N,N1-Bis(2-hydroxyethyl)nonandiamid | 0,2
g |
| Natriumhyaluronat | 0,01
g |
| Biotin | 0,03
g |
| Ethylalkohol | 30,0
g |
| Aroma | 0,02
g |
| Wasser
auf 100 g | |
Beispiel
5 – Vaginalgel
| 100
g enthalten: | |
| N,N1-Bis(2-hydroxyethyl)nonandiamid | 1,5
g |
| Vitamin
A-Palmitat | 0,2
g |
| 2-Phenylethanol | 0,15
g |
| Glycerin | 10,0
g |
| hydriertes
Castoröl
40 (OE) | 1,0
g |
| Methylparaoxybenzoat | 0,1
g |
| Noveon
AA1 | 1,0
g |
| Natriumhyaluronat | 0,08
g |
| Aroma | 0,2
g |
| Wasser
auf 100 g | |
Beispiel
6 – Vaginalspülung
| 100
g enthalten: | |
| N,N1-Bis(2-hydroxyethyl)nonandiamid | 0,4
g |
| Vitamin
A-Palmitat | 0,02
g |
| 2-Phenylethanol | 0,15
g |
| Milchsäure | 2,0
g |
| Glycerin | 6,0
g |
| hydriertes
Castoröl
40 (OE) | 0,4
g |
| Methylparaoxybenzoat | 0,1
g |
| Natriumhyaluronat | 0,01
g |
| Aroma | 0,15
g |
| Wasser
auf 100 g | |
Beispiel
7 – Intimseife
| 100
g enthalten: | |
| N,N1-Bis(2-hydroxyethyl)nonandiamid | 0,5
g |
| Triclosan | 0,25
g |
| Vitamin
E-Acetat | 0,05
g |
| Milchsäure | 1,0
g |
| Rutin | 0,02
g |
| Bronopol | 0,1
g |
| Cocodiethanolamid | 2,5
g |
| Undecylensäure | 0,2
g |
| Glycolextrakt
aus Echinacea purpurea | 5,0
g |
| Natriumlauryl
(1-4)OE-Sulfat | 20,0
g |
| Dinatriumlauryl
(1-4)OE-sulfosuccinat | 7,0
g |
| Aroma | 0,02
g |
| hydriertes
Castoröl
40 (OE) | 1,4
g |
| Wasser
auf 100 g | |
Beispiel
8 – Deodorantstick
| 100
g enthalten: | |
| N,N1-Bis(2-hydroxyethyl)nonandiamid | 2,0
g |
| Natriumhyaluronat | 0,05
g |
| Zinkricinoleat | 1,0
g |
| Triclosan | 0,25
g |
| Vitamin
E-Acetat | 0,5
g |
| Ethylalkohol | 30,0
g |
| Bronopol | 0,05
g |
| Carbomer | 1,5
g |
| Polyvinylalkohol | 0,2
g |
| hydriertes
Castoröl
40 (OE) | 2,5
g |
| Aroma | 1,0
g |
| Wasser
auf 100 g | |
Beispiel
9 – Nageltropfen
| 100
g enthalten: | |
| N,N1-Bis(2-hydroxyethyl)nonandiamid | 1,5
g |
| Harnstoff | 10,
g0 |
| hydriertes
Castoröl
40 (OE) | 5,0
g |
| Vitamin
A-Palmitat | 0,3
g |
| Undecylensäure | 0,2
g |
| Biotin | 0,6
g |
| Benzylalkohol | 1,2
g |
| Glycolextrakt
aus Echinacea purpurea | 10,0
g |
| Aceton | 8,0
g |
| Isopropylalkohol | 36,0
g |
| Wasser
auf 100 g | |
Beispiel
10 – Creme
zur podiatrischen Anwendung
| 100
g enthalten: | |
| N,N1-Bis(2-hydroxyethyl)nonandiamid | 2,0
g |
| Biotin | 0,01
g |
| Glycolextrakt
aus Echinacea purpurea | 10,0
g |
| Usninsäure | 0,2
g |
| Zinkricinoleat | 2,0
g |
| Isopropylmyristat | 0,5
g |
| Polyethylenglycol-Sojasterole | 4,0
g |
| Stearinsäure | 2,5
g |
| Cetostearylalkohol | 2,5
g |
| Glycerylmonostearat | 1,0
g |
| Silikonöl | 1,0
g |
| Vaselinöl | 2,5
g |
| Triclosan | 0,2
g |
| Bronopol | 0,03
g |
| Aroma | 0,5
g |
| Wasser
auf 100 g | |
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Es
hat sich auch herausgestellt, daß die kosmetische Wirkung von
Adelmidrol besonders hervortritt, wenn das Produkt einen hohen Reinheitsgrad
aufweist. Besonders das Fehlen potentiell schädlicher Verunreinigungen verhindert,
daß die
Verbindung selbst unerwünschte
reizauslösende
Reaktionen auf der Haut verursacht. Ein weiterer Gegenstand der
vorliegenden Erfindung ist daher ein Verfahren, welches die Herstellung sehr
reinen Adelmidrols ermöglicht.
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Dieses
Verfahren sieht die Umsetzung von Azelainsäure oder einem Diester davon
mit Ethanolamin unter Rückfluß in einer
Inertatmosphäre
vor, gegebenenfalls in Anwesenheit eines inerten Lösungsmittels.
Bevorzugte Lösungsmittel
für die
Azelainsäureumsetzung
sind Xylol oder Toluol, insbesondere Xylol. Bevorzugte Reaktionstemperaturen
liegen zwischen 110°C
und 145°C.
Als Diester der Azelainsäure
können
Dimethyl-, Diethyl- oder Dipropylester, vorzugsweise Dimethylester,
verwendet werden.
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Das
Verfahren kann auch einen Schritt zur Kristallisation des Rohprodukts
aus Isopropanol vorsehen, bei dem das Kristallisat einem 4-8-stündigen Zerkrümelungsprozeß (Zermalmungsprozeß) bei etwa
45°C und anschließend für eine Dauer
von 10–20
Stunden einer allmählichen
Abkühlung
auf 5–7°C unterworfen
wird. Dieser Kristallisationsschritt ermöglicht die Herstellung eines
besonders reinen Produkts.
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Eine
weitere Verbesserung in der Reinheit von Adelmidrol kann dadurch
erreicht werden, daß man
das Kristallisat einem Trocknungsschritt unterzieht, umfassend eine
erste Trocknungsstufe über
24–72
Stunden bei einem Druck von unter 30 mmHg und bei einer Temperatur
zwischen Raumtemperatur und 40°C
und eine zweite Trocknungsstufe unter den gleichen Bedingungen wie
oben beschrieben, jedoch in einer leicht sauren Atmosphäre, wie
man sie erhält,
wenn man einen Behälter
mit einer verdünnten
Schwefelsäurelösung in
den Trockner stellt, und eine dritte Trocknungsstufe bei einem Druck
von 1–2
mmHg und bei einer Temperatur von 25–40°C für eine Dauer von 1 bis 3 Tagen.
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Der
Diester der Azelainsäure
wird mit praktisch quantitativer Ausbeute durch Umsetzung von Azelainsäure mit
einem primären
aliphatischen Alkohol in der Hitze in Gegenwart eines sauren Katalysators
hergestellt (Vogel, Chimica Organica Practica, Ed. Casa Editrice
Ambrosiana, Mailand 1988). Die bevorzugten Alkohole sind Methyl-,
Ethyl- und Propylalkohole, besonders bevorzugt Methylalkohol.
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Zwei
Beispiele für
Präparationen
gemäß dem Verfahren
der vorliegenden Erfindung sind anhand der nachfolgenden Angaben
dargestellt.
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Präparation 1 – Synthese von Adelmidrol aus
Azelainsäure
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47,05
g Azelainsäure
(250 mmol) und 45,8 g Ethanolamin (750 mmol) wurden in 130 ml Xylol
gelöst und
unter Rückfluß 6 Stunden
in einem Reaktor mit einem Rückflußkühler und
einem Dean-Stark-Abscheider erhitzt. Die Atmosphäre im Reaktor wurde mit Stickstoff
bei Atmosphärendruck
inert gemacht. Dann wurde die Mischung unter Vakuum bis zur Trockne
eingedampft. Der Rückstand
wurde in 250 ml reinem Isopropanol gelöst, anschließend wurde
die Lösung
zum Einleiten der Kristallisation abgekühlt und dann wurde das Kristallisat 6
Stunden unter Rühren
einem Zerkrümelungsprozeß unterworfen.
Die Kristallisation wurde durch anschließendes langsames Abkühlen auf
5–7°C über eine
Dauer von 15 Stunden abgeschlossen. Das Kristallisat wurde durch
Filtration in der Kälte
unter Inertatmosphäre
abgetrennt, dreimal mit 30 ml kaltem Isopropanol gewaschen und schließlich im
Hochvakuum getrocknet.
-
Die
Trocknung erfolgte wie nachfolgend beschrieben stufenweise. Das
in Lösungsmittel
aufgenommene Kristallisat wurde in polierten Edelstahlschalen aufgefächert und
zum statischen Trocknen zwei Tage lang bei 30°C und einem Druck von weniger
als 30 mmHg in einen Trockenschrank gestellt. Die Schalen, die eine ca.
1 M Schwefelsäurelösung in
Wasser enthielten, wurden dann 24 Stunden in den Trockenschrank
gestellt, wobei der Druck wiederum weniger als 30 mmHg betrug.
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Die
Trocknung wurde dann bei einem Vakuum von 1–2 mmHg für 2 Tage bei 30°C abgeschlossen.
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Die
Reaktionsausbeuten lagen höher
als 96%, wobei nach Kristallisation und Trocknung mehr als 90% reines
Produkt zurückgewonnen
wurden.
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Das
Verunreinigungsprofil des Endprodukts war wie folgt:
| freie
Azelainsäure | < 0,5% |
| Monoethanolamid | < 0,5% |
| freies
Ethanolamin | < 0,1% |
| Isopropanol | < 200 ppm |
| homologe
Diamide | 1–10% |
| 2-Oxazolin | nicht
vorhanden |
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Präparation 2 – Synthese von Adelmidrol aus
Azelainsäuredimethylester
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54,1
g Azelainsäuredimethylester
(250 mmol) und 33,6 g Ethanolamin (550 mmol) wurden 7 Stunden in
einem Reaktor mit einem Rückflußkühler auf
110°C erhitzt.
Die Atmosphäre
im Reaktor wurde durch Stickstoff bei Atmosphärendruck inert gemacht. Die
Mischung wurde dann unter Vakuum bis zur Trockne eingedampft. Der
Rückstand
wurde in 250 ml reinem Isopropanol gelöst, anschließend wurde
die Lösung
zum Einleiten der Kristallisation abgekühlt und das Kristallisat wurde
6 Stunden unter Rühren
einem Zerkrümelungsprozeß bei 45°C unterworfen.
Der Prozeß wurde
durch anschließendes
langsames Abkühlen
auf 5–7°C über eine
Dauer von 15 Stunden abgeschlossen. Das Kristallisat wurde durch
Filtration in der Kälte
unter Inertatmosphäre
abgetrennt, dreimal mit 30 ml kaltem Isopropanol gewaschen und schließlich im
Hochvakuum getrocknet.
-
Die
Trocknung erfolgte wie nachfolgend beschrieben stufenweise. Das
mit Lösungsmittel
aufgenommene Kristallisat wurde in polierten Edelstahlschalen aufgefächert und
zur statischen Trocknung zwei Tage lang bei 30°C und einem Druck von weniger
als 30 mmHg in einen Trockenschrank gestellt. Die Schalen, die eine
ca. 1 M Schwefelsäurelösung in
Wasser enthielten, wurden dann 24 Stunden in den Trockenschrank
gestellt, wobei der Druck wiederum weniger als 30 mmHg betrug. Die
Trocknung wurde dann bei einem Vakuum von 1–2 mmHg für 2 Tage bei 30°C abgeschlossen.
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Die
Reaktionsausbeuten lagen erneut höher als 96%, wobei nach Kristallisation
und Trocknung mehr als 90% reines Produkt zurückgewonnen wurden.
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Das
Verunreinigungsprofil des Endprodukts war wie folgt:
| freie
Azelainsäure | < 0,1% |
| Monoethanolamid | < 0,2% |
| freies
Ethanolamin | < 0,1% |
| Isopropanol | < 200 ppm |
| homologe
Diamide | < 1% |
| 2-Oxazolin | nicht
vorhanden |
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Das
oben beschrieben Verfahren hat also den Vorteil, daß es zu
einem Endprodukt führt,
das sich durch einen hohen Reinheitsgrad auszeichnet, wobei die
Ausbeuten höher
sind als die, die mit bekannten Verfahren erreicht werden können (siehe
beispielsweise
EP
0 550 0008 A2 ), und die Betriebskosten wegen der tieferen
Reaktionstemperaturen (nicht höher
als 145°C
verglichen mit den bei bekannten Verfahren beschrieben 160°C) geringer
sind.
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Die
Umsetzung mit Azelainsäurediester
als Ausgangsmaterial hat den weiteren Vorteil, daß sie durch fraktionierte
Destillation des Diesters eine Reinigung sogar bis auf das Niveau
des Ausgangsprodukts ermöglicht.
So können
die niedrigeren und höheren
Azelainsäurehomologe,
die bei der im Handel erhältlichen
Azelainsäure
immer in beträchtlichen
Mengen vorhanden sind (Gehalt zwischen 80 und 90%), beseitigt werden.