DE69924021T2 - Verfahren und vorrichtung zum pumpen einer substanz sowie rotor dafür - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum pumpen einer substanz sowie rotor dafür Download PDF

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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren und eine Vorrichtung zum Pumpen von Flüssigkeiten oder verschiedenen Suspensionen. Das Verfahren, die Vorrichtung und der im Zusammenhang mit denselben verwendete Rotor sind insbesondere bevorzugt zum Pumpen von Fasersuspensionen der Papier- und Pulpe-Industrie bei mittlerer Dichte (8–20%) und hoher Dichte (20%) geeignet. Das Verfahren, die Vorrichtung und der im Zusammenhang mit denselben verwendete Rotor sind gemäss einer bevorzugten Ausführung der Erfindung zum Pumpen zähflüssiger und/oder Luft enthaltender Medien geeignet. Die Verfahrenserfindung betrifft hauptsächlich die Verstärkung des Pumpens von Flüssigkeiten oder verschiedenen Suspensionen, aber auch Verfahren, welche die Nachteile vermeiden, die durch Luft und/oder Gase verursacht werden, die im genannten Medium vorhanden und absorbiert sind. Insbesondere betrifft die Erfindung der Vorrichtung vorzugsweise eine in Verbindung mit einer Kreiselpumpe verwendete Bauform, um den Eingangsdruck der Pumpe zu erhöhen.
  • Der Stand der Technik kennt eine grosse Zahl Kreiselpumpen, die zum Pumpen von Fasersuspensionen in der Holz verarbeitenden Industrie gebraucht wurden und immer noch gebraucht werden. Die grösste Gruppe stellen Kreiselpumpen dar, die einen herkömmlichen Grundaufbau aufweisen mit einigen unwesentlichen Änderungen darin, um sie zum Pumpen von Pulpe geeignet zu machen. Als ein Beispiel derartiger Änderungen kann beispielsweise das Anbringen von sogenannten Vorsatzläufern vor dem eigentlichen Laufrad angeführt werden, um den Fluss der Pulpe zum eigentlichen Laufrad der Pumpe zu erleichtern. Trotz vieler Versuche und kleineren konstruktiven Änderungen sind Pumpen der beschriebenen Bauart kaum geeignet zum Pumpen von Pulpe mit einer Dichte von grösser als 6–8%. Der Grund dafür ist sowohl der zunehmende Luftgehalt, wenn die Dichte grösser wird, wobei die in der Mitte des Laufrades angesammelten Luft- oder Gasblasen die Pulpe daran hindern, zum Laufrad zu fliessen, als auch die schlechten Fliesseigenschaften dickflüssiger Pulpe im Ansaugstutzen der Pumpe oder vom Pulpe enthaltenden Raum in den Ansaugstutzen der Pumpe.
  • Die zweite Stufe war die sogenannte MCTM-Pumpe, die in den späten 1970er Jahren auf den Markt kam und die dadurch gekennzeichnet ist, dass in der Einlassöffnung der Pumpe ein Rotor angeordnet ist, der sich normalerweise meist durch den Ansaugstutzen bis zu einem gewissen Grad in den Pulpebehälter, das Fallrohr o.ä. erstreckt, mittels welchem Rotor die Verbindung zwischen den Fasern der Fasersuspension durch Zuführen von Energie in Form eines Scherkraftfeldes in die Pulpe gelöst wird, wodurch der Fluss der Pulpe zum Laufrad der Pumpe gefördert wird. Das Ziel dieser Pumpen war, das Pumpen von Pulpe mit einer Dichte von 8–15% zu ermöglichen. Als Hauptproblem wurden die schlechten Fliesseigenschaften der Pulpe im Ansaugstutzen der Pumpe bei der genannten Dichte angesehen, auf Grund welcher Tatsache sich die Erfindung zu jener Zeit auf Verfahren bezog, um die Pulpe im Ansaugstutzen der Pumpe dazu zu bringen, zum Laufrad zu fliessen. Verschiedene Ausführungsformen derartiger Pumpen sind z.B. in den US Patentschriften 4.410.337, 4.435.193 und 4.637.779 beschrieben. Alle genannten Lösungen sind dadurch gekennzeichnet, dass sie sowohl die geförderte Pulpe verflüssigen als auch Gas, meistens Luft, das beim Pumpen und der weiteren Behandlung der Pulpe stört, aus dieser entfernen. Unter Verflüssigen wird das Aufbrechen der Pulpestücke in der Fasersuspension in kleinere Teile verstanden, bis die Pulpe beginnt, sich wie eine Flüssigkeit zu verhalten. Das Verflüssigen wird durch die Schaufeln eines Rotors bewerkstelligt, der sich im Innern des vergleichsweise langen Ansaugstutzens der Pumpe befindet, welche Schaufeln im Wesentlichen in einer radialen Ebene und hauptsächlich axial gelegen sind, obwohl einige Lösungen Rotorschaufeln verwendeten, die zu einem gewissen Grad gekrümmt sind. In allen vorgestellten Pumpenlösungen wird die Abscheidung des Gases vor dem Laufrad in die hohle Mitte des Rotors durch Fliehkraft bewerkstelligt, von wo das Gas weiter durch Öffnungen in der hinteren Deckscheibe des Laufrades entfernt wird, in den meisten Fällen mittels einer mit einer Vakuumpumpe erzeugten Saugwirkung. Diese Saug- oder Vakuumpumpe, meistens eine sogenannte Flüssigkeitsringpumpe, ist entweder getrennt von der eigentlichen Kreiselpumpe zusammen mit einem eigenen Antrieb oder alternativ auf der selben Welle mit der Kreiselpumpe angeordnet. Als Beispiele für den letzteren Fall können z.B. die US Patente 5,078,573, 5,114,310, 5,116,198, 5,151,010 und 5,152,663 erwähnt werden.
  • Zu den baulichen Einzelheiten der MCTM-Pumpen aus dem Stand der Technik kann festgestellt werden, dass sich in allen genannten Veröffentlichungen der Rotor bis zu einem gewissen Grad in den Pulpe enthaltenden Raum erstreckt. Am deutlichsten wurde dies im US Patent 4.637.779 beschrieben, in welchem erwähnt wurde, dass sich der Rotor ungefähr 3 Inches, d.h. ungefähr 75 mm, in den Behälter erstreckt. Diese Abmessung gilt eigentlich als maximale Grenze, da das Herstellungsprogramm hauptsächlich Pumpen enthält, deren Rotoren sich nicht ganz so tief in den Ansaugraum erstrecken. Die maximale Abmessung kann mit ungefähr 0.5·den Durchmesser des Ansaugstutzens angegeben werden, welches Verhältnis in Wirklichkeit verkleinert wird, da sich der Durchmesser des Ansaugstutzens vergrössert. In der Praxis ist der Durchmesser der kleinsten MCTM-Pumpe ungefähr 150 mm, wobei das genannte Verhältnis erfüllt ist. Wenn der Durchmesser des Ansaugstutzens weiter vergrössert wird, nimmt die tatsächliche Ausdehnung des Rotors in die Pulpekammer praktisch nicht zu.
  • Da in der Praxis erkannt wurde, dass die genannte Ausdehnung des Rotors in die Kammer nicht genügte, liess man im US Patent 4,971,519 eine Lösung schützen, in welcher der verflüssigende Rotor gemacht war, um sich bis mindestens zur Länge des Durchmessers des Ansaugstutzens der Pumpe in die Kammer zu erstrecken. In einer Ausführungsform, die im genannten Patent beschrieben ist, war das Ende des verflüssigenden Rotors mit Schaufeln versehen, die Pulpe zur Ansaugöffnung der Pumpe zuführten, durch welche Schaufeln ein vergleichsweise grosser Bereich von sich bewegender Pulpe in der Umgebung der Ansaugöffnung erzeugt wurde, um sicherzustellen, dass die Pulpe in der Umgebung der Ansaugöffnung nicht einfach einen Bogen machte.
  • Nun, da eine grosse Menge an praktischer Erfahrung über die genannten MCTM-Pumpen gewonnen worden ist, wurde bemerkt, dass die Pumpen, die als solche ausgezeichnet arbeiteten und die bestenfalls einen Dichtebereich von ungefähr 15% erreichten, weiter verbessert werden können. Der Hauptaufwand in der Anfangsphase der Entwicklung der MCTM-Pumpen war, dass das grösste Hindernis beim Pumpen dicker Pulpe die Reibung zwischen der Wand des Ansaugstutzens und der Pulpe ist, welche Reibung man durch Verflüssigen der Pulpe im Ansaugstutzen zu beseitigen versuchte. Als ein zweites Problem wurde das Zuführen der Pulpe von der Saugkammer oder vom Fallrohr in den Saugstutzen betrachtet, weil die dicke Pulpe dazu neigt, allmählich die Öffnungen, die von scharfen Ecken umgeben sind, auszufüllen, d.h. einschliesslich der Ansaugöffnungen. Als Folge wurde entschieden, den verflüssigenden Rotor so einzurichten, dass er sich auf eine gewisse Länge in die genannte Kammer erstreckt, um den Rotor dazu zu bringen, die Fasern und Faserflocken, die möglicherweise mit den Kanten der Öffnungen verbunden sind, abzureissen und somit das Verstopfen der Ansaugöffnung zu verhindern. Die alten Regeln, die für einen Entwickler von Kreiselpumpen selbstverständlich sind, wurden jedoch beibehalten, gemäss welchen Regeln der Fluss des geförderten Stoffes beim Einlass in die Pumpe so laminar wie möglich sein muss, um Strömungsverluste zu vermeiden. Literaturhinweise dieser Art werden immer noch gefunden, z.B. in der US Patentveröffentlichung 4,637,779, in der in Kolonne 2, Seiten 24–30 festgestellt wird, dass eine Vorrichtung aus dem Stand der Technik vor und um den Saugeinlass der Pumpe eine „torus-förmige" turbulente, d.h. mindestens teilweise verflüssigte, Zone erzeugt, die tatsächlich in der Umgebung der Kanten des Saugeinlasses der Pumpe liegt. In der genannten US-Veröffentlichung wurde das genannte Phänomen als störend für das Pumpen betrachtet, wobei im Vertrauen auf die Regeln des Pumpenentwurfs die Enden der Rotorschaufeln, die sich in die Pulpekammer oder Ähnliches der MCTM-Pumpe erstrecken, entsprechend gekrümmt wurden, um der Pulpe eine zum Saugeinlass wirkende Kraftkomponente zu geben. In der Veröffentlichung stützt sich die Verwendung der genannten Lösung darauf, der einströmenden Pulpe einen Druck zu geben, der das Entfernen von Gas vor dem Laufrad erleichtert.
  • Das nächste Problem, dem man gegenüberstand, war dasjenige, das vom Pumpen von Pulpe mittlerer Dichte mit MCTM-Pumpen bekannt war, d.h. selbst wenn die Pumpe und ihr Rotor in der Lage waren, die Pulpe im Ansaugstutzen zu behandeln und dies zudem mit ausreichender Wirksamkeit, ist das Problem, auf das man bei genügend hohen Dichten stösst, das Fördern der Pulpe von der Pulpekammer oder Ähnlichem in den Ansaugstutzen. Die Gründe für dieses Problem sind sowohl, dass die Pulpe im Pulperaum einen Bogen macht, d.h. die Bildung eines leeren bogenförmigen Raumes vor dem Saugeinlass der Pumpe, als auch die Reibung zwischen der Pulpe und den Wänden des genannten Raumes, welche Reibung das Hinunterfliessen der Pulpe verlangsamt.
  • Es wurden Versuche unternommen, die Pumpe gemäss dem genannten US Patent 4,971,519 in eine bessere Richtung weiterzuentwickeln, da bemerkt wurde, dass der Wirkungsgrad der Pumpe vergleichsweise niedrig war, obwohl die Pulpe vor der Pumpe nicht mehr länger einen Bogen bildete. Als eine Lösung zu dem genannten Problem stellte das US Patent 4,877,368 eine Ansaugvorrichtung einer Pumpe vor, worin ein Schraubengang entweder ausserhalb der verflüssigenden Rotorschaufeln des verflüssigenden Rotors angeordnet war, oder im Ansaugstutzen der Pumpe oder beides. Der Zweck des genannten Schraubengangs, wenn an einem drehenden Rotor befestigt, war, die Pulpe aktiv gegen das Laufrad der Kreiselpumpe zu zuführen, und wenn an der Wand des Saugstutzens befestigt, den im Ansaugstutzen drehenden Pulpefluss passiv zum Laufrad zu führen. Die genannte Lösung ist baulich kompliziert. Sie hat sowohl im Wesentlichen axial angeordnete verflüssigende Rotorschaufeln als auch in gewissen Ausführungsformen einen auf den Schaufeln gelegenen Schraubengang. Mit anderen Worten, die Herstellung des Rotors als Gussteil ist praktisch nahezu unmöglich.
  • Versuche mit der Lösung gemäss dem genannten US Patent 4,877,368 haben nichtsdestoweniger gezeigt, dass die Entwicklung in die richtige Richtung geht. Die genannte Lösung hat jedoch zusätzlich zu einer hoch komplizierten und teuren Herstellung weitere Nachteil. Da die Steigung der auf dem verflüssigenden Rotor angeordneten Schraube konstant war, erwies sich die Pumpe als sehr empfindlich auf Änderungen des Volumendurchflusses oder der Drehzahl der Pumpe. Hauptsächlich wegen der genannten Empfindlichkeit wurde weiter erkannt, dass die genannte Pumpe nur zur Behandlung von Pulpe mit einer vergleichsweise niedrigen Dichte verwendbar war. In der Praxis wurde bemerkt, dass die obere Dichtegrenze der Pumpe bei ungefähr 10% lag, was zu niedrig ist für fast alle Anwendungen der MCTM-Pumpen. Aus den genannten Gründen wurde die Pumpe unter anderem nie aktiv auf den Markt gebracht.
  • Als Ausgangspunkt für die nächste Generation von Pumpen für Pulpe hoher Dichte wurde das Lösen der oben beschriebenen Aufgabe bestimmt, derart, dass es möglich ist, das Laufrad der Pumpe durch Giessen herzustellen, und dass die Pumpe zum Pumpen von Volumenflüssen unterschiedlicher Höhe bei verschiedenen Drehzahlen geeignet ist, und dass die Dichte der mit der genannten Pumpe geförderten Pulpe wesentlich grösser als 10% sein soll. In den ausgeführten Versuchen wurde entschieden, einen schraubenförmigen Verflüssiger zu verwenden, dessen Steigung sich im Wesentlichen entlang der gesamten Länge der Schraube ändert.
  • Aus dem Stand der Technik sind zweifellos Pumpen bekannt, worin die Steigung des Schraubenganges, der vor dem Laufrad der Pumpe gelegenen und an demselben befestigt ist, ändert. Meist werden diese Art Vorrichtungen Vorsatzläufer genannt.
  • Die US Patentveröffentlichung 4,275,988 handelt von einer Kreiselpumpe, vor deren Laufrad ein schraubenförmiges Mittel befestigt ist. Das genannte Mittel ist als Welle ausgebildet, die als eine Verlängerung der Nabe des Laufrades angeordnet ist, an welcher Welle der Schraubengang befestigt ist. Das Ziel des genannten schraubenförmigen Mittels ist das Erhöhen der Saugfähigkeit der Pumpe entweder bei schnelllaufenden Pumpen oder in Situationen, wo die Förderhöhe der Pumpe gering ist. Als Anwendungsbeispiele für die Verwendung sind z.B. chemische und petrochemische Industrien erwähnt. Als Hauptproblem wird die hohe Kavitationsempfindlichkeit bekannter Pumpen angesehen, sowie die grossen Druckschwankungen im Ansaug- und Druckstutzen. Der Ausgangspunkt in der genannten Veröffentlichung ist, dass gemäss dem Grundsatz der geometrischen Äquivalenz, der Durchmesser und die Steigung der genannten schraubenförmigen Zuführungsvorrichtung im selben Verhältnis ändern müssen. Mit anderen Worten, wenn sich der Durchmesser der Schraube verdoppelt, muss sich die Steigung ebenfalls verdoppeln. Die Veröffentlichung stellt eine Anzahl verschiedener Ausführungsformen vor, um die genannte Ausgangsanforderung zu erfüllen. Die in der Veröffentlichung gezeigten Lösungen sind auch dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor in keiner Weise in Übereinstimmung mit dem Ansaugstutzen bemessen ist, sondern nur, wie vorher beschrieben, der Durchmesser und die Steigung des Rotors gegenseitig angepasst sind. Das Ergebnis ist, dass bei einem kleinen Rotordurchmesser der Abstand zwischen dem Rotor und der Wand des Ansaugstutzens vergleichsweise gross ist. Dies stellt die Zuführungswirkung des Rotors in Frage, besonders bei schwergängigen Stoffen, da der Rotor nur einen Hohlraum in dem schwergängigen Stoff öffnet, ohne ihn dazu zu bringen, in den Ansaugstutzen zu fliessen und von dort zur Pumpe.
  • Die CH Patentveröffentlichung 606 804 handelt ebenfalls von einer Kreiselpumpe mit einem schraubenförmigen Zuführungselement, das als eine Verlängerung des Laufrades eingerichtet ist. Auch in diesem Fall wurden die Schraubengänge des Elementes auf der Welle befestigt, die als eine Verlängerung der Nabe des Laufrades arbeitet. Die unterschiedlichen Ausführungsformen der Veröffentlichung stellen mehrere verschiedene Bauarten von Zuführungselementen dar. Diese sind alle dadurch gekennzeichnet, dass sie vollständig innerhalb des Ansaugstutzens der Pumpe gelegen sind, und dass sie eine vergleichsweise lange freie Zone zwischen ihnen und dem Laufrad lassen, in welche Zone sich weder der Rotor noch das Laufrad erstreckt. Weiter ist aus den Lösungen der Veröffentlichung zu schliessen, dass der Abstand zwischen dem Rotor und dem Ansaugstutzen der Pumpe für die genannte Vorrichtung nicht wesentlich ist, da z.B. die 5 und 7 der Veröffentlichung einen Rotor mit einem ungewöhnlich kleinen Durchmesser zeigen. Zusätzlich dazu zeigen die Lösungen der Veröffentlichung, dass der Rotorteil mit Schrauben mit einer Steigung von zwei unterschiedlichen Grössenordnungen versehen werden kann (6 und 7). Die Veröffentlichung konzentriert sich hauptsächlich auf Verfahren zur Herabsetzung des Lärms, der durch diese sogenannten Vorsatzläufer verursacht wird, insbesondere bei Teillast der Pumpe.
  • Vorsatzläuferlösungen aus dem Stand der Technik, die zum Zuführen eines Mediums einen ununterbrochenen Schraubengang verwenden, umfassen, um es anders auszudrücken, immer eine auf der Achse des Ansaugstutzens der Pumpe gelegene Welle, welche Welle natürlich die Mitte des Ansaugstutzens ausfüllt. Diese Art Lösung ist nicht die bestmögliche, um ein Gas enthaltendes Medium zu pumpen oder einen Stoff, der leicht in einen gasförmigen Zustand wechselt (verdampft) (z.B. heisses Wasser), da die vorhandene Welle eine wirksame Abscheidung von Gas oder Dampf in der Mitte des Flusses verhindert. Somit ist klar, dass die Pumpen aus dem Stand der Technik nie zum Pumpen eines flüssigen, Gas enthaltenden Stoffes vorgestellt wurden, sondern nur zum Pumpen von Flüssigkeit. Das wird unter anderem augenfällig aus der Tatsache, dass in keiner der Pumpen aus dem Stand der Technik mit dieser Art von geschlossenem Vorsatzläufer mit geschlossener Mitte das Laufrad mit Öffnungen zum Entfernen von Gas versehen ist.
  • Aufgabe der vorliegenden Vorrichtung und des vorliegenden Verfahrens gemäss der Erfindung ist es, mindestens einen Teil der genannten Probleme, die Pumpen aus dem Stand der Technik behindern, zu lösen. Als einige kennzeichnende Merkmale der Erfindung können z.B. die folgenden erwähnt werden:
    • – in einer bevorzugten Ausführungsform ein verflüssigender Rotor mit offener Mitte,
    • – eine Abscheidungsanordnung für Gas und/oder Dampf im Zusammenhang mit dem Rotor und/oder dem Laufrad,
    • – verflüssigende Rotorschaufeln, deren Steigung sich im Wesentlichen gleichmässig im Wesentlichen auf der ganzen Länge des Rotors ändert, und
    • – ein klarer Spalt zwischen dem Rotor und dem Ansaugstutzen.
  • Das Verfahren und die Vorrichtung gemäss der Erfindung sind gut geeignet zum Pumpen verschiedener Flüssigkeiten. Als Beispiel dieser Medien sind mindestens die folgenden erwähnenswert: Gas enthaltende Pulpe (z.B. Fasersuspensionen der Holz verarbeitenden Industrie), hauptsächlich heisse Pulpen, Prozessfiltrate, Schnitzel, andere leicht verdunstende Flüssigkeiten der Zellulose-, Zucker- und Nahrungsmittelindustrie und unterschiedliche heisse Flüssigkeiten. Das Verfahren und die Vorrichtung gemäss der Erfindung haben es zusätzlich möglich gemacht, all die genannten Medien bei höheren Temperaturen als bisher zu pumpen.
  • Das Verfahren zum Pumpen eines Gas enthaltenden und/oder viskosen Stoffes gemäss der Erfindung mittels einer Vorrichtung, die hauptsächlich ein Gehäuse, darin Saug- und Druckstutzen, ein mindestens eine oder mehrere Pumpenschaufeln umfassendes Laufrad und einen vor dem Laufrad angeordneten Rotor umfasst, welcher Rotor zusätzlich eine oder mehrere Schaufeln umfasst, in welchem Verfahren bewirkt wird, dass der genannte Stoff durch den genannten Saugstutzen in die genannte Pumpvorrichtung fliesst, der Stoff in den Druckstutzen ausgestossen wird, ist dadurch gekennzeichnet, dass in einem Anfangsteil des Saugstutzens, wenn vom Laufrad am entfernten Ende gesehen, der Druck der Pulpe erhöht wird, um die Pulpe in die Vorrichtung einzuspeisen.
  • Die Vorrichtung zum Pumpen eines Gas enthaltenden und/oder viskosen Stoffes gemäss der Erfindung, welche hauptsächlich ein Gehäuse, darin Saug- und Druckstutzen, ein mindestens eine oder mehrere Pumpenschaufeln umfassendes Laufrad und einen vor dem Laufrad angeordneten Rotor umfasst, welcher Rotor zusätzlich eine oder mehrere Schaufeln umfasst, wobei die Schaufeln des genannten Rotors so verdreht sind, dass sich ihre Steigung entlang eines wesentlichen Teils der Länge des Rotors ändert, und welche Vorrichtung zusätzlich, in der Nähe des Laufrades, eine Gasabscheidungszone umfasst. In der Vorrichtung gemäss der Erfindung vergrössert sich die Steigung der einen oder mehreren Schaufeln des Rotors derart, dass im Rotor vor dem Laufrad eine Zone zum Abscheiden von Gas angeordnet ist, und dass sich die Steigung der einen oder mehreren Schaufeln des Rotors vorzugsweise kontinuierlich vergrössert oder in mindestens drei Stufen oder derart, dass sich die genannte Steigung vom Vorderteil des Rotors bis zum Laufrad mindestens um das Fünffache ändert.
  • Der Rotor gemäss der Erfindung zur Verwendung im Zusammenhang mit einer Vorrichtung, die hauptsächlich ein Gehäuse, darin Saug- und Druckstutzen, und ein mindestens eine oder mehrere Pumpenschaufeln umfassendes Laufrad zum Pumpen eines Gas enthaltenden und/oder viskosen Stoffes umfasst, welcher Rotor einen Vorderteil, ein anderes Ende, das dem Laufrad gegenüber liegt, und eine oder mehrere Schaufeln umfasst, wobei die genannten Schaufeln (56) so verdreht sind, dass sich ihre Steigung entlang eines wesentlichen Teils der Länge des Rotors ändert, wobei sich die Steigung der einen oder mehreren Schaufeln des Rotors derart vergrössert, dass vor dem Laufrad im Rotor eine Zone zum Abscheiden von Gas angeordnet ist, und wobei sich die Steigung der einen oder mehreren Schaufeln des Rotors vorzugsweise kontinuierlich vergrössert oder in mindestens drei Stufen oder derart, dass sich die genannte Steigung vom Vorderteil des Rotors bis zum Laufrad mindestens um das Fünffache ändert.
  • Andere kennzeichnende Merkmale des Verfahrens und der Vorrichtung gemäss der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen offenbart.
  • Das Verfahren und die Vorrichtung gemäss der Erfindung sind im Folgenden mit Bezug auf die angefügten Zeichnungen näher erläutert:
  • 1 zeigt eine MCTM-Pumpe aus dem Stand der Technik in einem Längsschnitt,
  • 2 zeigt eine Kreiselpumpe gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung in einem Längsschnitt,
  • 3 zeigt eine Kreiselpumpe gemäss einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung in einem Längsschnitt,
  • 4 zeigt eine Kreiselpumpe gemäss einer dritten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung in einem Längsschnitt,
  • 5 zeigt eine Kreiselpumpe gemäss einer vierten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung in einem Längsschnitt, und
  • 6 zeigt eine Kreiselpumpe gemäss einer fünften bevorzugten Ausführungsform der Erfindung in einem Längsschnitt.
  • Gemäss 1 umfasst eine Kreiselpumpe aus dem Stand der Technik ein Spiralgehäuse 10 und einen Pumpenkörper 40. Das Spiralgehäuse 10 umfasst den Saugeinlass 12 der Kreiselpumpe und eine im Wesentlichen tangentiale Auslassöffnung (nicht gezeigt). Das Spiralgehäuse 10 umgibt das halboffene Laufrad 14 der Kreiselpumpe, welches Laufrad eine sogenannte hintere Deckscheibe 16, Pumpenschaufeln 18, die auf der Seite der Einlassöffnung 12 an seiner Oberfläche befestigt sind, die sogenannte vordere Oberfläche, und einen verflüssigenden Rotor 32 umfasst, der vorzugsweise Schaufeln 34 umfasst, die sich in einem Abstand sowohl von der Achse der Pumpe als auch der Wand des Saugeinlasses 12 erstrecken, und Rückenschaufeln 20, die an der Rückseite der hinteren Deckscheibe 16 befestigt sind. Die hinteren Deckscheibe 16 des Laufrades 14 ist zusätzlich mit Öffnungen 22 zum Entfernen von Gas ausgestattet. Zwischen dem Spiralgehäuse 10 und in dieser baulichen Ausführung einer im Innern des Pumpenkörpers 40 angeordneten Vakuumpumpe ist eine vorzugsweise abnehmbare hintere Wand 24 der Pumpe angeordnet, welche hintere Wand zwischen sich und der Welle oder, wie in der Abbildung gezeigt, einer zylinderförmigen, sich vom Laufrad erstreckenden Schulter eine Durchführung 26 zum Entfernen von Gas übrig lässt, die sich in dieser Ausführungsform so ausdehnt, dass eine ringförmige Kammer 28 gebildet wird, um das Gas aus dem Spiralgehäuse der Kreiselpumpe in die Vakuumpumpe zu leiten. Bezüglich der oben beschriebenen Pumpe muss bemerkt werden, dass die genannte Pumpe nur ein Beispiel aus dem Stand der Technik ist. Die einzige Verbindung zwischen ihr und der Pumpe gemäss der vorliegenden Erfindung ist, dass wir in unserer Erfindung eine neue Rotorbauform vorstellen, die z.B. den Rotor der beschriebenen Pumpe aus dem Stand der Technik ersetzen kann. Somit ist auch klar, dass der Rotor gemäss unserer Erfindung mit jeder Art von Kreiselpumpen in Verbindung gebracht werden kann, entweder mit einer aus dem Stand der Technik oder einer, die mit neuen Lösungen ausgestattet ist.
  • In der Ausführungsform gemäss 2 ist z.B. das halboffene Laufrad, das im Innern eines Gehäuses 10 der Kreiselpumpe gemäss 1 angeordnet ist, durch ein halboffenes Laufrad 50 gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ersetzt, welches Laufrad im Übrigen, abgesehen vom Rotor 52, dem Stand der Technik entsprechen kann. Somit umfasst das Laufrad der Pumpe in der Ausführungsform der Figur in herkömmlicher Weise eine hintere Deckscheibe 16 des Laufrades, die in einer Kreiselpumpe keineswegs immer notwendig ist, auf ihrer Oberfläche angeordnete Pumpenschaufeln 18 und einen Rotor 52 (die Bezugsnummer eines Rotors ist im Allgemeinen 52, auf einzelne Rotoren in unterschiedlichen Figuren wird üblicherweise mit den Nummern 521526 verwiesen), der sich von der genannten hinteren Deckscheibe 16 zum Ansaugstutzen 54 der Pumpe erstreckt. Die hintere Deckscheibe 16 des Laufrades 14 kann, falls die Pumpe Gas abscheidend sein muss, zusätzlich mit Öffnungen zum Entfernen von Gas versehen sein und möglicherweise auch mit Rückenschaufeln. Eine zweite Art, Gas zu entfernen, besteht natürlich darin, Vorrichtungen zum Entfernen von Gas in Verbindung mit dem Rotor anzuordnen. Dies wird z.B. so gemacht, dass in irgend einem Bereich des Rotors mit tieferem Druck, in der Fusszone einer Schaufel, d.h. in Verbindung mit der, von der Drehrichtung aus gesehenen, hinteren Oberfläche der Schaufel, oder in der Nähe der Achse des Rotors eine Öffnung zum Entfernen von Gas angeordnet wird, durch welche das Gas abhängig von den Druckverhältnissen entweder mit Vakuum erzeugenden Mitteln entfernt werden kann oder ohne diese, auf die selbe Weise, wie von einer in Verbindung mit dem Laufrad 50 angeordneten Vorrichtung zum Entfernen von Gas. Diese Öffnung zum Entfernen von Gas kann z.B. zusätzlich durch einen in einer Rotorschaufel angeordneten Kanal führen und/oder einen Kanal, der über die Welle des Rotor eingerichtet ist. Der Rotor 52 erstreckt sich vorzugsweise über die gesamte Länge des Ansaugstutzens 54 der Pumpe. In einigen Anwendungen, wie beispielsweise in der Ausführungsform gemäss 2, erstreckt sich der Rotor 521 jedoch klar vom Ansaugstutzen 54 nach Aussen, mindestens bis zu einer Länge des halben Durchmessers des Ansaugstutzens 54, vorzugsweise bis zu einer Länge des ganzen Durchmessers des Ansaugstutzens 54. In der Ausführungsform der Figur werden die Schaufeln 56 (auf die Rotorschaufeln wird im Allgemeinen unter der Bezugsnummer 56 Bezug genommen, auf einzelne Rotorschaufellösungen wird üblicherweise mit den Bezugsnummern 561566 verwiesen) aus drei Schraubengänge gebildet, deren Steigung im Wesentlichen gleichmässig vom Vorderteil des Rotors 521 zum Laufrad 50 hin zunimmt. In der Ausführungsform der Figur sind die genannten Schaufeln so breit, dass sie sich bis zur Achse des Rotors 521 erstrecken, wobei sie demzufolge keinen Raum in der Mitte des Rotors 521 offen lassen, sondern die Wirkung der Schaufeln 561 des Rotors 521 gezwungenermassen bis ganz zur Mitte ausdehnen. Die Schraubensteigung der Schaufeln 561 ist im Vorderteil der Schaufeln, der am weitesten entfernt ist vom Laufrad 50, am kleinsten.
  • 3 zeigt eine Pumpenlösung gemäss einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, die jener der 2 sehr ähnlich sieht. Es gibt jedoch den Unterschied, dass der Rotor 522 aus drei wesentlich schmaleren Schaufeln 562 gebildet wird als die Schaufeln des Rotors aus 2. In der Ausführungsform der 3 lassen die Schaufeln 562 in ihrer Mitte ein offenes Zentrum, in gewisser Hinsicht wie die Rotorschaufeln der sogenannten MCTM-Pumpen aus dem Stand der Technik. Gemäss einer zusätzlichen Ausführungsform sind die Rotorschaufeln in den zutreffenden Teilen Verlängerungen der Schaufeln des Laufrades sowohl in dieser Ausführungsform als auch in anderen Ausführungsformen. Genau wie in der Ausführungsform der 2 kann sich, wenn der Rotor dieser Ausführungsform ebenfalls in Betrieb ist, unter geeigneten Bedingungen (Gas enthaltende oder leicht verdampfende Flüssigkeit oder Suspension) Gas abscheiden, das in einem geeigneten Umfang durch die schon im Zusammenhang mit der vorangehenden Figur beschriebenen Verfahren entfernt werden kann. Es ist folglich klar, dass die Rotorschaufeln nicht notwendigerweise nur den 2 und 3 zu entsprechen brauchen, sondern dass sie sich auch entlang eines Teils ihrer Länge gegenseitig berühren können und entlang eines Teils ihrer Länge getrennt sein können, wobei sie einen offenen Raum in der Mitte des Rotors lassen.
  • 4 zeigt eine Pumpenlösung gemäss einer dritten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, die jener der 2 ebenfalls sehr ähnlich sieht. Im Unterschied zu 2 erstreckt sich der Rotor 523 in dieser Ausführungsform in Längsrichtung nicht ausserhalb des Ansaugstutzens, sondern der Rotor 523 bleibt vollständig innerhalb des Ansaugstutzens. Natürlich können die Rotorschaufeln 563, ausgenommen wenn sie sich gegenseitig in der Mitte des Rotors berühren, die Mitte des Rotors entsprechend 3 offen lassen. Die Abscheidung von Gas kann ebenfalls eingerichtet werden, z.B. in der früher beschriebenen Art.
  • 5 zeigt seinerseits eine Pumpenlösung gemäss einer vierten bevorzugten Ausführungsform, die sich klar von allen früheren Ausführungsformen unterscheidet. Im Unterschied zu allen früheren Ausführungsformen, in welchen der Rotor 52 entweder direkt oder über das Laufrad der Pumpe auf der Welle der Pumpe angebracht war, wurde der Rotor 524 mit einem eigenen Antrieb (nicht gezeigt) ausgestattet. Die Welle des Rotors 524 ist in der Ausführungsform der Figur, wenn auch nicht notwendigerweise, deckungsgleich mit der Welle des Laufrades 50. In dieser Ausführungsform können die Schaufeln des Rotors 524 abhängig von der Anwendung und dem speziellen Zweck ebenfalls von schmaler oder breiter (in der Figur gezeigt) Ausführung sein. Der Rotor 524 kann, obwohl er unabhängig ist, falls notwendig an den geeigneten Teilen mit Mitteln zum Abscheiden von Gas versehen werden, genau wie in den vorangehenden Ausführungsformen. Der genannte Rotor 524, welcher auch als ein Zuführungsmittel bezeichnet werden kann, kann z.B. im unteren Teil eines Fallrohrs oder in einem Krümmer angebracht sein, der zu einer Pumpe führt. Obwohl die Figur zeigt, dass der Rotor 524 sich im Innern des Ansaugstutzens der Pumpe erstreckt, ist es absolut möglich, den genannten Ansaugstutzen durch ein von der Pumpe getrenntes Ansaugrohr, das als Rotorgehäuse dient, zu ersetzen. Das genannte Rotorgehäuse kann auch ein Bauteil der Vorrichtung sein, das zusammen mit dem Rotor verkauft wird, wobei gemäss einer bevorzugten Ausführungsform das genannte Gehäuse von oben offen ist, in welchem Fall es möglich ist, das Gehäuse an einem Fallrohr für Pulpe oder Ähnlichem zu befestigen.
  • 6 zeigt eine Pumpenlösung gemäss einer fünften bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, in welcher der Rotor 525 mit einem eigenen Antrieb ausgestattet und zusätzlich bezüglich der Achse des Laufrades 50 in einem Winkel angeordnet ist. Zusätzlich kann von den gezeigten Bauformen bemerkt werden, dass der Rotor 525 in 6 von einem Gehäuse 58 umgeben ist. Mit anderen Worten ist die Lösung gemäss 6 z.B. so anwendbar, dass sich das Gehäuse 58 des Rotors nach oben erstreckt, wobei es entweder denselben oder einen verschiedenen Durchmesser hat und z.B. zusammen mit der Auslassschnecke der Waschanlage eine Entladeanlage für aus der Waschanlage abgelassene Pulpe bildet. Natürlich kann das Gehäuse 58 entweder mit dem Ansaugstutzen 54 der Pumpe ein Stück bilden oder mindestens daran befestigt sein. Es ist naheliegend, dass die beschriebene Vorrichtung auch in vielen andern Anwendungen eingerichtet werden kann, wo Pulpe durch einen Durchmesser beschränkten Raum zur Pumpe abgelassen wird. Auch in diesen Ausführungsformen können sich die Rotorschaufeln gegenseitig berühren, teilweise getrennt oder vollständig von einander getrennt sein, wobei sie im Rotor ein offenes Zentrum lassen, z.B. zum Zweck der Abscheidung von Gas.
  • Das Rotorgehäuse selbst, falls vorhanden, kann entweder ein symmetrisches Rohr oder ein symmetrischer Konus oder auch asymmetrisch sein. Es ist z.B. durchaus möglich, dass, vorzugsweise am äussersten Ende, ein Teil angeordnet ist, das der Spirale einer Kreiselpumpe gleicht, mittels welcher der Zuführungsdruck der Vorrichtung leicht erhöht werden kann.
  • In den Versuchen, die wir ausgeführt haben, haben wir bemerkt, dass bei der in den Versuchen verwendeten Pulpe mit ihrem Gasgehalt und ihrer Dichte die besten Resultate erreicht wurden, wenn ein Rotor verwendet wurde, der am Anfang eine Gangsteigung der Schaufeln von ungefähr 200 mm hatte und die sich in der Nähe des Laufrades auf bis zu 3600 mm vergrösserte. Die gleichen Versuche ergaben auch, dass die Steigung des Schraubenganges beinahe bis zum Laufrad zunehmend sein muss, obwohl sich unmittelbar vor dem Laufrad aus rein produktionstechnischen Gründen allein die Notwendigkeit ergibt, darauf vorbereitet zu sein, einen Teil der Schaufeln von ungefähr 10% der Länge des Rotors zur freien Gestaltung übrigzulassen. Weniger ausführliche Vergleichsprobeläufe zeigten, dass die Steigung des Schraubenganges auf der Länge des Verflüssigers mindestens um das Fünffache, vorzugsweise um das Zehnfache zunehmen sollte. Die Probeläufe zeigten auch, dass die Zunahme der Steigung des Schraubenganges sich vorzugsweise gleichmässig fortsetzen sollte, dass aber eine Änderung der Steigung in wenigstens nicht weniger als drei Stufen ebenfalls als funktionsmässig annehmbar betrachtet werden kann.
  • Weiter zeigten unsere Versuche, dass der Abstand der Rotorschaufeln von der Wand des Ansaugstutzens den Betrieb der Vorrichtung wesentlich beeinflusst. Somit sollte zum Beispiel im Fall von Fasersuspensionen der Holz verarbeitenden Industrie der Abstand der Schaufeln 56 von der Wand des Ansaugstutzens, der selbstverständlich von der Dichte der Pulpe und dem Gesamtdurchmesser des Ansaugstutzens abhängt, im Bereich von 5–50 mm sein.
  • Die Vorrichtung gemäss der Erfindung arbeitet zum Beispiel beim Pumpen von Fasersuspensionen der Holz verarbeitenden Industrie, so dass der Rotor mit seinem Vorderteil sehr wirksam einen Teil der Pulpe entweder in der Pulpekammer, im Fallrohr oder im Abflussrohr abschneidet, um sie zum Laufrad der Pumpe zu schaffen. Durch seinen Vorderteil arbeitet der Rotor, anders ausgedrückt, als eine unabhängige Schraubenspindelpumpe. Im Unterschied zu den sogenannten MCTM-Pumpen aus dem Stand der Technik, in welchen es der einzige Zweck des Rotors war, die Pulpe zu verflüssigen, und in welchen der Fluss der Pulpe zum Laufrad über die gesamte Länge des Rotors durch die Saugwirkung erreicht wird, die durch die Pumpe erzeugt wird. Somit erzeugt der Rotor gemäss unserer Erfindung einen Druck, mittels welchem die Pulpe zum Laufrad der Pumpe geschafft wird. In der Vorrichtung gemäss unserer Erfindung wird die zuführende und Druck erhöhende Wirkung weniger bedeutsam, wenn man sich dem Laufrad nähert, da die vom Laufrad der Pumpe verursachte Saugwirkung und die in der Pulpe erzeugte Fliessgeschwindigkeit als solche bewirken, dass die Pulpe zur Pumpe fliesst. Gleichzeitig wird es auch in praktischen Fördersituationen notwendig, die Bewegung der Pulpe im Ansaugstutzen zu beruhigen, so dass sich in der Mitte des Laufrades Gas abscheiden kann. Obwohl der Zuführungsrotor die Notwendigkeit für die Abscheidung von Gas hinsichtlich des eigentlichen Pumpens herabsetzt, da die Druck erhöhende Wirkung des Rotors die Abscheidung von Gas aus der Pulpe verlangsamt, ist das Abscheiden des Gases von der Pulpe in den meisten Fällen aus prozesstechnischen Gründen erwünscht. Folglich ist aus dem genannten Grund vor dem halboffenen Laufrad der Pumpe eine längliche Zone angeordnet, in welcher Zone die Steigung der Rotorschaufeln sehr gross ist. Die genannte Zone arbeitet als ein wirksamer Gasabscheider, wobei das Gas, das in der Mitte des Laufrades abgeschieden wird, einfach durch die Öffnungen des Laufrades zum Entfernen von Gas zum rückseitigen Raum des Laufrades und weiter vorzugsweise mittels einer Flüssigkeitsringpumpe abgeführt werden kann, die entweder auf derselben Welle mit dem Laufrad oder getrennt von der Pumpe mit einem eigenen Antrieb angeordnet ist.
  • Zusätzlich zu den Pulpen der Holz verarbeitenden Industrie sind das Verfahren und die Vorrichtung gemäss unserer Erfindung hervorragend geeignet, auch viele andere Medien zu pumpen. Eine bevorzugte Anwendung ist das Pumpen heisser Flüssigkeiten nahe bei ihrem Siedepunkt. In dieser Art von Fällen verhindert der Rotor das Sieden der Flüssigkeit im Ansaugstutzen, indem er den Druck auf die Flüssigkeit im Ansaugstutzen erhöht und sicherstellt, dass der Druck im Ansaugstutzen hoch genug bleibt. Der Rotor gemäss unserer Erfindung erleichtert auf diese Weise das Pumpen von Flüssigkeiten bei einer Temperatur in der Nähe des Siedepunktes.
  • Wie man aus dem oben Gesagten bemerkt, beseitigt das Verfahren und die Vorrichtung gemäss unserer Erfindung viele Probleme der Vorrichtungen und Verfahren aus dem Stand der Technik. Darüber hinaus erleichtert die Vorrichtung gemäss unserer Erfindung in einigen Anwendungen die Verwendung von einfacheren Pumpenlösungen, verglichen mit denen, die früher verwendet wurden. Von dem, was oben festgestellt wurde, muss man sich jedoch vor Augen halten, das es nur einige wenige Ausführungsformen der Erfindung darstellt, ohne den Versuch zu machen, die Erfindung allein auf die genannten Ausführungsformen zu beschränken. Das bedeutet, dass, obwohl alle beschriebenen Beispiele einen Rotor mit drei Schaufeln darstellen, die Zahl der Schaufeln abhängig von der Situation variieren kann, so dass die kleinste Zahl von Schaufeln eins sein kann. Weiter muss vermerkt werden, dass das Wort „Gas enthaltend" auch so verstanden wird, dass es ein Medium meint, das leicht verflüchtigt oder verdampft, z.B. heisses Wasser in den Fasersuspensionen der Holz verarbeitenden Industrie oder einige Ölprodukte.

Claims (16)

  1. Verfahren zum Pumpen eines Gas enthaltenden und viskosen Stoffes mittels einer Vorrichtung, die hauptsächlich ein Gehäuse (10), darin Saug- und Druckstutzen (54, 11), ein mindestens eine oder mehrere Pumpenschaufeln (18) umfassendes Laufrad (50) und einen vor dem Laufrad (50) angeordneten Rotor (52) umfasst, welcher Rotor zusätzlich eine oder mehrere Schaufeln (56) umfasst, in welchem Verfahren bewirkt wird, dass der genannte Stoff durch den genannten Saugstutzen (54) zur genannten Pumpvorrichtung fliesst, der Stoff von der genannten Pumpvorrichtung zum Druckstutzen (11) ausgestossen wird, die genannten eine oder mehreren Rotorschaufeln in einem ersten Teil des Saugstutzens (54), wenn vom Laufrad (50) am entfernten Ende gesehen, mit einer derartigen Steigung versehen sind, dass der Druck des Stoffes erhöht wird, um die Pulpe in die Vorrichtung einzuführen, und die Steigung der Rotorschaufeln zum Laufrad hin erhöht wird, um den Rotor an sich ändernde Volumendurchflüsse anzupassen, und der Stoff im Endteil des Saugstutzens (54), in der Nähe des Laufrades (50) einer Zentrifugalkraft ausgesetzt wird, um Gas vom Stoff abzuscheiden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der im Saugstutzen (54) durch den Rotor (52) erzeugte Druck aufrecht erhalten wird, wobei der Stoff mittels des Druckes daran gehindert wird, im Saugstutzen (54) zu verdampfen.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei im Endteil des Saugstutzens (54) Gas vom Stoff abgeschieden wird.
  4. Eine Vorrichtung zum Pumpen eines Gas enthaltenden und viskosen Stoffes, welche hauptsächlich ein Gehäuse (10), darin Saug- und Druckstutzen (54, 11), ein mindestens eine oder mehrere Pumpenschaufeln (18) umfassendes Laufrad (50) und einen vor dem Laufrad (50) angeordneten Rotor (52) umfasst, welcher Rotor zusätzlich eine oder mehrere Schaufeln (56) umfasst, wobei die genannten Schaufeln (56) des genannten Rotors (52) so verdreht sind, dass sich ihre Steigung entlang eines wesentlichen Teils der Länge des Rotors (52) ändert, welche Vorrichtung zusätzlich, in der Nähe des Laufrades (50), eine Gasabscheidungszone umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass sich die genannte Steigung der genannten einen oder mehreren Schaufeln (56) des Rotors (52) derart vergrössert, dass im Rotor (52) vor dem Laufrad (50) eine Zone zum Abscheiden von Gas angeordnet ist, und dass sich die genannte Steigung der genannten einen oder mehreren Schaufeln (56) des Rotors (52) kontinuierlich vergrössert oder in mindestens drei Stufen oder derart, dass sich die genannte Steigung vom Vorderteil des Rotors (52) bis zum Laufrad (50) mindestens um das Fünffache ändert.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, wobei die genannten einen oder mehreren Schaufeln (56) des Rotors (52) am Vorderteil des Rotors (52) mit einer derartigen Steigung versehen sind, dass der Druck des Stoffes erhöht wird, um den Stoff in die Vorrichtung einzuführen.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, wobei die genannte Steigung der genannten einen oder mehreren Schaufeln (56) des Rotors (52) sich mindestens um das Zehnfache ändert.
  7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, wobei das Laufrad (50) mit einer hinteren Deckscheibe (16) ausgestattet ist und Öffnungen zum Entfernen von Gas in der hinteren Deckscheibe (16) angeordnet sind.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, wobei im Zusammenhang mit dem Rotor und/oder seinen Schaufeln und/oder der Welle des Rotors Öffnungen zum Entfernen von Gas eingerichtet sind.
  9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, wobei die Schaufeln (562) des Rotors (522) das Zentrum des Rotors (522) oder einen Teil des genannten Zentrums offen lassen.
  10. Rotor zur Verwendung im Zusammenhang mit einer Vorrichtung, die hauptsächlich ein Gehäuse (10), darin Saug- und Druckstutzen (54, 11), und ein mindestens eine oder mehrere Pumpenschaufeln (18) umfassendes Laufrad (50) zum Pumpen eines Gas enthaltenden und viskosen Stoffes umfasst, wobei der genannte Rotor einen Vorderteil und ein anderes Ende hat, das dem Laufrad gegenüber liegt, wobei der genannte Rotor zusätzlich eine oder mehrere Schaufeln (56) umfasst, wobei die genannten Schaufeln (56) so verdreht sind, dass sich ihre Steigung entlang eines wesentlichen Teils der Länge des Rotors (52) ändert, dadurch gekennzeichnet, dass sich die genannte Steigung der genannten einen oder mehreren Schaufeln (56) des Rotors (52) derart vergrössert, dass im Rotor (52) vor dem Laufrad (50) eine Zone zum Abscheiden von Gas angeordnet ist, und dass sich die genannte Steigung der genannten einen oder mehreren Schaufeln (56) des Rotors (52) kontinuierlich vergrössert oder in mindestens drei Stufen oder derart, dass sich die genannte Steigung vom Vorderteil des Rotors (52) bis zum Laufrad (50) mindestens um das Fünffache ändert.
  11. Rotor nach Anspruch 10, wobei die genannten einen oder mehreren Schaufeln (56) des Rotors (52) am Vorderteil des Rotors (52) mit einer derartigen Steigung versehen sind, dass der Druck des Stoffes erhöht wird, um den Stoff in die Vorrichtung einzuführen.
  12. Rotor nach Anspruch 10 oder 11, wobei die genannte Steigung der Schaufeln (56) des Rotors (52) am andern Ende des Rotors (52), das dem Laufrad gegenüber liegt, am grössten ist.
  13. Rotor nach einem der Ansprüche 10 bis 12, wobei im Zusammenhang mit dem Rotor und/oder seinen Schaufeln und/oder der Welle des Rotors Öffnungen zum Entfernen von Gas eingerichtet sind.
  14. Rotor nach Anspruch 10, wobei der genannte Rotor (525) zusätzlich mit einem Gehäuse (58) versehen ist, und wobei eine Gasabscheidungszone an dem genannten anderen Ende des Rotors (52) angeordnet ist, das näher beim Laufrad (50) der genannten Vorrichtung gelegen ist.
  15. Rotor nach Anspruch 10, wobei der genannte Rotor (521, 522, 523, 524) mindestens entlang eines Teils seiner Länge vom Saugstutzen (54) der genannten Vorrichtung umgeben ist, und wobei eine Gasabscheidungszone an dem genannten anderen Ende des Rotors (52) angeordnet ist, das näher beim Laufrad (50) der genannten zum Pumpen eingesetzten Vorrichtung gelegen ist.
  16. Rotor nach Anspruch 15, wobei das genannte Laufrad (50) mit Öffnungen zum Entfernen von Gas versehen ist, um Gas aus der Gasabscheidungszone des Rotors (521, 522, 523, 524) abzuführen.
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