-
Diese
Erfindung bezieht sich auf eine Umhüllung zum Aufnehmen eines Patienten,
der auf eine Kerntemperatur unter der normalen Körpertemperatur zu kühlen ist.
-
In
unserer Patentanmeldung WO 97/42919 ist ein System beschrieben,
um einen Patienten auf eine Kerntemperatur zu kühlen, die ein paar Grade unter
der normalen Bluttemperatur liegt, z.B. im Bereich von ungefähr 32°C bis 34°C. Dieses
klinische Verfahren ist mit einigem Erfolg beim Verringern von Gehirnschäden bei
Herzinfarkt- oder
Schlaganfallpatienten als Folge des verringerten Flusses von sauerstoffhaltigem
Blut verwendet worden.
-
Das
Dokument US-A-5044364 beschreibt ein hypothermales Gerät, welches
eine Umhüllung
in Form eines Zeltes umfasst und auf der Unterseite einer Abdeckung
gelöcherte
Luftkammern umfasst.
-
Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Umhüllung in
Form eines Zelts vorzusehen, welche beim raschen Verringern der
Kerntemperatur auf einen gewünschten
Bereich wirksam ist. Bei solchen Behandlungsverfahren ist es entscheidend,
das Kühlverfahren
so rasch wie möglich
zu beginnen und auch die Körpertemperatur
des Patienten sehr schnell abzusenken. Die vorliegende Erfindung
strebt das Vorsehen einer Umhüllung
an, die für
solche Kühlzwecke
bei einer Vielfalt von Unterstützungsvorrichtungen
einschließlich
in einer mit einer Quelle kalter Luft ausgerüsteten Ambulanz verwendet werden
kann.
-
Gemäß eines
Gesichtspunkts der vorliegenden Erfindung ist ein hypothermales
Gerät zur
Verwendung beim Kühlen
eines Patienten auf eine Kerntemperatur unter der normalen Körpertemperatur vorgesehen,
welches einen Bodenabschnitt aus flächigem Material umfasst, der
mit einem oberen Abschnitt aus flächigem Material verbunden ist,
um einen größeren Teil
des Patientenkörpers
zu umhüllen, und
Kühlmittel,
um die Umhüllung
mit kalter Luft zu versorgen, wobei die Umhüllung die Form eines Zelts aufweist,
so dass die oberen Platten den Patientenkörper nicht direkt berühren, und
dadurch gekennzeichnet ist, dass der Bodenabschnitt und/oder der obere
Abschnitt mit einer Leitung verbunden sind, um gekühlte Luft
zum Patienten zu leiten und um solche Luft auf einen oder mehrere
Punkte auf dem Patientenkörper
zu richten, an welchen sich der Wärmeverlust rasch vollzieht,
wobei die Leitung ein Paar von sich in Längsrichtung erstreckenden Kopfrohren
umfasst, die mit Anschlussrohren verbunden sind, die derart angeordnet
sind, dass sie sich relativ zum Patientenkörper seitlich erstrecken, um
Luft auf bestimmte Bereiche des Patientenkörpers zu richten.
-
Zur
Aufnahme des Patienten ist der Bodenabschnitt geeigneterweise in
Form einer Bodenplatte gebildet, und umfasst der obere Abschnitt
eine oder mehrere obere Platten, die mit der Bodenplatte zur Bildung
einer Umhüllung
verbunden ist. Die oberen Platten können entlang eines Rands dauerhaft
mit der Bodenplatte verbunden sein, z.B. durch Nähen oder Schweißen, und
die Umhüllung
kann durch Verbinden der oberen Platten mittels einer geeigneten, lösbaren Befestigung
gebildet sein, um eine zeltähnliche
Umhüllung
zu bilden. Es sind weitere Alternativen möglich. Beispielsweise kann
eine einzelne obere Platte entlang eines Rands mittels einer dauerhaften
Befestigung mit der Bodenplatte verbunden sein und entlang ihres
gegenüberliegenden
Rands mittels einer lösbaren
Befestigung mit der Bodenplatte verbunden sein. Als weitere Abwandlung
kann die obere Platte an beiden Rändern mittels lösbaren Befestigungen
an gegenüberliegenden
Rändern
der Bodenplatte befestigt werden.
-
Eine
erste Platte schließt
Kopfrohre ein, die sich in Bezug auf die Platte in Längsrichtung
erstrecken. Diese Rohre sind mit Auslässen für kalte Luft verbunden, so
dass diesen Auslässen
von zumindest einem Ende der Umhüllung
mit den Kopfrohren verbundene kalte Luft zugeführt werden kann. Die Teile des Patientenkörpers, denen
die Körperwärme am raschesten
und am wirkungsvollsten entzogen werden kann, sind jene Bereiche,
bei welchen Blutgefäße am nähesten zur
Haut liegen, wie beispielsweise am Nacken und im Leistenbereich.
Deshalb sind die Auslässe
vorzugsweise speziell auf diese Bereiche gerichtet.
-
Geeigneterweise
schließt
die Bodenplatte eine oder mehrere Klappen, Netze oder Leinen zum Befestigen
des Zelt oder der Umhüllung
an einer Matratze oder einem Bett ein.
-
Es
ist auch bevorzugt, dass die Umhüllung derart
ausgelegt ist, dass sie leicht an einer Matratze zu befestigen ist.
Falls die Matratze mit Luft aufgeblasen ist, kann die Luftzufuhr
zum Aufblasen der Matratze gekühlt
und die Umhüllung
mit Verbindern versehen sein, um die Umhüllung mit der Luftzufuhr für die Matratze
zu verbinden.
-
Für ein Maximum
an Wirksamkeit und Gleichförmigkeit
des Kühlens
ist es wichtig, dass das Material, welches die Wände der Umhüllung bildet, den Patientenkörper nicht
direkt berührt
(mit Ausnahme der Fläche,
auf welcher der Patientenkörper
ruht), sondern einen konvektiven Raum um den Patienten herum vorsieht.
-
Die
Umhüllung
weist eine derartige Gestalt und Größe auf, dass sie den größeren Teil
des Patientenkörpers
bedeckt. Vorzugsweise ist die Umhüllung derart angeordnet, dass
sie zumindest den Torso des Patienten einschließlich der Leiste und der Oberschenkel,
sowie den Nacken bedeckt. Das Gesicht des Patienten kann unbedeckt
bleiben, um den Zugang zu Mund und Nase zu ermöglichen, z.B. um die Lungen
des Patienten zu beatmen. In diesem Fall kann die Umhüllung um
den Nacken des Patienten herum gegen Luftverlust abgedichtet sein.
-
Geeigneterweise
schließt
die Umhüllung Schnelllöse- oder
Schnappverbinder ein, um die Kopfleitungen mit der Versorgungsvorrichtung
für gekühlte Luft
für die
Matratze oder mit einer separaten Versorgungsvorrichtung für gekühlte Luft
zu verbinden.
-
Die
Matratze ist vorzugsweise eine Matratze mit geringem Luftverlust,
und die Umhüllung
ist mit männlichen
Verbindern versehen, die für
den Eingriff mit sich in Nachbarschaft der Matratze befindenden weiblichen
Verbindern ausgelegt sind. Die Verbinder an der Matratze können speziell
zum Eingriff mit der Umhüllung
vorgesehen sein, um diese mit gekühlter Luft zu versorgen. Alternativ
können
die Zufuhr-Verbinder an der Umhüllung
mit den Verbindern in Eingriff bringbar sein, um die Säcke der
Matratze mit geringem Luftverlust mit Luft zu versorgen, so dass
beispielsweise durch Entfernen der Säcke an den äußersten Enden der Matratze
die Zufuhr-Verbinder der Umhüllung
an ihrer Stelle angeschlossen werden können, um das Innere der Umhüllung mit
einer Zufuhr von kalter Luft zu versehen.
-
Ausführungen
von erfindungsgemäßen Umhüllungen
werden nun nur beispielhaft mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen
beschrieben, bei welchen:
-
1 einen
auf der Bodenplatte einer Umhüllung
liegenden Patienten zeigt,
-
2(a), 2(b) und 2(c) eine Draufsicht, eine Endansicht und eine
Seitenansicht einer abgewandelten Form der in 1 gezeigten,
nicht zusammengebauten Umhüllung
zeigen,
-
3 eine
perspektivische Ansicht der in den 2(a) bis 2(c) gezeigten zusammengebauten Umhüllung ist,
-
4(a) und 4(b) eine
Draufsicht bzw. eine Druntersicht der nicht zusammengebauten Umhüllung sind,
-
4(c) eine Detailansicht der Umhüllung der 4(a) und 4(b) ist,
die ein Verfahren zum Befestigen einer Versorgungsleitung zeigt,
-
5(a) eine teilweise geschnittene, perspektivische
Explosionsansicht ist, die eine weitere Ausführungsform der Umhüllung zeigt,
die derart angeordnet ist, dass sie zu einer Matratze mit geringem Luftverlust
passt, und
-
5(b) bis 5(d) perspektivische
Ansichten der Umhüllung
sind, die verschiedene Gesichtspunkte der Umhüllung zeigen.
-
Mit
Bezug auf die Zeichnungen ist die Umhüllung in den 1, 2(a) bis 2(c), 4(a) und 4(b) in
ihrer nach außen
geöffneten
Form gezeigt und umfasst eine erste Platte (1), die als
obere Fläche
einer Matratzenbasis (2) gebildet ist oder dazu vorgesehen
ist, auf einer separaten Matratzenbasis gehaltert zu werden. In
Längsrichtung
der Platte (1) erstreckt sich ein Paar von Kopfrohren (3),
um einem auf der Platte (1) der Matratze (2) liegenden Patienten
(5) kalte Luft zuzuführen.
Die Kopfrohre (3) sind mittels eines Querrohrs oder einer
Verteilerkammer (4) verbunden, welchem bzw. welcher kalte
Luft aus einem in unserer früheren
Anmeldung WO 97/42919 beschriebenen Wärmetauscher zugeführt wird.
Die Kopfrohre (3) sind mit Auslässen für kalte Luft versehen, die
als Stellen (6) und (7) angezeigt sind. Die von
der Verteilerkammer (4) entfernt liegenden Enden der Kopfrohre
(3) können
mit Auslassventilen verbunden sein, die voreingestellt sein können oder
von Hand eingestellbar oder automatisch gesteuert sein können, um
einen gewünschten
Durchsatz kalter Luft durch die Kopfrohre (3) vorzusehen. Um
die Position des Kopfs des Patienten in Bezug auf die Kaltluftauslässe festzulegen,
kann die Platte sich seitlich des Patienten erstreckende Blöcke (8) einschließen. Diese
Blöcke
können
aufblasbar und an die Kopfteile anschließbar sein und können an den
in Nachbarschaft des Nackens des Patienten liegenden Enden Perforationen
(15) (siehe 2(b)) einschließen, so
dass die kalte Luft direkt auf den Nackenbereich des Patienten geblasen
wird. Wie in den 2(a) und 2(b) deutlicher
gezeigt, können diese
Blöcke
(8) durch einen Luftdurchgang (20) miteinander
verbunden sein, der sich unter dem Nacken des Patienten erstreckt.
Auch der Luftdurchgang (20) kann Perforationen (16)
einschließen.
Auf diese Weise wird der Nackenbereich des Patienten Strömen von
kalter Luft ausgesetzt, die an den Seiten auf den Nacken des Patienten
projiziert werden, und falls gewünscht,
auch um die Rückseite
herum.
-
Seitliche
Platten (11) sind an der Platte (1) oder an den
Kopfteilen (3) flexibel befestigt. Die Platten (11)
schließen
mit den Kopfteilen (3) verbundene, rohrförmige Ausläufer (12)
ein. Die Ausläufer
(12) können
auch Perforationen einschließen,
so dass kalte Luft aus den Ausläufern
(12) austritt und über den
Oberschenkel- und den unteren Torsobereich des Patienten bläst, wenn
die Platten (11) über
den Patienten gefaltet werden. Alternativ können in den Kopfteilen (3)
bei den Stellen (6) und (7) Perforationen ausgebildet
sein, wie in 1 gezeigt. Die untere Platte
kann ein unter den Oberschenkeln und dem Leistenbeugenbereich des
Patienten verlaufendes Querrohr einschließen, welches mit einem oder
beiden Kopfteilen (3) verbunden ist, und Perforationen aufweist,
um kalte Luft auf diese Bereiche des Patientenkörpers zu richten. Die aufgeblasenen
rohrförmigen
Ausläufer
(12) heben, wenn sie gegeneinander gefaltet sind, die Platten
vom Patientenkörper weg
und helfen, die Seitenplatten in einer zeltähnlichen Struktur zu haltern,
was in 3 am besten zu sehen ist. Die Platten (11)
schließen
Fenster (13) ein, z.B. aus durchsichtigem Kunststoff, um
den Patienten zu beobachten, wenn die Umhüllung geschlossen ist. Schnellbefestigungsmittel,
wie beispielsweise Streifen von Kleinhaken und -ösen, z.B. Velcro®-Streifen,
können
an den seitlichen Rändern
(14) der Platten (11) befestigt sein, so dass
dann, wenn diese über
den Patienten gefaltet sind, rasch eine geschlossene Umhüllung gebildet
werden kann. Alternative wiederabdichtbare Befestigungsmittel schließen druckempfindliche
Klebestreifen, Magnetbänder und
biegsame Wulstschnurverbinder ein. Die Fenster (13) können öffenbar
(und z.B. mit Velcro®-Streifen wiederabdichtbar)
sein, um einen leichten Zugang zu Nase und Mund des Patienten zu
gestatten.
-
Die 2(a) bis 2(c) und 3 und 4(a), 4(b) unterscheiden
sich von der in 1 gezeigten Umhüllung im
Wesentlichen dadurch, dass sich die Kopfteile (3) nicht über die
gesamte Länge
der Platte (1) erstrecken. Es werden zum Anzeigen äquivalenter
Teile dieselben Bezugszeichen wie in 1 verwendet.
Wie in den 2(a), 4(a) und 4(b) ersichtlich ist, weist die untere Platte
(1) an jedem Ende befestigte, dreieckige Klappen (22 & 23)
auf. Diese Klappen werden aufgefaltet und mit den Platten (11)
verbunden, um die zusammengebaute Umhüllung zu bilden, wie in 3 ersichtlich.
Velcro®-Streifen
auf benachbarten Rändern (30)
der Platten (11) und Rändern
(31) der Klappen (22) und (23) ermöglichen
die Erzeugung einer schnell lösbaren,
zeltähnlichen
Umhüllung.
In der Praxis ist herausgefunden worden, dass das Kühlen der
Beine wenig Unterschied auf die Kühlrate des Patienten bewirkt,
und dass die wirksamsten Bereiche, auf die es sich zu konzentrieren
gilt, der Nacken- und Schulterbereich,
die Schenkel (insbesondere die Innenseiten der Schenkel) und der
Unterleib sind. Auslässe
für gekühlte Luft
sind deshalb vorzugsweise zum Auftreffen auf diese Bereiche vorgesehen.
-
Die
Umhüllung
kann an einem oder beiden Enden mit einer Quelle kalter Luft, wie
beispielsweise einer Kühlvorrichtung,
und mit einer Gebläseeinheit verbunden
sein, die in unserer vorstehenden PCT-Anmeldung beschrieben ist.
In 3 ist bei (24) ein Verbindungspunkt für eine Kaltluftleitung
angezeigt. Der Verbindungspunkt (24) führt in eine Verteilerkammer
(25), die mit dem Querglied (4) in Verbindung
steht.
-
In
den 4(b) und 4(c) unterscheidet sich
die Anordnung dadurch leicht, dass das Anschließen einer Versorgungsleitung
an jedem Ende der Kammer (25) vorgesehen ist, und an jedem
Ende der Kammer (25) ein "Entenschnabel"-Ventil vorgesehen ist, welches sich
automatisch schließt,
wenn sich Luft in der Kammer befindet. Das Ventil wird durch das
Einführen
einer Versorgungsleitung in das Ventil geöffnet. Eine Halterungsschleife
(27) sieht ein Schnellbefestigungssystem zum Befestigen
einer Vorsorgungsleitung an der Verteilerkammer vor.
-
Vorzugsweise
wird die Umhüllung
auf einer Matratze mit geringer Luftzufuhr montiert, welcher auch
ein stetiger Strom kalter Luft zugeführt wird. Mit anderen Worten
werden die Säcke
der Matratze mit gekühlter
Luft unter Druck gesetzt und strömt
die kalte Luft stetig durch die Säcke, um in den Patientenunterstützungssäcken eine
abgesenkte Temperatur aufrechtzuerhalten. Die Umhüllung kann
an der darunter liegenden Matratze oder dem Bett vorübergehend
mit Schleifen oder Klappen (28) befestigt werden. Die Seitenplatten
können
auch öffenbare
Platten (29) als Zugang zum unteren Teil des Patienten einschließen.
-
Der
Aufbau der Platte (1), der rohrförmigen Kopfteile (3)
und der Platten (11) wird geeigneterweise aus einem verfügbaren Material
gebildet, beispielsweise einem nicht gewebten Kunststoffmaterial,
z.B. Polypropylen, oder aus Papier, welches zur zusätzlichen
Festigkeit verstärkt
oder überzogen
sein kann. Die Fertigung der Umhüllung
als eine im Wesentlichen ebene Fläche von miteinander verbundenen
Platten und aufblasbaren Rippen und Rohren ist für den Transport und die Lagerung
vorteilhaft und kann auf einer geeigneten Halterung, beispielsweise einer
Matratze, leicht zusammengebaut werden. Die Umhüllung kann jedoch in einem
vormontierten Zustand gefertigt werden, und diesem Fall sind dann Velcro®-Streifen
oder andere Schließmittel
zum Verbinden der Seitenplatten zum Bilden eines umschlossenen Raums
nicht notwendig. In einem solchen Fall können die Verbindungen zwischen
den Platten mittels Kleben, Nähen
oder Schweißen
gebildet werden.
-
Die 5(a) bis 5(d) zeigen
eine weitere Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Umhüllung.
-
Auf
die 5(a) bis 5(d) Bezug
nehmend ist die Umhüllung
(50) in einer geeigneten Länge und Höhe im Allgemeinen rohrförmig oder
keilförmig,
um eine auf dem Rücken
liegende Person aufzunehmen. Die Umhüllung (50) ist aus
schrägen
seitlichen Platten (51) und aus schrägen oder aufrechten Endplatten
(52) gebildet. Die Platten (51) und (52) sind
vorzugsweise doppelschalig, wie in 5(b) angezeigt,
um eine erhöhte
Isolierung vorzusehen. Es ist auch eine Bodenplatte (53)
vorgesehen, und die gesamte Umhüllung
ist als Einweggegenstand gefertigt, welches zur Verwendung durch
einen einzigen Patienten vorgesehen ist. Längsgerichtete Kopfleitungen
(54) sind dazu angeordnet, um eine querverlaufende Leitung
(55) mit Luft zu versorgen, die bei (57) so gestaltet
ist, dass sie den Nackenbereich eines Patienten teilweise umgreift.
Der Abschnitt (57) ist mit Öffnungen versehen, um einen
Strom gekühlter
Luft auf den Nacken des Patienten zu richten. Die Kopfteile (54)
stehen auch mit einer Leitung (56) in Verbindung, die dazu
ausgelegt ist, gekühlte
Luft durch geeignet angeordnete Öffnungen
auf den Leistenbereich und den Unterleibsbereich eines Patienten
zu richten. Zum Überwachen
des Zustands des Patienten sind eines oder mehrere Zugangsfenster (58),
z.B. aus klarem Kunststoff, vorgesehen. Es können auch Zugangsplatten (59)
vorgesehen sein, um den Zugang zum Patienten zu ermöglichen
und um beispielsweise Katheter und Überwachungsgeräte mit dem
Patienten zu verbinden.
-
Es
sind Zugangslöcher
(73) für
Beatmungsschläuche
vorgesehen, um den Patienten mit Beatmungsluft oder Sauerstoff zu
versorgen, oder für
Katheter und Sensoren, um die Lebensfunktionen des Patienten zu überwachen.
Wie in der vergrößerten Ansicht
gezeigt, sind die Zugangslöcher
(73) segmentiert, um eine automatische Abdichtung um die Schläuche herum
vorzusehen. Der Schlitz erlaubt es, die Schläuche oder anderen Leitungen
ohne Verbindungsunterbruch anzuschließen. Die Kopfleitungen können einen
Brückenabschnitt
(60) einschließen, und
in der dargestellten Ausführungsform
führt der Brückenabschnitt
einer aufblasbaren Rippe (61) Luft zu, um beim Haltern
der Endplatte (52) behilflich zu sein, wenn die Zugangsabdeckungen
(58) und/oder (59) offen sind.
-
Die
Umhüllung
wird durch Verbinder (63), die sich an den unteren Ecken
befinden, mit gekühlter Luft
versorgt. Jeder Verbinder (63) ist eine männliche Verbinderhälfte, die
dazu ausgelegt ist, in eine entsprechende weibliche Verbinderhälfte (64)
einzugreifen, die an den Ecken einer aufblasbaren Matratze (65)
angeordnet ist. Geeignete Verbinder sind von der in GB veröffentlichten
Anmeldung Nr. 2070174 beschriebenen Art. Die Verbinderhälften (64)
werden aus einer Kühlvorrichtung
und einer Gebläseeinheit (80)
mit gekühlter
Luft versorgt. Die Kühlvorrichtung und
die Gebläseeinheit
können
von der in der WO 97/42919 beschriebenen Art sein und schließen Steuerungsmittel
und eine Steuerungsplatte (81) ein, um die Temperatur der
von der Einheit ausgegebenen gekühlten
Luft zu steuern und anzuzeigen. Die Steuerungsmittel können auch
andere Parameter steuern, beispielsweise die Strömungsraten der gekühlten Luft
und die Drücke
innerhalb der Luftsäcke (71),
welche die Matratze bilden. Temperatur-Detektoren innerhalb der
Umhüllung
können
derart mit der Einheit (80) verbunden sein, dass die Temperatur und
die Strömungsrate
der gekühlten
Luft programmiert werden können,
um innerhalb der Umhüllung eine
gewünschte
Temperatur oder eine Zieltemperatur zu erreichen. Typischerweise
kann die Temperatur der gekühlten
Luft ausgewählt
werden, um in der Umhüllung
eine Zieltemperatur von 8°C
bis 12°C
zu erreichen. Es wurde gefunden, dass dies bei den Umhüllungen
der Erfindung rasch erreicht werden kann, indem der Umhüllung Luft
von ungefähr
5°C bis 8°C bei einer
Zufuhrrate von 10 ~ 20 Kubikfuß pro
Minute (0.00472 ~ 0.00943 m3·s–1)
zugeführt
wird. Es wird ungefähr 1
Kilowatt Kühlleistung
verwendet. Die Zufuhr von gekühlter
Luft zur Matratze wird über biegsame
Rohre (82), (83), über Lufteinlassfassungen (70)
und über
sich im Inneren der Matratze befindende Leitungen zu den Verbinderhälften (64)
geleitet. Um den Strom der gekühlten
Luft zur Umhüllung zu
regulieren, sind einige Verbinder (64) so angeordnet, dass
sie der Umhüllung
Luft zuführen,
wohingegen andere so angeordnet sind, dass sie Luft aus der Umhüllung auslassen.
Beispielsweise können
die Verbinder (64) am Kopf der Matratze dem Querrohr (60)
kalte Luft zuführen,
wohingegen die Verbinder am Fuß Luft
aus der Umhüllung
auslassen. Alternativ können
die sich auf der einen Seite befindenden Verbinder (64)
die Zufuhr vorsehen, wohingegen jene auf der anderen Seite die Luft
aus der Umhüllung auslassen.
Geeignet angeordnete Zufuhr- und Auslassventile können manuell
oder automatisch gesteuert sein, um sicherzustellen, dass der Patient
dem richtigen Grad an Kühlwirkung
ausgesetzt ist, um seine Kerntemperatur auf den vom Art vorgeschriebenen
Wert von normalerweise zwischen ungefähr 32°C und 34°C zu verringern. Das Kühlen des
Patienten auf die Zielkerntemperatur kann mittels Temperaturmessfühlern im
Patienten gesteuert werden, welche derart mit einer Steuerungseinheit
in der Kühlvorrichtung/Gebläseeinheit
verbunden sind, dass bei Annäherung
an die Zieltemperatur die Zufuhrrate von kalter Luft verringert
wird oder deren Temperatur das Ansteigen erlaubt wird. Einige der Lufteinlassfassungen
können
den Luftsäcken
(71) unter Druck stehende, gekühlte Luft zuführen, und die
Zufuhr zur Matratze kann derart in Abschnitte unterteilt sein, dass
verschiedene Teile der Matratze auf unterschiedliche Drücke aufgeblasen
werden können,
um einen maximalen Hautkontakt und eine maximale Unterstützung sicherzustellen,
wie es beispielsweise im US-Patent Nr. 4,525,885, dem EP-A-0034954
und dem US-Patent Nr. 5,396,671 beschrieben ist.
-
Es
kann auch wichtig sein, die Rate zu kontrollieren, bei welcher der
Patient wieder auf seine normalen physiologischen Bluttemperaturen
aufgewärmt
wird. Dies kann erreicht werden, indem die Luftversorgung zur Umhüllung allmählich erwärmt wird.
Dies kann beispielsweise erreicht werden, indem die Temperatur der
zu den Verbinderhälften
(64) zugeführten
Luft allmählich
erhöht
wird, während
die Kerntemperatur des Patienten überwacht wird.
-
Bei
den hierin beschriebenen Ausführungsformen
wird die Umhüllung
von einer Kombination von Faktoren gehaltert, einschließlich des
leicht positiven Luftdrucks innerhalb der Umhüllung und der Wirkung der Aufblasluft
innerhalb der doppelschaligen Wände
und innerhalb der aufblasbaren Rippen, beispielsweise der Rippen
(12) und (61). Es könnte jedoch wünschenswert
sein, das Haltern (oder das Vorsehen einer zusätzlichen Halterung) der Umhüllung mittels
eines äußeren Rahmens
zu bewerkstelligen, an welchem die Umhüllung durch Drähte, Fäden, Schnüre oder
Netze aufgehängt
ist. Alternativ kann die Umhüllung
auf einem inneren Rahmen gehaltert sein, der z.B. einen Drahtrahmen
oder Stäbe umfasst,
die so angeordnet sein können,
dass sie sich an ihren unteren Ende in Ausnehmungen einer Matratze,
eines Betts oder einer anderen Stützfläche befinden. Vorzugsweise
werden die aufblasbaren Säcke
(71) ebenfalls mit gekühlter
Luft aufgeblasen, die aus der Versorgungsvorrichtung für gekühlte Luft zugeführt worden
ist. Ein Teil der gekühlten
Luft aus den Kopfteilen (54) wird in den Raum zwischen
den Doppelschalen der Platten (51) ausgeblasen, um die Wärmeisolierung
der Umhüllung
zu erhöhen.
Von den Auslässen
in den Leitungen (8) und (12) in die Umhüllung zugeführte Luft
kann durch Stiche oder inhärente
Lecks in der Umhüllung
in die Umgebung entweichen. Um jedoch eine vorhersehbarere Luftströmung von
gekühlter
Luft aus der Umhüllung
vorzusehen, können
die Seitenwände
oder Endwände vorzugsweise
in der Nähe
des Fußendes
der Umhüllung
mit Auslässen
(66) versehen sein.
-
Das
Material, aus welchem die Wände
und die Basis gefertigt sind, kann feuchtdampfdurchlässig sein.
Dies ist möglicherweise
für die
Basis wichtiger, so dass jeglicher Schweiß oder andere Flüssigkeiten
mittels der Luftströmung
durch die Säcke
der Matratze mit geringem Luftverlust verdunstet, welche ebenfalls
aus feuchtdampfdurchlässigem
Material gefertigt ist.