-
Die
vorliegende Erfindung betrifft Polyethylenzusammensetzungen, die
ein lineares Ethylencopolymer niederer Dichte (LLDPE) mit enger
Molekulargewichtsverteilung und ein kristallines Copolymer von Propylen enthalten.
-
Die
aus den Zusammensetzungen erhältlichen
Folien besitzen eine verbesserte Balance von mechanischen Eigenschaften
und optischen Eigenschaften.
-
Außerdem sind
die obigen Zusammensetzungen leicht in schmelzflüssigem Zustand verarbeitbar,
da sie keinen großen
Energieaufwand in den zu ihrer Verarbeitung verwendeten Maschinen
erfordern und keine hohen Drücke
am Kopf in den Maschinen selbst verursachen.
-
Das
für die
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
verwendete Copolymer von Ethylen besitzt eine Molekulargewichtsverteilung,
ausgedrückt
als das Verhältnis
zwischen dem gewichtsmittleren Molekulargewicht (Mw)
und dem zahlenmittleren Molekulargewicht (Mn),
also als Mw/Mn,
die besonders eng ist (enstprechend Mw/Mn-Werten von weniger als 4) und somit für die mit
Metallocenkatalysatoren erhaltenen Polyethylene typisch ist.
-
In
dieser Hinsicht unterscheiden sich die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
von den Zusammensetzungen gemäß den veröffentlichten
Patentanmeldungen WO 93/03078 und WO 95/20009, in denen das LLDPE-Copolymer
(das mit einem kristallinen Copolymer von Propylen vermischt wird)
mit Ziegler-Natta-Katalysatoren hergestellt wird und daher Mw/Mn-Werte besitzt,
die in der Regel größer gleich
4 sind.
-
Gemäß der
US-PS 4,871,813 sind LLDPE-Copolymere
mit M
w/M
n-Werten
von weniger als 4 (von 2,5 bis 6) auch bei Verwendung eines Katalysators
vom Ziegler-Natta-Typ zugänglich,
jedoch wird in den Beispielen lediglich ein LLDPE-Copolymer mit
einem M
w/M
n-Wert
von 4 verwendet.
-
Auch
in der zitierten US-PS wird das LLDPE-Copolymer mit einem Copolymer
von Propylen vermischt, jedoch ist die Kristallinität jenes
Copolymers von Propylen ziemlich gering, wie aus den geringen Schmelzenthalpiewerten
(kleiner gleich 75 J/g) und insbesondere dem Kristallinitätsgrad (weniger
als 35%) hervorgeht.
-
Die
obigen Druckschriften zeigen, daß durch Zugabe des Copolymers
von Propylen zu dem LLDPE-Copolymer Polyethylenzusammensetzungen
mit verbesserter Verarbeitbarkeit in schmelzflüssigem Zustand im obigen Sinne
erhalten werden.
-
Gemäß der
US-PS 4,871,813 wird dieser
Effekt ohne wesentliche Änderung
der optischen und mechanischen Eigenschaften der Folie im Vergleich
zu den Eigenschaften einer aus dem reinen LLDPE-Copolymer erhaltenen
Folie erzielt.
-
Gemäß der veröffentlichten
Patentanmeldung WO 95/20009 können
durch die Zugabe des kristallinen Copolymers von Propylen neben
der Verarbeitbarkeit in schmelzflüssigem Zustand auch die Schlagzähigkeit und
der Durchreißwiderstand
der Polyethylenfolie verbessert werden.
-
Die
optischen Eigenschaften der ein mit Ziegler-Natta-Katalysatoren erhaltenes
LLDPE-Copolymer und ein Copolymer von Propylen enthaltenden Zusammensetzungen
sind jedoch schlechter, insbesondere hinsichtlich der Trübungs- und
Glanzwerte, als die für
ein mit Metallocenkatalysatoren erhaltenes LLDPE-Copolymer mit verhältnismäßig hohen
Werten für
das F/E-Verhältnis,
d.h. mehr als 20, typischen Eigenschaften.
-
Die
obigen mit Metallocenkatalysatoren erhaltenen LLDPE-Copolymere zeigen
im allgemeinen Trübungswerte
von weniger als etwa 20% und Glanzwerte von mehr als etwa 30% (gemessen
an Blasfolie mit einer Dicke von 25 μm gemäß der in den Beispielen beschriebenen
Methode).
-
Den
hohen Trübungs-
und Glanzwerten entsprechend haben derartige LLDPE-Copolymere auch
zufriedenstellende Schlagzähigkeitswerte
(Dart Test) und Durchreißwiderstandswerte
(Elmendorf).
-
Die
mit Metallocenkatalysatoren erhaltenen LLDPE-Copolymere zeigen jedoch eine unzureichende Verarbeitbarkeit
in schmelzflüssigem
Zustand.
-
Daher
wäre es
besonders wünschenswert,
Polyolefinzusammensetzungen mit den obigen optischen Eigenschaften,
der bestmöglichen
Balance von Schlagzähigkeit
und Durchreißwiderstand,
verbesserten optischen Eigenschaften und guter Verarbeitbarkeit
in schmelzflüssigem
Zustand zu erhalten.
-
In
der US-PS 5,674,945 werden Polyethylenzusammensetzungen beschrieben,
die ein mit Metallocenkatalysatoren erhaltenes LLDPE-Copolymer und
ein Copolymer von Propylen mit einer Dichte größer gleich 0,900 g/cm3 enthalten.
-
Insbesondere
werden in den Beispielen ein Copolymer mit 0,2 Mol-% Buten und ein
Copolymer mit 3,4 Mol-% Ethylen und 1,6 Mol-% Buten verwendet.
-
In
beiden Fällen
beträgt
der relative Anteil an Propylencopolymer in den Polyethylenzusammensetzungen
10 Gew.-%, und die Transparenz der aus derartigen Zusammensetzungen
erhaltenen Folien erweist sich als weitgehend unverändert im
Vergleich zur Transparenz der aus den entsprechenden LLDPE-Copolymeren in
reinem Zustand erhaltenen Folien.
-
Außerdem zeigen
die aus den obigen Zusammensetzungen erhaltenen Folien hohe Zugmodulwerte, die über denjenigen
der aus den entsprechenden LLDPE-Copolymeren in reinem Zustand erhaltenen
Folien liegen, und hohe Bruchdehnungswerte.
-
Das
technische Problem des Erhalts von hervorragenden Ausgewogenheiten
von optischen Eigenschaften, Schlagzähigkeit und Durchreißwiderstand
findet keine Beachtung.
-
Es
wurden nun Polyethylenzusammensetzungen hergestellt, die dank einer
ungewöhnlichen
und besonders günstigen
Balance von mechanischen und optischen Eigenschaften und Verarbeitbarkeit
in schmelzflüssigem
Zustand den obigen Anforderungen voll und ganz genügen.
-
Gegenstand
der vorliegenden Erfindung sind daher Polyethylenzusammensetzungen,
die (in Gewichtsprozent):
- A) 60 bis 95%, vorzugsweise
60 bis 90% und besonders bevorzugt 70 bis 88% eines Copolymers von
Ethylen mit einem alpha-Olefin CH2=CHR,
worin R für
einen Alkylrest mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen steht (LLDPE-Copolymer),
wobei das Copolymer eine Dichte von 0,905 bis 0,935 g/cm3, vorzugsweise von 0,910 bis 0,930 g/cm3 und besonders bevorzugt von 0,915 bis 0,925
g/cm3 (gemessen gemäß ASTM D 4883), Mw/Mn-Werte von weniger als 4, vorzugsweise von
1,5 bis 3,5 und besonders bevorzugt von 1,5 bis 3 (gemessen gemäß GPC, d.h.
Gelpermeationschromatographie) und Werte für das F/E-Verhältnis von
mehr als 20 und vorzugsweise von 25 bis 70 (gemessen gemäß ASTM D
1238) aufweist und durch Polymerisation in Gegenwart eines Katalysators,
der eine Verbindung eines an mindestens eine Cyclo pentadienylgruppe gebundenen Übergangselements
enthält,
erhältlich
ist;
- B) 5 bis 40%, vorzugsweise 10 bis 35% und besonders bevorzugt
12 bis 30% eines oder mehrerer kristalliner Copolymere von Propylen,
die unter (i) Copolymeren von Propylen mit Ethylen mit 3 bis 8%
und vorzugsweise 4 bis 6% Ethylen, (ii) Copolymeren von Propylen
mit einem oder mehreren alpha-Olefinen CH2=CHRI, worin RI für einen
Alkylrest mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen oder einen Arylrest steht,
die 6 bis 25% und vorzugsweise 8 bis 20% alpha-Olefine CH2=CHRI enthalten,
und (iii) Copolymeren von Propylen mit Ethylen und einem oder mehreren
alpha-Olefinen CH2=CHRI,
worin RI die oben angegebene Bedeutung besitzt,
die 0,1 bis 8%, vorzugsweise 0,5 bis 5% und besonders bevorzugt
1 bis 4% Ethylen und 0,1 bis 20%, vorzugsweise 1 bis 15%, besonders
bevorzugt 2,5 bis 15% und insbesondere 2,5 bis 10% alpha-Olefine
CH2=CHRI enthalten,
mit der Maßgabe,
daß der
Gesamtgehalt an Ethylen und alpha-Olefinen CH2=CHRI in den Copolymeren (iii) größer gleich
5% ist, ausgewählt
sind,
enthalten und Trübungswerte,
gemessen an Blasfolie mit einer Dicke von 25 μm gemäß ASTM D 1003, kleiner gleich
25% aufweisen.
-
Gegebenenfalls
können
die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
zur Verbesserung der optischen Eigenschaften neben den Komponenten
A) und B) auch noch 0,5 bis 10 Gew.-% und vorzugsweise 1 bis 6 Gew.-%
eines LDPE-Polyethylens
(Komponente (C)), bezogen auf das Gesamtgewicht von A) + B) + C), enthalten.
-
Wie
aus der obigen Beschreibung klar sein sollte, gehören auch
Polymere mit zwei oder mehr Arten von Comonomeren zur Definition
von Copolymeren.
-
Die
obigen Zusammensetzungen sind durch Trübungswerte kleiner gleich 25%,
vorzugsweise kleiner gleich 20% und insbesondere zwischen 20 und
5% und Glanzwerte von mehr als etwa 30% und insbesondere zwischen
30 und 60% (gemessen an Blasfolie mit einer Dicke von 25 μm gemäß der in
den Beispielen beschriebenen Methode) gekennzeichnet.
-
Außerdem sind
die obigen Zusammensetzungen im allgemeinen durch Dart-Test-Werte
größer gleich 150
g, vorzugsweise größer gleich
200 g, insbesondere zwischen 150 und 400 g und vorzugsweise zwischen 200
und 400 g (gemessen an Blasfolie mit einer Dicke von 25 μm gemäß der in
den Beispielen beschriebenen Methode) gekennzeichnet.
-
Außerdem zeigen
die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
besonders hohe Durchreißwiderstandswerte
(Elmendorf), und zwar sowohl an sich als auch in Anbetracht der
Dart-Test-Werte. Diese Werte sind im allgemeinen größer gleich
400 g (gemessen an Blasfolie mit einer Dicke von 25 μm gemäß der in
den Beispielen beschriebenen Methode) in Querrichtung (TD), insbesondere
zwischen 400 und 800 g, und größer gleich
150 g in Maschinenrichtung (MD), vorzugsweise größer gleich 200 g, insbesondere
zwischen 150 und 350 g und vorzugsweise zwischen 200 und 350 g.
-
Im
allgemeinen hat die Komponente A) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
einen Ethylengehalt größer gleich
60 Gew.-%, insbesondere von 60 bis 99 Gew.-%, vorzugsweise größer gleich
70 Gew.-%, insbesondere von 70 bis 99 Gew.-%, besonders bevorzugt
größer gleich
80 Gew.-%, insbesondere von 80 bis 99 Gew.-%.
-
Beispiele
für alpha-Olefine
CH2=CHR, die in der Komponente A) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
vorliegen, sind Propylen, 1-Buten, 1-Penten, 1-Hexen, 4-Methyl-1-penten,
1-Octen, 1-Decen, 1-Dodecen, 1-Tetradecen,
1-Hexadecen, 1-Octadecen und 1-Eicosen.
-
Bevorzugte
Beispiele sind 1-Buten, 1-Hexen und 1-Octen.
-
Die
Komponente A) hat im allgemeinen Schmelzflußrate-E-Werte (MFR E gemäß ASTM 1238) von 0,1 bis 100
g/10 min. Außerdem
hat die Komponente A) vorzugsweise einen Gehalt von bei 25°C in Xylol
löslichen Fraktionen
kleiner gleich 5 Gew.-%.
-
Die
DSC-Kurve (DSC = Differentialkalorimetrie) der Komponente A) zeigt
vorzugsweise einen einzigen Schmelzpeak (typisch für eine kristalline
Phase); dieser Peak liegt im allgemeinen bei einer Temperatur größer gleich
100°C.
-
Die
LLDPE-Copolymere mit den oben für
die Komponente A) angegebenen Merkmalen sind an sich bekannt und
durch herkömmliche
Polymerisationsverfahren (in der Gasphase, in Suspension oder in
Lösung) unter
Verwendung von Katalysatoren erhältlich,
welche eine Verbindung eines Übergangselements,
vorzugsweise Ti, Zr oder Hf, oder aus der Lanthanidenreihe, wobei
dieses Element an mindestens eine Cyclopentadienylgruppe gebunden
ist, und einen Cokatalysator, insbesondere ein Alumoxan oder eine
zur Bildung eines Alkylkations befähigte Verbindung, enthalten.
-
Beispiele
für die
obigen Katalysatoren und Polymerisationsverfahren werden in der
veröffentlichten Patentanmeldung
WO 93/08221 beschrieben.
-
Beispiele
für alpha-Olefine
CH2=CHRI, die in
der Komponente B) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen vorliegen,
sind 1-Buten, 1-Penten, 4-Methyl-penten-1, 1-Hexen und 1-Octen.
Bevorzugt ist 1-Buten.
-
Die
Komponente B) hat im allgemeinen Schmelzflußrate-L-Werte (MFR L gemäß ASTM D 1238) von 0,1 bis
500 g/10 min, vorzugsweise von 1 bis 50 g/10 min und besonders bevorzugt
von 6 bis 25 g/10 min.
-
Vorzugsweise
hat die Komponente B) Dichtewerte (gemessen gemäß ASTM D 4883) von weniger
als 0,9 g/cm3, insbesondere von 0,890 bis
0,899 g/cm3 und besonders bevorzugt von
0,892 bis 0,899 g/cm3.
-
Außerdem hat
die Komponente B) vorzugsweise die folgenden Eigenschaften:
- • Gehalt
an bei 25°C
in Xylol unlöslicher
Fraktion von mehr als 70 Gew.-%, besonders bevorzugt größer gleich
75 Gew.-% und insbesondere größer gleich
85 Gew.-%;
- • Schmelzenthalpie
(gemessen gemäß ASTM D
3418-82) von mehr als 50 J/g, besonders bevorzugt größer gleich
60 J/g und insbesondere größer gleich
70 J/g, beispielsweise 75 bis 95 J/g;
- • Schmelzpunkt
(gemessen gemäß ASTM D
3418-82) von weniger als 140°C
und besonders bevorzugt von 120 bis 140°C;
- • Mw/Mn-Werte von mehr
als 3,5 und insbesondere von 3,5 bis 15.
-
Die
kristallinen Copolymere von Propylen mit den oben für die Komponente
B) angegebenen Merkmalen sind an sich bekannt und durch herkömmliche
Polymerisationsverfahren unter Verwendung von auf Magnesiumhalogeniden
geträgerten
stereospezifischen Ziegler-Natta-Katalysatoren erhältlich.
Derartige Katalysatoren enthalten als wesentliche Komponente eine
feste katalytisch wirksame Komponente, die eine Titanverbindung
mit mindestens einer Titan-Halogen-Bindung und eine Elektronendonatorverbindung
auf einem Magnesiumhalogenid geträgert enthält. Als Cokatalysatoren verwendet
man im allgemeinen eine Alkylaluminiumverbindung und eine Elektronendonatorverbindung.
-
Katalysatoren
mit den obigen Merkmalen werden beispielsweise in der US-PS 4,399,054
und der europäischen
Patentschrift 45977 beschrieben.
-
Bei
dem die Komponente C) der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen bildenden
LDPE-Polymer (Polyethylen niederer Dichte) handelt es sich um ein
Homopolymer von Ethylen oder ein Copolymer von Ethylen mit kleineren
Mengen von Comonomeren, wie Butylacrylat, das durch Polymerisation
bei hohem Druck unter Verwendung von Radikalinitiatoren hergestellt
wird.
-
Die
Dichte des LDPE-Polymers variiert im allgemeinen von 0,910 bis 0,925
g/cm3 (gemessen gemäß ASTM D 4883).
-
Die
MFR-E-Werte des LDPE-Polymers variieren im allgemeinen von 0,1 bis
50 g/10 min und vorzugsweise von 0,3 bis 20 g/10 min.
-
Die
LDPE-Polymere mit den oben für
die Komponente C) angegebenen Merkmalen sind an sich bekannt. Als
Beispiele seien im einzelnen die im Handel erhältlichen Polymere mit den Markennamen
Escorene und Lupolen (BASF) genannt.
-
Neben
den obigen Komponenten können
die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
andere polymere Komponenten enthalten, wie olefinische Elastomere,
insbesondere Ethylen/Propylen-Elastomere (EPR-Elastomere) oder Ethylen/Propylen/Dien-Elastomere
(EPDM-Elastomere), und in der Technik übliche Additive, wie Stabilisatoren
(insbesondere phenolische Antioxidantien und Prozeßstabilisatoren
wie die organischen Phosphate), Pigmente, Füllstoffe, Nukleierungsmittel,
Formtrennmittel, Gleitmittel, Antistatika, Flammschutzmittel und
Weichmacher.
-
Die
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
können
nach Polymerisationsverfahren in zwei oder mehr aufeinanderfolgenden
Stufen hergestellt werden, wobei man in mindestens einer Stufe die
oben beschriebenen Metallocenkatalysatoren für die Herstellung der Komponente
A) und in mindestens einer anderen Stufe die oben beschriebenen
Ziegler-Natta-Katalysatoren für
die Herstellung der Komponente B) verwendet und gegebenenfalls die
Komponente C) durch Einmischen in schmelzflüssigem Zustand zusetzt.
-
Natürlich kann
man die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
auch durch Mischen der Komponenten A), B) und gegebenenfalls C)
in schmelzflüssigem
Zustand herstellen.
-
Die
Verfahren des Mischens in schmelzflüssigem Zustand, die vorteilhafterweise
angewandt werden können,
sind herkömmlicher
Art und beruhen auf der Verwendung von an sich bekannten Mischvorrichtungen, wie
Ein- und Doppelschneckenextrudern.
-
Angesichts
ihrer leichten Verarbeitbarkeit in schmelzflüssigem Zustand und ihrer hervorragenden
optischen und mechanischen Eigenschaften eignen sich die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
besonders gut für
die Herstellung von Formkörpern
im allgemeinen und insbesondere von Ein- oder Mehrschichtfolien,
ob gegossen oder mono- oder biaxial orientiert, einschließlich Blasfolien,
in denen mindestens eine Schicht zumindest teilweise aus den obigen
Zusammensetzungen besteht.
-
Die
Verfahren zur Herstellung von Blasfolie sind an sich gut bekannt
und umfassen eine Stufe der Extrusion durch einen Spritzkopf mit
einer ringförmigen Öffnung.
-
Das
in dieser Stufe erhaltene schlauchförmige Extrudat wird dann mit
Luft zu einer rohrförmigen
Blase aufgeblasen, die abgekühlt
und zusammenfallen gelassen wird, wobei man die Folie erhält.
-
Die
folgenden Beispiele sollen die vorliegende Erfindung näher erläutern, ohne
sie einzuschränken.
-
Für diese
Beispiele werden die folgenden Materialien verwendet.
-
A) LLDPE-Copolymer
-
Ethylen/1-Octen-Copolymer,
das von Dow Chemical Company unter der Bezeichnung „Affinity-1570" vertrieben wird,
10,8 Gew.-% 1-Octen (bestimmt mittels
13C-NMR)
enthält
und die folgenden Eigenschaften aufweist:
| Dichte
(ASTM D 4883) | 0,9130
g/cm3 |
| Mw/Mn (GPC) | etwa
2,5 |
| MFR
E (ASTM D 1238) | 1,0
g/10 min |
| F/E
(ASTM D 1238) | 41 |
| Bei
25°C in
Xylol löslicher
Anteil (Gew.-%) | 3,2 |
-
B) Kristallines Propylencopolymer
-
Es
wird ein Propylencopolymer mit den folgenden Eigenschaften verwendet:
| Butengehalt
(Gew.-%) | 5,3 |
| Ethylengehalt
(Gew.-%) | 2,2 |
| Dichte
(g/cm3) | 0,985 |
| MRF
L (g/10 min) | 6 |
| Bei
25°C in
Xylol löslicher
Anteil (Gew.-%) | 10 |
-
Anmerkung:
Die obigen Buten- und Ethylengehalte werden mittels IR-Spektroskopie
bestimmt, die Dichte gemäß ASTM D
4883, und der in Xylol unlösliche
Anteil (und somit auch der lösliche
Anteil) wird nach der folgenden Methode bestimmt.
-
In
einen Erlenmeyerkolben mit Rückflußkühler und
Magnetrührer
werden 2,5 g Copolymer zusammen mit 250 cm3 o-Xylol
eingetragen. Es wird erhitzt, bis in 30 min der Siedepunkt des Lösungsmittels
erreicht ist. Die so gebildete klare Lösung wird unter Rühren noch
30 min am Rückfluß gehalten.
Der verschlossene Kolben wird dann in 30 min in ein Eis-Wasser-Bad
und dann 30 min in ein auf 25°C
temperiertes Wasserbad gestellt. Der gebildete Feststoff wird auf
Schnellfilterpapier abfiltriert. 100 cm3 der
dabei anfallenden Flüssigkeit werden
in einen vorher tarierten Aluminiumbehälter gegossen, wonach das Ganze
auf eine Heizplatte gestellt wird, um die Flüssigkeit in einem Stickstoffstrom
zu verdampfen. Der Behälter
wird dann in einen 80°C
heißen Ofen
gestellt und unter Vakuum bis zur Gewichtskonstanz getrocknet.
-
Die
obigen Propylencopolymere werden unter Verwendung von eine hohe
Ausbeute und Stereospezifität
liefernden, auf Magnesiumchlorid geträgerten Ziegler-Natta-Katalysatoren
bei der Polymerisation hergestellt.
-
Beispiel 1
-
Die
obigen Komponenten A) und B) werden in schmelzflüssigem Zustand in einem Einschneckenextruder
(Bandera TR-60) unter den folgenden Bedingungen vermischt:
| Temperaturprofil: | 185,
195, 200, 205, 210, 215, 235, geschmolzen 230°C; |
| Schneckenumdrehungen: | 70
U/min; |
| Durchsatz: | 67
kg/h. |
-
Die
relativen Mengen der obigen Komponenten belaufen sich auf 80 Gew.-%
A) und 20 Gew.-% B), bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung.
-
Aus
der so erhaltenen Zusammensetzung wird auf einer COLLIN-25-Maschine
unter den folgenden Bedingungen eine Blasfolie mit einer Dicke von
25 μm hergestellt:
| Temperaturprofil: | 155,
165, 175, 185, 190, 190, 190, 190, geschmolzen 200°C; |
| Schneckenumdrehungen: | 90
U/min; |
| Durchsatz: | 4,2
kg/h; |
| Aufblasverhältnis: | 2,5. |
-
An
den so erhaltenen Folien werden die in Tabelle 1 aufgeführten Eigenschaften
bestimmt. Zu Vergleichszwecken sind in Tabelle 1 auch die Eigenschaften
einer Blasfolie, die unter den gleichen Bedingungen wie in Beispiel
1, jedoch unter Verwendung der Komponente A) in reinem Zustand hergestellt
und geprüft
wurde, angegeben (Referenzbeispiel 1).
-
-
Unter
Bezugnahme auf Tabelle 1 entspricht der Kopfdruck dem am Spritzkopf
des Extruders gemessenen Druck, während der Motorinput den Extrudermotor
betrifft.
-
Außerdem werden
die Eigenschaften der in Tabelle 1 aufgeführten Folien anhand der folgenden
normierten ASTM-Methoden bestimmt:
| Trübung: | ASTM
D 1003 |
| Glanz: | ASTM
D 2457 |
| Dart-Test: | ASTM
D 1709 |
| Elmendorf: | ASTM
D 1922 |