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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf Zusammensetzungen
zur Behandlung von Augenstörungen
und auf die Herstellung solcher Zusammensetzungen. Insbesondere
betrifft die Erfindung solche Zusammensetzungen zur Behandlung und
Bereitstellung von Indikationen, die zum Diagnostizieren von Augenstörungen unter
Verwendung von antigenbindenden Subimmunglobulin-Molekülen geeignet sind.
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Verschiedene
Augenstörungen
sind bekannt, aber für
viele davon stehen nur suboptimale Behandlungs- oder Diagnoseverfahren
zur Verfügung.
Zum Beispiel ist akute Uveitis anterior, eine Entzündung der
Iris und des Ziliarkörpers,
ein häufiger
Zustand mit einer kumulativen Häufigkeit
von 0,4% in der allgemeinen Bevölkerung
(Rothova et al., 1987, Am. J. Phthalmol. 103: 137–145). Die
Krankheit beginnt häufig
in der Kindheit oder im frühen
Erwachsenenalter, ist häufig
bilateral und im Allgemeinen rezidivierend. Akute Uveitis anterior ist
schmerzhaft, fast immer mit einer gewissen Morbidität verbunden
und kann zur Erblindung führen.
Diese Krankheit ist eine antigengetriebene Überempfindlichkeitsreaktion
des verzögerten
Typs, die durch T-Lymphocyten gesteuert wird (Smith et al., 1998,
Immunol. Cell Biol. 76: 497–512).
Topische Corticosteroide werden verwendet, um die Entzündung zu
bekämpfen,
doch sind sie selbst mit erheblichen Komplikationen verbunden; dazu
gehören
Katarakt, steroidinduziertes Glaukom und Infektion.
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Die
Hornhauttransplantatsabstoßung
ist eine weitere Augenstörung,
für die
es an wirksamen Behandlungen mangelt. Die Erfolgsrate bei einer
Hornhauttransplantation in Australien beträgt mit 10 Jahren 62% (Williams
et al., 1993; Aust. NZ. J. Ophthalmol. 21: 1–48). Die irreversible Abstoßung ist
die Hauptursache für
ein Versagen des Hornhauttransplantats und ist für wenigstens 30–50% aller
Fälle verantwortlich
und tritt trotz der universellen Verwendung von topischen Glucocorticosteroiden
auf (Williams et al., 1993, Aust. NZ. J. Ophthalmol. 21: 1–48). Die
unterstützende
Behandlung mit systemischen Immunsuppressiva, wie Cyclosporin A,
wird gelegentlich verwendet, bringt aber wahrscheinlich nur wenig
Nutzen in Bezug auf das Überleben
des Transplantats und kann mit schwerer Morbidität verbunden sein (Williams
et al., 1993, Transplantation Reviews 7: 44–64).
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Herpeskeratitis
wird durch eine Infektion der Trigeminusganglien mit Herpessimplex-Virus
verursacht (Streilein et al. 1997, Immunol. Today. 18: 443–9, Hendricks,
R. L. 1997, Cornea. 16: 503–6).
Herpetische Augenerkrankungen sind die häufigste infektiöse Ursache
von Blindheit in Industrieländern
(Streilein et al. 1997, Immunol. Today 18: 443–9), und bei 3% der betroffenen
Individuen kommt es zu schweren Folgeerscheinungen einschließlich Schmerzen,
Iritis, bakterielle Superinfektion, Corneaperforation und Blindheit.
Epitheliale herpetische Erkrankung (z.B. dendritische Ulzeration)
wird leicht unter anderem durch Tests auf der Basis von Polymerase-Kettenreaktion
(PCR) diagnostiziert und kann mit antiviralen Mitteln einigermaßen erfolgreich
behandelt werden. Diagnose und Behandlung sind bei scheibenförmiger Endotheliitis
oder bei der Stromaerkrankung (z.B. Keratitis disciformis, irreguläre Stromakeratitis,
Keratouveitis), die bei einem Fünftel
der Patienten mit Augenherpes vorkommt, weitaus schwieriger. Es
ist ungewöhnlich,
Viruspartikel in Stromabiopsieproben zu finden, und sehr schwierig,
Virus daraus zu kultivieren. Die Diagnose wird gewöhnlich aufgrund
klinischer Befunde und durch Ausschluss gestellt. Topisches Acyclovir
ist die Behandlung der Wahl für
Herpeskeratitis (obwohl das Auftreten von wirkstoffresistenten Stämmen Sorge
bereitet), und eine langfristige orale Prophylaxe halbiert die Häufigkeit
von Rückfällen (Herpetic
Eye Disease Study Group. 1998, N. Engl. J. Med. 339: 300–6). Hornhautschäden werden
jedoch durch Acyclovir nicht verhindert. Die Pathogenese der epithelialen Erkrankung
resultiert aus einer produktiven lytischen Infektion von Hornhautepithelzellen.
Dagegen resultiert die Pathogenese von herpetischer Erkrankung von
Stroma- oder Endothelzellen
aus einer Immunreaktion auf virales Antigen, das auf Corneazellen
exprimiert oder in das Stroma freigesetzt wird (Streilein et al.
1997, Immol. Today 18: 443–9,
Hendricks, R. L. 1997 Cornea 16: 503–6).
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Erwähnt sei
auch die Acanthamoeba-Keratitis, eine sehr schwere, schmerzhafte
Krankheit, die zum Verlust der Sehkraft bei dem betroffenen Auge
führen
kann. Der Zustand, der durch eine häufige freilebende Boden- und
Süßwasseramöbe (Acanthamoeba)
verursacht wird, galt früher
als selten, aber in den letzten 5–10 Jahren gab es eine exponentielle
Zunahme der Zahl der berichteten Fälle. Über 90% der Fälle sind
bei Kontaktlinsenträgern
aufgetreten, die sich nicht an die empfohlenen Linsenreinigungs-
und -desinfektionsverfahren gehalten haben. Von entscheidender Bedeutung
für das
Erreichen eines guten Sehkraftergebnisses ist die frühe Diagnose.
In den frühen
Stadien der Infektion findet man Amöben im Hornhautepithel, wo
sie durch Säuberung
entfernt werden können,
häufig
ohne dass antimikrobielle Mittel notwendig sind (Brooks et al. 1994, Cornea
13: 186–189).
Leider wird die Diagnose oft verzögert, da das Krankheitsbild
dem von anderen Formen infektiöser
Keratitis, insbesondere Herpeskeratitis, ähneln kann. Dies ermöglicht es
den Organismen, in das Stroma der Cornea einzudringen, wo sie Keratocyten
angreifen (Badenoch et al. 1995, Int. J. Parasitol. 25: 229–239) und
irreversible Gewebeschäden
verursachen. In dieser Situation ist der Versuch, eine Labordiagnose
anhand von Hornhautgeschabsel zu erreichen, gewöhnlich nicht erfolgreich, und
die tiefe Biopsie, die selbst schädigend ist, ist unzuverlässig.
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Immunglobuline
haben in verschiedenen medizinischen Bereichen eine verbreitete
diagnostische und therapeutische Anwendung gefunden. Zum Beispiel
werden ganze monoklonale und/oder polyklonale Antikörper verwendet,
um die Transplantatsabstoßung
zu unterdrücken,
um verschiedene Autoimmunkrankheiten zu modulieren, um Neoplasien
zu behandeln und um Infektionskrankheiten zu verhindern und zu behandeln.
Typischerweise ist für
diese Zwecke die systemische Verabreichung von Antikörpern erforderlich,
die schwere systemische Nebenwirkungen verursachen kann. Diese Nebenwirkungen
haben die systemische Anwendung von Antikörpern zur Behandlung von Krankheiten,
die nichtlebenswichtige Organe, wie das Auge, betreffen, verhindert.
Es gibt jedoch viele Augenkrankheiten wie die oben beschriebenen,
bei denen eine Antikörperbehandlung
Vorteile hätte.
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Im
Hinblick darauf offenbaren Whitcup et al. (WO 93/06865) die Verwendung
von monoklonalen Antikörpern
gegen Zelladhäsionsmoleküle, um Augenentzündung zu
behandeln. Insbesondere ziehen Whitcup et al. die Verabreichung
solcher Antikörper
an das Auge durch intravenöse
Injektion, durch intrakamerale oder periokuläre Injektion, durch operative
Implantation eines Depots und durch topische Verabreichung unter
Verwendung von Augentropfen oder Augensalbe in Betracht. Whitcup
et al. geben geeignete Verfahren für die parenterale Verabreichung
von Anti-Zelladhäsionsmolekül-Antikörpern in
einem Tiermodell an. Sie geben jedoch keine geeigneten Verfahren
für die
topische Verabreichung solcher Antikörper an und schweigen völlig über irgendwelche
Daten, die den Nutzen der beanspruchten Verfahren belegen würden. Tatsächlich haben
die Erfinder der vorliegenden Erfindung herausgefunden, dass herkömmliche
ganze Antikörper
allein nicht auf topischem Weg in die Cornea oder Sklera eindringen
können.
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Verschiedene
anatomische Barrieren, die sich auf das Auge beziehen, können dem
schlechten intraokulären
Eindringvermögen
von ganzen Antikörpern
zugrundeliegen. In dieser Hinsicht ist die Cornea die Hauptbarriere
für den
Eintritt von Fremdsubstanzen. Sie weist zwei unterschiedliche Penetrationsbarrieren
auf, das Hornhautepithel und das Hornhautstroma (Burstein und Anderson,
1985, J. Ocul. Pharmacol. 1(3): 309–26; Maurice D.M., 1980, Int.
Ophthalmol. Clin. 20(3): 7–20;
und Mishima S., 1981, Invest. Ophthalmol. Vis. Sci., 21(4): 504-41). Das Hornhautepithel
ist eine Hauptbarriere für
hydrophile Substanzen. Hydrophile Moleküle von weniger als 350 Da können über einen
parazellulären
Weg eintreten, aber größere hydrophile
Moleküle
sind im Wesentlichen ausgesperrt. Diese Barrierefunktion kann durch
die Verwendung von Penetrationsverstärkern bis zu einem gewissen
Grad moduliert werden. Die zweite Barriere, das Hornhautstroma,
stört das Eindringen
von lipophilen Wirkstoffen und großen hydrophilen Wirkstoffen.
Das Hornhautstroma wird regelmäßig als "transparent" für hydrophile
Moleküle
von bis zu 500 kDa bezeichnet (Bartlett und Jaanus in Clinical Ocular
Pharmacology). Dieser Zahl widersprechen jedoch Studien von Olsen
et al. (1995, Inv. Ophthal. Vis. Sci. 36(9): 1893–1903),
die in vitro zeigten, dass die Permeabilität der humanen Sklera bis zu
etwa 40 kDa linear mit zunehmendem Molekulargewicht von hydrophilen
Verbindungen abnimmt und die Permeabilität danach scharf abfiel. Vergleichsstudien
mit Rinder- und Kaninchenstroma und -sklera lassen vermuten, dass
das Stroma ähnlich,
wenn auch etwas transparenter ist (Maurice und Polgar, 1977, Exp.
Eye Res. 25: 577-582). Dementsprechend
würde man
erwarten, dass das Ergebnis von Olsen et al. (1995, loc. cit.) auch
für das
humane Hornhautstroma gilt.
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Die
Penetration von Sklera oder Stroma eines intakten Auges durch ganze
IgG erfolgt wenn überhaupt nur
sehr langsam, unabhängig
davon, ob die Anwendung topisch (Pleyer et al. 1995, Invest. Ophthalmol.
Vis. Sci. 36(1): 52–6),
subkonjunktival (Osusky et al. 1993, Graefes Arch. Clin. Exp. Ophthalmol.
231(2): 122-128) oder
systemisch (Verhagen et al. 1990, Invest. Ophthalmol. Vis. Sci.
31(8): 1519–1525)
erfolgt. Die Zubereitung von ganzen IgG in einer Lipidumgebung,
zum Beispiel innerhalb eines Liposoms, kann die Übertragung durch das Hornhautepithel
erleichtern (Pleyer et al. 1995, loc. cit.), löst jedoch nicht das Problem
der langsamen Passage durch das Stroma oder die Sklera bei Molekülen dieser
Größe.
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Trotz
der ermutigenden Daten von Pleyer et al. (1995, loc. cit.) mit liposomaler
Verkapselung haben die Erfinder der vorliegenden Erfindung gezeigt,
dass die intrakamerale Injektion von monoklonalen Antikörpern eine
schädliche
fibrinöse
Reaktion in der vorderen Augenkammer verursacht (Williams et al.
1992, Transplantation, 54: 38–43).
Diese entzündungsfördernde
Nebenwirkung kann eine lokale Komplementaktivierung durch den Fc-Teil
des Antikörpers
widerspiegeln. Das Auge enthält
viele nichtregenerierende Strukturen, die durch solche entzündlichen
Nebenwirkungen irreversibel geschädigt werden. Wenigstens in
einem beschriebenen Fall hatte die entzündliche Nebenwirkung von intraokulären Antikörpern eine
Erblindung des Patienten zur Folge (Fall beschrieben von M. Böhnke, Bern,
vorgestellt bei der internationalen Konferenz zur Hornhauttransplantation,
Heidelberg, September 1994).
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WO
97/43416 beschreibt mehrere Moleküle, die an die gc-Kette eines
Cytokinrezeptors binden, einschließlich monoklonaler Antikörper und
Fragmenten von Antikörpern,
und dadurch die Reaktion einer Zelle auf IL-2 und andere Cytokine
blockieren. Es wird gesagt, solche Moleküle seien in der Lage, Krankheiten
einschließlich
Uveitis zu behandeln, obwohl dies nicht nachgewiesen wurde.
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Oakes
und Lausch (1981) offenbaren, dass intravenöse Injektionen von Fab2-Fragmenten
von Anti-Herpes-simplex-Virus nach einer Impfung der Cornea mit
dem Virus vor HSV schützen.
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Aus
dem obigen geht trotz eines lange bestehenden Bedürfnisses
nach intraokulären
immuntherapeutischen Strategien hervor, dass Antikörper nur
ein begrenztes klinisches Potential für eine wirksame Behandlung
von Augenstörungen
haben.
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Die
Erfinder der vorliegenden Erfindung haben herausgefunden, dass antigenbindende
Subimmunglobulin-Moleküle,
wie Fv-Immunglobulinfragmente, Minibodies und dergleichen, in die
Hornhaut eindringen können
und für
eine wirksame Behandlung und/oder Diagnose von Augenstörungen mit
merklich reduzierten Nebenwirkungen sorgen.
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Dementsprechend
gibt die Erfindung in einem Aspekt die Verwendung eines antigenbindenden
Subimmunglobulin-Moleküls,
dem ein Fc-Teil eines Immunglobulins fehlt und das gegenüber einem
mit einer Augenstörung
zusammenhängenden
Zielantigen immuninteraktiv ist, bei der Herstellung eines Medikaments
zur Behandlung einer Augenstörung
an, wobei das Medikament zur topischen Verabreichung zubereitet
ist. Wir beschreiben auch ein Verfahren zur Behandlung einer Augenstörung, das
das Verabreichen einer effektiven Menge eines antigenbindenden Subimmunglobulin-Moleküls, das
gegenüber
einem mit der Störung
zusammenhängenden
Zielantigen immuninteraktiv ist, an einen Patienten, der einer solchen
Behandlung bedarf, umfasst.
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In
einem anderen Aspekt der Erfindung wird die Verwendung eines antigenbindenden
Subimmunglobulin-Moleküls,
dem ein Fc-Teil eines Immunglobulins fehlt und das gegenüber einem
mit einer Augenstörung zusammenhängenden
Zielantigen immuninteraktiv ist, bei der Herstellung eines Medikaments
zur Diagnose eines Augenzustands angegeben, wobei das Medikament
für die
topische Verabreichung vorgesehen ist.
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In
noch einem weiteren Aspekt der Erfindung wird eine topische Zusammensetzung
zur Behandlung oder Diagnose einer Augenstörung bereitgestellt, die ein
antigenbindendes Subimmunglobulin-Molekül, das gegenüber einem
mit der Störung
zusammenhängenden
Zielantigen immuninteraktiv ist, einen Penetrationsverstärker, der
die Penetration des antigenbindenden Subimmunglobulin-Moleküls in das
Auge oder das Hornhautepithel verbessert, und einen Träger umfasst.
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In
einem weiteren Aspekt besteht die Erfindung in einer pharmazeutischen
Zusammensetzung, die zur topischen Verabreichung an das Auge zubereitet
ist und Folgendes umfasst: ein antigenbindendes Subimmunglobulin-Molekül, dem ein
Fc-Teil eines Immunglobulins fehlt und das gegenüber einem Zielantigen im Auge immuninteraktiv
ist, einen Penetrationsverstärker,
der die Penetration des antigenbindenden Subimmunglobulin-Moleküls in das
Auge oder das Hornhautepithel verbessert, und einen pharmazeutisch
annehmbaren Arzneimittelhilfsstoff, Verdünnungsmittel oder Träger.
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Die
Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben:
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1,
die aus Plückthun
et al. (1996, Antibody engineering: A practical approach, 203–252) entnommen
ist, ist eine schematische Darstellung von antigenbindenden Subimmunglobulin-Molekülen, die
für eine funktionelle
Expression auf hohem Niveau in E, coli und für die Verwendung gemäß der vorliegenden
Erfindung geeignet sind.
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2 zeigt
eine Cornea-Perfusionskammer: eine korneosklerale Scheibe wird seziert
und fest in die Perfusionskammer eingespannt. Ein feines Gewinde
ermöglicht
die Einstellung der Einspannung ohne die Gefahr einer Gewebeschädigung.
Die Flüssigkeit
auf der "Empfänger"-Seite der Hornhaut
zirkuliert ständig.
Das gesamte Flüssigkeitsvolumen
beträgt
3,5–4
ml. Der erhöhte
Kammerausfluss in das Reservoir verursacht einen Überdruck
innerhalb der Kammer, wodurch physiologische Bedingungen im Auge
nachgebildet werden.
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3 zeigt
eine Kammer, die für
die Messung des Eindringvermögens
eines Wirkstoffs in ganze menschliche oder Schweineaugen geeignet
ist. Ganze Augen mit intaktem Bindehautgewebe werden so auf dem
Teflon-Block positioniert, dass sich die Hornhaut innerhalb einer
im Teflon-Block gebildeten Vertiefung befindet. Die Vertiefung wird
mit dem Wirkstoff gefüllt,
so dass die Hornhaut das einzige Gewebe ist, das mit dem Wirkstoff
in Kontakt ist. Das ganze Auge wird mit einem umgedrehten Kunststoffbehälter bedeckt,
so dass eine feuchte Kammer entsteht, und der Aufbau wird über ein
Wasserbad gebracht, um das Auge auf einer Temperatur von 35 bis
37 °C zu
halten.
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4 ist
eine Graphik, die die in einem Durchflusscytometrie-Assay gemessene
antigenbindende Aktivität
zeigt. Das scFv zeigt eine konzentrationsabhängige Bindung an sein Zielantigen
mit einem Muster, das dem mit dem ganzen Antikörper erhaltenen ähnlich ist.
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5 ist
eine Graphik, die die scFv-Penetration durch Schweinehornhautstroma
(Epithelbarriere entfernt) bei pH 7,0 zeigt.
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6 ist
eine Graphik, die die scFv-Penetration durch Schweinehornhautstroma
(Epithelbarriere entfernt) bei pH 8,0, pH 7,0 und pH 3,5 zeigt.
Eine Senkung des pH-Werts von 7,0 auf 3,5 hat eine nachteilige Wirkung
auf die Penetration. In einer Hornhaut mit einem intakten Epithel
konnte mit scFv bei einem pH-Wert von 3,5 keine Penetration nachgewiesen
werden.
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7 ist
eine Graphik, die zeigt, dass reines scFv in Katzenhornhäuten ohne
Epithelbarrieren nach 3 Stunden schnell mit steigender Bindungsaktivität auf der
Spenderseite eindrang. Katzenhornhäute sind um 20-40% dünner als
Schweinehornhäute,
was das schnellere Eindringen erklärt. Ganze Antikörper (mAb)
drangen innerhalb einer Beobachtungszeit von 8 Stunden nicht ein.
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8 ist
eine Graphik, die die Penetration von Natriumfluorescein durch eine
intakte Schweinehornhaut in der Perfusionskammer zeigt. Auf der
Empfängerseite
der Schweinehornhaut wurde Natriumfluorescein erst nach 3 Stunden
nachweisbar, mit einer anschließenden
exponentiellen Erhöhung
während
des Rests des Experiments.
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9 ist
eine Graphik, die die Beziehung zwischen der Penetration von scFv
in Hornhautperfusionsexperimenten und Penetrationsexperimenten mit
dem ganzen Augapfel zeigt. Der Pfeil zeigt die scFv-Bindungsakvitität in der
vorderen Kammer des ganzen Auges (ohne Epithel) an.
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10 ist
eine Graphik, die die OX38-scFv-Penetration durch intakte Schweinehornhäute in Perfusionskammern
in An- und Abwesenheit von 0,5% Caprinsäure zeigt.
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11 ist
eine Graphik, die die Penetration von Miniantikörpern und ganzen IgG-Antikörpern durch Schweinehornhautstroma
in der Perfusionskammer zeigt.
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12 ist
eine Graphik, die die Penetration von Miniantikörpern durch Hornhautstroma
und intakte Hornhäute
bei ganzen Schweineaugen zeigt.
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13 ist
eine Graphik, die die Penetration von OX38-Miniantikörpern durch
eine intakte menschliche Hornhaut im Penetrationsaufbau mit ganzen
Augen zeigt.
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14 ist
eine Graphik, die die Titration der Miniantikörper-Bindungsaktivität in Augentropfen
und nach der Penetration in der vorderen Kammer zeigt.
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Wenn
nichts anderes definiert ist, haben alle hier verwendeten wissenschaftlichen
Fachausdrücke
dieselbe Bedeutung, wie sie der Fachmann auf dem einschlägigen Gebiet
gewöhnlich
versteht. Bei der praktischen Durchführung oder beim Testen der
vorliegenden Erfindung können
zwar beliebige Verfahren und Materialien, die den hier beschriebenen ähnlich oder äquivalent
sind, verwendet werden, doch sind hier die bevorzugten Verfahren
und Materialien beschrieben. Für
die Zwecke der vorliegenden Erfindung werden unten die folgenden
Ausdrücke
definiert.
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"Affinität" bedeutet die Stärke der
Wechselwirkung zwischen einer individuellen antigenbinden den Stelle
auf einem immunreaktiven Molekül
und der entsprechenden Stelle auf dem Antigen.
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"Mit der Störung zusammenhängend" bedeutet, dass das
Zielantigen direkt oder indirekt mit der Störung verknüpft sein kann. Zum Beispiel
kann das Zielantigen ein Epitop eines Signalmoleküls sein,
das die Augenstörung
indirekt verursacht, dazu beiträgt
oder auf sie hinweist.
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Der
Ausdruck "Diagnose" wird hier in seinem
weitesten Sinn verwendet und umfasst den Nachweis eines Antigens,
das gegenüber
einem antigenbindenden Subimmunglobulin-Molekül reaktiv ist. Der Ausdruck umfasst
auch die Analyse von Störungsmechanismen,
die mit Augenstörungen
verbunden sind. Dementsprechend umfasst der Ausdruck "Diagnose" auch die Verwendung
von antigenbindenden Subimmunglobulin-Molekülen für Forschungszwecke als Werkzeuge
zum Nachweisen und Verstehen von Mechanismen, die mit Augenstörungen zusammenhängen.
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Der
hier verwendete Ausdruck "effektive
Menge" bedeutet
eine Menge an antigenbindendem Subimmunglobulin-Molekül, die eine
Augenstörung
erfolgreich behandelt oder verhindert. Die effektive Menge kann eine
Menge sein, die eine Wirkung eines Zielantigens, gegenüber dem
das antigenbindende Subimmunglobulin-Molekül reaktiv ist, hemmen kann.
Verfahren zur Hemmung einer Wirkung können die Sättigung des Zielantigens im
Auge mit einem antigenbindenden Subimmunglobulin-Molekül umfassen,
wodurch das Zielantigen neutralisiert wird.
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Wenn
hier von "immuninteraktiv" die Rede ist, umfasst
der Ausdruck jede Wechselwirkung, Reaktion oder andere Form der
Assoziation zwischen Molekülen,
insbesondere dann, wenn eines der Moleküle eine Komponente des Immunsystems
ist oder einer solchen nachgebildet ist.
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Der
hier verwendete Ausdruck "Augenzustand" soll irgendeinen
Zustand der Augen beschreiben. Er kann einen gesunden Zustand oder
einen ungesunden Zustand, wie eine Störung des Auges (Augenstörung), umfassen.
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Der
Ausdruck "Patient" bezieht sich auf
Patienten menschlicher oder anderer tierischer Herkunft und umfasst
jedes Individuum, das man unter Verwendung der Verfahren der Erfindung
untersuchen oder behandeln möchte.
Man wird sich jedoch darüber
im Klaren sein, dass "Patient" nicht bedeutet,
dass Symptome vorhanden sein müssen.
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"Pharmazeutisch annehmbarer
Träger" bedeutet einen festen
oder flüssigen
Füllstoff,
Verdünnungsmittel
oder verkapselnde Substanz, der, das bzw. die bei systemischer Verabreichung
unbedenklich verwendet werden kann.
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"Antigenbindendes
Subimmunglobulin-Molekül" bedeutet ein Molekül, das kleiner
als ein Immunglobulinmolekül
ist und eine Bindungsaffinität
zu einem Zielantigen aufweist. Man wird sich darüber im Klaren sein, dass sich
dieser Ausdruck auch auf nicht von Immunglobulinen abgeleitete Proteingerüste erstreckt,
die eine antigenbindende Wirkung aufweisen. Man wird sich auch darüber im Klaren
sein, dass dieser Ausdruck nicht durch die Quelle, aus der eine
Nucleotidsequenz, die das antigenbindende Molekül codiert, erhalten wird, oder
durch die Quelle, aus der das antigenbindende Molekül exprimiert
oder isoliert wird, beschränkt
ist.
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"Zielantigen" bedeutet ein Antigen,
dass mit einer Augenstörung
zusammenhängt,
für die
eine Behandlung oder Diagnose angestrebt wird.
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Der
Ausdruck "Behandlung" wird hier in seinem
weitesten Sinn verwendet und umfasst sowohl therapeutische als auch
prophylaktische (d.h. präventive)
Behandlung, die die Augenstörung
lindern soll.
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Überall in
dieser Beschreibung sollen die Wörter "umfassen", "umfasst" und "umfassend", wenn der Kontext
nichts Anderes erfordert, implizieren, dass eine angegebene ganze
Zahl oder Gruppe von ganzen Zahlen mit eingeschlossen ist, aber
nicht, dass irgendeine andere ganze Zahl oder Gruppe von ganzen
Zahlen ausgeschlossen ist.
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Die
vorliegende Erfindung geht auf das unerwartete Ergebnis zurück, dass
antigenbindende Subimmunglobulin-Moleküle bis zu erheblichen Konzentrationen
in die Hornhaut eindringen können,
wenn sie topisch auf das Auge aufgebracht werden. Im Lichte dieses
Ergebnisses glauben die Erfinder, dass das Eindringen solcher Moleküle in das
Auge auch auf alternativen Wegen einschließlich parenteraler Verabreichung
und periokulärer
Injektion erreicht werden kann.
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Um
die Behandlung von Augenstörungen
zu ermöglichen,
erfüllen
antigenbindende Subimmunglobulin-Moleküle der Erfindung vorzugsweise
die folgenden Bedingungen. Erstens ist es wünschenswert, dass sie die Applikation
auf das Auge ermöglichen,
um einige systemische Nebenwirkungen zu vermeiden oder wenigstens
teilweise abzumildern. Eine zweite Bedingung besteht darin, dass
diese Bindungsmoleküle
keine potentiell schädlichen
entzündungsfördernden
Nebenwirkungen innerhalb des Auges verursachen dürfen.
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Zu
den geeigneten antigenbindenden Subimmunglobulin-Molekülen gehören unter
anderem Fv-, Fab-, Fab'-
und F(ab')2-Immunglobulinfragmente. Das antigenbindende
Subimmunglobulin-Molekül
umfasst nicht den Fc-Teil eines Immunglobulinmoleküls.
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Vorzugsweise
umfasst das antigenbindende Subimmunglobulin-Molekül ein synthetisches
Fv-Fragment. Zweckmäßigerweise
wird das synthetische Fv-Fragment stabilisiert. Beispielhafte synthetische
stabilisierte Fv-Fragmente sind einzelkettige Fv-Fragmente (sFv,
häufig
auch scFv genannt), bei denen ein Peptidlinker verwendet wird, um
den N-Terminus oder C-Terminus einer VH-Domäne mit dem
C-Terminus bzw. N-Terminus einer VL-Domäne zu verbrücken. Den
scFv fehlen alle konstanten Teile von ganzen Antikörpern und
sie können
das Komplement nicht aktivieren. Geeignete Peptidlinker für die Verbindung
der VH- und VL-Domänen sind
solche, die es den VH- und VL-Domänen ermöglichen,
sich zu einer einzigen Polypeptidkette zu falten, die eine antigenbindende
Stelle mit einer dreidimensionalen Struktur aufweist, die derjenigen
der antigenbindenden Stelle eines ganzen Antikörpers, von dem das Fv-Fragment
abgeleitet ist, ähnlich
ist. Linker, die die gewünschten
Eigenschaften aufweisen, können
nach dem Verfahren erhalten werden, das im US-Patent Nr. 4,946,778
offenbart ist. In manchen Fällen
ist jedoch kein Linker vorhanden. Beispielhafte synthetische Fv-Fragmente sind in 1 gezeigt.
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Zum
Beispiel können
scFvs gemäß den Verfahren
hergestellt werden, die bei Kreber et al. skizziert sind (Krebber
et al. 1997, J. Immunol. Methods; 201(1): 35–55). Alternativ dazu können sie
auch nach Verfahren hergestellt werden, die im US-Patent Nr. 5,091,513,
im Europäischen
Patent Nr. 239 400 oder in den Artikeln von Winter und Milstein
(1991, Nature 349: 293) und Plückthun
et al. (1996, in Antibody engineering: A practical approach, 203–252) beschrieben
sind.
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Alternativ
dazu umfasst das synthetische stabilisierte Fv-Fragment ein disulfidstabilisiertes
Fv (dsFv), bei dem Cysteinreste in die VH-
und VL-Domänen eingeführt sind, so dass die beiden
Reste im vollständig
gefalteten Fv-Molekül
eine Disulfidbrücke
dazwischen ausbilden. Geeignete Verfahren zur Herstellung von dsFv sind
zum Beispiel beschrieben in Glockscuther et al. Biochem. 29: 1363–1367; Reiter
et al. 1994, J. Biol. Chem. 269: 18327–18331; Reiter et al. 1994,
Biochem. 33: 5451–5459;
Reiter et al. 1994. Cancer Res. 54: 2714–2718; Webber et al. 1995,
Mol. Immunol. 32: 249–258.
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Als
antigenbindende Subimmunglobulin-Moleküle ebenfalls in Betracht gezogen
werden einzelne Domänen
des variablen Bereichs (dAbs genannt), wie sie zum Beispiel in Ward
et al. 1989, Nature 341: 544–546; Hamers-Casterman
et al. 1993, Nature 363: 446–448;
Davies & Riechmann,
1994, FEBS Lett. 339: 285-290, offenbart
sind.
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Zweckmäßigerweise
ist das antigenbindende Subimmunglobulin-Molekül ein "Minibody". In dieser Hinsicht sind Minibodies
kleine Versionen von ganzen Antikörpern, die in einer einzigen
Kette die wesentlichen Elemente eines ganzen Antikörpers codieren.
Zweckmäßigerweise
besteht der Minibody aus den VH- und VL-Domänen
eines nativen Antikörpers,
die mit dem Scharnierbereich und der CH3-Domäne des Immunglobulins fusioniert
sind, wie es zum Beispiel im US-Patent
Nr. 5,837,821, auf das hier ausdrücklich Bezug genommen wird,
offenbart ist.
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In
einer alternativen Ausführungsform
kann das antigenbindende Subimmunglobulin-Molekül auch nicht von Immunglobulinen
abgeleitete Proteingerüste
umfassen. Genannt sei zum Beispiel Ku & Schultz, 1995, Proc. Natl. Acad.
Sci. USA, 92: 652–6556,
wo ein Vierhelix-Bündelprotein-Cytochrom
b562 offenbart ist, das zwei Schleifen aufweist, die so randomisiert
sind, dass komplementaritätsbestimmende
Bereiche (CDRs) entstehen, die in Bezug auf die Antigenbindung ausgewählt wurden.
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Das
antigenbindende Subimmunglobulin-Molekül kann eine modifizierende
Struktureinheit umfassen. In einer Form kann die modifizierende
Struktureinheit die Effektorfunktion des Moleküls modifizieren. Zum Beispiel
kann die modifizierende Struktureinheit ein Peptid zum Nachweis
der antigenbindenden Moleküls,
zum Beispiel in einem Immunassay, umfassen. Alternativ dazu kann
die modifizierende Struktureinheit die Reinigung des antigenbindenden
Moleküls
erleichtern. In diesem Fall umfasst die modifizierende Struktureinheit
unter anderem Glutathion-S-transferase (GST), Maltosebindungsprotein
(MBP) und Hexahistidin (HIS6), die insbesondere
für die
Isolierung des antigenbindenden Moleküls durch Affinitätschromatographie
geeignet sind. Für
die Zwecke der Reinigung durch Affinitätschromatographie sind relevante
Matrices für
die Affinitätschromatographie
mit Glutathion, Amylose und Nickel oder Cobalt konjugierte Harze,
wie in der Technik wohlbekannt ist. Die modifizierende Struktureinheit
kann ein therapeutisches Mittel umfassen, das zu wenigstens einem
Teil des Auges zielgesteuert werden soll. Alternativ dazu kann die
modifizierende Struktureinheit auch ein Enzym umfassen, wie ein
Enzym von potentiellem therapeutischem Nutzen, z.B. fibrolytische
Mittel (Holvoet et al., 1991, J. Biol. Chem. 366: 19717-19724; Yang et al.
1994, Biochem. 33: 606–612)
oder Medikamentenvorstufen-Aktivatoren
(Bosslett et al., 1992, Br. J. Cancer, 65: 234–238; Goshorn et al., 1993,
Cancer Res., 53: 2123–2127;
Rodrigues et al., 1995, Cancer Res., 55: 63-70), und Enzyme, auf denen kolorimetrische
Assays zur Verwendung in Immunoassays beruhen können. In einer anderen Form
kann die modifizierende Struktureinheit das intraokuläre Eindringvermögen des
antigenbindenden Moleküls
erhöhen.
In diesem Fall kann die modifizierende Struktureinheit eine Lipid-Struktureinheit oder
einen Lipidschwanz umfassen, wie es zum Beispiel von Barr et al.
beschrieben wird (1998, Adv. Drug Delivery Reviews 32: 247–271, auf
das hier ausdrücklich
Bezug genommen wird). Alternativ dazu kann die modifizierende Struktureinheit
auch das HIV-tat-Protein umfassen, wie zum Beispiel von Schwarze
et al. beschrieben wird (1999, Science 285: 1569–1572).
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Das
antigenbindende Subimmunglobulin-Molekül kann mehrwertige sein (d.h.
mehr als eine antigenbindende Stelle haben), vorausgesetzt, es ist
zur Penetration ins Auge befähigt,
wenn es parenteral oder topisch verabreicht oder in den subkonjunktivalen,
peri- oder retrobulbären
Raum injiziert oder direkt ins Auge injiziert wird. Solche mehrwertigen
Moleküle
können
für ein
oder mehrere Antigene spezifisch sein. Mehrwertige Moleküle dieses
Typs können
durch Dimerisierung von zwei Antikörperfragmenten über ein
cysteinylhaltiges Peptid hergestellt werden, wie es zum Beispiel
von Adams et al., 1993, Cancer Res. 53: 4026–4034; Cumber et al., 1992,
J. Immunol. 149: 120–126,
offenbart ist. Alternativ dazu kann die Dimerisierung auch durch Fusion
der Antikörperfragmente
mit amphiphilen Helices, die natürlicherweise
dimerisieren (Pack P. Plünckthun,
1992, Biochem. 31: 1579–1584,
auf das hier ausdrücklich
Bezug genommen wird), oder durch Verwendung von Domänen (wie
der Leucin- Reißverschlüsse jun
und fos), die vorzugsweise heterodimerisieren (Kostelny et al.,
1992, J. Immunol. 148: 1547–1553),
erleichtert werden. In einer alternativen Ausführungsform kann das mehrwertige
Molekül
auch einen mehrwertigen einzelkettigen Antikörper (Multi-scFv) umfassen,
der wenigstens zwei scFvs umfasst, die über einen Peptidlinker miteinander
verknüpft
sind. In dieser Hinsicht können nichtkovalent
oder kovalent verknüpfte
scFv-Dimere, die "Diabodies" genannt werden,
verwendet werden. Multi-scFvs können
bispezifisch oder höherspezifisch
sein, je nach der Zahl der eingesetzten scFvs mit unterschiedlichen
Antigenbindungsspezifitäten.
Multi-scFvs können
zum Beispiel nach Verfahren hergestellt werden, die im US-Patent
Nr. 5,892,020 offenbart sind.
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Die
Erfindung erstreckt sich auch auf eine Zusammensetzung zur Verwendung
bei der Behandlung oder Diagnose einer Augenstörung, wobei die Zusammensetzung
ein antigenbindendes Subimmunglobulin-Molekül, das gegenüber einem
mit der Störung
zusammenhängenden
Zielantigen immuninteraktiv ist, zusammen mit einem Träger umfasst.
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Der
Träger
ist vorzugsweise ein pharmazeutisch annehmbarer Träger. Eine
Vielzahl von pharmazeutisch annehmbaren Trägern, die in der Technik wohlbekannt
sind, kann verwendet werden. Diese Träger können aus einer Gruppe ausgewählt werden,
die Zucker, Stärken,
Cellulose und ihre Derivate, Malz, Gelatine, Talk, Calciumsulfat,
Pflanzenöle,
synthetische Öle,
Polyole, Alginsäure,
phosphatgepufferte Lösungen,
Emulgatoren, isotonische Kochsalzlösung und pyrogenfreies Wasser
umfasst.
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Die
obigen Zusammensetzungen können
in einer Weise, die mit der Dosiszubereitung verträglich ist, und
in einer solchen Menge, die therapeutisch wirksam ist, um Augenstörungen von
Patienten zu lindern, verabreicht werden. Die einem Patienten verabreichte
Dosis sollte im Zusammenhang der vorliegenden Erfindung ausreichend
sein, um im Laufe der Zeit eine günstige Reaktion bei einem Patienten,
wie eine Reduktion oder Unterbindung von Blutverlust, zu bewirken.
Die zu verabreichende Menge der antigenbindenden Moleküle kann
von dem zu behandelnden Patienten einschließlich seines Alters, Geschlechts,
Gewichts und allgemeinen Gesundheitszustands abhängen. In dieser Hinsicht hängen genaue
Mengen der antigenbindenden Moleküle für die Verabreichung von der
Einschätzung
des behandelnden Arztes ab. Bei der Bestimmung der wirksamen Menge
des antigenbindenden Moleküls,
das bei der Behandlung einer Augenstörung verabreicht werden soll,
kann der Arzt den Fortschritt der Störung im Verlauf der Zeit bewerten.
Auf jeden Fall kann der Fachmann leicht geeignete Dosen des antigenbindenden
Moleküls
der Erfindung bestimmen. Solche Dosen können in der Größenordnung
von Nanogramm- bis Milligrammmengen des antigenbindenden Moleküls liegen.
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Die
Zusammensetzung umfasst zweckmäßigerweise
einen Penetrationsverstärker,
wie Digitonin, Dihydrocytochalasin B, Caprinsäure, Erhöhung des pH-Werts von 7,0 auf
8,0. Vorzugsweise ist der Penetrationsverstärker auf eine verstärkung der
Penetration des bzw. der antigenbindenden Moleküle durch das Hornhautepithel
gerichtet.
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Zweckmäßigerweise
umfasst die Zusammensetzung Liposomen, in denen die antigenbindenden
Moleküle
der Erfindung eingekapselt sind. Jedes geeignete Verfahren der Liposomenverkapselung
wird in Betracht gezogen. In dieser Hinsicht werden beispielhafte
Verfahren von Frasta et al. (1999, J. Pharm. Pharmacol. 51(5): 565–576) und
Masuda et al. (1996, Invest. Ophthalmol. Vis. Sci. 37(9): 1914–1920) offenbart.
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Die
Halbwertszeit des antigenbindenden Moleküls der Erfindung kann gegebenenfalls
durch jedes geeignete Verfahren verlängert werden. Vorzugsweise
werden solche Moleküle
mit Polyethylenglycol (PEG) einschließlich Monomethoxypolyethylenglycol
chemisch modifiziert, wie es zum Beispiel von Chapman et al. (1999,
Nature Biotechnology 17: 780–783)
offenbart wird.
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Zu
den geeigneten Zielantigenen gehören
unter anderem ein MHC-Molekül
einschließlich
MHC-Molekülen,
die Klasse-I- oder Klasse-II-restringiert sind, ein costimulatorisches
Molekül
(z.B. CD80, CD86 und CD152), ein Adhäsionsmolekül (z.B. CD11b/e, CD18, CD54
und CD62L), ein rezeptorassoziiertes Molekül (z.B. CD3, CD4, CD8, CD28,
CD40, CD40L und CTLA4), ein Cytokin-Rezeptor (z.B. der Interleukin-2-Rezeptor
(IL-2R) oder eine Untereinheit davon, wie CD25, und der Interferon-γ-Rezeptor
(IFN-γR)
und ein virales Oberflächenantigen
(z.B. gD2- und gB2-Antigen
des Herpes-simplex-Virus oder ein Oberflächenantigen des Herpes-Virus,
das Herpeskeratitis verursacht).
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Die
Erfindung stellt auch eine Augenzusammensetzung bereit, die ein
antigenbindendes Subimmunglobulinmolekül umfasst, das gegenüber einem
Zielantigen im Auge immuninteraktiv ist.
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Beschrieben
wird hier auch ein Verfahren zur Behandlung einer Augenstörung, das
das Verabreichen einer effektiven Menge eines antigenbindenden Subimmunglobulin-Moleküls, das
gegenüber
einem mit der Störung
zusammenhängenden
Zielantigen immuninteraktiv ist, an einen Patienten, der einer solchen
Behandlung bedarf, umfasst.
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Die
Augenstörung
kann jede mit dem Auge zusammenhängende
Krankheit oder Störung
sein. Im Allgemeinen wird die Störung
eine Krankheit des Auges sein, die das Auge direkt beeinflusst.
Krankheiten oder Störungen,
die mit dem Auge zusammenhängen,
können
auch solche Krankheiten oder Störungen
sein, die aus andere Teile des Körpers
zurückgehen
und die indirekt als Nebenwirkung der Hauptkrankheit oder -Störung das
Auge beinflussen.
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Zu
den typischen Krankheiten oder Störungen gehören die Hornhauttransplantatsabstoßung, Uveitis, jede
Augeninfektion, Entzündungs-
und Infektionskrankheiten, wie virale (z.B. Herpeskeratitis und
adenovirale), bakterielle oder Chlamydien-Konjunktivitis, Augentumoren,
neovaskulär-proliferative
Krankheiten, wie diabetische Retinopathie, neovaskuläre Makulopathien,
rheumatoide Hornhautausdünnungsstörungen oder
Autoimmunstörungen,
wie okuläres
Pemphigoid.
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Das
Verfahren umfasst die Verabreichung einer wirksamen Menge des antigenbindenden
Subimmunglobulin-Moleküls
an den Patienten. Das antigenbindende Subimmunglobulin-Molekül kann lokal
verabreicht werden, entweder topisch an einen Teil des Auges, oder
es kann in das Auge injiziert werden, zum Beispiel in den subkonjunktivalen,
peri- oder retrobulbären
Raum oder direkt ins Auge. Alternativ dazu kann das antigenbindende
Molekül
auch systemisch durch parenterale Verabreichung verabreicht werden.
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Am
meisten bevorzugt wird das antigenbindende Molekül topisch und als Augentropfen
auf das Auge angewendet. Die Augentropfen können auf die Hornhaut (klarer
Teil in der Mitte des Auges) aufgetragen werden, wodurch die Moleküle in das
Auge eindringen können.
Für die
Behandlung einer Krankheit, die den hinteren Teil des Auges betrifft,
kann es am wünschenswertesten
sein, dass das antigenbindende Molekül in die Sklera eindringt,
wenn es unter die Bindehaut oder um den Augapfel herum injiziert
wird.
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Die
Verabreichung des antigenbindenden Moleküls kann nach einem vorbereitenden
Schritt des Modulierens der Oberfläche des Auges zur Verbesserung
der Penetration der Moleküle
durchgeführt
werden. Vorzugsweise wird die Epithelschicht, wie das Hornhautepithel,
durch einen Penetrationsverstärker
so moduliert, dass eine ausreichende und rasche Penetration der
Moleküle
möglich
ist, wie es zum Beispiel oben beschrieben ist.
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Alternativ
dazu ist der Schritt der Verabreichung dadurch gekennzeichnet, dass
man wenigstens einen Teil des Auges einer Iontophorese unterzieht,
so dass das antigenbindende Molekül in einen gewünschten
intraokulären
Bereich eindringt. Zu den geeigneten Verfahren, die in dieser Hinsicht
eingesetzt werden können, gehören diejenigen,
die zum Beispiel von Behar-Cohen et al. (1998, Invest. Ophthalmol.
Vis. Sci. 39(6): 897–904)
und Frucht-Pery et al. (1996, Graefes Arch. Clin. Exp. Ophthalmol.
234(12): 765–9)
offenbart wurden.
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Der
Teil des Auges, in oder auf den das antigenbindende Molekül vorzugsweise
verabreicht wird, ist der Teil, der ein Eindringen des antigenbindenden
Moleküls
ermöglicht.
Wie oben beschrieben, wird die Verabreichung vorzugsweise auf der
Hornhaut und Bindehaut durchgeführt,
oder die Substanz kann in den subkon junktivalen, peri- oder retrobulbären Raum
injiziert werden, um nach der Penetration der Sklera das Innere des
Auges zu erreichen.
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Wir
beschreiben ein Verfahren zur Diagnose eines Augenzustands, das
Folgendes umfasst: das In-Kontakt-Bringen eines Teils eines Auges
mit einem antigenbindenden Subimmunglobulin-Molekül, das gegenüber einem
mit dem Zustand zusammenhängenden
Antigen immuninteraktiv ist, und das Nachweisen der Anwesenheit
eines Komplexes, der das antigenbindende Subimmunglobulin-Molekül und das
Antigen umfasst.
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In
einem bevorzugten Aspekt umfasst das Verfahren das In-Kontakt-Bringen
eines Teils eines Auges mit einem antigenbindenden Subimmunglobulin-Molekül, das gegenüber einem
mit der Störung
zusammenhängenden
Antigen immuninteraktiv ist, und das Nachweisen der Anwesenheit
eines Komplexes, der das antigenbindende Subimmunglobulin-Molekül und das
Antigen umfasst.
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Das
Antigen, das den Zustand anzeigt, kann ein Antigen sein, das direkt
oder indirekt mit dem Augenzustand assoziiert ist. Es kann sich
um ein Zielantigen oder um ein Antigen eines Moleküls, das
als Nebenprodukt des Augenzustands resultiert, handeln.
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Die
Anwesenheit oder Abwesenheit des Zielantigens im Auge kann bestimmt
werden, indem man das antigenbindende Molekül an das Auge verabreicht,
wie es zum Beispiel oben beschrieben ist. Vorzugsweise wird das
antigenbindende Molekül
als Augentropfen oder durch periokuläre Injektion an das Auge verabreicht.
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Anschließend wird
der Nachweis des Komplexes bestimmt. Jede geeignete Technik zur
Bestimmung der Bildung des Komplexes kann verwendet werden. Zum
Beispiel kann ein antigenbindendes Subimmunglobulin-Molekül gemäß der Erfindung,
mit dem ein nachweisbarer Marker assoziiert ist, in Immunoassays
verwendet werden, die auf den in-vivo-Nachweis des Zielantigens
anwendbar sind. Immunoassays können
gemäß dem in
der Technik üblichen
Verständnis
kompetitive Assays einschließen.
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Der
mit dem antigenbindenden Molekül
assoziierte Marker kann Folgendes beinhalten:
- (i)
direkte Bindung des Markers an das antigenbindende Molekül;
- (ii) indirekte Bindung des Markers an das antigenbindende Molekül; d.h.
Bindung des Markers an ein anderes Assayreagens, das anschließend an
das antigenbindende Molekül
bindet; und
- (iii) Bindung an ein anschließendes Reaktionsprodukt des
antigenbindenden Moleküls.
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Der
Marker kann aus einer Gruppe ausgewählt sein, die ein Chromogen,
einen Katalysator, ein Enzym, ein Fluorochrom, ein chemilumineszentes
Molekül,
ein Lanthaniden-Ion, wie Europium (Eu¾),
ein Radioisotop und einen direkten visuellen Marker umfasst.
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Im
Falle eines direkten visuellen Markers kann ein kolloidales metallisches
oder nichtmetallisches Teilchen, ein Farbstoffteilchen, ein Enzym
oder ein Substrat, ein organisches Polymer, ein Latexteilchen, ein
Liposom oder ein anderes Vesikel, das eine signalproduzierende Substanz
enthält,
und dergleichen verwendet werden.
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Eine
große
Zahl von Enzymen, die zur Verwendung als Marker geeignet sind, ist
in den US-Patentschriften 4,366,241, 4,843,000 und 4,849,338 offenbart.
Zu den geeigneten Enzymmarkern, die für die vorliegende Erfindung
geeignet sind, gehören
Alkalische Phosphatase, Meerrettich-Peroxidase, Luciferase, β-Galactosidase,
Glucose-Oxidase, Lysozym, Malat-Dehydrogenase und dergleichen. Der
Enzymmarker kann allein oder in Kombination mit einem zweiten Enzym,
das in Lösung
vorliegt, verwendet werden.
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Zweckmäßigerweise
wird das Fluorochrom aus der Gruppe ausgewählt, die Fluoresceinisothiocyanat (FITC),
Tetramethylrhodaminisothiocyanat (TRITL) oder R-Phycoerythrin (RPE)
umfasst.
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Ein
bevorzugtes Isotop für
Bildgebungsanwendungen ist 99mTc wegen seiner
physikalischen Eigenschaften, der Kosten, Verfügbarkeit und Sicherheit. Um
die Markierung mit diesem radioaktiven Metall zu erleichtern, wurden
antigenbindende Moleküle,
wie scFv, mit einem kurzen Peptid fusioniert, das 99mTc
innerhalb einer N3S-Koordinationsstelle
chelatisieren soll (Huston et al., 1996, Quarterly Journal of Nuclear
Medicine, im Druck; George et al., 1995, Proc. Natl. Acad. Sci.
USA, 92: 8358–8363).
Das resultierende Molekül
lässt sich leicht
in einer einstufigen Reaktion markieren, was ein hochgradig stabiles
Produkt ergibt, das die Immunogenität des ursprünglichen scFv beibehält.
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Die
vorliegende Erfindung wird nun ausführlicher unter Bezugnahme auf
die folgenden Beispiele beschrieben. Man sollte sich jedoch darüber im Klaren
sein, dass die folgende Beschreibung nur zur Veranschaulichung dient
und in keiner Weise als Einschränkung
der Allgemeinheit der oben beschriebenen Erfindung angesehen werden
sollte.
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Beispiele
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Beispiel 1
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Intraokuläre Penetration
von scFv-Antikörperfragmenten
und zweiwertigen Miniantikörpern
-
Gestaltung
und Expression von scFv-Antikörperfragmenten
und zweiwertigen Miniantikörpern
-
Ausgangsmaterial
für die
Antikörpergestaltung
war OX38, eine Hybridomzelllinie, die ganze Antikörper mit
Bindungsspezifität
gegen Ratten-CD4-Antigen produziert. Das Herstellungsverfahren für das scFv-Antikörperfragment
folgte genau einer Technik, die von Kreber et al. (1997, J. Immunol.
Methods 201(1): 35–55) und Plückthun et
al. (Producing antibodies in Escherichia coli: from PCR to fermentation.
In: McCafferty J., Hoogenboom H., Chiswell D. (Hrsg.), Antibody
engineering: A practical approach. Oxford: Oxford University Press, 1996:
203-252 (Hames B.
(Hrsg.), Reihe "The
practical approach"))
beschrieben wurde. Kurz gesagt, mRNA wurde aus einer wachsenden
Hybridomzelllinie extrahiert, und die mRNA wurde einer Reversen
Transcription zu cDNA unterzogen. Die genetische Information für den variablen
Teil der leichten und schweren Kette des Antikörpers wurde getrennt durch
Polymerase-Kettenreaktionen (PCR) amplifiziert, wobei man einen
erweiterten Primersatz verwendete, wie er von Kreber et al (loc.
cit.) und Plückthun
et al (loc. cit.) beschrieben wurde. Die DNA-Produkte für beide
Ketten wurden zusammen gespleißt
und in den pAK100-Vektor
eingesetzt, der verwendet wurde, um E. coli JM83 (Spende von A.
Plückthun)
zu transformieren. scFv-Fragmente wurden in E. coli exprimiert und
aus dem Kulturüberstand
gewonnen. Diese Fragmente wurden in einem Durchflusscytometer auf
ihre Bindungsaktivität
getestet, wobei man Rattenthymocyten als Quelle für das Ratten-CD4-Antigen
verwendete.
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Für die Produktion
im großen
Maßstab
wurde das für
ein funktionelles scFv codierende Insert aus dem pAKI100-Vektor
geschnitten und in einen pHB400-Vektor
integriert, der durch Integrieren der skp-Coexpressionscassette
aus dem Vektor pHB110 (Bothmann et al., 1998, Nat. Biotechnol. 16(4):
376–80)
in den Vektor pAK400 (Kreber et al., loc. cit.) abgeleitet war.
Der Vektor pHB400 enthält
einen starken Translationsstartbereich (Shine-Dalgarno-SDT7g10-Sequenz)
für eine
optimierte scFv-Expression, einen 6-Histidin-Tag für die Reinigung
durch Ionenaffinitätschromatographie
mit immobilisiertem Metall (IMAC) und eine Cassette für die Coexpression
von skp, einem Chaperon, das die korrekte scFv-Faltung im periplasmatischen Raum verbessert.
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Für die Expression
von scFv-Fragmenten als zweiwertige Miniantikörper wurde das Insert mit der scFv-Sequenz
in den Vektor pHB540 ligiert, einen Vektor, der konstruiert wurde,
indem man die scFv-Dimerisierungscassette aus pAK500 (Kreber et
al., loc. cit.) in den Vektor pHB400 addierte. Damit können scFv-Fragmente mit einem
zusätzlichen
Doppelhelixmotiv exprimiert werden, das von einem Antikörper-Scharnierbereich
abgeleitet ist, der es ermöglicht,
dass zwei einwertige Fragmente nichtkovalent unter Bildung eines
zweiwertigen Miniantikörpers
mit einer Größe von 66
kDa dimerisieren.
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Fermentation von E. coli
-
E.
coli HB2151 oder E. coli BL21 wurden mit den obigen Vektoren für die Expression
von scFv oder Miniantikörper
transformiert. Bakterienkulturen wurden in einem 20-1-Tischfermenter
gezüchtet,
der dem von Plückthun
et al. (loc. cit.) beschriebenen ähnlich war, wobei Terrific-Broth-Komplexmedium
verwendet wurde. Bei den Kulturen wurde bei 25 °C und einer optischen Dichte
(OD600nm) von 20 die Proteinexpression durch Zugabe
von 0,1 mM IPTG (Isopropyl-β-D-thiogalactopyranosid)
induziert. Nach drei bis vier Stunden Expression wurden die Kulturen
in einer Beckman-J2l-Zentrifuge geerntet (4000 x g während 25
min bei 4 °C),
und die Bakteriensedimente wurden entweder sofort verarbeitet oder
bei -70 °C
gelagert.
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Reinigung
von scFv und Miniantikörpern
-
Um
korrekt gefaltete und funktionelle scFv oder Miniantikörper zu
erhalten, wurden die Bakteriensedimente in 50 mM Natriumborat (NaBo),
0,15 M NaCl, pH 8,0, unter Verwendung von 2 ml Extraktionspuffer
pro Gramm Sediment resuspendiert, und die Bakterien wurden durch
Ultrabeschallung in einem Manton-Gaulin-Durchflusshomogenisator
lysiert. Das Lysat wurde 30 min lang bei 4 °C mit 13 000 x g zentrifugiert,
bevor der scFv oder Miniantikörper
enthaltende Überstand
durch ein 0,2-μm-Filter
passiert und mit 1% Triton X-100, 1% Tween-20 und 20 mM Imidazol
ergänzt
wurde. Das geklärte
Lysat wurde auf eine IMAC-Säule
mit einem Nickel-Nitrilotriessigsäure(Ni-NTA)-Harz (Qiagen, QIAexpressionist,
Qiagen, Deutschland, 1999) geladen. Die Säule wurde mit 20 Säulenvolumina
(CV) Äquilibrierungspuffer
(50 mM NaBo, 1% Triton X-100, 1% Tween-20, 20 mM Imidazol, pH 8,0)
und 5 CV 50 mM NaBo, 20 mM Imidazol, pH 8,0, gewaschen. Gebundenes
Protein wurde unter Verwendung eines linearen Imidazolgradienten
von 20–500
mM über
10 CV von der Säule
eluiert. Protein haltige Fraktionen wurden vereinigt und auf eine
Q-Sepharose-HP-Anionenaustauschersäule geladen und mit 20 mM HEPES-Puffer
(N-[2-Hydroxyethyl]piperazin-N'-[4-butansulfonsäure]), pH
8,0, äquilibriert.
Ungebundenes Protein wurde mit 3 CV Äquilibrierungspuffer ausgewaschen,
bevor gebundenes Protein in 20 mM HEPES, pH 8,0, mit einem linearen
NaCl-Gradienten von 0-1 M über
7 CV eluiert wurde. Fraktionen, die die gereinigten scFv oder Miniantikörper enthielten,
wurden vereinigt, sterilfiltriert und bei 4 °C gegen 2 x 150 Volumina 20
mM HEPES, pH 8,0, 0,15 mM NaCl, dialysiert. Während des Reinigungsvorgangs
wurden immer wieder Proben genommen und mit Hilfe von SDS-PAGE (Natriumdodecylsulfat-Polyacrylamid-Gelelektrophorese)
analysiert. In einer bevorzugten Ausführungsform werden die gereinigten
Moleküle
unter Verwendung des Verfahrens von Chapman et al. (1999, Nature
Biotechnology 17: 780-783)
mit Monomethoxypolyethylenglycol (PEG) chemisch modifiziert, um
ihre Halbwertszeit zu verlängern.
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Testen der
scFv auf Antigenbindung
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Alle
Tests mit scFv-Fragmenten auf Antigenbindung wurden mittels Durchflusscytometrie
an Ratten-Thymocyten durchgeführt.
Thymocyten-Suspensionen wurden mit Standardvorschriften aus frisch
geerntetem Rattenthymusgewebe hergestellt. Thymocyten (5 x 105), die in 50 μl RPMI-Kulturmedium suspendiert waren,
wurden pro Assayröhrchen
verwendet. Hochempfindliche durchflusscytometrische Assays wurden
bei 4 °C
durchgeführt,
wobei man Inkubationsschritte von 30 Minuten für scFv (50-μl-Probe), Anti-Poly-His-Maus-Antikörper (50 μl verdünnt 1:200,
Sigma), biotinylierten Ziegen-Anti-Maus-Antikörper (50 μl verdünnt 1:50, Vector) und Streptavidin-R-Phycoerythrin-Konjugat
(50 μl verdünnt 1:50,
Sigma) verwendete. Die Zellen wurden zwischen den Inkubationen mit
30 Volumina PBS-Azid gewaschen. Die Assays wurden durch Zugabe von
50 μl Fixierer
(PBS, 0,5% Formaldehyd) fixiert und in einem Durchflusscytometer
abgelesen.
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Hornhautpenetrationsexperimente
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Hornhautgewebe
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Die
Penetration von scFv, Miniantikörpern
und ganzen IgG-Antikörpern
wurde an Augen von normalen 8–14
Monaten alten Schweinen getestet, die 2–5 Stunden vor den Experimenten
in einem nahegelegenen Schlachthof zum menschlichen Verzehr getötet wurden.
Ein einzelnes menschliches Auge, das für die klinische Verwendung
zur Transplantation nicht geeignet war, wurde von der lokalen Augenbank
erhalten und innerhalb von 2 Stunden nach der Entkernung verwendet.
Vier Hornhäute
von Katzen, die im Tierheim des Institute for Medical and Veterinary
Sciences (Adelaide, South Australia) gehalten und aus anderen experimentellen
Gründen
getötet
wurden, wurden innerhalb von 3 Stunden nach der Entkernung verwendet.
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Korneosklerale
Scheiben wurden mit Hilfe von Standard-Augenbanktechniken herausgeschnitten.
Es wurde besonders darauf geachtet, eine Verzerrung der Hornhäute während der
Gewebepräparation
oder Montierung auf den Kammern zu verhindern, da dies die Integrität der Barrierefunktion
beeinflussen könnte.
In denjenigen Augen, die nur zur Untersuchung der Stromapenetration
verwendet wurden, wurde das Hornhautepithel mit einem 11er Skalpell
und einem trockenen Wattestäbchen
sorgfältig
entfernt, bevor die korneosklerale Scheibe präpariert wurde.
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Aufbauten zur Hornhautpenetration
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Hornhautperfusionskammern
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Die
in-vitro-Penetration von scFv durch Katzen- und Schweinehornhäute wurde
in einer Hornhautperfusionskammer untersucht (2).
Die Perfusionskammer besteht aus 3 Teilen: dem Hauptkörper, einer Spannhülse und
einem Fixierring, wobei alle Teile aus Polycarbonat bestanden (hergestellt
vom Centre of Biomedical Engineering, Flinders Medical Centre, Adelaide).
Die "Schultern" des Haupt körpers, die
die hintere Seite der Klammer bilden, sind um 30° gewinkelt, um die natürliche Krümmung von
Hornhäuten
von verschiedenen Spezies, wie Mensch, Schweinen und Katzen, zu
stützen.
Der zentrale Hohlraum, der zusammen mit der montierten Hornhaut
die Kammer auf der Empfängerseite
bildet, ist 12 mm im Durchmesser und 3 mm tief. Der Hauptkörper beherbergt
auch die Kanäle
für das
Ein- und Ausströmen
der Perfusionsleitungen. Die Spannhülse, die die Hornhaut von der
Epithelseite her auf den Hauptkörper
klemmt, weist zwei Edelstahl-Führungsstifte
auf, die die senkrechte Bewegung ohne Verdrehung lenken, um mögliche Scherspannungen
und Beschädigungen
des Rands der Hornhaut während
des Zusammensetzens zu verhindern. Die Spannhülse enthält auch einen Fluidkanal, durch
den aufgetragene Augentropfen angesaugt werden können, um den Tränenabfluss
nachzubilden. Die Hornhaut und die Spannhülse auf ihrer Oberfläche werden
durch den Fixierring gegen den Hauptkammerkörper gepresst, der ein feines
Gewinde (Ganghöhe
1 mm) aufweist, um eine sehr genaue Justierung der Spannkraft zu
ermöglichen.
Sobald die Hornhaut richtig montiert ist, wird die ganze Kammer
an einem Wärmetauscherblock
befestigt, durch den warmes Wasser aus einem Wasserbad zirkuliert.
-
Bewertung
des Hornhautgewebes
-
Die
Lebensfähigkeit
des Gewebes wurde während
allen Experimenten routinemäßig alle
30 min bewertet, indem man die Hornhautdicke mit einem Handpachymeter
(BVI-Taschenpachymeter, B.V. International, 63100 Clermont-Ferrand, Frankreich)
maß. Zu
Beginn jedes Experiments wurden die Hornhäute eine Stunde lang perfundiert,
und in drei oder mehr verschiedenen Messungen während der zweiten 30 Minuten wurden
die Grundlinienwerte der Hornhautdicke festgestellt. Eine Erhöhung der
Dicke um mehr als 10% gegenüber
den Grundlinienwerten während
der anschließenden
Experimente wurde als Dysfunktion des Endothels angesehen, und die
Hornhaut wurde verworfen.
-
Die
experimentellen Wirkstoffe, wie scFv, Miniantikörper, ganze IgG-Antikörper oder
Fluorescein, in reiner Form oder ergänzt mit verschiedenen Penetrationsverstärkern wurden
alle 20 bis 30 Minuten als Augentropfen auf die Epithelseite der
Hornhaut verabreicht. Auf der Empfängerseite der Hornhaut bildete
die Perfusionskammer einen künstlichen
intraokulären
Raum, der mit BSS-Plus (Alcon) gefüllt wurde. Das Gesamtvolumen
der BSS-Plus-Lösung,
die kontinuierlich durch das künstliche
Auge und das Reservoir zirkulierte, betrug 4 ml. Durch Anheben des
Lösungsreservoirs
bis 25 cm oberhalb des Niveaus des künstlichen Auges entstand innerhalb
der Kammer ein Überdruck
von 12 mm Hg, wodurch physiologische Bedingungen simuliert wurden (2).
-
Um
die Wirkstoffpenetration zu bewerten, wurden stündlich Proben von 100 μl auf der
Empfängerseite aus
der zirkulierenden Flüssigkeit
entnommen und durch dasselbe Volumen frisches BSS-Plus ersetzt.
Die Penetration von scFv, Miniantikörper und ganzem IgG-Antikörper wurde
mittels Standard-Durchflusscytometrie bestimmt (Zola et al., 1990,
7. Immunol. Methods 135(1–2):
247–55),
wobei Rattenthymocyten als Quelle für CD4-Antigen und ein sekundärer Maus-Anti-Poly-His-Tag-Antikörper (Sigma)
verwendet wurden. Die Penetration von Natriumfluorescein wurde bewertet,
indem man die Extinktion bei 493 nm unter Verwendung eines ELISA-Ablesegeräts mit den
geeigneten Filtern maß.
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Aufbau zur
Penetration des ganzen Auges
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Ganze
Menschen- oder Schweineaugen mit intaktem Bindegewebe wurden auf
einem Teflon-Block mit einer in die Teflonoberfläche gefrästen Vertiefung positioniert,
so dass die nach unten weisende Hornhaut in eine Vertiefung gelegt
werden konnte (3). Die Vertiefung wurde teilweise
mit 100 μl
scFv oder Miniantikörpern
gefüllt.
Es wurde darauf geachtet, dass kein anderes Gewebe außer der
Hornhaut mit dem Wirkstoff in Kontakt kam. Das ganze Auge wurde
mit einem umgedrehten Kunststoffbehälter bedeckt, so dass eine feuchte
Kammer entstand, und der Aufbau wurde über ein Wasserbad gebracht,
um das Auge auf einer Temperatur von 35 bis 37 °C zu halten. Am Ende der Inkubationszeit
wurde der gesamte Augapfel mehrmals mit BSS gewaschen, mit einem
Papiertuch getrocknet und erneut gewaschen. Proben der Flüssigkeit
der vorderen Kammer wurden mit einer 27G-Spritzennadel genommen,
die durch die Hornhaut in die vordere Kammer geführt wurde. Die Konzentration
des einge drungenen scFv und Miniantikörper wurde wie beim Perfusionskammeraufbau
in einem FACS-Assay bewertet.
-
Am
Ende aller Experimente wurden die Hornhäute in gepuffertem Formalin
(10% Formalin in PBS) fixiert und in Paraffin eingebettet. Standard-l0-μm-Schnitte
wurden mit PAS angefärbt
und unter einem Mikroskop untersucht.
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Ergebnisse
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Reinigung von scFv und
Miniantikörper
-
Das
Eluat aus der Nickel-NTA-Reinigungssäule hatte eine Proteinkonzentration
von 0,5 mg/ml mit einer Reinheit von 52% für das OX38-scFv bzw. eine Proteinkonzentration
von 0,74 mg/ml mit einer Reinheit von 21% für den OX38-Miniantikörper. Die anschließende Reinigung über einer
Q-SepharoseTM-Anionenaustauschersäule führte zu einer endgültigen scFv-Konzentration
von 3,98 mg/ml mit einer Reinheit von 98% und einer Miniantikörperkonzentration
von 1,83 mg/ml und einer Reinheit von 75%. Die zweistufige Reinigungsvorschrift über eine
Nickel- und eine anschließende
Ionenaustauschersäule
führte
zu einer Reinheit klinischer Qualität mit Endotoxinkonzentrationen
von nur 1,08 Endotoxineinheiten (EU) pro mg scFv und 36 EU/mg Miniantikörper.
-
Nach
dem ersten Reinigungsschritt über
die Nickelsäule
waren die Hauptkontaminanten in der scFv-Charge Rotamase (Peptidyl-Propyl-cis-trans-Isomerase
SLYD) und das histonartige Protein HLP1. Rotamase ist ein histidinreiches
Protein, das wahrscheinlich unabhängig von den scFv-Fragmenten
auf der Nickelsäule
mitgereinigt wurde. Es wurde durch die anschließende Reinigung über die
Q-Sepharose-Säule
effektiv entfernt. Die zweite Kontaminante HLP1 enthält weder
Histidin, Cystein noch Tryptophan. Es wurde daher die Hypothese
aufgestellt, dass HLP1 entweder an das scFv oder an die Rotamase
gebunden war, um seine Mitreinigung in der Nickelsäule zu ermöglichen.
Da HLP1 einen isoelektrischen Punkt von 9,5 hat, erwarteten wir,
dass diese Kontaminante durch Anionenaustauscherchromatographie über Q-SepharoseTM bei pH 8,0 ent fernt werden würde. HPL1
wurde jedoch auch nach diesem chromatographischen Schritt noch im
Endprodukt gefunden, was darauf hinweist, dass es an einen Teil
des OX38-scFv-Fragments gebunden durch den Reinigungsvorgang geschleppt
worden sein muss. HLP1 hat eine Größe von 15,6 kDa, was die effektive
Größe von kontaminierten
scFv-Molekülen
auf 43 kDa erhöht.
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Die
in dieser Studie für
Penetrationsexperimente verwendeten scFv-Fragmente wurden über eine
Nickelsäule
nur mit einer endgültigen
scFv-Konzentration von 0,2 bis 0,25 mg/ml gereinigt. Die für das Penetrationsexperiment
verwendeten Miniantikörper
durchliefen die volle zweistufige Reinigungsvorschrift mit einer endgültigen Miniantikörperkonzentration
von 1,8 mg/ml.
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ScFv-Spezifität für Ratten-CD4-Antigen
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Die
scFv-Bindung an Ratten-CD4-Antigen wurde in einem Durchflusscytometrieassay
unter Verwendung von Rattenthymocyten getestet. Mehr als 95% aller
Thymocyten exprimierten CD4-Antigen auf ihrer Oberfläche, was
in einem Durchflusscytometrieassay mit OX38, einem ganzen monoklonalen
Antikörper,
gezeigt wurde. OX38 bindet spezifisch an Ratten-CD4. Das CHRI-r4-Fv1-scFv
band in identischer Weise an alle Thymocyten. Die maximale Fluoreszenzintensität von Proben
mit CHRI-r4-Fv1-scFv betrug etwa zwei Drittel der bei OX38 gefundenen
Intensität.
Die Fluoreszenzintensität
in einer Verdünnungsreihe
nahm bei OX38-Antikörpern
und CHRI-r4-Fv1-scFv in einem identischen Muster ab, was ähnliche
Bindungseigenschaften anzeigt (4).
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Um
eine CD4-unabhängige
oder unspezifische Bindung von CHRI-r4-Fv1-scFv an Zellmembranen auszuschließen, wurden
Durchflusscytometrieassays mit Jurkat-Zellen (einer humanen T-Zelllinie) und J5.CD4
(transfizierte Jurkat-Zelllinie, die auf ihrer Oberfläche Ratten-CD4
in voller Länge
exprimierte) durchgeführt.
CHRI-r4-Fv1-scFv zeigte keine unspezifische Bindung, wie durch negative
Durchflusscytometrieassays unter Verwendung von Jurkat-Zellen gezeigt
wurde. Die Spezifität
der Bindung an Ratten-CD4 wurde in einem Durchflusscytometrie assay
an transfizierten J5.CD4 nachgewiesen, wo scFv in ähnlicher
Weise wie OX38 band.
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Hornhautpenetration von
scFv (28 kDa)
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Die
Penetration des Hornhautstromas durch scFv wurde in einer ersten
Gruppe von Experimenten unter Verwendung der Hornhautperfusionskammer
getestet. Das Hornhautepithel wurde vor dem Experiment entfernt.
Wie in 5 gezeigt ist, drang das scFv erfolgreich durch
das Stroma von Schweinehornhäuten
und behielt seine spezifische antigenbindende Aktivität bei. Es
gab ein vierstündiges
Intervall zwischen dem ersten Abfall von scFv auf der Spenderseite
und dem Nachweis einer eindeutigen Bindungsaktivität auf der
Empfängerkammerseite.
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Der
pH-Wert des Puffers, in dem ein Wirkstoff gelöst ist, kann die Löslichkeit
und Hornhautpenetration eines Wirkstoffs häufig beeinflussen. Das OX38-scFv
hat einen isoelektrischen Punkt von 6,1, ein pH-Wert, bei dem erwartet
wird, dass die scFv-Penetration am schlechtesten ist. Wir untersuchten
daher die Penetration des OX38-scFv-Fragments durch Schweinehornhautstroma
bei pH 8,0, 7,0 und 3,5. Während
eine Erhöhung des
pH-Werts von 7,0 auf 8,0 zu einer beschleunigten Penetration führte, verursachte
eine Senkung des pH-Werts weg vom isoelektrischen Punkt auf 3,5
zu einer Reduktion der Penetration (6).
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Um
eine speziesunabhängige
Stromapenetration nachzuweisen, wurde das Experiment mit einer normalen
Katzenhornhaut wiederholt. Ergebnisse von der Perfusionskammer zeigten
bei Katzen eine ähnliche Penetration
von scFv wie bei Schweinen. Die scFv-Bindungsaktivität nach der
Penetration durch die um 25% dünnere
Katzenhornhaut wurde nach 2 Stunden nachweisbar (7).
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Um
zu beweisen, dass diese positiven Penetrationsergebnisse nicht durch
eine Gewebebeschädigung an
den eingespannten Rändern
der Hornhaut oder durch ein Durchsickern um die montierte Hornhaut
herum, das eine Stromapenetration simuliert haben könnte, verursacht
wurde, wurden ganze OX38-IgG-Antikörper als negative Kontrolle
verwendet. Wegen ihrer Molekülgröße von etwa
150 kDa wird nicht erwartet, dass ganze Antikörper durch das Stroma dringen.
Dies ist eindeutig größer als
der molekulare Schwellenbereich von 60–90 kDa für die Stromapenetration. Monoklonale
Antikörper
in einer Konzentration, die in einer Verdünnung von 1 Teil in 2 Millionen
einen positiven Nachweis ermöglicht,
wurden alle 20 Minuten als Augentropfen verabreicht. Während der
Probenahmezeiten von bis zu 14 Stunden wurde auf der Empfängerseite
keine Bindungsaktivität gefunden
(6 und 10).
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Penetrationsexperimente
in den Perfusionskammern ermöglichen
eine Untersuchung von individuellen Hornhäuten über eine längere Zeit hinweg, wobei auf
der Empfängerseite
wiederholt Proben genommen wurden, um die Kinetik des Penetrationsvorgangs
zu bewerten. Da die Fragmente, die durch die Hornhaut in die Perfusionskammern
eingedrungen sind, jedoch in einem großen Volumen (4 ml) verdünnt werden,
unterschätzen
die Ergebnisse die Konzentration von scFv und der Miniantikörper, die
in einem echten Auge mit einem Volumen der vorderen Kammer von 0,3
bis 0,5 ml erreichbar sind. Um einen groben Vergleich der in den Perfusionskammerexperimente
erhaltenen Penetrationsergebnisse mit den erwarteten Werten in einem
Auge eines lebenden menschlichen Wesens zu ermöglichen, wurden zusätzliche
Penetrationsexperimente in den Perfusionskammern unter Verwendung
von Natriumfluorescein-Augentropfen durchgeführt. Natriumfluorescein ist
ein Molekül
von 332 Da, dessen Penetration in das menschliche Auge in vivo ausführlich untersucht wurde.
Nach einem einzelnen Tropfen von 2% (w/v) Fluorescein wird der Wirkstoff
nach 30 Minuten im menschlichen Auge nachweisbar (Araie et al.,
1983, Jpn. J. Ophthalmol. 27(3): 421–33). Eine Wiederholung der
Verabreichung von Fluorescein verursacht eine weitere wesentliche
Erhöhung
der Menge, die man in der vorderen Kammer findet (Adler et al.,
1971, Exp. Eye Res. 11(1): 34–42).
Um die bei Schweineaugen erhaltenen scFv-Penetrationsergebnisse
vergleichen zu können,
wurde eine Schweinehornhaut mit normalem Epithel 14 Stunden lang
alle 20 Minuten mit Augentropfen mit 2% Fluorecein behandelt. 100-μl-Proben
wurden in derselben Weise wie bei den scFv- und Miniantikörper-Experimenten
aus dem Kammerreservoir entnommen. Die Konzentration von Natriumfluorescein
wurde mit einem ELISA-Ablesegerät
bei 492 nm mit einer Nachweisschwelle von 2 ppm bestimmt.
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Auf
der Empfängerseite
der Schweinehornhaut wurde Natriumfluorescein erst nach 3 Stunden
nachweisbar, mit einer anschließenden
exponentiellen Erhöhung
während
des Rests des Experiments, wie in 8 gezeigt
ist.
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Um
eine bessere Schätzung
der scFv-Konzentration, die in einem normalen Auge erreichbar ist,
zu ermöglichen,
wurde die scFv-Penetration auch im Modell des ganzen Auges getestet.
In diesem Modell kann aus jedem Auge nur einmal eine Probe entnommen
werden, was viele Augen mit unterschiedlichen Einwirkungszeiten
erfordert, um kinetische Informationen zu erhalten. Da das vordere
Segment des Auges jedoch im physiologischen Sinn eine wohldefinierte
Struktur mit einer nur minimalen pharmakologischen Wechselwirkung
mit dem Rest des Körpers
ist, reflektieren Ergebnisse aus solchen Experimenten mit ganzen
Augen das Ausmaß der
Penetration, das in vivo erreichbar ist, genauer.
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Für dieses
Experiment wurde das Hornhautepithel eines ganzen Schweineauges
entfernt, und die Hornhaut wurde 7 Stunden lang in OX38-scFv-haltiges
Teflon eingetaucht. Nachdem die Oberfläche gründlich gereinigt wurde, wurde
eine 100-μl-Probe
von Flüssigkeit
der vorderen Kammer durch eine Spritze mit einer 27G-Nadel erhalten.
Die Bindungsaktivität
wurde in einem FACS-Assay an Ratten-Thymocyten mit einer Nachweisschwelle
von 1 Teil auf 2000 (500 ppm) getestet. Die Flüssigkeit der vorderen Kammer,
von der nach 7 Stunden eine Probe entnommen wurde, zeigte eine starke
Bindungsaktivität,
die einer scFv-Konzentration von
1 Teil auf 250 äquivalent
war (9).
-
Die
Kinetik der scFv-Penetration durch das Hornhautepithel wurde in
den Perfusionskammern unter Verwendung von intakten Hornhäuten näher untersucht.
Es gab über
einen Penetrationstzeitraum von 8 Stunden hinweg keine nachweisbare
Bindungsaktivität,
wenn scFv in reiner PBS-Lösung
(pH 7,2–7,4)
als Augentropfen angewendet wurde. Wenn die scFv/PBS-Lösung mit
0,01% Benzalkoniumchlorid, einem häufig verwendeten Konservierungsmittel
für Augentropfen,
ergänzt
wurde, wurde bei Schweinehornhäuten
am Ende der achtstündigen
Probenahmezeit eine schwache Bindungsaktivität beobachtet (Daten nicht gezeigt).
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Dasselbe
Experiment wurde mit scFv in PBS bei einem pH-Wert von 8,0 (eingestellt
mit 1 M NaOH) wiederholt. Unter diesen Bedingungen drang scFv auch
ohne einen Penetrationsverstärker
durch ein gesundes Epithel und Stroma, was eine steigende Bindungsaktivität auf der
Empfängerseite
nach 8 Stunden zeigt. Die Zugabe von 0,5% Caprinsäure führte zu
einer erleichterten Hornhautpenetration, wobei nach 6 Stunden eine
steigende Bindungsaktivität
nachweisbar ist (10).
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Hornhautpenetration von
OX38-Miniantikörpern
(66,8 kDa)
-
Die
Penetration von OX38-Miniantikörpern
mit einer Molekülgröße von 66,8
kDa durch das Hornhautstroma wurde genauso getestet wie die der
einwertigen scFv-Fragmente in der Perfusionskammer. Während der
gesamten Versuchszeit von 14 Stunden konnte keine Penetration von
ganzem OX38-IgG-Antikörper
nachgewiesen werden, der als negative Kontrolle verwendet wurde.
Dagegen wurde die OX38-Miniantikörperbindung
nach 3 Stunden positiv, mit einer weiteren exponentiellen Zunahme,
bis der Fluocytometerassay mit der Probe von 8 Stunden und den anschließenden Proben
eine Sättigung
erreichte (11).
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Die
Penetration von OX38-Miniantikörper
ohne Penetrationsverstärker
durch eine Schweinehornhaut mit einer intakten Epithelbarriere war
viel langsamer und wurde erst nach 11 Stunden schwach nachweisbar.
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Wie
bei dem einwertigen scFv wurde die erreichbare Konzentration von
Miniantikörpern
in der vorderen Kammer eines normalen Auges im Modell des ganzen
Auges untersucht. Aus Schweineaugen, von denen das Nornhautepithel
entfernt worden war, wurde zum ersten Mal nach 3 Stunden eine Probe
entnommen, die bereits die Hälfte
der maximalen Signalintensität
zeigte. Proben nach 5 bzw. 7 Stunden Miniantikörpereinwirkung zeigten eine
Bindungsaktivität
innerhalb des Bereichs eines maximalen Testsignals. Anschließend wurden
sechs Schweineaugen mit einer normalen Epithelbarriere Miniantikörpern ausgesetzt,
die mit 0,5% Caprinsäure
ergänzt
waren. Die Miniantikörper-Bindungsaktivität wurde
bei Augen, aus denen nach 5 Stunden Einwirkungszeit eine Probe entnommen wurde,
eindeutig nachweisbar, und die Aktivität nach 7 bzw. 8 Stunden war
nur minimal geringer als bei Augen ohne eine Epithelbarriere (12).
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Die
Bedingungen, die die größte Herausforderung
darstellten, waren in allen obigen Experimenten die Penetration
der relativ großen
Miniantikörper
durch Hornhäute
mit einer intakten Epithelbarriere. Alle diese Ergebnisse wurden
bei jungen Schweineaugen erhalten, die ein um 25% dickeres Stroma
haben als menschliche Hornhaut. Die wichtigste Penetrationsbarriere
ist jedoch die Epitheloberfläche,
und die Kenntnis der Ultrastruktur dieser Barriere in Schweineaugen
ist beschränkt.
Um die obigen Penetrationsergebnisse, die mit Schweine- und Katzenaugen
erhalten wurden, mit der potentiellen Penetration von Subimmunglobulin-Fragmenten durch
eine menschliche Hornhaut zu vergleichen, wurden bei einem frischen
menschlichen Auge die Bedingungen verwendet, die die größte Herausforderung
darstellten. Dieses Auge mit einem intakten Epithel wurde im Aufbau
für das
ganze Auge mit OX38-Miniantikörper
behandelt. Die Hornhaut wurde fünf
Stunden lang 100 μl
der Standard-Miniantikörper-Konzentration
von 1,8 mg/ml, ergänzt
mit 0,5% Caprinsäure,
bei pH 8,0 ausgesetzt. Die intraokuläre Probe, die nach 5 Stunden
erhalten wurde, zeigte im Fluocytometer eine maximale Signalintensität mit vollständiger Sättigung
von 1,5 x 106 Thymocyten pro ml. Eine Titration der Bindungsaktivität in dieser
Probe zeigte eine Miniantikörperkonzentration
von 0,8 μg/ml
in der vorderen Kammer dieses untersuchten menschlichen Auges (13 und 14).
-
Diskussion
-
Diese
Studie beweist, dass künstlich
gestaltete rekombinante Antikörperfragmente
nach topischer Verabreichung als Augentropfen erfolgreich durch
die Hornhaut dringen und das Innere des Auges erreichen können. Außerdem behalten
diese Fragmente ihre volle Antigenbindungsaktivität bei, was
die Möglichkeit
eines auf Antikörpern
beruhenden therapeutischen und diagnostischen Eingriffs im Auge
bietet. Gleichzeitig hat diese Studie wie viele andere zuvor (Verhagen
et al., 1990, Invest. Ophthalmol. Vis. Sci. 31(8): 1519–25; Osusky
et al., 1993, Graefes Arch. Clin. Exp. Ophthalmol. 231(2): 122–8) gezeigt,
dass natürlich
vorkommende ganze Antikörper
die Hornhaut nicht oder wenigstens nicht in einer therapeutisch
nützlichen
Weise durchdringen und dass der Schwellenwert für die maximale Molekülgröße, der
noch eine Penetration durch die Hornhaut erlaubt, viel kleiner ist
als die 500 kDa, die man in einer häufig zitierten, aber nie wiederholten
Studie findet (Maurice D., Mishima S., Ocular Pharmacokinetics,
Springer-Verlag Berlin, 1984, Sears M. (Hrsg.) Pharmacology of the
Eye).
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Die
Hornhaut enthält
zwei wichtige Penetrationsbarrieren, das oberflächliche Hornhautepithel und
das Hornhautstroma. Das Hornhautepithel bildet eine starke Penetrationsbarriere
für alle
lipophilen Moleküle
außer den
kleinen. Größere Moleküle müssen durch
den interzellulären
Raum dringen, der normalerweise durch feste Verbindungen blockiert
ist (Maurice D.M., 1980, Int. Ophthalmol. Clin. 20(3): 7–20; Burstein
et al., 1985, J. Ocul. Pharmacol. 1(3): 309–26). Poren innerhalb dieser
engen Verbindungen ermöglichen
die Penetration von Molekülen
bis zu einer Größe von 1–5 kDa (Edelhauser
et al., 1998, Adv. Exp. Med. Biol. 438: 265–71). Die Penetrationsbarriere
des Hornhautepithels hängt
von gesunden zellulären
Strukturen ab. Es ist wohlbekannt, dass die Epithelbarrierefunktion
beim Menschen durch Alterung (Chang et al., 1993, Cornea 12(6):
493–9
[siehe Kommentare]) und viele häufige
Krankheiten, wie Diabetes oder trockene Augen (Gobbels et al., 1989,
Graefes Arch. Clin. Exp. Ophthalmol. 227(2): 142–4; Yokoi et al., 1998, Br.
J. Ophthalmol. 82(7): 797-800),
erheblich reduziert wird. Außerdem
haben mehrere Studien gezeigt, dass chirurgische Eingriffe, wie
Hornhauttransplantation (Shimazaki et al., 1999, Cornea 18(5): 559–64; Chang
et al,, 1994, Ophthalmic Res. 26(5): 283–9) oder Trabeculektomien (Tanihara
et al., 1997, Am. J. Ophthalmol. 123(4): 487–93) zur Behandlung von Glaukomen,
zu einem Monate oder sogar Jahre dauernden Zusammenbruch der Barrierefunktion
führen.
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Die
zweite Barriere, das Hornhautstroma, erlaubt die Penetration von
größeren Fragmenten,
und es wurde beschrieben, dass es die Penetration von Molekülen bis
zu 500 kDa oder noch größerer Moleküle erlaubt,
wenn das Gewebe ödematös wird (Burstein
et al., 1985, loc. cit.). Die Zahl von 500 kDa ist jedoch aus einer
einzigen Studie abgeleitet, die in der Literatur ohne Gutachterverfahren
(Peer Review) veröffentlicht
wurde (Maurice et al., 1984, loc. cit.). Tatsächlich galten mehrere Studien
der Penetration von IgG-Antikörpern
mit einer Größe von 150
kDa. Diese Studien haben wiederholt gezeigt, dass Moleküle dieser
Größe nicht
durch die Hornhaut dringen oder nur mit einer äußerst geringen Geschwindigkeit
hindurchdringen, die einen Zeitraum von 1–2 Wochen erfordert, um das
Hornhautstroma zu durchdringen (Verhagen et al., 1990, loc. cit.; Osusky
et al., 1993, loc, cit.). Im Gegensatz zur Epithelbarriere gibt
es keine bekannten Penetrationsverstärker, die die Wirkstoffabgabe
durch das Hornhautstroma verbessern.
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Die
oben vorgestellten Daten beweisen, dass rekombinante Antikörperfragmente
wenigstens bis zu einer Größe von 66
kDa schnell durch das Hornhautstroma dringen können und innerhalb des Auges
ihre volle Antigenbindungskapazität beibehalten. Die Penetration
dieser Antikörperfragmente
scheint speziesunabhängig
zu sein, da die Penetration bei Schweinen, Katzen und Menschen dokumentiert
werden konnte. Die Penetration des Stromas durch einen Wirkstoff
hat eine umgekehrte lineare Korrelation mit der Stromadicke und Wirkstoffgröße und eine
direkte Korrelation mit der Wirkstoffkonzentration (Burstein et
al., 1985, loc. cit.). Die schnellere Penetration von scFv durch
die um 25% dünnere
Katzen und Menschenhornhaut als durch die Schweinehornhaut scheint
in guter Übereinstimmung
mit dem obigen Ergebnis zu sein. Die Tatsache, dass der zweieinhalbmal
so große
Miniantikörper
auf der Empfängerseite
der Hornhautperfusionskammer nach einem ähnlichen Zeitintervall wie
das kleine scFv-Fragment nachgewiesen wurde, ist wahrscheinlich
auf die sieben- bis achtmal höhere
Konzentration von Miniantikörpern
in den Augentropfen zurückzuführen, die
in dieser Studie verwendet wurden. Daher führt eine Erhöhung der
scFv-Konzentration,
wie wir mit dem zweistufigen Reinigungsvorgang für Material mit klinischer Qualität nachgewiesen
haben, wahrscheinlich zu noch höheren
intraokulären
Konzentrationen als denjenigen, die in der vorliegenden Studie gefunden
werden.
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Wie
oben erwähnt,
ist das oberflächliche
Epithel die stärkere
Barriere gegen Wirkstoffpenetration, und es ist daher keine Überraschung,
dass die Penetration von scFv und Miniantikörper-Fragmenten durch Hornhäute mit
einer intakten Epithelbarriere erheblich langsamer erfolgt. Tatsächlich ist
es ziemlich überraschend, dass
gezeigt werden konnte, dass scFv und Miniantikörper überhaupt durch eine intakte
Epithelbarriere dringen, wenn auch mit einer sehr geringen Geschwindigkeit.
Die Epithelbarriere stört
jedoch sogar viel kleinere Moleküle
in einem solchen Ausmaß,
dass die meisten der zur Zeit verwendeten ophthalmischen Wirkstoffe
mit irgendeiner Form von Penetrationsverstärker ergänzt werden. Diese Penetrationsverstärker funktionieren
dadurch, dass sie die festen Verbindungen der obnersten Epithelzellen
lockern (Burstein N.L., 1985, Trans. Ophthalmol. Soc. UK 104 (Pt
4): 402–9;
Ashton et al., 1991, J. Pharmacol. Exp. Ther. 259(2): 719–24; Green
et al., 1971, Am. J. Ophthalmol. 72(5): 897–905). Der am häufigsten
verwendete Penetrationsverstärker
ist Benzalkoniumchlorid (Tang et al., 1994, J. Pharm. Sci. 83(1):
85–90;
Burstein N.L. et al., 1980, Invest. Ophthalmol. Vis. Sci. 19(3):
308–13),
das auch als Konservierungsmittel gegen mikrobielle Kontamination
wirkt. Es wird gewöhnlich
bis zu einer endgültigen
Konzentration von 0,01 bis 0,05% hinzugefügt. Ein zukünftiges pharmazeutisches Präparat von
rekombinanten Antikörperfragmenten
in Form von Augentropfen wird unabhängig von ihren Epithel-Penetrationseigenschaften
Konservierungsmittel benötigen.
Wir ergänzten
daher einige der scFv und der Miniantikörperfragmente in dieser Studie
mit 0,5% Caprinsäure,
einem normalen Milchproduktbestandteil, das zu einer reversiblen
Erhöhung
der Permeabilität
der festen Verbindung in der Darmschleimhaut sowie im Hornhautepithel
führt (Morimoto
et al., 1989, Arch. Int. Pharmacodyn. Ther. 302: 18–26; Soderholm et
al., 1998, Dig. Dis. Sci. 43(7): 1547–52; Sasaki et al., 1995, Pharm.
Res. 12(8): 1146–50).
Caprinsäure
verbesserte die Penetration von scFv und Miniantikörper durch
ein intaktes Epithel beträchtlich.
Im Gegensatz zu anderen Penetrationsverstärkern, wie Benzalkoniumchlorid,
Digitonin oder Tween 20, zeigten Hornhäute, die mit 0,5% Caprinsäure behandelt
worden waren, keine Epithelveränderungen,
wenn sie mit herkömmlichen
histologischen Verfahren untersucht wurden.
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Das
einzelne menschliche Auge, das für
diese Penetrationsexperimente erhalten werden konnte, erhielt Miniantikörper, die
mit 0,5% Caprinsäure
ergänzt
waren. Die Miniantikörper-Bindungsaktivität, die man nach
5 Stunden in der Flüssigkeit
der humanen vorderen Kammer findet, überstieg die Penetration, die
man nach derselben Zeit bei Schweineaugen findet, bei weitem. Dies
könnte
eine primär
niedrigere Penetrationsbarriere dieser 77 Jahre alten menschlichen
Hornhaut im Vergleich zu den 8–14
Monate alten Schweineaugen oder eine allgemein bessere Wirkung von
Caprinsäure
bei menschlichen Hornhäuten
widerspiegeln. Dies bleibt jedoch Spekulation, bis mehr menschliche
Augen untersucht worden sind.
-
Alles
in allem zeigt diese Studie, dass scFv-Antikörperfragmente in das Auge eindringen
können, wenn
sie als Augentropfen verabreicht werden. Dadurch sind sie ein potentieller
Kandidat für
eine neue Klasse von Wirkstoffen für die Behandlung von vielen
ophthalmischen Krankheiten, insbesondere für die Prävention und Behandlung von
Hornhauttransplantatsabstoßung,
entzündlicher
oder infektiöser
Keratitis, Konjunktivitis und Uveitis, wie im Folgenden beschrieben
wird. Da scFv mit verschiedenen Tags markiert werden können, wird
ihnen auch diagnostisches Potential zugeschrieben.
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Beispiel 2
-
Experimentelle Tiermodelle
-
Tiere
-
Männliche
und weibliche Ratten der Inzuchtstämme Fischer 344, DA, Lewis
und Wistar-Furth sowie Porton-Outbred-Ratten im Alter von 6–16 Wochen
werden in der Flinders University of South Australia (Adelaide,
Australia) gezüchtet.
Die Ratten werden in einem Zyklus von 12 Stunden Licht und 12 Stunden
Dunkelheit bei 21 °C
und 50% Feuchtigkeit untergebracht und erhalten Wasser und Trockenfutter
(New Joint Stock, Ridley Agriproducts, Murray Bridge, South Australia,
Australien) ad libitum. Erwachsene männliche und weibliche Balb/c-
oder OLA-Mäuse
werden in einem Zyklus von 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit
bei 21 °C
und 50% Feuchtigkeit untergebracht und erhalten Wasser und Trockenfutter
(New Joint Stock, Ridley Agriproducts, Murray Bridge, Australien).
Alle Verfahren und Tötungen
werden unter Inhalationsvollnarkose (Halothan; Zeneca Ltd., Macclesfield,
United Kingdom) durchgeführt.
Die experimentellen Vorschriften wurden im Einklang mit den "Guidelines for the
Use of Animals in Research" des
National Health and Medical Research Council of Australia entwickelt
und werden stets dem Animal Welfare Committee at Flinders University
of South Australia zur Genehmigung zugeleitet.
-
Induktion von Endotoxin-induzierter
Uveitis (EIU)
-
Ratten
wird nach dem Verfahren von Rosenbaum et al. (1980, Nature 286:
611-613) in einen
hinteren Fußballen
200 μg E.-coli-055:B55-Lipopolysaccharid
(Sigma Chemical Company), das in 100 μg normaler Kochsalzlösung solubilisiert
war, injiziert. Die Entzündung
wird 12 Stunden nach der Injektion sichtbar, ist nach 24 Stunden
maximal und ist nach 48 Stunden wieder verschwunden. Die Tiere werden
nach 24 Stunden an der Spaltlampe untersucht und bewertet. Wir haben
ausgedehnte Erfahrungen mit diesem Modell (Smith et al., 1998, Invest.
Ophthalmol. Vis. Sci. 39: 658–661;
Immunol. Cell. Biol. 76: 497–512).
-
Induktion von experimenteller
melanininduzierter Uveitis (EMIU)
-
Experimentelle
melanininduzierte Uveitis (EMIU) ist ein robustes und relevantes
Modell der akuten Uveitis anterior (Smith et al., 1998, Immunol.
Cell. Biol. 76: 497–512;
Smith et al., 1999, Clin. Exp. Immunol. 115: 64–71). Okuläres Melanin wird gemäß der Vorschrift,
die von Broekhuyse und Kollegen (1984, Curr. Eye Res. 3: 1405–1412) beschrieben
wurde, aus Rinderaderhäuten
extrahiert und als Trockengewicht quantifiziert. EMIU wird bei Fischer-344-Ratten
durch Immunisierung mit 250 μg
gereinigtem Rinderaderhaut-Melanin, das in Hunters Adjuvans emulgiert
war, mit Pertussis-Toxin als Coadjuvans (Broekhuyse und Kollegen,
1984, loc. cit.; 1995, Ocul. Immunol. Inflamm. 3: 149–155; 1996,
Jpn. J. Ophthalmol. 40: 459–468)
induziert. Insbesondere erhalten die Ratten 125 μg Rinderaugenmelanin in einer
1:1-Emulsion in steriler, nichtpyrogener 0,9%iger normaler Kochsalzlösung und
Hunters TitreMaxTM-Adjuvans (Sigma Chemical
Company, St. Louis, MO, USA) in einem Gesamtvolumen von 60 μl durch Injektion
in den rechten hinteren Fußballen.
Unmittelbar danach wird ihnen intraperitoneal dieselbe Menge Melanin,
das mit 1 μg
Pertussis-Toxin (Sigma Chemical Company) gemischt ist, in einem
Gesamtvolumen von 40 μl
normaler Kochsalzlösung
injiziert. Uveitis ist im Allgemeinen bilateral, tritt 10–20 Tage
nach der Injektion auf, verschwindet nach 2–3 Wochen wieder und ist bei
20% der Tiere rezidivierend.
-
Überwachung
von Uveitis und Sammlung von uveitischen Augen
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Die
Tiere werden täglich
an der Spaltlampe untersucht, um das Einsetzen und den Verlauf der
Uveitis zu identifizieren. Die Schwere wird nach einem wohlvalidierten
System aufgezeichnet, bei dem wässrige
Zellen und erythematöse
Reaktion, die Anwesenheit von Fibrin, Synechie, Pupillenreaktivität, Irishyperämie und
Empyem allesamt bewertet werden. Die verwendete Skala ist wie folgt:
keine Entzündung:
normales Erscheinungsbild; leichte Krankheit: keine Schwellung,
aber offensichtliche Infiltration der Uvea anterior mit oder ohne zelluläres Exsudat
in der vorderen oder hinteren Kammer; mäßige Krankheit: leichte oder
mäßige Schwellung und
Infiltration der Uvea anterior, mäßiges zelluläres Exsudat
in der vorderen und hinteren Kammer; schwere Krankheit: massive
Schwellung und Infiltration der Uvea anterior, großes zelluläres Exsudat
in der vorderen und hinteren Kammer mit Vitritis. Die Tiere werden
durch eine Überdosis
anästhetisches
Halothan getötet,
und die Augen werden für
die weitere Verarbeitung sofort-entnommen.
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Rattenmodell
der Hornhauttransplantation
-
Die
Erfinder der vorliegenden Erfindung waren die ersten, die das verbreitet
verwendete Modell der orthotopischen Hornhauttransplantation der
Inzuchtratte entwickelten (Williams & Coster, 1985, Invest. Ophthalmol.
Vis. Sci. 26: 23–30;
Williams et al., Corneal transplantation in small animals. In: Experimental
Transplantation Models in Small Animals, Hrsg M.K. Green, T.E. Mandel,
Chur, Schweiz: Harwood Academic Publishers, 1995, Kapitel 5, 5.
107–132).
Fischer-344-Inzuchtratten
(F344; Haupthistokompatibilitätskomplex (MHC)
Haplotyp RT|v|) und Wistar-Furth-Inzuchtratten
(WF; MHC-Haplotyp RTu) werden für die Hornhauttransplantation
verwendet. Erwachsene F344-Ratten sind die Empfänger von Hornhauttransplantaten
von entweder erwachsenen F344-Ratten (Isotransplantate) oder erwachsenen
WF-Ratten (Allotransplantate). Die Transplantationen werden nicht
zwischen unterschiedlichen Geschlechtern durchgeführt, aber
Allotransplantate werden über
MHC-Klasse-I- und -II- und Nebenantigenbarrieren hinweg durchgeführt.
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Eine
unilaterale rechte penetrierende Hornhauttransplantation mit 3 mm
Durchmesser wird unter Vollnarkose durchgeführt, wie es schon früher beschrieben
wurde. Eine 1%ige Chloramphenicolsalbe wird postoperativ auf das
Transplantat aufgetragen, aber es wird keine andere Immunsuppression
verabreicht als die, die in einem bestimmten Experiment angegeben
ist. Die Transplantationsfäden
werden nicht entfernt. Die Empfänger
werden täglich
an der Spaltlampe auf Klarheit der Hornhaut, Entzündung des
vorderen Segments, Synechien und Neovaskularisierung der Hornhaut
untersucht. Insbesondere werden die Klarheit und Ödembildung
jeweils auf einer Skala von 0–4
bewertet, wobei 0 vollständig
transparent (Klarheit) bzw. dünn
(Ödem) bedeutet
und 4 vollständig
undurchsichtig (Klarheit) bzw. maximal dick (Ödem) bedeutet. Jede Ratte,
die in irgendeinem Stadium einen postoperativen Katarakt entwickelt
oder die am fünften
Tag nach der Operation undurchsichtige Stellen in der Hornhaut aufweist,
gilt als technischer Fehler und wird von der Analyse ausgeschlossen.
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Die
Abstoßung
erscheint als zunehmende Hornhautundurchsichtigkeit in einem zuvor
dünnen,
klaren Hornhauttransplantat und ist stets mit einer Neovaskularisierung
des Transplantats verbunden. Der Tag der Abstoßung ist definiert als der
erste Tag, an dem der Rand der Pupille durch die implantierte Hornhaut
hindurch nicht mehr klar sichtbar ist. Bei der Inzuchtstammkombination
WF auf F344 erfolgt die Abstoßung
bei einem Medianwert von 16 Tagen nach der Transplantation. Ratten,
die 100 Tage mit klaren Transplantaten erreichen, gelten als Langzeitüberlebende.
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Mausmodelle
der HSV-Stromakeratitis
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Hornhäute von
Balb/c-Mäusen
werden mit einer Nadel vernarbt, und 4 μl, die 106 pfu
HSV-1 (klinisches Isolat) enthalten, werden topisch aufgetragen
(Thomas et al., 1998, J. Immunol. 160: 3965–70). Die Krankheit schreitet über einen
Zeitraum von 3 Wochen hinweg bis zur Stromakeratitis fort. Ein klinisches
Bewertungssystem wird verwendet, um die Krankheit an der Spaltlampe
zu verfolgen: 0 – klare
Hornhaut, 1 – leichte
Trübung,
2 – mäßige Undurchsichtigkeit
oder Narbenbildung, 3 – schwere
Undurchsichtigkeit, aber Irisrand sichtbar, 4 -Iris nicht sichtbar, 5 – nekrotische
Stromakeratitis. Ein gut charakterisiertes Modell der rezidivierenden HSV-Keratitis
in der NIH/OLA-Maus (Harland) wird ebenfalls verwendet (Laycock
et al., 1991, Invest. Ophthalmol. Vis. Sci. 32: 2741–2746).
Eine Hornhaut wird wie oben vernarbt und geimpft. Gleichzeitig werden
0,5 ml gepooltes Humanserum, das Antikörper gegen HSV enthält (Chemicon,
Temecula, CA), intraperitoneal verabreicht, um das Auge vor Schäden während der
akuten Infektionsphase zu schützen.
Dann werden die Mäuse 5
Wochen lang in Ruhe gelassen, um Latrenz festzustellen. Eine Reaktivierung
des Virus wird unter Verwendung eines UVB-Transilluminators (FS40
Westinghouse Lamps) erreicht. Anästhetisierte
Mäuse werden durchmustert,
so dass nur das Auge bestrahlt wird. Eine Dosis von 248 mJ/cm2 über
55 Sekunden ist für
die HSV-Reaktivierung optimal.
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Rattenmodell
von Acanthamoeba-Keratitis
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Acanthamoeba-Keratitis
wird durch Impfung der Hornhaut von Outbred-Ratten mit Acanthamöben und einem
Corynebacterium sp. gemäß einem
in unserem Labor entwickelten Modell (Badenoch et al., 1990, Arch. Ophthalmol.
108: 107-112) induziert.
Erwachsene weibliche Porton-Ratten werden anästhetisiert. Ein 2-mm-Einschnitt
durch die partielle Dicke erfolgt mit einer Skalpellklinge in der
peripheren Hornhaut, ungefähr 1
mm vom Hornhautrand entfernt. Unter dem Operationsmikroskop wird
ein 1-μl-Volumen
von 104 Acanthamoeba castellanii (> 90% Trophoxoite; > 90% Lebensfähigkeit),
die mit 106 Corynebacterium xerosis gemischt sind,
eingeimpft, wobei man eine mit einer 31er Nadel ausges tattete Mikrospritze
verwendet. Die Nadel wird durch die Wunde in die zentralen Hornhautlamellen
eingeführt.
Alle Tiere werden nach der Impfung täglich beobachtet. Bei allen
Tieren entwickelt sich Acanthamoeba-Keratitis, wobei eine Leukocyten-Infiltration
am Tag 5 sichtbar ist und eine eitrige Keratitis bis zum Tag 7 wohl
etabliert ist.
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Statistische
Analysen
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Die
experimentellen Gruppen enthalten 10 Tiere. Daten zum Überleben
der Transplantate und zur Häufigkeit
der Krankheit werden mit dem bindungskorrigierten Mann-Whitney-U-Test
analysiert. Kategorische Daten (z.B. Bewertungen der Schwere der
Krankheit) werden mit Hilfe des zweiseitigen exakten Fisher-Tests analysiert.
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Hornhautphotographie
Immunocytochemie Histopathologie und Durchflusscytometrie
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Hornhautphotographie
wird an anästhetisierten
Tieren unter Verwendung einer Kamera des Typs Wild Heerbrugg Photoautomat
MPS 45, die mit dem Operationsmikroskop (für Ratten, Mäuse) verbunden ist, durchgeführt. Immunhistochemie
wird unter Verwendung einer Immunperoxidase-Technik an Kryostatschnitten
von PLP-fixiertem Gewebe durchgeführt; ein breites Spektrum von
monoklonalen Antikörpern
ist gegen Ratten- und Mäuseleukocyten
und andere Zelloberflächenmarker
gerichtet, die eine genaue Identifizierung der Zusammensetzung von
Hornhautleukocyteninfiltraten ermöglichen. Histopathologische
Korrelationen werden an H&E-Schnitten
von formalinfixierten, in Paraffin eingebetteten ganzen Augen durchgeführt. Durchflusscytometrie
wird unter Verwendung von indirekter Standard-ein-Farben-Immunfluoreszenz
und einer hochempfindlichen Technik durchgeführt.
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Zusätzliche
Antikörper
die bei der künstlichen
Gestaltung von Antikörpern
verwendet werden
-
Anti-Ratten-B7-1-
(CD80: 3H5; IgG1) und Anti-B7-2-(CD86: 24F; IgG1)-Hybridome waren eine
freundliche Spende von Dr. H. Yagita (Juntendo University, Tokyo,
Japan). Das Anti-CD28-Hybridom (JJ319; IgG1) war eine großzügige Spende
von Dr. T. Hunig (Institut für
Virologie und Immunologie, Universität Würzburg, Deutschland). Anti-Polyhistidin-Antikörper (HI5-1;
Maus; IgG2a) wurden von der Sigma Chemical Company (St Louis, MO,
USA) bezogen. FITCkonjugierte Ziegen-Anti-Maus-Immunoglobuline wurden
von Silenus Laboratories (Melbourne, Victoria, Australien) bezogen.
Meerrettichperoxidase-konjugiertes Streptavidin und biotinylierte
Ziegen-Anti-Maus-Immunoglobuline wurden von der DAKO Corporation
(Carpinteria, Kalif., USA) bezogen.
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Verabreichung
von Antikörperreagentien
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Eine
systemische Verabreichung kann durch intraperitoneale (ip) Injektion
von Antikörper
in gepufferter Kochsalzlösung
mit 1% fetalem Kälberserum
(FCS), das als Träger
hinzugefügt
wird, durchgeführt
werden. Die genauen Injektionsanweisungen hängen von dem Experiment ab.
Eine topische Verabreichung kann durch direkte Applikation von Antikörper in
ophthalmischer Balanced Salt Solution, die mit 1% FCS und einem
oder mehreren Penetrationsverstärkern
ergänzt
ist, auf die Hornhaut durchgeführt
werden.
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Ascitesproduktion
-
Um
monoklonale Antikörper
als Ascites zu erzeugen, werden Hybridomzellen gemäß Standardverfahren
intraperitoneal in getrennte Gruppen von pristanbehandelten Balb/c-Mäusen injiziert.
Ascites wird aseptisch aufgefangen, nachdem die Mäuse getötet worden
waren. Der resultierende Ascites wird mit sterilem pyrogenfreiem
PBS, das 1 Vol.-% fetales Kälberserum
enthielt, verdünnt.
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Monoklonale
Antikörper
die für
Immunhistochemie verwendet werden
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Monoklonale
Mäuseantikörper, die
bei der immunhistochemischen Identifizierung von Ratten- oder Mäusezelloberflächenantigenen
verwendet werden, werden als unverdünnte Überstände von in stationärer Phase
befindlichen Hybcidomen produziert. Die Hybridome X63 (unbekannte
Spezifität;
IgG1-Isotyp, negative Kontrolle), OX-1 (Anti-CD45 [den Leukocyten
gemeinsames Antigen]; IgG1-Isotyp),
OX-35 und OX-38 (Anti-CD4; IgG1- bzw. IgG2a-Isotyp), OX-8 (Anti-CD8; IgG1-Isotyp),
NDS61 (Anti-CD25 [Interleukin-2-Rezeptor (IL-2R)]; IgG1-Isotyp), R73 (Anti-T-Zell-Rezeptor
(TCR); IgG1-Isotyp), OX-26 (Anti-CD71 [Transferrin-Rezeptor]; IgG2a-Isotyp),
OX-42 (Anti-CD11b/CD18 [C3b-Rezeptor]; IgG2a-Isotyp), ED-1 (cytoplasmatisches
Antigen von Anti-Ratten-Monocyten, Makrophagen und dendritischen
Zellen; IgG1-Isotyp) und OX-6 (Anti-MHC, monomorphische Klasse-II-Determinante;
IgG1-Isotyp) wurden von der European Collection of Animal Cell Cultures
erhalten, und das Hybridom SAL5 (Anti-Salmonella-Antigen; IgG2a-Isotype,
negative Kontrolle) war eine Spende von Dr. L. Ashman (University
of Adelaide, Adelaide, Australien). Hybridome, die monoklonalen Antikörper gegen
verschiedene Maus-Oberflächenmarker
(Maus-CD4 (GK1.5),
-CD8 (TIB150), -CD11b/c (TIB213, HB8466) und IL-2-Rezeptor (PC61))
produzieren, waren Spenden von Dr. P. Macardle und Dr. P. H. Hart,
beide Flinders University.
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Immunhistochemische
Anfärbung
von Zelloberflächenantigenen
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Nach
dem Töten
der Ratte oder Maus wurden die Augen entkernt und hinter der Pars
plana eingestochen, durch 4 Stunden Eintauchen in 2% (w/v) Paraformaldehyd/0,075
M Lysin/0,0375 M Natriumphosphat/0,01 M Natriumperiodat bei 4 °C vorfixiert
und in sukzessive ausgetauschter 7%iger und 15%iger (w/v) Sacchacose
in Dulbeccos A-phosphatgepufferter Kochsalzlösung (PBS) dehydratisiert,
in OCT-Verbindung (Miles, Elkhart, IN, USA) eingebettet und in flüssigem Stickstoff
schockgefroren. Augenquerschnitte wurden mit dem Kryostat in einer
Dicke von 5–8 μm geschnitten.
Die Schnitte wurden 10 Minuten lang bei Raumtemperatur mit 10-Vol.-%igem
normalem Schweineserum (Commonwealth Serum Laboratories, Melbourne,
Australien) in Dulbeccos A-phosphatgepufferter Kochsalzlösung (PBS)
und dann 18 Stunden lang mit dem primären Antikörper inkubiert. Zu diesem Zeitpunkt
und anschließend
wurden die Schnitte mit PBS, das 0,2% (w/v) Gelatine enthielt, gewaschen.
Sie wurden 30 Minuten lang mit biotinyliertem affinitätsisoliertem
Ziegen-Anti-Maus-Immunglobulin (DAKO Corporation, Carpinteria, Kalif.,
USA), das 1 zu 500 in PBS, welches 1 Vol.-% normales Rattenserum
enthält,
verdünnt
war, inkubiert, gewaschen und dann weitere 30 Minuten mit Meerrettich-Peroxidase-konjugiertem
Streptavidin (DAKO Corporation), das 1 zu 1000 in PBS verdünnt war,
inkubiert. Die Schnitte wurden gewaschen und 5 Minuten lang in 9
mM Tris-HCl-Puffer bei pH 7,6 mit 40 mM Natriumazid, 20 mM 3,3'-Diaminobenzidin-Tetrahydrochlorid,
9 mM Imidazol und 0,07 Vol.-% Wasserstoffperoxid (Sigma Chemical
Company) entwickelt. Die Reaktivität und Spezifität von Antikörpern wurden
vor ihrer Verwendung in der Immunhistochemie mittels Durchflusscytometrie
an geeigneten Ratten- oder Mäuse-Zielzellen
(normalen Zellen und/oder Transfektanten) und vor ihrer Verwendung
im Auge an fixierten Schnitten von nichtokulärem Gewebe überprüft.
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Histologische
Bewertung von Ratten- und Mäuseaugen
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Entkernte
Augen werden mindestens 24 Stunden lang in 10%igem gepufferten Formalin
fixiert, in 100%igem Ethanol dehydratisiert, weiterhin 18 Stunden
lang in Chloroform fixiert und in Paraffinwachs eingebettet. Gewebequerschnitte
werden 5 μm
dick geschnitten und mit Hämatoxylin
und Eosin angefärbt.
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Überwachung
von Untergruppen peripherer Ratten-T-Zellen in vivo
-
Untergruppen
peripherer T-Zellen wurden mittels Durchflusscytometrie von Schwanzblutpräparaten überwacht.
Proben wurden von den Ratten unmittelbar vor der ersten Antikörperinjektion
und an den Tagen 7, 14 und 28 nach der Krankheitsinduktion entnommen.
Bis zu 1 ml peripheres Blut wurde in einem mit Lithiumheparin beschichteten
Röhrchen
aufgefangen und mit HEPES-gepuffertem RPMI-1640-Medium (ICN Biomedicals
Inc., Aurora, Ohio, USA), das 100 IE/mL Penicillin, 100 μg/ml Streptomycinsulfat,
2 mM Glutamin und 10 Vol.-% fetales Kälberserum enthielt, auf 5 ml
verdünnt.
Lymphocyten wurden unter Verwendung von LymphoprepTM (Nycomed
Pharma AS, Oslo, Norwegen) gemäß der Beschreibung
des Herstellers abgetrennt, außer
dass 40 mM Meglumindiatrizoat (Angiografin, Schering AG, Berlin,
Deutschland) verwendet wurde, um die relative Dichte des Lymphoprep
auf 1,09 einzustellen. Die gewonnenen Zellen wurden in einer Konzentration von
1 x 107 Zellen/ml in PBS/0,02 M Natriumazid
(PBS-azis) suspendiert, und zu 50 μl dieser Lymphocytensuspension
wurden 50 μl
monoklonaler Antikörper
gegeben. Dieses Gemisch wurde 30 Minuten lang auf Eis inkubiert,
dann in PBS-azid gewaschen und 5 Minuten lang bei 4 °C mit 400
x g zentrifugiert. Das Sediment wurde in 25 μl normalem Rattenserum und 50 μl FITC-konjugiertem
Ziegen-Anti-Maus-Immunglobulin (Silenus Laboratories, Melbourne,
Australien), das 1 zu 50 mit PBS-azid verdünnt war, resuspendiert. Nach
30 Minuten Inkubation auf Eis erfolgten zwei aufeinanderfolgende
Waschvorgänge.
Das Zellsediment wurde in 50 ml Fixiermittel, das 10 mM Glucose,
5 Vol.-% Formaldehyd und 5 mM Natriumazid in PBS enthielt, resuspendiert. Die
Antikörperbindung
wurde mittels Durchflusscytometrie unter Verwendung eines Standard-Fluorescein-Filtersatzes
(FACScanTM, Becton Dickinson, Mountain View,
Kalif., USA) gemessen.
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Endotoxin-Assay
-
Endotoxinkonzentrationen
wurden durch den Multitest-Limulus-Amöbocyten-Lysat-Assay (Whittaker Bioproducts,
Walkersville, MO, USA) (Empfindlichkeit = 0,125 EU/ml) gemäß den Anweisungen
des Herstellers gemessen.
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Proteinbestimmung
-
Das
Gesamtprotein in Reagentien wurde nach einem modifizierten Lowry-Verfahren
unter Verwendung eines kommerziellen Proteinbestimmungskits (Sigma
Diagnostics, St. Louis, MO, USA) gemäß den Anweisungen des Herstellers
gemessen. Die Extinktion wurde bei 750 nm gemessen.
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Gemischte
Lymphocytenreaktion bei Ratten
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Mononukleäre Zellfraktionen
wurden durch Dichtezentrifugation auf Lymphoprep (Nycomed Pharma, Oslo,
Norwegen) isoliert. Zwanzigtausend lebensfähige Responder-Splenocyten
wurden mit 2 x 105 Mitomycin-C-inaktivierten
(250 ng/ml, 37 °C
während
30 min; Kyowa Hakko Kogyo Co. Ltd., Kyowa, Japan) Stimulatoren in
einem endgültigen
Volumen von 250 μl
vollständigem
RPMI-Medium (20 Vol.-% FCS, 100 IE/ml Penicillin, 100 μg/ml Streptomycin,
2 mM L-Glutamin, 5 x 10-5 M 2-Mercaptoethanol)
in 96-Napf-Rundboden-Mikrotiterplatten inkubiert. Monoklonale Antikörperreagentien
oder -fragmente wurden hinzugefügt,
und die Kulturen wurden 6 Tage lang mit 5% CO2 in
angefeuchteter Luft bei 37 °C
inkubiert. Um die Zellproliferation zu messen, wurde 1 μCi tritiiertes
Thymidin (Amersham, Buckinghamshire, UK) während der letzten 18 Stunden
zu den Kulturen gegeben. Nach der Ernte wurden die imprägnierten
Glasfaserpapiere in Masken eingelegt, und 20 μl Szintillationsflüssigkeit
wurden in jeden Napf gegeben. Die Papiere wurden mit einem TopcountTM-Zähler
gezählt.
Alle Kulturen wurden in dreifachen Parallelansätzen durchgeführt.
-
Beispiel 3
-
Bewertung
von künstlich
gestalteten Antikörperfragmenten
in vitro
-
Die
funktionelle Aktivität
von einwertigen oder zweiwertigen Antikörpern in vitro wird mit dem
ganzen monoklonalen Stammantikörper
und mit irrelevanten Kontroll-scFv verglichen. Fragmente können einzeln
und in Kombination getestet werden. Wenn die scFvs die "Markersequenz" Poly-His enthalten,
kann der Nachweis mittels Durchflusscytometrie und Immunhistochemie
durch Verwendung eines monoklonalen Antikörpers (HIS-1, Sigma) gegen
den Marker erreicht werden. Man wird sich jedoch darüber im Klaren
sein, dass auch andere Identifikationsmarker in ähnlicher Weise verwendet werden
können.
Um die richtige Spezifität
der künstlichen
Konstrukte zu bestätigen,
wird die Bindung mittels Durchflusscytometrie an unfixierten normalen Rattenzellen
oder Transfektanten und/oder Immunhistochemie an Cytozentrifugenpräparaten
von fixierten Trans fektanten, normalen Ratten- oder Mäusezellen,
mitogenstimulierten Rattenmilzzellen, HSV-infizierten Hep-2-Zellen
und MRC-5-Fibroblasten oder kultivierten Acanthamoeba-Zellen bewertet.
Die Aktivität
wird gegebenenfalls mittels Durchflusscytometrie titriert. Die Gewebebindung
wird an 5–8 μm dicken
kryostatgeschnittenen Schnitten von PLP-fixiertem normalem Rattenauge,
Lymphknoten, Milz, Niere, Herz und Leber durch Immunperoxidase-Anfärbung bewertet.
Durchflusscytometrie an peripherem Blut, das aus der Schwanzvene
aufgefangen wird, wird verwendet, um zu bestimmen, ob Fragmente
bei der in-vivoscFv-Verabreichung an zirkulierende Zellen gebunden
haben. Die An/Aus-Raten der scFv-Affinität werden mit einem optischen
Biosensor (BIAcoreTM) unter Verwendung von
gereinigtem Antigen als fester Phase untersucht.
-
Beispiel 4
-
Modulation von EMIU durch
scFv
-
Wir
werden zuerst Anti-CD4-scFv testen, da wir bereits gezeigt haben,
dass ganzer monoklonaler Anti-CD4-Antikörper (aber nicht Anti-CD8-Antikörper) eine
de-novo-Krankheitsentwicklung bei EMIU blockiert und möglicherweise
auch die rezidivierende Krankheit blockiert (Smith et al., 1999,
Clin. Exp. Immunol. 115: 64–71).
Dann wird Anti-ICAM-1-scFv untersucht. Kontrollen beinhalten Gruppen,
die keine andere Behandlung als die Krankheitsinduktion erfahren,
solche, die die Krankheitsinduktion plus scFv der negativen Kontrolle
erfahren, und solche, die die Krankheitsinduktion plus ganzen monoklonalen
Antikörper
erfahren. Für
die systemische Verabreichung wird Ratten 3 Tage vor der Krankheitsinduktion,
am Tag 0 und an den Tagen 3, 5, 7, 9 und 11 danach > 1 mg scFv pro ml Protein
(1-ml-Volumina) ip injiziert, und die Häufigkeit und Schwere der Uveitis
wird durch Untersuchung mit der Spaltlampe gemessen. Experimente
zur Bestimmung der geeigneten therapeutischen Dosis müssen noch
durchgeführt
werden: In einem vorläufigen
Experiment verhinderte die systemische Verabreichung von 1 mg Anti-CD4-scFv
pro ml Gesamtprotein EMIU bei über
30% der getesteten Tiere (siehe Tabelle 1).
-
-
Die
topische Verabreichung von scFv wird an dem Tag der Krankheitsinduktion
begonnen und 28 Tage lang fortgesetzt. In beiden Gruppen von Experimenten
werden zu speziellen Zeitpunkten nach der Immunisierung mit Melanin
einige Tiere getötet,
und die Augen werden für
die Histologie und Immunhistochemie entnommen, um die Zusammensetzung
eines gegebenenfalls vorhandenen zellulären Infiltrats zu bestimmen
und um zu bestimmen, ob es durch die Behandlung geändert wurde.
Sollte eines der beiden Test-scFv die Häufigkeit von Uveitis signifikant
reduzieren, werden Versuche unternommen, um die Krankheit durch
weitere Immunisierung mit Melanin zu reinduzieren und dann zu bestimmen,
ob eine Reaktionslosigkeit induziert wurde. Wir werden die Wirkung
einer Behandlung der bestehenden Krankheit durch Verabreichen von
scFv am ersten Tag, an dem Zellen und erythematöse Reaktion in der vorderen
Kammer beobachtet wurden, und danach 5 Tage lang täglich untersuchen.
Ratten werden an der Spaltlampe untersucht, und einige Augen werden
für die
Histologie gesammelt.
-
Beispiel 5
-
Modulation der Hornhaut-Allotransplantatsabstoßung durch
scFv
-
Die
Wirksamkeit von scFvs, die gegen CD4, CD54, IL-2R, CD28, CD80 und
CD86 gerichtet sind, bei der Prävention
der Hornhaut-Transplantatsabstoßung
bei WFauf-F344-Allotransplantaten wird untersucht. Für die costimulatorischen
Moleküle
CD80 und CD86 wird ein scFv-Cocktail verwendet. Zu den Kontrollen
gehören Ratten,
die keine Behandlung erfahren, solche, die eine Behandlung mit einem
scFv irrelevanter Spezifität,
mit Anti-CD8-scFv und mit ganzem Antikörper erfahren. Eine kleine
Zahl von Isotransplantationen wird durchgeführt, um auf Toxizität oder andere
Nebenwirkungen zu überprüfen. Die
systemische Verabreichung wird mit Hilfe von Vorschriften getestet,
die für
ganze Antikörper
bekanntermaßen
wirksam sind. Ratten wird an den Tagen -3, 0, 3, 5 und 7 bezüglich der
Transplantation eine ip-Injektion verabreicht. Die Bestimmung der
Menge an künstlichem
Fragment, die für
eine Wirkung in vivo erforderlich ist, erfolgt in vorbereitenden
Experimenten auf der Basis der Menge an ganzem Antikörper, die
für eine ähnliche
Wirkung benötigt
wird, zusammen mit einer Titration der scFv-Aktivität. Dann
werden scFv topisch auf ihre Fähigkeit
getestet, das Einsetzen der Abstoßung zu verhindern (direkte
Auftragung auf das Transplantat vom Tag der Transplantation an täglich 28 Tage
lang) und eine eingesetzte Abstoßung zu behandeln (direkte
Auftragung täglich
5 Tage lang beginnend mit dem ersten Tag, an dem Hornhaut-Blutgefäße zum ersten
Mal die Verbindung zwischen Transplantat und Wirt durchqueren, oder
mit dem ersten Tag, an dem Anzeichen einer Entzündung des vorderen Segments
beobachtet werden, je nachdem, was zuerst stattfindet). Zu speziellen
Zeitpunkten nach der Transplantation werden einige Tiere getötet, und
die Augen werden für
die Histologie und Immunhistochemie entnommen, um die Zusammensetzung
eines gegebenenfalls vorhandenen zellulären Infiltrats zu bestimmen.
-
Ganzer
monoklonaler Antikörper,
der gegen Ratten-CD4 gerichtet ist, kann, wenn er gemäß der obigen
Beschreibung systemisch mit ungefähr 0,2 mg/ml gegeben wird,
die Überlebenszeit
des Hornhauttransplantats erhöhen,
wie in der folgenden Tabelle 2 und von Ayliffe et al. (1992, Brit.
J. Ophthalmol. 76: 602–6) und
He et al. (1991, Invest. Ophthalmol. Vis. Sci. 32: 2723–8) gezeigt
wird.
-
-
Beispiel 6
-
Diagnose und Behandlung
von Herpeskeratitis durch Antikörperfragmente
-
Um
das Potential von scFvs als therapeutische Mittel für die stromale
Herpeskeratitis zu untersuchen, werden sowohl das nekrotische als
auch das rezidivierende Modell der Krankheit verwendet. Mäuse erhalten viermal
täglich
1 Tropfen topisch appliziertes scFv (Anti-CD4-, -CD8-, -CDilb/c-,
-IL-2R- oder -HSV-gpD-Antigen)
in Augentropfen oder scFv von irrelevanter Spezifität. Eine
zusätzliche
Kontrollgruppe erhält
viermal täglich
topisch 0,5% ophthalmisches Prednisolonphosphat und 3% Acyclovir-Augensalbe
(Zovirax, Glaxo-Wellcome). Tiere mit nekrotischer Krankheit werden
von Tag 14 bis Tag 21 nach der Impfung behandelt; Tiere mit rezidivierender
Krankheit werden von Tag 2 bis Tag 4 nach der Reaktivierung behandelt.
Die systemische Verabreichung von scFv wird ebenfalls untersucht.
Die Wirksamkeit wird klinisch an der Spaltlampe und durch Endpunkt-Immunhistochemie
und Histologie gemessen, um die Zusammensetzung des Leukocyteninfiltrats zu
bestimmen. Zu diagnostischen Zwecken wird das scFv gegen HSV-gpD
an Fluorescein gekoppelt, ein Fluorochrom, das bereits in topischen
ophthalmologischen Präparaten
verwendet wird und das leicht sichtbar gemacht werden kann, indem
man die Blaulichtquelle an der Spaltlampe verwendet. Nach der Verabreichung
des Fluorochrom-markierten scFv als Augentropfen an die infizierte
Hornhaut werden wir versuchen, die Anwesenheit von viralem Antigen
in der Hornhaut in situ durch direkte Untersuchung und durch Spaltlampenphotographie
mit dem Blaufilter nachzuweisen. Im nekroti schen HSV-Keratitis-Modell
wird das Potential von scFv für eine
schnelle Diagnose in der dritten Woche nach der Impfung untersucht.
Im rezidivierenden Keratitismodell werden Augentropfen am dritten
Tag nach der Reaktivierung gegeben. Die Ergebnisse der direkten
Untersuchung werden mit Histopathologie und Viruskultur korreliert.
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Beispiel 7
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Diagnose und Behandlung
von Acanthamoeba-Keratitis durch Antikörperfragmente
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Fluorochrom-markierte
scFvs und dimerisierte Fragmente, die gegen ein 40-kDa-Protein gerichtet sind,
das bekanntermaßen
auf der Oberfläche
sowohl von Trophozoiten als auch von Cysten vorhanden ist, werden
erzeugt. Das passende IgG-Hybridom ist von der ATCC erhältlich.
Porton-Ratten erhalten scFv-Augentropfen
am Tag 4, 7 oder 10 nach der Impfung mit Acanthamoeba castellanii
Neff. In diesen Stadien gibt es hauptsächlich Trophozoiten, hauptsächlich Trophozoiten
und Cysten bzw. hauptsächlich
Cysten in ihren Hornhäuten.
An jedem Tag werden Augentropfen, die verschiedene Konzentrationen
des konjugierten scFv enthalten, gegeben, und die Augen werden mit
Hilfe der Spaltlampe untersucht und photographiert. Dann werden
die Tiere getötet
und ihre Augen für
die Histologie verarbeitet. Dies ermöglicht es uns, die Spaltlampenuntersuchungen
mit der Pathologie zu korrelieren. Um die potentielle therapeutische
Verwendung von Fragmenten zu untersuchen, werden infizierte Ratten
von Tag 6 bis Tag 10 nach der Impfung durch den Tag jede Stunde topisch
mit unkonjugiertem dimerem Fragment behandelt. Andere Ratten erhalten
nur ein Kontrollfragment oder eine Kombination von Propamidin und
Polyhexamethylenbiguanid, die derzeitigen Behandlungen der Wahl
für Amöbenkeratitis.
Die Wirksamkeit der Behandlung wird durch klinische Bewertung, Histopathologie und
Quantifizierung der lebensfähigen
Amöben
durch Grenzverdünnung
ausgehend von homogenisierten Hornhäuten bewertet.
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In
der gesamten Beschreibung war es das Ziel, die bevorzugten Ausführungsformen
der Erfindung zu beschreiben, ohne die Erfindung auf eine bestimmte
Ausführungsform
oder eine spezielle Sammlung von Merkmalen einzuschränken. Der
Fachmann wird sich daher darüber
im Klaren sein, dass im Lichte der vorliegenden Offenbarung verschiedene
Modifikationen und Änderungen
in den besonderen, beispielhaft genannten Ausführungsformen vorgenommen werden
können,
ohne vom Umfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen. Alle solchen
Modifikationen und Änderungen
sollen im Umfang der beigefügten
Ansprüche
mit enthalten sein.