DE69932152T2 - Verfahren zur haarfärbung unter verwendung von einem kationisch heterocyklichen amin und einem aldehyd oder einem keton, einer chinoverbindung oder derivaten von diimino-isoindolin oder 3-aminoisoindolon - Google Patents

Verfahren zur haarfärbung unter verwendung von einem kationisch heterocyklichen amin und einem aldehyd oder einem keton, einer chinoverbindung oder derivaten von diimino-isoindolin oder 3-aminoisoindolon Download PDF

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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Verwendung mindestens eines heterocyclischen kationischen Amins, wie es in Anspruch 1 definiert ist, und mindestens einer Verbindung, die unter den Aldehyden, Ketonen, Chinonen, Diiminoisoindolinderivaten oder 3-Aminoisoindolonderivaten ausgewählt ist, zum Färben von Keratinfasern, Farbmittelzusammensetzungen, die die Kombination dieser Verbindungen enthalten, Verfahren zum Färben unter Verwendung dieser Verbindungen und Vorrichtungen mit mehreren Abteilungen, die diese Verbindungen enthalten.
  • Zum Färben von Keratinfasern und insbesondere menschlichen Keratinfasern, wie Haaren, können bekanntlich Direktfarbstoffe oder farbige Substanzen mit geringer Färbekraft verwendet werden, die den Fasern eine vorübergehende oder semipermanente Färbung geben, die im Allgemeinen durch Wäschen wieder entfernt wird. Die Spanne der Farbnuancen, die mit diesen direkten Verfahren erhalten werden, ist im Allgemeinen klein. Es ist auch bekannt, Oxidationsfarbstoffe (Oxidationsbasen und Kuppler) zu verwenden, bei denen es sich um anfänglich farblose oder schwach farbige Verbindungen handelt, die durch Einwirkung eines Oxidationsmittels über eine oxidative Kondensation farbige Verbindungen bilden. Die oxidativen Färbungen sind im Vergleich mit den Direktfärbungen dauerhaft, kräftig und gegenüber von außen einwirkenden Agentien (Licht, ungünstige Witterungsbedingungen, Wäschen, Transpirieren und Reiben) beständig. Durch die Verwendung von Oxidationsmitteln können die Keratinfasern jedoch verändert werden und die Verfahren unter Verwendung von oxidativen Farbmitteln sind relativ komplex.
  • Die Anmelderin hat ein neues Verfahren zum Färben aufgefunden, bei dem die Färbungen nicht auf oxidativem Wege erzeugt werden und mit dem eine große Spanne von Farbnuancen gebildet werden kann.
  • Die von der Anmelderin verwendeten Verbindungen sind kleine Moleküle, die leicht in das Keratin eindringen können. Die Anmelderin hat in überraschender Weise festgestellt, dass diese Verbindungen im Anschluss daran zu Chromophoren oder Farbstoffen kondensieren können, Molekülen, die voluminöser sind und im Keratin eingeschlossen bleiben.
  • Die Anmelderin hat festgestellt, dass die erhaltenen Färbungen gegenüber Haarwäschen und Transpirieren beständig und gegenüber Licht, ungünstigen Witterungseinflüssen und chemischen Substanzen beständig sind. Die Färbungen sind gegenüber Haarwäschen besonders beständig. In gewisser Weise hat die Anmelderin ein neues Verfahren zum Färben aufgefunden, das die Vorteile der so genannten oxidativen Färbung besitzt, jedoch deren Nachteile nicht aufweist, da kein Oxidationsmittel verwendet wird.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft daher die Verwendung eines heterocyclischen kationischen Amins und einer Verbindung, die unter den Aldehyden, Ketonen, Chinonen und Diiminoisoindolinderivaten oder 3-Aminoisoindolonderivaten ausgewählt ist, zum Färben von Keratinfasern.
  • Ein weiterer Gegenstand der Erfindung bezieht sich auf Zusammensetzungen zum Färben, die diese Verbindungen enthalten.
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich ferner auch auf ein Verfahren zum Färben von Keratinfasern, das darin besteht, ein heterocyclisches kationisches Amin, wie es in Anspruch 1 definiert wurde, und eine Verbindung, die unter Aldehyden, Ketonen, Chinonen und Diiminoisoindolinderivaten oder 3-Aminoisoindolonderivaten ausgewählt ist, entweder gleichzeitig in Form eines bedarfsgemäß hergestellten Gemisches oder nacheinander auf die Fasern aufzubringen.
  • Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Farbmittel für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
  • Weitere Gegenstände der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung und den Beispielen hervor.
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich daher hauptsächlich auf die Verwendung mindestens eines heterocyclischen kationischen Amins, wie es in Anspruch 1 definiert ist, und mindestens einer Verbindung, die unter Aldehyden, Ketonen, Chinonen und Diiminoisoindolinderivaten oder 3-Aminoisoindolonderivaten ausgewählt ist, zum Färben von Keratinfasern und insbesondere menschlichen Keratinfasern, wie menschlichen Haaren, um durch eine Reaktion ohne Oxidationsmittel die Keratinfasern färben zu können.
  • Unter einem kationischen heterocyclischen Amin ist im Sinne der vorliegenden Erfindung ein Molekül zu verstehen, das mindestens eine Aminofunktion, mindestens einen Heterocyclus, vorzugsweise einen Stickstoffheterocyclus, und mindestens eine positive Gruppe enthält, die sich vorzugsweise an dem Heterocyclus befindet.
  • Das heterocyclische kationische Amin ist unter den Verbindungen der folgenden Formel (I) und deren kosmetisch akzeptablen Salzen ausgewählt:
    Figure 00030001
    worin bedeuten:
    • • die Gruppen R1, R2, R3, R4, die gleich oder verschieden sind, ein Wasserstoffatom; ein Halogenatom; -NH2, -OH, eine Gruppe Z; -COZ; -COOZ; Alkylcarbonyl; Aminoalkylcarbonyl; N-Alkylaminoalkylcarbonyl; N,N-Dialkylaminoalkylcarbonyl; Aminoalkylcarbonylalkyl; N-Alkylaminoalkylcarbonylalkyl; N,N-Dialkylaminoalkylcarbonylalkyl; Carboxy; Alkylcarboxy; Alkylsulfonyl; Aminosulfonyl; N-Alkylaminosulfonyl; N,N-Dialkylaminosulfonyl; Aminosulfonalkyl; N-Alkylaminosulfonylalkyl; N,N-Dialkylaminosulfonylalkyl; Carbamoyl; N-Alkylcarbamoyl; N,N-Dialkylcarbamoyl; Carbamoylalkyl; N-Alkylcarbamoylalkyl; N,N-Dialkylcarbamoylalkyl; Alkyl, Monohydroxyalkyl, Polyhydroxyalkyl, Alkoxyalkyl, Trifluoralkyl, Cyano; ORi; SRi, ORiZ oder SRiZ oder eine Aminogruppe, die mit einer der folgenden Gruppen geschützt ist: Alkylcarboxy, Trifluoralkylcarbonyl, Aminoalkylcarbonyl, Carbonyl, N-Alkylaminoalkylcarbonyl, N,N-Dialkylaminoalkylcarbonyl, Alkylcarboxy, Carbamoyl, N-Alkylcarbamoyl, N,N-Dialkylcarbamoyl, Alkylsulfonyl, Aminosulfonyl, N-Alkylaminosulfonyl, N,N-Dialkylaminosulfonyl, Thiocarbamoyl, Formyl, -COZ oder -COOZ;
    • • Ri Alkyl, Monohydroxyalkyl, Polyhydroxyalkyl, eine Gruppe Z, Alkoxyalkyl; Aryl; Benzyl, Carboxyalkyl, Alkylcarboxyalkyl, Cyanoalkyl, Carbamoylalkyl, N-Alkylcarbamoylalkyl; N,N-Dialkylcarbamoylalkyl; Trifluoralkyl; Aminosulfonylalkyl; N-Alkylaminosulfonylalkyl; N,N-Dialkylaminosulfonylalkyl; Alkylsulfinylalkyl; Alkylsulfonylalkyl; Alkylcarbonylalkyl; Aminoalkyl; eine Aminoalkylgruppe, bei der die Aminogruppe mit einer oder zwei gleichen oder verschiedenen Gruppen substituiert ist, die ausgewählt sind unter den Gruppen Alkyl, Monohydroxyalkyl; Polyhydroxyalkyl, Alkylcarbonyl, Formyl, Trifluoralkylcarbonyl, Alkylcarboxy, Carbamoyl, N-Alkylcarbamoyl, N,N-Dialkylcarbamoyl, Thiocarbamoyl, Alkylsulfonyl und unter den Gruppen Z, -COZ oder -COOZ;
    • • Z eine Gruppe der folgenden Formel (II) oder (III):
      Figure 00050001
      worin bedeuten:
    • • D eine Verbindungsgruppe, bei der es sich um eine geradkettige oder verzweigte Alkylkette mit vorzugsweise 1 bis 14 Kohlenstoffatomen handelt, die durch ein oder mehrere Heteroatome, beispielsweise Sauerstoff, Schwefel oder Stickstoff, unterbrochen sein kann und die mit einer oder mehreren Hydroxygruppen oder C1-6-Alkoxygruppen substituiert sein kann und eine oder mehrere Ketofunktionen enhalten kann;
    • • die Ringbestandteile E, G, J, L und M, die gleich oder verschieden sind, ein Kohlenstoffatom, ein Sauerstoffatom, ein Schwefelatom oder ein Stickstoffatom;
    • • n 0 oder eine ganze Zahl von 1 bis 4;
    • • m 0 oder eine ganze Zahl von 1 bis 5;
    • • die Gruppen R5, die gleich oder verschieden sind, eine der beiden Valenzen der Verbindungsgruppe D, eine zweite Gruppe Z, die mit der ersten Gruppe Z identisch oder von ihr verschieden ist, ein Halogenatom, Hydroxy, Alkyl(C1-6), Monohydroxyalkyl(C1-6), Polyhydroxyalkyl(C1-6), Nitro, Cyano, Cyanoalkyl(C1-6), Alkoxy(C1-6), Trialkyl(C1-6)silanalkyl(C1-6), Amido, Aldehydo, Carboxy, Alkylcarbonyl(C1-6), Thio, Thioalkyl(C1-6), Alkyl(C1-6)thio, Amino, eine Aminogruppe, die mit Alkyl(C1-6)carbonyl, Carbamoyl oder Alkyl(C1-6)sulfonyl geschützt ist; NHR'' oder NR''R''', worin die Grup pen R'' und R''', die gleich oder verschieden sind, Alkyl(C1-6), Monohydroxyalkyl(C1-6) oder Polyhydroxyalkyl(C2-6) bedeuten;
    • • R6 eine der beiden Valenzen der Verbindungsgruppe D, Alkyl(C1-6), Monohydroxyalkyl(C1-6), Polyhydroxyalkyl(C2-6), Cyanoalkyl(C1-6), Trialkyl(C1-6)silanalkyl(C1-6), Alkoxy(C1-6)alkyl(C1-6), Carbamoylalkyl(C1-6), Alkyl(C1-6)carboxyalkyl(C1-6), Benzyl, eine zweite Gruppe Z, die mit der ersten Gruppe Z identisch ist oder von ihr verschieden ist;
    • • R7 eine der beiden Valenzen der Verbindungsgruppe D, Alkyl(C1-6), Monohydroxyalkyl(C1-6), Polyhydroxyalkyl(C2-6), Aryl, Benzyl, Aminoalkyl(C1-6), Aminoalkyl(C1-6), dessen Aminogruppe mit Alkyl(C1-6)carbonyl, Carbamoyl oder Alkyl(C1-6)sulfonyl geschützt ist; Carboxyalkyl(C1-6); Cyanoalkyl(C1-6); Carbamoylalkyl(C1-6); Trifluoralkyl(C1-6); Trialkyl(C1-6)silanalkyl(C1-6); Sulfonamidoalkyl(C1-6); Alkyl(C1-6)carboxyalkyl(C1-6); Alkyl(C1-6)sulfinylalkyl(C1-6); Alkyl(C1-6)sulfonylalkyl(C1-6); Alkyl(C1-6)ketoalkyl(C1-6); N-Alkyl(C1-6)carbamoylalkyl(C1-6); N-Alkyl(C1-6)sulfonamidoalkyl(C1-6);
    • • x und y 0 oder 1; mit den folgenden Maßgaben: – (i) in den ungesättigten kationischen Gruppen der Formel (II): – die Verbindungsgruppe D ist an das Stickstoffatom gebunden, wenn x = 0, – die Verbindungsgruppe D ist an einen der Ringbestandteile E, G, J oder L gebunden, wenn x = 1, – y kann nur den Wert 1 annehmen, wenn: 1) die Ringbestandteile E, G, J und L gleichzeitig ein Kohlenstoffatom bedeuten und die Gruppe R von dem Stickstoffatom des ungesättigten Rings getragen wird; oder 2) mindestens einer der Ringbestandteile E, G, J und L ein Stickstoffatom bedeutet, an das die Gruppe R6 gebunden ist; – (ii) in den ungesättigten kationischen Gruppen der Formel (III): – die Verbindungsgruppe D ist an das Stickstoffatom gebunden, wenn x = 0, – die Verbindungsgruppe D ist an einen Ringbestandteil E, G, J, L oder M gebunden, wenn x = 1, – y nur den Wert 1 annehmen kann, wenn mindestens einer der Ringbestandteile E, G, J, L und M ein zweiwertiges Atom bedeutet und die Gruppe R6 von dem Stickstoffatom des ungesättigten Rings getragen wird;
    • • X ein einwertiges oder zweiwertiges Anion, vorzugsweise ein Halogen, wie Chlor, Brom, Fluor oder Iod, Hydroxid, Hydrogensulfat oder ein Alkylsulfat, beispielsweise Methylsulfat oder Ethylsulfat; und
    • • die oben definierte Verbindung (I) enthält mindestens eine Gruppe Z.
  • Die in der Formel (I) genannten Alkyl- und Alkoxygruppen können geradkettig oder verzweigt sein; die Aminogruppen können gegebenenfalls mit starken anorganischen Säuren, wie HCl, HBr, HaSO4, oder organischen Säuren, wie Essigsäure, Milchsäure, Citronensäure oder Bernsteinsäure in das Salz übergeführt sein.
  • Von den Ringen der ungesättigten Gruppen Z der oben angegebenen Formel (II) können beispielsweise insbesondere Pyrrol, Imidazol, Pyrazol, Oxazol, Thiazol und Triazol angegeben werden.
  • Von den Ringen der ungesättigten Gruppen Z der Formel (III) kommen insbesondere beispielsweise die Runge Pyridin, Pyrimidin, Pyrazin, Oxazin und Triazin in Betracht.
  • Von den Verbindungen der Formel (I) sind insbesondere zu nennen:
    1-[3-(2,4-Diamino-phenoxy)-propyl]-3-methyl-3H-imidazol-1-ium-chlorid;
    1-[(3-Hydroxy-4-methyl-phenylcarbamoyl)-methyl]-3-methyl-3H-imidazol-1-ium-chlorid;
    3-Ethyl-1-[(3-hydroxy-phenylcarbamoyl)-methyl]-3H-imidazol-1-ium-chlorid;
    1-[(3-Hydroxy-2,4-dimethyl-phenylcarbamoyl)-methyl]-3-methyl-3H-imidazol-1-ium-chlorid;
    1-[(4-Chlor-3-hydroxy-phenylcarbamoyl)-methyl]-3-methyl-3H-imidazolium-chlorid;
    1-[(3-Hydroxy-4-methoxy-phenylcarbarnoyl)-methyl]-3-methyl-3H-imidazol-1-ium-chlorid;
    1-[(3-Hydroxy-4-methyl-phenylcarbamoyl)-methyl]-2-methyl-2H-pyrazol-1-ium-chlorid;
    1-[2-(3-Hydroxy-4-methyl-phenylamino)-ethyl]-3-methyl-3H-imidazol-1-iumbromid;
    1-[2-(3-Hydroxy-4-methyl-phenylcarbamoyloxy)-ethyl]-2,3-dimethyl-3H-imidazol-1-ium-chlorid;
    1-{(3-Amino-4-(3-(3-methyl-3H-imidazol-1-ium)-propoxy)-phenylcarbamoyl]-methyl}-3-methyl-3H-imidazol-1-ium-dichlorid;
    3-(3-Trimethylammonium-2-hydroxy-propyl)-1-[(3-hydroxy-4-methyl-phenylcarbamoyl)-methyl]-3H-imidazol-1-ium-dichlorid;
    1-{[2-(2,4-Diamino-phenoxy)-ethylcarbamoyl]-methyl}-3-methyl-3H-imidazol-1-ium-chlorid;
    1-[(2,4-Dihydroxy-phenylcarbamoyl)-methyl]-3-methyl-3H-imidazol-1-ium-chlorid;
    N,N-Bis[2-(3-methyl-3H-imidazol-1-ium)-ethyl]-benzol-1,3-diamindichlorid;
    1-{3-[4-Amino-2-(2-triethylammonium-acetylamino)-phenoxy}-propyl}-3-methyl-3H-imidazol-1-ium-dichlorid;
    1-(3-{4-Amino-2-[2-(3-methyl-3H-imidazol-1-ium)-acetylamino]-phenoxy}-propyl)-1,4-dimethyl-piperazin-1-ium-dichlorid;
    1-[2-(2,4-Dihydroxy-phenyl)-2-oxo-ethyl]-3-methyl-3H-imidazol-1-ium-chlorid;
    1-[2-(2,4-Diamino-phenyl)-ethyl]-3-methyl-3H-imidazol-1-ium-chlorid;
    1,4-Bis-1-{3-[3-(2,4-diamino-phenoxy)-propyl]-3H-imidazol-1-ium}-butan-dichlorid, Monohydrat;
    1,3-Bis[3-(2,4-diamino-phenoxy)-propyl]-3H-imidazol-1-ium-chlorid;
    3-[3-(2,4-Diamino-phenoxy)-propyl]-1-[(3-hydroxy-4-methyl-phenylcarbamoyl)-methyl]-3H-imidazol-1-ium-chlorid;
    1,4-Bis(3-[(3-hydroxy-4-methyl-phenylcarbamoyl)-methyl]-3H-imidazol-1-ium}-butan-dichlorid;
    1,4-Bis(3-[2-(2,4-Diamino-phenyl)-ethyl]-3H-imidazol-1-ium-}-butandichlorid;
    1,4-Bis{3-(2-(3-hydroxy-4-methyl-phenylamino)-ethyl]-3H-imidazol-1-ium}-butan-dibromid;
    1,4-Bis{3-[(2,4-dihydroxy-phenylcarbamoyl)-methyl]-3H-imidazol-1-ium}-butan-dichlorid;
    3-[3-(2,4-Diamino-phenoxy)-propyl]-1-[2,4-dihydroxyphenylcarbamoyl)-methyl]-3H-imidazol-1-ium-chlorid;
    3-[3-(2-Amino-phenylamino)-propyl]-1-methyl-3H-imidazol-1-ium-monochlorid;
    3-[2-(2-Amino-phenylamino)-ethyl]-1-methyl-3H-imidazol-1-ium-monochlorid;
    4-[2-(1-Methyl-3H-imidazol-1-ium)-ethoxy]-N2-[2-(1-methyl-3H-imidazol-1-ium)-ethyl]-benzol-1,2-diamin-dichlorid;
    3-[2-(2-Amino-4-methyl-phenylamino)-ethyl]-1-ethyl-3H-imidazol-1-ium-monochlorid;
    3-[3-(2-Amino-phenylamino)-propyl]-1-(3-trimethyl-ammonium-2-hydroxy-propyl)-3H-imidazol-1-ium-dichlorid;
    3-[3-(2-Amino-phenylamino)-propyl]-1-(2-hydroxy-ethyl)-3H-imidazol-1-ium-monobromid;
    3-{[2-(2-Amino-phenylamino)-ethylcarbamoyl]-methyl}-1-methyl-3H-imidazol-1-ium-monochlorid;
    1-[2-(2-Amino-4-chlor-phenylamino)-ethyl]-pyridinium-monochlorid;
    3-[2-(2-Amino-5-methoxy-phenylamino)-ethyl]-1-methyl-3H-imidazol-1-ium-monochlorid;
    3-[3-(2-Amino-5-methylsulfanyl-phenylamino)-ethyl]-1-methyl-3H-imidazol-1-ium-monochlorid;
    1-[2-(4-Amino-phenylamino]-ethyl]-3-methyl-3H-imidazol-1-ium-bromid;
    1-[3-(2,4-Diamino-phenoxy)-propyl]-3-methyl-3H-imidazol-1-ium-chlorid;
    3-[3-(4-Amino-phenylamino)-propyl]-1-methyl-3H-imidazol-1-ium-chlorid;
    3-[3-(4-Amino-3-methyl-phenylamino)-propyl]-1-methyl-3H-imidazol-1-ium-chlorid;
    3-[3-(4-Amino-2-methyl-phenylamino)-propyl]-1-methyl-3H-imidazol-1-ium-chlorid;
    3-[3-(4-Amino-2-fluor-phenylamino)-propyl]-1-methyl-3H-imidazol-1-ium-chlorid, Monohydrat;
    3-[3-(4-Amino-2-cyano-phenylamino)-propyl]-1-methyl-3H-imidazol-1-ium-chlorid;
    1-[2-(4-Amino-2-methoxy-phenylamino)-ethyl]-3-methyl-3H-imidazol-1-ium-chlorid;
    und deren Additionssalze mit einer Säure.
  • Als Verbindungen der Formel (I) werden ganz besonders bevorzugt Verbindungen verwendet, die ausgewählt sind unter:
    1-(5-Amino-2-hydroxy-benzyl)-3-methyl-3H-imidazol-1-ium-chlorid;
    1-(5-Amino-2-hydroxy-benzyl)-2-methyl-2H-pyrazol-1-ium-chlorid;
    1-[2-(2,5-Diamino-phenyl)-ethyl]-3-methyl-3H-imidazol-1-ium-chlorid;
    1,3-Bis-1{3-{3'-[(4''-amino-3''-methyl-anilin)-N-propyl]}-3H-imidazol-1-ium}-propan-dichlorid;
    1,3-Bis-1-{3-{3'-[(4''-amino-2''-methyl-anilin)-N-propyl]}-3H-imidazol-1-ium}-propan-dichlorid, Monohydrat, Diethanol;
    1,3-Bis-1-{3-{3'-[(4''-amino-anilin)-N-propyl]}-3H-imidazol-1-ium}-propan-dichlorid, Monohydrat, Ethanol;
    1,3-Bis-1-{3-{3'-[(4''-amino-2''-methyl-anilin)-N-propyl]}-3H-imidazol-1-ium}-2-propanol-dichlorid, Monohydrat;
    1,4-Bis-1-{3-[3-(2,5-diamino-phenoxy)-propyl]}-3H-imidazol-1-ium}-butan-dichlorid, Dihydrat;
    1,3-Bis[3-(2,5-diamino-phenoxy)-propyl]-3-H-imidazol-1-ium-monochlorid, Monohydrat;
    1,4-Bis-1-[3-(5-amino-2-hydroxy-benzyl)-3-H-imidazol-1-ium-butan-dichlorid, Monohydrat;
    1,3-Bis{3-{3-[(2-amino-anilin)-N-propyl]}-3H-imidazol-1-ium}-propan-dibromid;
    1,4-Bis{3-{2-[(2-amino-anilin)-N-ethyl]}-3H-imidazol-1-ium}-butan-dichlorid;
    1-[2-(2-Amino-anilin)-ethyl]-3-[3-(2-amino-anilin)-propyl]-3H-imidazol-1-ium-monochlorid;
    und deren Additionssalzen mit einer Säure.
  • Der Aldehyd kann der folgenden Formel (IV) entsprechen:
    Figure 00110001
    worin bedeuten:
    R8 eine Gruppe der folgenden Formel (IV A):
    Figure 00120001
    worin bedeuten:
    die Gruppen R9 und R10, die gleich oder verschieden sind, ein Wasserstoffatom, Alkyl, Mono- oder Polyhydroxyalkyl, Alkylhydroxyalkyl, Alkoxy, -CF3 oder -OCF3,
    wobei R9 und R10 auch gemeinsam mit den Atomen, an die sie gebunden sind, einen Arylring oder Heterocyclus mit 5 oder 6 Ringatomen bilden können, wobei die Ringe substituiert oder unsubstituiert vorliegen können;
    n 0 oder eine ganze Zahl von 1 bis 3,
    die Gruppe R11 die für R9 genannten Substituenten, eine substituierte oder unsubstituierte Arylgruppe, eine substituierte oder unsubstituierte Alkylarylgruppe oder eine 5- oder 6-gliedrige, substituierte oder unsubstituierte heterocyclische Gruppe,
    oder die kosmetisch akzeptablen Salze dieser Verbindungen.
  • Das Keton kann unter den Ketonen der folgende n Formeln (V) oder (VI) ausgewählt werden:
    Figure 00120002
    worin bedeuten:
    R12 die für die Gruppe R9 genannten Substituenten,
    R13 Alkyl, Mono- oder Polyhydroxyalkyl, Alkylhydroxyalkyl, Aryl, Alkylaryl, eine substituierte oder unsubstituierte, 5- oder 6-gliedrige heterocyclische Gruppe,
    wobei R12 und R13 auch gemeinsam mit den Atomen, an die sie gebunden sind, einen 5- oder 6-gliedrigen Arylring oder einen Heterocyclus, der Heteroatome wie N oder S enthält, bilden können, wobei der Ring selbst an einen 5- oder 6-gliedrigen Arylring oder einen Heterocyclus, der Heteroatome wie N oder S enthält, gebunden sein kann, wobei die Ringe substituiert oder unsubstituiert vorliegen können,
    oder den kosmetisch akzeptablen Salzen dieser Verbindungen.
  • Das Chinon kann den folgenden Formeln (VII) und (VIII) entsprechen:
    Figure 00130001
    worin bedeuten:
    R14 ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine Sulfonsäuregruppe oder eine Alkoxygruppe,
    die Gruppen R15, R16 und R17, die gleich oder verschieden sind, ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, Hydroxy, Alkyl, Mono- oder Polyhydroxyalkyl, Alkylhydroxyalkyl, Alkylsulfonyl, Carboxyalkyl, Aminoalkyl, Alkylaminoalkyl, (Dihydroxy)alkylaminoalkyl oder Alkyl-NR'R'' (wobei R' und R'' Alkyl bedeuten oder gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen Arylring oder einen Heterocyclus mit 5 oder 6 Ringatomen bilden können), Aryl, eine Aminogruppe, die mit einer Alkylgruppe oder einer Hydroxyalkylgruppe substituiert sein kann,
    wobei R14 und R15, R15 und R16 oder R16 und R17 gemeinsam mit den Atomen, an die sie gebunden sind, einen Arylring oder einen Hetero cyclus mit 5 oder 6 Ringatomen bilden können, der substituiert oder unsubstituiert vorliegt;
    oder den kosmetisch akzeptablen Salzen dieser Verbindungen.
  • Die Diiminoisoindolinderivate oder 3-Aminoisoindolonderivate können der folgenden Formel (IX) entsprechen:
    Figure 00140001
    worin bedeuten:
    die Gruppen R18 und R19, die gleich oder verschieden sind, ein Wasserstoffatom, Alkyl, Mono- oder Polyhydroxyalkyl, Alkylhydroxyalkyl, Aminoalkyl, Alkylaminoalkyl, (Dihydroxy)alkylaminoalkyl oder eine Gruppe Alkyl-NR'R'', wobei R' und R'' Alkyl bedeuten oder gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen Arylring oder einen Heterocyclus mit 5 oder 6 Ringbestandteilen bilden können,
    A ein Sauerstoffatom oder NH,
    X und Z gemeinsam einen Arylring oder einen Heterocyclus mit 5 oder 6 Ringatomen, der unsubstituiert oder substituiert ist;
    oder den kosmetisch akzeptablen Salzen dieser Verbindungen.
  • Von den bevorzugten Verbindungen der Formel (IV) können insbesondere Benzaldehyd, die 2,3,4-Monohydroxy-benzaldehyde, die 2,3,4-Monomethoxy-benzaldehyde, die 2,3,4-Monomethyl-benzaldehyde, die (2,3),(2,4),(2,5),(2,6),(3,5)-Dihydroxy-benzaldehyde, die (2,3),(2,4),(2,5),(2,6),(3,5)-Dimethoxy-benzaldehyde, Vanilin, Isovanilin, Syringaldehyd, ortho, iso, tere-Phthaldehyd, die (2,3),(2,4),(2,5),(2,6),(3,5)-Dimethyl-benzaldehyde, 4-Isopropyl-benzaldehyd, 4-Dimethylamino-benzaldehyd, 4-Diethylamino-benzaldehyd, Piperonal, die (2,6),(3,5)-Dimethyl-4-hydroxy-benzaldehyde, die 2,3,4-Mononitro-benzaldehyde, 2-Hydroxy-3-methoxy-benzaldehyd, 2-Hydroxy-4-methoxy-benzaldehyd, 2-Hydroxy-5-methoxy-benzaldehyd, 2-Hydroxy-6-methoxy-benzaldehyd, 4-Methylthio-benzaldehyd, die (2,3,4),(2,4,6),(3,4,5),(2,4,5)-Trihydroxy-benzaldehyde, die 2,3 und 4-Methylformylbenzoate, die 2,3,4-Mono(2-hydroxyethoxy)-benzaldehyde, 4-Nitro-3-hydroxy-benzaldehyd, 3-Nitro-4-hydroxy-benzaldehyd, 2-Nitro-4-hydroxy-benzaldehyd, 3-Nitro-2-hydroxy-benzaldehyd, die 2,3,4-Monotrifluor-benzaldehyde, 2,3-Dihydroxy-4-methoxy-benzaldehyd, 3,4-Dihydroxy-5-methoxy-benzaldehyd, 3,4-Dihydroxy-4-methoxy-benzaldehyd, 3-Methoxy-2-nitrobenzaldehyd, 4-Methoxy-2-nitrobenzaldehyd, 2-Methoxy-3-nitrobenzaldehyd, 4-Methoxy-3-nitrobenzaldehyd, die (2,3,4),(2,4,6),(3,4,5),(2,4,5)-Trimethoxy-benzaldehyde, 5-Nitrovanilin, die (2,4),(2,6)-Dinitrobenzaldehyde, Pentamethyl-benzaldehyd, 4-Methylsulfonyl-benzaldehyd, die 2,3,4-Monoformylphenoxyessigsäuren, 4-Diethylamino-salicylaldehyd, 4-(3-Dimethylaminopropoxy)-benzaldehyd, 2,3-Dihydrobenzo(b)furan-5-carboxaldehyd, 1- und 2-Naphthaldehyd, 6- und 5-Carboxaldehyd-1,4-benzodioxan, die 2,4-Monohydroxy-1-naphthaldehyde, 1-Monohydroxy-2-naphthaldehyd, 1-(4-Formylphenyl)-imidazol, 4-Pyrrolidinol-benzaldehyd, die 2,4-Monomethoxy-1-naphthaldehyde, 2,3-Dimethyl-chroman-6-carboxaldehyd, 2,3,6,7-Tetrahydro-1H,5H-pyrido(3,2,1-IJ)-chinolin-9-carbaldehyd, 4-Dimethylamino-1-naphthaldehyd, 9-Anthraldehyd, 3-Nitro-4-pyrrolidino-benzaldehyd, 3-Nitro-4-piperidino-benzaldehyd, 3-Nitro-4-morpholino-benzaldehyd, die Pyridin-2,3,4-monocarboxaldehyde, 2,6-Pyridino-dicarboxaldehyd, 5-Formyl-6-methyluracil, Pyridoxal, die Chinolin-2,3,4-monocarboxaldehyde, 8-Hydroxy-chinolin-2-carboxaldehyd, 2- und 3-Furaldehyde, 2- und 3-Thienyl-carboxaldehyde, 2- und 3-Imidazo-carboxaldehyde, 2-Pyrrol-carboxaldehyd, 5-Nitro-2-furaldehyd, 5-(Dimethylamino)-2-furaldehyd, 2,5 und 2,3-Thiophen-dicarboxaldehyde, Pyrazol-3-carbaldehyd, 5-Nitro-2-thiophen-carboxaldehyd, 5-Nitro-3-Thiophen-carboxaldehyd, Indol-3-carboxaldehyd, N-Methyl-indol-3- carboxaldehyd, 2-Methyl-indol-3-carboxaldehyde, 4,5,6,7-Monomethyl-indol-carboxaldehyd und 5-Formyl-2-furansulfonsäure.
  • Die Ketone der Formeln (V) und (VI) können unter 2,3-Indolindion, 2,3-Butandion, 2,3-Pentandion, (2,3),(3,4)-Hexandion, 1-Phenyl-1,2-propandion, Benzyl, Furil, 2,2'-Pyridil, Nitro-benzyl, Anisil, 3,3'-Dimethoxybenzyl, 4,4'-Bis(dimethylamino)benzyl, Camphorochinon, Cyclohexan-1,2-dion, Isatin, N-Methylisatin, 4,5,6,7-Monomethyl-isatin, (4,5),(4,7),(5,7),(6,7)-Dimethyl-isatin, N-Ethyl-isatin, N-Hydroxymethyl-isatin, 5,6,7-Monomethoxy-isatin, 4,5,6,7-Monochlor-isatin, 4,5,6,7-Monobrom-isatin, N-Isopropyl-isatin, N-Butyl-isatin, N-Propyl-isatin, 5-Nitro-isatin, 5-Sulfo-isatin, 2,4,5-Trihydroxypyrimidin, Alloxan, 1,3-Dimethyl-hexahydro-2,4,5,6-pyrimidintetraon, Ninhydrin, Chinisatin, 1,3-Indendion, Quadratsäure, Krokonsäure, 3,4-Dimethoxy-3-cyclobuten-1,2-dion, 3,4-Ethoxy-3-cyclobuten-1,2-dion, 3,4-Isopropoxy-3-cyclobuten-1,2-dion, 3,4-Di-N-butoxy-3-cyclobuten-1,2-dion, Rhodizonsäure, Oxindol, N-Methyl-2-indolinon, N-Methyl-nitro-2-indolinon, 6-Methoxyoxindol, 5,6-Dimethoxyoxindol und 5- und 6-Monochloroxindol ausgewählt werden.
  • Bevorzugte Chinone der Formel (VII) und (VIII) sind unter anderem 1,4-Naphtochinon, Spinulosin, Atromentin, Aurentioglycocladin, 2,5-Dihydroxy-6-methylbenzochinon, 2-Hydroxy-3-methyl-6-methoxybenzochinon, 2,5-Dihydroxy-3,6-diphenylbenzochinon, 2,3-Dimethyl-5-hydroxy-6-methoxy-benzochinon, 2,5-Dihydroxy-6-isopropyl-benzochinon, Lawson, Juglon, Fafiolin, Naphthazarin, Naphthopurpurin, Lapachol, Plumbagin, Chlorplumbagin, Droseron, Shikonin, 2-Hydroxy-3-methyl-1,4-naphthochinon, 3,5-Dihydroxy-1,4-naphthochinon, 2, 5-Dihydroxy-1,4-naphthochinon, 2-Methoxy-5-hydroxy-1,4-naphthochinon, 3-Methoxy-5-hydroxy-1,4-naphthochinon, (1,4),(1,2)-Naphthochinon, 4,5-Dimethoxy-1,2-benzochinon, Phenanthrenchinon und (1,2)-Naphthochinon-4-sulfonsäure.
  • Derivate der Formel (IX) sind insbesondere 3-Imino-3H-isoindol-ylamin, 3-Imino-4-methyl-3H-isoindol-1-ylamin, 3-Imino-4-t-butyl-3H-isoindol-1-ylamin, 3-Imino-7-nitro-3H-isoindol-1-ylamin, 3-Amino-1-imino-1H-isoindol-4-ol, 3-Imino-7-isopropoxy-3H-isoindol-1-ylamin, 3-Imino-7-(2,2,2-trifluorethoxy)-3H-isoindol-1-ylamin, 3-Imino-7-ethoxy-3H-isoindol-1-ylamin, 3-Imino-7-butoxy-3H-isoindol-1-ylamin, 3-Amino-1-imino-1H-isoindol-4-sulfonsäure, 3-Imino-7-chlor-3H-isoindol-1-ylamin, 3-Imino-5-methyl-3H-isoindol-1-ylamin, 3-Imino-5-ethyl-3H-isoindol-1-ylamin, 3-Imino-5-t-butyl-3H-isoindol-1-ylamin, 3-Imino-5-amino-3H-isoindol-1-ylamin, N-(1-Amino-3-imino-3H-isoindol-5-yl)-acetamid, 3-Imino-5-nitro-3H-isoindol-1-ylamin, 3-Imino-5-fluor-3H-isoindol-1-ylamin, 3-Imino-5-chlor-3H-isoindol-1-ylamin, 3-Imino-5-methylsulfanyl-3H-isoindol-1-ylamin, 3-Imino-5-methoxy-3H-isoindol-1-ylamin, 3-Imino-5-ethoxy-3H-isoindol-1-ylamin, 3-Imino-5-propoxy-3H-isoindol-1-ylamin, 3-Imino-5-isopropoxy-3H-isoindol-1-ylamin, 3-Imino-5-butoxy-3H-isoindol-1-ylamin, 3-Imino-5-isobutoxy-3H-isoindol-1-ylamin, 3-Imino-5-t-butoxy-3H-isoindol-1-ylamin, 3-Imino-5-(2,2,2-trifluormethyl)-3H-isoindol-1-ylamin, 3-Imino-5-(2,2,2-trifluorethoxy)-3H-isoindol-1-ylamin, 3-Imino-5-methansulfonyl-3H-isoindol-1-ylamin, 3-Imino-5,6-dimethyl-3H-isoindol-1-ylamin, 3-Imino-5,6-diethyl-3H-isoindol-1-ylamin, 3-Imino-5,6-dimethoxy-3H-isoindol-1-ylamin, 3-Imino-5,6-diethoxy-3H-isoindol-1-ylamin, 3-Imino-5,6-dibutoxy-3H-isoindol-1-ylamin, 3-Imino-5,6-bis-trifluormethyl-3H-isoindol-1-ylamin, 3-Imino-5,6-dichlor-3H-isoindol-1-ylamin, 5,6-Bis-ethoxymethyl-3-imino-3H-isoindol-1-ylamin, 3-Amino-1-imino-1H-isoindol-4,7-diol, 4,7-Dichlor-3-imino-3H-isoindol-1-ylamin, 4,5,7-Trichlor-3-imino-N6,N6-dimethyl-3H-isoindol-1,6-diamin, 4,5,6,7-Tetrachlor-3-imino-3H-isoindol-1-ylamin, 4,5,6,7-Tetrafluor-3-imino-3H-isoindol-1-ylamin, 3-Butylimino-3H-isoindol-1-ylamin, 2-(3-Amino-isoindol-1-ylidenamino)-ethanol, 3-(3-Amino-isoindol-1-ylidenamino)-3-methylpentan-1,5-diol, N-(3-Amino-isoindol-1-yliden)-guanidin, 7-Imino-7H-pyrrolo[3,4-b]pyridin-5-ylamin, 7-Imino-7H-pyrrolo[3,4-b]pyrazin-5- ylamin, 7-Imino-2,3-dimethyl-7H-pyrrolo[3,4-b]pyrazin-5-ylamin, 7-Imino-7H-[1,4]dithiino[2,3-c]pyrrolo-5-ylamin, 7-Imino-2,3-dimethyl-[1,4]-dithiino[2,3c]pyrrol-5-ylamin, 7-Imino-2,3-dihydro-7H-[1,4]dithiino[2,3-c]pyrrol-5-ylamin, 7-Imino-2-methyl-2,3-dihydro-7H-[1,4]dithiino[2,3-c]pyrrol-5-ylamin, 3-Amino-isoindol-1-on, 3-Amino-7-methyl-isoindol-1-on, 3-Amino-7-hydroxymethyl-isoindol-1-on, 3-Amino-7-chlor-isoindol-1-on, 3-Amino-4-chlor-isoindol-1-on, 3-Amino-1-oxo-1H-isoindol-4-sulfonsäure, 3-Amino-4-nitro-isoindol-1-on, 3-Amino-6-nitro-isoindol-1-on, 3-Amino-6-methyl-isoindol-1-on, 3-Amino-6-chloro-isoindol-1-on, 3-Amino-6-brom-isoindol-1-on, 3-Amino-6-methylsulfanyl-isoindol-1-on, 3-Amino-6-methoxy-isoindol-1-on, 3-Amino-5-chlor-isoindol-1-on, 3-Amino-5-fluor-isoindol-1-on, 3-Amino-5-methoxy-isoindol-1-on, 3-Amino-5-nitro-isoindol-1-on, Ethylester der 3-Amino-1-oxo-1H-isoindol-5-carbonsäure, 3-Amino-5,6-dichlor-isoindol-1-on, 3-Amino-5,6-dibrom-isoindol-1-on, 3-Amino-4,7-dichlor-isoindol-1-on, 3-Amino-4,5,7-trichlor-isoindol-1-on, 3-Amino-4,5,6,7-tetrachlor-isoindol-1-on, 3-Amino-4,5,7-trichlor-6-methylsulfanyl-isoindol-1-on, 3-Amino-4,5,6,7-tetrabrom-isoindol-1-on, 3-Amino-4,5,6,7-tetrafluor-isoindol-1-on, 3-Methylamino-isoindol-1-on, 3-Ethylamino-isoindol-1-on, 3-Propylamino-isoindol-1-on, 3-Dimethylamino-isoindol-1-on, 7-Ethylamino-pyrrolo[3,4-b]pyridin-5-on, 7-Amino-pyrrolo[3,4-b]pyridin-5-on, 3-Amino-pyrrolo[3,4-c]pyridin-5-on, 3-Amino-6-methyl-pyrrolo-[3,4-c]pyridin-1-on, 5-Amino-pyrrolo[3,4-b]pyridin-7-on, 7-Amino-pyrrolo[3,4-b]pyrazin-5-on, 7-Amino-2-methyl-pyrrolo[3,4-b]pyrazin-5-on, 7-Amino-2,3-dimethyl-pyrrolo[3,4-b]pyrazin-5-on, 7-Amino-2,3-dihydro[1,4]dithiino[2,3-c]pyrrol-5-on, 3-Imino-2-methyl-2,3-dihydroisoindol-1-on, 3-Imino-2-ethyl-2,3-dihydro-isoindol-1-on, 3-Imino-2-propyl-2,3-dihydro-isoindol-1-on, 2-Hydroxymethyl-3-imino-2,3-dihydro-isoindol-1-on, 2-(2-Hydroxyethyl)-3-imino-2,3-dihydro-isoindol-1-on, 2-(1-Imino-3-oxo-1,3-dihydro-isoindol-2-yl)-ethan-sulfonsäure, 3-(1-Imino-3-oxo-1,3-dihydro-isoindol-2-yl)-propionsäure, 2-(3- Hydroxypropyl)-3-imino-2,3-dihydro-isoindol-1-on und 5-Imino-6-methyl-5,6-dihydro-pyrrolo[3,4-b]pyridin-7-on.
  • Im Rahmen der vorliegenden Erfindung:
    Die Halogenatome bedeuten vorzugsweise ein Floratom, Chloratom, Bromatom oder Iodatom.
  • Die Alkylgruppen, Monohydroxyalkylgruppen, Polyhydroxyalkylgruppen, Alkylhydroxyalkylgruppen, Alkylsulfonylgruppen, Carboxyalkylgruppen, Aminoalkylgruppen, Alkylaminoalkylgruppen und Dihydroxyaminoalkylgruppen können geradkettig oder verzweigt vorliegen.
  • Die Alkylgruppen bedeuten insbesondere Gruppen mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, beispielsweise Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl, n-Propyl, Butyl, n-Butyl, t-Butyl, Pentyl, n-Pentyl, Isopentyl, n-Hexyl, Isohexyl, Heptyl, Octyl, Nonyl, Decyl, Undecyl, Dodecyl und Pentadecyl. Die Alkylgruppen bedeuten vorzugsweise Gruppen mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen;
    wobei die Alkylgruppen substituiert sein können, beispielsweise mit einem Halogenatom, Cyano oder Hydroxy, und können so auch Trifluormethyl, δ-Chlorpropyl, β-Cyanoethyl oder β-Hydroxyethyl bedeuten.
  • Von den Monohydroxyalkylgruppen sind insbesondere Hydroxymethyl, Hydroxyethyl, Hydroxypropyl und Hydroxybutyl zu nennen.
  • Von den Polyhydroxyalkylgruppen können beispielsweise Dihydroxyethyl, Dihydroxypropyl, Trihydroxypropyl und Dihydroxybutyl angegeben werden.
  • Die Alkoxygruppen bedeuten eine Gruppe -O-R, wobei R eine oben definierte Alkylgruppe bedeutet.
  • Die Alkenylgruppen bedeuten eine einwertige Gruppe, die zu den ethylenischen Kohlenstoffgruppen gehört, wie beispielsweise Alkyl oder 3,3-Dimethylallyl.
  • Die Acetyloxygruppen bedeuten eine Gruppe -O-CO-R, wobei R eine oben definierte Alkylgruppe bedeutet.
  • Von den Cycloalkylgruppen können insbesondere Cyclohexyl und Cylopentyl angegeben werden.
  • Von den Arylgruppen, die mono- oder polycyclisch sein können, kommen insbesondere die Gruppen Phenyl oder Naphthyl in Betracht.
  • Von den Heterocyclen und insbesondere den 5- oder 6-gliedrigen Ringen, die mono- oder polycyclisch sein können und ein oder mehrere Heteroatome enthalten können, sind die Ringe Thiophen, Pyrrol, Imidazol, Pyrazol, Triazol, Thiazol, Furan, Benzofuran, Benzimidazol, Benzothiazol, Pyridyl, Benzoxazol, Chinolyl, Chinazolyl, Chinoxalyl, Pyrrolidin, Piperidin, Piperazin oder Morpholin zu nennen.
  • Von den Alkylarylgruppen kommen insbesondere die Gruppen Benzyl, Phenethyl oder Naphthylmethyl in Betracht.
  • Die Aminoarylgruppen bedeuten Gruppen NH2-R, wobei R eine Arylgruppe ist.
  • Die Cycloarylgruppen, Arylgruppen und Heterocyclen können im Rahmen der vorliegenden Erfindung substituiert oder mehrfach substituiert sein, beispielsweise mit Halogen, Alkyl oder Monohydroxyalkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, Polyhydroxyalkyl mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen, Alkoxy mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, Nitro, Hydroxy, Carboxy, Acetyloxy mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Carboxamid, Sulfonamid, Sulfonsäure, Nitril, -CF3 oder -OCF3, Cyano, Cyanoalkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, Alkoxy mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, Trialkyl(C1-6)silanalkyl(C1-6), Amido, Aldehydo, Alkylcarbonyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, Thio, Thioalkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, Alkyl(C1-6)thio, Amino oder einer Aminogruppe, die mit Alkyl(C1-6)carbonyl, Carbamoyl oder Alkyl(C1-6)sulfonyl geschützt ist.
  • Im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind die Formeln (I) bis (IX) nicht auf die speziell beschriebenen Formeln beschränkt, sondern umfassen auch deren tautomeren Formen, falls es diese gibt.
  • Im Sinne der vorliegenden Erfindung können die kosmetisch akzeptablen Salze der genannten Verbindungen Hydrochloride, Sulfate, Hydrobromide oder Tartrate sein.
  • Die Zusammensetzungen zum Färben von Keratinfasern und insbesondere menschlichen Keratinfasern, wie Haaren, gemäß der vorliegenden Erfindung sind im Wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens ein heterocyclisches kationisches Amin, wie es oben definiert wurde, und mindestens eine Verbindung, die unter den Aldehyden, Ketonen, Chinonen, Diiminoisoindolinderivaten oder 3-Aminoisoindolonderivaten, wie sie oben definiert wurden, ausgewählt ist, in einem zum Färben geeigneten Medium enthalten.
  • Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Verbindung, die unter den Aldehyden, Ketonen, Chinonen, Diiminoisoindolinderivaten oder 3-Aminoisoindolonderivaten ausgewählt ist, unter 1,4-Dimethylaminobenzaldehyd und 4-Dimethylaminophthalaldehyd ausgewählt.
  • Das heterocyclische kationische Amin kann in einer Konzentration von 0,01 bis 10 % und vorzugsweise 0,05 bis 5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, enthalten sein.
  • Die Verbindung, die unter den Aldehyden, Ketonen, Chinonen, Diiminoisoindolinderivaten oder 3-Aminoisoindolonderivaten ausgewählt ist, kann in einer Konzentration von 0,01 bis 10 % und vorzugsweise 0,05 bis 5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, enthalten sein.
  • Das zum Färben geeignete Medium ist vorzugsweise ein wässriges Medium, das aus Wasser und/oder organischen Lösungsmitteln ausgewählt ist, die in kosmetischer Hinsicht verträglich sind, und insbesondere Alkoholen, wie Ethylalkohol, Isopropylalkohol, Benzylalkohol und Phenylethylalkohol, Glycolen oder Glycolethern, wie Propylenglycol oder seinen Ethern, beispielsweise Propylenglycolmonomethylether, Butylenglycol, Dipropylenglycol, sowie den Alkylethern von Diethylenglycol, wie beispielsweise Diethylenglycolmonoethylether oder Diethylenglycolmonobutylether, in Konzentrationen von etwa 0,5 bis 20 % und vorzugsweise etwa 2 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung.
  • Zu der erfindungsgemäßen Zusammensetzung können auch Fettsäureamide, beispielsweise Mono- und Diethanolamide von Säuren, die von Kopra abgeleitet sind, von Laurinsäure oder Ölsäure, in Konzentrationen von etwa 0,05 bis 10 Gew.-%, gegeben werden.
  • In die erfindungsgemäße Zusammensetzung können auch im Stand der Technik wohlbekannte grenzflächenaktive Stoffe vom anionischen, kationischen, nichtionischen, amphoteren, zwitterionischen Typ oder deren Gemische vorzugsweise in einer Menge von etwa 0,1 bis 50 Gew.-% und vorteilhaft etwa 1 bis 20 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, eingearbeitet werden.
  • Es können auch Verdickungsmittel verwendet werden, in Mengenanteilen von etwa 0,2 bis 20 %.
  • Die Farbmittelzusammensetzung kann außerdem verschiedene übliche Zusatzstoffe enthalten, beispielsweise Antioxidationsmittel, Parfums, Maskierungsmittel, Dispergiermittel, Konditioniermittel für die Haare, Konservierungsmittel, Trübungsmittel, sowie alle anderen Zusatzstoffe, die üblicherweise zum Färben von Keratinsubstanzen verwendet werden.
  • Der Fachmann wird natürlich die gegebenenfalls vorliegende(n), oben angegebene(n) zusätzliche(n) Verbindung(en) so auswählen, dass die mit der erfindungsgemäßen Farbmittelzusammensetzung verbundenen vorteilhaften Eigenschaften durch den beabsichtigten Zusatz oder die Zusätze nicht oder nicht wesentlich beeinträchtigt werden.
  • Die erfindungsgemäße Farbmittelzusammensetzung kann mit einem sauren, neutralen oder alkalischen pH-Wert formuliert werden, wobei der pH-Wert beispielsweise im Bereich von 2 bis 11 und vorzugsweise 5 bis 10 liegen kann; er kann mit im Stand der Technik bekannten Alkalisierungsmitteln, Ansäuerungsmitteln oder Puffern eingestellt werden.
  • Von den Alkalisierungsmitteln sind beispielsweise Ammoniak, die Alkalicarbonate, Alkanolamine, wie Mono-, Di- und Triethanolamin und deren Derivate, Natriumhydroxid oder Kaliumhydroxid und die Verbindungen der folgenden Formel zu nennen:
    Figure 00230001
    worin R eine gegebenenfalls mit einer Hydroxygruppe oder C1-4-Alkylgruppe substituierte Propylengruppe bedeutet und Ra, Rb, Rc und Rd, gleichzeitig oder unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine C1-4-Alkylgruppe oder eine C1-4-Hydroxyalkylgruppe bedeuten.
  • Die Ansäuerungsmittel sind herkömmlich anorganische Säuren oder organische Säuren, beispielsweise Salzsäure, Weinsäure, Citronensäure und Phosphorsäure.
  • Von den Puffern kommen beispielsweise Kaliumdihydrogenphosphat/Natriumhydroxid in Betracht.
  • Die auf die Haare aufgetragene Zusammensetzung kann in unterschiedlichen Formen vorliegen, beispielsweise als Flüssigkeit, Creme oder Gel oder in beliebigen anderen Formen, die dazu geeignet sind, die Keratinfasern zu färben. Sie kann insbesondere unter Druck in Gegenwart eines Treibmittels in einem Aerosolbehälter konfektioniert sein und einen Schaum bilden.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung ist das Verfahren zum Färben von Keratinfasern und insbesondere menschlichen Keratinfasern, wie Haaren, im Wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass es darin besteht, auf die Fasern eine Komponente (A), die aus einer Zusammensetzung besteht, die in einem zum Färben geeigneten Medium mindestens ein oben definiertes, heterocyclisches kationisches Amin enthält, und eine Komponente (B) aufzutragen, die aus einer Zusammensetzung besteht, die in einem zum Färben geeigneten Medium mindestens eine Verbindung enthält, die unter den Aldehyden, Ketonen, Chinonen und Diiminoisoindolinderivaten oder 3-Aminoisoindolonderivaten ausgewählt ist, um die Keratinfasern zu färben.
  • Nach einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die Komponenten (A) und (B) kurz vor der Anwen dung vermischt und die resultierende Zusammensetzung wird dann sofort auf die Keratinfasern aufgetragen und 1 bis 60 Minuten und vorzugsweise 1 bis 30 Minuten einwirken gelassen, worauf die Keratinfasern gespült, mit Haarwaschmittel gewaschen, nochmals gespült und dann getrocknet werden.
  • Ein anderes erfindungsgemäßes Verfahren besteht im Wesentlichen darin, auf die Keratinfasern die Komponente (A) aufzutragen und zuvor oder anschließend die Komponente (B) auf die Fasern aufzubringen, jede Komponente 1 bis 60 Minuten und vorzugsweise 1 bis 30 Minuten einwirken zu lassen, gegebenenfalls zwischen den Anwendungen mit Wasser zu spülen, wobei die Keratinfasern anschließend gespült, mit Haarwaschmittel gewaschen, nochmals gespült und dann getrocknet werden.
  • Ein Gegenstand der Erfindung ist auch ein Mittel zum Färben von Keratinfasern und insbesondere menschlichen Haaren, das dadurch gekennzeichnet ist, dass es aus den Komponenten (A) und (B) besteht, die in getrennter Form aufbewahrt werden.
  • Die Komponenten (A) und (B) sind dazu vorgesehen, entweder kurz vor der Anwendung vermischt zu werden oder nacheinander auf die zu behandelnden Fasern aufgetragen zu werden.
  • Nach einer Ausführungsform können die verschiedenen Komponenten (A) und (B) in einer Vorrichtung mit mehreren Abteilungen konfektioniert werden, die auch als "Kit zum Färben" bezeichnet wird und die alle Komponenten enthält, die für eine Färbung auf die Keratinfasern und insbesondere menschliche Keratinfasern, wie Haare, aufgetragen werden sollen, wobei sie nacheinander aufgebracht werden und vorher vermischt oder nicht vermischt werden.
  • Die Vorrichtungen können eine erste Abteilung enthalten, die die Komponente (A) enthält, welche das heterocycliosche kationische Amin enthält, und eine zweite Abteilung, die die Komponente (B) enthält, welche die Verbindung enthält, die unter den Aldehyden, Ketonen, Chinonen, Diiminoisoindolinderivaten oder 3-Aminoisoindolonderivaten ausgewählt ist.
  • Eine weitere Variante kann auch darin bestehen, die Komponente (A) oder die Komponente (B) in einem wasserfreien Lösungsmittelmedium aufzubewahren und eine dritte Abteilung vorzusehen, die ein zum Färben geeignetes und kosmetisch akzeptables wässriges Medium enthält. In diesem Fall wird der Inhalt der dritten Abteilung in einer der beiden Abteilungen oder beiden Abteilungen, die die wasserfreien Komponenten (A) und (B) enthalten, vermischt oder die drei Abteilungen werden vor der Anwendung vermischt.
  • Im Folgenden werden konkrete Beispiele angegeben, die die Erfindung erläutern.
  • BEISPIEL 1
  • Es wird die folgende Farbmittelzusammensetzung kurz vor der Anwendung hergestellt:
    – 1H-Indol-2,3-dion (3·10–3 mol) 0,441 g
    – 3-[3-(4-Amino-phenylamino)-propyl]-1-methyl-3H-imidazoliumchlorid-Hydrochlorid (3·10–3 mol) 1,02 g
    – Ethylalkohol 20 g
    – Triethanolamin qsp pH 7
    – Wasser ad. 100 g
  • Die oben beschriebene Zusammensetzung wird bei Umgebungstemperatur auf dauergewellte oder nicht dauergewellte natürliche graue Haare oder auf entfärbte Haare in einer Menge von 5 Gramm auf 1 Gramm Haar aufgebracht. Dann wird unter fließendem Wasser gespült und die Haare werden getrocknet.
  • Die erhaltenen Färbungen sind in der folgenden Tabelle angegeben:
    Figure 00270001
  • Diese Färbungen sind gegenüber Haarwäschen mit Haarwaschmitteln besonders beständig.
  • BEISPIEL 2
  • Es wird die folgende Farbmittelzusammensetzung kurz vor der Anwendung hergestellt:
    – 1H-Indol-2,3-dion (3·10–3 mol) 0,441 g
    – 3-[3-(4-Amino-phenylamino)-propyl]-1-methyl-3H-imidazoliumchlorid-Hydrochlorid (3·10–3 mol) 1,02 g
    – Ethylalkohol 20 g
    – Triethanolamin qsp pH 4
    – Wasser ad. 100 g
  • Die oben beschriebene Zusammensetzung wird bei Umgebungstemperatur auf dauergewellte oder nicht dauergewellte natürliche graue Haare oder auf entfärbte Haare in einer Menge von 5 Gramm auf 1 Gramm Haar aufgebracht. Dann wird unter fließendem Wasser gespült und die Haare werden getrocknet.
  • Die erhaltenen Färbungen sind in der folgenden Tabelle angegeben:
    Figure 00280001
  • Diese Färbungen sind gegenüber Haarwäschen mit Haarwaschmitteln besonders beständig.
  • BEISPIEL 3
  • Es wird die folgende Farbmittelzusammensetzung kurz vor der Anwendung hergestellt:
    – 1H-Indol-2,3-dion (3·10–3 mol) 0,441 g
    – 1,3-Bis{3-[3-(4-amino-phenylamino)-propyl]-3H-imidazol-1-ium}-propan-chlorid-Hydrochlorid (3·10–3 mol) 2,07 g
    – Ethylalkohol 20 g
    – Triethanolamin qsp pH 7
    – Wasser ad. 100 g
  • Die oben beschriebene Zusammensetzung wird bei Umgebungstemperatur auf dauergewellte oder nicht dauergewellte natürliche graue Haare oder auf entfärbte Haare in einer Menge von 5 Gramm auf 1 Gramm Haar aufgebracht. Dann wird unter fließendem Wasser gespült und die Haare werden getrocknet.
  • Die erhaltenen Färbungen sind in der folgenden Tabelle angegeben:
    Figure 00290001
  • Diese Färbungen sind gegenüber Haarwäschen mit Haarwaschmitteln besonders beständig.
  • BEISPIEL 4
  • Es wird die folgende Farbmittelzusammensetzung kurz vor der Anwendung hergestellt:
    – 1H-Indol-2,3-dion (3·10–3 mol) 0,441 g
    – 1,3-Bis{3-[3-(4-amino-phenylamino)-propyl]-3H-imidazol-1-ium}-propan-chlorid-Hydrochlorid (3·10–3 mol) 2,07 g
    – Ethylalkohol 20 g
    – Triethanolamin qsp pH 4
    – Wasser ad. 100 g
  • Die oben beschriebene Zusammensetzung wird bei Umgebungstemperatur auf dauergewellte oder nicht dauergewellte natürliche graue Haare oder auf entfärbte Haare in einer Menge von 5 Gramm auf 1 Gramm Haar aufgebracht. Dann wird unter fließendem Wasser gespült und die Haare werden getrocknet.
  • Die erhaltenen Färbungen sind in der folgenden Tabelle angegeben:
    Figure 00300001
  • Diese Färbungen sind gegenüber Haarwäschen mit Haarwaschmitteln besonders beständig.
  • BEISPIEL 5
  • Es wird die folgende Farbmittelzusammensetzung kurz vor der Anwendung hergestellt:
    – 1H-Indol-2,3-dion (3·10–3 mol) 0,441 g
    – 1-[3-(2,5-Diamino-phenoxy)-propyl]-3-methyl-3H-imidazol-1-ium-chlorid-Hydrochlorid (3·10–3 mol) 1,07 g
    – Ethylalkohol 20 g
    – Triethanolamin qsp pH 7
    – Wasser ad. 100 g
  • Die oben beschriebene Zusammensetzung wird bei Umgebungstemperatur auf dauergewellte oder nicht dauergewellte natürliche graue Haare oder auf entfärbte Haare in einer Menge von 5 Gramm auf 1 Gramm Haar aufgebracht. Dann wird unter fließendem Wasser gespült und die Haare werden getrocknet.
  • Die erhaltenen Färbungen sind in der folgenden Tabelle angegeben:
    Figure 00310001
  • Diese Färbungen sind gegenüber Haarwäschen mit Haarwaschmitteln besonders beständig.
  • BEISPIEL 6
  • Es wird die folgende Farbmittelzusammensetzung kurz vor der Anwendung hergestellt:
    – 1H-Indol-2, 3-dion (3·10–3 mol) 0, 441 g
    – 1-[3-(2,5-Diamino-phenoxy)-propyl]-3-methyl-3H-imidazol-1-ium-chlorid-Hydrochlorid (3·10–3 mol) 1,07 g
    – Ethylalkohol 20 g
    – Triethanolamin qsp pH 4
    – Wasser ad. 100 g
  • Die oben beschriebene Zusammensetzung wird bei Umgebungstemperatur auf dauergewellte oder nicht dauergewellte natürliche graue Haare oder auf entfärbte Haare in einer Menge von 5 Gramm auf 1 Gramm Haar aufgebracht. Dann wird unter fließendem Wasser gespült und die Haare werden getrocknet.
  • Die erhaltenen Färbungen sind in der folgenden Tabelle angegeben:
    Figure 00320001
  • Diese Färbungen sind gegenüber Haarwäschen mit Haarwaschmitteln besonders beständig.
  • BEISPIEL 7
  • Es wird die folgende Farbmittelzusammensetzung kurz vor der Anwendung hergestellt:
    – 1-Methyl-1H-indol-2,3-dion (3·10–3 mol) 0,483 g
    – 3-[3-(4-Amino-phenylamino)-propyl]-1-methyl-3H-imidazoliumchlorid-Hydrochlorid (3·10–3 mol) 1,02 g
    – Ethylalkohol 20 g
    – Triethanolamin qsp pH 7
    – Wasser ad. 100 g
  • Die oben beschriebene Zusammensetzung wird bei Umgebungstemperatur auf dauergewellte oder nicht dauergewellte natürliche graue Haare oder auf entfärbte Haare in einer Menge von 5 Gramm auf 1 Gramm Haar aufgebracht. Dann wird unter fließendem Wasser gespült und die Haare werden getrocknet.
  • Die erhaltenen Färbungen sind in der folgenden Tabelle angegeben:
    Figure 00330001
  • Diese Färbungen sind gegenüber Haarwäschen mit Haarwaschmitteln besonders beständig.
  • BEISPIEL 8
  • Es wird die folgende Farbmittelzusammensetzung kurz vor der Anwendung hergestellt:
    – 1-Methyl-1H-indol-2,3-dion (3·10–3 mol) 0,483 g
    – 3-[3-(4-Amino-phenylamino)-propyl]-1-methyl-3H-imidazoliumchlorid-Hydrochlorid (3·10–3 mol) 1,02 g
    – Ethylalkohol 20 g
    – Triethanolamin qsp pH 4
    – Wasser ad. 100 g
  • Die oben beschriebene Zusammensetzung wird bei Umgebungstemperatur auf dauergewellte oder nicht dauergewellte natürliche graue Haare oder auf entfärbte Haare in einer Menge von 5 Gramm auf 1 Gramm Haar aufgebracht. Dann wird unter fließendem Wasser gespült und die Haare werden getrocknet.
  • Die erhaltenen Färbungen sind in der folgenden Tabelle angegeben:
    Figure 00340001
  • Diese Färbungen sind gegenüber Haarwäschen mit Haarwaschmitteln besonders beständig.
  • BEISPIEL 9
  • Es wird die folgende Farbmittelzusammensetzung kurz vor der Anwendung hergestellt:
    – 1-Methyl-1H-indol-2,3-dion (3·10–3 mol) 0,483 g
    – 1,3-Bis{3-[3-(4-amino-phenylamino)-propyl]-3H-imidazol-1-ium}-propan-chlorid-Hydrochlorid (3·10–3 mol) 2,07 g
    – Ethylalkohol 20 g
    – Triethanolamin qsp pH 7
    – Wasser ad. 100 g
  • Die oben beschriebene Zusammensetzung wird bei Umgebungstemperatur auf dauergewellte oder nicht dauergewellte natürliche graue Haare oder auf entfärbte Haare in einer Menge von 5 Gramm auf 1 Gramm Haar aufgebracht. Dann wird unter fließendem Wasser gespült und die Haare werden getrocknet.
  • Die erhaltenen Färbungen sind in der folgenden Tabelle angegeben:
    Figure 00350001
  • Diese Färbungen sind gegenüber Haarwäschen mit Haarwaschmitteln besonders beständig.
  • BEISPIEL 10
  • Es wird die folgende Farbmittelzusammensetzung kurz vor der Anwendung hergestellt:
    – 1-Methyl-1H-indol-2,3-dion (3·10–3 mol) 0,483 g
    – 1,3-Bis{3-[3-(4-amino-phenylamino)-propyl]-3H-imidazol-1-ium}-propan-chlorid-Hydrochlorid (3·10–3 mol) 2,07 g
    – Ethylalkohol 20 g
    – Triethanolamin qsp pH 4
    – Wasser ad. 100 g
  • Die oben beschriebene Zusammensetzung wird bei Umgebungstemperatur auf dauergewellte oder nicht dauergewellte natürliche graue Haare oder auf entfärbte Haare in einer Menge von 5 Gramm auf 1 Gramm Haar aufgebracht. Dann wird unter fließendem Wasser gespült und die Haare werden getrocknet.
  • Die erhaltenen Färbungen sind in der folgenden Tabelle angegeben:
    Figure 00360001
  • Diese Färbungen sind gegenüber Haarwäschen mit Haarwaschmitteln besonders beständig.

Claims (18)

  1. Verwendung zum Färben von Keratinfasern, insbesondere menschlichen Keratinfasern wie menschlichen Haaren, mindestens einer Verbindung aus der Reihe Aldehyd, Keton, Chinon sowie Diiminoisoindolin- oder 3-Aminoisoindolonderivat und mindestens eines heterocyclischen kationischen Amins aus der Reihe der Verbindungen der folgenden Formel (I):
    Figure 00370001
    in der: • R1, R2, R3 und R4, die gleich oder verschieden sind, folgende Bedeutungen aufweisen: Wasserstoffatom; Halogenatom; -NH2-Gruppe; -OH-Gruppe; Z-Gruppe; -COZ-Gruppe; -COOZ-Gruppe; Alkylcarbonylrest; Aminoalkylcarbonylrest; N-Alkylaminoalkylcarbonylrest; N,N-Dialkylaminoalkylcarbonylalkylrest; Aminoalkylcarbonylalkylrest; N-Alkylaminoalkylcarbonylalkylrest; N,N-Dialkylaminoalkycarbonylalkylrest; Carboxyrest; Alkylcarboxyrest; Alkylsulfonylrest; Aminosulfonylrest; N-Alkylaminosulfonylrest; N,N-Dialkylaminosulfonylrest; Aminosulfonalkylrest; N-Alkylaminosulfonylalkylrest; N,N-Dialkylaminosulfonylalkylrest; Carbamoylrest; N-Alkylcarbamoylrest; N,N-Dialkylcarbamoylrest; Carbamoylalkylrest; N-Alyklcarbamoylalkylrest; N,N-Dialkylcarbamoylalkylrest; Alkyl-, Monohydroxyalkyl-, Polyhydroxyalkyl-, Alkoxyalkyl-, Trifluoralkylrest, Cyanorest; IRi-, SRi-, ORiZ- oder SRiZ- Gruppe oder Aminogruppe, die durch einen Alkylcarboxy-, Trifluoralkylcarbonyl-, Aminoalkylcarbonyl-, Carbonyl-, N-Alkylaminoalkylcarbonyl-, N,N-Dialkylaminoalkyl-carbonyl-, Alkylcarboxy-, Carbamoyl-, N-Alkylcarbamoyl-, N,N-Dialkylcarbamoyl-, Alkylsulfonyl-, Aminosulfonyl-, N-Alkylaminosulfonyl-, N,N-Dialkylaminosulfonyl-, Thiocarbamoyl- oder Formylrest oder eine -COZ-Gruppe oder eine -COOZ-Gruppe geschützt ist; • Ri die folgenden Bedeutungen aufweist: Alkyl-, Monohydrxyalkyl-, Polyhydroxyalkylrest, Z-Gruppe, Alkoxyalkylrest; Arylrest; Benzylrest, Carboxyalkylrest, Alkylcarboxyalkylrest, Cyanoalkylrest, Carbamoylalkylrest, N-Alkylcarbamoylalkylrest; N,N-Dialkylcarbamoylalkylrest; Trifluoralkylrest; Aminosulfonylalkylrest; Alkylaminosulfonylalkylrest; N,N-Dialkylaminosulfonylalkylrest; Alkylsulfinylalkylrest; Alkylsulfonylalkylrest; Alkylcarbonylalkylrest; Aminoalkylrest; Aminoalkylrest, bei dem das Amin durch eine oder zwei gleiche oder verschiedene Reste aus der Gruppe Alkyl-, Monohydroxyalkyl-, Polyhydroxyalkyl-, Alkylcarbonyl-, Formyl-, Trifluoralkylcarbonyl-, Alkylcarboxy-, Carbamoyl-, N-Alkylcarbamoyl-, N,N-Dialkylcarbamoyl-, Thiocarbamoyl-, Alkylsulfonylrest und aus der Reihe der Gruppen Z, -COZ oder -COOZ substituiert ist; wobei Z eine Gruppe der folgenden Formel (II) oder (III) bedeutet:
    Figure 00380001
    in denen: • D ein Bindeglied darstellt, das eine geradkettige oder verzweigte Alkylkette mit vorzugsweise 1 bis 14 Kohlenstoffatomen, die durch ein oder mehrere Heteroatome wie Sau erstoff-, Schwefel- oder Stickstoffatome, unterbrochen sein kann und durch einen oder mehrere Hydroxy- oder C1-C6-Alkyoxyreste substituiert sein kann und eine oder mehrere Ketofunktionen tragen kann, bedeutet; • die Ringglieder E, G, J, L und M, die gleich oder verschieden sind, bedeuten ein Kohlenstoff-, Sauerstoff-, Schwefel- oder Stickstoffatom; • n bedeutet eine ganze Zahl zwischen einschließlich 0 und 4; • m bedeutet eine ganze Zahl zwischen einschließlich 0 und 5; • die Reste R5, die gleich oder verschieden sind, weisen die folgenden Bedeutungen auf: eine der beiden Valenzen eines Bindeglieds D, eine zweite Gruppe Z, die mit der ersten Gruppe Z identisch oder davon verschieden ist, Halogenatom, Hydroxyrest, C1-C6-Alkylrest, C1-C6-Monohydroxyalkylrest, C2-C6-Polyhydroxyalkylrest, Nitrorest, Cyanorest, C1-C6-Cyanoalkylrest, C1-C6-Alkoxyrest, Tri(C1-C6)alkylsilan-C1-C6-alkylrest, Amidorest, Aldehydrest, Carboxyrest, C1-C6-Alkylcarbonylrest, Thiorest, C1-C6-Thioalkylrest, (C1-C6)Alkylthiorest, Aminorest, Aminorest, der durch einen (C1-C6)Alkylcarbonyl-, Carbamoyl- oder (C1-C6)Alkylsulfonylrest geschützt ist; NHR''- oder NR''R'''-Gruppe, in der die Reste R'' und R''', die gleich oder verschieden sind, einen C1-C6-Alkylrest, C1-C6-Monohydroxyalkylrest oder C2-C6-Polyhydroxyalkylrest bedeuten; • R6 die folgenden Bedeutungen aufweist: eine der beiden Valenzen eines Bindeglieds D, C1-C6-Alkylrest, C1-C6-Monohydroxyalkylrest, C2-C6-Polyhydroxyalkylrest, C1-C6-Cyanoalkylrest, Tri(C1-C6)alkylsilan-C1-C6-alkylrest, (C1-C6)Alkoxy(C1-C6)alkylrest, C1-C6-Carbamoylalkylrest, (C1-C6)Alkylcarboxy-C1-C6-alkylrest, Benzylrest, sowie eine zweite Gruppe Z, die mit der ersten Gruppe Z identisch oder davon verschieden ist; • R7 die folgenden Bedeutungen aufweist: eine der beiden Va lenzen eines Bindeglieds D, C1-C6-Alkylrest, C1-C6-Monohydroxyalkylrest, C2-C6-Polyhydroxyalkylrest; Arylrest; Benzylrest; C1-C6-Aminoalkylrest, C1-C6-Aminoalkylrest, wobei das Amin durch einen (C1-C6)Alkylcarbonyl-, Carbamoyl- oder (C1-C6)Alkylsulfonylrest geschützt ist; C1-C6-Carboxyalkylrest; C1-C6-Cyanoalkylrest; C1-C6-Carbamoylalkylrest; C1-C6-Trifluoralkylrest; Tri(C1-C6)alkyl-silan-C1-C6-alkylrest; C1-C6-Sulfonamidoalkylrest; (C1-C6)-Alkyl-C1-C6-carboxyalkylrest; (C1-C6)-Alkyl-C1-C6-sulfinylalkylrest; (C1-C6)-Alkyl-C1-C6-sulfonylalkylrest; (C1-C6)-Alkyl-C1-C6-ketoalkylrest; N-(C1-C6)-alkyl-C1-C6-carbamoylalkylrest; N-(C1-C6)-alkylsulfonamido-C1-C6-alkylrest; • x und y ganze Zahlen gleich 0 oder 1 bedeuten, mit den folgenden Maßgaben: – (i) in den ungesättigten kationischen Gruppen der Formel (II) – ist, wenn x = 0, das Bindeglied D an das Stickstoffatom gebunden, – wenn x = 1, das Bindeglied D an eines der Ringglieder E, G, J oder L gebunden; – kann y nur dann den Wert 1 annehmen, wenn 1) die Ringglieder E, G, J und L gleichzeitig ein Kohlenstoffatom bedeuten und der Rest R6 vom Stickstoffatom des ungesättigten Rings getragen wird; oder 2) mindestens eines der Ringglieder E, G, J und L ein Stickstoffatom bedeutet, an das der Rest R6 gebunden ist; – (ii) in den ungesättigten kationischen Gruppen der Formel (III) – ist, wenn x = 0, das Bindeglied D an das Stickstoffatom gebunden; – wenn x = 1, das Bindeglied D an eines der Ringglieder E, G, J, L oder M gebunden; – kann y nur dann den Wert 1 annehmen, wenn wenigstens eines der Ringglieder E, G, J, L und M ein zweiwertiges Atom bedeutet und der Rest R6 vom Stickstoffatom des ungesättig ten Rings getragen wird; • X ein einwertiges oder zweiwertiges Anion, vorzugsweise ein Halogenatom wie Chlor, Brom, Fluor oder Iod, ein Hydroxid, Hydrogensulfat oder Alkylsulfat, wie zum Beispiel Methylsulfat oder Ethylsulfat bedeutet; und • die oben definierte Verbindung (I) mindestens eine Gruppe Z aufweist, wodurch man mit einer Reaktion ohne Oxidationsmittel zu einer Färbung dieser Keratinfasern gelangt.
  2. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Aldehyd der folgenden Formel (IV):
    Figure 00410001
    in der R8 eine Gruppe der folgenden Formel (IV A) bedeutet:
    Figure 00410002
    in der: R9 und R10, die gleich oder verschieden sind, ein Wasserstoffatom oder eine Alkyl-, Mono- oder Polyhydroxyalkyl-, Alkylhydroxyalkyl-, Alkoxy-, -CF3- oder -OCF3-Gruppe bedeuten, R9 und R10 auch gemeinsam mit den Atomen, an die sie gebunden sind, einen Arylring oder einen 5- oder 6-gliedrigen Heterocyclus, wobei diese Ringe gegebenenfalls substituiert sein können, bilden können; n eine ganze Zahl von 0 bis 3 bedeutet, R11 die durch R9 bezeichneten Substituenten, eine Arylgruppe, eine gegebenenfalls substituierte Alkylarylgruppe, eine gegebenenfalls substituierte 5- oder 6-gliedrige heterocyclische Gruppe bedeutet, oder den kosmetisch annehmbaren Salzen dieser Verbindungen entspricht.
  3. Verwendung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Keton den folgenden Formeln (V) oder (VI):
    Figure 00420001
    in denen: R12 die durch R9 angegebenen Substituenten bedeutet, R13 eine Alkyl-, Mono- oder Polyhydroxyalkyl-, Alkylhydroxyalkylgruppe, Aryl-, Alkylarylgruppe, einen gegebenenfalls substituierten Heterocyclus mit 5 oder 6 Ringgliedern bedeutet, R12 und R13 auch gemeinsam mit den Atomen, an die sie gebunden sind, einen Arylring mit 5 oder 6 Ringgliedern oder einen Heterocyclus mit Heteroatomen wie N oder S, wobei dieser Ring selbst wiederum an einen Arylring mit 5 oder 6 Ringgliedern oder an einen Heterocyclus mit Heteroatomen wie N oder S gebunden ist, wobei diese Ringe gegebenenfalls substituiert sein können, bilden können, oder den kosmetisch annehmbaren Salzen dieser Verbindungen entspricht.
  4. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Chinon den folgenden Formeln (VII) und (VIII):
    Figure 00430001
    in denen: R14 ein Wasserstoff-, Halogenatom, eine Sulfon- oder Alkoxygruppe bedeutet, R15, R16 und R17, die gleich oder verschieden sind, ein Wasserstoff-, Halogenatom, eine Hydroxy-, Alkyl-, Mono- oder Polyhydroxyalkyl-, Alkylhydroxyalkyl-, Alkylsulfonyl-, Carboxyalkyl-, Aminoalkyl-, Alkylaminoalkyl-, (Dihydroxy)alkylaminolkyl- oder NR'R''-Alkyl (wobei R' und R'' Alkyl bedeuten oder gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen Aryl- oder Heterocyclus mit 5 oder 6 Ringgliedern bilden können), Arylgruppe, Aminogruppe, die durch ein Alkyl oder Hydroxyalkyl substituiert sein kann, bedeuten, R14 und R15, R15 und R16 oder R16 und R17 gemeinsam mit den Atomen, an die sie gebunden sind, einen Arylring oder Heterocyclus mit 5 oder 6 Ringgliedern, der gegebenenfalls substituiert ist, bilden können; oder den kosmetisch annehmbaren Salzen dieser Verbindungen entspricht.
  5. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Diiminoisoindolin- oder 3-Aminoisoindolonderivate der folgenden Formel (IX):
    Figure 00430002
    in der: R18 und R19, die gleich oder verschieden sind, ein Wasserstoffatom, eine Alkyl-, Mono- oder Polyhydroxyalkyl-, Alkylhydroxyalkyl-, Aminoalkyl-, Alkylaminoalkyl-, (Dihydroxy)alkylaminolkyl- oder Alkyl-NR'R''-alkylgruppe, wobei R' und R'' Alkyl bedeuten oder gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen Arylring oder Heterocyclus mit 5 oder 6 Ringgliedern bilden können, bedeuten A ein Sauerstoffatom oder NH bedeutet, X und Z gemeinsam einen Arylring oder einen Heterocyclus mit 5 oder 6 Ringgliedern, der gegebenenfalls substituiert ist, bilden; oder den kosmetisch annehmbaren Salzen dieser Verbindungen entspricht.
  6. Zusammensetzung zum Färben von Keratinfasern, insbesondere von menschlichen Keratinfasern wie dem Haar, dadurch gekennzeichnet, dass diese mindestens ein wie in Anspruch 1 definiertes kationisches heterocyclisches Amin sowie mindestens eine Verbindung aus der Reihe Aldehyd, Keton, Chinon sowie Diiminoisoindolin- oder 3-Aminoisoindolonderivat in einem zum Färben geeigneten Medium enthält, wodurch man ohne Oxidationsmittel zu einer Färbung dieser Keratinfasern gelangt.
  7. Färbezusammensetzung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung aus der Reihe Aldehyd, Keton, Chinon und Diiminoisoindolin- oder 3-Aminoisoindolonderivat aus der Reihe der gemäß Ansprüchen 2 bis 5 definierten Verbindungen stammt.
  8. Färbezusammensetzung nach Anspruch 6 oder 7 dadurch gekennzeichnet, dass sie einen pH-Wert im Bereich von 2 bis 11 aufweist.
  9. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das kationische heterocyclische Amin in einer Konzentration von 0,1 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 5 Gew.-%, in Bezug auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung vorliegt.
  10. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung aus der Reihe Aldehyd, Keton, Chinon und Diiminoisoindolin- oder 3-Aminoisoindolonderivat in einer Konzentration von 0,1 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 5 Gew.-%, in Bezug auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung vorliegt.
  11. Zusammensetzung nach einen der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem für das Färben geeignete Medium um ein wässriges Medium handelt, das aus Wasser und/oder organischen Lösungsmitteln aus der Reihe Alkohole, Glycole und Glycolether in Mengen zwischen 0,5 und 20 Gew.-%, in Bezug auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung besteht.
  12. Verfahren zur Färbung von Keratinfasern, insbesondere menschlichen Keratinfasern wie dem Haar, dadurch gekennzeichnet, dass man dabei eine Komponente (A), die aus einer Zusammensetzung besteht, welche mindestens ein wie in Anspruch 1 definiertes kationisches heterocyclisches Amin in einem zum Färben geeigneten Medium umfasst, sowie mindestens eine Komponente (B), die aus einer Zusammensetzung besteht, die mindestens eine Verbindung der Reihe Aldehyd, Keton, Chinon und Diiminoisoindolin- oder 3-Aminoisoindolonderivat in einem zum Färben geeigneten Medium enthält, auf diese Fasern so aufträgt, dass man ohne Reaktion mit einem Oxidationsmittel zur Entwicklung einer Färbung bei diesen Keratinfasern gelangt.
  13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung aus der Reihe Aldehyd, Keton, Chinon und Diiminoisoindolin- oder 3-Aminoisoindolonderivat aus der Reihe der Verbindungen nach einem der Ansprüche 2 bis 5 stammt.
  14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass man dabei die Komponenten (A) und (B) unmittelbar vor Verwendung mischt und die erhaltene Zusammensetzung sofort auf die Keratinfasern aufträgt und 1 bis 60 Minuten, vorzugsweise 1 bis 30 Minuten, einwirken lässt, wobei die Keratinfasern anschließend gespült, mit Shampoo gewaschen, nochmals gespült und anschließend getrocknet werden.
  15. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass man dabei die Komponente (A) auf die Keratinfasern aufträgt und die Komponente (B) danach oder zuvor auf diese Fasern aufträgt, jede Komponente 1 bis 60 Minuten, vorzugsweise 1 bis 30 Minuten einwirken lässt, und schließlich nach jedem Auftrag mit Wasser spült, wobei die Keratinfasern anschließend gespült, mit Shampoo gewaschen, nochmals gespült und anschließend getrocknet werden.
  16. Färbemittel für Keratinfasern, insbesondere menschliche Keratinfasern wie dem Haar, dadurch gekennzeichnet, dass es die wie in den Ansprüchen 12 bis 15 definierten Komponenten (A) und (B) in getrennter Form umfasst, wobei die Komponenten (A) und (B) entweder kurz vor der Verwendung gemischt oder nacheinander auf die zu behandelnden Fasern aufzutragen sind.
  17. Vorrichtung mit mehreren Abteilen bzw. "Färbe-Kit", dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens zwei Abteile umfasst, von denen das eine die wie in Anspruch 14 definierte Komponente (A) beinhaltet und die zweiten die wie in Anspruch 16 definierte Komponente (B) beinhaltet.
  18. Einrichtung nach. Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Komponente (A) und/oder die Komponente (B) in Form einer wasserfreien Zusammensetzung vorliegt bzw. vorliegen und dass die Vorrichtung ein drittes Abteil umfasst, das ein zum Färben geeignetes kosmetisch annehmbares wässriges Medium enthält, das vor Gebrauch in einem oder beiden ersten Abteil(en), das jeweils die Komponente (A) bzw. (B) umfasst (umfassen), zu mischen ist.
DE69932152T 1998-12-23 1999-12-22 Verfahren zur haarfärbung unter verwendung von einem kationisch heterocyklichen amin und einem aldehyd oder einem keton, einer chinoverbindung oder derivaten von diimino-isoindolin oder 3-aminoisoindolon Expired - Lifetime DE69932152T2 (de)

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