DE700285C - Verfahren zur Herstellung von Montageplatten fuer elektrische Geraete zur Halterung oder Befestigung von Schaltelementen u. dgl. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Montageplatten fuer elektrische Geraete zur Halterung oder Befestigung von Schaltelementen u. dgl.Info
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
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- H01R9/16—Fastening of connecting parts to base or case; Insulating connecting parts from base or case
Landscapes
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Montageplatten für elektrische Geräte zur Halterung oder Befestigung von Schaltelementen u. dgl. Aus keramischen Isolierstoffen bestehende Montageplatten größerer Abmessungen und sonstige Formteile für elektrische Geräte können im allgemeinen aus fertigungstechnischen Gründen nicht so dünnwandig hergestellt werden, wie dies zur Eryielung eines möglichst geringen Gewichts notwendig ist. Ein weiterer Übelstand ist, daß die gegenseitigen Abstände von Bohrungen und Ausnehmungen in solchen keramischen Montageplatten, die zur Befestigung von Schaltelementen und Stromkreisteilen dienen, nicht mit der genügenden Genauigkeit eingehalten werden können. Ferner brechen aus solchen keramischen Montageplatten hervorragende Teile, wie z. B. Befestigungsnocken u. dgl., sehr leicht ab.
- Durch das Verfahren nach der Erfindung wird diesen übelständen in wirksamer Weise dadurch abgeholfen, daß die Montageplatten und sonstige Forteile für elektrische Geräte nicht einheitlich aus keramischem Isolierstoff, sondern auf dem Wege des Spritzguß- oder Preßgußverfahrens aus leichten metallischen Werkstoffen, insbesondere aus Aluminium oder Aluminium-, Magnesium-, Zinn- oder Zinklegierungen hergestellt werden, mit denen die zur Isolierung dienenden, vorzugsweise aua keramischen Werkstoffen bestehenden Isolierteile, wie Hülsen, Buchsen, Scheiben, Segmente, Schaltleisten u. dgl. während des Gusses zu vereinigen sind. Da auf diese Weise hergestellte Montageplatten und Formteile bei gleicher Festigkeit bedeutend dünner als aus keramischem Werkstoff ausfallen, wird ihr Gewicht erheblich geringer. An geeigneten Stellen können die metallischen Wandungen der so hergestellten Montageplatten und Formteile zur weiteren Gewichtsverringerung oder auch zur Erzielung einer Nachgiebigkeit oder Federung durch Ausnehmungen oder Eindrehungen geschwächt werden. Die Einhaltung der gegenseitigen Abstände der zur Befestigung von-Schaltelementen und Stromkreisteilen dienenden Bohrungen und Ausneh. mungen bereitet keine Schwierigkeiten, da sich Spritzguß sehr genau herstellen läßt. Außerdem ist die Bruchgefahr hervorragender Teile und Ansätze bei solchen Montageplatten und Formteilen aus Spritzguß wesentlich geringer als bei Herstellung der ganzen Platten und Teile aus ausschließlich keramischem Werkstoff. Für viele Zwecke, bei denen eine elektrische Abschirmung der Schaltelemente . und Stromkreisteile erforderlich ist, wird diese durch die Verwendung metallischen Werkstoffes für die Montageplatten und Formteile ohne weiteres erzielt.
- Die Vereinigung der vornehmlich aus keramischen Isolierstoffen bestehenden Teile mit den metallischen Teilen der Montageplatten und Formkörper geschieht nach dem erfindungsgemäßen Verfahren in der Weise, daß diese bereits gesinterten keramischen Teile in der Spritzguß- oder Pre3gußform in den erforderlichen gegenseitigen genauen Abständen angeordnet we_den, worauf der Metallguß erfolgt. Zweckmäßigerweise erhalten die keramischen Isolierteile an ihren Verbindungsstellen mit dem Metall Riffelungen, Rippen, eingedrehte Riefen oder warzenförmige Ansätze oder Vertiefungen, um ein Verschieben oder Verdrehen nach ihrem Einguß zu verhindern.
- Die mit dem Metall in der vorbeschrebenen Weise zu verbindenden Isolierteile werden zweckmäßig aus einem solchen keramischen Werkstoff hergestellt, d--ssen Wärmedehnungszahl derjenigen des Spritzguß- oder Preßgußmetalls möglichst angeblichen ist. Soweit erforderlich, können die Isolierteile auch aus einem keramischen Werkstoff geringer dielektrischer Verluste, z. B. den unter den Handelsnamen Calan, Calit, Tempa, Condensa u. dgl. bekannten keramischen Werkstoffen, bestehen.
- Beim Umgießen der keramischen Isolierteile mit dem Spritzguß- oder Preßgußmetall werden diese zweckmäßig vorgewärmt, um ihr Zerspringen durch die plötzliche Erwärmung während des Gusses zu vermeiden. Zum weiteren Schutz können diese keramischen Isolierteile auf ihren Vereinigungsflächen mit einem Wärmeschutzmittel, z. B. Nelkenöl, überzogen werden.
- In manchen Fällen wird nur ein kleiner Teil des Formkörpers, z. B. lediglich der zu seiner Befestigung dienende Teil, bei hülsenartigen Körpern z. B. der Flansch, nach dem erfindungsgemäßen Verfahren aus Spritzguß oder Preßguß herzustellen notwendig sein.
- Es sind bereits aus Isolierpreßstoff gefertigte Grundplatten und Klemmplatten bekannt, in die Metallschienen, Klemmstifte u. dgl. eingepreßt werden. Auch wurde vorgeschlagen, in den Boden von Abzweigdosen aus Preßisolierstoff Einsätze aus keramischem Werkstoff einzulassen. Von diesen bekannten Isolierpreßstofferzeugnissen unterscheiden sich die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten, daß sie aus -Leichtmetallen bestehen, in die vorzugsweise keramische Isolierteile während des Gusses der Platten in vorher genau festgelegten gegenseitigen Abständen eingebettet werden. Es ist ferner bekannt, Metallteile, z. B. Teile von Fassungen und Sicherungen an keramischen Fassungsteilen und Sockeln durch Niete, insbesondere Spritzgußniete, zu befestigen. Dadurch ist jedoch das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung metallischer Montageplatten nicht offenbart oder nahegelegt.
- Schließlich sind bekannt aus emailliertem Eisenblech bestehende Gehäuse für Kabelendverschlüsse mit isolierenden Einsätzen sawie eine Anordnung aus zwei mit Abstand übereinander angebrachten Blechplatten mit zahlreichen runden Durchführungsöffnungen, durch die Isolierhülsen aus Porzellan hindurchgeführt sind, und eine ebenfalls aus Blechplatten bestehende Anordnung, in deren Bohrungen die Durchführungshülsen aus Isolierstoff eingesetzt sind. Diese bekannten, aus Blech bestehenden, mit isolierten Durchführungen versehenen Gehäuse und Platten werden jedoch nicht unter Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens aus leichtem Spritzgußmetall hergestellt.
- Für die Herstellung von metallischen Kettenfadenplatten für Textilmaschinen ist vorgeschlagen worden, äsen aus keramischem oder anderem Werkstoff in den erforderlichen gegenseitigen Abständen anzuordnen, worauf der Metallguß erfolgt. Damit ist jedoch die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung leichter und dünnwandiger Montageplatten für elektrische Geräte mit keramischen Halterungs- und Befestigungsteilen für Schalte:emente o. dgl. ebensowenig nahegelegt wie durch das bei der Spritzgußfertigung bekannte Verfahren, Einlagestücke aus einem anderen als dem Gußmaterial in die Spritzgußstücke einzugießen.
- In den Abb. i bis 12 sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
- Abb. i zeigt in Aufsicht und Abb.2 im Mittelschnitt eine aus Spritzguß bestehende Montageplatte nach der Erfindung, in die aus keramischen Isolierstoffen bestehende Hülsen io bis 16 eingegossen sind, die zur Befestigung der mit der Montageplatte zu vereinigenden elektrischen Schaltelemente dienen.
- Die Abb.3 bis 8 stellen in Ansicht und Aufsicht beispielsweise Ausführungsformen solcher hülsenförmiger keramischer Isolierteile dar, die an ihren Vereinigungsstellen mit Spritzguß- oder Preßgußmetall mit Riffelungen (Abb. 3 und 4), Rippen (Abb. 5 und 6) oder warzenförmigen Erhebungen bzw. Vertiefungen (Abb.7 und 8) versehen sind.
- Abb. 9 zeigt im Mittelschnitt und Abb. to in Aufsicht eine auf dem Wege des Spritzgußverfahrens hergestellte Montageplatte 40. In diese sind verhältnismäßig dünnwandige keramische Teile, z. B. die keramische Kreisscheibe 4 i, die mit Kontaktbelegungen 42 versehene Kontaktleiste 43 und das kefamische Segment 44 erfindungsgemäß eingegossen.
- Abb. ii zeigt im Mittelschnitt und Abb. 12 in Vorderansicht einen aus Spritzguß hergestellten kastenartigen Rahmen 5o für einen Anlasser. In diesen Rahmen sind hülsenförmige keramische Isolierteile 51, 52, 53 und 54 wovon die letztgenannten zur Halterung und Isolierung der Widerstandsspiralen 55 dienen, in der vorbeschriebenen erfindungsgemäßen Weise eingegossen. -Die Erfindung bleibt selbstverständlich nicht auf die vorbeschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr können die erfindungsgemäßen Montageplatten und Formteile mannigfaltige, zweckentsprechende Abwandlungen, je nach Bedürfnis, erfahren.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Mantageplatten für elektrische Geräte -zur Halterung oder Befestigung von Schaltelementen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die Montageplatten aus metallischem Spritzguß bestehen, in dem die aus anorganischem Isolierstoff, vorzugsweise aus keramischem Isolierstoff, bestehenden Halterungs- oder Befestigungsteile der Schaltelemente o. dgl.. in vorher genau festgelegten Abständen voneinander eingebettet sind.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterungs- oder Befestigungsteile der Schaltelemente o. dgl. aus einem keramischen Werkstoff geringer dielektrischer Verluste, z. B. aus einem der unter den eingetragenen Handelsnamen Calit, Calan, Tempa, Condensa usw. bekannten Werkstoffe bestehen.
- 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die metallischen Spritzgußteile aus Aluminium oder Aluminium-, Magnesium-, Zinn- oder Zinklegierungen bestehen.
- 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Halterung oder Befestigung der Schaltelemente o. dgl. dienenden Isolierteile hülsenförmig, scheiben- oder leistenförmig ausgeführt sind.
- 5. Verfahren nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Vereinigungsflächen der Isolierteile mit den Spritzgußteilen vor ihrer Vereinigung mit einer Wärmeschutzschicht, z. B. Nelkenöl, überzogen werden.
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| DE1936P0073911 Expired DE700285C (de) | 1936-09-29 | 1936-09-29 | Verfahren zur Herstellung von Montageplatten fuer elektrische Geraete zur Halterung oder Befestigung von Schaltelementen u. dgl. |
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