DE7005C - Apparat am Paget - Strumpfstuhle zum Egalisiren der tiefsten Platinenstellung - Google Patents

Apparat am Paget - Strumpfstuhle zum Egalisiren der tiefsten Platinenstellung

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DE7005C
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G. hecker & soehne in Chemnitz
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    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B11/00Straight-bar knitting machines with fixed needles

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Description

1879.
Klasse 25.
GOTTLIEB HECKER & SÖHNE in CHEMNITZ. Apparat am P ag et-Strumpfstuhle zum Egalisiren der tiefsten Platinenstellung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom ii. Januar 1879 ab.
Der vor ca. 15 Jahren von Arthur Paget in Loughborough in England erfundene Strumpfstuhl, welcher namentlich zur Fabrikation von -glatten« Waaren verwendet wird, hat in der Strumpfwaarenfabrikation eine sehr grofse und ausgedehnte Verbreitung gefunden.
Demselben haften indessen die allenthalben bekannten und gefühlten wesentlichen Mängel an, weiche darin bestehen, dafs die auf diesem Strumpfstuhl fabricirten Waaren sehr häufig sogenannte sPlatinenstreifen«; sowie überhaupt ungleichmäfsige Maschenbildungen zeigen.
Zur Herstellung einer gleichmäfsig schönen und tadellosen Waare ist vor allen Dingen erforderlich, dafs die mittelst der Platinen zwischen den Stiihlnadeln kulirten Schleifchen von vollständig gleicher Länge sind und erhalten werden.
An dem bisher angewendeten Page t-Strumpf-Stuhl hatten die Function des gleichmäfsigen Niederhaltens der Platinen in deren tiefster Stellung (behufs Bildung gleichmäfsig langer Schleifchen) die über den Platinen angebrachten Platinenfedem.
Diese Platinenfedem erfüllen jedoch erfahrüngsgemäfs insofern diesen Zweck keineswegs genügend, als:
1. eine gröfsere Anzahl dieser Platinenfedem niemals von gleicher Feder- oder Spannkraft ist;
2. dieselben durch den Gebrauch ihre Spannkraft verändern, verlieren und sich aufserdem verschieden abnutzen;
3. sich die Platinen in den Führungen nicht alle mit gleicher Leichtigkeit auf- und abwärts bewegen, mithin die auf die Platinen einwirkenden Platinenfedern die daraus entstehenden Ungleichheiten in der Stellung derselben nicht dauernd zu beseitigen vermögen. '
Am allerdeutlichsten zeigen sich diese Uebel-Stände bei Verwendung von hartgezwirnten oder sogenannten »Florgarnen«, bei welchen die daraus erzeugten Waaren sowohl die Längs- oder Platinenstreifen, als auch die nngleichmäfsigen Maschenbildungen am auffallendsten hervortreten lassen, da diese Garne theils nicht so zu »decken« vermögen als andere offene Strumpfgarnfäden und sie anderenteils den Platinen Widerstand leisten.
Den Erfindern ist es nun gelungen, durch vorliegenden Apparat für den Paget-Strumpfstuhl vorstehend bezeichnete Uebelstände vollständig zu beseitigen.
Die beiliegende Zeichnung stellt einen Strumpfstuhl System Paget, und zwar in dessen Haupttheilen nebst dem zu beschreibenden Apparat dar, wobei vorausgesetzt wird, dafs ersterer vollständig bekannt ist.
Dieser neue Apparat besteht nun aus folgendem:
An der Platinenschachtel oder Einschlufsschiene α ist in der Mitte der Länge derselben die stählerne Nase b befestigt, welche entweder federnd (wie gezeichnet) oder auch vollständig feststehend deren Function auszuüben vermag.
Ferner legt sich auf diese früher schon vorhandene und beibehaltene Einschlufsschiene a die Stahlschiene c dergestalt, dafs sich die Nase b in die in dieser Stahlschiene c befindliche Oeffnung hineinschiebt und so, dafs diese Stahlschiene c in ihrer ganzen Breite sich auf die Einschlufsschiene α periodisch entweder vollständig oder nur theilweise über die Nase b hinweg anlegt.
Ferner enthält diese Stahlschiene c an beiden Enden einen ovalen Drehzapfen d, damit dieselbe in den hierzu angebrachten beiden Fröschchen e eine schwingende Bewegung über die Nase b hinweg machen kann. Die Function dieses Apparates ist folgende:
Fig. 4 zeigt die Platinen / in ihrer höchsten Stellung, wobei das Kuliren beginnt, die Stahlschiene c Hegt lose auf an beiden Seiten der Platinenreihe angebrachten starken stählernen Platinen,^ auf, wodurch ein Reiben der Stahlschiene c auf den Platinen /, selbst beim Kuliren, vermieden wird. Ist das Kuliren beendet und die Platinen / sind, wie Fig. 3 zeigt, in ihrer tiefsten Stellung angelangt, so fällt die Stahlschiene c vermöge ihres eigenen Gewichtes an den geneigten Ansatz // der Platinen / herunter und
hält so beim Herabgehen der Presse i die sämmtlichen Platinen f in vollständig geradliniger Richtung fest, wie dies die Platinenfedern k aus oben genannten Gründen nicht immer zu thun im Stande sind. Hieraus resultirt der ganz wesentliche Vortheil, dafs die einkulirten Schleifchen durch den ausgeübten Druck der Stahlschiene c auf die Platinen f ganz besonders gleichmäfsig angezogen und ausgeprägt werden.
Durch die solchergestalt erzielte Egalität der Maschenbildung wird ein schönes klares und namentlich elastisches Gewebe erzeugt.
Durch Anwendung dieses neuen Apparates ist man in der Wahl der Garnnummern bei weitem weniger eingeschränkt als bisher.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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