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Skalenanordnung Rundfunk- und Fernsehempfänger zu kombinieren, ist
bekannt. Dabei wird zweckmäßig der Rundfunkempfänger als Teilverstärker für den
Tonempfänger des Fernsehgeräts mitbenutzt. Die großen Ausmaße der Einzelteile des
Fernsehgeräts verlangen im Interesse geringen Bauumfangs der Gesamtanordnung einen
gedrängten Aufbau. Besonders schwierig ist die Kleinhaltung der Frontseite infolge
des dort sich befindenden Bildfensters. Eine gleichzeitige Unterbringung der Skalenanordnungen
an der Frontseite ist zwar erwünscht, nimmt aber, so viel Fläche in Anspruch, daß
ein gedrängter Aufbau schwer zu erreichen ist. Das gilt besonders bei Verwendung
einer Kathodenstrahlröhre zur Bildwiedergabe, da in ihrer Nähe eine Unterbringung
störender Einzelteile, wie Transformatoren und Drosseln, vermieden werden soll.
Im hinteren Teil des Aufbaus lassen sich diese Einzelteile dagegen eher anbringen,
weil sich die Kathodenstrahlröhre nach hinten verjüngt. Werden also aus den dargelegten
Gründen Rundfunk- und Bildempfängerteil ganz oder teilweise hinten angeordnet, so
müssen die Abstimmvorrichtungen zur Frontseite hin verlängert werden. Die zugehörigen
Skalen, die verhältnismäßig umfangreich sind, würden aber den ersparten Platz wieder
beanspruchen.
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Es wird daher erfindungsgemäß eine Skalenanordnung für kombinierte
Rundfunk- und Fernsehempfänger vorgeschlagen, bei der die Skala finit Anzeigeorgan
nur während des Rundfunkempfangs bzw. nur während der Abstimmung auf den gewünschten
Rundfunk-bzw. Bildfunksender auf der Bildwiedergabefläche des kombinierten Empfängers
sichtbar ist.
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Ausführungsmöglichkeiten dieses Gedankens sind in den Abb. i bis 3
der Zeichnung schematisch angedeutet. In Abb. i bedeutet E
den
kombinierten Rundfunkfernsehempfänger, an dessen Vorderwand sich das Bildfenster
f befindet. Eine Skala S für den Rundfunkempfang ist auf einer Platte aufgedruckt,
die um ein waagerecht oder senkrecht angeordnetes Scharnier c während des Bildempfangs
weggeklappt werden kann. Der Skalenzeiger in wird während des Bildempfangs in eine
Endstellung seitlich der Skala gebracht, so daß er weder das Bild stört noch beim
Herunterklappen der Skala im Weg steht. Die Betätigung des Skalenzeiger s in kann
in bekannter Weise mittels eines Knopfes K und eines Seiltriebes z erfolgen.
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Die Ausführung nach Abb.2 ist insofern etwas anders, als die Skala
S halbkreisförmig gestaltet ist und u-ährend des Bildempfangs um ihre Achse in die
Lage S' nach unten geschwenkt werden kann. Die übrigen Bezugszeichen haben dieselbe
Bedeutung wie in Abb. i; K' sind weitere Bedienungsgriffe.
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Abb.3 zeigt einen Quer- oder Längsschnitt durch die Vorderwand des
Empfänger. B ist ein Teil der Kathodenstrahlröhre für den Bildempfang mit dem Leuchtschirm
L. Die während des Rundfunkempfangs vor das Bildfenster F gezogene Skala S ist harmonikaartig
zusammenschiebbar oder aufrollbar ausgebildet und kann mittels eines Knopfes K in
eine Nische zurückgeschoben werden, in der sie unsichtbar ist und die Lage S' einnimmt.
Eine andere Möglichkeit, die Skala zusammenlegbar zu gestalten, ist die Ausbildung
als Fächer mit hintereinanderschiebbaren Sektoren. In allen den genannten Fällen
kann gleichzeitig mit dem Verschieben, Verdrehen oder Aufklappen der Skala zwangsläufig
die Umschaltung für den übergang auf Fernsehempfang betätigt werden.
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Die Skala kann durchsichtig gestaltet werden. Es ist nun möglich,
durch Außerbetriebsetzung der Ablenkvorrichtung der Kathodenstrahlröhre für eine
Koordinate der Bildzerlegung einen Leuchtstrich herzustellen, der als Leuchtzeiger
für die Skala dienen soll. Dies soll an Hand der Abb. 4 erläutert werden. In das
Bildfenster F des Empfängergeräts E kann eine durchsichtige Skala S eingeschoben
werden, die z. B. an den Seiten in Nuten geführt ist und oben durch einen Schlitz
aus- und eingeführt werden kann. Auf der Skala sind die Sendernamen, Teilstriche
usw. aufgedruckt, und zwar entweder als Positiv oder als Negativ. Die Kathodenstrahlröhre
B mit dem Leuchtschirm L ist hinter dem Bildfenster angeordnet. Von
dem hier im übrigen nicht interessierenden Elektrodensystem sind nur die Ablenkplattenpaare
ai, aa für die waagerechte bzw. senkrechte Ablenkung des Elektronenstrahls
st und der zur Bündelung bzw. Intensitätssteuerung bestimmte Wehnelt-Zylinder
W, an dessen Stelle auch eine scheiten- oder gitterförmige Steuerelektrode treten
kann, angedeutet. Legt man an das Ablenkplattenpaar a2 eine Wechselspannung beliebiger
Kurvenform, z. B. Netzwechselspannung, an, so erscheint auf dem Leuchtschirm ein
leuchtender Strich, der als Skalenzeiger an Stelle des mechanischen Skalenzeigers
in in Abb. i oder 2 benutzt werden kann.
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Vom wirtschaftlichen Standpunkt aus soll dem Verlangen Rechnung getragen
werden, daß gegebenenfalls ein unnötiger Stromverbrauch durch das Ablenkgerät und
ein Dauerbetrieb der Kathodenstrahlröhre vermieden wird. Dazu wird vorgeschlagen,
daß die den Leuchtstrich erzeugenden Ablenkplatten oder -spulen mit einer im Gerät
vorhandenen Wechselspannung beschickt werden, nachdem sie durch die Umschaltung
auf Rundfunkempfang vom Ablenkgerät getrennt wurden. Durch eine entsprechende Schaltvorrichtung,
die z. B. mit dem Abstimmknopf gekoppelt sein kann, wird der Strahlstrom der Kathodenstrahlröhre
und damit der Leuchtstrichzeiger nur für den Fall der Abstimmung eingeschaltet.
Ein Unterbrechen des Strahlstromes kann durch Wegnahme der Anodenhochspannung oder
durch Sperren mittels der Steuerelektrode der Kathodenstrahlröhre geschehen.
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Die Lage des Leuchtstriches kann durch Beeinflussung der anderen Ablenkrichtung,
die abstimmgerecht mit den Drehkondensatoren des Rundfunkteils gekoppelt sein soll,
verändert werden, so daß sich eine besondere Zeigeranordnung erübrigt. Schaltungsgemäß
kann über ein mit der Drehkondensatorachse verbundenes Regelorgan, z. B. Widerstand
oder Potentiometer, eine Spannung,für das entsprechende Ablenkplattenpaar a1 in
Abb. 4 bzw. ein Strom für die entsprechende Ablenkspule der Eichung der Skala gemäß
geändert werden. Dies ist offensichtlich einfacher, als rein mechanisch die Betätigung
eines Zeigers nach bekannten Methoden, z. B. mittels Seiltriebes über Rollen oder
Gestänge oder Zahnradanordnungen, zu ermöglichen.
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Durch die beschränkte Reichweite der aus physikalischen Gründen zur
Bildübermittlung benutzten Ultrakurzwellen erübrigt sich für den Bild- und Tonempfänger
des Fernsehteils im allgemeinen eine stetig und schnell veränderbare Abstimm- und
Anzeigevorrichtung. Wo diese aus besonderen Gründen dennoch ; Anwendung finden soll,
wird vorgeschlagen, sie mit der Abstimm- und Anzeigevorrichtung des Rundfunkteils
zu vereinigen, und zwar so; daß beide getrennt regelbar sind. Nach getroffener Einstellung
der Ultrakurzwellenseniler kann die Skala wieder weggeklappt werden.
Eine
- unmittelbare Ausnutzung der Bildfläche der Kathodenstrahlröhre gestattet- der
im folgenden beschriebene und in Abb. 5 dargestellte Vorschlag: Über ein Linsensystem
o, o' wird die transparente Skala Di mittels einer Lichtquelle Q durch den Glaskolben
der Kathodenstrahlröhre B auf den Leuchtschirm L
projiziert. Die im
Innern sichtbare Fluoreszenzschicht dient in diesem Falle als Mattscheibe. Hierbei
sind wieder zwei Ausführungsformen möglich. Es kann, wie schon vorgeschlagen, ein
unmittelbar durch die Kathodenstrahlröhre erzeugter Leuchtstrich als Zeiger dienen
oder eine Zeigeranordnung mitprojiziert werden. Im ersten Falle sollte die projizierte
Farbe von der der Fluoreszenzschicht verschieden sein, damit der Leuchtstrich als
Zeiger erkennbar wird.
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Ähnliche Schwierigkeiten, wie sie bei Fernsehempfängern entstehen,
die das Bild unmittelbar auf dem Schirm der Braunschen Röhre sichtbar machen, können
auch bei sog. Fernsehprojektionsempfängern auftreten, und zwar kann dort aus räumlichen
Gründen die Anbringung der Abstimmskala im oder am Gehäuse unerwünscht sein. Es
wird deshalb vorgeschlagen, diese Skala bei solchen Projektionsempfängern während
des Abstimmvorgangs mit auf die Bildwand zu werfen. Das kann geschehen durch einen
besonderen Projektor oder dadurch, daß die, Skala auf ähnliche Weise wie vorgeschlagen
mit auf den eigentlichen Leuchtschirm der Projektionsfernsehröhre projiziert wird.
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Es ist bekannt, an Rundfunkgeräten sog. Resonanzanzeiger zu verwenden,
worunter Anzeigeorgane verstanden werden, die die genaue Abstimmung der Resonanz
anzeigen. Es sind Ausführungsarten unter Verwendung sowohl elektrischer Meßinstrumente
als auch Glimmlichtröhren und Lumineszenzröhren bekannt. Im Rahmen der geschilderten
Erfindungsideen wird weiterhin vorgeschlagen, zur Vermeidung eines besonderen Anzeigeinstruments
irgendeine im Verlauf der Abstimmung im Rundfunkgerät sich ändernde Spannungs- oder
Stromgröße zur Steuerung des Kathodenstrahllichtzeigers heranzuziehen. Erfindungsgemäß
werden folgende zwei Möglichkeiten vorgeschlagen: Ein mit der Abstimmung sich ändernder
Strom oder eine solche Spannung kann der Helligkeitssteuerelektrode der Kathodenstrahlröhre
zugeführt werden. Eine bestimmte Ruhespannung an der Steuerelektrode erzeuge eine
bestimmte Helligkeit des Leuchtstriches. Wird nunmehr die sich mit der Abstimmung
,ändernde Spannung in geeigneter Art der Ruhespannung hinzugefügt oder abgezogen,
so resultiert hiermit gleichzeitig eine der Abstimmung entsprechende Helligkeitsänderung
-des Leuchtstriches; im Leuchtstrich -sind also eine Zeigerfunktion uiid ein Mittel
zur Anzeige der Scharfabstimmung vereinigt.
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Werden die der Abstimmung gemäßen Spannungen oder Ströme jedoch als
Zusatzstrom oder- -spannung dem den Leuchtstrich erzeugenden Spulen- oder Plattenpaar
zugeführt, der dort herrschenden -Wechselspannung also überlagert, so wird sich
der Leuchtstrich der Abstimmung gemäß in seiner Längsachse verschieben. Diese Verschiebung
kann ebenfalls als Resonanzanzeiger dienen.