DE700991C - Sende- und Empfangsanordnung, bei der Sender und Empfaenger an eine gemeinsame Antenne angekoppelt sind - Google Patents
Sende- und Empfangsanordnung, bei der Sender und Empfaenger an eine gemeinsame Antenne angekoppelt sindInfo
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- H04B1/40—Circuits
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Description
- Telefunken Gesellschaft für draMose Telegraphie m. b. H. in Berlin Zehlendorf Sende- und Empfangsanordnung, bei der Sender und Empfänger an eine gemeinsame Antenne angekoppelt sind Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sende- und Empfangsanordnung, bei der Sender und Empfänger an eine gemeinsame Antenne angekoppelt sind. Dies Prinzip zeigt die Abb. i. Meist wird der Verkehr in beiden Richtungen auf annähernd derselben Betriebswelle abgewickelt. Koppelt man nun Sendekreis und Empfangskreis fest und gleichzeitig mit der Antenne, so wird während des Empfangszeitabschnittes durch den Sendekreis dem Empfänger viel Energie .entzogen, und während des Sendezeitabschnittes wird der Empfänger durch den eigenen Sender verstopft bzw. ein Teil der Sendeenergie gelangt nicht zur Ausstrahlung, sondern wird in dem Empfänger verzehrt, was besonders bei kleinen transportablen Anlagen mit geringer Leistung eine Rolle spielt. Um diese Mißstände zu beseitigen, ist es bereits bekannt, die gemeinsame Antenne in Abhängigkeit vom Tast- bzw. Modulationsvorgang umzuschalten und zeitweise mit dem Sendekreis und beim Fehlen von Modulationsspannungen mit dem Empfangskreis zu verbinden (Abb. a). Diese Lösung erfordert Relaisanordnungen, die die Kontaktumschaltung vornehmen. Die Kontakte selbst führen Hochfrequenzspannungen und müssen dementsprechend ausgebildet, insbesondere isoliert werden. Es werden teure Spezialrelais usw. erforderlich. Außerdem treten an den Antennenumschaltkontakten meist hohe Spannungen auf, die zu Funkenbildungen Anlaß geben, besonders dann, wenn die Erregung des Senders und die Umschaltung der Antenne nicht völlig gleichzeitig erfolgen. Es ist bereits ein Netzwerk bekannt, welches bei Zwischenverstärkern von Gegenverkehrsanlagen Verwendung findet, d. h. bei solchen Anlagen, wo die auf einer Zweidrahtleitung in beiden Richtungen fließenden Signalströme verstärkt werden sollen, ohne einander zu beeinflussen. Hierbei werden die Signalströme, welche aus einer Richtung kommen, gleichgerichtet, und der so gewonnene Gleichstrom dient dazu, durch Vormagnetisierung entsprechender Spulen den übertragungsweg in der einen Richtung zu öffnen und in der anderen Richtung zu schließen.
- Gemäß der Erfindung ist eine Sendeempfangsanordnung, bei der Sender und Empfänger an eine gemeinsame Antenne angekoppelt sind, dadurch gekennzeichnet, daß in- den an die Antenne angeschlossenen Abstimmkreisen der beiden Geräte je eine durch den Anodengleichstrom der Senderöhre beeinflußbare, veränderliche Real,-tanz vorgesehen ist, und daß die Senderöhre so betrieben wird, daß sich bei Modulation oder Tastung der Anodenstrom ändert, so daß der Ankopplungskreis des Senders auf die Sendewelle abgestimmt und der des Empfängers verstimmt ist, während bei fehlender Modulation der Ankopplungskreis des Empfängers. auf die Empfangswelle abgestimmt und der des Senders verstimmt ist.
- Zu diesem Zwecke wird man parallel zu oder in Reihe finit den an die Antenne angekoppelten Kreisen je einen veränderbaren Wechselstromwiderstand schalten. Eine besonders vorteilhafte Lösung ergibt sich, wenn man als Wechselstromwiderstand eine TZassekernspule wählt, deren wirksame Induktivität durch eine Gleichstromvormagnetisierung geändert werden kann. Man wird in den meisten Fällen eine Massekernspule mit relativ kleiner mittlerer Induktivität wählen und die hochfrequenzführende Wicklung mit den Hauptabstimmgliedern des zugehörigen Antennenkreises in Reihe schalten.
- In der Abb.3 ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Der Sende- und der Empfangsanordnung ist die Antenne .,1 gemeinsam. Mit ihr ist der Ausgangskreis S des Senders und der Eingangskreis E des Empfängers gekoppelt. In Reihe mit den - Induktivitäten L, und L, der Antennenkreise liegen die Verstimmungsspulen Vs und V,,. Diese Verstimmungsspulen sind z. B. als Massekernspulen ausgebildet. Sie besitzen neben der hochfrequenzführenden Wicklung 1VIt je eine MagnetisierungswicklungLVnz, die durch Gleichstrom erregt werden kann. Die wirksame Induktivität dieser Verstimmungsspuler_ hängt von der Größe der Vormagnetisierung ab und kann innerhalb gewisser Grenzen stetig geregelt werden. Man kann nun
sierungswicklung, die direkt auf dem Massekern aufgebracht ist, kann man zuweilen keine hinreichend. große Änderung der wirksamen Induktivität erzielen. In solchen Fällen empfiehlt es sich, den Massekern samt Hochfrequenzwicklung zwischen die Pole eines Elektromagneten einzusetzen und diesen entsprechend den gewünschten Änderungen der wirksamen Induktivität zu erregen.jeder Spule eine Regelstromquelle, einen Regelwiderstand und einen Schalter zuordne. Mit Hilfe der Regelwiderstände I2, die par- allel zu oder in Reihe mit den Magnetisierungs- wicklungen Wnt liegen, kann man die Größe des Magnetisierungsstromes einstellen. Die Betätigung des Schalters geschieht in Ab- hängigkeit von dem Tast- bzw. Modulations- vorgang, etwa derart, daß mit der Sende- taste zugleich der Magnetisierungsstrom der Verstimmungsspule ein- bzw. ausgeschaltet wird. Eine elegante Lösung der Verstimmungs- bzw. Umschaltfrage ist in Abb.3 angegeben. Zur Magnetisierung der Verstimmungsspulen wird ein vom Anodengleichstrom einer Sende- röhre abgeleiteter Strom verwendet. Gemäß Abb. 3 kann man z. B. den Anodengleichstrom der Senderröhre G - unter Zwischenschaltung einer Drossel - durch die Verstimmungs- spule sowohl des Sendekreises als auch des Empfangskreises schicken. Eine hinreichende Voraussetzung ist, daß die Senderöhre im unteren Knick der Kennlinie betrieben wird, damit sich der Anodengleichstrom bei der Modulation bz«-. Tastung ändert. Die Eigen- frequenzen der Antennenkreise wird man so bemessen, daß beim Fehlen des Magneti- sierungsstromes der Empfangskreis auf die Betriebswellenlänge abgestimmt und der Sendekreis verstimmt ist, und umgekehrt. Um .ein Abfließen von Hochfrequenz über die Er- regerleitungen der Verstimmungsspulen zu verhindern, kann man geeignete Sperrkreise vorsehen. Wenn es irgend geht, wird man die Verstimmungsspule in Punkten minimale Potentials gegenüber der Erde einschalten. Ein derartiger Punkt findet sich in der Mitte der Schwingkreisinduktivität (Spannungs- knoten); da dort keine wesentlichen Hoch- frequenzspannungen auftreten, erübrigt sich in den meisten Fällen eine Verdrosselung der Erregerleitungen. Der Gedanke der vorliegenden Erfindung ist nicht auf die hier dargestellten und be- schriebenen Beispiele beschränkt. Als Ver- stimmungsanordnung sind in den voiangegan- genen Abschnitten immer nur Massekern- spulen angeführt worden. Diese können ge- gebenenfalls durch Glimmlampen ersetzt wer- den, die als veränderbare Kapazitäten wirken und zweckmäßigerweise parallel zu den Hauptabstimmgliedern der Antennenkreise ge- legt werden. Der Erfindungsgedanke kann sinngemäß auch auf Gegenverkehrsanlagen angewendet werden, die zwei getrennte, aber durch das gemeinsame Strahlungsfeld eng gekoppelte Antennen besitzen. In Abb. 3 sind die Verstimmungsspulen nur schematisch angedeutet. Mit einer Magneti-
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. -Sende- und Empfangsanordnung, bei der Sender und Empfänger an eine gemeinsame Antenne angekoppelt sind, dadurch gekennzeichnet, daß in den an die Antenne angeschlossenen Abstimmkreisen der beiden Geräte je eine durch den Anodengleichstrom der Senderöhre beeinflußbare, veränderliche Reaktanz vorgesehen ist, und daß die Senderöhre so betrieben wird, daß sich bei Modulation oder Tastung der Anodenstrom ändert, so daß der Ankopplungskreis des Senders auf die Sendewelle abgestimmt und der des Empfängers verstimmt ist, während bei fehlender Modulation der Ankopplungskreis des Empfängers auf die Empfangswelle abgestimmt und der des Senders verstimmt ist.
- 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als veränderliche Reaktanz eine Massekernspule verwendet wird, deren wirksame Induktivität mit Hilfe einer Magnetisierungsspule geändert wird.
- 3. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als veränderliche Reaktanz eine Glimmlampe dient, deren wirksame Kapazität jeweils geändert wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1937T0048366 DE700991C (de) | 1937-03-16 | 1937-03-17 | Sende- und Empfangsanordnung, bei der Sender und Empfaenger an eine gemeinsame Antenne angekoppelt sind |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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|---|---|
| DE700991C true DE700991C (de) | 1941-01-06 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1937T0048366 Expired DE700991C (de) | 1937-03-16 | 1937-03-17 | Sende- und Empfangsanordnung, bei der Sender und Empfaenger an eine gemeinsame Antenne angekoppelt sind |
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|---|---|
| DE (1) | DE700991C (de) |
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1937
- 1937-03-17 DE DE1937T0048366 patent/DE700991C/de not_active Expired
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