DE701229C - Anordnung zur verzoegerten Einschaltung der Anodenspannung von elektrischen Entladungsgefaessen erst nach Erreichung der maximalen Emission der Gluehkathode - Google Patents

Anordnung zur verzoegerten Einschaltung der Anodenspannung von elektrischen Entladungsgefaessen erst nach Erreichung der maximalen Emission der Gluehkathode

Info

Publication number
DE701229C
DE701229C DE1935L0088161 DEL0088161D DE701229C DE 701229 C DE701229 C DE 701229C DE 1935L0088161 DE1935L0088161 DE 1935L0088161 DE L0088161 D DEL0088161 D DE L0088161D DE 701229 C DE701229 C DE 701229C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
voltage
switching
arrangement
anode
heating
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1935L0088161
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Alcatel Lucent Deutschland AG
C Lorenz AG
Original Assignee
Standard Elektrik Lorenz AG
C Lorenz AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Standard Elektrik Lorenz AG, C Lorenz AG filed Critical Standard Elektrik Lorenz AG
Priority to DE1935L0088161 priority Critical patent/DE701229C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE701229C publication Critical patent/DE701229C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J19/00Details of vacuum tubes of the types covered by group H01J21/00
    • H01J19/82Circuit arrangements not adapted to a particular application of the tube and not otherwise provided for

Landscapes

  • Control Of Resistance Heating (AREA)

Description

  • Anordnung zur .verzägerten Einschaltung der Anodenspannung von elektrischen Entladungsgefäßen erst nach Erreichung der maximalen Emission der Glühkathode Es ist bekannt; bei Verstärkeranordnungen durch Zeitverzögerungsrelais dafür zu sorggn, daß die Anodenspannung erst dann angelegt wird, wenn die Kathoden die maximale Emission erreicht haben. Neuerdings führen sich Gleichrichter, insbesondere Quecksilberdampfgleichrichter, in die Praxis ein, die, um Beschädigungen zu vermeiden, in gleicher Weise wie die erwähnten Verstärkerröhren eingeschaltet werden müssen.
  • Die Erfindung besteht darin, an Stelle der bisher verwendeten elektrischen Relais eine nach Art der pneumatischen Türschließer wirkende Einrichtung zu verwenden, die beim Einschalten der Heizspannung gespannt wird und beim Zurückgehen die Anodenspannung einschaltet und die die Heizung und die Anoden über Vorschaltwiderstände, die allmählich ausgeschaltet werden, dadurch nacheinander an Spannung legen, daß der eine Pol der Spannungsquelle direkt mit den Speisetransformatoren des Entladungsgefäßes verbunden, der andere Pol aber über einen Schleifkontakt an der pneumatischen Einrichtung zuerst mit der Heizung und dann mit der Anode verbunden wird. Derartige pneumatische Einrichtungen haben den Vorteil, daß große Verzögerungszeiten erreicht werden können. Außerdem ist eine einfache konstruktive Vereinigung mit den zur Einschaltung notwendigen Vorwiderständen möglich. Es ist ferner bekannt, gleichzeitig mit der Einschaltung des Heizstromes über einen besonderen Gleichrichter einen Kondensator so aufzuladen, daß das Gitter der zu schützenden Röhre negativ wird und daher der Anodenstrom zunächst nicht fließen kann. Wenn dann die Ladung des Kondensators allmählich abgeflossen ist, kann- der volle Anodenstrom in der Röhre auftreten. Diese Anordnung hat ebenfalls den Nachteil, daß sich keine großen Verzögerungszeiten wegen der Leitfähigkeit zwischen dem Gitter und der Kathode erzielen lassen. Außerdem kann sie nicht angewendet werden, wenn in der zu schützenden Röhre kein Gitter vorhanden ist.
  • Es ist auch bekannt, parallel zum Heizfaden der zu schützenden Röhre ein Relais zu legen, welches erst dann die Anodenspannung einschaltet, wenn der Heizfaden . die maximale Temperatur erreicht hat. Da es aber schwierig ist, ein Relais zu konstruieren, das auf die hier in Frage- kommenden geringen Spannungsunterschiede zuverlässig anspricht, hat sich diese Anordnung nicht bewährt.
  • In der Abbildung ist eine beispielsweise Anordnung zur Durchführung des Erfindungsgedankens gezeigt. Es ist angenommen, daß ein Doppelweggleichrichter G1 derart eingeschaltet werden soll, daß zunächst die Heizung und dann mit mehreren Sekunden Verzögerung die Anodenspannung eingeschaltet werden soll. Die Heizspannung wird dem Gleichrichter über den Transformator LIT zugeführt, die Anodenspannung über den Anodentransformator AT. An den Klemmen i und 2 ist der Verbraucherkreis angeschlossen. Das Wechselstromnetz liegt an den Klemmen 3 und 4.. Die Einschaltung erfolgt über Vorwiderstände L'H und VA für den Heiz-bzw. Anodenkreis. Die erfindungsgemäße, nach Art der pneumatischen Türschließer wirkende Einrichtung ist mit P bezeichnet. Sie besteht im wesentlichen aus einem Vakuumzylinder, auch einem ölzylinder o. dgl., in dessen Innern ein Kolben unter Einwirkung einer Feder verschoben wird. Ein näheres Eingehen auf diese Einrichtung ist nicht erforderlich, da derartige pneumatische Anordnungen als Türschließer bekannt sind. An dem verschiebbaren Teil der pneumatischen Einrichtung ist eine Klinkanordnung befestigt, die im wesentlichen aus den nachfolgenden Teilen besteht. An dem verschieb-; baren Teil der pneumatischen Einrichtung ist eine StangeSt befestigt. An dieser ist unten ein Isolierstück I angebracht, an dem ein Schleifer SA und Klinken K befestigt sind. Der Schleifer S.4 ist der Stromabnehmer für den Vorwiderstand VA. Die Klinken l( besitzen an ihrem oberen Ende Nasen. Auf der Stange St sitzt ein zweites Isolierstück, das beweglich ist. Es trägt an der einen Seite einen Schalthebel H, durch den die Anordnung, die noch näher erläutert wird, eingeschaltet wird. An dem Isolierstück ist außerdem ein Schleifer SHA befestigt, der über den Vor widerstand VN streicht. Der Schleifer SA ist mit dem Punkt 5 und der Schleifer SHA mit dem Punkt 3, d. h. mit dem einen Pol des Netzes, verbunden. Der Pol q. des Netzes ist dauernd an die Anordnung angelegt.
  • Zum Einschalten der Anordnung wird der Hebeln in Pfeilrichtung nach oben geführt. Hierdurch werden die Schleifer SHA und SA nach oben gezogen und gleichzeitig die pneumatische Einrichtung ausgezogen. An dem Handgriff H ist, wie angegeben, der Schleifer SHA direkt befestigt. Die Nasen an den Klinken ,K stehen in der gezeichneten Stellung, wodurch das untere Isolierstück 1, das an St befestigt ist, mit dem Handgriff H nach oben in der Abbildung geschoben wird. Damit wird aber auch die pneumatische Einrichtung, da sie an St befestigt ist, gespannt. Nach einer gewissen Zeit kommt der Schleifer SHA auf den Vorwiderstand VN. Hierdurch wird das Netz über den Vorwiderstand VN an den Heiztransformator HT angelegt. Beim weiteren Bewegen wird der Vorwiderstand VN verkleinert, bis schließlich der Schleifer am oberen Ende anliegt und das Netz mit dem Punkt 5 direkt verbindet; der Heiztransformator liegt dann direkt am Netz. Kurz vor Erreichen der Endstellung des Schalthebels H wird die Klinke K durch feste Anschläge F auseinandergespreizt. Die Folge davon ist, daß der Schalthebel H noch nach oben bewegt werden kann, ohne daß er jedoch in Eingriff mit den Klinken und damit mit der pneumatischen Einrichtung steht. Im gleichen Augenblick beginnt die pneumatische Einrichtung zu wirken, und sie führt damit den Schleifer SA nach unten. Der Schleifer SA kommt nach einer gewissen Zeit auf den Vorwiderstand VA und steigert die angelegte Anodenspannung. Hierbei ist zu beachten, daß der Schleifer SA mit dem Punkt 5 in leitender Verbindung steht. Die Einrichtung ist nun so getroffen, daß der Abstand des unteren Endes des Vorwiderstandes VN von dem oberen Ende des Vorwiderstandes VA etwas größer ist als der Abstand der Schleifer SA und SHA voneinander. Im eingeklinkten Zustand, d. h. zu Beginn der Schaltbewegung, wird an VA noch keine Spannung gelegt, solange die Heizung noch nicht voll eingeschaltet ist. Durch entsprechende Einstellung der pneumatischen Einrichtung kann man sehr große Verzögerungszeiten erzielen.
  • Um die Anordnung auszuschalten, wird der Hebel H einfach nach unten geführt, wodure gleichzeitig Heiz- und Anodenspannung über den Vorwiderstand VH verringert werden. Der Hebel kommt schließlich zum Einschnappen in die Klinke. und die Anordnung ist wieder betriebsbereit.
  • An Stelle gewöhnlicher Drahtwiderstände o. dgl. können auch solche Widerstände Verwendung finden, die zunächst einen größeren Spannungsabfall und dann nach einer gewissen Betriebszeit einen geringeren Spannungsabfall besitzen. Solche Widerstände sind neuerdings bekanntgeworden in Form sogenannter Urandioxydwiderstände.

Claims (1)

  1. PATEN TANSPRITCHL: i. Anordnung zur verzögerten Einschaltung der Anodenspannung von elektrischen Entladungsgefäßen erst nach Erreichung der maximalen Emission der Glühkathode, dadurch gekennzeichnet, daß eine nach Art der pneumatischen Türschließer wirkende Einrichtung vorgesehen ist, die während des Einschaltens der Heizspannung gespannt wird und beim Zurückgehen (Endspannung) die Anodenspannung direkt, ohne Zwischenschaltung eines Verzögerungsrelais, einschaltet, und daß die Heizung und die Anoden über Vorschaltwiderstände, die allmählich ausgeschaltet werden, dadurch nacheinander an Spannung gelegt werden, daß der eine Pol der Spannungsquelle direkt mit den Speisetransformatoren des Entladungsgefäßes verbunden, der andere Pol aber über einen Schleifkontakt an der pneumatischen Einrichtung zuerst mit der Heizung und dann mit der Anode verbunden wird. a. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die pneumatische Einrichtung mit Klinken versehen ist und in diese ein Schalthebel zur Einschaltung der Heizspannung derart eingreift, daß beim Einschalten der Heizspannung die pneumatische Einrichtung gespannt und nach Erreichen einer gewissen Schaltstellung freigegeben wird. 3. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Vorwidexstand ein Urandioxydwiderstand benutzt wird. q.. Anordnung nach Anspruch 3; dadurch gekennzeichnet, daß an dem ausklinkenden Schalthebel ein Schleifkontakt befestigt ist, über den die Netzspannung allmählich an die Kathode angelegt wird, und daß an der pneumatischen Einrichtung ein Schaltkontakt befestigt ist, durch den die Anodenspannung eingeschaltet wird. -
DE1935L0088161 1935-05-29 1935-05-29 Anordnung zur verzoegerten Einschaltung der Anodenspannung von elektrischen Entladungsgefaessen erst nach Erreichung der maximalen Emission der Gluehkathode Expired DE701229C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1935L0088161 DE701229C (de) 1935-05-29 1935-05-29 Anordnung zur verzoegerten Einschaltung der Anodenspannung von elektrischen Entladungsgefaessen erst nach Erreichung der maximalen Emission der Gluehkathode

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1935L0088161 DE701229C (de) 1935-05-29 1935-05-29 Anordnung zur verzoegerten Einschaltung der Anodenspannung von elektrischen Entladungsgefaessen erst nach Erreichung der maximalen Emission der Gluehkathode

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE701229C true DE701229C (de) 1941-01-11

Family

ID=7286495

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1935L0088161 Expired DE701229C (de) 1935-05-29 1935-05-29 Anordnung zur verzoegerten Einschaltung der Anodenspannung von elektrischen Entladungsgefaessen erst nach Erreichung der maximalen Emission der Gluehkathode

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE701229C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE701229C (de) Anordnung zur verzoegerten Einschaltung der Anodenspannung von elektrischen Entladungsgefaessen erst nach Erreichung der maximalen Emission der Gluehkathode
DE487385C (de) Schaltung fuer Roehrengeraete
DE655864C (de) Installationsselbstschalter
DE696668C (de)
DE1160926B (de) Temperaturabhaengiger Reglerschalter fuer zwei Laststromkreise
DE551786C (de) Schaltung eines thermischen Relais zum verzoegerten Einschalten eines Stromkreises und zum Ausschalten dieses Stromkreises bei sinkender Spannung
DE1920551C3 (de) Regler fuer Elektrowaermegeraete
DE660764C (de) Waermezeitschalter mit Handbedienung
DE967117C (de) Verfahren zum Aufheizen, insbesondere zur elektrischen Aufheizung von Werkstuecken erheblicher Staerke
DE1036889B (de) Elektrische Weichenheizung
DE890399C (de) Kochplattenregler
DE1490091C3 (de) Preßgas - Lasttrennschalter
DE642630C (de) Einrichtung zum Betrieb von elektrischen Entladungsgefaessen mit Gas- oder Dampffuellung, Steuergitter und Gluehkathode
DE840733C (de) Elektrischer Zeitschalter
DE866215C (de) Elektrische Kathodenglimmlichtroehre
DE632820C (de) Schaltung zum schnellen Anheizen der Kathoden von elektrischen Leuchtroehren und anderen elektrischen Entladungsgefaessen
DE444204C (de) Einrichtung zum Schutz gegen UEberhitzung und zur Waermereglung elektrisch beheizter Vorrichtungen
DE405531C (de) Anschlussvorrichtung mit selbsttaetiger Stromabschaltung fuer elektrische Buegeleisen
DE666511C (de) Schaltanordnung fuer elektrisches Punktschweissen, bei der in den Primaerstromkreis des Schweisstransformators eine gittergesteuerte Entladungsstrecke geschaltet ist
DE682817C (de) Einrichtung zur Stromregelung von Verbraucherstromkreisen, insbesondere Beleuchtungskreisen
DE605858C (de) Regler fuer elektrische Widerstandsschweissmaschine, insbesondere Punktschweissmaschine
DE628304C (de) Durch einen Nullspannungsausloeser betaetigter Selbstausschalter kleinerer Leistung mit Freiausloesung, insbesondere UEberstromschalter
DE2060771C3 (de) Elektrisch beheizter Warmwasserbereiter
DE643825C (de) Einrichtung fuer Quecksilberdampfgleichrichter
DE604076C (de) Thermischer Ausloeser