DE701827C - Verfahren zum Herstellen von Amalgamdruckformen, bei denen die druckenden, nicht amalgamierten Teile tiefer liegen als die nichtdruckenden Teile - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Amalgamdruckformen, bei denen die druckenden, nicht amalgamierten Teile tiefer liegen als die nichtdruckenden Teile

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DE701827C
DE701827C DE1937A0084814 DEA0084814D DE701827C DE 701827 C DE701827 C DE 701827C DE 1937A0084814 DE1937A0084814 DE 1937A0084814 DE A0084814 D DEA0084814 D DE A0084814D DE 701827 C DE701827 C DE 701827C
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DE
Germany
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printing
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amalgam
plate
amalgamated
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DE1937A0084814
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Inventor
Francis Louis Zack
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ALGEMEENE CLICHE IND VAN TIJN
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ALGEMEENE CLICHE IND VAN TIJN
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41CPROCESSES FOR THE MANUFACTURE OR REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES
    • B41C1/00Forme preparation
    • B41C1/16Formes with areas rendered ink-resistant by covering with an amalgam; Printing plates for amalgam printing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Printing Plates And Materials Therefor (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen von Amalgamdruckformen, hei denen die druckenden, nicht amalgamierten Teile tiefer liegen als die nichtdruckenden Teile Die Erfindung bezieht sich auf Amalgamdruckplatten und auf dn Verfahren zum Herstellen derartiger Platten.
  • Der bekannte Amalgamdruck ist ein Flachdruckverfahren. Die nichtdruckenden Teile der üblichen Amalgamplatten bestehen aus oder sind bedeckt mit einer Schicht Amalgam; das Amalgam übt eine abstoßende Wirkung auf die Druckfarbe aus.
  • Die Erfindung erzielt die Herstellung einer Amalgamdruckform für tiefen Flachdruck. Der tiefe Flachdruck hat gegenüber dem üblichen Flachdruck den Vorteil, daß die kleinen Vertiefungen, welche zusammen das Bild formen, mehr Farbe enthalten können, als ebenso kleine nicht abstoßende Teile einer flachen Platte aufnehmen können. Die Wände oder Ränder der tiefliegenden Teile verhindern auch das Seitwärtsausspritzen oder Ausfließen der Farbe in dem Augenblick, in dem der Druck stattfindet, so daß das Erhalten scharfer Abdrücke immer gesichert ist. Des weiteren ist ein tiefliegendes Druckbild der Abnutzung immer weniger unterlegen als ein flach- oder hochliegendes Bild.
  • Bei dem Amalgamdruck, wobei mit verhältnismäßig wenig Farbe gedruckt wird, werden diese Vorteile noch besser bemerkbar. Insbesondere beim Drucken von Papier mit einer mehr oder weniger rohen Oberfläche erfährt man die günstige Wirkung der Verwendung von tiefen Amalgamdruckformen. Bei der Verwendung der üblichen Amalgamdruckformen muß man öfters eine ziemlich hohe Druckspannung anwenden, um auch die tiefliegenden Teile des Papiers zu bedrucken, und es muß der Platte bei stark absorbierenden Papieren viel Farbe zugeführt werden, wodurch die Gefahr entsteht, daß auch die Teile, welche nicht drucken müssen, sich füllen. Bei tiefen Amalgamdruckformen hingegen kann man ohne die Gefahr des Ausiließens der Farbe so viel Farbe zuführen, daß auch die tiefliegenden Teile des Papiers ohne Verwendung einer zu hohen Druckspannung völlig mit Farbe versehen werden. Die Schwierigkeit der Verwendung einer zu hohen Druckspannung beim Bedrucken roher Papiere tritt bei dem Offsetdruck nicht auf, da dabei das Abnehmen der Farbe von der Platte und auch das Übertragen auf das Papier mit Kautschuk stattfindet.
  • Für die Herstellung derartiger- tiefgelegter Amalgamdruckformen kann man beispielsweise wie folgt verfahren: plan kann z. B. ausgehen von einem photographischen Positiv, das in bekannter Weise auf eine lichtempfindliche Schicht kopiert wird, die auf einer polierten Druckplatte angebracht ist, deren Oberfläche aus einem amalgamierbaren Metall besteht. Auf der empfindlichen Schicht entsteht ein negatives Bild.
  • Statt einer sog. Kopie kann man auch einen lithographischen Umdruck eines bestehenden Bildes benutzen oder auf einem schützenden Ätzgrund das Bild mittels Gravierens usw. mit der Hand anbringen, so wie es in der Lithographie üblich ist für Platten, welche bei der Herstellung von Platten für die Druckmaschine als Original dienen müssen. Die nicht durch das Bild bedeckten Teile der Platten stellen den nichtdruckenden Teil davon dar. Aus der in der oben beschriebenen Weise mit dem Bilde versehenen Platte wird dann die tiefgelegte Amalgamdruchform hergestellt. In den Fig. i bis 5 der Zeichnung sind die verschiedenen Stufen ihrer Herstellung nach der Erfindung angegeben.
  • Die mit dem Bilde versehene Platte wird z. B. mit Hilfe eines Ätzmittels oder mit Hilfe eines elektrischen Stromes geätzt, bis das Druckbild tiefer liegt als der abstoßende Teil der Platte. Alsdann wird die Platte als Kathode in ein galvanisches Nickel- oder Chrombad gesetzt, so da1) die tiefen Teile mit einer dünnen Nickelschicht versehen werden. Daraufhin wird die schützende Schicht, die durch das Kopieren oder durch Umdruck aufgebracht ist, entfernt, so daß an diesen Stellen die amalgamierbare Oberfläche wieder frei wird; diese wird alsdann amalgamiert. Mit den in dieser Weise hergestellten Dru%Zkformen kann sowohl in der Buchdruckpresse als auch in der Offsetmaschine gedruckt werden; in der letzteren allein, wenn das Feuchtwerk ausgeschaltet ist.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, Tonwertkorrekturen auf Amalgamdruckformen vorzunehmen, wobei die druckenden Stellen der Form stellenweise mehr oder weniger tiefgelegt werden und dadurch von den tiefen Amalgamdruckformen nach der Erfindung wesentlich abweichen.
  • Nach jenem älteren Verfahren wird das Bild auf eine mit einer Nickelschicht versehene Platte aus amalgamierbarem Metall aufgebracht und die Nickelschicht an dem nicht vom Bilde bedeckten Teile weggeätzt bis auf die amalgamierbare Platte. Auf die in dieser Weise bloßgelegten "Stellen der Platte werden jetzt die erhöhten, farbabstoßenden -Teile aufgebaut durch wechselweise Behandlung mit wässerigen Quecksilbersalzlösungen und Lösungen anderer amalgambildender Metalle. Ungleich den Druckformen der Erfindung bestehen hier also die nichtdruckenden Teile aus dicken Amalgamschichten.
  • Es ist unvermeidlich, daß während des Rufbauens des Amalgams letzteres sich nicht nur in der Höhe, sondern auch in der Breite ausdehnt, so daß die druckenden Teile kleiner werden, da ja die nichtdruckenden, durch das Amalgam gebildeten Teile größer werden. Ein solches Verfahren ist nicht dazu bestimmt, tiefgelegte Amalgamdruckformen herzustellen, sondern soll zum Verändern der Tonwerte von Bildern auf bereits hergestellten Amalgamflachdruckformen dienen.
  • Nach der Erfindung wird, nachdem mittels eines tonwertrichtigen Positivs das Bild auf eine Platte aufgebracht worden ist, eine Behandlung der Platte vorgenommen, um eine gewisse Tieflegung der druckenden Teile ohne Hinzufügung von Amalgam zu bewirken. Eine Behandlung, welche dabei eine Aufhellung des Bildes verursachen würde, wäre nachteilig.
  • Des weiteren ist es nach der Erfindung möglich, zur Herstellung der Platten Rasterpositive anzuwenden, welche sich bekanntlich sehr leicht korrigieren lassen. Nach Aufbringen des Bildes mit Hilfe eines korrigierten, also tonwertrichtigen Rasterpositivs werden die Vertiefungen in der Plätte angebracht, ohne daß sich an den Tonwerten des Bildes auch nur das geringste verändert. Die Tiefe ist- dabei nicht abhängig von der Korrektur, welche an der Platte notwendig gewesen ist; sondern ist überall die gleiche und so ausgebildet, wie es für einen tadellosen Druck am vorteilhaftesten ist.
  • Beim Drucken mit tiefgelegten Amalgamdruckformen ist es wichtig, daß die die Farbe abstoßenden Teile sehr hart sind und daß sie eine genügende Menge Quecksilber enthalten für das Abstoßen der Farbe. Die üblichen Amalgame besitzen gewöhnlich nicht die erforderliche Härte oder haben nicht die Eigenschaft bzw. erfüllen nicht die Forderung, die Farbe genügend abzustoßen.
  • Nach der Erfindung wird jetzt eine Legierung hergestellt, mit der man ein sehr hartes Amalgam bilden kann und die außerdem das Quecksilber länger und besser festhält als die bis jetzt üblichen Amalgame.
  • Wie bekannt, ist Amalgam im Vergleich mit dem Material der Dzuckylatten sehr weich. Die Legierung, welche das Amalgam bildet, ist um so weicher, je höher der Quecksilbergehalt ist. Das Quecksilber ist aber gerade der Bestandteil, -der das Abstoßen der Farbe bewirkt. Je niedriger der Quecksilbergehalt des Amalgams in der Platte ist, desto unvollkommener druckt die Platte. Es hat sich jetzt herausgestellt, daß durch Benutzung einer Legierung amalgamierbarer und nichtamalgamierbarer Metalle, z. B. einer Legierung von 7o bis 8o Teilen Kupfer, i 5 bis 2g Teilen Silber und 5 bis i 5 Teilen Nickel, viel bessere Resultate erzielt werden können als mit einem homogenen Amalgam, das ausschließlich mit amalgamierbaren Metallen hergestellt ist. Dies ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, daß die weichen amalgamierten Metallkristalle in der Masse vereinigt sind finit harten, nichtamalgamierten Kristallen, welche die Bewegung des Amalgams verhindern und das Auspressen des Quecksilbers steuern.
  • In der oben beschriebenen Weise ist es jetzt möglich, auf sehr einfache Weise ein hartes Amalgam herzustellen, das allen Anforderungen genügt. Für das Erzielen des gewünschten Resultats ist der Zusatz von nichtamalgamierbarem Metall zum amalgamierbaren Metall wesentlich. Die oben angegebene, Silber enthaltende Zusammensetzung ist nur beispielsweise genannt. Eine Messinglegierung mit einem ziemlich ansehnlichen Eisengehalt kann ebenfalls sehr gut benutzt werden. Für das Drucken mit unbunten Farben kann man auch mit billigeren Legierungen auskommen; für das Drucken mit bunten Farben ist die Benutzung einer Legierung mit einem ziemlich hohen Silbergehalt, beispielsweise die obengenannte Zusammensetzung, zu empfehlen. Das Verhältnis des amalgamierbaren zum nichtamalgamierbaren Metall kann derart gewählt werden, daß so viel nichtamalgamierbares Metall verwendet wird, daß die Legierung noch gerade amalgamiert.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCIir: i. Verfahren zum Herstellen von Amalgamdruckformen, bei denen die druckenden, nichtamalgamierten Teile tiefer liegen als die nichtdruckenden Teile, dadurch gekennzeichnet, daß auf die amalgamierbare Oberfläche einer polierten Druckplatte das Bild durch Kopie oder Umdruck aufgebracht, die frei liegenden Stellen der Platte tief geätzt und die Wandungen und Böden dieser Vertiefungen mit einer dünnen Chrom- oder Nickelschicht elektrolytisch überzogen werden.
  2. 2. Druckplatte zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die amalgamierbare Oberfläche aus einer Legierung von 40 bis 8o Teilen Kupfer, 15 bis 25 Teilen Silber und 5 bis 15 Teilen Nickel besteht.
DE1937A0084814 1937-06-29 1937-11-12 Verfahren zum Herstellen von Amalgamdruckformen, bei denen die druckenden, nicht amalgamierten Teile tiefer liegen als die nichtdruckenden Teile Expired DE701827C (de)

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