DE701865C - Lueftung fuer den Motorwagen eines Eisenbahnzuges - Google Patents
Lueftung fuer den Motorwagen eines EisenbahnzugesInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61C—LOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
- B61C17/00—Arrangement or disposition of parts; Details or accessories not otherwise provided for; Use of control gear and control systems
- B61C17/04—Arrangement or disposition of driving cabins, footplates or engine rooms; Ventilation thereof
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Lüftung für den Motorwagen eines Eisenbahnzuges,
bei dem der Motorwagen am hinteren Ende eine Aussparung hat, in die sich der nachfolgende Personenwagen mit seinem verjüngten
Ende unter Belassen von Zwischenräumen erstreckt.
Das wesentliche Kennzeichen der Erfindung besteht darin, daß die Venturiwirkung an den
Zwischenräumen für die Lüftung des Motorwagens ausgenutzt wird.
Gemäß einem weiteren Kennzeichen der Erfindung sind am hinteren Ende des Motorwagens
in der Nähe der Zwischenräume die zum Kühlen des Motors dienenden Kühlkörper
eingebaut.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform der Lüftung gemäß der Erfindung.
Fig. ι zeigt eine Seitenansicht des Triebwagens und des vorderen Endes eines damit
gekuppelten Wagens, wobei einige Teile weg.-gebrochen und im Schnitt dargestellt sind.
Fig. 2 ist ein waagerechter Längsschnitt durch die Wagen nach Fig. 1, wobei einige
Teile weggebrochen sind.
Fig. 3 zeigt in kleinerem Maßstabe den vollständigen Zug, der aus. dem Triebwagen
und einer Anzahl Personenwagen besteht.
Fig. 4 zeigt einen Teil der Fig. 2 in einer Abänderungsform.
Der Triebwagen ist mit A, die Endwagen sind mit B und die mittleren Wagen mit C
bezeichnet.
Der Triebwagen hat dieselelektrischen Antrieb. Die Brennkraftmaschine ι ist mit einem
Stromerzeuger gekuppelt, ferner ist eine Hilfsmaschine 2 vorgesehen. Am vorderen Ende
des Triebwagens befindet sich der Führerstand, der von dem Hauptraum oder dem Innern des Triebwagens durch eine Scheidewand
3 getrennt ist. Auch ist durch eine waagerechte Trennwand 3„, die mit der senkrechten
Wand 3 verbunden ist, ein Raum oberhalb des Führerstandes geschaffen.
An der Stirnseite des Triebwagens sind vergitterte öffnungen 4 vorgesehen, und zwar an
der Decke des durch die Scheidewand 3a ab-•5
geteilten Raumes. Ferner hat die senkrechte Scheidewand 3 oberhalb der Scheidewand 3a
öffnungen, durch die die Luft frei hindurchtreten kann, die durch die vergitterten öffnungen
4 eintritt. Um den natürlichen Luftzug beim Durchtritt durch diese Öffnungen noch zu unterstützen, können Lüfter 5 eingebaut
sein, die beispielsweise mittels Riemen 5a
von der Hilfsmaschine 2 aus angetrieben werden. Am hinteren Ende des Triebwagens
sind Kühler 6 eingebaut, die mit der Hauptmaschine ι durch (nicht dargestellte) Leitungen
verbunden sind. Bei der dargestellten Ausführungsform sind' zwei Kühler vorgesehen,
einer an jeder Seite des Triebwagens, die sich über fast die ganze Höhe des Wagens
erstrecken. Durch diese Kühler wird Luft mittels der Lüfter 7 hindurchgetrieben,
die mittels eines Elektromotors 8 angetrieben werden, der auf dem Rahmenteil 9 gelagert ist.
Die Rückwand des Triebwagens ist unmittelbar hinter den Kühler 6 mit Öffnungen 10
versehen, damit.die Luft frei durch die Kühler hindurchtreten kann. Zweckmäßig ist in
der Rückwand zwischen den Kühlern 6 eine ♦° Tür 11 vorgesehen.
Die hintere Kante des Bodens oder des unteren Teiles des Triebwagens ist einwärts
gekrümmt, wie Fig. 2 bei 12 zeigt. Die Enden 14 jedes Endwagens B sind zweckmäßig
♦5 strömungstechnisch abgerundet, wie Fig. 3 zeigt.
Das Vorderende des Wagens B ist mit dem hinteren Ende des Triebwagens A durch
irgendeine Kupplung 13 verbunden (Fig. 2). Die Seitenwände des Triebwagens A erstrecken
sich an jeder Seite rückwärts und umfassen das runde Ende des Wagens B, wie
Fig. 2 bei 15 zeigt. Dabei stehen die hinteren Kanten dieser Wände 15 in einem gewissen
Abstand von den gekrümmten Wänden des runden Wagenendes.
Es ist also das hintere Ende des Triebwagens mit einer Aussparung versehen, die
das runde Ende 14 des Wagens aufnimmt. Aus vorstehendem ergibt sich, daß durch
den an den Wandungen des Triebwagens entlang streichenden Luftstrom, der durch die
Vorwärtsfahrt des Zuges entsteht, eine Venturi- oder Saugwirkung in den Räumen zwischen
den Wandungen der aufeinanderfolgenden Wagen erzeugt wird und daß durch diese Saugwirkung ein Luftstrom entsteht, der von
den vergitterten öffnungen 4 aus durch das Innere des Triebwagens nach hinten strömt,
die Kühler 6 umspült und durch die öffnungen 10 austritt. Das Innere des Triebwagens
ist dabei offen und wenig mit Einbauten versehen, so daß die Luft frei hindurchströmen
kann.
Um diese Luftströmung durch das Innere des Triebwagens und durch die Kühler 6 hindurch
noch zu erhöhen, werden, wie bereits beschrieben, zweckmäßig die Lüfter 5 und 7 angeordnet. In vielen Fällen ist die Anordnung
der Lüfter an beiden Enden des Wagens, ·° wie dies dargestellt ist, nicht erforderlich. Bei
bestimmten Verhältnissen reicht die Saugwirkung allein aus, um eine hinreichende Luftbewegung
durch den Triebwagen hindurch zu erzielen. Es brauchen daher z. B. bei kaltem Wetter keine Lüfter angewendet zu werden.
Die lichte Weite des Triebwagens und der anderen Wagen ist, wie Fig. 3 zeigt, die
gleiche. Es kann daher der Fahrwind an den öffnungen und Zwischenräumen zwischen den
hinteren Wänden des Triebwagens und den gekrümmten Wandungen des vorderen Endes des benachbarten Wagens frei entlang
streichen, wodurch, wie beschrieben, eine starke Saugwirkung erzeugt wird.
Sind die Radstände verhältnismäßig kurz und haben die Gleiskurven nur kleine Krümmungshalbmesser,
so werden zweckmäßig die hinteren Teile der Seitenwandungen des Triebwagens in bekannter Weise aus einem
biegsamen Stoff, z. B. Gummi oder Gummi und Gewebe, hergestellt. Diese Ausführungsform zeigt Fig. 4 bei 15,,. Sind dagegen die
Radstände verhältnismäßig lang und haben die Gleiskurven große Krümmungshalbmesser, «°5
so reichen die Zwischenräume zwischen den Wandungen, wie Fig. 2 zeigt, aus, um eine
ungehinderte Drehung der Wagen zueinander zu gestatten, ohne daß diese miteinander in
Berührung kommen.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Lüftung für den Motorwagen eines Eisenbahnzuges, bei dem der Motorwagen am hinteren Ende eine Aussparung hat, in die sich der nachfolgende Personenwagen mit seinem verjüngten Ende unter Belassen von Zwischenräumen erstreckt, dadurch gekennzeichnet, daß die Venturiwirkung an den Zwischenräumen für die tuo Lüftung des Motorwagens (A) ausgenutzt wird.
- 2. Lüftung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß am hinteren Ende des Motorwagens (A) in der Nähe der Zwischenräume die Kühler (6) des Motors (i) eingebaut sind.
- 3. Lüftung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände (15) des Motorwagens an den Zwischenräumen aus biegsamem Stoff bestehen.Hierzu 1 Blatt ZeichnungenBERUN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREt
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US701865XA | 1937-04-19 | 1937-04-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE701865C true DE701865C (de) | 1941-01-25 |
Family
ID=22093687
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1938B0182817 Expired DE701865C (de) | 1937-04-19 | 1938-04-15 | Lueftung fuer den Motorwagen eines Eisenbahnzuges |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE701865C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE876051C (de) * | 1943-03-20 | 1953-05-07 | Daimler Benz Ag | Anordnung der Ventilatoren im Maschinenraum eines Kraftfahrzeuges |
| DE1246790B (de) * | 1963-06-07 | 1967-08-10 | Rheinstahl Henschel Ag | Anordnung von Kuehlern in Schienentriebfahrzeugen |
| DE3916692A1 (de) * | 1989-05-23 | 1990-11-29 | Man Nutzfahrzeuge Ag | Lastkraftwagen mit auf dem fahrerhaus angeordnetem windabweiser mit integriertem kuehler-luefter-aggregat |
| WO2007113052A1 (de) * | 2006-04-05 | 2007-10-11 | Siemens Aktiengesellschaft | Schienenfahrzeug mit kühlluft-strömungsführung |
-
1938
- 1938-04-15 DE DE1938B0182817 patent/DE701865C/de not_active Expired
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE876051C (de) * | 1943-03-20 | 1953-05-07 | Daimler Benz Ag | Anordnung der Ventilatoren im Maschinenraum eines Kraftfahrzeuges |
| DE1246790B (de) * | 1963-06-07 | 1967-08-10 | Rheinstahl Henschel Ag | Anordnung von Kuehlern in Schienentriebfahrzeugen |
| DE3916692A1 (de) * | 1989-05-23 | 1990-11-29 | Man Nutzfahrzeuge Ag | Lastkraftwagen mit auf dem fahrerhaus angeordnetem windabweiser mit integriertem kuehler-luefter-aggregat |
| WO2007113052A1 (de) * | 2006-04-05 | 2007-10-11 | Siemens Aktiengesellschaft | Schienenfahrzeug mit kühlluft-strömungsführung |
| DE102006016008B3 (de) * | 2006-04-05 | 2007-10-11 | Siemens Ag | Schienenfahrzeug mit Kühlluft-Strömungsführung |
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