DE701899C - Einrichtung zum behelfsmaessigen Abdichten einer Gasleitung - Google Patents

Einrichtung zum behelfsmaessigen Abdichten einer Gasleitung

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DE701899C
DE701899C DE1939B0188908 DEB0188908D DE701899C DE 701899 C DE701899 C DE 701899C DE 1939B0188908 DE1939B0188908 DE 1939B0188908 DE B0188908 D DEB0188908 D DE B0188908D DE 701899 C DE701899 C DE 701899C
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DE
Germany
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cylinder
piston
bag
makeshift
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Expired
Application number
DE1939B0188908
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Johan Nicolaas Blaauw
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
JOHAN NICOLAAS BLAAUW DIPL ING
Original Assignee
JOHAN NICOLAAS BLAAUW DIPL ING
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Publication date
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K7/00Diaphragm valves or cut-off apparatus, e.g. with a member deformed, but not moved bodily, to close the passage ; Pinch valves
    • F16K7/10Diaphragm valves or cut-off apparatus, e.g. with a member deformed, but not moved bodily, to close the passage ; Pinch valves with inflatable member

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)

Description

  • Einrichtung zum behelfsmäßigen Abdichten einer Gasleitung Die Erfindung bezieht sich auf eine an sich bekannte, zum behelfsmäßigen Abdichten von Gaszubringer- und Versorgungsleitungen dienende Einrichtung, wobei die Abdichtung mittels eines aufblähbaren Beutels erfolgt, der durch ein Steigrohr und einen in dieses einführbaren Zylinder in die Leitung eingeführt werden kann.
  • Gemäß einem früheren Vorschlag wird das zum Aufblähen des Beutels benutzte Druckmittel durch ein den Beutel tragendes, in bezug auf den Zylinder verschiebbares und abgedichtetes Rohr zugeleitet. Dieses Rohr und der Führungszylinder ragen in der Gebrauchslage der Einrichtung über dd-s obere Ende des Steigrohres ziemlich weit heraus, so daß sie ein Verkehrshindernis bilden und leicht -beschädigt werden können.
  • Von dieser bekannten Einrichtung unterscheidet sich diejenige nach der Erfindung darin, daß der Zylinder einen unter dem Einfuß des Druckmittels verschiebbaren Kolben mit angehängtem Beutel enthält. Das hat den Vorteil, daß der Zylinder mittels eines Abschlußstopfens vollständig -in dem Standrohr versenkt werden kann und nur einen Absperrhahn zu tragen braucht, durch den das Druckmittel in den Zylinder eingelassen wird. Der Kolben wird dann mitsamt dem Beutel abwärts-bis zu einem Anschlag bewegt, wodurch der Beutel in die abzusperrende Leitung eingeführt und aufgebläht wird.
  • Bei dieser Ausgestaltung kann die Einrichtung schnell angebracht werden und in gefahrvollen Zeiten längere Zeit in dieser Lage verbleiben, bis im Bedarfsfalle einfach durch Öffnen des Druckmitteleinlasses die Abdichtung selbsttätig hergestellt wird.
  • Zwecks -Erläuterung soll die Erfindung an Hand der beigefügten Zeichnung näher beschrieben werden. Fig. i zeigt in der Ansicht, teilweise im Schnitt und im sehr kleinen Maßstabe, eine Einrichtung nach der Erfindung, `während Fig.2 einen Teil dieser Einrichtung im größeren Maßstabe im Schnitt, teilweise in der Ansicht darstellt.
  • Die Einrichtung umfaßt ein gewöhnliches, verhältnismäßig enges Steigrohr 3, das unmittelbar mit einer Gaszubringer- oder Versorgungsleitung .i verschraubt und durch eine mit Deckel 6 versehene Straßenkappe 5 zu: gänglich ist. Selbstverständlich kann das Steigrohr auch in anderer Weise, z. B. mittels Überschieber oder Anbohrschellen, mit der Leitung 4 verbunden und mit einem äußeren Futterrohr versehen sein.
  • Mit dem oberen Ende des Steigrohres 3 ist eine mit Innengewinde versehene Muffel verschraubt, die für gewöhnlich mittels eines nicht dargestell:en Gewindestopfens verschlossen ist. Bei Kriegsgefahr aber oder wenn die betreffende Leitungsstrecke beschädigt worden ist, wird der Verschlußstopfen entfernt und durch einen mit Außengewinde versehenen Rin- 8 ersetzt, der einen dünne wandigen, mit etwas Spielraum in das Rohr 3 hineinragenden Zylinder g trägt.
  • Im Zylinder 9 sind zwei durch eine kurze Stange 12 fest miteinander verbundene Kolben i o, i i verschiebbar angeordnet. Der untere Kolben i i hat eine Längsbohrung 13, die auch die Stange 12 durchsetzt und durch einen verhältnismäßig engen Kanal 14 mit dem ringförmigen Raum in Verbindung steht, den die Stange I2 und die Innenwand des Zylinders 9 begrenzen.
  • Der Kolben i i trägt in der Verlängerung der Bohrung 13 ein enges Rohr 15, an dessen unterem Ende der Hals 16 eines aufblähbaren, gegebenenfalls in bekannter Weise verstärkten Gummibeutels 17 gasdicht festgeklemmt ist. Für gewöhnlich liegt der Beutel im zusammengefalteten Zustande im Zylinder 9 und in unmittelbarer Berührung mit dessen glatter Innenwand. Infolgedessen, und auch dadurch, daß die Kolben i o, I i dicht im Zylinder abschließen, kann der Beutel nicht durch eigene Schwere sinken.
  • Der Zylinder g besteht aus einem oberen und aus einem unteren Teil, die im gewissen Abstand voneinander durch einen beide Teile umfassenden Ring i S verbunden sind. lm unteren Teil des Zylinders 9 befindet sich ein dünner Ring i g, der als Anschlag den Abwärtshub des Kolbens i o bis 12 begrenzt.
  • Mit dem Ringe S ist ein Hahn 20 verschraubt, der mittels eines Schlauches 21 mit dem Absperrventil 22 eines mit Preßgas gefüllten Behälters 23 verbunden ist. Die Größe des Behälters und die Spannung des darin enthaltenen Gases sind entsprechend der Lichtweite der Zubringerleitung 4 zu wählen. Der Behälter 23 kann mit einem Druckmesser und einem Anschluß für eine Luftpumpe versehen sein.
  • Wie bereits gesagt, ist das Steigrohr 3 für gewöhnlich nicht mit dem Ring 8 und den daran befestigten Teilen ausgerüstet, sondern einfach mittels Gewindestopfens verschlossen. Bei drohendem Krieg, oder wenn eine behelfsmäßige Abdichtung der Zubringerleitung sich als erforderlich herausgestellt hat, entfernt man den Stopfen und ersetzt man ihn durch den Ring 8, der mit dem geschlossenen Hahn 2o und dem Zylinder 9 versehen ist, in dem sich der Kolbensatz to bis 12 und der gefaltete Beutel 17 befinden.
  • Zum Abschließen der Leitung 4 wird der Behälter 23 an Ort und Stelle gebracht, der Deckel 6 der Straßenkappe 5 geöffnet und der Schlauch 21 mit dem Hahn 2o gekuppelt. öffnet man dann den Hahn 2o und das Absperrventil 22, so wird die Leitung 4 selbsttätig in folgender Weise abgedichtet.
  • Preßgas aus dem Behälter 23 strömt durch den Schlauch 2 i und den Hahn 2o in den Zylinder 9, wodurch der Kolbensatz io bis 12 mit dem daran befestigten Beutel17 nach unten gedrückt wird, bis er den Anschlagring 19 erreicht. Der Kolben i i befindet sich dann im unteren Zylinderteil, den er'dicht abschließt. Der Kolben i o dagegen liegt dann zwischen dem unteren Rande des oberen Zylinderteils und dem oberen Rande des unteren Zylinderteils, so daß Druckgas aus dem oberen Zylinderraum in den ringförmigen Raum hineinströmt, der durch den Kolben i o und die Innenwand des Ringes 18 begrenzt wird. Darauf fließt die Luft durch den Kanal 14, die Bohrung 13 und das Rohr 15 - in den Beutel 17, der sich infolgedessen aufbläht, bis er die Leitung .1 ganz absperrt. Da der Kanal 14 verhältnismäßig eng ist, kann sich der Beutel nicht zu plötzlich aufblähen, und dadurch, daß der Behälter 23 und die Spannung des darin enthaltenen Gases der Lichtweite der Leitung 4 entsprechen, kann der Druck im Beutel einen verhältnismäßig niedrigen Höchstwert nicht überschreiten.
  • Soll der Beutel 17 wieder aus der Leitung 4 entfernt werden, so wird die Verbindung zwischen dem Schlauch 21 und dem Hahn 2o gelöst, so daß das sich im Beutel befindliche Gas ins Freie entweichen kann. Nötigenfalls kann man die Entleerung des Beutels dadurch beschleunigen, daß man den Hahn 2o mit einer Saugpumpe verbindet. Danach wird der Hahn 2o vom Ring 8 abgeschraubt und der Kolbensatz i o bis 12 mittels eines geeigneten Werkzeugs aufgezogen und gleichzeitig gedreht, bis .der Beutel sich wieder vollständig im Zylinder g befindet. Schließlich wird der Ring 8 mit den daran befestigten Teilen aus dem. Steigrohr 3 entfernt, letzteres wieder mittels des Gewindestopfens abgedichtet und der Deckel 6 der Straßenkappe geschlossen.
  • Der Schlauch 21 kann gegebenenfalls durch eine starre, unter dem Pflaster verlegte Rohrleitung ersetzt werden, die das Steigrohr .3 mit einer Stelle verbindet, wo man bei Luftangriffen verhältnismäßig gefahrlos die Verbindung mit dem Behälter herstellen kann. Weiter kann man die Einrichtung mit Fernbedienung des Absperrventils 22 ausführen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zum behelfsmäßigen Ab- dichten einer Gasleitung mittels eines aufblähbaren, durch ein Steigrohr und durch einen in dieses einfuhrbaren Zylinder in die Leitung einfuhrbaren Beutels, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder (9) einen unter dem Einfluß eines Druckmittels verschiebbaren Kolben (10, *11, 12) mit angehängtem Beutel (17) enthält.--
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Längsbohrung (13) aufweisende Kolben (io, i i, 12) aus zwei durch eine in. ihrem Durchmesser abgesetzte und eine Querbohrung (14) aufweisende Stange (12) fest verbundenen Kolben (i o, i i) besteht.
  3. 3. Einrichtung nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder (9) nahe seinem unteren Ende einen Anschlagring (i 9) für den Kolben und darüber. eine Aussparung aufweist, welche bei entsprechender Lage des Kolbens den oberen Zylinderraum mit dem zwischen den beiden Kolbenteilen (i o, i i ) befindlichen Raum verbindet.
DE1939B0188908 1938-10-25 1939-10-22 Einrichtung zum behelfsmaessigen Abdichten einer Gasleitung Expired DE701899C (de)

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DE701899C true DE701899C (de) 1941-01-25

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DE1939B0188908 Expired DE701899C (de) 1938-10-25 1939-10-22 Einrichtung zum behelfsmaessigen Abdichten einer Gasleitung

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DE (1) DE701899C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3637207A1 (de) * 1986-10-31 1988-05-05 Buschjost Gmbh & Co Fr Wegeventil
DE4123969A1 (de) * 1991-07-19 1993-01-21 Benno Nafz Vorrichtung zur beeinflussung eines in einer durchstroemten leitung herrschenden stroemungsmitteldrucks

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3637207A1 (de) * 1986-10-31 1988-05-05 Buschjost Gmbh & Co Fr Wegeventil
DE4123969A1 (de) * 1991-07-19 1993-01-21 Benno Nafz Vorrichtung zur beeinflussung eines in einer durchstroemten leitung herrschenden stroemungsmitteldrucks

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