DE703111C - Verfahren zur Abstandsbestimmung reflektierender Gegenstaende nach dem Rueckstrahlprinzip - Google Patents
Verfahren zur Abstandsbestimmung reflektierender Gegenstaende nach dem RueckstrahlprinzipInfo
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Description
Es ist bereits ein Verfahren zur Entfernungsmessung eines Senders von einer
wellenreflektierenden Wand bekannt, bei dem die Wellenlänge einer Trägerwelle in aufeinanderfolgenden
Halbperioden einer Modulationsfrequenz M vom Werte X1 zum
Werte X2 verändert wird, und bei dem aus der Intensität des Mittelwertes der bei Reflexion
entstehenden Überlagerungsschwingung und aus der Schwingungszahl der Modulationsfrequenz M die Entfernung zwischen
Sender und reflektierender Wand ermittelt wird. Dieses bekannte Verfahren erlaubt
nur dann eine eindeutige Entfernungsbestimmung, wenn der von den elektromagnetischen
Schwingungen zurückzulegende Hin- und Rückweg je nach Verwendung des Empfangsmaximums oder -minimums der
halben oder ganzen Länge der Modulationswelle entspricht. Es kann jedoch vorkommen,
daß der Hin- und Rückweg der Schwingungen ein Mehrfaches der Modulationswelle beträgt. Auch dann wird es möglich
sein, durch Veränderung der Modulationswelle in einem gewissen Bereich einen oder
mehrere Punkte zu finden, in denen Minimaloder Maximalempfang auftritt.
Eindeutig wäre dieses bekannte Verfahren also nur dann, wenn man zu Beginn einer
Messung, mit der längsten Modulationswelle beginnend, die Wellenlänge des Modulationsgenerators so lange verändert, bis das erste
Empfangsmaximum oder -minimum auftritt. Dieses Verfahren bedingt aber Oszillatoren
für die Modulationsfrequenz, die einen sehr großen Regelbereich besitzen. Da solche
Oszillatoren mit der erforderlichen Frequenzgenauigkeit nur schwer herstellbar sind,
konnte auch dieses bekannte Verfahren in der Praxis bisher keinen Eingang finden.
Vorliegende Erfindung stellt nun eine Weiterbildung dieses bekannten Verfahrens
dar, wodurch die obengenannten Nachteile vermieden werden. Das Wesen des erfindungsgemäßen
Verfahrens, bei dem ebenfalls ίο die Wellenlänge einer ausgestrahlten Trägerwelle
in aufeinanderfolgenden Halbperioden einer Modulationsfrequenz M vom Werte 7Λ
zum Werte A2 verändert wird, und bei dem im Empfänger die direkte und die reflek-
«5 tierte Welle zur überlagerung gebracht werden, besteht darin, daß die Entfernung des
reflektierenden Gegenstandes durch Messung des Unterschiedes derjenigen Modulationsfrequenzen bestimmt wird, die zwei benachbarte
Empfangsminima liefern.
Zur Durchführung des vorgeschlagenen Verfahrens können zwei ultrakurzwellige
Oszillatoren Verwendung finden, die auf den festen Frequenzen f\ und /2 arbeiten. Die
Differenz der Frequenzen ft und f2 liefert
eine resultierende Schwebungsfrequenz F.
Man kann sich eine Steuervorrichtung für diese beiden Oszillatoren vorstellen, die derart
arbeitet, daß der Oszillator ι der Frequenz Z1 während des Zeitintervall T/2 und
der Oszillator 2 der Frequenz f.2 während des folgenden Zeitintervalles T/2 arbeitet. Beide
Oszillatoren arbeiten also niemals gemeinsam. Unter diesen Bedingungen kann eine
Schwebungsfrequenz nur bei Anwesenheit eines reflektierenden Gegenstandes auftreten.
Wenn ein Echo durch einen entfernten Gegenstand entsteht und die Welle nach einer
Zeit Θ, die vergleichbar ist mit T/2, zurückkommt, dann trifft diese zurückkommende
Welle, die von dem Oszillator ι beispielsweise ausgestrahlt wurde, auf den Empfänger
zu einer Zeit, während der bereits der Oszillator 2 arbeitet. Der Empfänger bildet
also eine Schwebungsfrequenz F. Diese Schwebung ist charakteristisch für die Anwesenheit
eines Echos.
Das erfindungsgemäße Verfahren arbeitet nun auf Grund folgender Überlegungen: Ist
beispielsweise die Laufzeit der elektromagnetischen Schwingungen nach dem reflektierenden
Gegenstand und zurück gleich einem Vielfachen von T, so wird im Empfänger ein
Minimum des Schwebungsempfanges wahrzunehmen sein.
Man erhält somit Θ = k · T, wobei mit Θ
die Laufzeit des Hin- und Rückweges und mit T die Periode der Unterbrechung bezeichnet
wird. Um die Unbestimmtheit hinsichtlich des Faktors k zu beseitigen, führt
man das Schweigen des Empfangs z. B. für einen anderen Wert T' der Unterbrechungsperiode herbei, der dem Wert T benachbart
sein soll. Man erhält alsdann:
| Θ | = (A- | - ι) · T. | T |
| Hieraus | ergibt | sich: | |
| Θ | = k-T | ||
| Θ | = (k- | -I)-T' | |
| k |
Θ
~~ T |
||
| Θ | .= {ύ | — ι) · T | |
| Θ | __ ΘΤ'—ΤΤ | ||
| τ. |
'T—f~'ijT — £jTi"M—M''
Dabei stellen M und M' die beiden Modulationsfrequenzen
dar, bei denen benachbarte Minima des Schwebungsempfanges ermittelt wurden. Die Entfernung des Hindernisses
ist dann:
wobei U die Fortpflanzungsgeschwindigkeit der verwendeten Wellen darstellt.
In den beiliegenden Zeichnungen sind in Abb. ι und 2 Ausführungsbeispiele des Senders
und des Empfängers zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt.
In Abb. i, in der der Sender dargestellt
ist, sind mit 1 und 2 zwei symmetrische Oszillatoren bezeichnet, deren Anodenkreise
von einer Selbstinduktion S gesteuert werden. An dieser Selbstinduktion liegt eine kontinuierliche
Spannung von ziemlich niedriger Frequenz, damit die Oszillatoren nicht aufeinander
einwirken.
An die beiden Enden der Selbstinduktion 5 führt man eine Wechselspannung, und zwar
mit Hilfe eines symmetrischen Gegentaktoszillators 3, 4, der mit der Periode T arbeitet. Die Einwirkung auf jeden hoch- no
frequenten Oszillator findet in dem Augenblick statt, in dem die Anodenspannung positiv wird. Jeder der Oszillatoren arbeitet
also abwechselnd während einer Zeit T/2.
Ein veränderlicher Kondensator C erlaubt die Veränderung der Periode T. Dieser Kondensator
kann in an sich bekannter Weise geeicht werden, so daß diese Eichung, falls keine Mehrdeutigkeit der Messung zu befürchten
ist, auf einfache Weise den Abstand «ao des Gegenstandes angibt, der das reflektierte
Echo erzeugt.
Claims (2)
- In Abb. 2 ist ein Empfänger dargestellt. Mit S ist ein Rohr bezeichnet, dessen Gitter von der Empfangsanterine A gesteuert wird. Der Anodenkreis 6 wird auf die Schwebungsfrequenz F abgestimmt. Hinter diesem ersten Rohr kann man eine Verstärkungsstufe 7 für die Frequenz F vorsehen und diese Frequenz weiterhin nach der Heterodyn-Methode verarbeiten. Die Empfangsantenne ίο wird vorzugsweise eine gerichtete Antenne sein, um damit die Richtung des Echos bestimmen zu können.Pa τ ic ν ϊ λ ν s ρ r ü c i-i ε :ι. Verfahren zur Abstandsbestimmung reflektierender Gegenstände nach dem Rückstrahlprinzip, bei dem die Wellenlänge einer ausgestrahlten Trägerwelle in aufeinanderfolgenden Halbperioden einer Modulations frequenz M vom Werte I1 zum Werte 22 verändert wird und bei dem im Empfänger die direkte und die reflektierte Welle zur Überlagerung gebracht werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Entfernung des reflektierenden Gegenstandes durch Messung des Unterschiedes derjenigen Modulationsfrequenzen bestimmt wird, die zwei benachbarte Empfangsminima liefern.
- 2. Einrichtung zur Durchführung eines Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei im Gegentakt arbeitende, eine niedere Frequenz erzeugende Steuerstufen vorgesehen sind, die die Anoden der beiden hochfrequenten Oszillatoren wechselweise positiv machen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR703111X | 1936-07-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE703111C true DE703111C (de) | 1941-02-28 |
Family
ID=9060566
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC52444D Expired DE723075C (de) | 1936-07-23 | 1937-01-29 | Verfahren zur Entfernungsbestimmung nach dem Rueckstrahlprinzip |
| DE1937C0053047 Expired DE703111C (de) | 1936-07-23 | 1937-07-24 | Verfahren zur Abstandsbestimmung reflektierender Gegenstaende nach dem Rueckstrahlprinzip |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC52444D Expired DE723075C (de) | 1936-07-23 | 1937-01-29 | Verfahren zur Entfernungsbestimmung nach dem Rueckstrahlprinzip |
Country Status (2)
| Country | Link |
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Families Citing this family (2)
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| DE2818770C2 (de) * | 1978-04-28 | 1985-04-04 | Werner Dr. 5300 Bonn Ruppel | Kollisionswarnanlage für Kraftfahrzeuge |
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-
1937
- 1937-01-29 DE DEC52444D patent/DE723075C/de not_active Expired
- 1937-07-24 DE DE1937C0053047 patent/DE703111C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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