DE703692C - Verfahren zur Herstellung von elektrischen Entladungsgefaessen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von elektrischen EntladungsgefaessenInfo
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- DE703692C DE703692C DE1937A0084745 DEA0084745D DE703692C DE 703692 C DE703692 C DE 703692C DE 1937A0084745 DE1937A0084745 DE 1937A0084745 DE A0084745 D DEA0084745 D DE A0084745D DE 703692 C DE703692 C DE 703692C
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- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
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Description
- Verfahren zur Herstellung von elektrischen Entladungsgefäßen Die Erfindung betrifft .ein Verfahren zur Herstellung von elektrischen Entladungsgefäßen, beispielsweise für Kurzwellensendezwecke.
- Bei der Herstellung von Entladungsgefäßen ist es meistens notwendig; die Elektroden hinsichtlich ihres gegenseitigen Abstandes sehr genau' einzubauen.
- Eines der bisher üblichen Einbauverfahren geht davon aus, daß auf einem Quetschfuß oder auf einer Keramikplatte der gesamte Elektrodenaufbau vereinigt ist. Bei den Röhren, bei denen @es aus mechanischen Gründen oder wegen -Isolationsschwierigkeiten nicht möglich ist, die Elektrodenzuleitungen durch einen einzigen, den Elektrodenaufbau tragenden Quetschfuß hindurchzuführen, wird :ein Teil der Elektrodenzuleitungen an einer vom Quetschfuß entfernten Stelle durch das Entladungsgefäß unmittelbar hindurchgeführt. Um nun ein.Springen des Entladungsgefäßes infolge innerer Spannungen zu vermeiden, wird in diese Elektrodenzuleitungen eine Metalldrahtlitze oder ein biegsames Band im Innern des Entladungsgefäßes zwischengeschaltet. Bei dieser Anordnung können sich alle beim Einschmelzvorgang etwa entstandenen Spannungen ausgleichen.
- Nach einem anderen in der Praxis gebräuchlichen Verfahren werden die Elektroden auf zwei besonderen Glasquetschfüßen aufgebaut. Beispielsweise wird auf einem der Quetschfüße die Anode, auf dem anderen die Kathode und ein Gitter angeordnet. Beide Elektrodenaufbauten werden sodann miteinander in den Glaskörper eingeschmolzen und vom Glasbläser bestmöglichst zentriert.
- Es ist ferner bekannt, das Elektrodensystem während des Aufbaues durch Schablonen zu haltern. Diese Schablonen müssen jedoch in der Röhre zurückgelassen werden, nachdem das Entladungsgefäß vakuumdicht verschmolzen ist.
- Endlich wird vielfach nach einem Verfahren gearbeitet, nach dem die Elektrodenaufbauten auf zwei getrennten Glas-, Keramik-oder Metallplatten angeordnet sind. Diese beiden Aufbauten werden durch Hilfsstreben mit einem beweglichen oder gleitenden Zwischenglied miteinander verbunden und zentriert, um hierauf mit dem Glaskolben verschmolzen zu werden.
- Allen diesen Verfahren ist der große Nachteil gemeinsam, daß durch die Aufbaustreben und die Montageplatten bedingte zusätzliche Kapazitäten auftreten können, die sich insbesondere bei Kurzwellenröhren störend bemerkbar machen. Abgesehen davon ist es äußerst schwierig, ein Elektrodensystem in der Flamme während des Einschmelzens der Quetschfüße in den Kolben genau zu zentrieren. Die Elektroden eines Systems auf verschiedenen Füßen anzuordnen, ist ungünstig, da sich bei Entladungsstrecken kleinerer Dimensionen dabei nicht die erforderliche Genauigkeit erreichen läßt, weil sie von der Geschicklichkeit des Glasbläsers abhängig ist.
- Nach der Erfindung werden diese Schwierigkeiten beim Herstellen von elektrischen Entladungsgefäßen, bei denen die Teile eines Elektrodensystems an zwei getrennten, das Gefäß bildenden Glas-, Metall- oder Keramikkalotten befestigt sind, dadurch vermieden, daß die Kalotten durch eine oder mehrere stabförmige Führungsstreben während des Ver schmelzens so miteinander verbunden sind, daß die gegenüberliegenden Teile des oder der Elektrodensysteme in dem gewünschten abstand genau zueinander zentriert sind und daß nach dem vakuumdichten Verschmelzen der beiden Kalotten die Führungsstreben entfernt werden.
- Die Vorteile des erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens bestehen hauptsächlich darin, daß durch kürzeste Elektrodenzuleitungen die Abmaße der Röhren sich in sehr kleinen Grenzen halten lassen, was insbesondere für Kurzwellenröhren von großer Bedeutung ist. Zudem wird bei der Entfernung der Führungsstreben jegliche Beschädigung des Elektrodensystems vermieden.
- Auf der beiliegenden Zeichnung sind beispielsweise zwei nach der Erfindung hergestellte Entladungsgefäße im Schnitt abgebildet.
- Bei dem Entladungsgefäß nach Abb. i, das zwei gleichartige Elektrodensysteme aufweist, sind in die obere Kalotte i die Anodenzuleitungen 2 eingeschmolzen, die die Anoden 3 tragen. Die untere Kalotte 4 weist zwei eingeschmolzene Streben 5 auf, an denen die Gitter 6 befestigt sind. Die Kathoden 7 sind an den in die untere Kalotte eingeschmolzenen Streben 8 und 9 angeschweißt. In die untere Kalotte sind ein oder mehrere Stifte io, etwa aus Keramik oder Metall, eingeschmolzen, auf die mittels einer Hülse i i die Führungsstrebe 12 aufgesteckt oder aufgeschraubt wird. Die obere Kalotte wird sodann über die Führungsstrebe geschoben, auf die eine Führungsbrücke 13 gesteckt wird, die gleichzeitig mit einem der in die obere Kalotte eingeschmolzenen Anodenträger dusch die Schraube 14 verschraubt wird. Die Abstände der Bohrungen 15 und 16 der Führungsbrücke sind so bemessen, daß, wenn die Schraube 17 angezogen ist, das obere Elektrodensystem gegen das untere genau zentriert ist. Die Führungsbrücke kann auch halbstarr ausgebildet sein, so daß der Mechaniker noch kleine, etwa notwendige Korrekturen des Elektrodenabstandes vornehmen kann. Nach erfolgter Zentrierung werden die Kalotten an ihren Rändern 18 vakuumdicht miteinander verschmolzen, die Schrauben der Führungsbrücke gelöst, dieselbe entfernt und dann die Führungsstrebe mit der Hülse durch die Öffnung des an die obere Kalotte angeschmolzenen Führungsstutzens i9 herausgezogen, der daraufhin zugeschmolzen wird. Das Entladungsgefäß ist jetzt fertig zum Pumpen.
- Das Ausführungsbeispiel nach Abb.2 zeigt ein Entladungsgefäß, bei dem obere und untere Kalotte I und 4 dieselben Elektrodenaufbauten wie bei dem Ausführungsbeispiel nach der Abb. i tragen. An die untere Kalotte ist jedoch dabei ein Führungsstutzen 2o angeblasen, der bei 21 stark verengt ist. Die Führungsstrebe 12 ist an der Einschmelzstelle des Führungsstutzens mit einer Glaswicklung 22 versehen und wird, gleichzeitig mit dem Einschmelzen der Elektrodenträger 23 in die untere Kalotte, in den Führungsstutzen eingeschmolzen. Dann wird genau wie bei dem Ausführungsbeispiel nach der Abb. i die obere Kalotte über die Führungsstrebe geschoben, die Führungsbrücke aufgesetzt, die Elektroden zentriert und beide Kalotten an ihren Rändern vakuumdicht miteinander verschmolzen. Nachdem die Führungsstrebe an der Stelle, wo sie die Glaswicklung trägt (22), abgesprengt ist, wird sie entfernt und die beiden Führungsstutzen I9 und 2o zusammengezogen. Das Entladungsgefäß kann jetzt ausgepumpt werden.
Claims (3)
- hATFN TANSPRÜCIIE: i. Verfahren zur Herstellung von elektrischen Entladungsgefäßen, bei denen die Teile eines Elektrodensystems an zwei getrennten, das Gefäß bildenden Glas-, Metall- oder Keramikkalotten befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Kalotten durch eine oder mehrere stabförmige Führungsstreben während des Verschmelzens so miteinander verbunden werden, daß die gegenüberliegenden Teile des oder der Elektrodensysteme in dem gewünschten Abstand genau zueinander zentriert sind und daß nach dem vakuumdichten Verschmelzen der beiden Gefäß-Kalotten die Führungsstreben entfernt werden.
- 2. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsstreben in der einen Gefäß-Kalotte mittels eines in dieser Kalotte verschmolzenen Gewindestiftes und einer Gewindehülse oder mittels eines in einem an dieser Kalotte befindlichen, in der Mitte verengten Führungsstutzen befindlichen Glaswickels lösbar befestigt sind und die andere Gefäß-Kalotte in einem Führungsstutzen durchdringen, oberhalb dessen sie mittels einer Führungsbrücke mit einer der in dieser Kalotte verschmolzenen Durchführungen starr verbunden werden.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsbrücke mit Klemmschrauben versehene Bohrungen aufweist, mit denen sie ,einerseits an den Führungsstreben der einen Gefäß-Kalotte und andererseits an einer der Durchführungen der anderen Gefäß-Kalotte verschraubt werden. ¢. Einrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsbrücke halbstarr ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1937A0084745 DE703692C (de) | 1937-11-05 | 1937-11-05 | Verfahren zur Herstellung von elektrischen Entladungsgefaessen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1937A0084745 DE703692C (de) | 1937-11-05 | 1937-11-05 | Verfahren zur Herstellung von elektrischen Entladungsgefaessen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE703692C true DE703692C (de) | 1941-03-14 |
Family
ID=6949276
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1937A0084745 Expired DE703692C (de) | 1937-11-05 | 1937-11-05 | Verfahren zur Herstellung von elektrischen Entladungsgefaessen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE703692C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1038658B (de) * | 1956-09-13 | 1958-09-11 | Western Electric Co | Gasentladungsroehre mit einem aus zwei keramischen Teilen bestehenden Kolben und wenigstens einer Kathode und einer Anode |
-
1937
- 1937-11-05 DE DE1937A0084745 patent/DE703692C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1038658B (de) * | 1956-09-13 | 1958-09-11 | Western Electric Co | Gasentladungsroehre mit einem aus zwei keramischen Teilen bestehenden Kolben und wenigstens einer Kathode und einer Anode |
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