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Vorderradträger, insbesondere für Krafträder Bei den üblichen Krafträdern
ist das Vorderrad, ähnlich wie bei Fahrrädern, in einer Gabel aufgehängt, die entweder
aus geschweißten Stahlrohren oder aus entsprechend gepreßten Stahlblechträgern besteht.
Diese Gabel ist mittels eines Steuerkopfes in dem Hauptrahmen gelagert, und gegenüber
der Gabel abgefedert. Es sind auch Ausführungen bekannt, bei denen die Gabel von
einem aus Stahlblech gepreßten Gehäuse umkleidet wurde, das zugleich an seinem Kopf
den Scheinwerfer und weitere Zubehörteile, wie Geschwindigkeitsmesser u. dgl.; aufnahm.
Auch das Schutzblech für das Vorderrad und das '.'#7ummernschild sind bei der Herstellung
derartiger Umkleidungsteile mit einbezogen worden. Derartige metallische Verkleidungen
reichen jedoch `nicht zur Übernahme der im Kraftrad auftretenden Belastungskräfte
aus, vielmehr werden diese durch besondere, im Innern angeordnete, mit dem Steuerkopf
verbundene federnde Stützen aufgenommen. Im Kraftfahrzeugbau ist ferner die Verwendung
von Kunststoffen bekannt, und zwar sind Schaltbretter, Fensterleisten und andere
Teile aus Kunstharzmassen gepreßt worden, die jedoch keiner besonderen Beanspruchung
durch Belastungskräfte ausgesetzt waren. Weiterhin ist die Verwendung von Kunstharzpreßstoffen
vorgeschlagen worden, die als Füllmasse geschichtete Faserstoffbahn.en besitzen
und als solche mit den Kunststoffen getränkt und zu ebenen Platten und einfachen
Formteilen zus.ammengepreßt wurden.
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Die Erfindung sieht nun für den Aufbau eines Kraftradvorderradträgers
ebenfalls die Verwendung geschichteter Kunstharzstoffe vor, da diese eine dem Stahlblech
vergleichbare sehr hohe Festigkeit besitzen und gegenüber örtlichen Beanspruchungen
sogar fester als Blech sind, da ein aus ihnen hergestellter großflächiger Preßkörper
nicht verbeult, sondern bei entsprechend hohen örtlichen Beanspruchungen durch Stoß
usw. zurückfedert.
Als Bindemittel für diese geschichteten und gegebenenfalls
zusätzlichen regellos verteilten Füllstoffe dienen Kunstharze, die aus Kondensationsprodukten
von Phenolen und Aminen mit Formaldehyd bestehen. Mit diesen Stoffen sind die Papier-
oder Faserstoffschichten getränkt und unter Anwendung der notwendigen Drücke und
Temperaturen in die gewünschte Gestalt gepreßt. Die Pressung derartiger Schichtstoffe
in Stahlgelenken bereitet jedoch Schwierigkeiten insofern, als hei komplizierten
Formen die zusammenhängenden Schichten zerreißen und dadurch den Festigkeitsverband
aufheben. Eine geeignete Gestaltsgebung für die Herstellung selbsttragender Vorderradträger,
die nicht lediglich als Verkleidung für die Vorderradhebel dienen, ist daher nicht
ohne weiteres möglich.
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Die Erfindung bezieht sich auf einen Vorderradträger für Krafträder
aus geschichteten Kunstharzpreßstoffen, der das Vorderrad unter Einbeziehung weiterer
Zubehörteile gehäuseartig umgibt, und das Neue besteht darin, daß der in der Längsmittelehene
geteilte, die Vorderradgabel, den Kotflügel, das Steuerkopf- und Lampen- und Tachometergehäuse
umfassende Tragkörper aus sich über alle Teile im wesentlichen gleichmäßig erstreckenden
Schichten besteht, in die zur Aufnahme der Vorderradaufhängung und deren Federung
sowie weiterer der Befestigung und Führung dienender TLile unter Verstärkung durch
Kunstliarzstoffe eingepreßt sind.
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Das Einpressen von Metallteilen in Kunstharzstoffen ist an sieh bekannt,
jedoch ist bei der Herstellung der Formteile für den Vorderradträger aus geschichteten
Kunstharzstoffen besonders darauf Rücksicht zu nehmen, daß an den Einpreßstellen
für diese Teile die den Festigkeitsverband bildenden Schichten nicht zerstört werden,
weshalb aus diesem Grunde besondere Kunstharzverstärkungen unter Zusatz regellos
verteilter Füllstoffe vorgesehen werden. Das Zusammenpressen aller Teile hat ferner
den Vorteil, daß besondere Befestigungsmittel dafür erspart werden und diese Teile
durch Erschütterungen und Fahrtstöße nicht gelockert werden können. Die Abfederung
kann völlig staubdicht untergebracht und ebenfalls mit dem Trägergehäuse ohne besondere
Befestigungsmittel verbunden werden.
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Zur Erhöhung der Festigkeit des Vorderradträgers kann an dem hochbeanspruchten
Steuerkopf eine Stahlbandverstärkung insbesondere für schwere Krafträder vorgesehen
sein, die nachträglich anbringbar ist. Jedoch läßt sich das Stahlband auch in eine
obere Kunstharzschicht einpressen und ist so gegen Korrosion geschützt. Für den
Zusammenschluß der Gehäusehälften wird gemäß der Erfindung mit Vorteil ein zum Zubehör
.gehörendes Glied, beispielsweise das Scheinverferschaltgehäuse, verwendet, welches
mit seinem Rand über entsprechend vorgesehene Flansche der zusammenzuschließenden
Triigerhälften greift.
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Eine weitere wertvolle Ausgestaltung besteht bei der Erfindung noch
darin, daß die zur Befestigung des Nummernschildes dienenden Schrauben ebenfalls
zum ZusammenschluB der V orderradträgerhälften benutzt werden. Die Nummernschilder
können aus durchsichtigetn Kunstharz bestehen und mit dem Träger zweckmäßig im gleichen
Preßvorgang vereinigt werden. Die Nummernschilder Laffen sich von innen her durch
die Scheinwerferlampe beleuchten.
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Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel,
und zwar zeigt: Abb. i den Vorderradträger init Vorderrad in Seitenansicht, . Abb.2
einen Schnitt nach Linie II-11 der Abb. i, Abb. 3 eine Darsteilung einer abgeänderten
Ausführungsform entsprechend der Schnittlinie II-11 in Abb. i.
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Nach Abb. i und 2 besteht der neue Vorderradträger aus zwei gleichen
Hälften i und 2; diese Hälften sind aus geschichtetem Kunstharz gepreßt, wobei die
Schichten durch übereinandergelegte Papier- oder Gewebebahnen gebildet werden. Zur
Ausrundung der Übergänge sind dabei gepulverte Kunstharze zugegeben und Teile, die
weniger hoch beansprucht sind, können auch durch Zugabe von Schnitzelmaterial ausgefüllt
sein. Das Pressen dieser Hälften geschieht mittels Stahlgelenke bei Drücken zwischen
300 und .4oo kg/cm'. Die beiden Gehäusehälften i und 2 sind hierbei mit angepreßten
Federgehäusen 3 versehen, in denen die Federn zum Abfedern des Vorderrades d untergebracht
sind. Weiterhin sind an die Gehäusehälften Verstärkungen 5 und Lageraugen 6 zur
Aufnahme von Bolzen 7 mit angepreßt, wobei die Bolzen 7 den das Vorderrad tragenden,
nicht dargestellten Lenker halten. Ein Steuerkopf 8 ist gleichfalls an die Gehäusehälften
mit angepreßt und mittels des üblichen Drehbolzens am Hauptrahmen gelagert.
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Im dargestellten Beispiel ist der Steuerkopf durch ein Stahlband 8"
ärmiert, das den Steuerkopf mantelartig umfaßt, wobei die Stetierkopfhälften durch
Schrauben oder Niete 9 zusammengehalten sind. Großflächige Teile io dienen bei dem
Träger als Schmutzfänger, und an diese Flächen anschließend sind vor dem Steuerkopf
Gehäusehälften 1 r, 12 zur Aufnahme des Scheinwerfers und des
Geschwindigkeitsmessers
mit angepreßt. Die zwischen Scheinwerfergehäuse und Radgehäuse liegende Fläche 13
ist dabei so groß gehalten, daß sie zur Aufnahme des Nummernschildes 14 ausreicht,
das aus einem durchsichtigen Kunstharz besteht und durch df-n Preßvorgang an den
übrigen Baustoff mit angepreßt ist. Nach Abb. 3 ist das Nummernschild aus undurchsichtigem
Preßstoff hergestellt und mit dem Gehäuse verschraubt, wobei die Schrauben 15 .gleichzeitig
zum Zusammenschluß der Gehäusehälften dienen. Im Scheinwerferteil des Radträgers
wird der Zusammenschluß durch eine Schalterkappe 16 erreicht, die so fest ausgebildet
ist, daß sie die Ränder 17, 18 gegen ein Zwischenstück ig festklemmt. Dieses Festklemmen
kann durch irgendeine von oben eingelassene Schraube bewirkt sein.
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Nach Abb. 2 ist das Gehäuse in der Höhe 'des Nummernschildes durch
Schraubenbolzen 2o zusammengeschlossen, und die Nummernschilder 14 sind vor diese
Schraubbolzen gesetzt und durch die Scheinwerferlampe 21 von innen her beleuchtet.
Zu diesem Zweck ist dann der Scheinwerferspiegel 22 mit einer Öffnung 23 versehen,
und der Radträger i, 2 ist zweckmäßig mit eingepreßten Öffnungen 2.4 ausgestattet,
die das Durchtreten der Lichtstrahlen ermöglichen.
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In Abb. 3 sind die Nummernschilder von außen her beleuchtet, und hierzu
sind dann wieder der Scheinwerferspiegel 22 und die Gehäuseteile i und 2 mit Durchbrechungen
23, 24 ausgerüstet. Insbesondere bei Abb. 2 sind damit alle zur Lichtanlage gehörenden
Teile völlig .geschützt in dem Vorderradgehäuse untergebracht. Der zwischen den
Nummernschildern liegende Raum ist zur Unterbringung eines Signalhorns 25 verwendbar,
wozu dann die Gehäusehälften i, 2 naturgemäß die äußeren Umrisse des Signalhorns
eingepreßt erhalten müssen.
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Alle übrigen Teile, wie Lenkstange u. d'-,I., sind zweckmäßig in Metall
ausgeführt und wie bei üblichen Motorrädern ausgebildet. Die Scheibe des Scheinwerfers
und die des Geschwindigkeitsanzeigers können dabei gleichfalls aus durchsichtigem
Kunstharz bestehen und durch Kitten oder sonstige Befestigungsmittel mit dein übrigen.
Gehäuse verbunden sein. Auf der Längsmittelnaht des Gehäuses sind naturgemäß so
viel Schrauben oder Niete angebracht, wie es für den festen Zusammenschluß der Gehäusehälften
not-«-endig ist.