DE70488C - Dampfpresse zur Herstellung von Hohlglaskörpern - Google Patents
Dampfpresse zur Herstellung von HohlglaskörpernInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAM
Vorliegende Erfindung hat eine Dampfpresse zur Herstellung von Hohlglaskörpern, beispielsweise
Bechern, zum Gegenstande und kennzeichnet sich in erster Linie dadurch, dafs der
Prefsstempel durch Dampfwirkung auf- und abwärts bewegt wird, wobei der Dampf entweder
mit vollem Druck ohne Expansion oder durch Expansion von oben oder unten auf einen Kolben wirkt, welcher auf einer durch
den Dampfcylinder hindurchgeführten Kolbenstange sitzt und mittelst eines hohlen Kolbenschiebers
umgesteuert wird.
Die Umsteuerung dieses Kolbenschiebers kann entweder elektrisch oder mit der Hand bewirkt
werden; in ersterem Falle erfolgt die Umsteuerung selbsttätig, indem im Augenblick des
Fertigpressens eines Hohlglaskörpers ein elektrischer Stromkreis geschlossen wird, wobei ein
in den letzteren eingeschaltetes Solenoid einen Eisenkern anzieht, der mit dem Kolbenschieber
durch einen Hebel verbunden ist.
Beim Eintritt des Eisenkernes in das Solenoid wird der Kolbenschieber umgestellt und dadurch
eine Aenderung des Dampfzutritts in den Dampfcylinder hervorgerufen. Eine Bewegung
des den Dampfzutritt regelnden Kolbenschiebers in entgegengesetzter Richtung findet
statt, wenn eine mit flüssiger Glasmasse theilweise angefüllte Prefsform unter den Prefsstempel
geschoben wird i wobei die Prefsform unter Antreffen an eine zweite elektrische Contactvorrichtung
einen zweiten elektrischen Stromkreis schliefst, dessen eingeschaltetes Solenoid
den vorgenannten Eisenkern in entgegengesetzter Richtung anzieht, was eine Verschiebung des
Kolbenschiebers in entgegengesetzter Richtung zur Folge hat. Unter Vermittelung der beiden,
im oberen Theil des Pressengestelles angeordneten Solenoide erfolgt also die Umsteuerung
des Kolbenschiebers und damit die Aenderung des Dampfzutritts in den Dampfcylinder jedesmal
dann, wenn eine mit flüssiger Glasmasse gefüllte Prefsform in die Presse eingesetzt wird
und wenn ein Hohlglaskörper fertig geprefst ist.
Ausgeschlossen ist natürlich nicht, an Stelle der zur Umsteuerung des Kolbenschiebers
dienenden elektrischen Vorrichtung eine Einrichtung zu verwenden, welche (beim Fertigstellen
des Arbeitsstückes) mechanisch wirkt, gleichzeitig aber auch durch Hand eine Umstellung
des Kolbenschiebers ermöglicht.
Da es bei Pressen für Hohlglaskörper manchmal vorkommen kann, dafs infolge Einbringens
von zu wenig Glasmasse in die Prefsform der von der Innenwandung der letzteren und vom
eintretenden Prefsstempel umschlossene Raum nach erfolgtem vollständigen Niedergang des
Stempels nicht mit Glasmasse ausgefüllt ist, demzufolge also nur ein unfertiger Hohlglaskörper das Ergebnifs der Prefsarbeit sein würde,
so kann in Verbindung mit der elektrischen Umstellvorrichtung für den Kolbenschieber
bezw. für den Dampfkolben eine weitere Contactvorrichtung an der Presse angebracht
werden, welche es ermöglicht, durch mit der Hand zu bewirkende Schliefsung dieses Strom^
kreises den Wechsel in der Schieberstellung zu bewirken, so dafs ein Anheben des Prefsstempels
erfolgt und ein Weiterarbeiten mit der Presse ermöglicht wird.
Eine mit Dampf arbeitende Glaspresse der
vorstehend gekennzeichneten Art ermöglicht
eine wesentliche Steigerung der Leistungsfähigkeit, eine billigere Bedienung und Beaufsichtigung,
sowie die Herstellung tadelloser Hohlglaskörper, da infolge der Anordnung elektrischer Contactvorrichtungen, welche beim
Fertigpressen sowohl als auch beim Einsetzen einer mit frischer Glasmasse theilweise gefüllten
Prefsform die Schliefsung von Stromkreisen bewirken, die sonst üblichen Handgriffe
bei der Bedienung der Presse wegfallen und nahezu sämmtliche Theile der Presse selbstthätig
zur Wirkung kommen, wobei aufserdem durch die Umsteuerung für den Dampf kolben, sowie durch die Benutzung von Dampf als
treibendes Mittel für den Kolben die bei den bisherigen Handpressen üblichen Hebelbewegungen
vollständig überflüssig werden.
Fig. ι zeigt eine mit Dampf arbeitende Presse zur Herstellung von Hohlglaskörpern im Schnitt,
Fig. 2 in einem Schnitt rechtwinklig zu letzteren. Fig. 3 zeigt eine Abänderung der Presse,
bei welcher die elektrisch umgesteuerten Theile zur Bewegung des Dampfkolbens durch eine
zum Theil mechanisch, zum Theil mit der Hand bethätigte Umstellvorrichtung ersetzt sind.
In die zwischen das Gestell der Presse einzuschiebende und auf dem Arbeitstisch derselben
aufruhende Prefsform α ist ein Einsatz al
eingesetzt, der, so lange der Prefsstempel b nicht in die Form eingetreten ist, mit seinem
Flantsch auf der oberen Fläche der Prefsform Lagerung findet, dagegen bei dem durch Eintritt
des Prefsstempels b erfolgenden Ansteigen der Glasmasse innerhalb der Prefsform so lange
emporgehoben' wird, bis der Einsatz a1 gegen
eine durch Excenter c c einstellbare Platte d antrifft. Ueber die genannten Excenter greifen
Bügel c1 cl, welche an der Platte d sitzen und
in bekannter Weise eine Einstellung der Platte d und dadurch eine Bestimmung der Hubhöhe
des Einsatzes a1 ermöglichen. Zu beiden
Seiten des Prefsstempels b sind in den Einsatz a1
Bolzen eingeschraubt, in deren obere Enden die Schenkel einer bei e1 drehbar gelagerten
Gabel e eingreifen.
Diese Gabel, deren vordere Enden behufs Erzielung einer geradlinigen Bewegung des
Einsatzes al mit Langschlitz versehen sind,
trägt an ihrem hinteren Ende einen durch Ebonit oder dergleichen isolirten Contact e2,
welcher nach erfolgter Fertigstellung eines Hohlglaskörpers innerhalb der Prefsform, d. h. nach
erfolgtem Anheben, des Einsatzes a1 und damit
bewirkter Senkung des hinteren Gabelendes, gegen einen Contact e3 antrifft.
Der Contact e3 steht durch den Draht ι mit
einer Elektricitätsquelle beliebiger Art in Verbindung, während sich an den Contact e2 ein
Draht 2 anschliefst, der in dem oberen Theil des Pressengestelles ein Solenoid/1 bildet und
dann nach der genannten Elektricitätsquelle zurückkehrt.
Zur Begrenzung der Abwärtsbewegung der Gabel e bezw. zur Zurückführung der letzteren
in ihre Ausgangsstellung bei Unterbrechung des Stromkreises ι,. 2 ist auf die Gabel ein Bügel
aufgesetzt, der durch eine Feder e4 beständig nach oben gezogen, dabei aber durch die Stellschraube
e° in seiner Aufwärtsbewegung begrenzt wird.
In das durch . den Draht 2 gebildete
Solenoid f1 ragt ein Eisenkern g hinein, in
dessen Mitte sich ein bei /71 drehbar gelagerter
Hebel h"2 anschliefst. Das andere Ende dieses
Hebels' h2 steht mit der Spindel hs eines
Kolbenschiebers h in gelenkiger Verbindung; dieser Kolbenschieber verschiebt sich in der
nachbeschriebenen Weise in dem Schiebergehäuse h* hin und her, dabei den bei h5 eintretenden,
bei /25j, Fig. 3, austretenden Dampf,
in dem oberen und unteren Ringkanal /z° W
vertheilend.
Die Kanäle h6 und h"' stehen mit dem
oberen und unteren Ende eines Dampfcylinders i in Verbindung, in welchem sich ein auf
einer Kolbenstange i1 sitzender Kolben z"2 auf-
und abwärts bewegt. Am unleren Ende der Kolbenstange il sitzt der Prefsstempel b, von
dem weiter unten die Rede sein wird.
Ueber dem Solenoid/1 befindet sich ein zweites Solenoid/2, in dessen mittleren hohlen
Theil die Verlängerung des Eisenkernes g hineinragt; das Solenoid /2 liegt in einem
zweiten Stromkreise 3,4; Draht 3 wird mit einem hinter der Prefsform α auf dem Arbeitstisch
befindlichen festen Contact /' verbunden, während sich der Draht 4 an einen unter
Federdruck stehenden Contact Z2 anschliefst, welcher bei aus der Presse herausgezogener
Prefsform α von dem Contact Z1 getrennt ist, dagegen nach erfolgtem Einschieben einer
neuen Prefsform an den Contact Z1 herantritt, dadurch den Stromkreis 3, 4 schliefsend, wobei
der Eisenkern g nach oben bewegt wird und hierdurch die Umsteuerung des Schiebers und
den Niedergang des Kolbens und des Prefsstempels bewirkt.
Das Spiel der beschriebenen Presse ist folgendes : Befindet sich unter dem Prefsstempel b
keine Prefsform, so ist durch Trennung der Contacte Z1 und Z2 der Stromkreis 3,4 nach
dem Solenoid /2 unterbrochen, wie auch kein Strom durch den Stromkreis 1, 2 gehen kann,
da durch Wirkung der Feder e4 die Contacte e2e3 getrennt von einander gehalten werden.
Wird aber eine zum Theil mit flüssiger Glasmasse angefüllte Prefsform α in die Presse
eingesetzt und auf dem Arbeitstisch so weit nach rückwärts geschoben, dafs die hintere
Fläche der Prefsform gegen den federnden Contact Z2 antrifft, so wird letzterer gegen den
feststehenden Contact I1 angedrückt, und es
wird der Stromkreis 3, 4 geschlossen, was eine Erregung des Solenoids f'2 zur Folge hat.
Infolge dessen wird der Eisenkern g angehoben und hierdurch ein Niedergehen des
Kolbenschiebers h und damit ein Oeffnen des oberen Ringkanals /?6 bewirkt, so dafs der
Dampf über den Kolben P in den Cylinder i eintreten und der Kolben mit seiner Stange i1
und dem an letzterer sitzenden PrefsstempelJ» niedergehen kann. Der hierbei in die Prefsform
α eintretende Prefsstempel b drückt die
flüssige Glasmasse zusammen, die zugleich zwischen dem Stempel und der Innenwandung der
Prefsform so lange emporsteigt, bis sie an die Unterfläche des lose auf der Prefsform α aufliegenden
Einsatzes ατ herankommt. Bei
weiterem Eindringen des Prefsstempels in die Form wird die Glasmasse weiter emporgedrückt,
was ein Anheben des Einsatzes a1 und damit ein Ausschwingen der Gabel e in
Richtung des Pfeiles (Fig. 2) zur Folge hat. Bei diesem Ausschwingen gelangen aber die
Contacte e2 e3 in gegenseitige Berührung, der'
Stromkreis 1, 2 wird geschlossen und — da entweder der Strom in letzterem stärker ist als
im Stromkreise 3, 4, oder sich auf dem Solenoid y1 mehr Windungen befinden als auf
dem Solenoid /2 — der Eisenkern g durch
Differentialwirkung nach unten verschoben und dadurch der Kolbenschieber h in solche Stellung
übergeführt, dafs der frische Dampf aus dem Schiebergehäuse /j4 bei hn unterhalb des
Kolbens in den Dampfcylinder eintritt, während der oberhalb des Kolbens befindliche
Dampf durch den Ringkanal he hindurch bei /i5 austritt. Bei dem hierauf erfolgenden
Herausziehen der Prefsform α aus der Presse werden die Stromkreise 1,2 und 3,4 unterbrochen
und dadurch die Solenoidejf1/2 wirkungslos.
Um das durch zu geringes Einbringen von flüssiger Glasmasse in die Prefsform α hervorgerufene
Versagen des Stromschlusses 1,2 zu verhindern, welches dadurch entstehen kann,
dafs beim Eindringen des Prefsstempels in die Form die geprefste Glasmasse nicht bis zur
Höhe des Einsatzes a1 emporgehoben wird, ist
in die Drahtleitung 1,2 ein Handcontact m eingeschaltet, welcher durch einen Draht 5 mit
der Elektricitätsquelle in Verbindung steht und nach erfolgter Bethätigung den Kolbenschieber
h so einstellt, dafs er den Kolben und Stempel anhebt.
Um den "Prefsstempel b sowohl· bei seinem Austritt aus der Prefsform, als auch noch bei
seinem nächsten Niedergang abzukühlen, ist folgende, einen Theil der vorliegenden Erfindung
nicht bildende Kühleinrichtung getroffen: In ein Gestell n1, welches an die unteren
Flantschen des Dampfcylinders angehängt ist, wird ein verstellbarer und. durch Stellschrauben
festzuhaltender laternenartiger Hohlkörper η eingehängt, welcher an seinem oberen Ende mit
einem ringförmigen Luftzuführungsrohr n2 versehen
ist und aus welchem der kühlende Luftstrom durch jalousieartige Wände n% in schräger
Richtung gegen den niedergehenden und aufsteigenden Prefsstempel antrifft; letzterer tritt
bei seiner Bewegung durch eine centrale Oeffnung im Hohlkörper η hindurch.
Um aufser der Kühlung des Prefsstempels
aufserhalb der Prefsform noch ein Kühlen der Innenwandung des geprefsten, noch in seiner
Form befindlichen Hohlglaskörpers zu bewirken, ist innerhalb des Prefsstempels und in der denselben
tragenden Kolbenstange eine Bohrung 0 vorgesehen, die sich bis nahezu an das obere
Ende der Kolbenstange erstreckt. An dieses obere Ende schliefst sich ein rechtwinklig abstehendes
Rohr ο1, auf dessen freies Ende ein Gummischlauch o2 aufgeschoben ist, dessen
anderes Ende auf ein fest am Gestell ρ sitzendes, mit Absperrventil versehenes Rohr ο3 aufgeschoben
ist. Auf der Spindel dieses Ventils sitzt ein Knaggen q, der durch Stange q1 mit
einem drehbar am Gestell ρ gelagerten zweiten Knaggen q1 in Verbindung steht.
In der durch den Prefsstempel und die Kolbenstange gehenden Bohrung befindet sich
eine Spindel r, die an ihrem unteren Ende ein in den Prefsstempel eingepafstes Kegelventil
r1 trägt und deren oberes Ende mittelst einer Stopfbüchse r2 luftdicht durch das obere
Ende der Kolbenstange hindurchgeführt ist. Das freie Ende der Spindel r trägt einen Klotz,
an dessen Seiten zwei Federn r3 angebracht sind; letztere gleiten auf zwei am Gestell vorgesehenen
Flächen.
Das selbsttätige Oeffnen und Schliefsen des Absperrventils behufs Eintritts von kühlender
Luft in den fertigen Hohlglaskörper erfolgt nun in folgender Weise:
Beim Niedergang der Kolbenstange trifft das an letzterer sitzende Rohr ο1 an den unteren
Knaggen <jr2 an und überträgt dabei die Stange q1
die Drehbewegung auf den oberen Knaggen q, dabei das Ventil öffnend. Der Abstand zwischen
den beiden Knaggen ist nun so gewählt, dafs das Oeffnen des Ventils gerade .dann erfolgt,
wenn sich die Kolbenstange mit dem Prefsstempel wieder anzuheben beginnt. Bei
dieser Aufwärtsbewegung der Kolbenstange bleibt aber infolge der Reibung der Federn r3
an ihren Gleitflächen die Spindel r zurück, was zur Folge hat, dafs sich das an der Spindel
sitzende Kegelventil?-1 öffnet, so dafs die kühlende
Luft gegen die Innenfläche des fertigen Glaskörpers antreffen kann.
Ein Schliefsen des Kegelventils r1 in dem
Stempel erfolgt, wenn beim Aufwärtsgang der
Kolbenstange das an letzterer sitzende. Rohr ο1 gegen den oberen Knaggen ql antrifft.
Die Einrichtung, den Kolbenschieber mittelst elektrischer Contactvorrichtung umzusteuern,
kann auch durch die in Fig. 3 ersichtliche Anordnung ersetzt werden, welche nur mechanisch
wirkt. Hier kommen die Solenoide mit dem in denselben spielenden Eisenkern in Wegfall
und wird die Spindel des Kolbenschiebers so weit nach unten verlängert, dafs sie — durch
Stopfbüchse abgedichtet ■— aus dem Dampfzuführungsrohr
h5 vorsteht. Das Ende der Spindel ist mit seitwärts vorstehenden Stiften
versehen, über welche die Gabel eines bei 5 drehbar gelagerten Hebels s1 greift. Auf der
Achse des Hebels s1 sitzt fest ein Schaltrad t,
in dessen Zähne ein durch Feder angedrückter, am Ende des Hebels s1 sitzender Sperrkegel ί1
eingreift. Seitlich aus dem Schaltrad t steht ein Zapfen i2 vor, der durch Stange ts mit der
bei e1 gelagerten Gabel e verbunden ist. Auf dem hinter el liegenden Theil der Gabel ist
drehbar ein Handgriff i4 gelagert, der durch Stange ts mit dem hinteren Ende des Hebels s1
verbunden ist.
Die Wirkungsweise dieser mechanischen Umstellvorrichtung
für den Kolbenschieber ist folgende:
Ist bei Fertigpressung des Hohlglaskörpers der Einsatz a1 in der Prefsform α emporgestiegen,
so hebt sich das vordere Ende der Gabel e, während sich das hintere Ende senkt
und dadurch-unter Vermittelung der Stange t3
das Schaltrad t dreht, was ein Umsteuern des im Schiebergehäuse befindlichen Kolbenschiebers
behufs Eintritts von Dampf unterhalb des Kolbens zur Folge' hat. Eine den Zwecken
des Abwärtsgehens des Prefsstempels dienende Verstellung des Kolbenschiebers wird dadurch
bewirkt, dafs der Arbeiter den Handgriff tl anhebt,
so dafs infolge Einlegens des Sperrkegels i1 in das Schaltrad t letzteres in umgekehrter
Richtung gedreht wird, was ein Niedergehen des Kolbenschiebers und dadurch ein Einströmen von Dampf oberhalb des Dampfkolbens
zur Folge hat, so dafs letzterer mit dem Prefsstempel niedergehen und dieser in
eine inzwischen neu eingesetzte Prefsform eintreten kann.
Es ist selbstverständlich, dafs der Kolben im Druckcylinder auch mittelst Prefsluft oder eines
anderen comprimirten Gases oder durch Druckwasser getrieben werden kann.
Claims (3)
1. Eine mittelst Dampfes (oder mit einem anderen Druckmittel) getriebene Presse zur
Herstellung von Hohlglaskörpern mit elektrisch betriebener Umsteuerung des Schiebers
für den Druckcylinder unter Anwendung von zwei Stromkreisen, von denen der eine durch Einrückung der Prefsform in die
Arbeitsstellung mittelst selbstthätigen Contactes geschlossen wird und den Schieber
zum Eintritt des Prefsvorganges steuert, während der andere Stromkreis durch den
von der Druckwirkung des sich vollendenden Prefsvorganges bethätigten Contact geschlossen
wird und den Schieber zum Rückgang des Prefsstempels steuert.
2. Bei der im Anspruch 1. genannten Stromkreisanordnung
zum selbstthätigen Rückgang des Prefsstempels die Anordnung eines durch Hand einstellbaren Gontactes für
diesen Stromkreis, zum Ersatz des selbstthätigen Schlusses des letzteren für den
Fall, dafs mangels genügender Glasmasse in der Prefsform die Druckwirkung in der
letzteren zur selbstthätigen Contactbildung nicht ausreicht.
3. Als Ersatz für die im Anspruch 1. genannte elektrische Umsteuerungseinrichtung eine
mechanisch bethätigte Umsteuerung zum Anheben des Prefsstempels, welche durch die Druckwirkung des sich vollendenden
Prefsvorganges eingeleitet und durch eine Zugstange (tsj und Scheibe (s) auf einen
mit der Schieberspindel verbundenen Schwinghebel übertragen wird, während die Um- ,
Steuerung zum Senken des Prefsstempels durch einen Handhebel und ein Schaltwerk hervorgerufen wird, welche die oben genannte,
als Sperrrad ausgebildete Scheibe nebst Schwinghebel in entgegengesetzter
Richtung bewegen (Fig. 3).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE70488C true DE70488C (de) |
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| DENDAT70488D Expired - Lifetime DE70488C (de) | Dampfpresse zur Herstellung von Hohlglaskörpern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE70488C (de) |
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- DE DENDAT70488D patent/DE70488C/de not_active Expired - Lifetime
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