DE705932C - Verfahren zur Herstellung von Butadien - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Butadien

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DE705932C
DE705932C DEI58479D DEI0058479D DE705932C DE 705932 C DE705932 C DE 705932C DE I58479 D DEI58479 D DE I58479D DE I0058479 D DEI0058479 D DE I0058479D DE 705932 C DE705932 C DE 705932C
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DE
Germany
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butadiene
hydrogen chloride
butylene
chlorine
production
Prior art date
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Expired
Application number
DEI58479D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Adolf Cantzler
Dr Martin Mueller-Cunradi
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C5/00—Preparation of hydrocarbons from hydrocarbons containing the same number of carbon atoms
    • C07C5/42—Preparation of hydrocarbons from hydrocarbons containing the same number of carbon atoms by dehydrogenation with a hydrogen acceptor
    • C07C5/44—Preparation of hydrocarbons from hydrocarbons containing the same number of carbon atoms by dehydrogenation with a hydrogen acceptor with halogen or a halogen-containing compound as an acceptor

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Butadien Es wurde gefunden. daß man Butadien in sehr hoher Ausbeute erhält, wenn man Butylene oberhalb 5oo' in Gegenwart chlorwasserstoffabspaltender Katalysatoren mit Chlor unter Vermeidung eines Überschusses behandelt. Geeignete chlorwasserstoffabspaltende Katalysatoren sind beispielsweise Kieselgel, Schamotte, 1VIagnesiumoxyd, Titandioxyd, Calciumchlorid oder Bariumchlorid. Die letztgenannten Stoffe können auch auf Trägerstoffen aufgebracht sein.
  • Das Verfahren ist für die Verarbeitung von ,c-Butylen und ß-Butylen wie auch von Isobutylen oder Gemischen dieser anwendbar. Das benötigte Butylen kann in bekannter Weise durch Wasserabspaltung aus primärem Butylalkohol erhalten werden oder auch aus sekundärem Butylalkohol, der beispielsweise durch Behandeln von Butan-Butylen-Gemischen, wie sie bei der künstlichen Herstellung von Treibstoffen oder auch in der Erdölindustrie gewonnen werden, mit Schwefelsäure erhältlich ist.
  • Falls solche Butan-Butylen-Gemische auch noch Isobutylen enthalten und man nur die n-Butylene in Butadien überführen will, ist es zweckmäßig, das Isobutylen durch Behandeln mit Phosphorsäure enthaltenden Katalysatoren bei erhöhter Temperatur und/oder Schwefelsäure zu polymerisieren und abzutrennen.
  • Bei der Ausführung des Verfahrens hat es sich als besonders günstig erwiesen, die Gase mit hoher Strömungsgeschwindigkeit zur I.Imsetzung zu bringen. Durch gleichzeitige Anwcndun- von vermindertem Druck Oder durch Beimischung von inerten Verdünnungsgasen, z. B. Stickstoff, kann die Strömungsgeschwindigkeit noch weiter gesteigert werden.
  • Die Umsetzung der n-13utylene, mit Chlor kann bei Temperaturen von etwa 5oo bis -oo vorgenommen werden. Als günstig hat sich dabei folgende Anordnung erwiesen: 1n einem Rohr, beispielsweise aus Quarz, das sowohl heizbar wie auch kühlbar ist, be- findet sich ein poröses Rohr nach Art einer Filterkerze. Der Zwischenraum zwischen den beiden Rohren ist finit einem der ohenerwähnte» chlorwasserstoffabspaltenden Katalysatoren gefüllt. In das innere Rohr leitet man (las Chlor und in das äußere Rohr Butylen oller umgekehrt ein.
  • Die in dem Kataly satorraum entstehenden Zwischenprodukte zerfallen sofort in Butadien und Chlorwasserstoff, und man erhält so Butadien in einem einzigen Arbeitsgang.
  • Die Reaktion lindct unter sehr starker «-ürmeentwicklung statt, so daß gegebenenfalls das äußere Rohr etwas gekühlt werden muß. Das entstandene Gemisch von Butadien und Chlorwasserstoff wird zweckmäßig möglichst schnell abgekühlt und mit Wasser oder Lauge vom Chlorwasserstoff befreit. Das so erhältliche Butadien besitzt einen hohen Reinheitsgrad.
  • Geringe Beimengungen organischer Chlorprodukte können durch übe=rleiten über einen salzsäurebindenden Stoff, z. B. Kalk, entfernt werden. Das Butadien ist dann nahezu rein und liefert bei der Polymerisation Kautschtikc mit besonders guten Eigenschaften. 13eispie1 In einem auf 65o" geheizten Ofen befindet sich ein i,85 m langes Quarzrohr von 44 mm lichter Weite, in welches von einer Seite her ein Rohr aus porösem Porzellan von etwa t m Länge und 20 mm Außendurchmesser geführt ist. In dem Zwischenraum zwischen den beiden Rohren befinden sich etwa 8oo ccm Kieselgel von 4 bis 6 mm Körnung. Der letzte Teil des Quarzrohres enthält einen Kühler. Durch das Porzellanrohr werden stündlich 3559 Chlor und durch den Katalysatorraum 28o g Butylen geleitet. Durch eine Vakuumpumpe wird ein Druck von etwa i 7 mm Hg aufrechterhalten.
  • Nach Verlassen des Kühlers werden die Reaktionsgase, die im wesentlichen aus Butadien und Chlorwasserstoff bestehen, durch einen mit Wasser berieselten Waschturm geleitet und von dem gebildeten Chlorwasserstoff befreit. Das verbleibende Butadien wird dann durch die Vakuumpumpe hindurch entweder in einen unter Atmosphärendruck stehenden Gasbehälter geleitet oder durch Druck verflüssigt.
  • Man erhält so in einem Arbeitsgang 232g 98 %iges Butadien entsprechend 84,5% Ausbeute.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Butadien, dadurch gekennzeichnet, daß man bei Temperaturen oberhalb Soo° Chlor mit Butylen unter Vermeidung eines Chlorüberschusses in Gegenwart chlorwasserstoffabspaltender Katalysatoren zusammenbringt.
DEI58479D 1937-07-09 1937-07-09 Verfahren zur Herstellung von Butadien Expired DE705932C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1169919B (de) * 1956-05-16 1964-05-14 Bataafsche Petroleum Verfahren zur Dehydrierung, dehydrierenden Isomerisierung oder Cyclisierung eines Kohlenwasserstoffes
DE1174307B (de) * 1955-12-22 1964-07-23 Bataafsche Petroleum Verfahren zur Dehydrierung, dehydrierenden Isomerisierung oder Cyclisierung eines Kohlenwasserstoffes
DE1174308B (de) * 1956-02-06 1964-07-23 Bataafsche Petroleum Verfahren zur Herstellung von Diolefinen durch Dehydrierung staerker gesaettigter, aliphatischer oder cycloaliphatischer Kohlenwasserstoffe

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1174307B (de) * 1955-12-22 1964-07-23 Bataafsche Petroleum Verfahren zur Dehydrierung, dehydrierenden Isomerisierung oder Cyclisierung eines Kohlenwasserstoffes
DE1174308B (de) * 1956-02-06 1964-07-23 Bataafsche Petroleum Verfahren zur Herstellung von Diolefinen durch Dehydrierung staerker gesaettigter, aliphatischer oder cycloaliphatischer Kohlenwasserstoffe
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