DE706123C - Verfahren zur ununterbrochenen Gewinnung von grossen Kristallen - Google Patents

Verfahren zur ununterbrochenen Gewinnung von grossen Kristallen

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Publication number
DE706123C
DE706123C DEK131916D DEK0131916D DE706123C DE 706123 C DE706123 C DE 706123C DE K131916 D DEK131916 D DE K131916D DE K0131916 D DEK0131916 D DE K0131916D DE 706123 C DE706123 C DE 706123C
Authority
DE
Germany
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crystals
stage
solution
separated
coarser
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Expired
Application number
DEK131916D
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Erich Ritter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kali Forschungs Anstalt GmbH
Original Assignee
Kali Forschungs Anstalt GmbH
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Publication date
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D9/00Crystallisation
    • B01D9/0018Evaporation of components of the mixture to be separated
    • B01D9/0022Evaporation of components of the mixture to be separated by reducing pressure
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D9/00Crystallisation
    • B01D9/0036Crystallisation on to a bed of product crystals; Seeding
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D9/00Crystallisation
    • B01D9/0059General arrangements of crystallisation plant, e.g. flow sheets

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)

Description

  • Verfahren zur ununterbrochenen Gewinnung von großen Kristallen Das Bedürfnis, bei der mehrstufigen Vakuumkristallisation von Salzlösungen große, wohlausgehildete Kristalle zu gewinnen, hat dazu geführt, zahlreiche Maßnahmen zu treffen, die das Wachstum des Kristallisats befördern sollen, ohne daß es bisher gelungen wäre, dieses Ziel in befriedigender Weise zu erreichen. So hat man beispielsweise die zu kühlende Lösung zunächst übersättigt und in diesem Zustand durch eine .Kristallschicht hindurchgeschickt. Da aber in einer solchen Anhäufung von Kristallen die weitaus größere Mehrzahl sehr klein ist, wird bei der Auslösung der Ubersättigung auf jeden einzelnen Kristallkeim nur eine kleine Salzmenge entfallen, demnach das Wachstum der einzelnen Körner nur gering sein und nur langsam fortschreiten.
  • Ein anderes Verfahren erstreckt sich darauf, daß man die kleinen Kristalle aus der Lösung herausnimmt und an einer anderen, hierfür geeigneten Stelle wieder in die Flüssigkeit einführt, eine Maßnahme, durch die die Arbeitsweise nicht nur erschwert, sondern auch verteuert wird, ohne daß eine willkürliche Bildung neuer kleiner Keime unterbunden wäre.
  • Wieder eine andere Betriebsweise liegt darin, daß kleine Teilströme vom Hauptstrom abgezweigt und ihnen besondere Aufgaben zuerteilt werden. In einem Falle macht man sich die Tatsache zunutze, daß in einem Gemisch kleiner und großer Kristalle die kleinen erheblich schneller gelöst werden. Bei dieser durch Erwärmen bewirkten Lösung wird aber auch ein Teil der größeren Kristalle unter Verkleinerung seiner Korngröße in Lösung gehen, was keineswegs im Sinne der gestellten Aufgabe liegt.
  • In einem anderen Fall soll der Teilstrom lediglich die kleinen Kristalle erfassen, jedoch ist bei diesem Verfahren eine Trennung der großen und kleinen Kristalle nicht durch besondere Hilfsmittel gewährleistet.
  • All die verschiedenen Ubelstände bei dem vorerwähnten Verfahren werden vermieden, wenn man die größeren Kristalle nicht an dem Auflösevorgang teilnehmen läßt und wenn man sie außerdem dazu benutzt, um in der übersättigten Lösung als Reizkristalle zu wirken, so daß sich keine oder nur sehr wenig neue kleine Kristallkeime bilden können.
  • Man erreicht dies dadurch, daß man die in der Lösung vorhandenen, bereits gewachsenen Kristalle, ohne sie aus der Lösung herauszunehmen, in bekannter preise von den kleinen Kriställchen trennt, die Lösung mit den Feinkristallen wieder so weit erwärmt. dal3 diese in öLsung gehen und letztere wieder mit de@ Grobkristallisat vereinigt. Bei einer me@@ stufigen Anlage wird man die Maßnahme zwischen je zwei aufeinanderfolgenden Kühl@ stufen durchführen.
  • Nian geht z. B. so vor. daß man die am unteren Teil des ersten. heißesten Körpers gemeinsam mit der Lauge abgeführten Kristalle auf ihrem ÄVeg zur zweiten Kühlstufe üher eine Beruhigungszone strömen läßt, hinter die ein Vorwärmer geschaltet ist. Die gröberen Kristalle setzen sich ab, und die kleinen Kristalle. die in der Lösung schweben, werden bei der nachfolgenden Laugenerw2rmung weder aufgelöst. Die größeren, in der Beruhigungszone abgesetzten Kristalle werden in die entsprechenden Kühlkörper. mit Vorteil in unmittelbarer Nähe des Eintritts der Lösung, wieder eingeführt. Ein besonders gleichmäßiges Wachstum wird erreicht, wen man das Grobkristallisat in zwei Fraktionen zur Ausscheidung bringt, voll denen die feinere in den vorhergehenden und die gröbere in den nachfolgenden Kühlkörper gegeben wird.
  • Bei Durehführung des neuen Verfahrens wird ein gleichmäßiges grobkörniges Produkt erhalten.
  • Es sind schon Kristallisationsverfahren bekannt. denen zufolge durch einen Laugenstrom getragenes Feinkristallisat zwecks sveiteren Wachstums hierfür geeigneten Bedingungen unterworfen wird, während die von diesem Strom nicht mitgeführten gröberen Kristalle abgesetzt und schließlich entfernt werden. tuch wurde nach einem anderen Verfahren derartig feines Kristallisat nach der Trennung von den groben Kristallen zur Aufsättigung von unges ttigten Lösungeti verwendet oder aus dem Betriebe zwecks anderer Verwendung entfernt. Für eine Aus führungsform des letzteren Verfahrens kann man sich auch die bekannte Eigentümlichkeit zunutze machen, daß kleine Kristalle leichter auflösbar sind als große und die kleinen Kristalle auflösen, indem man untersättigte Lö-Lösung mit dem Gesamtkristallisat zusammellbringt. Hiernach kann also das Feingut nicht als Anwachsstelle für neues Kristallgut dienen, und auch die groben Kristalle werden durch Abrundung der Ecken und Kanten für diesen Zweck ungeeignet. Dieses letztere Prinzip ist auch bei einem Verfahren zur Anwendung gekommen. nach dem in einer Stufe die Lösungen gekühlt werden, während ein anderer Teilstrom das Grobkristallisat mit der kalten Mutterlauge aus der Apparatur herausschafft. Bei allen diesen Verfahren halldelt es sich nicht um ein solches zur ununterbrochenen Gewinnung von großen Kristallen aus Salzlösungen durch mehrstufige Vakuumkühlung, wobei das gewonnene Kristallisat in @@ehreren Korngrößen zerlegt und das feinste estallisat vor dem iJbertritt in die nächste fe wieder aufgelöst wird, während das geflügend grobe Material aus dem Prozeß ausgeführt und die geringeren Korngrößen zwecks weiteren Wachstum der Apparatur wieder zugeführt werden.
  • Die Skizze läßt den Gegenstand der Erfindung noch deutlicher in Erscheinung treten. Die zu kühlende Lösung legt den Weg a-1-A-11-B-III-g zurück. Das in der ersten Kühlstufen abgeschiedene Kristallisat passiert den Klärapparat A, in dem sich das gröbste Material bei c. etwas feineres bei d, noch feineres bei e absetzt, während das feinste mit dem Laugenstrom wandert und in diesem bei h gelöst wird. Das bei c und an den entsprechenden Stellen der anderen Kühlstufe abgeschiedene Material hat die genügende KorngröRe erreicht und verläßt die Apparatur. während das bei d abgeschiedene mittlere Grobgut an geeigneter Stelle dem Körper II zugeführt wird, um dort weiter zu wachsen. Dasselbe gilt für die Zuführung des feinsten Anteils des Grobguts nach dem Körper 1.
  • Bekannt ist ein einstufiges Verfahren zur Gewinnung von Grobkristallen unter Atmosphärendruck, bei dem zwar eine Lösung der Feinkristalle erfolgt, eine Rückführung der Kristalle mittlerer Größe in eine voraufgehende Stufe natürlich' nicht möglich ist.
  • Auch bei einer anderen Vorrichtung soll das abgeschiedene Feinkristallgut gelöst und im Kreise geführt werden. Diese Maßnahme setzt aller die Leistungsfähigkeit der Apparatur stark herab und erscheint auch im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung unzweckm{ßig, als beim Lösen eines Gemisches von kleinen und gröberen Kristallen die letzteren unter Abrundung der Ecken und Kanten angegriffen werden und nicht mehr in dem Maße geeignet erscheinen, durch Anlagerung neuen Materials zu wachsen.
  • Bekannt ist schließlich auch eine Vorrichtung, in der ohne Anwendung eines Vakuums eine genügend konzentrierte Lösung lediglich durch Wärmeausstrahlung an die umgebende Luft, evtl. auch noch durch besondere Kühlsdilangen. zur Kristallisation gebracht werden soll. wobei ein Teilstrom dieser Flüssigkeit. u-elcher die feinen Kristalle mit sich führt, zwecks Auflösung der letzteren erwärmt wird und zur Ausgangslösung zurückkehrt. Ein anderer Teilstrom trägt das grobe Kristallisat aus der Apparatur. Nur dieser Teilstrom der zu kühlenden Flüssigkeit verläßt den Kristallisationsprozeß, während die zurückgeführte Flüssigkeit in der Apparatur zirkuliert und infolgedessen die Leistungsfähigkeit derselben recht erheblich herabsetzt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCH: 1. Verfahren zur ununterbrochenen Gewinnung von großen Kristallen aus Salzlösungen durch mehrstufige Vakuumkühlung, dadurch gekennzeichnet, daß die Abkühlung der Lösung r in den einzelnen Stufen in Gegenwart von abgetrennten' rückgeführten gröberen Kristallen erfolgt und kleinere Kristalle bei der Überführung der Lauge von Stufe zu Stufe nach der Abtrennung der gröberen Kristalle durch Erwärmen des Laugenstromes aufgelöst werden.
  2. 2 Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Laugenstrom nach Abscheiden der gröberen Kristalle zwecks Lösung der in ihm noch schwebenden Feinkristalle durch einen Vorwärmer geschickt wird, und daß die Rückführung der Kristalle erst hinter dem Vorwärmer zu der so erhaltenen keimfreien Lösung erfolgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2. dadurch gekennzeichnet, daß das Kristallisat jeder Stufe in mehrere Feinheitsgrade getrennt wird und daß die gröbsten Anteile als Fertiggut den Apparat verlassen und die weniger groben Anteile dem jeweils folgenden Apparat und gegebenenfalls noch geringereFeinheitsgrade voraufgehenden Kühlstufen zwecks weiteren Wachstums zugeführt werden.
DEK131916D 1933-10-25 1933-10-25 Verfahren zur ununterbrochenen Gewinnung von grossen Kristallen Expired DE706123C (de)

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