DE70644C - Röhrenförmiges Geschofs - Google Patents

Röhrenförmiges Geschofs

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DE70644C
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Germany
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projectile
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bullet
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DENDAT70644D
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K. KRNKA in Prag, Skretastr. 9, und W. HEBLER, Professor, in Küfsnacht, Schweiz
Publication of DE70644C publication Critical patent/DE70644C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B10/00Means for influencing, e.g. improving, the aerodynamic properties of projectiles or missiles; Arrangements on projectiles or missiles for stabilising, steering, range-reducing, range-increasing or fall-retarding
    • F42B10/32Range-reducing or range-increasing arrangements; Fall-retarding means
    • F42B10/34Tubular projectiles

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
(Schweiz).
Röhrenförmiges Geschofs.
Bekanntlich machen sich auf die Fluggeschwindigkeit eines abgeschossenen Geschosses mehrere Ursachen in nachtheiliger Weise geltend.
Eine dieser Ursachen bildet der Luftwiderstand, welchen das Geschofs zu bekämpfen hat, welcher sich aber in zweifacher Weise geltend macht:
1. verdichten sich die Luftschichten, welche sich unmittelbar vor dem Geschofs befinden und
2. entsteht unmittelbar hinter dem Geschofs eine Luftleere.
Sowohl der eine, als der andere Umstand behindern das Geschofs an seiner Bewegungsgeschwindigkeit.
Um den Einflufs unter Ί. möglichst zu beseitigen, hat man die Stahlmantelgeschosse der Handfeuerwaffen vorn möglichst zugespitzt und den Durchmesser des cylindrischen Theiles bis auf 5 mm herabgesetzt.
Eine weitere Herabsetzung des Geschofsdurchmessers ist nun nicht mehr gut denkbar, weil man eine noch kleinere Laufbohrung, welche doch mit Zügen versehen sein mufs, zufolge- technischer Schwierigkeiten in der Erzeugung nicht herstellen kann.
Infolge dessen bewegt sich die Kalibergröfse der heutigen kleinkalibrigen Handfeuerwaffen zwischen 5 und 8 mm.
Um den Einflufs unter 2. zu beseitigen, wurde bisher so gut wie gar nichts gemacht, und zwar schon aus dem Grunde nicht, weil dieser thatsächlich sich geltend machende Einflufs bisher fast gar nicht untersucht und auch nicht erörtert wurde.
Vorliegende Erfindung hat also den Zweck, den Luftwiderstand auch bezüglich des Einflusses unter 2. herabzusetzen, und besteht dem Wesen nach in der neuen Zusammenstellung, dafs durch ein zweispitziges Geschofs ein Luftdurchzugskanal gelegt wird. Würde man nur einen Theil dieser neuen Combination anordnen wollen, so hätte man nur den halben Erfolg zu verzeichnen, z. B. gesetzt den Fall, man würde bei einem einspitzigem Geschofs einen Luftdurchzugskanal anwenden, so wird sich hinter diesem Geschofs dennoch eine dem Boden des Geschosses entsprechende Luftleere geltend machen, welche auf die Fluggeschwindigkeit des Geschosses allerdings etwas weniger nachtheilig einwirkt, als wenn das Geschofs ohne Kanal versehen wäre, aber von einer totalen Beseitigung der Luftleere könnte in diesem Falle keine Rede sein.
Dasselbe wäre der Fall, wenn man ein zweispitziges Geschofs ohne Luftdurchzugskanal anwenden würde, denn nur durch die Combination, zufolge welcher ein zweispitziges Geschofs mit einem Luftdurchzugskanal versehen ist, wird die Luftleere hinter dem Geschofs total aufgehoben.
Die Zeichnung zeigt die Längenschnitte zweier solcher Geschosse sammt Führungsspiegel und einem Theil der Patronenhülse in stark vergröfsertem Mafse für Handfeuerwaffen mit 5 bis 8 mm Kaliber.
Fig. ι zeigt den Lä'ngenschnitt eines solchen Mantelgeschosses,
Fig. 2 desgleichen, wobei der Luftdurchzugskanal L mit einem Röhrchen R ausgefüttert ist.
Befindet sich das neue Geschofs (Fig. ι) in der Bewegung, so wird sich, sobald das Geschofs das Feuerrohr verläfst, der Führungsspiegel S sammt seinem Zapfen 5 sofort vom Geschofs trennen. Die Luft vor dem Geschofs wird einerseits über den ogivalen Theil der Geschofsspitze leicht abfliefsen und über den rückwärtigen ogivalen Theil sehr rasch zufliefsen, andererseits auch durch den Luftdurchzugskanal hinter das Geschofs dringen, so dafs durch diese zweifach erreichte und gleichzeitig angewendete Luftzuführung eine Luftleere hinter dem Geschofs gar nicht eintreten kann. Zufolge dessen kann das Geschofs seine Flugbahn mit gröfserer Geschwindigkeit durcheilen. Der Führungsspiegel S, Fig. i, ist aus einem geeigneten Material angefertigt, z. B. aus Papierstoff oder dergleichen, und erfüllt den Zweck, das Geschofs G, so lange es sich im Rohre befindet, ohne Gasverlust vorwärts zu bewegen und ein Schwanken des Geschosses zu vermeiden.
Damit der Führungsspiegel 5 oder S1 diesen Dienst zuverlässig versehen kann, umfafst derselbe den rückwärtigen Geschofstheil so wie eine Hülse und reicht' aufserdem mit einem kleinen Zapfens oder sl in den Luftdurchzugskanal hinein.
In Fig. 2 ist der Führungsspiegel S1 mit seinem Zapfen s1 gegenüber dem FührungsS, Fig. i, etwas abweichend geformt, ist etwas erweitert,
spiegel
Der Luftdurchzugskanal L
und zwar zu dem Zweck, damit sich der Zapfen s1 im Luftdurchzugskanal L nicht verbeifsen kann, also das Geschofs zuversichtlich und sofort verläfst, sobald dasselbe die Bohrung des Rohres passirt hat.
Der Geschofskern G ist an der ganzen Oberfläche in einen Mantel (vorzugsweise Stahlmantel) gehüllt.
Behufs.Erlangung der nöthigen Rotation besitzt das Geschofs einen ringförmigen Führungswulst m, unter welchen der Hals der Patronenhülse H reicht.
Ein so aufserordentlich dünnes Geschofs von 5 mm Durchmesser könnte mitunter schon während der Bewegung im Rohr einer nachtheiligen Formveränderung unterliegen, namentlich aber beim Auftreffen am Ziele. Um dies wirksam zu verhindern, ist der Luftdurchzugskanal mit dem Röhrchen R ausgefüttert —· wodurch das Geschofs versteift wird ■—■, wie dies in Fig. 2 ersichtlich gemacht wurde.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Röhrenförmiges Geschofs, dessen Wandstärke nach seinem vorderen und hinteren Ende zu allmälig abnimmt, so dafs die beiden Enden eine ringförmige Schneide bilden und dadurch das Entstehen einer' Luftleere hinter dem fliegenden Geschofs . verhindern.
  2. 2. Eine Ausführungsform des unter i. gekennzeichneten Geschosses, bei welcher der Luftkanal (L) mit einem Röhrchen (R) ausgefüttert ist, um für kleinkalibrige Geschosse eine Versteifung zu schaffen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT70644D Röhrenförmiges Geschofs Expired - Lifetime DE70644C (de)

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