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Handpolierwerkzeug Es sind bereits Handpoliervorrichtungen bekannt,
die von oben mit Hand geführt werden und bei, denen ein Politurflüssigkeitsbehälter
nebst einem am gelochten Behälterboden lösbar befestigten, mit Politur gespeisten
Polierpolster vorgesehen sind. Es sind auch bereits Poliereinlagen von Filz bekannt.
Ebenso ist bekannt eine dicke Filzscheibe über einer dünneren Filz- oder Lederschicht
anzuordnen, wobei die Filzplatten durchlöchert sind. Es ist auch bekannt, Druckeinsätze
vorzusehen, die auf die mit Politur getränkte Filzeinlage einwirken.
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Die Erfindung betrifft ebenfalls ein Handpolierwerkzeug, das aus einem
Politurflüssigkeitsbehälter nebst einem am gelochten Behälterboden lösbar befestigten,
mit Politur gespeisten Polierpolster besteht, und die Erfindung besteht darin, daß
im Innern des kastenartigenPoliturbehälters mehrereDruckeinsätze übereinander angeordnet
sind, durch die infolge des von Hand ausgeübten Druckes auf das Polierpolster das
Ausfließen -der Politurflüssi.gkeit geregelt wird. Man hat so ein elastisches Polierwerkzeug,
bei dem dauernd in der gewünschten Menge die Politur zufließt und wobei dauernd
ein Druck von Hand vorgesehen ist, -der durch Hand immer wieder nach den Bedürfnissen
eingestellt werden kann Es findet durch die verschiedenen Schichten und Lochungen
der Schichten dabei eine gleichmäßige und" regelbare Verteilung der Politur statt.
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In der beiliegenden Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung
dargestellt, und zwar zeigen Abb. i einen Durchschnitt durch das gesamte Polierwerkzeug,
Abb. 2 bis 8 die einzelnen Teile des Werkzeugs.
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Das Handpolierwerkzeug besteht aus einem Kastenbeutel i, der aus einem
5 cm hohen, innen 9 X i2 cm messenden Metallrahmen besteht, vorteilhaft aus nicht
rostendem Metall. Dieser Metallrahmen ist an der Unterseite mit einem Drellstoff
2 versehen, beispielsweise dadurch, daß Löcher in -dem Metallrahmen vorgesehen .sind,
durch,. die der Drell-
Stoff durch Annähen befestigt wird. Die Ecken
3 sind dabei vorteilhaft mit einer Gummidichtung ausgepolstert. An der Oberkante
werdenDrellseitenq angenäht, und zw4 an allen vier Seiten des Rahmens. Durch . d
Hclilsauin der oberen Kanten dieser Dre# f Seiten werden Schnüre gezogen. und zwar
hin einer Weise, daß die gegenüberliegenden Längsseiten durch eine Schnur 5 uns
ebenso die gegenüberliegenden Querseiten durch eine Schnur 6 miteinander verbunden
sind. An einer Längs- und einer Querseite ist dabei der Hohlsaum in der -litte etwa
1,5 cm breit ausgezackt und die Teile rechts und links von der Auszackung ; vorteilhaft
mit Leder unterfüttert.
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In diesen Kastenbeutel i kommt ein Rahmen 8 aus Blech, der 10.7 v
7,7 cm lang und breit ist und 3 cm hoch ist. Dieser Rahmen ist an der U"titerkante
etwa .1 nnn nach außen umgebogen. An der Unterseite dieses Raliinens wird eine 2
111111 starke Lederscheibe 9 befestigt, über die eine oder zwei Filzscheiben von
etwa je 2 111111 Stärke nach dem Innern des Ralnnens zu angebracht sind. In den
Filzscheiben «-erden a2 über die ganze Fläche verteilte, etwa '(2 inin breite Löcher
angeordnet. in die Lederplatte dagegen werden nur sechs i min breite Löcher eingestochen.
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In diesen Rahmen 8 kommt ein Wollstrick io, das aus ni:@hreren. 6
bis 8, kraus- und glattgestrickten Wollscheiben besteht, die die Größe der inneren
Fläche des Rahmens haben. Diese Wollscheiben werden sperrholzartig übereinandergenäht.
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Auf dieses Wollstück koninit eine Solildruckplatte i i, die genau
in die Innenfläche des Rahmens 8 hineinpaßt. Diese Platte besteht aus einer etwa
2 min starken, mehrfach dtirclibrocliciien Metallplatte, die an den vier Ecken der
Oberseite mit je einem 2 cm ]angen, i cm breiten-, i,3 cm hohen Stützklötzchen versehest
ist. Über den Rahmen 8 wird ein Rahmen 12 gestiilpt, der ebenfalls aus etwa : mm
starkem nicht rostendem Metall gefertigt ist und etwa d. cm hoch ist. Etwa i cm
unter der Oberkante ist eine Überdachung T3 vorgesehen. Am vorteilhaftesten wird
man diesen Rahmen in der Weise darstellen, daß man in eisten äußeren Rahmen von
etwa .I cm Höhe einen inneren Rahmen von etwa 5 cm Höhe eng anliegend anordnet,
wobei aber dieser innere Rahmen umgebogen ist in 3 cm Höhe, so daß durch die restlichen
2 cm dieses inneren Rahmens die Überdachung 13 gewonnen wird. In der Mitte bleibt
eine Öffnung von 7,5;<d,5 cm.
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Diese Überdachung 13 drückt auf die Stützklötzchen der Solildruckplatte
ii und wölbt dadurch die Lederscheibe 9 vor. Die Überdachung 13 tvird uni 8 inin
von dein Rahmen überragt. Auf die Überdachung 13 wird eine etwa 2 mm starke Filzplatte
aufgeklebt, unter Freilassen der inneren Öffnung. Das innere `Maß dieses Rahmens
12 inuß genau dem Außen-.maß des Rahmens 8 entsprechen, so daß :beide eng aufeinanderpassen
und dicht schließen.
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Auf diesen Rahmen 12 kommt ein Holzkasten 1:I, der in den Rahmen 12
hineinpaßt und von der Überdachung 13 getragen wird. Dieser Holzkasten ist aus i
cm starkem Hartholz gefertigt und hat etwa i cm unter der Oberkante eine etwa 5
mm breite und tiefe Nut i5. An den Längsseiten ist in der Mitte über der Nut auf
der einen Seite je ein Stift eingelassen mit breitem Kopf 16. Auf der gegenüberliegenden
Seite ist ein kleiner Haken 17 eingelassen und ebenso an den Querseiten. Der Kasten
wird mit je'/_ mm starkem Blech gefüttert, das Blech wird unten in der Breite der
Wandstärke des Kastens umgebogen und mit eifitem Filzstreifen belegt, um so eine
gute Dichtung der Unterseite des Kastens an der mit einem Filzstreifen ,belegten
Überdachung 13 zu gewinnen, wenn der Kasten auf den Rahmen 12 aufgesetzt wird, in
den er genau hineinpaßt. Nun werden die Drehseiten .I des Kastenbeutels i hochgezogen,
die Schnüre 5 und 6 in die Nut 15 gelegt, nachdem an einer Längs- und einer Querkante
der Drellseiten vorgesehene Osen 18 über die Stifte 16 geschoben sind. Die Schnüre
werden dann festgezogen und kreuzweise in die dafür bestimmten Haken 17 gelegt.
Das Handpolierwerkzeug wird mit Politur gefüllt und ist zum Gebrauch fertig. Die
Sohldruckplatte i i wölbt dabei die Sohle des Werkzeugs vor und macht es möglich,
daß der zum Polieren nötige Druck nicht nur auf die Außenkante, sondern über :die
ganze Sohle des Werkzeugs erfolgt. 1VIan kann so lange polieren, als über dein Wollsohlstück
io Politur sich befindet. Wenn aber das Wollsohlstück nur noch mäßig getränkt ist
und uni auch die Reste der Politur zu benutzen, ist ein Einlegestück i9 vorgesehen,
das aus Blech oder filzbekleidetem Holz besteht und dessen unterer, etwa 2'/z cm
starker Teil in Länge und Breite in die durch die Überdachung 13 des Rahmens 12
gelassene Öffnung hineinpaßt. Der obere Teil dieses Einlegestückes entspricht der
Innengröße des Holzkastens. Dieses Einlegestück ist mit einer Schnur zum Herausziehen
versehen.
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Auf dieses Einlegestück kommt eine Abschlußplatte mit Druckklotz 2o.
Dieser besteht aus einer etwa 1 cm starken Platte aus Holz ohne Verkleidung von
der Innengröße des Kastens 1d., auf- der in entsprechender Höhe ein Griitstück angeordnet
ist, so daß dadurch ein Druck ausgeübt werden kann. Es gelingt so, auch die letzten
Reste der Politur zu benutzen.
Das Handpolierwerkzeug wird ergänzt
durch einen sich selbst am Werkzeug festhaltenden Polierlappen. Aus einem für den
Polierzweck passenden, nach Besäumung der Kanten i8 X i5 cm messenden Stoff werden
die Ecken in Größe von i cm' herausgeschnitten und alle 8 Ecken nach der Kante zu
5 mm breit abgeschrägt. Dann werden an allen Ecken je eine zusammenhängende Lang-
und Schmalseitenecke mit kräftiger ganz kurz gehaltener Gummilitze verbunden, dann
streift man den Lappen über die Kastenbeutelsohle, wobei er durch die Gummipolster
3 sich selbst festhält.
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Beim Polieren bilden sich um die Kanten .der Poliersohle Streifen
erhärteter Politur. Damit dieser Streifen nicht zu hart wird und die Politur zerkratzt,
muß der Polierlappen öfter umgewendet werden. Durch die oben geschilderte Anordnung
ist die Umwendung leicht zu tätigen.