DE709889C - Selbsttaetige Tiefenstreuvorrichtung fuer ruecklaufbewegliche Maschinenwaffen - Google Patents
Selbsttaetige Tiefenstreuvorrichtung fuer ruecklaufbewegliche MaschinenwaffenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A27/00—Gun mountings permitting traversing or elevating movement, e.g. gun carriages
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine selbsttätige Tiefenstreuvorrichtung für rücklaufbewegliche
Maschinenwaffen mit einem zwischen der Gleitführung für den Rücklaufschlitten und der Unterlafette angeordneten
hubverstellbaren Schaltgetriebe, welches in Abhängigkeit von den Rücklaufbewegungen
mittels eines Hubnockens die Gleitführung in einem veränderlichen Bereich stufenweise
auf- und abwärts verschwenkt. Diese Tiefenstreuvorrichtung soll dahingehend verbessert
werden, daß neben anderen Vorteilen eine genauere Einstellung des Streubereiches mit
einfacheren Mitteln erzielt wird als bisher,
• 5 daß ferner der Raumbedarf der Vorrichtung wesentlich vermindert-und die gesamte Konstruktion
vereinfacht wird.
Bei den bekannten Vorrichtungen der bezeichneten Art wird im allgemeinen die Regelung
des Streubereiches durch Verändern der Übersetzung eines die Bewegungen des Hubnockens
auf die Gleitführung des Rücklaufschlittens übertragenden Zwischengetriebes bewirkt. Beispielsweise hat man vorgeschlagen,
den Hubnocken über ein Hebelwerk auf die Gleitführung einwirken zu lassen und den
Drehzapfen eines Hebels zur Veränderung der Hebelarmlängen verstellbar anzuordnen.
Diese Lösung hat sich in verschiedener Hinsieht als unzulänglich erwiesen. Es hat sich
beispielsweise gezeigt, daß die Grenzen des
Streubereiches um so weniger genau eingestellt werden können, je größer der Streubereich
gewählt wird. Der Grund hierfür liegt darin, daß bei großer Übersetzung des zwischen dem Hubnocken und der Gleitführung
für den Rücklaufschlitten wirksamen Getriebes selbst kleine Einstellfehler und Abnutzungen
innerhalb des Getriebes große Abweichungen von dem jeweils vorgeschriebenen Weg der Gleitführung verursachen.
Es sind auch schon Tiefenstreuvorrichtungen bekannt, bei denen ein Zwischengetriebe
mit veränderlicher Übersetzung vermieden ist, und zwar handelt es sich um diejenige Bauart
von Tiefenstreuvorrichtungen, bei der an Stelle eines Hubnockens eine Kurbel oder
ein Exzenter verwendet ist. Hierbei kann der Streubereich durch Veränderung des Kurbelradius bzw. der Exzentrizität geregelt
werden. Diesen Streuvorrichtungen haftet jedoch der grundsätzliche Mangel an, daß mit
ihrer Hilfe keine gleichmäßige Streudichte erzielt werden kann. Vielmehr ist die Streudichte in der Nähe der den Totlagen der
Kurbel oder des Exzenters entsprechenden Endpunkte des Streubereiches wesentlich größer
als in der Mitte. Zur Erzielung einer gleichmäßigen Streudichte innerhalb des Streubereiches ist man auf die Verwendung
eines hubnockenartigen Gebildes angewiesen, wodurch bei den bisher bekannten Bauarten
von Streuvorrichtungen die Anwendung -eines Zwischengetriebes mit veränderlicher Übersetzung
notwendig bedingt ist. Ein gemeinsamer Nachteil aller bekannten Tiefenstreu-
vorrichtungen besteht in dem großen Raumbedarf und in der Unsymmetrie ihres Aufbaues.
das von der Gleitführung des Rücklaufschlittens getragene Antriebsgestänge für den
rWaffenabzug wesentlich zu vereinfachen, und
Die Erfindung'liefert eine Tiefenstreuvon-ii-zwar dadurch, daß der axial in dem Hub- 65
5 richtung, bei der trotz Verwendung eines ifl' [ nocken verschiebbare, unmittelbar auf die
Abhängigkeit von der Rücklaufbewegung ati^j ^peitführung für den Rücklauf schlitten einls
ein Zwischengetriebe ^wirkende Getriebeteil als Lager für einen
getriebenen Hubnockens ein Z,wischengi
mit veränderlicher Übersetzung vermieden ist. Der Grundgedanke der Erfindung besteht
ίο darin, daß zwecks Veränderung des Streubereiches der Hubnocken o. dgl. in Richtung
der Hubwirkung zusätzliche und gegenüber seiner Schaltbewegung, um ein einstellbares
Maß zeitlich verschobene Bewegungen ausführt. Diese zusätzlichen Bewegungen des Hubnockens werden vorzugsweise von seiner
Schaltbewegung durch nockenartiges Zusammenwirken mit einem oder mehreren in Richtung der Schaltbewegung von Hand einstellbaren
Widerlagern abgeleitet. Dadurch wird die Möglichkeit geschaffen, den Hubnocken oder einen davon gesteuerten Getriebeteil
unmittelbar, d. h. ohne veränderliche Übersetzung, auf die Gleitführung für den Rücklaufschlitten
einwirken zu lassen, da der Hubweg durch zeitliche Verschiebung der zusätzlichen
Bewegungen des Hubnockens von einem Kleinstwert, vorzugsweise von Null, bis
zu einem Höchstwert verändert werden kann. Besonders einfach gestaltet sich die praktische
Verwirklichung des Erfindungsgedankens auf der bekannten Grundlage der Verwendung
eines drehbaren Hubnockens mit parallel zur Drehachse gerichteter Hubwirkung. Nach der Erfindung ist der von dem
Hubnocken beeinflußte und unmittelbar an die Gleitführung für den Rücklauf schlitten
angreifende Getriebeteil axial in dem Hubnocken verschiebbar. Dadurch ergibt sich ein
besonders einfacher und gedrängter Aufbau der Vorrichtung, und es wird ihre Herstellung
bedeutend verbilligt, da die meisten Bestandteile der Vorrichtung als Drehkörper ausgebildet
werden können. Beispielsweise kann Ί-5 das Widerlager für den drehbaren Hubnocken
an einem den letzteren konzentrisch umgebenden, stirnseitig zwischen feststehenden
Flächen des zylindrischen Getriebegehäuses geführten und von Hand drehbaren Ring angeordnet
sein. Auch der Hubnocken kann durch einen Ringkörper gebildet sein, der am äußeren und inneren Umfange je eine mit
Rollen des axial verschiebbaren Getriebeteils bzw. des Widerlagerringes zusammenwirkende
Kurvennut besitzt.
Im Zusammenhang mit der beschriebenen neuartigen Anordnung und Ausbildung der
einzelnen Bestandteile der Streuvorrichtung ergibt sich zugleich die Möglichkeit, die
Übertragung der Bewegungen eines an der Unterlafette angeordneten Abzughebels auf
verschiebbaren oder drehbaren Teil des von der Lafette aus zu bedienenden Antriebsgestänges
für den Waffenabzug ausgebildet ist.
Ein Ausführungsbeispiel ist auf der Zeichnung dargestellt.
Abb. ι zeigt schematisch in Seitenansicht '/5 bei einer Lafette mit rücklaufbeweglich gelagertem
Maschinengewehr die Anordnung der Tiefenstreuvorrichtung in Verbindung mit der Höhenrichtmaschine.
Abb. 2 zeigt die Tiefenstreuvorrichtung »»
teilweise in Draufsicht, teilweise im waagerechten Querschnitt.
Abb. 3 ist ein senkrechter Längsschnitt der Tiefenstreuvorrichtung.
Abb. 4 zeigt die Abwicklung der am äußeren und inneren Umfange des ringförmigen
Hubnockens angeordneten Kurvennuten.
Wie Abb. 1 zeigt, ist zwischen der Unterlafette
A und der senkrecht schwenkbaren Gleitführung B für den die Waffe C tragen- 9"
den Rücklauf schlitten D die Tiefenstreuvorrichtung E und in Verbindung damit die
Höhenrichtmaschine F angeordnet, und zwar sind diese Geräte durch ein Gelenk G mit der
Gleitführung B und durch ein Gelenk H mit «5 einem Schieber / verbunden, welcher auf einer
waagerechten Kreisbogenschiene K der Unterlafette beweglich ist. Im nachfolgenden ist
die den Gegenstand der Erfindung bildende Tiefenstreuvorrichtung in ihren Einzelheiten
beschrieben.
Der Antrieb der Streuvorrichtung erfolgt in bekannter Weise mittels eines Stößels a,
der durch einen Anschlag b an dem Rücklaufschlitten D betätigt wird. Der Stößel a
(Abb. 2) ist in einem Vorsprung eines sonst zylindrischen Gehäuses c gegen Federwirkung
verschiebbar und greift an einer drehbaren Scheibe d an, welche durch die hin und
her gehende Bewegung des Stößels eine pen- no delnde Drehbewegung erhält. In der einen
Drehrichtung nimmt die Scheibe d mittels zweier Klemmgesperre e eine Hülse / mit, die
in dem Gehäuse c drehbar, aber nicht verschiebbar gelagert ist. Mit der Hülse/ ist durch
einen Federkeil g in der Drehrichtung ein Ringkörper h derart gekuppelt, daß er in dem
Gehäuse c in der Achsenrichtung gegenüber der Hülse f verschiebbar ist. Dieser Ringkörper
h besitzt am äußeren und inneren Umfange je eine Kurvennut Zi1 bzw. h2, deren Abwicklungen
in Abb. 4 dargestellt sind. Mit
jeder Kurvennut ist eine RoIIeZ1 bzw. i2 oder
eine Mehrzahl solcher Rollen in Eingriff. Die mit der äußeren Kurvennut A1 zusammenwirkende
Rolle I1 wird von einem von Hand mittels eines Hebels Ji1 drehbaren Ring k getragen,
der das Gehäuse c umgibt und stirnseitig zwischen zwei feststehenden Flächen
des Gehäuses geführt ist. Uni die Anbringung des Ringes zu ermöglichen, besteht
zweckmäßig das Gehäuse c aus einem durch einen Deckel / verschlossenen Hohlzylinder C1
und einem auf diesen aufgeschobenen napfförmigen Bodenteil C2, dessen Rand die eine
stirnseitige Führungsfläche für den Ring k bildet, während zur Bildung der anderen Führungsflächen
der Gehäuseteil C1 einen Absatz besitzt. Die in die innere Kurvennut A2 eingreifende
Rolle ist an einem in dem Ringkörper A und in der Hülse f verschiebbar gelagerten
Hohlzylinder m angeordnet, welcher mit dem oberen Ende in nicht näher dargestellter
Weise gelenkig an der senkrecht schwenkbaren Gleitführung B für den Rücklaufschlitten
D angreift. Der Ringkörper A wirkt mittels der Kurvennut A2 bei seiner
durch die Hülse f verursachten ruckweisen Drehbewegung als Hubnocken auf den Hohlzylinder
m. Gleichzeitig erhält der Ringkörper A durch das Zusammenwirken seiner
äußeren Kurvennut U1 mit der Rolle I1 des
Ringes k eine auf- und abwärts gehende Verschiebung in dem Gehäuse c. Die Endpunkte
dieser Verschiebung können durch Verstellen | des Ringes &-'zeitlich mit Bezug auf die Hub-
und Senkbewegung des Hohlzylinders m gegenüber dem Ringkörper A verschoben werden,
so daß bei entsprechender Ausbildung der Kurvennuten Jt1 und A2 der absolute Hubweg
des Hohlzylinders m zwischen Null und einem Höchstwert verändert werden kann.
Bei der in Abb. 3 dargestellten Einstellung des Ringes k mit der Rolle I1 ist der absolute
Hubweg des Hohlzylinders gleich Null unter der Voraussetzung, daß die Steigungshöhe
beider Kurvennuten A1 und A2 gleich ist.
Wenn der Ring A um i8o° verdreht wird, erhält der Hubweg des Hohlzylinders m seinen
Höchstwert.
Der Hohlzylinder m ist gleichzeitig als Lager für eine drehbare Hohlwelle 0 ausgebildet,
welche einen Handhebel p besitzt und mittels eines Daumens q das nicht dargestellte,
von der Gleitführung B getragene Antriebsgestänge für den Waffenabzug betätigt.
Claims (5)
- Patentansprüche:i. Selbsttätige Tiefenstreuvorrichtung für rücklaufbewegliche Maschinenwaffen mit einem zwischen der Gleitführung für den Rücklaufschlitten und der Unterlafette angeordneten hubverstellbaren Schaltgetriebe, welches in Abhängigkeit von den Rücklaufbewegungen des Schiit- · tens mittels eines Hubnockens b. dgl. die Gleitführung in einem veränderlichen Bereich stufenweise auf- und abwärts verschwenkt, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Veränderung des Streubereiches durch zusätzliche, in Richtung des Hubes und dazu um ein einstellbares Maß zeitlich verschobener Bewegungen des Hubnockens letzterer sich auf einem oder mehreren in Richtung der Schaltbewegung von Hand einstellbaren nockenartigen Widerlagern abstützt.
- 2. Tiefenstreuvorrichtung nach An-Spruch i, bei, welcher der Hubnocken durch einen drehbaren Körper mit parallel zu seiner Drehachse gerichteter Hubwirkung gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der von dem Hubnocken beeinflußte Getriebeteil axial in dem Hubnocken verschiebbar ist und unmittelbar an der Gleitführung, für den Rücklauf schlitten eingreift.
- . 3. Tiefenstreuvorrichtung nach den An-Sprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das oder die Widerlager für den drehbaren Hubnocken an einem den letzteren konzentrisch umgebenden, stirnseitig zwischen feststehenden Flächen des zylindrisehen Getriebegehäuses geführten verdrehbaren Ring angeordnet ist.
- 4. Tiefenstreuvorrichtung nach den Ansprüchen ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Hubnocken durch einen Ringkörper gebildet ist, der am äußeren und inneren Umfange je eine mit Rollen des axial verschiebbaren Getriebeteiles bzw. des Widerlagerringes zusammenwirkende Kurvennut besitzt.
- 5. Tiefenstreuvorrichtung nach den Ansprüchen ι bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der axial in dem. Hubnocken verschiebbare Getriebeteil als Lager für einen verschiebbaren oder drehbaren Teil des von der Lafette aus zu bedienenden Antriebgestänges für den Waffenabzug ausgebildet ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (4)
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|---|---|---|---|
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| DER94980D DE709889C (de) | 1935-12-15 | 1935-12-15 | Selbsttaetige Tiefenstreuvorrichtung fuer ruecklaufbewegliche Maschinenwaffen |
| CH223088D CH223088A (de) | 1935-12-15 | 1941-06-03 | Selbsttätige Tiefenstreuvorrichtung an Lafetten für rücklaufbewegliche Maschinenwaffen. |
| FR873059D FR873059A (fr) | 1935-12-15 | 1941-06-13 | Dispositif automatique de fauchage en profondeur pour armes automatiques à mouvement de recul |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DER94980D DE709889C (de) | 1935-12-15 | 1935-12-15 | Selbsttaetige Tiefenstreuvorrichtung fuer ruecklaufbewegliche Maschinenwaffen |
Publications (1)
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|---|---|
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Family
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Family Applications (1)
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1935
- 1935-12-15 DE DER94980D patent/DE709889C/de not_active Expired
-
1941
- 1941-06-03 CH CH223088D patent/CH223088A/de unknown
- 1941-06-13 FR FR873059D patent/FR873059A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR873059A (fr) | 1942-06-29 |
| CH223088A (de) | 1942-08-31 |
| BE441711A (de) |
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