DE710132C - Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher Kondensationsprodukte - Google Patents

Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher Kondensationsprodukte

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DE710132C
DE710132C DEI52233D DEI0052233D DE710132C DE 710132 C DE710132 C DE 710132C DE I52233 D DEI52233 D DE I52233D DE I0052233 D DEI0052233 D DE I0052233D DE 710132 C DE710132 C DE 710132C
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DE
Germany
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weight
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water
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Expired
Application number
DEI52233D
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English (en)
Inventor
Dr Richard Alles
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE710132C publication Critical patent/DE710132C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07GCOMPOUNDS OF UNKNOWN CONSTITUTION
    • C07G99/00Subject matter not provided for in other groups of this subclass
    • C07G99/002Compounds of unknown constitution containing sulfur

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Phenolic Resins Or Amino Resins (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Kondensationsprodukte Gegenstand 'des Patents 707 oo6 ist ein Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher, gerbend wirkender Kondensationsprodukte, bei dem man Sulfitoelluloseablauge zusammen mit Phenolen der Benzolreihe oder deren Derivaten und außerdem noch mit organischen Sulfonsäuren (oder ihren Kondensationsprodukten mit niedrigmolekularen Aldehyden oder Ketonen) in Gegenwart von Formaldehyd in alkalischem Medium behandelt.
  • Es wurde nun gefunden, daß man ebenfalls .sehr wertvolle Kondensationsprodukte erhalten kann, wenn man bei dem vorerwähnten Verfahren an Stelle von Formaldehyd andere niedrigmolekulare Aldehyde oder Ketone verwendet. Insbesondere eignen sich hierfür: Acetaldehyd, Paraldehyd,- Propionaldehyd, Aceton, Methyläthylketon u. dgl. An Stelle der Aldehyde und Ketone kann man auch ihre Substitutionsprodukte oder Derivate, insbesondere auch ihre Bisulfitverbindungen, verwenden.
  • Das Verfahren wird in der gleichen Weise wie im Patent 7o7 oo6 ausgeführt. Die Reihenfolge der Einwirkung der einzelnen Komponenten läßt sich hierbei vielfach variieren. Beispielsweise können Sulfiteelluloseablauge und die organischen Sulfonsäuren einige Zeit lang bei :erhöhter Temperatur miteinander in Reaktion gebracht werden, worauf man die Kondensation in Gegenwart der Phenole und niedrigmolelzularen Aldehyde oder Ketone durchführt. Man kann aber auch zunächst die Phenole bzw. deren Derivate mit der Sulfitcelluloseablauge oder den organischen Sulfonsäuren längere Zeit miteinander der Behandlung bei erhöhter Temperatur unterwerfen, -ehe die Kondensation unter Zusatz der übrigen Komponenten erfolgt. Schließlich kann man auch die Phenole bzw. deren Derivate für sich der Kondensation mit den niedrigmolekularen Aldehyden oder Ketonen unterwerfen und dann die kondensierten Phenolkörp.er, unter Umständen ebenfalls unter Variation der Reihenfolge, mit den übrigen Komponenten kondensieren. Man kann auch die Sulfitcelluloseablauge zusammen mit den Phenolen bzw. `deren Derivaten in Gegenwart der genannten Aldehyde und Ketone kondensieren und sodann erst die organischen Sulfonsäuren zusetzen.
  • Auf die beschriebene Weise erhält man in Wasser verhältnismäßig leichtlösliche Kondensationsprodukte, die sich sehr gut als Gerbstoffe eignen. Zur Erzielung der gewünschten Acidität wird das Reaktionsgemisch, das noch alkalisch reagiert, durch Zusatz von Säuren, z. B. Ameisensäure, angesäuert.
  • Beispiel i Eine Lösung von 7 5 Gewichtsteilen des neutralisierten Kondensationsproduktes aus Kresolsulfonsäure und Formaldehyd in 75 Gewichtsteilen Wasser wird nach Zusatz von 3o Gewichtsteilen q., ¢'-Dioxydiphenyldimethylmethan und 5o Gewichtsteilen 3oojoiger Natronlauge 3 Stunden lang auf dem. Wasserbad erhitzt. Sodann gibt man zu dem Reaktionsgemisch Zoo Gewichtsteile neutralisierte Sulfitcelluloseablauge von etwa 32' B6, in die man vorher 3o Gewichtsteile Acetaldehyd eingerührt hat, unter Rühren allmählich hinzu und erhitzt noch insgesamt etwa zig Stunden lang weiter. Das Reaktionsprodukt wird mit Wasser verdünnt und durch Zugabe von 25 Gewichtsteilen konzentrierter Ameisensäure angesäuert. Man erhält eine ziemlich dünnflüssige klare Lösung, die sich unmittelbar zum Gerben verwenden l.äßt.
  • Beispiel 2 Eine Lösung von 75 Gewichtsteilen des neutralisierten Kondensationsproduktes aus Kresolsulfons.äure und Formaldehyd in 75 Gewichtsteilen Wasser wird nach Zusatz von 3o Gewichtsteilen q., 4'-Dioxydiphenyldimethylmethan und 5o Gewichtsteilen 30%iger Natronlauge 3 Stunden lang auf dem Wasserbad erhitzt. Hierauf gibt man zu dem Reaktionsgemisch Zoo Gewichtsteile Sulfitcelluloseablauge von etwa 32' Be hinzu und rührt in diese Mischung langsam 35 Gewichtsteile Aceton ein, worauf noch etwa 2 Stunden lang weitererhitzt wird. Das Reaktionsprodukt wird mit Wasser verdünnt und sodann mit 25 Gewichtsteilen konzentrierter Ameisensäure angesäuert. Das angesäuerte Produkt ist von dünnflüssiger, breiartiger Beschaffenheit. Es läßt sich vorteilhaft zum Gerben verwenden. ' Beispiel 3 Eine neutralisierte Lösung von i oo Gewichtsteilen des Kondensationsproduktes aus Phenolsulfonsäure und Aceton in i oo Gewichtsteilen Wasser wird 3 Stunden lang zusammen mit einer Lösung von .1o Gewichtsteilen 4., 4'-Dioxydiph,enylsttlfon, 7 Gewichtsteilen 3oo'oiger Natronlauge und ioo Gewichtsteilen Wasser auf Wasserbadtemperatur erhitzt. Dann fügt man noch io Gewichtsteile 3ooöige Natronlauge und Zoo Gewichtsteile neutralisierte Sul.5tabl_auge von 32' B6 hinzu, rührt in dieses Gemisch allmählich 4o Gewichtsteile Aceton ein und erhitzt noch 21, Stunden lang weiter. Das mit Wasser verdünnte Reaktionsprodukt wird mit 25 Gewichtsteilen 85o.oiger Ameisensäure angesäuert.
  • Beispiel Eine neutralisierte Lösung von 70 Gewichtsteilen p-Toluolsulfonsäure in i30 Gewichtsteilen Wasser wird mit einer Lösung von 3o Gewichtsteil-en Kresol, 15 Gewichtsteilen 3oo;oiger Natronlauge und ioo Gewichtsteilen Wasser vermischt und 3 Stunden lang auf Wasserbadtemperatur erhitzt. Dann .fügt man noch io Gewichtsteile 3oo'nige Natronlauge hinzu und rührt allmählich Zoo Gewichtsteile neutralisierte Sulfitablauge von 32° B6 ein, die man vorher mit 3o Gewichtsteilen Acetaldehyd vermischt hat, und erhitzt noch 21/.> Stunden lang weiter. - Man verdünnt das Reaktionsprodukt zunächst mit Wasser und säuert dann mit 2o Gewichtsteilen konz. Salzsäure an.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Kondensationsprodukte gemäß Patent 707 0o6, dadurch gekennzeichnet, daß man Sulfitcelluloseablauge zusammen mit Phenolen der B.enzolreihe oder deren Derivaten und außerdem noch mit organischen Sulfonsäuren (oder ihren Kondensationsprodukten mit niedrigmolekularen Aldehyden oder Ketonen) hier in Gegenwart von anderen niedrigmolekularen Carbonylverbindungen als Formaldehyd, z. B. Acetaldehyd, Aceton u. dgl., oder deren Derivaten in alkalischem Medium behandelt.
DEI52233D 1935-05-03 1935-05-03 Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher Kondensationsprodukte Expired DE710132C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE969114C (de) * 1954-01-27 1958-04-30 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von festen Gerbstoffharzen

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