DE7102748U - Gerat zur Aufnahme und Abgabe von flussigen und pastosen Massen - Google Patents
Gerat zur Aufnahme und Abgabe von flussigen und pastosen MassenInfo
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Description
Dr.-lng. E. BERKENFELD · Dip!..Ing. M. BERKENFELD, Patentanwälte, Köln
Anlöge Aktenzeichen G 71 02 7^8.0
iurEingobevom 19. Januar 1973 vA. Named.Anm. Presspack Company
Die Erfindung betrifft ein Gerät zur Aufnahme und Abgabe η flüssigen
und past'isen Massen unter Druck aus einem steifen Außerbehälter
und einem elastiscnen, vorzugsweise aus Aluminium bestehenden
Innenbehälter, dessen oberer Rand an dem Außenbehälter befestigt ist, mit einem in dem Außenbehäiterdeckei angeordneten,
in den Innenbehälter hineinragenden Abgabeventil und mit einer ν rschließbaren öffnung im Boden des Außenbenälters zum Einfüllen
eines Treibmittels.
Bei diesen Geräten, die auch Zweikammer-,-f^osoibehälter genannt
werden, enthält der elastische Innenbehälter das Nutzgut, während der Ringraum zwischen Innen- und Außen!)ehälter mit dem Treibmittel,
das heißt einem unter Druck stehenden Gas, gefüllt ist. Bei dem Nutzgut handelt es sich zum Beispiel um ein Kosmetikum, um
einen Duftstoff, um ein Insektenvertilgungsmittel, um einen Lack oder auch um pastöse Lebensmittel, wie Leberwurst oder Honig. Zur
Entnahme dieses Nutzgfcutes wird das gegebenenfalls einen Sprühkopf
aufweisende Abgabeventil zum Beispiel durch Drücken oder Kippen geöffnet. '■ durch das Treibmittel auf den Innenbehälter
ausgeübte Druck kommt zur Wirkung und treibt das Nutzgut über das Abgabeventil aus dem Innenbehälter heraus. Hierbei besteht die
Gefahr, daß sich der Innenbehälter an seinem dem Abgabeventil zugewandten Ende zusammenschnürt. Das unterhalb der Einschnürung
befindliche Nutzgut kann diese nicht passieren. Der Innenbehälter kann sich dann nicht vollständig entleeren. Eine weitere Gefahr
besteht darin, daß sich der Innenbehälter entlang von unregelmäßig verlaufenden Biege- oder Knicklinien zusammenschnürt und faltet,
wobei er entlang dieser Biege- oder Knicklinien einreißen kann. Durch die dabei erfolgende Berührung des Nutzgutes mit dem
Treibmittel wird das Nutzgut unbrauchbar. Zusätzlich zu dem eben-
falls eintretenden Verlust an Treibmittel wird das Gerät dabei durch diese Vermischung unbrauchbar.
Zur Vermeidung dieser Schwierigkeiten sind Distanzstäbe bekannt, die Von üben UcIUIl UUUCIi in ucn iiincnucnaiucr ίι1Γιέ1ΠΓά(50ίΊ üiiCi ιΙΰβΓ
dessen Boden enden. Diese üistanzstäbe verhindern ein vollständiges
Einschnüren des Innenbehälters. Allerdings besteht die Gefahr, daß der Boden des Innenbehälters beim Hochfalten vom Distanzstab
durchstoßen wird. Auch dadurch wird das gesamte Gerät sofort unbrauchbar
und das in ihm noch entnaltene Nutzgut ist verloren.
Um dieses Durchstoßen des Innenbehälters zu vermeiden, hat man auch rahmenförmige Spreizringe in den Innenbehälter eingesetzt.
Diese Spreizringe können den Innenbehälter nicht durchstoßen. Allerdings lassen sie zu, daß sich der Innenbehälter an einer beliebigen
Stelle fast vollständig einschnürt, so daß unterhalb der Einschnürung sin mit Nutzgut gefüllter Sack entsteht^ Das in diesem
Sack enthaltene Nutzgut kann die Einschnürung nicht passieren und verbleibt im Innenbehälter. Es geht verloren. Die nutzbare Lebensdauer
des Gerätes sinkt entsprechend.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Gerät so auszubilden, daß sich der Innenbehälter
weder unter Bildung eines nicht entleerbaren Sackes einschnürt noch . ^i.g von scharfen Knick- oder Biegelinien einreißt
noch von einem Distanzatab durchstoßen wird, sondern so ausgebildet ist, daß er seinen gesamten Inhalt an Nutzgut bis zum
letzten Rest durch das Abgabeventil abgeben kann, ohne In Irgendeiner
Weise der Gefahr eines scharfen Einknickens oder dergleicnen und eines damit verbundenen Einreißens ausgesetzt zu sein.
Diese Aufgabe löst die Erfindung bei einem Gerät der eingangs genannten
Gattung dadurch, daß im Mantel des Innenbehälters in Umfangsrichtung gleichmäßig verteilte und in Längsrichtung verlaufende
Faltlinien vorgesehen sind.
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Bel Abgabe seines Inhaltes zieht sich der Innenbehälter entlang
dieser Faltlinien gleichmäßig über seiner gesamten Länge nach innen
ein. Eine an einer Stelle erfolgende Einschnürung, die zu einer Sackbildung unterhalb dieser Einschnürung führt, ist ausgescnlossen.
Der gesamte Inhalt des innenbchältci-ö wir-ü einwandfrei
abgegeben.
Eine zweckmäßige Ausgestaltung sieht vor, daß die FaItlinien als
Vertiefungen ausgebildet sind. In einem horizontalen Schnitt haben
diese Vertiefungen dabei zweckmäßig die Form von flachen Mulden, die ähnlich einer Talsenke allmählich abfallende Flanken aufweisen.
Auf der Fläche dieser Mulden setzt der Innenbehälter dem auf ihn von außen einwirkenden Druck des Treibmittels nicht den gleichen
Widerstand wie zwischen diesen Mulden entgegen, wo er nach wie vor- Kreisform besitzt. Dies bedeutet, daß der Innenbehälter auf
der Fläche seiner Mulden vorgeformt und vorgeschwächt ist, so daß der Druck des Treibmittels hier zuerst zur Wirkung kommt. Über
der Oberfläche dieser Mulden, die im Vergleich zu der Oberfläche einer Knicklinie groß ist, wird der Innenbehälter gleichförmig
eingedrückt. Ein* Knicken oder Falten entlang einer scharfen Kante, was zum Aufreißen führt, ist ausgeschlossen. Ebensowenig wird sich
der Innenbehälter in einer einzigen Ebene einschnüren. Die große Fläche der Mulden gibt dem Druck des Treibmittels genügend Einwirkungsfläche.
Es ist nicht mehr möglich, daß sich eine bei plötzlichem Offnen des Abgabeventils einstellende Druckänderung/aufihur/
eine begrenzte Fläche des Innenbehälters auswirkt und diesen dort eindrückt oder einschnürt.
Als zweckmäßig und ausreichend hat sich herausgestellt, vier um 90° gegeneinander versetzte Mulden vorzusehen.
Eine weitere Ausgestaltung sieht vor,daß die Mulden ein kurzes
Stück oberhalb des Bodens bzw. unterhalb der Oberkante des Innenbehälters enden.
7 «27411*4.
Am Beispiel der in der Zeichnung gezeigten Ausführungsform wird die Erfindung nun weiter beschrieben. Dabei ist:
Fig. 1 ein Längsschnitt durch ein erfindungsgemäßes Gerät,
Fig. 2 ein Querschnitt entlang der Schnittlinie 2 - 2 in Fig.
Fig. 1 zeigt den steifen Außenbehälter 12 mit dem Boden 14 und
dem in einer Öffnung des Bodens angeordneten Füllventil l6 zum Einfüllen des Treibmittels. Innerhalb des steifen Außenbehälters
12 befindet sich der flexible Innenbehälter 18. Der obere Rand des Innenbehälters 18 ist um den oberen R -nd des Außenbehälters
12 umgebördelt und wird dort durch den AußenbehäV kel 20 gehalten.
In diesem Außenbehälterdeckel 20 befindet s Abgabeventil 22. Im Mantel des Innenbehälters 18 sind Vi. aen 24
ausgebildet. Fig. 1 zeigt, daß diese Mulden ein kurze:» Stkck oberhalb
des Bodens 26 des Innenbehälters 18 beginnen und ein kurzes Stück unterhalb der Oberkante des Innen- bzw. des Außenbehälters
auslaufen. Wie insbesondere der Schnitt in Fig. 2 deutlich erkennen läßt, haben die Mulden 24 die Form von Talsenken mit allmählich
abfallenden Flanken.
Der Ringraum zwischen Außenbehälter 12 und Innenbehälter 18 und der Raum zwischen dem Boden 26 des Innerbehälter 18 und dem Boden
14 des Außenbehälters 12 ist über das Füllventil l6 mit Treibmittel
gefüllt. Der flexible Innenbehälter 18 steht damit unter dem Druck dieses Treibmittels. Sein Innenraum ist mit dem Nutzgut
gefüllt. Bei Betätigen dea Abgabeventils 22 wirkt sich der Druck
des Treibmittels zuerst auf die Oberflächen der Mulden 2k aus, wie der Schnitt in Fig. 2 vermuten läßt. Während der Abgabe des
Nutzgutes durch das Abgabeventil 22 faltet sich der Innenbehälter auf der Fläche seiner vier Mulden 24 allmählich ein. Schließlich
hat er etwa die Form eines Sternes angenommen. Dieser Stern hat auf der gesamten Länge des Innenbehäxters gleichen Querschnitt,
so üaß auch der Inhalt gleichmäßig und gleichförmig aus dem Innenbehälter
ausgetreten ist.
P 69/1
114.78
Claims (6)
1. Gerät zur Aufnahme und Abgabe von flüssigen und pastösen Massen
unter Druck aus einem steifen Außenbehälter und einem elastischen, ^orzugsweise aus Aluminium bestehenden Innenbehälter,
dessen oberer Rand an dem Außenbehälter befestigt ist, mit einem in dem Außenbehalterdeckel angeordneten, in den In-
fnenbehälter hineinragenden Abgabeventil und mit einer verschließbaren
Öffnung im Boden des Außenbehälters zum Einfüllen eines Treibmittels,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Mantel des Innenbehälters (18) in Umfangsrichtung
gleichmäßig verteilte und in Längsrichtung verlaufende Faltlinien vorgesehen sind.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die FaIt-ί
linien als Vertiefungen ausgebildet sind.
3. Gerät nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die : Vertiefungen in einem horizontalen Schnitt die Form von flachen
Mulden (24) aufweisen.
4. Gerät nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mulden (24) allmählich abfallende Flanken aufweisen.
5. Gerät nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß vier um 90° gegeneinander versetzte Mulden (24) vorgesehen sind.
6. Gerät nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
! Mulden (24) ein kurzes Stück oberhalb des Bodens (26) bzw. unterhalb der Oberkante des Innenbehälters (12) enden.
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2103447 | 1971-01-26 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE7102748U true DE7102748U (de) | 1973-04-19 |
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|---|---|---|---|
| DE7102748U Expired DE7102748U (de) | 1971-01-26 | Gerat zur Aufnahme und Abgabe von flussigen und pastosen Massen |
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