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Vorrichtung zum Wickeln von Zündstreifenrollen Es ,ist bekannt, die
für sog. Hundertschußpistolen bestimmten Zündstreifenrollen in der Weise herzustellen,
daß, ein entsprechend langer Zündstreifen mit seinem einen Ende meinen axialen Spalt,
der am freien Ende eines von Hand in Drehung versetzten waagerechten Wickeldorns
vorgesehen ist, eingeführt wird, so daß. sich der Zündstreifen zu einer Rolle um
das freie Ende des Wickeldorns aufwickelt. Die fertige Rolle wird dann in axialer
Richtung abgeschoben, wobei das innere Ende des Zündstreifens aus dem Spalt heraustritt.
Die Erfindung betrifft eine auf einem ähnlichen Grundgedanken beruhende Maschine,
die aber den ganzen Wickelvorgang außerordentlich beschleunigt, so daß, die Leistungsfähigkeit
wesentlich gesteigert wird, und wobei besondere Rücksicht ,auf die Vermeidung jeder
Entzündungsgefahr genommen ist.
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Der Erfindung gemäß, ist der von einem dauernden Antrieb ,abschaltbare,
senkrecht verschiebbare Wickeldorn mit seinem Wickelende unter eine waagerechte
Auflagefläche für den Zündstreifen versenkbar angeordnet. Vorteilhaft sind hierbei
die Mittel für das Ein-und Abschalten des Antriebs sowie die Mittel für die senkrechte
Verschiebung des Wickeldorns so angeordnet, daß; die erstere Betätigung durch einen
Fuß, und die andere Betätigung durch ,ein Knie der Bedienungsperson bewirkt werden
kann.
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Mit Absicht ist also von einem etwaigen völlig selbsttätigen Wickeln,
wie es beispielsweise beim Wickeln von Patronenhülsen auf waagerechtem Wickeldorn
bekannt ist, abgesehen worden, um die Entzündungsgefahr zu vermindern, die regelmäßig
durch ein für die völlige Selbsttätigkeit notwendiges umständliches Getriebe gesteigert
wird. Gleichwohl ist aber die Leistungsfähigkeit gegenüber den bisher bekannten
Vorrichtungen zum Wickeln von Zündstreifenrollen außerordentlich erhöht, wobei die
Vereinfachung der Gesamtanordnung, welche die Handhabung erleichtert und somit die
Leistungsfähigkeit weiter steigert, auch ihrerseits wiederum die Gefahr der Entzündung
vermindert. Dias sei an Hand der Zeichnung näher erläutert.
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Abb. r zeigt eine Vorderansicht und Abb. 2 eine Seitenansicht der
Maschine in der Gebrauchsstellung, «nährend Abb.3 eine Draufsickt
und
Abb. ¢ eine Vorderansicht in der Stellung wiedergibt, in welcher der Wickeldorn
gesenkt wird. Abb. 5 zeigt Einzelheiten.
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Auf einem Tisch i ist eine Büchse 2 be-
festigt, deren obere
waagerechte Fläche 2' als Auflage für den Zündstreifen und die Zündstreifenrolle
dient. In die axiale Höhlung 3 (Abb.5) dieser Büchse ist der senkrechte Wickeldorn
4. so eingefügt, daß er mit seinem freien, gespaltenen Ende in der Gebrauchsstellung
um das der Breite des Zündstreifens entsprechende Maß, nach oben vorsteht. Auf dem
Dorn 4. sitzt fest die Riemenscheibe 5, die irgendwie von einem ständigen Antrieb
mittels des Treibriemens 6 in Drehung versetzt wird. Der Dorn ,4 ist mitsamt der
Riemenscheibe 5 ,axial, also senkrecht, verschiebbar, und zwar mittels des Gabelhebels
7 (Abb. 4.), dessen Gabel zwischen entsprechenden Bunden des Dorns q. angreift.
Der Hebel ist um die ortsfest gelagerte Welle 8 drehbar und wird unter der Wirkung
der Federn 9, die andererseits ,am Tisch i angreifen, in der Gebrauchsstellung gehalten.
Auf der Welle $ sitzt ferner der Hebel io, an dem eine Scheibe i i angebracht ist.
Durch seitlichen Druck gegen diese Scheibe i i wird der Wickeldorn ¢ gesenkt, so
daß sein gespaltenes Eiide unter die obere waagerechte Fläche 2' d:er Büchse 2 gesenkt
wird, während nach Entlastung von diesem Druck die Federn g den Wickeldorn
wieder in die Gebrauchsstellung heben. Es ist ferner ein Fußtritt 12 vorgesehen,
der irgendwie mit einer Vorrichtung zum An- und Abkuppeln des dauernden Antriebs
für den Umlauf des Wickeldorns, also das Riemenscheiberigetriebe 5, 6, bestimmt
ist.
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Die Bedienungs- und Arbeitsweise ist wie folgt: Die Bedienungsperson
hält ihren rechten Fuß. ständig auf dem Fußtritt 12; beim Einführen des einen Zündstreifenendes
in den Wickelspalt aber so, daß der Antrieb abgeschaltet ist. Sofort nach der Einführung
des Zündstreifens in den Wickelspalt wird durch entsprechenden Druck mit dem rechten
Fuß der Antrieb eingeschaltet, Zoorauf sich der Zündstreifen fast augenblicklich
um das Wikkelende des Dorns herumwickelt. Durch Ausübung des hierfür entsprechenden-Fußdruckes
wird der Antrieb abgeschaltet, während gleichzeitig durch Druck mit dem linken Knie
gegen die Scheibe i i der Dorn versenkt wird, so daß die von dem Wickeldorn befreite
fertige Zündstreifenrolle auf der oberen waagerechten Fläche 2' der Büchse 2 liegenbleibt
und sich abnehmen läß;t. Im gleichen Augenblick wird der Kniedruck aufgehoben, worauf
die Maschine in allen ihren Teilen sich wieder in der Gebrauchsstellung befindet.
Das hierauf erfolgende Einführen eines weiteren Zündstreifens über die waagerechte
Auflagefläche hinweg in den vorstehenden Spalt des senkrechten Wickeldorns geht
ebenfalls besonders leicht vonstatten. Von der ganzen Vorrichtung erscheint über
dem Tisch nur das Spaltende des Wickeldorns, während die übrigen Teile sich unter
dem Tisch befinden. Die Gefahr einer Entzündung ist damit und durch die Einfachheit
der Handhabung .auf ein Mindestmaß beschränkt, während anderseits die Vorgänge sich
so schnell abspielen und aneinanderreihen, daß; die Leistungsfähigkeit kaum hinter
derjenigen einer völlig selbsttätig arbeitenden Maschine zurücksteht.
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Zweckmäßig sind die wirksamen Längen der Hebel 7 und io, wie aus der
Zeichnung ersichtlich ist, verschieden einstellbar, um den Hub des Wickeldorns in
gewissen Grenzen, entsprechend der Dicke der Zündstreifenrollen, verändern zu können.
Ebenso sitzt die Scheibe i i zweckmäßig verstellbar auf dem Hebel io, damit ihre
Lage den verschiedenen Kniehöhen angepaßt werden kann. Der Hub des Wickeldorns q.
nach oben wird zweckmäßig durch einen auf dem Dorn sitzenden Bund 13 begrenzt.