DE710986C - Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Perylenreihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Perylenreihe

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DE710986C
DE710986C DEI57174D DEI0057174D DE710986C DE 710986 C DE710986 C DE 710986C DE I57174 D DEI57174 D DE I57174D DE I0057174 D DEI0057174 D DE I0057174D DE 710986 C DE710986 C DE 710986C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
compounds
mixture
perylene
benzene
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Expired
Application number
DEI57174D
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English (en)
Inventor
Dr Heinrich Neresheimer
Dr Anton Vilsmeier
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE710986C publication Critical patent/DE710986C/de
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Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09B—ORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B3/00—Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more carbocyclic rings
    • C09B3/14—Perylene derivatives

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Lubricants (AREA)
  • Cosmetics (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Perylenreihe Gegenstand des Patents 710 409 ist ein Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Perylenreihe, bei dem man Oxyverbindungen der Perylen- oder Azaperylenreihe mit höhermolekularen ungesättigten KohlenwasserstofFen oder von diesen durch Anlagerung von Wasser, Schwefelwasserstoff, Säuren, Alkoholen, Mercaptanen oder Aminen abgeleiteten Verbindungen in Gegenwart von Kondensationsmitteln erhitzt.
  • Es wurde nun gefunden, daß man ähnliche Verbindungen erhalten kann, wenn man als Ausgangsstoffe die nach den Patentschriften 487 870, 488 888, 488 889, 5I 1 946 oder 513 53o erhältlichen sauerstofffreien Umsetzungsverbindungen aus Benzanthronen und Säurechloriden benutzt.
  • Behandelt man z. B. :die nach Beispiel i der Patentschrift 487 870 aus Benzanthron durch Kochen mit Benzoylchlorid erhältliche Verbindung in der Wärme mit Dodecylalkohol in Gegenwart von Zinkchlorid und Chlorwasserstofgas auf die im Beispiel i des Hauptpatents beschriebene Weise, so erhält man ein tiefrot gefärbtes 01, dessen Eigenschaften weitgehend übereinstimmen mit den Eigenschaften der nach :dem genannten Beispiel des Hauptpatents erhältlichen Verbindung.
  • Es ist zwar bekannt, durch Umsetzen von aromatischen Kohlenwasserstoffen, wie Naphthalin, Anthracen oder Phenanthren mit Olefinen oder halogenierten aliphatischen Kohlenwasserstoffen Kondensationserzeugnisse herzustellen, die in Schmierölen leicht löslich sind und diesen eine Fluoreszenz erteilen. Es sind jedoch verhältnismäßig große Mengen notwendig, um mit diesen Stoffen eine merkbare Fluoreszenz zu erzeugen. Demgegenüber erteilen schon sehr kleine Mengen der nach dem vorliegenden Verfahren erhältlichen Verbindungen Schmierölen eine schöne und kräftige Fluoreszenz. Man hat auch schon all:ylierte Antlirachinonmercaptane zum Färben von Ölen vorgeschlagen. Diese Verbindungen färben zwar Öle, aber eine Fluoreszenz erteilen sie ihnen nicht.
  • Beispiel i Ein Gemisch von io Teilen des nach Beispiel i der Patentschrift 487 87o aus Benzantliron durch Kochen mit Benzoylchlorid erhältlichen Stoffs, ioo Teilen Dodecylbromid und io Teilen Zinkchlorid erhitzt man etwa Stunden lang auf etwa 2oo°. Nach dem Erkalten verdünnt man die Masse mit Benzol, saugt den unlöslichen Rückstand ab und wäscht ihn mit Benzol aus. Dann dampft man aus der Lösung das Benzol ab und wäscht das zurückbleibende, tiefrot gefärbte Öl mehrmals mit Methanol. Es löst sich z. B. in Paraffinöl sehr leicht mit gelber Durchsichtsfarbe und oliver Fluoreszenz.
  • Geht man von den aus Benzanthron oder 6-Chlorbenzantliron oder Bz i-Chlorbenzanthron oder Bz i-Oxybenzanthron oder Bz i-Thiokresylbenzanthron mit Abkömmlingen des Benzoylchlorids erhältlichen Verbindungen aus, so erhält man Stoffe von ähnlichen Eigenschaften.
  • An Stelle von Dodecylalkohol kann man auch andere hochmolekulare Alkohole, z. B. Octodecylalkohol, Abietinol oder Alkoholgemische, z. B. ein Gemisch aus Dodecyl- und Tetradecylalkohol, verwenden. Ebenso eignen sich für die Umsetzung die den hochmolekularen Alkoholen entsprechenden Olefine. In allen Fällen erhält man als Endstoffe tiefrot gefärbte Öle von -den im Absatz i beschriebenen Eigenschaften.
  • Beispiel 2 In Ioo Teile eines Gemisches von Dodecyl-und Tetradecylall:oliol trägt man bei 2oo° io Teile des nach Beispiel 3 der Patentschrift .188 889 durch Einwirkung von Oxalylchlorid auf Bz i-Chlorbenzanthron erhältlichen Stoffs und io Teile Zinkchlorid ein und leitet so lange Chlorwasserstoff durch die Mischung, bis der Ausgangsstoff umgesetzt ist. Man arbeitet auf die im ersten Absatz des Beispiels i beschriebene Weise auf und erhält so ein tief rot gefärbtes Öl, das sich in Paraffinöl mit rotgelber Farbe und stark: oliver Fluoreszenz löst.
  • Beispie13 Ein Gemisch von 75 Teilen Dodecylalkohol und io Teilen des nach Beispiel 8 der Patentschrift ..j.87 87o aus Benzanthrondurch Einwirkung von Oxalylchlorid erhältlichen Stoffs erhitzt man zunächst etwa 1/4 Stunde lang auf 205°, wobei die Farbe der Mischung von Blau nach Braun umschlägt. Hierauf trägt man io Teile Zinkchlorid ein und rührt unter Durchleiten von trockenem Chlorwasserstoff so lange bei etwa 2oo°, bis kein Ausgangsstoff mehr nachweisbar ist. Man arbeitet dann das Gemisch auf die im ersten Absatz des Beispiels i beschriebene Weise auf und erhält so ein tief braunrot gefärbtes Öl, das ähnliche Eigenschaften besitzt wie der nach Absatz i des Beispiels i erhältliche Stoff. Beispiel-d.
  • Ein Gemisch aus 2 Teilen des im Beispiel i verwendeten Ausgangsstoffes, 12 Teilen Dodecylmercaptan und 2 Teilen Zinkchlorid wird unter Rühren und Durchleiten von Chlorwasserstoffgas etwa i Stunde auf 210' erhitzt. Dann läßt man erkalten, verdünnt mit Benzol, saugt vom Zinkchlorid ab und verdampft aus dem Filtrat das Benzol. Es hinterbleibt ein tief rotgelbes Öl, das nach dem Waschen mit Methanol zu einer wachsartigen Masse erstarrt.
  • Die neue Verbindung löst sich sehr leicht in Paraffinöl mit gelber Durchsichtsfarbe und schöner, blaustichig oliver Fluoreszenz.' Beispiel 5 E:n Gemisch aus 2 Teilen des, :m Beispiel 2 verwendeten Ausgangsstoffes und 2o Teilen Dodecyläther (hergestellt durch Umsetzung von @atriumdodecylat mit Dodecylbromid i wird auf 2oo° aufgeheizt. Dann gibt man -2 Teile Zinkchlorid zu der Mischung und rührt sie unter Durchleiten von Chlorwasserstoffgas so lange bei Zoo bis 2io°, bis der Ausgangsstoff nicht mehr nachgewiesen werden kann. Dann läßt man erkalten, verdünnt mit Benzol, saugt vom Zinkchlorid ab, verdampft das Benzol aus dem Filtrat und erhält so als Rückstand ein rotes Öl, das zur weiteren Reinigung noch mit Methanol gewaschen wird. Es löst sich in Paraffinöl sehr leicht mit gelbroter Farbe und erteilt ihm eine starke oliv e Fluoreszenz.
  • Beispiel 6 Ein Gemisch aus 3 Teilen des im Beispiel :2 verwendeten Ausgangsstoffes und 2o Teilen Dodecylsulfid (hergestellt durch Umsetzen von Dodecylbromid mit einer alkoholischen Lösung von Natriumsulfid) wird auf 2oo° erhitzt. Dann gibt man 3 Teile Zinkchlorid zu und rührt das Gemisch unter Durchleiten von Chlorwasserstoffgas bis zur vollständigen Umsetzung des Ausgangsstoffes bei 21o°. Dann läßt man erkalten, verdünnt mit Benzol, saugt vom Zinkchlorid ab, verdampft das Benzol aus den! Filtrat und erhält so als Rückstand ein tief rotgelbes Öl,. das nach dem Waschen mit Methanol zu einer wachsartigen Masse erstarrt. Diese löst sich leicht in Paraffinöl mit gelber Durchsichhtsfarbe und verleiht ihm eine schöne, blaustichig olive Fluoreszenz. Beispiel 7 Ein Gemisch aus io Teilen des im Beispiel 3 verwendeten Ausgangsstoffes, io Teilen Zinkchlorid und Zoo Teilen Dodecylamin wird unter Rühren so lange auf 2io° erhitzt, bis kein Ausgangsstoff mehr nachgewiesen werden kann. Dann läßt man erkalten, verdünnt mit Benzol, saugt von geringen Mengen unlöslicher Bestandteile ab und dampft das Benzol ab. Hierbei bleibt ein bräunlich gefärbter, öliger Rückstand, der beim Waschen mit Methanol zu einem braunen Pulver erstarrt. Dieses löst sich leicht in Paraffinöl und verleiht ihm eine rotgelbe Durchsichtsfarbe und eine braunolive Fluoreszenz.

Claims (1)

  1. PATRNTAITSPRUCH: Abänderung des Verfahrens zur Herstellung von Farbstoffen der Perylenreihe nach Patent 710 4o9, dadurch gekennzeichnet, daB man hier statt der Oxyverbindungen der Perylen- oder Azaperylenreihe die nach den Patentschriften 487 870, 488 888, 488 889, 5 11946 oder 513 530 erhältlichen sauerstofffreien Umsetzungsverbindungen aus Benzanthronen und Säurechloriden mit hähermolekularen ungesättigten Kohlenwasserstoffei oder von diesen durch Anlagerung von Wasser, Schwefelwasserstoff, Säuren, Alkoholen, Mercaptanen oder Aminen abgeleiteten Verbindungen in Gegenwart von Kondensationsmitteln erhitzt.
DEI57174D 1937-02-20 1937-02-20 Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Perylenreihe Expired DE710986C (de)

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