DE71114A - Befestigungsart der Polenden der Zuleitungsdrähte und des Glühfadens in der Glasbirne - Google Patents
Befestigungsart der Polenden der Zuleitungsdrähte und des Glühfadens in der GlasbirneInfo
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- DE71114A DE71114A DE1892P5979 DEP5979 DE71114A DE 71114 A DE71114 A DE 71114A DE 1892P5979 DE1892P5979 DE 1892P5979 DE P5979 DEP5979 DE P5979 DE 71114 A DE71114 A DE 71114A
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Description
kXtsBrliches
PATENTAMT.
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Vorliegende Erfindung betrifft eine neue Art elektrischer Stromzuführung für Beleuchtungsund
andere Zwecke, die sich besonders zur Anwendung von Glühlampen eignet.
In beiliegender Zeichnung ist die Erfindung an einer Glühlampe dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι einen Mittelschnitt der Lampe,
Fig. ι a die Ansicht der Lampe in Fig. 1 um
90 ° gedreht und mit Weglassung der Glasbirne,
Fig. 2, 3 und 4 Abänderungen der Stromzuführungsbügel,
Fig. 5 einen Schnitt nach Linie x-x von Fig. i.
Die bisherige Verbindung der Kohlenfäden in Glühlampen mit den Leitungsdrähten geschieht
durch kurze Platindrähte, welche in Glas eingeschmolzen werden, um den Zutritt der Luft zu verhindern. Dieses Verfahren hat
den Uebelstand, dafs es schwierig ist, eine vollkommene und dauernde Dichtung zwischen Glas
und Draht zu erzielen.
Dieser Nachtheil wird bei der vorliegenden Erfindung dadurch beseitigt, dafs das die
Stromzuleitung besorgende Metall innig mit dem Glase verschmolzen wird. Wenn nämlich auf
Glas eine Schicht Silber, Gold, Platin oder anderes Metall in Pulverform aufgetragen und
durch genügende Erhitzung mit dem Glase verbunden wird, so bilden die auf der Oberfläche
des Glases eingebetteten Metalltheilchen einen elektrischen Leiter.
Um das vorstehend beschriebene Verfahren auszuführen, werden die Innenflächen der Glasröhren
3, 3, Fig. i, mit einem geeigneten Klebstoff überzogen, dann mit fein gepulvertem
Silber bestreut und dann so lange erhitzt, bis das Silber mit dem Glase innig verbunden ist.
Die Glasröhren werden hierauf, so lange das Glas noch heifs ist, zusammengeprefst, bis beide
Wandungen in einander verschmolzen sind und dadurch einen vollkommen luftdichten Abschlufs
nach aufsen bilden. Die Enden des Kohlenfadens 4 können in den Glasröhren 3, 3 nach
bekanntem Verfahren befestigt werden, so dafs also die an der entgegengesetzten Seite eingefügten
Leitungsdrähte 5, 5 durch die mit dem Glase verbundenen Silbertheilchen in leitender
Verbindung stehen (Fig. 1).
Bei dieser Ausführungsform der Glühlampe soll der Eintritt der Luft in die Glasbirne 1
nach dem Evacuiren derselben völlig ausgeschlossen sein.
Anstatt die Glasröhren 3 wie in" Fig. 1 zusammenzupressen
, kann in jede Röhre ein Glasstift 10 gelegt werden (Fig. 2), auf welchen
die innen mit Silber bedeckte Röhre aufgeschmolzen wird.
Bei der in Fig. 3 gezeigten Abänderung sind die Röhren 3, 3 in Wegfall gekommen. Hier
sind auf der Innenwandung der Röhre 2 einander entgegengesetzt zwei Silberstreifen 6,6
angeordnet, welche sich bis zu dem Ende der Röhre 2 erstrecken. Diese Röhre wird nunmehr
an ihrem unteren Ende bei 7 zusammengedrückt und auch der zwischen beiden Silberstreifen
bei 8 liegende Theil zusammengeprefst, so dafs zwei Röhrchen g, 9 entstehen, in welche
die Enden der Kohlenfäden in oben be-
Claims (1)
- schriebener Weise eingebettet werden. Die Zuleitungsdrähte am oberen Ende der Röhre 2 werden mit dem Silber auf beiden Seiten durch das Isolirstück 11 in leitender Verbindung erhalten.Fig. 4 zeigt eine andere Ausführungsform, bei welcher die Silberstreifen an der Aufsenseite der an einem Ende geschlossenen Röhre 2 angebracht sind und die Zuleitungsdrähte in der Fuge zwischen der Röhre 2 und dem Hals der Birne liegen. Die Kohlenfäden und Zuleitungsdrähte sind auf der Aufsenseite der Röhre 2 in geeigneter Weise befestigt, während die zwischen den Drahtenden liegenden Wandungen der Röhre 2 als Nichtleiter dienen.Selbstverständlich kann statt des Silbers irgend ein anderes Metall zur Verwendung kommen. Silber erhält man bequem dadurch in passender Form, dafs man mehrere Kupferstäbe in salpetersaure Silberlösung taucht, worauf sich das Silber in Form eines sehr feinen Pulvers niederschlägt. Dieses Pulver mufs dann noch durch gründliches Waschen und Sieben gebrauchsfähig gemacht werden.Man kann das betreffende Metall auch in dünner Blattform anwenden.Der Klebstoff zum Befestigen des Metallpulvers auf dem Glase kann zweckmäfsig aus zwei Theilen Copaivbalsam und einem Theil Kiefernbalsam zusammengesetzt werden.Pateντ-Anspruch:Eine Befestigungsart der Polenden der Zuleitungsdrähte und des Glühfadens in der Glasbirne, darin bestehend, dafs ein Klebstoff auf der Innen- oderAufsenfläche der Glasrohre (3, 3) und auf diesen Klebstoff eine Schicht Silber, Gold, Platin oder anderes Metall in beliebiger Form aufgetragen, das Metall dann durch Erhitzen eingebrannt wird und die Glasrohre in heifsem Zustande zusammengeprefst wird, so dafs die auf der Oberfläche der Glasrohre eingeprefsten Metalltheilchen den elektrischen Leiter bilden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE71114A true DE71114A (de) |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE899236C (de) * | 1937-07-23 | 1953-12-10 | Julius Pintsch K G | Anordnung zur galvanischen Leitung ultrahochfrequenter Wechselstroeme |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE899236C (de) * | 1937-07-23 | 1953-12-10 | Julius Pintsch K G | Anordnung zur galvanischen Leitung ultrahochfrequenter Wechselstroeme |
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