DE711352C - Heizpackung fuer Haardauerwellgeraete - Google Patents
Heizpackung fuer HaardauerwellgeraeteInfo
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-
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Description
- Heizpackung für Haardauerwellgeräte Die Erfindung bezieht sich auf eine Heizpackung für Haardauerwellgeräte, bei welcher durch Befeuchten eines saugfähigen Stoffes mit einer Reaktionsflüssigkeit, gegebenenfalls im Zusammenwirken mit einer Metallfolie, eine exotherme Reaktion herbeigeführt wird und welche mit einer Umhüllung versehen ist.
- Es ist bereits vorgeschlagen worden, für solche Zwecke einen saugfähigen Stoff z. B. mit Sublimat und Citronensäure zu tränken und mit Aluminiumfolie zu umhüllen. Bei der innerhalb solcher- Packungen einsetzenden exothermen Reaktion wird ein leichtes weißes Pulver entwickelt, das aus der Packung herausstäubt und das .Haar auf dem Wickel verunreinigt. Man hat daher .auch schon vorgeschlagen, ähnliche Packungen, welche aus mindestens einer Lage von Aluminiumfolie und mindestens einer Lage vorn saugfähigem Stoff bestehen, nach dem Benetzen mit Reaktionsflüssigkeit in eine briefumschlagartige Tasche einzuführen und nach Einschluß in eine solche zur Anwendung zu bringen. Derartige Packungen haben jedoch wiederum den Nachteil der umständlichen Handhabung, da das Einschieben derartiger feuchter, weicher Reaktionseinlagen in flache Taschen aus saugfähigem Stoff ziemliche Mühe bereitet, oft zu Verletzungen des Stoffes führt und auch sonst ziemlich _ unangenehm und vor allem auch zeitraubend ist, das Auflegen der Heizpackung auf den Haarwickel aber schnell erfolgen muß, da die chemische Reaktion schon kurze Zeit nach dem Zusammenbringen der Komponenten bzw. dem Befeuchten mit Reaktionsflüssigkeit einsetzt.
- Die erfindungsgemäße Heizpackung weist demgegenüber die vorerwähnten Nachteile nicht auf, sondern ermöglicht ein flottes und störungsfreies Arbeiten ohne irgendwelche Verunreinigung oder sonstige Beeinträchtigung des Haares. Diese erfindungsgemäße Heizpackung enthält innerhalb einer heftartig gefalteten, mehrschichtigen Umhüllung, deren äußere Schicht aus Pergamentpapier, Metallfolie o. dgl. wasserundurchlässigem Stoff uiid, deren innere Schicht aus Fließpapier, Asbest-.' papier, Pappe o. dgl. saugfähigem Stoff be- ' steht, eine flache Einlage. Diese Einlage besteht aus einer oder mehreren Schichten, welche zur Aufnahme der Reaktionsflüssigkeit bestimmt sind und mit Metallfolie belegt und/ oder durchschossen sein können, und ist in ihrem Umfange durchweg kleiner als die Umhüllung gehalten. Auf Grund dieser Ausbildung läßt sich die Einlage nicht nur schnell und mühelos auch in feuchtem, weichem Zustande in die Umhüllung einführen, sondern es ist auch die Gewähr geboten, daß etwaige überschüssige, kochende Reaktionsflüssigkeit am Austritt verhindert wird und damit weder mit der die Packung auf dem Wickel zusamimenhaltenden Klemme noch mit dem Haarwickel selbst in Berührung kommen kann, da bei mittlerer Anordnung der Einlage und Zusammenpressen der Packung die von der Einlage freien Randzonen der beiden saugfähigen Umhüllungsinnenflächen unmittelbar aufeinanderliegen und so einen dichten Abschluß bilden.
- Diese reaktionsfähige Einlage kann zur weiteren Vereinfachung des Ganzen auch in einem ihren Ausmaßen entsprechenden, an die Umhüllung innen angehefteten Zuschnitt aus undurchlässigem oder reaktionsfähigem Werkstoff, z. B. aus Aluminiumfolie, angeordnet sein. Dies bietet den zusätzlichen Vorteil, daß die Feuchtigkeit der Einlage nach ihrem Benetzen mit der Reaktionsflüssigkeit nicht sofort von der saugfähigen Innenschicht der Umhüllung aufgenommen wird und im Falle eines Zuschnittes aus reaktionsfähigem Werkstoff auch noch den weiteren Vorteil, daß die Einlage selbst nicht reaktionsfähig, also weder mit Metallfolie belegt oder durchschossen noch sünstwie metallhaltig zu sein braucht, sondern nur aus saugfähigem Stoff bestehen kann.
- Schließlich kann man den vorerwähinten Abschluß auch noch dadurch vervollkommnen und das lagerichtige Einlegen der Einlage auch noch dadurch besonders einfach gestalten, daß man .an der Innenseite der Umhüllung eine weitere Schicht aus saugfähigem Stoff, z. B. Fließpapier, vorsieht, die eine mittlere, den Ausmaßen der reaktionsfähigen Einlage entsprechende Ausnehmung für Aufnahme derselben aufweist.
- In der Zeichnung ist der Erfinduingsgegenstand in verschiedenen Ausführuingsformen dargestellt, und zwar zeigt ihn im Schaubild Alb. i in seiner einfachen Grundform, Abb.2 mit einem besonderen, an die Umhüllung angehefteten Zuschnitt, Abb.3 mit einer zusätzlichen Schicht an der Umhüllungsinnenseite und Ausnehmung `- die Einlage.
- #, : Abb. 4 zeigt eine Einlage in Einzeldarstelg.
- Abb.5 zeigt die Anordnung der Heizpackung auf einem Haarwickel.
- Der Erfindungsgegenstand besteht gemäß Abb. i in bekannter Weise aus einer heftartig gefalteten, mehrschichtigen Umhüllung i, 2, deren äußere Schicht i beispielsweise aus Pergamentpapier, Metallfolie o. dgl. wasserundurchlässigem Stoff und deren innere Schicht 2 aus Fließpapier, Asbestpapier, Pappe o. dgl. saugfähigem Stoff gebildet ist. In diese Umhüllung i, 2 ist nun erfindungsgemäß eine Einlage 3 eingelegt, welche aus einer oder mehreren saugfähigen Schichten besteht, die mit Metallfolie belegt und/oder durchschossen sein können.
- In Abb. 2 stellen i und 2 wiederum die einzelnen Schichten der Umhüllung und 3 die Einlage dar. Außerdem ist hier noch ein besonderer, den Ausmaßen der Einlage 3 entsprechender Zuschnitt 4 aus undurchlässigem oder reaktionsfähigem Werkstoff, z. B. aus Aluminiumfolie, innen an die Umhüllung i, 2 angeheftet.
- In Abb.3 stellen i und 2 ebenfalls die einzelnen Schichten der Umhüllung und 3 die Einlage dar. Außerdem ist hier noch eine weitere Schicht 5 aus saugfähigem Stoff, z. B. Fließpapier, an der Innenseite der Umhüllung vorgesehen. Diese Schicht 5 weist eine mittlere, den Ausmaßen der Einlage 3 entsprechende Ausnehmung 6 zur Aufnahme derselben auf.
- Gemäß Abb. 4 ist die aus einer oder mehreren saugfähigen Schichten 7 bestehende Einlage, welche mit Metallfolien. 8, z. B. Aluminiumfolien, belegt und/oder durchschossen sein kann, derart ausgebildet, daß die Metallfolien Durchlochungen 9 aufweisen, da hierdurch die Durchlässigkeit des Ganzen verbessert wird.
- Als Reaktionsflüssigkeit zum Benetzen der Einlagen 3 kann in allen diesen Fällen beispielsweise eine wäßrige Lösung, die 400,0 Kupferchlorid und 25 0;ö Ammoniumnitrat enthält, verwendet werden.
- Nach Befeuchten der Einlage 3 mit der Reaktionsflüssigkeit wird diese entweder in der gemäß Abb. i dargestellten Weise in die Umhüllung i, 2 oder in deren Zuschnitteinheftung 4 (vgl. Abb. 2) oder in die Ausnehmung 6 'der zusätzlichen Schicht 5 (vgl. Abb.3) eingelegt und die Umhüllung zugeklappt. Dann liegen deren von der Einlage freie Randzonen unmittelbar aufeinander und gewähren so, insbesondere beim Zusammenpressen. der Packung (vgl. Abb. 5 ) in einer Klemme i i auf einem um einen Wickelstab 12 angeordneten Haarwickel 13 einen völlig dichten Abschluß, so daß auch nicht .einmal Spuren etwaiger überschüssiger kochender Reaktionsflüssigkeit an den Haarwickel i3 oder auf die unter der Gumnmiunterlage i q. reichende Kopfhaut 15 gelangen können.
- Außer den eingangserwähnten Heizpackungen sind auch noch solche bekannt, bei welchen. pulverförmige Stoffe, z. B. gebrannter Kalk, in einem Beutel zusammengehalten sind. Derartige Beutel sind mit heftartigen Packungen der erfindungsgemäßen Art nicht zu vergleichen und gewähren im Gegensatz zu jenen keinerlei Schutz gegen dien Austritt von überschüssiger Flüssigkeit und allen damit verbundenen Unannehmlichkeiten. Schließlich sind auch heftartig angeordnete D.auerwellpackungen als solche bekannt gewesen. Diese unterscheiden sich aber von den erflindungsgemäßen chemischen Heizpackim,gen grundsätzlich dadurch, daß sie nicht befähigt sind, von sich aus auf chemischem Wege Hitze zu erzeugen und auch einer Sicherung gegen austretende kochende Dauerwellflüssigkeit aus der Packung selbst nicht bedürfen.
Claims (3)
1'ATENTANScIIL: i. Heizpackung für Haardauerwellgeräte, bei welcher
durch Befeuchten eines saugfähigen Stoffes mit einer Reaktionsflüssigkeit, gegebenenfalls
im Zusammenwirken mit einer Metallfolie, eine @exotherme Reaktion herbeigeführt
wird und welche mit einer Umhüllung versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die
Packung innerhalb einer heftartig gefalteten, mehrschichtigen Umhüllung (1,2), deren
äußere Schicht (i) aus Pergamentpapier, Metallfolie o-. dgl. wasserundurchlässigem
Stoff und deren innere Schicht (2) aus Fließpapier, Asbestpapier, Pappe o. dgl.
saugfähigem Stoff besteht, eine flache Einlage (3) enthält, die aus einer oder mehreren
saugfähigen Schichten, welche zur Aufnahme der Reaktionsflüssigkeit bestimmt sind
und mit einer Metallfolie belegt und/oder durchschossen sein können, besteht und
im Umfang durchweg kleiner als die Umhüllung gehalten ist, so daß bei mittlerer
Anordnung der Einlage (3) und beim Zusammenpressen der Packung die von der Einlage
freien Randzonen der beiden saugfähigen Umhüllungsinnenflächen unmittelbar aufeinanderliegen
und so ,etwaige überschüssige Reaktionsflüssigkeit am Austritt zu hindern. vermögen.
2. Heizpackung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die reaktionsfähige
Einlage (3) in einem ihren Ausmaßen entsprechenden, an die Umhüllung innen
angehefteten Zuschnitt (q.) aus undurchlässigem oder reaktionsfähigem Werkstoff,
z. B. aus Aluminiumfolie, angeordnet ist.
3. Heizpackung nach Anspruch i und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Umhüllung an ihrer Innenseite eine weitere Schicht
(5) aus saugfähigem Stoff, z. B. Fließpapier, enthält, dieeine mittlere, den Ausmaßen
der reaktionsfähigen Einlage (3) entsprechende Ausnehmung (6) für Aufnahme derselben
aufweist.
Priority Applications (1)
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| DEST59041D DE711352C (de) | 1939-08-22 | 1939-08-22 | Heizpackung fuer Haardauerwellgeraete |
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| DEST59041D DE711352C (de) | 1939-08-22 | 1939-08-22 | Heizpackung fuer Haardauerwellgeraete |
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| DE711352C true DE711352C (de) | 1941-09-30 |
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ID=7468061
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| Country | Link |
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1939
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