DE711593C - Vorrichtung zum Empfang amplitudenmodulierter Schwingungen - Google Patents
Vorrichtung zum Empfang amplitudenmodulierter SchwingungenInfo
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Classifications
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- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03J—TUNING RESONANT CIRCUITS; SELECTING RESONANT CIRCUITS
- H03J7/00—Automatic frequency control; Automatic scanning over a band of frequencies
- H03J7/02—Automatic frequency control
- H03J7/04—Automatic frequency control where the frequency control is accomplished by varying the electrical characteristics of a non-mechanically adjustable element or where the nature of the frequency controlling element is not significant
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- H03J7/04—Automatic frequency control where the frequency control is accomplished by varying the electrical characteristics of a non-mechanically adjustable element or where the nature of the frequency controlling element is not significant
- H03J7/045—Modification of automatic frequency control sensitivity or linearising automatic frequency control operation; Modification of the working range
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- Channel Selection Circuits, Automatic Tuning Circuits (AREA)
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf den Empfang amplitudenmodulierter Schwingungen,
die eine zusätzliche, unerwünschte Frequenzmodulation im Takte einer im hörbaren
Bereich liegenden Niederfrequenz aufweisen.
Es ist bekannt, daß bei der Amplitudenmodulation von Hochfrequenzsendern eine
-gleichzeitige Frequenz- oder Phasenmodulationoft nicht leicht zu vermeiden ist, die sich
darin äußert, daß die Trägerwelle des Senders im niederfrequenten Takt um einen Mittelwert
schwankt. Diese Frequenzschwankungen betragen im allgemeinen nur einen kleinen Bruchteil der mittleren Trägerfrequenz. Der
Umfang des ausgesandten Frequenzbereiches kann aber dadurch beträchtlich über die normale,
durch die niederfrequente Amplitudenmodulation gegebene Bandbreite hiiiaus vergrößert
werden. ZumEmpfang dieser Schwingungen sind Apparate mit außergewöhnlich großer Bandbreite erforderlich, da sonst entsprechend
der begrenzten Durchlässigkeit der Selektionsmittel eine meist nicht lineare und
unerwünschte Umwandlung der Frequenzmodulation in Amplitudenmodulation auftritt,
wodurch der Empfang häufig unmöglich wird.
Abgesehen davon besteht bei der Verwendung von Bandfiltern mit nachfolgender Gleichrichtung
im allgemeinen die Forderung, daß die Trägerfrequenz stets mit der mittleren Durchlaßfrequenz zusammenfällt, weil sonst
eine unsymmetrische Phasendrehung beider Seitenbänder zu erwarten ist, die bei der
Gleichrichtung zu nichtlinearen Verzerrungen führt. Der Empfang von amplitudenmodulierten
Schwingungen schwankender Frequenz bereitet auch aus diesem Grunde besondere S ch wierigkeiten.
Wenn es sich um den Empfang von kurzen Wellen handelt, lassen sich allerdings Selektionskreise
mit der erforderlichen großen Bandbreite leicht herstellen, da diese Bandbreite im Vergleich mit den sehr hohen Abstimmfrequenzen
immer noch klein ist. Es liegt aber auf der Hand, daß bei diesen großen
Bandbreiten auch Störungen verschiedener Herkunft, deren Frequenz in den weiten
Durchlaßbereich der Selektionskreise fällt, in unnötiger Weise mitempfangen werden. ; \
Bei Überlagerungsempfang bereitet die Verstärkung des infolge schwankender Trägerfrequenz
sehr großen Frequenzbereiches erhebliche Schwierigkeiten, da dieser Bereich im Vergleich zu der mittleren Zwischenfrequenz
meist nicht mehr klein ist. Aus diesem Grunde ist ein Überlagerungsempfang von Kurzwellen häufig nicht gut möglich,
während er bei Ultrakurzwellen im allgemeinen überhaupt nicht mehr ausführbar ist. Die
• 5 besonderen Vorteile der Frequenztransformierung mit nachfolgender Verstärkung lassen
sich also gerade bei den kürzesten Wellen nicht mehr ausnutzen, wo bekanntlich ohnehin
besondere Schwierigkeiten der direkten ao Verstärkung bestehen.
Die genannten Schwierigkeiten beim Empfang von amplitudenmodulierten Schwingungen,
deren Trägerfrequenz infolge einer zusätzlichen Frequenz- oder Phasenmudulation raschen Schwankungen unterworfen ist, werden
beim Verfahren gemäß vorliegender Erfindung vermieden. Es können Selektionskreise verwendet werden, deren Bandbreite
den durch die niederfrequente Amplitudenmodulation gegebenen Umfang nicht mehr wesentlich überschreitet, und ein Überlagerungsempfang
auch der kürzesten Wellen wird möglich.
Erfindungsgemäß wird nun eine der momentauen Verstimmung des Empfängers gegenüber
der Momentanfrequenz der empfangenen SchwingungstetsentsprechendeAbstimmungsregelspannungerzeugt,
welche die Abstimmung wenigstens eines Teiles des Empfängers mit einer der Periodendauer der höchsten Frequenzmodulation
entsprechenden Zeitkonstante derart beeinflußt, daß die Verstimmung dieses Teiles stets klein bleibt.
Es ist bekannt, bei Empfängern, in denen die wiederzugebende Nachricht durch Frequenzdetektion
einer absichtlich frequenzmodulierten Trägerwelle zurückgewonnen wird, eine schnell wirkende Abstimmungsregelung
des örtlichen Oszillators anzuwenden, lind zwar um eine negative Rückkopplung zur
Aufhebung von Verzerrungen herbeizuführen. Da die Empfängerabstimmung erfindungsgemäß
ständig der Momentanfrequenz der empfangenen Welle nachfolgt, wird dabei im folgenden von einer Mitlaufabstimmung gesprochen.
In dieser raschen Steuerung der Abstimmung, die auch bei sehr raschen Frequenz^
änderungen der empfangenen Welle mitfolgt, liegt ein grundsätzlicher Unterschied gegenüber
den bekannten Anordnungen zur automatischen Scharfabstimmung, welche eine nachträgliche Korrektur der Empfängerabstimmung
bei ursprünglich ungenauer· Ab-(^Stimmung
auf zu empfangender Trägerwelle 'e||er bei langsamen Frequenzänderungen die-.Jjijf
letzteren bezwecken. Mit Rücksicht auf •iaiesen besonderen Zweck ist bei den Anordnungen
zur automatischen Scharfabstimmung ein rasches Arbeiten nicht erforderlich und auch nicht erwünscht. Es sind Zeitkonstanten
in der Größenordnung von etwa ι Sek. üblich. Im Gegensatz dazu bietet jedoch
eine mindestens tausendfach schneller wirkende Regelung der Empfängerabstimmung,
wie sie beim erfindungsgemäß gekennzeichneten Verfahren der Mitlaufabstimmung erfolgt,
nach obigem und nach den folgenden Erklärungen ganz neuartige Vorteile.
Die Fig. 1 bis 3 zeigen den Verlauf der Trägerfrequenz und der Seitenbandfrequenzen
bei einer amplitudenmodulierten Hochfrequenz in Abhängigkeit von der Zeit.
Bei Fig. 1 ist die Trägerfrequenz 13 konstant,
d.h. es liegt keine zusätzliche Frequenzmodulation vor; auch die Seitenbandfrequenzen
11 und 12 seien in diesem Falle konstant.
Zum Empfang reichen Selektionsmittel aus, deren Bandbreite dem engen Bereich der Bandfilterkurve
16 entsprechen möge. Die beispielsweise durch 14 gekennzeichneten Störfrequenzen
werden also durch die Selektionskreise vollständig ausgeschieden.
Ist die Trägerfrequenz selbst aus irgendwelchen Gründen, z. B. geringe Frequenzmodulation,
raschen Schwankungen unterworfen, so entsprechen die Verhältnisse der Fig. 2. Durch 23 ist die veränderliche Trägerwelle
dargestellt und durch 21 und 22 die Seitenbandfrequenzen in dem durch die Niederfrequenz
gegebenen Abstand von der Trägerfrequenz. Ein Empfang mit normalen Mitteln ist nur möglich, wenn die Selektionskreise des Empfängers den gesamten vorkommenden
Frequenzbereich umfassen, wie dies durch die breite Bandfilterkurve 26 dargestellt
ist. Die Störfrequenzen 24 werden in diesem Falle mitempfangen.
Ein Empfang ist aber gemäß Fig. 3 auch möglich, wenn die Empfängerabstimmung
stets der momentanen Frequenz der Trägerwelle 33 folgt, wie dies durch die veränderlichen
Bandfilterkurven 36,,, 36^ und 36,, dargestellt
wird. Die Störfrequenzen 34 werden in diesem Falle wegen der momentanen Lage der Bandfilterkurve 36^ nicht mitempfangen.
Zur Erzeugung der verstimmungsabhängigen Abstimmungsregelspannung ist eine Apparatur
erforderlich, deren Charakteristik dem Diagramm Fig. 4 entspricht. Entsprechend dem momentanen Unterschied A ω zwischen
der empfangenen Momentanfrequenz ω und
der Eigenfrequenz ω0 dieses Kreises wird eine
Abstimmungsregelspannung u erzeugt, die in jedem Augenblick für diese Abweichung nach
Größe und Vorzeichen charakteristisch ist: Die einfallende Hochfrequenz 41, welche beispielsweise
etwas über der Eigenfrequenz ω0
liegt, führt zu einer entsprechenden positiven Regelspannung, welche in der erforderlichen
kurzen Zeit "die nötige Abstimmungsänderung bewirkt. Ist die einfallende Welle infolge
niederfrequenter Modulation in die beiden Seitenbänder 42 und 43 aufgeteilt, so soll die
gleiche Regelspannung entstehen, da diese naturgemäß nicht c vom momentanen Amplitudenmodulationszustand
abhängig sein soll. Dies ist der Fall, wenn die Charakteristik Fig. 4 im Bereich der auftretenden Trägerund
Seitenbandfrequenzen nicht gekrümmt ist. Es ist also ein annähernd geradliniger
Verlauf zwischen den Punkten 46 und 47 erforderlich, welche den größten Abweichungen
zwischen den empfangenen Frequenzen und der momentanen Eigenfrequenz dieses Kreises
entsprechen. Außerhalb dieser Punkte ist im allgemeinen ein rasches Abfallen der Kurve
gegen die Nullinie erwünscht, damit beispielsweise durch eventuell mitverstärkte
Störfrequenzen keine die Abstimmung störende Regelspannung erzeugt wird.
Zur Erzeugung der gemäß Fig. 4 verlauf en-.den Regelspannungen können Schaltungen verwendet
werden, wie sie bei Apparaturen zur automatischen Scharfabstimmung von Empfängern
bereits bekannt sind. Eine geeignete Schaltung wird beispielsweise durch Fig. 5 dargestellt. Der Hochfrequenzstrom veränderlicher
Frequenz wird über die Klemmen 1 und 2 dem Kreis L1, C1 aufgedrückt, welcher
mit L2, C2 lose gekoppelt ist. Der Phasenunterschied
zwischen Primär- und Sekundärspannung dieses Bandfilters hängt von der Frequenzabweichung gegenüber der mittleren
Durchlaßfrequenz ab und liegt zwischen ό° und i8o°. Durch Verbindung des Primär-
4-5 kreises mit dem Mittelpunkt des Sekundärkreises erfolgt Summen- und Differenzbildung
beider Spannungen, so daß durch nachfolgende Gleichrichtung- z. B. mit der Doppeldiode
G eine verstimmungsabhängige: Ab-Stimmungsregelspannung erzeugt wird, welche
an den Klemmen 3 und 4 entnommen wird. Die Festkondensatoren C3 und C1 dienen zur
Trennung dieser Regelspannung vom Schwingkreis und die Widerstände R3 und i?4 zur Ableitung
derselben, während R5 und R0 in Verbindung
mit C5 zur Unterdrückung der Hochfrequenz vorgesehen sind. Aus Gründen der
genügend raschen Regelspannungsänderung entsprechend den raschen Frequenzänderungen
muß die Zeitkonstante von R3j C3, R4, C4
und von (R5 -j- R6) C5 genügend klein sein.
Über die beiden Widerstände R1, R2 kann an
den Klemmen 5 und 6 auch eine amplitudenproportionale Regelspannung entnommen werden, die sich zum automatischen Schwundausgleich
oder für die weiter unten beschriebene besondere Amplitudenregelung eignet. .
Diese Schaltung ist nur als Beispiel aufzufassen. Es sind verschiedene Schaltungen bekannt,
die bei geeigneter Dimensionierung der Schaltelemente dem vorgegebenen Zweck ebenfalls gerecht werden.
Zur Beeinflussung von Parametern, welche für die Abstimmung von Schwingkreisen
maßgebend sind (Induktivität, Kapazität) in Abhängigkeit von der Abstimmungsregelspannung,
sind ebenfalls verschiedene Verfahren bekannt, welche namentlich bei Anordnungen
zur automatischen Scharfabstimmung von Radioempfängern bereits Verwendung finden. Es kann beispielsweise die dynamische
Kapazität einer Elektronenröhre gesteuert werden, welche zu einem Abstimmkondensator
parallel liegt, oder es kann die Induktivität von Abstimmspulen durch Änderung der Vormagnetisierung geeigneter Spulenkerne
beeinflußt werden.
Der prinzipielle Aufbau der Apparatur zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
geht aus den Fig. 6 und 7 hervor.
In Fig. 6 ist durch 61 ein abgestimmter Verstärker dargestellt, durch welchen die
Eingangsspannung ex von veränderlicher Frequenz auf den Wert e2 verstärkt wird. Im
Frequenz>kontrollkreis 62, der beispielsweise nach der Schaltung gemäß Fig. 5 aufgebaut
sein kann, wird eine Regelspannung U1 erzeugt, welche der momentanen Verstimmung
der Abstimmkreise gegenüber der Hochfrequenz ex und e2 entspricht. Soweit erforderlich,
wird diese Regelspannung U1 im Beruhigungskreis 63 beruhigt, welcher für die
niederfrequenten Regelspannungsänderungen durchlässig sein muß. Die so in niederfrequentem
Takte entsprechend der Frequenzmodulation von ^1 und e2 schwankende Abstimmungsregelspannung
M2' wirkt in der Weise auf die abgestimmten Kreise in 61 und
62, daß deren Verstimmung gegenüber der momentanen Hochfrequenz und damit die Regelspannung U2 selbst stets auf einem Minimum
gehalten wird. Die Spannung e2 kann gleichgerichtet werden und ist frei von Störungen,
deren Frequenz außerhalb vom momentanen Durchlaßbereich des abgestimmten Verstärkers 61 liegt.
In diesem Fall der Geradeausverstärkung wird also die Abstimmung des Kontrollkreises
62 gleichzeitig und in gleicher Weise mit der Abstimmung des Empfängerverstärkers 61 i»o
ständig nachgeregelt.
Anders liegen die Verhältnisse bei Über-
lagerungsempfang, wie beispielsweise in Fig. 7 dargestellt. Die Eingangsspannung e0
von veränderlicher Frequenz wird im Modulationskreis 70 von an sich bekannter Schaltung
und Aufbau mit der Hilfsfrequenz e4 des Oszillators 74 moduliert. Die Differenzfrequenz
oder Summenfrequenz ei wird im Zwischenfrequenzverstärker 71 auf den Wert es
verstärkt.
Die Abstimmung des Frequenzkontrollkreises 72 ist unveränderlich und entspricht
der ebenfalls unveränderlichen mittleren Durchlaßfrequenz der Bandfilter im Zwischenfrequenzverstärker
71. Die in 72 erzeugte Regelspannimg Zi1 entspricht deshalb stets der
momentanen Abweichung der Zwischenfrequenz von einem konstanten Sollwert. Nach der u. U. erforderlichen Beruhigung in 73
wirkt die Abstimmungsregelspannung M2 auf
die Abstimmung des Oszillators 74 in der Weise, daß die durch Überlagerung gewonnene
Zwischenfrequenz et bzw. e« stets nur minimal
vom vorgeschriebenen Sollwert abweicht. Diese Zwischenfrequenz kann nach Bedarf weiterverstärkt und gleichgerichtet werden
Soweit erforderlich, können natürlich auch die u. U. vorhandenen Vorselektionskreise
durch die gleiche Abstimmungsregelspannung U-I mitgeregelt werden. Ist dies nicht
der Fall, so müssen diese Selektionskreise eine entsprechend große Bandbreite haben.
Es bestehen gewisse Bedingungen bezüglich der Dimensionierung der Verstärker und der
Frequenzkontrollkreise, wenn die Selbsterregung von Pendelungsvorgängen in der Frequenzregelung vermieden werden soll und
wenn ferner ein genügend rasches Arbeiten der Regelung auch bei sehr schnellen Frequenzschwankungen
der einfallenden frequenzmodulierten Hochfrequenz gefordert wird.
Diese Forderung kann dadurch zum Ausdruck gebracht werden, daß der Phasenunterschied
zwischen allen in Frage kommenden periodischen Frequenzänderungen und den durch die entsprechenden Abstimmungsregelspannungsänderungen
erzeugten Abstimmungsänderungen stets kleiner als i8o° bleibt.
In besonders zweckmäßiger Weise läßt sich das Verhalten bei schnellen Frequenzänderungen
und die Neigung zu Pendelungsvorgängen untersuchen, wenn man von einer einzigen plötzlichen Frequenzänderung ausgeht.
Dabei ist einerseits der sogenannte Regelfaktor R maßgebend, worunter der Quotient
aus einer bestimmten Frequenzabweichung und der Abstimmungsänderung verstanden
wird, welch letztere durch eine dieser Frequenzabweichung entsprechende Abstimmungsregelspannung
erzeugt wird. Ferner ist die sogenannte Laufzeit ^1 und die Übergangszeit
U innerhalb des gesamten Regelkreises von Bedeutung, wobei unter tt die Zeit
zu verstehen ist, welche nach einer plötzlichen Frequenzänderung bis zum Einsetzen der
Abstimmungsregelung verstreicht, während die Übergangszeit t2 für die Dauer der Regeltätigkeit
charakteristisch ist, welche einer bestimmten plötzlichen und dauernden Verstimmung
in der Frequenzkontrollanordnung 62 bzw. jz in Fig. 6 bzw. 7 entspricht.
Man ersetzt dabei zweckmäßig den zeitabhängigen
Verlauf der Abstimmungsänderung durch eine Gerade, welche etwa mit der wirklichen
Kurve im steilsten xAbschnitt zusammenfällt, und definiert t.2 als die Dauer dieses
linearen Anstieges bis zur Einstellung des konstanten Endwertes. Die Stabilitätsbedingung
kann dann mit ziemlicher Näherung durch folgende Ungleichung ausgedrückt werden:
R>
h + k
(I)
Bei der Wahl dieser Bestimmungsgrößen sind folgende Gesichtspunkte maßgebend: Der
Regelfaktor R ist charakteristisch für die Verkleinerung der Verstimmungen durch die
Regeltätigkeit. Er wird im wesentlichen bestimmt durch die Empfindlichkeit der Frequenzkontrollschaltung
62 bzw. 72 in Fig. 6 bzw. 7, die Verstärkung und die Abstimmungsänderung, welche einer bestimmten Abstimmungsregelspannung
entspricht. Eine ursprüngliche Verstimmung V wird durch die ys
Regeltätigkeit auf den Wert
(2)
reduziert.
Die Laufzeit tt ist namentlich durch die
Laufzeit des Verstärkers für ein bestimmtes Hochfrequenzsignal bestimmt und hängt im
wesentlichen von der Bandbreite der Selektionskreise (Bandfilter) ab. Diese Laufzeit ist >»5
bestimmend für die schnellsten Frequenzänderungen, bei welchen eine Abstimmungsregelung noch zu erwarten ist. Im Interesse
einer wirksamen Abstimmungsregelung bei schnellen Frequenzschwankungen sollte auch n«
die Übergangszeit ta möglichst klein sein, welche hauptsächlich mit den Zeitkonstanten
der Frequenzkontrollschaltung 62 bzw. yz und des Beruhigungskreises 63 bzw. 73 in Fig. 6
bzw. 7 zusammenhängt.
Da die Bandbreite der Selektionskreise in bzw. 71 in Fig. 6 bzw. 7 nach obigem
zwecks genügend kleiner Laufzeiten u. U. beträchtlich größer als die durch die niederfrequente
Modulation gegebene minimale Bandbreite sein muß, kann es sich empfehlen, besondere Verstärker mit geringerer Band-
breite für die zur normalen Demodulation bestimmte Hochfrequenz bzw. Zwischenfrequenz
vorzusehen, damit der Mitempfang von Störfrequenz in optimaler Weise vermieden wird.
Solche Verstärker mit der Ausgangsspannung e3 sind in Fig. 6 und 7 gestrichelt gezeichnet
und mit 65 bzw. 75 bezeichnet.
Bei den gebräuchlichen Schaltungen zur automatischen Scharfabstimmung von Radioempfängern
wird die verstimmungsabhängige Abstimmungsregelspannung bekanntlich sehr stark beruhigt. Es sind Zeitkonstanten von
der Größenordnung 1 Sek. üblich. Im vorliegenden Fall der raschen Abstimmungsregelung,
welche auch den schnellen Frequenzänderungen bei frequenz- und phasenmodulierten
Schwingungen zu folgen hat, müssen dagegen im allgemeinen Zeitkonstanten vorgesehen
"werden, die einige tausendmal kleiner sind. Infolgedessen liegt auch die Übergangszeit
i2 im allgemeinen in der Größenordnung der kleinsten vorkommenden Niederfrequenz-Schwingungsdauer.
Es empfiehlt sich, bei der Beruhigung der Abstimmungsregelspannung folgende Gesichtspunkte
zu berücksichtigen: Bei starken Frequenzschwankungen der empfangenen Hochfrequenz kann es vorkommen, daß der
Regelvorgang durch kurzzeitiges Ausbleiben dieser Hochfrequenz oder durch eine kurzzeitige
Störfrequenz unterbrochen bzw. gestört wird. In diesem Fall k'ann die Empfängerabstimmung
auf irgendeinem bestimmten Wert liegenbleiben, und der Empfang ist im allgemeinen unterbrochen. Das dauert so
• lange, bis wieder eine Welle von gleicher Momentanfrequenz empfangen wird, durch
welche wieder Mitnahme erfolgt. Dabei kann es sich u. U. um einen anderen Sender höherer
oder tieferer mittlerer Wellenlänge handeln. Diesem Überspringen auf andere Wellenlängen
wird zweckmäßig so vorgebeugt, daß die Empfängerabstimmungen nach jeder Unterbrechung
der Mitnahme automatisch auf die mittlere Frequenz der zu empfangenden Welle geführt wird, so daß innerhalb kurzer Zeit
wieder Mitnahme erfolgt und die ganze Unterbrechung kaum bemerkt wird. Dies kann
durch geeignete Schaltung des Regelspannungs-Übertragungskreises 63 in Fig. 6 bzw.
73 in Fig. 7 erreicht werden, wie dies in Fig. 8 und 9 gezeigt wird.
Die Eingangsklemmen 1 und 2 der Schaltung Fig. 8 sind mit dem Frequenzkontrollkreis
62 in Fig. 6 bzw. 72 in Fig. 7 verbunden, und von den Ausgangsklemmen 3 und 4 wird
die Abstimmungsregelspannung den zu steuernden Abstimmkreisen zugeführt. Der Kondensator.
C1 überträgt die schnell veränderliehen Abstimmungsregel spannungen, welche
einer Frequenz-Phasenmodulation der empfangenen Schwingungen entsprechen, ohne
wesentliche Schwächung, da eine Ableitung dieser Frequenzen über den großen Widerstand/^
zu vernachlässigen ist. Der Kooidensator
C2, dessen Kapazität wesentlich größer ist als die Kapazität von C1, wird dagegen
über R2 und den noch größeren Widerstand R1 mit einer Spannung aufgeladen, welche
der mittleren Abstimmungsregelspannung entspricht. Ist der Empfang bzw. die Regeltätigkeit
wegen irgendeiner Störung unterbrochen, so" wird die momentane Ladung der kleinen
Kapazität C1 in kurzer Zeit über R1 entladen,
und zwischen den Klemmen 3 und 4 stellt sich die Spannung des Kondensators C2 ein, d. h.-eine
Regelspannung, welche der mittleren Frequenz der zu empfangenden Welle entspricht.
In dieser Weise kann nach kürzester Zeit wieder Mitnahme durch die zu empfangende
Hochfrequenz erfolgen. ■' Durch R1 in
Verbindung mit C2 wird also in gewohnter Weise eine sehr stark beruhigte Regelspannung
zur automatischen Scharfabstimmung übertragen, während über C1 eine rasch veränderliche
Regelspannung zur automatischen Mitlaufabstimmung übertragen wird, die erfindungsgemäß
die raschen Abstimmungsänderungen bei Frequenz- oder phasenmodulierter Hochfrequenz bewirkt. go
Die Regelspannungen können naturgemäß auch getrennt übertragen werden, z.B. in
einer Schaltung gemäß Fig. 9, wo die Regelspannungen zur langsamen Scharfabstimmung
über den Kreis R1 C1 geführt ist, während die
schnell veränderlichen Regel spannungen zur raschen Mitlaufabstimmung über den Kreis
R2 C2 übertragen werden. ■
Die Schaltungen 8 und 9 sind nur als Bei-, spiel von geeigneten Regelspannungs-Übertragungsschaltungen
zu betrachten, welche dem beschriebenen Zweck gerecht werden. Insbesondere können auch im Übertragungsweg
der rasch veränderlichen Mitlaufregelspannung geeignete Durchlaßbegrenzungsmittel
vorgesehen werden, damit zu hohe Frequenzen der Regel spannung, welche durch irgendwelche Störvorgänge verursacht sein
mögen und für die Abstimmungsregelung nicht erwünscht sind, und insbesondere auch u.U.
darin enthaltene Hochfrequenzkomponenten unterdrückt werden. Ferner kann auch die
langsame und die schnelle Regelung bei Überlagerungsempfang beispielsweise derart getrennt
werden, daß bei zweifacher Frequenztransformierung der eine Hilfsoszillator zur Scharfabstimmung mit den rasch veränderlichen
Abstimmungsregelspannungen gesteuert wird.
Eine gewisse Schwierigkeit bei der Mitlaufabstimmung erwächst aus der Tatsache,
daß die empfangene Hochfrequenz im all-
gemeinen amplitudenmoduliert ist. Demgemäß schwankt die Abstimmungsregelspannung
unter Annahme einer bestimmten konstanten Verstimmung im Takte der Niederfrequenz.
Bei sehr kleiner Momentanamplitude der empfangenen Hochfrequenz wird die Abstimmungsregelung vorübergehend sehr
unwirksam sein. Diese Erscheinung äußert sich in unerwünschten niederfrequenten ίο Schwankungen der Verstimmung, was einer
zusätzlichen Frequenzmodulation der empfangenen Welle bei unveränderlicher Abstimmung
gleichkommt. Abhilfe kann dadurch geschaffen werden, daß ■ die Hochfrequenz
bzw. Zwischenfrequenz vor der Zuführung zum Abstimmungskontrollkreis (62 in Fig. 6
bzw. 72 in Fig. 7) durch eine rasch wirkende Amplitudenregelung auf konstante Amplitude
geregelt wird. Eine derartige rasche Amplitudenregelung, durch welche die niederfrequenten
Amplitudenschwankungen der verstärkten Hochfrequenz auszugleichen sind, ist beispielsweise in Fig. 10, die im übrigen der
Fig. 7 entspricht, durch 78 dargestellt. Die amplitudenproportionale Regelspannung V1
wird dem Abstimmungskontrollkreis 72 oder einem besonderen Gleichrichterkreis entnommen.
Im Filter 76 erfolgt Aussiebung aller hohen Störfrequenzen. Der Verstärkungsgrad
des Verstärkers 78 wird in Abhängigkeit von der Regelspannung V2 geregelt. Schaltung und
Aufbau einer derartigen Amplitudenregelvorrichtung können von den bekannten Schwundausgleichvorrichtungen
übernommen werden und bieten nach dem heutigen Stande der Technik nichts Neues, abgesehen von der ungewöhnlich
kleinen Zeitkonstanten, die entsprechend den höchsten vorkommenden Niederfrequenzen
um einige Zehnerprozent kleiner zu wählen ist, als dies bei den normalen
Schwundausgleichschaltungen üblich ist.
Eine derartige Amplitudenausgleichschaltung kann mit einer Vorrichtung für normalen
Schwundausgleich kombiniert werden, wie dies in der Fig. 11 in Anlehnung an Fig. 7
und 10 gezeigt ist. Die Kondensatorleitung 76 ist durchlässig für die höheren Frequenzen V2
der Amplitudenregelspannung V1, welche die Verstärkung von 78 ständig derart steuern,
daß die niederfrequente Amplitudenmodulation an dessen Ausgang auf ein Minimum verschwindet.
Der Mittelwert V3 der Regelspannung V1
wird dagegen über eine Beruhigungsleitüng yy, deren Schaltung und Zeitkonstante den
normalen Schwundausgleichschaltungen entsprechen möge, beispielsweise dem Verstärker
in bekannter Weise zugeführt, so daß dessen Verstärkung im Sinne der bekannten Schwundausgleichregelung automatisch reguliert
wird. In diesem Falle kann also- die Zwischenfrequenz et nach entsprechender Verstärkung
in 75 zur Gewinnung der Niederfrequenz durch Demodulation benutzt werden,
da die niederfrequente Amplitudenmodulation erst in 78 ausgeglichen wird. Die Begrenzung
der Amplitude von e2 auf einen konstanten Wert kann auch durch Übertragung mit
geknickter Charakteristik erfolgen.
Die Prinzipschaltungen 6, 7, 10 und 11
geben nur Beispiele der grundsätzlichen Anwendung des Erfindungsgedankens, wobei
naturgemäß alle für die Erklärung unnötigen Hilfseinrichtungen absichtlich weggelassen
werden, da deren Miteinbezug in die Schaltungen nach dem heutigen Stande der technischen
Kenntnisse ohne besondere Schwierigkeiten möglich ist. Es sind zahlreiche Erweiterungen
und Modifikationen dieser Prinzipschaltungen möglich, bei denen stets die Mitlaufabstimmung als kennzeichnendes
Merkmal mit übernommen wird.
Das neue Schnellabstimmverfahren kann insbesondere auch bei Schaltungen für Ultrakurzwellenempfang
mit mehrfacher Überlagerung eingeführt werden, wobei die Abstimmungsregelung in geeigneter Weise auf eine
oder mehrere der Hilfsoszillatoren übertragen wird. Eine mehrfache Regelung empfiehlt sich
besonders in der mit Prinzipschema Fig. 12 grundsätzlich gezeigten Weise. Die einfallende
Hochfrequenz e0 wird in der Modulationsschaltung
120 mit der Hilfsfrequenz et ■.
des Oszillators 124 moduliert. Die so gebildete erste Zwischenfreqüenz et wird in einem
Verstärker 121 von sehr großer Bandbreite,
z. B. aperiodischer Verstärker, auf den für
erste Frequenzkontrollschaltung 122 erforderlichen Pegel verstärkt (W) · Die in 122 erzeugte
verstimmungsabhängige erste Abstimmungsregelspannung U1 gelangt zu den vorspannungsabhängigen
Selektionsmitteln des Oszillators 124, nachdem in 123 die hohen
Störfrequenzen, soweit erforderlich, ausgesiebt wurden. Eine sehr große Bandbreite
des Verstärkers 121 ist erforderlich infolge der sehr großen und raschen Frequenzschwankungen
der empfangenen Hochfrequenz und der aus diesem Grunde geforderten sehr geringen
Einschwingzeit dieses Verstärkers. tio
Da die erste Zwischenfrequenz infolge dieser ersten Regelung schon beträchtlich kleineren
Frequenzschwankungen unterworfen ist, kann der erste Zwischenfrequenzverstärker mit einer entsprechend kleineren Bandbreite
vorgesehen werden, welche immerhin den durch die niederfrequente Amplitudenmodulation
gegebenen Durchlaßbereich noch weit überschreitet. Weit außerhalb der empfangenen
Momentanfrequenz liegende Störfrequenzen ergeben Zwischenfrequenzen, die wohl über 121 übertragen werden und ent-
sprechende Fehler in der Mitlaufabstimmung des ersten Zwischenfrequenzos'zillators ergeben.
Diese Abstimmfehler werden jedoch durch eine ähnliche Mitlaufabstimmung des zweiten Zwischenfrequenzoszillators 134 ausgeglichen.
Derartige Störfrequenzen sind ohne Bedeutung und werden infolge des eng bemessenen Durchlaßbereiches von 129 schon
weitgehend ausgeschieden. Die verbleibenden und insbesondere die genannten durch Störungen
neu verursachten Frequenzschwankungen der ersten Zwischenfrequenz werden nach
nochmaliger Überlagerung von e5 in 130 mit
der regulierten Hilfsfrequenz eg des Oszillators
134 nochmals weitgehend ausgeglichen. Im Verstärker 131, dessen Bandbreite zwecks
kleiner Einschwingzeit wieder verhältnismäßig groß zu bemessen ist, erfolgt wieder
Verstärkung auf den für den Frequenzkontrollkreis 132 erforderlichen Pegel. Die zweite
Regelspannung us steuert nach der u. U. erforderlichen
Filterung in 133 die Frequenz ■des Oszillators 134, so daß Frequenzschwankungen
der zweiten Zwischenfrequenz auf ein Minimum reduziert werden. Demgemäß kann
auch der Verstärker 139 mit relativ sehr enger Bandbreite dimensioniert werden, wodurch
auch die verbleibenden Störfrequenzen in optimaler Weise zur Ausscheidung kommen.
Nach der Verstärkung in 139 kann erforderlichenfalls
nochmalige Überlagerung mit oder ohne Abstimmungsregelung oder direkte Demodulation
in bekannter Weise erfolgen.
Auf die Möglichkeit der getrennten Scharfabstimmung und Mitlaufabstimmung durch Verschiedene Hilfsoszillatoren wurde bereits hingewiesen.
Auf die Möglichkeit der getrennten Scharfabstimmung und Mitlaufabstimmung durch Verschiedene Hilfsoszillatoren wurde bereits hingewiesen.
Claims (1)
- Patentansprüche:i. Vorrichtung zum Empfang amplitudenmodulierter Schwingungen, die eine zusätzliche, unerwünschte Frequenzmodulation im Takt einer im hörbaren Bereich liegenden Niederfrequenz aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß eine der momentanen Verstimmung des Empfängers gegenüber der Momentanfrequenz der empfangenen Schwingung stets entsprechende Abstimmungsregelspannung erzeugt wird, welche die Abstimmung wenigstens eines Teiles des Empfängers mit einer der Periodendauer der höchsten Frequenzmodulationsfrequenz entsprechenden Zeitkonstante derart beeinflußt, daß die Verstimmung dieses Teiles stets klein bleibt.2. Radioempfänger ohne Frequenztransformierung (Geradeausempfänger) mit Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstimmungsregelspannung stets der momentanen Verstimmung eines Frequenzkontrollkreises gegenüber der empfangenen Hochfrequenz entspricht, und daß die Abstimmung dieses Kontrollkreises wie auch der übrigen abgestimmten Kreise des . Empfängers in Abhängigkeit von dieser Regelspannung stets so beeinflußt wird, daß die Verstimmung des Empfängers gegenüber der rasch veränderlichen Hochfrequenz stets ein Minimum bleibt.3. Überlagerungsempfänger mit Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstimmungsregelspannung stets der Verstimmung eines Frequenzkontrollkreises im Zwischenfrequenzteil gegenüber der momentanen Zwischenfrequenz entspricht, und daß die Abstimmung des Überlagers durch, diese Regelspannung stets derart beeinflußt wird, daß die Abweichung der Zwischenfrequenz von einem durch die feste Abstimmung des Zwischenfrequenzverstärkers und des Frequenzkontrollkreises gegebenen Sollwert stets ein Minimum bleibt.4. Überlagerungsempfänger mit mehr als einmaliger Frequenztransformierung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens in einem Zwischenfrequenzteil eine Abstimmungsregelspannung erzeugt wird, die der momentanen Abweichung der Zwischenfrequenz dieses Teiles von dem durch die feste Abstimmung dieses Teiles gegebenen Sollwert entspricht, und daß die Regelspannung mindestens einen Hilfsoszillator derart beeinflußt, daß die Frequenzschwankungen der letzten Zwischenfrequenz ein Minimum bleiben.5. Überlagerungsempfänger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Hilfsoszillatoren unabhängig voneinander durch Abstimmungsregelspannungen beeinflußt werden, welche der Abweichung· der jeweils durch Überlagerung gebildeten neuen Zwischenfrequenz gegenüber der durch die feste Abstimmung des dazugehörenden Zwischenfrequenzverstärkers gegebenen Sollfrequenz entsprechen.6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein abgestimmter Kreis durch eine Abstimmungsregelspannung beeinflußt wird, die über ein derart bemessenes Hochpaßfilter geführt wurde, daß die Abstimmung dieses Kreises bei Ausbleiben der rasch veränderlichen Regelspannungskomponenten auf einen bestimmten Mittelwert gebracht wird.7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einabgestimmter Kreis des Empfängers durch eine über ein. Tiefpaßfilter beruhigte Abstimmungsregelspanming beeinflußt wird, welches so bemessen.ist, daß die mittlere Verstimmung dieses Kreises auf einem Minimum gehalten wird und die Empfängerabstimmung bei kurzzeitigen Empfangsstörungen auf die mittlere Frequenz der zu empfangenden Schwingung geführt wird.8. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Amplitude der auf die Frequenzkontrollkreise geführten Schwingungen durch eine besondere Amplitudenbegrenzungsschaltung, durch die insbesondere die einer niederfrequenten Amplitudenmodulation entsprechenden Amplitudenschwankungen dieser Schwingungen ausgeglichen werden, auf einem konstanten Wert gehalten wird. g. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Amplitude der auf den Frequenzkontrollkreis geführten Schwingungen durch eine besondere Verstärkungsregelschaltung auf einen konstanten Wert reguliert wird, indem die Verstärkung einer Regelröhre durch eine amplitudenabhängige Regelspannung beeinflußt wird, und daß die Zeitkonstante dieser Regelschaltung entsprechend den schnellsten Amplitudenänderungen der niederfrequenten Amplitudenmodulation ausreichend klein gewählt wird.10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwingungen über besondere Abstimmkreise und Verstärker, deren Frequenzdurchlaßbereich größer ist als die Bandbreite der Abstimmkreise und Verstärker für die Übertragung der gleichen Schwingungen zu den Demodulationskreisen, den Frequenzkontrollkreisen zugeführt werden.11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bandbreite der Abstimmkreise größer ist als der Frequenzunterschied der äußersten durch die niederfrequente Modulation gegebenen Seitenbänder, aber kleiner als der durch die gleichzeitige Frequenzmodulation der empfangenen Welle verursachte Frequenzumfang.12. Überlagerungsempfänger nach Anspruch 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchlaßbandbreite der Zwischenfrequenzkreise nach jeder Frequenztransformierung durch Überlagerung mit einer geregelten Hilfsfrequenz kleiner ist als die Bandbreite der dieser Überlagerungsstufe vorausgehenden Abstimmkreise.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH498811X | 1937-07-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family
ID=4516834
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN42194D Expired DE711593C (de) | 1937-07-10 | 1938-07-08 | Vorrichtung zum Empfang amplitudenmodulierter Schwingungen |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE429081A (de) |
| CH (1) | CH200856A (de) |
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| FR (1) | FR840537A (de) |
| GB (1) | GB498811A (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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