DE714157C - Einrichtung zum Empfang sprachmodulierter Funkbaken - Google Patents
Einrichtung zum Empfang sprachmodulierter FunkbakenInfo
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- DE714157C DE714157C DEL94561D DEL0094561D DE714157C DE 714157 C DE714157 C DE 714157C DE L94561 D DEL94561 D DE L94561D DE L0094561 D DEL0094561 D DE L0094561D DE 714157 C DE714157 C DE 714157C
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01S—RADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
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- G01S1/02—Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith using radio waves
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Description
- Einrichtung zum Empfang sprachmodulierter Funkbaken Es ist vorgeschlagen worden, bei Funkbaken mit abwechselnd im Rhythmus von Komplementärzeichen, z. B. a-n oder Punkt-Strich, getasteten Antennendiagrammen dem Sender außer den tonmodullerten Tastzeichen gleichz.eitigeine Nachrichtenmodulation, z. B. Sprachmodulation, aufzudrücken, um dem Flugzeugführer neben den Richtungssignalen besondere Landebefehle, Wetternachrichten o. dgl. zu übermitteln. Der Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, daß ein besonderer Sender für die Befehlsübermittlung gespart wird und im Fahrzeug der zur Richtungsbestimmung dienende Empfänger gleichzeitig für Sprachempfang benutzt werden kann. Der Empfänger wäre dann mit Siebmitteln zur Trenmmg der Sprach;modulation- von den Richtungssignalen auszurüsten, um zu verhindern, daß die Sprechfrequenzen die zur Richtungsbestimmung dienenden ^Anzeigegeräte beein -flussen.
- Das geschilderte Verfahren weist. wenn nicht Einseitenbandmodulation benutzt wird, den Nachteil auf, daß eine genugende Verständlichkeit der Sprache nur dann gegeben ist, wenn sich der Empfänger auf der Linie gleicher Feldstärken der beiden abwechselnd getasteten Antennendiagramme, also auf der Leitlinie, befindet, da nur hier die Tastung herausfällt und die Sprache demzufolge nicht im Rhythmus der Tastzeichen zerstückelt wird.
- In der Praxis ist jedoch gerade gefordert, daß z. B. Landehefehle auch dann einwandfrei verständlich sind. wenn das Fahrzeug die Leitebene noch nicht erreicht hat und z. B. beim Übergang vom Streckenflug zur Landung die Einflugschneise in den Flughafen aufsucht.
- In diesem Falle ist jedoch die Verständlichkeit der Landebefehle nicht genügend.
- Die Erfindung beseitigt diesen Nachteil dadurch, daß im Empfänger Tastzeichen- und Sprachmodulation durch Siebmittel voneinander getrennt werden und daß eine selbsttätige Amplitudenregelung vorgesehen ist, deren Zeitkonstante entsprechend der Tastgeschwindigkeit des Senders so eingestellt wird, daß sie klein gegenüber der Dauer des kürzesten Trastueichenelementes ist, und die auf den abgezweigten Empfangskanal für die Nachrichtenmodulation derart einwirkt, daß die Lautstärkeschwankungen dieser Modulation, welche im Rhythmus der Tastzeichen verlaufen, ausgeglichen werden. Eine derartige Regelung ist an sich nichts Neues, da sie im drahtlosen Kurzwellenweitverkehr zum Ausgleich kurzzeitiger Fadingschwankungen mit Erfolg angewendet wird. Im vorliegenden Zusammenhang erzielt diese Maßnalme jedoch einen durchaus neuartigen Effekt, und der sonst zur Durchführung des zusätzlichen Nachrichtenverkchrs erforderliche Mchraufwand auf beiden Seiten wird gespart.
- Die Erfindung ergibt sich im einzelnen aus der Abbildung mit einem Prinzipschaltbild des gesamten Sende- und Empfangssystems. Die linke Hälfte der Abbildung zeigt den Sender und die rechte Hälfte den Empfänger.
- In dieser Abbildung ist der Sender mit S und der Modulationsteil für die Tonfrequenz der Tastzeichen, z. B. 1150 Hz, mit M1 bezeichnet. Ma ist der Modulationsteil für die gleichzeitig vorgenommene Sprachmodulation mit einem Band von beispielsweise 250 bis 2400 Hz. Aus dem Sprachband wird die der Tastmodulation entsprechende Frequenz z. B.
- 1150 Hz, herausgesiebt, um zu verhindern, daß diese Frequenz des Sprachbereiches auf der Empfangsseite die zur Richtungsbestimmung dienenden Anzeigekreise und die entsprechenden Anzeigeinstrumente beeinflußt. Die Richtantennenanordnung des Funkbakensenders ist mit R bezeichnet und lediglich prinripmäßig angedeutet. R ist eine an sich bekannte Richtantennenanordnung zur Erzeugung sich überschneidender Strahlungsdiagramme, z B. eine Anordnung mit Reflektoren oder mit gekreutzen Richtantennen. Die Tastung im Rhythmus von Komplementärzeichen erfolgt ebenfalls in bekannter Weise mittels eines Tastkreises T, Auf der Empfangsseite sind am Ausgang des eigentlichen Empfängers ein oder mehrere Siebglied er S1 angeschlossen, die nur die Zeichenmodulation (1150 Hz) durchlassen und an deren Ausgang das Anzeigeinstrument 4-liegt, das die Leitlinie bzw. Abweichungen von der Leitrichun anzeigt. Im gleichen Kreis liegt ein Telephon T1 zum Abhören der Signale. Gleichfalls mit dem Empfängerausgang verbunden ist eine zweite Siebanordnung mit nachfolgendem nicht angedeutetem Verstärker. Hier wird nur das Sprachmodulationsband mit Ausnahme des Tastzeichenmodulationstones durchgelassen; die Mittel dazu sind bekannt. Ein Telephon T2 dient zum Abhören der Sprache oder sonstiger Nachrichten. Die Regelspannung kann auf zweierlei Weise erzeugt werden. Entweder wird sie, wie es nbiich ist, am Ausgang der Anordnung S2. deren Verstärkungsgrad konstant gehalten werden soll, unmittelbar erzeugt, wie durch RK2 angedeutet ist, oder sie wird aus der reinen Tastzeichenspannung gewonnen (Leitung RK1). In beiden Fällen muß Vorsorge getroffen werden, daß die Regelspannung den Tastzeichenanstieg und -abfall naturgetren mitmacht, was durch genügend kleine Zeitkonstante der Regelflieder erreicht wird. Die untere Grenze für diesc Zeitkonstante wird durch die tiefste, in der Nachrichtenmodulation vorkommende Frequenz bestimmt. Insofern besteht natürlich eine Beschränkung für den Frequenzbereich dieser Modulation. Der Regelkreis RK2 mit großer Zeitkonstante hat mit der Erfindung nichts zu tun, er entsspricht der normalen Amplitudenregelung von Emptängern zum Ausgleich langsamer Lautstärkeschwankungen und dient in üblicher Weise dazu, die Azeigeempfindlichkeit bei Annäherung des Fahrzeuges an die Bake konstant zu halten.
- Die Art und Weise in der die Abhörung der Richtungssignale und der Sprachmodulation erfolgt, ist von der Erfindung ebenfalls unabhängig; z. B. kann für jede Modulationsart ein besonderes Telephon benutzt werden. wie in der Abbildung durch T1 und T schematisch angegeben ist. Man kann jedoch beide Signale einem gemeinsamen Telephon zuführen. Über die zur Anwendung gelangende Regelinetbode ist ebenfalls nichts Näheres auszuführen, da derartige Regelschaltungen (Gleichrichtung und Beeinflussung der Gitterspannung der Röhren) an sich bekannt und hier sinngemäß a nwendb ar sind.
- Die Erfindung ist auch nicht auf die An wendung bei Telephonie beschränkt, vielmehr ist sie auch bei zusätzlicher Übermittlung von Telegraphie-, Fernbild- oder Fernsehsignalen u a. von Bedeutung.
Claims (4)
- P A T E N T A N S P R Ü C H E : 1. Einrichtung auf Fahrzeugen zum Empfang von im komplementären Morserhytmhmus getasteten Leitstrahlbaken, die gleichzeitig mit Nachrichten (Telephonic, Telegraphic) moduliert sind, gekennzeichnet durch Siebmittel zur Trennung der Tastzeichen und Nachrichtenmodulation (Sprachmodulation) und durch Mittel zur selbsttätigen Amplitudenregelung, deren Zeitkonstante klein gegenüber der Dauer des kürzesten Tastzeichenelementes ist und die auf den- die Nachrichtenmodulation führenden Empfangskanal derart einwirleen, daß die Lautstärkeschwankungen der Modulation, hervorgerufen durch die zur Seitenkennung dienenden Tastzeichen beseitigt werden.
- 2. Einrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelspannung am Ausgang des zu regelnden Empfangskanals unmittelbar erzeugt wird.
- 3. Einrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die RJegelspannung aus der reinen Tastzeichenspannung gewonnen wird.
- 4. Sendeverfahren für die Einrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß im Nachrichtenmodulationskreis (Sprachmodulationskreis) die der Tastzeichenmo dulation entsprechende Frequenz unterdrückt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL94561D DE714157C (de) | 1938-04-03 | 1938-04-03 | Einrichtung zum Empfang sprachmodulierter Funkbaken |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL94561D DE714157C (de) | 1938-04-03 | 1938-04-03 | Einrichtung zum Empfang sprachmodulierter Funkbaken |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE714157C true DE714157C (de) | 1941-11-26 |
Family
ID=7287907
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL94561D Expired DE714157C (de) | 1938-04-03 | 1938-04-03 | Einrichtung zum Empfang sprachmodulierter Funkbaken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE714157C (de) |
-
1938
- 1938-04-03 DE DEL94561D patent/DE714157C/de not_active Expired
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