DE714238C - Lader fuer Flugmotoren - Google Patents

Lader fuer Flugmotoren

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DE714238C
DE714238C DEA88731D DEA0088731D DE714238C DE 714238 C DE714238 C DE 714238C DE A88731 D DEA88731 D DE A88731D DE A0088731 D DEA0088731 D DE A0088731D DE 714238 C DE714238 C DE 714238C
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DE
Germany
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air
halves
section
holes
secondary air
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Expired
Application number
DEA88731D
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Johannes Schmidt
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Argus Motoren GmbH
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Argus Motoren GmbH
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Publication date
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B33/00Engines characterised by provision of pumps for charging or scavenging
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M2700/00Supplying, feeding or preparing air, fuel, fuel air mixtures or auxiliary fluids for a combustion engine; Use of exhaust gas; Compressors for piston engines
    • F02M2700/33Compressors for piston combustion engines
    • F02M2700/331Charging and scavenging compressors

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structures Of Non-Positive Displacement Pumps (AREA)
  • Jet Pumps And Other Pumps (AREA)

Description

  • Lader für Flugmotoren Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Herbeiführung einer weitgehenden Höhenunabhängigkeit für Flugmotoren mit einem vorzugsweise von der Welle des Flugmotors angetriebenen Lader, dem bei im wesentlichen gleichbleibender Drehzahl veränderliche Förderhöhen zugrunde liegen. Als Lader kommt dabei ein Schleudergebläse, beispielsweise ein Spirallager, zur Anwendung, bei dem die bei mäßigen Flughöhen sich ergebende, überschüssige Förderhöhe unter Zuhilfenahme einer unmittelbar an dem Umfang des Laderlaufrades sich anschließende Strahldüse in dem zwischen Laufrad und Spirale vorhandenen Spalt entspannt und die entspannte Luft zum Ansaugen zusätzlicher, unter Atmosphärendruck stehender Zweitluft nutzbar gemacht wird, worauf das aus Erst-und Zweitluft bestehende Gemisch auf dem Wege über eine zweite Düse in den Spiralraum des Gebläses eingeführt und dort in seiner Strömungsgeschwindigkeit. bis zur Erzielung des gewünschten Enddruckes verzögert wird. Im besonderen betrifft die Erfindung die Anordnung der- einzelnen Bauteile sowie die Mittel zu deren Regelung.
  • Es sind bereits Ladegebläse für Höhenflugmotoren bekanntgeworden, die dem Motor in allen Flughöhen die Verbrennungsluft oder das Brenngasgemisch unter einem gleichbleibenden Druck zuführen. Dabei wurde die Ladeluft oder das Brenngasgemisch vom Druck der Umgebung bei zunehmender Außenluftdichte durch die Gebläsefördermenge beim Durchströmen eines mit Mitteln zur Veränderung des Durchtrittsquerschnittes und damit der Ejektorwirkung versehenen Leitapparates in einem mit zunehmender Außenluftdichte wachsenden Maße durch entsprechende Verkleinerung der Durchtrittsquerschnitte angesaugt. Man bediente sich dabei zur Zuführung des zusätzlichen Ladeteiles von Außenluftdichte zur Veränderung der Durchtrittsquerschnitte eines Schleudergebläses, das mit hohlen Leitschaufeln versehen war. Für die vorn Gebläse geförderte Luftmenge war ein Wandteil jeder Leitschaufel bis zur Einlaßöffnung für die zusätzliche Lademenge um die Spitze der Leitschaufel schwenkbar eingerichtet, wobei der Schwenkpunkt nahe der inneren Spitze der Schaufel angeordnet war.
  • Eine weitere Einrichtung zur Erreichung des gleichen Zweckes sah zur Zuführung von Zweitluft hinter dem Laufrad des Laders einen unmittelbar an der Austrittsstelle des Laufrades angeordneten Ejektor vor, der aus gegeneinander in Achsrichtung verschiebbaren Ringschieberpaaren bestand -, von denen das innere Schieberpaar eine Expansionsdüse und das äußere Schieberpaar die Auffangdüse bildete. Die Zuführung der Zweitluft erfolgte durch die hohl ausgebildeten inneren Ringschieber. Die Ringschieberpaare waren sowohl unter sich als auch in ihrer Gesamtheit einstellbar eingerichtet.
  • Vorliegende Erfindung betrifft nun eine weitere Verbesserung des Ladegebläses eines Flugmotors, bei dem die geförderte Luft hinter dem Laufrad beim Durchströmen eines Ejektors weitere Luft (Zweitluft) vom Druck der Außenluft ansaugt. Sie besteht im besonderen aus einem Tader, bei dein durch einen unmittelbar hinter dem Laufrad angeordneten Ejektor, dessen Expansionsdüse aus axial zueinander verschiebbaren ringförmigen Düsenhälften besteht, diese Zweitluft gefördert wird. Erfindungsgemäß wird die Zweitluft in einem weiteren Gebläse vorverdichtet und nicht nur der Austrittsquerschnitt für die Erstluft, sondern auch der Austrittsquerschnitt für die Zweitluft steuerbar eingerichtet, derart, daß in der einen Endstellung, die der Abflugstellung entspricht, der die Expansionsdüse bildenden Düsenhälften der Querschnitt für die Zweitluft vollständig geöffnet und der für die Erstluft ganz geschlossen wird, jedoch in der anderen Endstellung der Querschnitt für die Erstluft (Hauptluft) ganz geöffnet und der für die Zweitluft ganz geschlossen wird. Die Vorverdichtung der Zweitluft erfolgt in einer der Erstluftstufe parallel geschalteten oder vorgeschalteten Axial- oder Radialstufe; für ihre, Förderung werden Laufradkanäle für die Erstluft angezapft, ferner Ansätze an den Schaufeln des Rotors vorgesehen, denen Leitspiralen zugeordnet sind. Nach der Erfindung können die Austrittsquerschnitte für den Erstluftstrom Zahnlinienform aufweisen, wobei die Zähne in Richtung des austretenden Luftstromes schräg liegen, auch können die Düsenhälften mit Reihen durch Schieber abdeckbarer Bohrungen versehen sein, die gegeneinander versetzt dem von beiden Hälften gebildeten Spalt entlang sich anreihen, wobei die Achse jeder Bohrung eine der Strömungsrichtung der in die Bohrungen eintretenden Luft entsprechende Neigung und weiterhin eine Schräglage derart aufweist, daß die die Bohrung verlassenden Luftstrahlen sich berührend an die aus dem Spalt austretende Luftscheibe anlegen, sie eindrücken und ihrer Oberfläche einen welligen Verlauf aufzwingen. Weiterhin können diese Bohrungen in Ringen angeordnet sein,- die in U-förmigen Düsenhälften unter der Wirkung von Druckfedern stehend axial verschiebbar mit ihren einander zugekehrten freien Rändern den Austrittsspalt für die Erstluft bilden, wobei ein Verschieben der Ringe zueinander bis zu zugeordneten Anschlägen ein Öffnen und voneinander ein Abdecken der Lochreihen durch die gegen den Spalt hin verlängerten unteren U-Schenkel der Düsenhälften bewirkt.
  • Die im Vorausgegangenen beschriebenen Einrichtungen können in ihrer Gesamtheit oder auch teilweise zur Anwendung gelangen.
  • In den Zeichnungen sind ein über die Höhenunabhängigkeit eines mit einem Spirallader nach der Erfindung ausgerüsteten Motors Aufschluß gebende s Kurvenbild sowie einige Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes wiedergegeben.
  • Abb. i zeigt das mit beigegebenen Vergleichskurven ausgestattete Kurvenbild, Abb. 2 den Längsschnitt durch einen Spirallader mit zur Erstluftstufe parallel geschalteter Axialstufe, Abb. 3 mehrere Schieberstellungen der Einrichtung nach Abb. 2, Abb. 4 das Laufrad der Erstluftstufe nach Abb. 5, Abb. 5 den Längsschnitt durch einen Lader mit angezapftem Laufrad, Abb. 6 zickzacklinienförmig verlaufende Ränder an den querverschieblichen Strahldüsenhälften, Abb. 7 die Schrägstellung der Längskanten der Zähne nach Abb. 61 Abb. 8 den Schieberrändern entlang geführte Bohrlochreihen, Abb. 9 das Querschnittsbild der den Bohrlöchern entströmenden Erstluftstrahlen, die der Erstluft entstammenden Luftscheibe eine wellige Form aufzwingen, Abb. io eine Schieberausbildung, bei der die Bohrlöcher abdeckbar eingerichtet sind. Es ist mit a die Kurve bezeichnet, die sich bei einer Drehzahlregelung des Laders ergibt. Die Kurve b -veranschaulicht die Leistung, bei der mit unveränderlicher Laderdrehzahl und Regelung durch die Drosselklappe geflogen wird. Die Kurve c gibt den Leistungsverlauf bei Verwendung eines zweistufigen Höhenladers wieder, bei dem zunächst mit nicht vollständig geöffneter Drosselklappe geflogen wird. Ist die Höhe H, erreicht, so findet beim Umschalten auf den zweiten Ladergang ein plötzlicher Leistungsabfall statt, wie dies aus der Kurve zu ersehen ist.
  • Die Kurve d, zeigt den Leistungsverlauf bei der Einrichtung nach der Erfindung.
  • In Abb. 2 ist mit dem Bezugszeichen i der Läufer der Erstluftstufe, mit :3 ein Axialgebläse bezeichnet. Die Einströmrichtung der Luft findet in der durch den Pfeil 3 angegebenen Richtung statt. Zwischen Axial- und Radialstufe, deren gesamte Läufer die Drehwelle 4 gemeinsam haben, befindet sich ein Ringraum 5 für die Entnahme der vorn Axialgebläse 2°geförderten Luft.
  • Unmittelbar am Umfang des Läufers i befinden sich aus zwei Strahldüsenhälften bestehende Schieber 6 und 7, die am Gehäuse des Laders querverschieblich gelagert sind. Der aus diesen beiden Ringschiebern 6 und 7 gebildeten Strahldüse ist im Spalt zwischen dein Läufer i und der Spirale 8 die Düse 9 vorgeschaltet, die sich gegen den Spiralraum 8 hin verengt. An der Innenseite des Spiralgehäuses befindet sich noch ein als Schieberauflage dienender Ringansatz Io, der in den Ringraum zwischen Axial- und Radialstufe hineinragt.
  • Im Bild A der Abb. 3 ist diejenige Schieberstellung gezeigt, bei der der Erstluftstrom abgeriegelt ist. Das Bild B zeigt die Schieberstellung, bei der der Strahldüse die Erstluft in Gestalt einer dünnen Scheibe entströmt, solange dieselbe von beiden Seiten her von der Zweitluft bespült wird. Im Bild C schließlich sind die Schieberhälften so weit auseinandergezogen, daß der Durchtrittsquerschnitt für die Erstluft in seiner ganzen Ausdehung freigegeben ist, während zugleich die eine der beiden Schieberhälften den Ringraum 5 zwischen Axial- und Radialstufe überbrückt und so den Zustrom der Luft aus diesem Raum heraus zum Spalt hin unterbindet.
  • In Abb. 4 ist in verkleinerter Darstellung das Laufrad nach Abb. 5 besonders herausgezeichnet, und zwar so, daß die Einströmöffnungen i i ersichtlich sind.
  • Beim Anwendungsfall nach Abb. 5 sind die Schaufelkanäle des Läufers 12 der Erstluftstufe so angezapft, daß die Schaufelansätze 13 der Förderhöhe der Zweitluftstufe entsprechen. Zu diesen Schaufelansätzen gehören die Ringräume 14, denen die von der Zweitluftstufe geförderte Luft entnommen wird. Die Läufer beider Stufen haben somit auch hier eine Welle, nämlich die Welle 15, gemeinsam.
  • Um eine Vergrößerung der Oberfläche der der Strahldüse entstammenden Luftscheibe zu erreichen, sind nach Abb. 6 die einander zugekehrten Ränder der Strahldüsenhälften 6, 7 zahnlinienförmig ausgestattet, so daß der Spalt die Gestalteines zickzacklinienförmigen Bandes 16 annimmt. Dabei sind die Längskanten 17 der Zähne bzw. Zacken, wie es in Abb. 7 gezeigt ist, so geneigt, daß ihre Neigungswinkel mit der Strömungsrichtung der Luft übereinanderstimmen.
  • Um eine Vergrößerung der Oberfläche der Luftscheibe zu erreichen, kann man aber auch in der Weise vorgehen, daß man an den Rändern der Schieber 6 und 7 gegeneinander versetzte Bohrlöcher 18, I9 vorsieht, derenLängsachsen in ihrer Neigung wiederum der Strömungsrichtung entsprechen, wobei sie ferner noch jeweils gegen die Luftsheibe hin geneigt sind, so, daß die den Bohrlöchern entströmenden Strahlen sich an die Scheibe be- rührend anlegen und sie in Wellen legen, wie es im Querschnittsbild Abb. 9 veranschaulicht ist.
  • Wesentlich ist nun aber, daß diese Bohrlöcher abdeckbar eingerichtet sind. Hierfür zeigt die Abb. Io ein Ausführungsbeispiel. Darnach sind die Bohrlöcher -->o und :21 in den den Austrittsspalt miteinander bildenden Rändern der Ringe 22 und :23 eingebracht, welch letztere unter der Wirkung von Druckfedern 24, 25 stehen und querverschieblich gelagert sind, wobei durch Anschläge 26, 27 dafür Sorge getragen ist, die mit ihren Bohrlöchern versehenen Ringe in einer bestimmten Verschiebungslage zu begrenzen. Die U-förmigen Lager 28, 29 für diese Ringe gehören den Strahldüsenhälften 6 und 7 an, so daß sich die Ringe 2-2, 23 relativ verschieben können zu den Düsenhälften.
  • Die Betriebsweise soll nun zunächst an Hand der Abb. 2 erläutert werden.
  • Mit dem Anlaufen des Flugmotors beim Start werden die Läufer i und :2 der Radial-bzw. Axialstufe gemeinsam in Umlauf gesetzt, solange nach Bild,4 der Abb. 3 die Schieber am Laufradumfang geschlossen sind und damit die Strahldüse in ihrer Wirkung ausgeschaltet und die Erstluftzufuhr abgeschnitten ist. Es wird vielmehr lediglich die vom Axialgebläse geförderte Zweitluft auf Startladedruck -verdichtet und dem Ringraum 5 entnommen. Dabei strömt die Zweitluft durch die zweite Düse 9 hindurch und tritt damit in den Spiralraum 8 ein, wo sie eine Verzögerung bis zum gewünschten Enddruck erfährt.
  • Nach dem Erreichen einer bestimmten, noch mäßigen Flughöhe entfernt man die beiden Strahldüsenhälften 6 und 7 voneinander so weit, daß sich die Schieberstellung nach dem Bild B der Abb. 3 ergibt, womit die Strahldüsenwirkung einsetzt und der Strahldüse eine aus der Erstluft gebildete dünne Scheibe entströmt, die von beiden Seiten her von der Zweitluft bespült wird.
  • Erst in größerer Flughöhe, also dann, wenn die Förderung der Zweitluft nachläßt, werden die Strahldüsenhälften so weit auseinandergerückt, daß der Erstluftstrom in vollem Umfange zur Geltung kommt, während andererseits durch die eine der Strahldüsenhälften der Durchtrittsquerschnitt für die Zweitluft überbrückt und der Zweitluftstrom somit abgeriegelt wird.
  • Die Handhabung der Vorrichtung nach der Erfindung geschieht in folgender Weise.
  • Beim Abflug öffnet der Flugzeugführer den Austrittsspalt für die Zweitluft vollständig, während er den Austrittsspalt für die Luft der höheren Gebläsestufe (Erstluft) völlig geschlossen hält. Nach Erreichung einer gewissen Flughöhe öffnet er nun den Austrittsspalt für die Erstluft allmählich, so daß aus diesem die Luft in Gestalt einer dünnen Scheibe entströmt und dabei gleichzeitig die von der niederen Gebläsestufe geförderte Luft (Erstluft) mit sich reißt. Bei Erreichung einer 1 och größeren Flughöhe öffnet er den Austrittsquerschnitt für die höhere Gebläsestufe (Erstluft) völlig und schließt -den Austritt für die niedere Gebläsestufe (Zweitluft) gänzlich. Bei Verringerung der Flughöhe und schließlich bei der Landung bedient ei die Einrichtung in umgekehrtem Sinne.
  • Beim Anwendungsfall nach Abb. j lassen sich ähnliche Ergebnisse erzielen. Die dort nötigen Schieberstellungen entsprechen im wesentlichen denen, die in der Beschreibung der Einrichtungen nach Abb. 2 und 3 enthalten sind.
  • Verfährt man beim Betrieb des Laders in der geschilderten Weise, so erhält man für die Höhenunabhängigkeit des Motors, wie es oben schon gesagt wurde, die Kurved. Aus ihrem Verlauf ergibt sich, daß die Motorleistung zunächst etwas abfällt. Dieser Leistungsabfall läßt sich nicht völlig verhindern, weil er mit dem Strahldüsenwirkungsgrad und der Größe der Berührfläche zwischen Erst- und Zweitluft zusammenhängt. Dem für den praktischen Betrieb mehr oder weniger unerheblichen Leistungsabfall folgt nun alsbald ein stetiger Verlauf der Wertekurve. Sie geht erst in größerer Höhe ganz allmählich, also ohne jeden schroffen -Übergang, in die Richtung der Geraden b über, der die Leistung eines Motors mit unveränderter Laderdrehzahl und Drosselregelung zugrunde I liegt. Dieses letztere Überladeverfahren hat aber den Nachteil, daß, wie oben schon ausgeführt wurde, die Motorleistung beim Start zu gering ist.
  • Dein bekannten zweistufigen Lader liegt als Wertekurve die Gerade c zugrunde, die in der Flughöhe H, in die Gerade b übergeht, wenn von der einen auf die andere Stufe umgeschaltet wird. Wenngleich bei diesem zweistufigen Lader die Motorleistung am Start sofort in voller Höhe einsetzt, so weist er doch den erheblichen Nachteil auf, daß seine Motorleistung mit zunehmender Höhe sehr weit abfällt und daß mit dem Wiederanstieg der Motorleistung sich ein heftiger Sprung ergibt heim Übergang von der einen zur anderen I Verdichtungshöhe, der durch sehr schnelle Verstellung der Drosselklappe ausgeglichen werden muß.
  • Man erkennt aus den dem Kurvenbild beigegebenen Vergleichskurven ohne weitere.-. daß die Kurve d diejenige ist. die dem Ideal-fall a, am nächsten kommt.
  • Das Er gebnis wird am günstigsten, wenn 9 b F2/F1 . 20-30 ist, wobei unter F2 die auf beide Seiten der der Strahldüse entströmenden Luftscheibe sich beziehende Berührungsfläche, die sich der Zweitluft darbietet, verstanden ist, während F, die Größe des Durchtrittsquerschnittes des die Scheibe bildenden Erstluftstromesbedeutet. UmdiesenWert20-30 zu erreichen, ist es nötig, die Oberfläche der Scheibe, also F, groß zu machen. Der Vergrößerung desWertesvonF2 sind nun aber insofernGrenzengesetzt,alsmitdickerwerdender Luftscheibe die in der Zeiteinheit zugeführte Menge an Zweitluft abnimmt und es unerwünscht ist, über bestimmte Abmessungen des Laders, insbesondere in bezug auf die Höhe des zwischen Laufradumfang und Spirale vorhandenen Spalts, hinauszugehen, so da ß angestrebt werden muß, den Wert 20 - 30 durch eine möglichst dünn gehaltene Luftscheibe und durch Vergrößerung ihrer Oberfläche zu erreichen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Lader für Flugmotoren, bei dein durch einen unmittelbar hinter dem Laufrad angeordneten Ejektor, dessen Expansionsdüse aus axial zueinander v ' erschiebbaren ringförmigen Düsenhälften besteht, Zweitluft gefördert wird, dadurch gekennzeichnet daß die Zweitluft in einem weiteren Gebläse (2, 13) vorverdichtet wird und nicht bloß der Austrittsquerschnitt für die Erstluft, sondern auch der Austrittsquerschnitt für die Zweitluft stenerbar ist, derart, daß in der einen Fndstellung (Abflugstellung) der die Expansionsdüse bildenden Düsenhälften (6,7) der Querschnitt für die Zweitluft ganz geöffnet und der für die Erstluft ganz geschlossen, dagegen in der anderen Endstellung der Querschnitt für die Hauptluft ganz geöffnet und der für die Zweitluft ganz geschlossen ist.
  2. 2. Lader nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorverdichtung der Zweitluft in einer der Erstluftstufe parallel geschalteten. oder vorgeschalteten Axial- (:2) oder Radialstufe erfolgt. 3. Lader nach Anspruch i und 2, bei welchem die Zweitluft In einer Radialstufe vorverdichtet wird, dadurch gekennzeichnet, daß für die Förderung der Zweitluft die Erstluftlaufradkanäle (1:2) angezapft und den Schaufelansätzen (13) Leitspiralen (14) -zugeordnet sind. 4. Lader nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Austrittsquerschnitt für den Erstluftstrom eine Zahnlinienform (16) besitzt, wobei die Zähne in Richtung des austretenden Luftstromes schräg liegen (Abb. 6 und 7). 5. Lader nach Anspruch i bis j, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsenhälften (6,7) je eine Reihe durch Schieber abdeckbarer Bohrungen (18, I9) aufweisen, die, gegeneinander versetzt, dein von beiden Hälften gebildeten Spalt entlang sich anreihen, wobei die Achse jeder Bohrung eine der Strömungsrichtung der in die Bohrungen eintretenden Luft entsprechende Neigung und außerdem eine Schräglage derart aufweist, daß die die Bohrungen verlassenden Luftstrahlen sich berührend an die aus dem Spalt austretende Luftscheibe anlegen, sie eindrücken und ihrer Oberfläche einen welligen Verlauf aufzwingen (Abb. 8 und 9). 6. Lader nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Lochreihen (:2o, :2 1) in zwei Ringen (:22, 2,3) angeordnet sind, die in U-förmigen Düsenhälften (6, 28 und 7,29) unter der Wirkung von Druckfedern (24,:25) stehend axial verschiebbar mit ihren einander zugekehrten freien Rändern den Austrittsspalt für die Erstluft bilden, wobei ein Verschieben dex# Ringe zueinander bis zu Anschlägen (?,6, 27) ein Öffnen und voneinander ein Ab- decken der Lochreihen durch die gegen den Spalt hin verlängerten unteren U-Schenkel der Düsenhälften bewirkt (Abb. i o).
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE968742C (de) * 1944-09-22 1958-03-27 Daimler Benz Ag Mehrstufiges Radialgeblaese, vorzugsweise Ladegeblaese fuer Flugmotoren
US2969742A (en) * 1958-07-18 1961-01-31 Reda Pump Company Gas separator for submergible motorpump assemblies
US3953147A (en) * 1974-06-27 1976-04-27 General Motors Corporation Fluid dynamic machine

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