DE7147112U - Vorrichtung zum Mischen zweier oder mehr fließfähiger Kunststoffkomponenten und zum Auspressen des Gemisches - Google Patents
Vorrichtung zum Mischen zweier oder mehr fließfähiger Kunststoffkomponenten und zum Auspressen des GemischesInfo
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Description
Skischuhfabrik dynafit Gesellschaft m.b.H., Graz. Steiermark, Straßgangerstraße 380, Österreich
zum Mischen zweier oder Mehr fließfähiger
und zun AuanPAaaen des Geni.aches'*
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Mischen zweier oder sehr fließfähiger Kuastetoffkooponenten und zum Auspressen des Gemisches.
Vorrichtungen der vorerwähnten Art werden beispielsweise beim Fertigstellen von Skischuhen nach dem sogenannte« "Foam-Fit-Verfahren" benutzt, bei dem in einen Hohlraum zwischen einem
Außenschuh und einem sich der Anatomie des In den Aufienschuh
eingeführten Fußes anpassenden Futters ein selbsthärtendes Gemisch zweier Kunststoffkomponenten gespritzt Wi.rd.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, hierfür eine spritzenartige Vorrichtung zu schaffen» die leicht von Hand zu bedienen 1st, einfach aufgebaut ist und eine nur geringe Zahl
von Einzelteilen aufweist, so daß sie in der Herstellung
billig ist und gegebenenfalls nach einmaligem Gebrauch weggeworfen werden kann. Die Vorrichtung soll außerdem auf möglichst einfache Weise und mit geringem konstruktivem Aufwand
von Mischen auf Auspressen umgestellt werden können· Die vor-
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erwähnte Aulgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
in eine* zur Aufnahme der Kunststoffkomponenten bestimmtes Zylinder mittels einer handbetätigten Kolbenstange ein
durchbrochener Mischkolben axial hin- und herbeweglich geführt ist und daß eich in einer Raststellung im Zylinder ferner ein geschlossener Auepreßkolben befindet, der
von der Kolbenstange mit Bewegungsspiel durchsetzt ist und eine Kupplungseinrichtung aufweist, die mit einer an der
Kolbenstange angeordneten Kupplung in Eingriff gebracht werden kann, so daß der Auepreßkolben nach Beendigung des
Mischens mit der Kolbenstange zu gemeinsamer Bewegung gekuppelt werden kann.
Bei einer bevorzugten Ausführung der Erfindung dient zum
Kuppeln der Kolbenstange mit dem Auspreßkclben eine lösbare Schraub- oder Bajonettverbindung.
Weitere Merkmale der Erfindung werden nachfolgend anhand von AusfUhrungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
einen Axialschnitt durch eine Vorrichtung nach der Erfindung und
Fig. 2
und 3 Axialschnitte durch einen Teil weiterer Ausführungsbeispiele.
Ein Zylinder 1 der vorzugsweise zur Gänze aus Kunststoff bestehenden Vorrichtung bildet eine zur Aufnahme der zu mischenden Kunststoffkomponenten bestimmte zylindrische Kammer 1a,
die sn einer Stirnseite durch eine Wand 2, einer zentralen Durchtrittsöffnung ? für eine Kolbenstange 4 abgeschlossen
ist. Dl4 Kolbenstange 4 trägt an ihrem einen Ende einen aus
einer apeichenartig durchbrochenen Scheibe 5 bestehenden
Mischkolben und hinter dem Mischkolben einen Gewina^abö.
deseen Serüaufühseöiisr gleich den? Außenduroh-
meeeer der Kolbenstange 4 ist. In der Kammer 1 a ist ferner
ein Auepreßkolben 7 mit einer Nabe θ angeordnet, deren
Innendurchmesser etwas größer als der Außendurchmesser der Kolbenstange 4 ist, so daß eine unbehinderte relative
Axialbewegung der Kolbenstange bezüglich des Auspresskolbens möglich ist. Die Nabe 8 weist ferner ein dem Gewindeabschnitt
6 der Kolbenstange 4 entsprechendes Innengewinde 9 aufι so daß die Kolbenstange 4 durch Verschrauben mit
dem Auaprebkolben 7 gekuppelt werden kann. Der Auspreßkolben
7 weist an seinem Außenumfang verteilt achsparallel angeordnete Nuten 10 auf, die mit art der Innenseite der
Zylinderwandung im Bereich der Stirnwand 2 entsprechend verteilt angeordneten rippenartigen Vorsprüngen 11 zusammenwirken,
um den Auspreßkolben beim Einschrauben der Kolbenstange zu arretieren.
Der Zylinder 1 ist an seinem der Stirnwand 2 abgekehrten Ende mit einem Außengewinde 12 versehen, auf das eine Verschlußkappe
13 aufgeschraubt ist, die kegelförmig in eine perforierte bzw. Abschneidspitze 14 ausläuft. Mit den
aus dem Zylinder 1 auf eier Seite der Stirnwand 2 herausragenden
Enden der Kolbenstange 4 ist, beispielsweise durch ein Gewinde, ein kappenartiger Handgriff 15 verbunden.
Beim Gebrauch der Vorrichtung befindet sich der Auspreßkolben 7 zumindest in der in Fig. 1 dargestellten Lage in
der Kammer 1a, in der seine Umfangsnuten 10 in den Vorsprüngen
11 eingerastet sind. Nach dem Abschrauben der Verschlußkappe 13 werden die zu durchmischenden Kunststoff komponenten
in die Kammer 1a eingefüllt. Nach dem Aufschrauben
der Kappe 13 werden die Komponenten durch den Mischkolben
5, der über die Kolbenstange 4 und den Handgriff 15 in hin- und hergehende Bewegungen versetzt wird, gut
durchmischt. Nach dem Mischen wird die Kolbenstange 4 so weit aus der Kammer 1a herausgezogen, bis der Gewindeabschnitt
6 der Kolbenstange 4 an der Nabe 8 des Auspreßkolbens 7 zur Anlage kommt, und durch Verdrehen der
Kolbenstange 4 sodann der durch die Vorsprünge 11 gegen ein Verdrehen gesicherte Auspreßkolben 7 auf den Gewindeabschnitt 6 hinter dem Mischkolben 5 aufgeschraubt. Danach wird die Spitze 14 der Verschlußkappe 13 perforiert
oder abgeschnitten und sodann das Gemisch durch einen Druckhub des Auspreßkolbens 7 ausgepreßt.
Der Mischkolben 5a kann, wie dies Fig. 2 zeigt, an seiner Rückseite Schneiden 16 aufweisen. Eine der zu durchmischenden Kunststoffkomponenten kann dann, insbesondere
bei für den einmaligen Gebrauch bestimmten Vorrichtungen,
unmittelbar in die Kammer 1 a eingefüllt werden, wogegen die andere Komponente bzw. anderen Komponenten jeweils in
einem verschlossenen Kunststoffbeutel 17 enthalten in die
Kammer 1 a eingebracht werden, und zwar in den Raum zwischen dem Mischkolben 5a und dem Auspreßkolben 7· In
dieser Form kann die erfindungsgemäße Vorrichtung mit einer für einen sofortigen Gebrauch vordosierten Kunststoffmenge an den Verbraucher gegeben werden.
Die Verschlußkappe 13a kann bei Vorrichtungen für den einmaligen Gebrauch auch an den Zylinder 1 angeschweißt sein,
wie dies in Fig. 2 dargestellt ist. Der Kunststoffbeutel wird vor Beginn des Mischens durch einen Hub des Mischkolbens 5a gegen den Auspreßkolben 7 durch die Schneiden
am Mischkolben 5ε aufgerissen, worauf das Mischen und
Auspressen des Gemisches in der bereits erläurterten Weise erfolgt. Die in Fig. 2 dargestellte Ausführung
bietet den Vorteil, daß die zu Qisehenden Kunststoffkomponenten
bereits vordosiert in der Vorrichtung enthalten sind, so daß die Vorrichtung stets gebrauchsbereit
ist. Denselben Vorteil bietet die Ausführung nach Fig. 3 bei der eine der zu durchmischenden Kunststoffkoroponenten unmittelbar in der Kammer 1ay gege
benenfalls eine weiter« in eines Kunststoffbeutel 17
im Raum zwischen dem Mischkolben und dem Auspreßkolben, und eine andere Kunststoffkomponente in der Verschlußkappe 13a enthalten ist, die in diesem Fall zum Zylinder 1 hin durch eine perforierte Membrane 18 abgeschlossen ist und wie bei der Ausführungsform nach Fig. 2
mit dem Zylinder 1 an ihrem Umfangsrand verschwelet sein kann. Das vordere Ende der Kolbenstange 4 ist in diesem
Fall zugespitzt und dient zum Perforieren der Membrane 18 vor Beginn des Mischens, um den Austritt der in
der Verschlußkappe 13a enthaltenen Kunststoffkomponente in die Kammer 1a zu ermöglichen. Falls eine oder mehrere
Komponenten sich in Kunststoff beut ein in der Kammer 1a
befinden, werden diese Beutel in der schon erläuterten Weise mit Hilfe der an der Rückseite des Mischkolbens
5a befindlichen Schneiden 16 aufgerissen.
Zum Kuppeln des Auspreßkolbens 7 mit der Kolbenstange kann anstelle der Schraubverbindung auch eine Bajonettverbindung oder eine andere einrückbare.Kupplung dienen.
Ferner kann die Verschlußkappe 13 an der Kegelspitze eine durch ein Ventil verschließbare Auspreßöffnung aufweisen, wenn die Vorrichtung nicht nach einem einmaligen
Gebrauch weggeworfen, sondern gereinigt und wieder verwendet werden soll. Die Verschlußkappe braucht hierbei
nicht aus Kunststoff zu bestehen. Auch zum Verbinden dor Verschlußkappe 13 mit dem Zylinder 1 kann anstelle
der Schraubverbindung eine Bajonettverbindung verwendet werden.
2s versteht sich, daß der Innendurchmesser der Nabe 8 des
Auepre&kolbens 7 bezüglich des Durchmessers der Kolbenstange
4 bzw. der Außsndurchsesser des Auspreßkolbens
7 bezüglich der Innenwandung des Zylinders 1 so gezahlt werden» daß diese Teile abdichtend zusammenwirken, so
daß trotz der relativen Beweglichkeit zwischen diesen Teilen ein Austritt des Kunststoffes aus der Durchtrittsöffnung 3 verhindert wird. Schließlich kann der Außendurctaaeaser des Mischkolbens 5 bei der Ausführung nach
Fig. 2 entsprechend dem Außendurchmesser des Auspreßkolbens 7 gewählt werden, um zu verhindern» daß ein perforierter Kunststoffbeutel beim Mischen zwischen den
Außenumfang des Mischkolbens und der Zylinder innenwand festgeklemmt wird und so das Mischen behindert·
Claims (10)
- Skischuhfabrik Dynafit Gesellschaft m.b.H., Graz. Steiermark, Streßgangerstraße 330, ÖsterreichSchutzansprüche;ta Spritzenartige Vorrichtung zum Mischen zweier oder mehr fließfähiger Kunststoffkouponenten und zum Auspresset, das Gemisches, dad urch gekennzeichnet» daS in einem Zylinder (1) an einer Kolbenstange (4) ein durchbrochener Mischkelben (5; 3a) axial hin- und herbeweglich befestigt ist und daß sich in einer Raststellung im Zylinder (1) ferner ein geschlossener Auspre£kolb«n (7) befindet· der von der Kolbenstange (4) mit Beueguagsipiel durchsetzt wird und eine Kupplung3hälfte (9) aufweist, die mit einer an der Kolbenstange (4) befindlichen Kupplusgshalfte (6) korrespondiert·
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung aus einer lösbaren Schraubverbindung (6,9) oder einer Bajonettverbindung besteht.
- 3· Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß der Mischkolben aus einer speichenartig durchbrochenen, am vorderen Ende der Kolbenstange (4) befestigten Scheibe (5; 5a) besteht.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die KoI-benstange (4) hinter dem Mischkolben (5ϊ 5a) einen Gewindeabschnitt (6) aufweist, dessen Kerndurchmesser mindestens gleich dem Außendurchmesser der Kolbenstange (4) ist, und daß der Auspreßkolben (?) mit einer Nabt (8) ausgestattet ist, deren Innendurchmesser etwas größer als der Kolbendurcfc^esser ist und die ein Inr ingewinde (9) aufweist, das als Muttergewinde auf den Gewindeabschnitt (6) der Kolbenstange (4) paßt.
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 tis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Auspreßkolben (7) an seinem Außenumfang verteilt angeordnete Nuten (10) aufweist, die mit an der Innenwand des Zylinders (1) im Bereich der einen Stirnseite desselben entsprechend verteilt angeordneten RastvorSprüngen (11) zusammenwirken.
- 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5. dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder (1) im Bereich seiner anderen Stirnseite oin Außengewinde (12) trägt, auf das eine mit einem ent sprechenden Innengewinde versehene Verschlußkappe (13; 13a) aufgeschraubt ist.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußkappe (13; 13a) kegelförmig ausgebildet ist und in eine perforierbare oder abschneidbare Spitze (14) ausläuft.
- 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Mischkolben (ba) an seiner Rückseite Schneiden (16)71*711216.8.73aufweist und daß sich zumindest eine der zu mischenden Künstetoffkomponen-fcen in einem Kunststoffbeutel(17) im Zylinderraum (1a) zwischen dem töischkolben (5a) und dem Auspreßkolben (7) befindet.
- 9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 und 8, dadurch gekennzeichnet« daß sich die Schneiden (10) an der Rückseite der Speichen der durchbrochenen Mischscheibe (3a) befinden.
- 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet» daß das -vordere Ende der Kolbenstange (4) zugespitzt ist und ίdaß sich zumindest eine der zu mischenden Kunststoff= |komponenten in der- als spitzer Endteil ausgebildeten |Verschlußkappe (13a) befindet und diese Kappe zum Zylin- ] der hin durch eine perforierbare Membrane (18) abgeschlossen ist.71*711216.8.73
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7147112U true DE7147112U (de) | 1973-08-16 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7147112U Expired DE7147112U (de) | 1970-12-22 | Vorrichtung zum Mischen zweier oder mehr fließfähiger Kunststoffkomponenten und zum Auspressen des Gemisches |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7147112U (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2828027A1 (de) * | 1978-06-26 | 1980-01-31 | Bernack | Verfahren zum bereitstellen und mischen einer aus formuliertem epoyidharz und haerter bestehenden injektionsmasse fuer duebel |
| DE3613660A1 (de) * | 1986-04-23 | 1987-10-29 | Fischer Artur Werke Gmbh | Spritzvorrichtung fuer ein aus wenigstens zwei komponenten bestehendes aushaertbares bindemittel |
-
0
- DE DE7147112U patent/DE7147112U/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2828027A1 (de) * | 1978-06-26 | 1980-01-31 | Bernack | Verfahren zum bereitstellen und mischen einer aus formuliertem epoyidharz und haerter bestehenden injektionsmasse fuer duebel |
| DE3613660A1 (de) * | 1986-04-23 | 1987-10-29 | Fischer Artur Werke Gmbh | Spritzvorrichtung fuer ein aus wenigstens zwei komponenten bestehendes aushaertbares bindemittel |
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