DE71541C - Apparat zur Herstellung von carburirtem Wassergas - Google Patents

Apparat zur Herstellung von carburirtem Wassergas

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DE71541C
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Germany
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retort
pipe
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chamber
valve
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Application number
DENDAT71541D
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TH. G. SPRINGER in Chicago, V. St. A., Nr. 425 La Salle Avenue
Publication of DE71541C publication Critical patent/DE71541C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J1/00Production of fuel gases by carburetting air or other gases without pyrolysis
    • C10J1/213Carburetting by pyrolysis of solid carbonaceous material in a carburettor

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Hydrogen, Water And Hydrids (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
In vorliegender Erfindung kommt ein Apparat zur Anwendung, in welchem Dampf mittelst Durchleitung durch glühende Kohle in einer geschlossenen Kammer mit Wasserstoff- und Kohlenoxydgas zersetzt und mit verflüchtigtem OeI oder flüchtigen Kohlenwasserstoffen vermischt wird; die Mischung wird schliefslich durch eine Kammer geführt, die als Fixirungskammer bezeichnet werden kann und feuerbeständiges Material in hoch erhitztem Zustande enthält, und in welcher die vereinigten Gase in ein beständiges Leuchtgas umgewandelt werden.
Bei der Darstellung solchen Gases hat es sich als wünschenswerth herausgestellt, die OeIe zum Zweck ihrer Verdunstung, je nach dem specifischen Gewichte derselben, in verschiedener Weise zu behandeln.
Zur Durchführung einer solchen verschiedenen Behandlungsweise der OeIe bedarf es einer Vorrichtung, welche gestattet, den OeI verdunstenden Theil des Apparates, unabhängig von dem aus Wasser oder Dampf Gas erzeugenden Apparate, reguliren zu können.
Zweck vorliegender Erfindung ist, für eine solche Regulirung Fürsorge zu treffen und dadurch den Apparat unter allen Umständen, unabhängig von den Arten der in Behandlung genommenen OeIe, gebrauchsfähig zu machen.
Das OeI wird in einer Retorte verdampft, die ganz unabhängig durch einen eigenen Herd ä'ufserlich erhitzt wird. Diese Retorte wird in Mauerwerk oberhalb des Herdes angeordnet, dessen Hitze die Retorte äufserlich umspült. Die Form der Retorte wird so gewählt, dafs sich ihr Durchmesser nach unten zu verjüngt, so dafs das aus einem ringförmigen Zuführungsrohr im oberen Theil zugeleitete OeI in einer dünnen Schicht an der erhitzten Retorteninnenwand herunterrieseln mufs. Da die Retortenwand nach unten zu einwärts geneigt steht, so ermöglicht sie aufser grofser Heizfläche das Ablaufen nicht flüchtiger Verunreinigungen nach dem Boden zu, von wo sie leicht abgezogen werden können. Das untere Ende der Retorte ist durch ein Rohr mit dem Wassergaserzeuger verbunden, das obere Ende mit der Fixirkammer, der das Gasgemisch und die Oeldämpfe zugeführt werden.
Diese Kammer, welche mit feuerbeständigem Material ausgesetzt ist, befindet sich in dem oberen Theil des Mauerwerkes eines Cupolofens, wie solcher zuweilen bei der Gaserzeugung angewendet wird.
Aufser dem feuerbeständigen Material kann diese Kammer auch mit Kalk gefüllte flache Behälter enthalten, in welchen die Kohlensäure aus dem OeI- und Wassergas absorbirt wird, wenn die Hitze des Apparates während des Fabrikationsvorganges abnimmt. Auf diese Weise wird ein Theil des Reinigungsverfahrens, dem das erzeugte Leuchtgas nachträglich unterworfen werden mufs, erspart und dadurch ein ökonomischer Vortheil erzielt.
Die Wiedererhitzung des Apparates treibt die vom Kalk aufgenommene Kohlensäure aus und macht den Kalk dadurch geeignet, bei der nächsten Periode der Gaserzeugung wiederum als Reinigungsmittel zu dienen.
Bei der Ausführung empfiehlt es sich, im Verein mit jedem Cupolofen ein Paar Verdampfungsretorten anzubringen, die abwechselnd
in Gebrauch genommen werden, um eine derselben zu Reinigungszwecken aufser Betrieb stellen zu können, ohne die Gaserzeugung unterbrechen zu müssen. Dies ist wesentlich, da bei unreinen Oelen des öfteren die Retorte von Verunreinigungen befreit werden mufs.
Die in dem Apparat zur Anwendung kommenden Ventile sind, wo Ventilgehäuse angebrachtwerden können, Klappenventile, die von Armen getragen werden, welche von drehbaren Wellen abstehen; die Enden dieser Wellen treten aus dem Ventilgehäuse heraus und werden durch auf ihnen angebrachte gezahnte Sectoren und mit letzteren in Eingriff stehende endlose Schnecken eingestellt.
Mit diesen Ventilen ist weniger zu befürchten, dafs -sich Ablagerungen zwischen Ventil und Sitz festsetzen und den dichten Abschlufs des Ventiles verhindern.
Fig. ι zeigt eine Seitenansicht des vollständigen Apparates, theilweise im Schnitt.
A ist der Cupolofen oder Erzeuger (mit den geeigneten Oeffnungen zum Beschicken, Schüren u. s. w.), in welchem Dampf zersetzt wird. A1 ist ein eingeschlossener Aschenfall unter den Roststäben B. Innerhalb des Aschenfalles A1 sind Luftzuführungsröhren zum Anfachen des Feuers im Ofen A und um die Hitze hochführen zu können angebracht.
Ueber dem Ofen A befindet sich die Verbrennungskammer C; beide stehen durch den Ventilkasten D vermittelst des Raumes a mit einander in Verbindung. Dieser Ventilkasten ist mit dem Klappenventil d ausgestattet, das sich nach unten öffnet und nach oben die Oeffnung d1 (s. auch Fig. 2 und 3) abschliefsen kann, e ist ein auf der Drehachse e1 angebrachter Arm, der das Klappenventil trägt. Achse e1 trägt aufserhalb des Ventilkastens den Zahnsector e2, in den die Schnecke e3 eingreift, welche durch Handrad E in Drehung versetzt wird.
F ist die Fixirungskammer, , die über der Verbrennungskammer C angebracht ist und das feuerfeste Material und die flachen durchlochten Behälter mit Kalk zur Gasreinigung enthält.
f ist ein Ableitungsventil, durch welches die Verbrennungsproducte während des Anheizens des Brennmateriales im Ofen A auf Weifsglühhitze entweichen.
J ist ein Rohr, das als Wasserstoffrohr bezeichnet wird, das der Bequemlichkeit halber in der ganzen Höhe des Cupolofens hinaufgeführt, aber bei j abgeschlossen ist, so dafs keine Verbindung von einem Ende bis zum anderen besteht. An dem unteren Ende steht das Rohr / durch Abzweigungen mit dem Gebläserohre K und mit dem Aschenfall A1 in Verbindung, k ist der Eintritt für den Gebläsewind in das Rohr K, welches bei c mit der Verbrennungskammer C und auch mit dem Aschenfall in Verbindung steht. k1 k2 sind über und unter dem Lufteintritt k angeordnete Abschlufsschieber. Die Zulassung von Luft in die Verbrennungskammer C ist zur Vervollständigung der Verbrennung der Gase erwünscht, die während des Heizens mit Brennmaterial im Ofen A erzeugt werden. Würde die Verbrennung in der Kammer A immer noch eine unvollständige sein, so wird Luft durch Rohr K* in die Kammer F bei f1 eingelassen, woselbst der Rest der Verbrennungsproducte, wenn solche vorhanden sind, noch verbrannt wird.
J* ist ein im Wasserstoffrohr / unter dessen Abschlufs j angebrachter Ventilkasten. Innerhalb dieses Ventilkastens /* sind zwei Ventile (s. Fig. 4 und 5) j* und j** so angeordnet, dafs das eine abgeschlossen ist, ehe das andere geöffnet werden kann; j* dient zum Schliefsen oder Herstellen der Verbindung von Raum a über dem Ofen A durch Rohr j1 nach dem Wasserstoffrohr /; _/** kann das Wasserstoffrohr unterhalb der Verbindung mit dem Rohr^1 abschliefsen.
d* ist ein Dampfzuleitungsrohr, das in den Ventilkasten D unterhalb des Ventiles d einmündet; j3 ist ein in das Rohr K einstellbares Dampfrohr, das wie nachstehend beschrieben verwendet wird.
G ist die Oelverdampfungsretorte, die aus gufseisernen Ringen aufgebaut, an den Verbindungsstellen mit Dichtungsringen versehen und neben dem Cupolofen in einer Ummauerung aufgestellt ist; sie steht am unteren Ende mit diesem Ofen durch ein Rohr p in Verbindung, welches das Wassergas vom Cupolofen durch das Rohr J zuführt.
H ist ein Ofen, welcher seine Hitze durch Oeffnungen in seinem Gewölbe an den Raum / um die Retorte G herum abgiebt, von wo die Verbrennungsproducte nach dem Erhitzen der Retorte in das Abzugsrohr i entweichen; g ist ein mit dem Boden der Retorte in Verbindung stehendes kurzes Rohr mit einem gasdichten Deckel, der behufs Reinigens abgenommen werden kann.
L ist das ringförmige, von einem OeI-reservoir herkommende Zuführungsrohr, welches das OeI in dünnem Strahl auf die Innenwand der Retorte G abgiebt. Letztere ist durch Rohr m mit dem oberen Theil des Rohres J und dadurch mit dem oberen Theil der Fixirkammer F des Cupolofens verbunden. Das Ventil M regelt die Verbindung zwischen Retorte G und Kammer F nach Bedarf.
h ist ein Windrohr unterhalb der Roststäbe des Ofens H, durch welches die Hitze des genannten Ofens und demnach die Heizung der Retorte G erhöht wird oder nachläfst, je nach den Erfordernissen des zu verdampfenden
Oeles. Durch diese Mittel kann das Oelgas innerhalb der Retorte in den vorteilhaftesten Zustand versetzt werden, um sich mit dem vom Cupolofen kommenden heifsen Wassergas zu verbinden, das sich mit den Oeldämpfen in der Retorte vermischt, ehe es in die Fixirungskammer entweicht. Der Ofen H ist mit geeigneten Beschickungs- und Schüröffnungen versehen; χ χ ist die Sohle des Arbeitslocales.
Der Apparat arbeitet in folgender WTeise:
Wenn der Ofen A mit Brennmaterial beschickt ist, wird der Gebläsewind durch K zunächst im Aschenfall A1 angestellt. Die Luft treibt die Verbrennungsproducte aus dem Ofen A durch den Ventilkasten D und durch das geöffnete Ventil d nach der Verbrennungskammer C, wo dieselben einen aus dem Rohre K durch Oeffnung c eintretenden Luftstrom treffen. Van da entweichen die heifsen Producte in die Kammer F, in der sie das feuerfeste Material und die Kalkbehälter stark erhitzen.
Sollte die Verbrennung hier noch unvollkommen sein, so kann weitere Luft durch Rohr K* zugelassen werden; ist dies nicht nöthig, so bleibt das Rohr durch den Schieber k* geschlossen. Aus Kammer F entweichen die ausgenutzten Verbrennungsproducte mittelst Ventiles f in die freie Luft.
Ist im Cupolofen genügende Hitze hergestellt, so werden nach Abstellung der Windzufuhr alle Ventile in den Windröhren geschlossen, ebenso das Ventil f und Ventil d.
Sodann wird Dampf aus dem Rohr d* in den Raum α über dem Ofen A zugelassen, und da das Ventil _/*, welches das mit diesem Raum verbundene Rohr jl beherrscht-, geschlossen ist, so wird der unter hohem Druck stehende Dampf durch das Brennmaterial in den Aschenfall A1 getrieben und streicht nun, in Wasserstoff und Kohlenoxyd umgewandelt, in das untere Ende des Rohres J, steigt in letzterem in die Höhe und durch Rohr p in die Retorte G, zu welchem Zweck das Ventil j** in dem Ventilkasten J* offen steht. Gleichzeitig wird die Luftzufuhr im Ofen Ή angestellt, dessen, wie oben angegeben, durch die Luftzufuhr geregelte Hitze so auf die Retortenaufsenwand wirkt, dafs das durch Rohr L einfliefsende OeI verdampft. Das Gasgemisch und der Oeldampf gehen zusammen nach der Kammer F, streichen in derselben nach unten durch den Kalk, welcher etwa vorhandene Kohlensäure aufnimmt, und weiter unten durch das feuerbeständige Material, wodurch die Gase in beständiges Leuchtgas umgewandelt werden.
F1 ist das Gasauslafsrohr, welches mit der Kammer C in Verbindung steht und durch einen WTasserverschlufs nach dem Gasbehälter führt. Ist die Temperatur der Erzeugerkammer so weit heruntergegangen, dafs der Dampf nicht mehr vollständig in Wasserstoff und Kohlenoxyd umgewandelt wird, so wird die Luftzufuhr und Oelspeisung nach der Verdampfungsretorte abgestellt und die Erhitzung des Cupolofens wiederholt, worauf das Verfahren, wie vorher angegeben, wieder fortgesetzt wird.
Werden beim Niederführen des Dampfes durch das Brennmaterial in der Kammer A die Roststäbe zu stark erhitzt, so wird der Dampf in den Aschenfall durch Rohr j3 eingeführt, wobei Ventil j** geschlossen und Ventil j* geöffnet ist. Der Dampf strömt dann durch das Brennmaterial nach dem Raum α und von da durch Rohrj1, Ventilkasten J* und Rohr/2 nach der Retorte, wo das gebildete Wassergas mit dem Oelgas, wie oben erklärt wurde, zusammentrifft.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Apparat zur Herstellung von carburirtem Wassergas, gekennzeichnet durch eine für die Verdampfung der flüssigen Kohlenwasserstoffe vorgesehene, mit eigener regulirbarer Feuerung von aufsen zu erhitzende Retorte (G) in ihrer getrennten Anordnung von dem für die Wassergaserzeugung vorgesehenen Ofen, zum Zweck, die Beheizung der vorzugsweise nach unten verjüngt zulaufend gestalteten Retorte je nach Beschaffenheit der in ihr zu verdampfenden Stoffe zu regeln.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT71541D Apparat zur Herstellung von carburirtem Wassergas Expired - Lifetime DE71541C (de)

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