DE715538C - Verfahren zur Herstellung eines Faserstoffilters, besonders fuer feuchte Luft - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Faserstoffilters, besonders fuer feuchte Luft

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DE715538C
DE715538C DEST59313D DEST059313D DE715538C DE 715538 C DE715538 C DE 715538C DE ST59313 D DEST59313 D DE ST59313D DE ST059313 D DEST059313 D DE ST059313D DE 715538 C DE715538 C DE 715538C
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DE
Germany
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fiber filter
production
impregnating agent
filter
moist air
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Expired
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DEST59313D
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English (en)
Inventor
Albert Goessling
Philipp Richard Himmelsbach
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Steinhaus GmbH
Original Assignee
Steinhaus GmbH
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Publication date
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M13/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M13/10Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with compounds containing oxygen
    • D06M13/184Carboxylic acids; Anhydrides, halides or salts thereof
    • D06M13/188Monocarboxylic acids; Anhydrides, halides or salts thereof
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D46/00Filters or filtering processes specially modified for separating dispersed particles from gases or vapours
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F24HEATING; RANGES; VENTILATING
    • F24FAIR-CONDITIONING; AIR-HUMIDIFICATION; VENTILATION; USE OF AIR CURRENTS FOR SCREENING
    • F24F3/00Air-conditioning systems in which conditioned primary air is supplied from one or more central stations to distributing units in the rooms or spaces where it may receive secondary treatment; Apparatus specially designed for such systems
    • F24F3/12Air-conditioning systems in which conditioned primary air is supplied from one or more central stations to distributing units in the rooms or spaces where it may receive secondary treatment; Apparatus specially designed for such systems characterised by the treatment of the air otherwise than by heating and cooling
    • F24F3/14Air-conditioning systems in which conditioned primary air is supplied from one or more central stations to distributing units in the rooms or spaces where it may receive secondary treatment; Apparatus specially designed for such systems characterised by the treatment of the air otherwise than by heating and cooling by humidification; by dehumidification
    • F24F3/1411Air-conditioning systems in which conditioned primary air is supplied from one or more central stations to distributing units in the rooms or spaces where it may receive secondary treatment; Apparatus specially designed for such systems characterised by the treatment of the air otherwise than by heating and cooling by humidification; by dehumidification by absorbing or adsorbing water, e.g. using an hygroscopic desiccant

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Description

  • Verfahren zur Herstellung eines Faserstoffilters, hesonders für feuchte Luft Eine alte Aufgabe der Textiltechnik besteht darin, Gewebe und Gewirke für technische Zwecke gegen Feuchtigkeit und den Befall durch Sporen, Bakterien und anderen Kleinlebewesen zu schützen. Die Lösung dieser Aufgabe spielt eine besondere Rolle in der Technik, weil für viele Zwecke, besonders zur Entfernung fester und tropfbar flüssiger Bestandteile aus Luft und Gasen, gerade Textilgewebe und Gewirke wegen ihres obcrflächenreichen Gefüges, ihlter gleichmäßigen Porigkeit und ihres geringen Widerstandes Entstaubungsgrade ergeben, die auf andere Weise nur unter wesentlich größeren Aufwendingen erreicht werden können, zuweilen überhaupt nicht.
  • Zum trockenen FiItn.eren von feuchter Luft oder von technischen Gasen hat man bereits Gewebe verwendet, die mit einer Natriumstannat-Seifen-Lösung getränkt sind. Nach der Tränkung wurden die Gewebe von dem Tränkmittelüberschuß befreit, so daß die Poren des Gewebes wieder freilagen. Natriumstannat wurde früher als Beizmittel benutzt; es dient zum Aufrauhen von Wollfasern und zum Anziehen des Wolifadens.
  • Ferner ist ies in der Textiltechnik bekannt, fertige Gewebe als auch einzelne Gewebe teile wie die Fäden vor dem Weben zu tränken.
  • Die Erfindung besteht in einem solchen Verfahren zur Herstellung eines der Reinigung feuchter Luft oder von technischen Gasen dienenden Faserstoffilters durch Tränken mit einer Flüssigkeit und darauffolgendes Beseitigen des Tränkmittelüberschusses, bei dem das aus geschneidertem Gewebe oder Gewirk bestehende Filter mit einem G.emisch überwiegend aus Rohmineralöl und Kupferokat mit einem geringen Zusatz eines organischen Farbstoffes getränkt und der Tränkmittelüberschuß in bekannter Weise durch Abschleudern entfernt wird.
  • Im besonderen besteht die Erfindung in der Anwendung derart geschützter Gewebe und Gewirke bei der Reinigung der Luft in trocken arbeitenden Kohlenaufbereitungsanlagen und bei der Reinigung von feuchter Luft in technischen Betrieben des Bergbaues von Steinkohlenstaub. Besonders in diesell Betrieben bieten sie den Vorteil, den Bewuchs mit niedrigen pflanzlichen und tierischen Lebewesen zu verhindern.
  • In solchen Betrieben werden Filter aus Spinnstoffasern entweder als Tücher oder Säcke geschneidert verwendet, meist als Abschluß von Flußzuführungskanälen.
  • Im anderen Zusammenhang, nämlich im Betrieb von Brauereien und bei der Belüftung von Krankenhäusern, hat man schon früher beobachtet, daß die Beeinträchtigung der Filter nicht nur von der hindurchströmenden Luft herrührt, sondern wesentlich auch von dem Zustand der Luftzuführungskanäle. In diesen Kanälen wurde außer Feuchtigkeit auch Wachstum und Verschleppung von Sporen und Keimen festgestellt. (Vgl. für Brauereien Wochenschrift für Brauerei XXXII. Jahrgang [1915], Nr. 24, S.2o7, und für Erankenhäuser M e l d a u, Gesundheitsingenieur 1926, Heft 39, S. 597-601.) Es war aber unbekannt und konnte auch nicht vermutet werden, daß in den Aufbereitungsbetrieben des Steinkohlenbergbaues eine Filterschädigung, die man häufig geradezu als Filterfraß bezeichnen kann, durch Schimmelpilze und andere Sporen und Kleinlebewesen möglich wäre; denn Steinkohle ist nicht nur infolge ihrer Entstehung und Zusammensetzung frei von solchen Lebewesen, sondern es ist im ärztlichen Schrifttum häufig und nachdrücklich betont worden, daß Kohlenstaub eine stark entwicklungshemmende, unter Umständen sogar tötende Wirkung auf Kleinlebewesen ausübt, selbst auf die äußerst zähliebigen. weil durch einen Wachsmantel geschützton Tuberkelbazillen. Außerdem ist der Feuchtigkeitsgehalt der Steinkohle sehr gering, er schwankt etwa zwischen 2 und 5%.
  • Bei der Trockenaufbereitung und der dabei unvermeidlichen, ja gewünschten Zerkleinerung wird die Stebikolile ferner, wenn möglich, Feuchtigkeit aus der umgebenden Luft aufnehmen, deren relative Feuchtigkeit also zu vermindern streben. Deshalb ist es durchaus überraschend gewesen, festzustellen, daß gerade in trockenen Steinkohienaufb ereitungsanlagen ein lebhafter Sporenwuchs Filter aus Spinnstoffasern schädigte.
  • Gerade für diese Anwendungszwecke muß angesichts der Filtergröße und der Bedienungsanforderungen das Schutzmittel einfach und leicht zu handhaben sein; ferner darf es wegen der Teilchenfeinheit des Kohlenstaubes das Fasergefüge nicht verändern.
  • Diese Bedingungen werden durch die Erfindung erfüllt. Sie bestehen darin, zur Reinigung einer solchen feuchten technischen Luft oder von Gasen ein geschneidertes Gewebe oder Gewirk zu verwenden, das mit einem Gemisch, überwiegend bestehend aus einem Rohmineralöl, wie Petroleum, ferner aus Kupferoleat oder Kupferstearat unter Zusatz von Chlorxylenol und Anthrazenöl getränkt worden ist. Besonders gute Wirkungen werden erzielt. wenn man der Tränklösung außerdem eine ganz geringe Menge lösbare, bis etwa fünf vom Tausend organische Farhstoffe. wie Methylenblau, zusetzt.
  • Beispiel für ein Tränkmittel nach der Erfindung: 89,95% Petroleum, 10,00% Kupferoleat, 0,04% Chlor-Xylenol-Gemisch, o,oIO,o Anthrazenöl = 100,00.
  • Überraschend ist, daß man mit diesem sehr viskosen Gemisch dann fast trockene Gewebe erhalten kann. wenn man das Gewebe oder Gewirk vor oder nach der Schneiderung oder weniger zweckmäßig auch bereits als Faden durch dieses Bad schwenkt und zur Tränkung und Trocknung an sich bekannte gasdicht geschlossene Schleudern benutzt wie sie z. B. für die Reinigung von Tuchlappen unter fast völliger Wiedergewinnung des Lösungsmittels benutzt werden.
  • Besonders hervorzuheben ist das vollständige Eindringen des Tränkmittels in das Faserinnere und die gleichmäßige Verteilung darin. ohne daß sich das Fasergefüge oder die Griffigl;eit des Gewebes rnerklich verändert. Diese Wirkung steht in fast diametralem Gegensatz zur Trocknung unter Offenhaltung der Poren, die nach der Erfindung ebenfalls erreicht wird.

Claims (1)

  1. P A T E N T A N S P R U C H : Verfahren zur Herstellung eines der Reinigung feuchter Luft oder voll technischen Gasen dienenden Faserstoffilters durch Tränken mit einer Flüssigkeit und darauffolgendes Beseitigen des Tränkmittelüberschusses, dadurch gekennzeichnet, daß das aus geschneidertem Gewebe oder Gewirk bestehende Filter mit einem Gemisch überwiegend aus Rohmineralöl und Kupferoleat mit einem geringen Zusatz eines organischen Farbstoffes getränkt und der Tränkmittelüberschuß in be kannter Weise durch Absdlleudern entfernt wird.
DEST59313D 1939-12-20 1939-12-20 Verfahren zur Herstellung eines Faserstoffilters, besonders fuer feuchte Luft Expired DE715538C (de)

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