DE715545C - Dampf- oder Brennkraftturbine - Google Patents

Dampf- oder Brennkraftturbine

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DE715545C
DE715545C DEP77062D DEP0077062D DE715545C DE 715545 C DE715545 C DE 715545C DE P77062 D DEP77062 D DE P77062D DE P0077062 D DEP0077062 D DE P0077062D DE 715545 C DE715545 C DE 715545C
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DE
Germany
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turbine
combustion
steam
chambers
impellers
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Expired
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DEP77062D
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Theodor Wilhe Pfirrmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
THEODOR WILHELM PFIRRMANN DR I
Original Assignee
THEODOR WILHELM PFIRRMANN DR I
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Publication date
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01DNON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
    • F01D1/00Non-positive-displacement machines or engines, e.g. steam turbines
    • F01D1/02Non-positive-displacement machines or engines, e.g. steam turbines with stationary working-fluid guiding means and bladed or like rotor, e.g. multi-bladed impulse steam turbines
    • F01D1/026Impact turbines with buckets, i.e. impulse turbines, e.g. Pelton turbines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)

Description

  • Dampf- oder Brennkraftturbine Bei .den meisten Versuchen, den Verbrennungsvorgang :in einer umlaufenden Maschine auszunutzen, hat man sich allzu eng an den Dampfturbinenbau angelehnt. Beim Betrachten des Weges, den z. B. gespannter Dampf beim Durchlaufen einer Kolbenmaschine oder einer Turbine zurücklegt, fällt der große LTnterschie-d 1n der Strömungsrichtung auf. In der Kolbenmaschine ändert entsprechend der Kolbenbewegung der arbeitende Dampf vom Einströmen bis zum Auspuff, nachdem er die Geschwindigkeit o erreicht hat, seine Richtung vollständig um r8o° um; bei der Turbine wird der Dampfstrahl nur abgelenkt, im allgemeinen nicht über 9o°. Dementsprechend: erreichen die Geschwindigkeiten der Turbine auch ein Vielfaches der Kolbenmaschinengeschwindigkeit. Ein weiterer Unterschied besteht bei Brennkraftturbinen darin, daß in der Turbine das arbeitende Gas in eine große Zahl von Gasströmen unterteilt wird, also eine große Oberfläche erhält, wodurch ein fast plötzlicher Temperaturausgleich mit den Turbinenschaufeln entsteht, während bei der Kolbenmaschine das Gas bei möglichst kleiner Oberfläche zusammengehalten wird, wodurch wenigstens teilweise ein adiabatischer `Wärmeumsatz möglich ist.
  • Die vorliegende Erfindung bezweckt, die Gasbewegung von Kolbenmaschinen auch auf umlaufende Maschinen zu übertragen. Es wird dabei eine Turbine mit einseitig offenen, am Umfang der Laufräder angeordneten Kammern benutzt, und die Erfindung besteht darin, daß je zwei Laufräder paarweise so einander zugeordnet sind, daß der Dampf oder die heißen Verbrennungsgase unmittelbar oder durch Verbindungskanäle wechselseitig zwischen den Kammern zweier Laufräder unter Auffrischung des Arbeitsmittels durch Druck-und Wärmeübertragung hin und her strömen. Turbinenräder; die mit geschlossenen Hohlräumen ausgestattet sind, sind schon beschrieben;-.ihre Anordnung ist aber wesentlich anders. Auch verwendet man gegenläufige Laufräder schon in Dampfturbinen, welche aber mit Schaufeln besetzt und anders angeordnet sind.
  • Wird einem Laufrad nach vorliegender Erfindung durch das Zuleitungsrohr z. B. gespannter Dampf zugeführt, so beginnt dasselbe sich zu drehen; die einzelnen Kammern füllen sich mit gespanntem Dampf und geben denselben unter Entspannung durch die im Leitwerk liegenden Verbindungskanäle an die Kammern des zweiten Laufrades ab, bis kein Überdruck mehr vorhanden ist; der Rest entweicht durch den Auspuff. Während die Kammern des ersten Laufrades ihren Überdruck auf dem Wege von der Frischdampfdüse zuin Auspuff stetig abgeben, «erden die Kammern (!-,es zweiten Laufrades mit diesem abgegebenen Dampf zwischen Auspuff und Frischdampfdüse immer mehr vorgefüllt, bis vor der Frischdampfdüse der 1=Iöclistdrucli erreicht wird; von jetzt ab geben die Kammern ihren Überdruck wieder an die Kammern des ersten Rades ab. Bei jedem Zu- und Abströmen von Dampf wird Kraft auf die Kammerböden und dairiit auf das Laufrad übertragen-, der Dampf verliert dabei seine Geschwindigkeit und strömt nach rückwärts wieder aus, sobald durch das zugehörige Verbindungsrohr ein Durchgang zu den entsprechenden Kammern des zweiten Rades hergestellt ist. Der Dampfweg ist also demjenigen einer Kolbenmaschine mit mehrfacher Entspannung ähnlich- Die Drehzahlen einer solchen Maschine sind niedriger als diej enigen von Turbinen, da hohe Dampfgeschwindi-keiten nicht auftreten können. Der Dampf wird im Gegensatz zu den Turbinen von einer kleinen Zahl von Kammern aufgenommen; die Verluste durch Wärmeleitung; können also klein gehalten werden, um so mehr, als die llöglichlceit einer Isolation gegeben ist.
  • Bei der hin und her gehenden Bewegung des Dampfes findet nicht nur ein Druckausgleich statt, sondern es wird gleichzeitig auch Wärme übertragen. Bei den Turbinen findet zwar von der Zuleitung bis zum Auspuff ein "Temperaturabfall statt, in den einzelnen Laufrädern aber bleibt die Temperatur annähernd gleich, während bei vorstehender Maschine die Temperatur ebenso wie der Druck jedes Laufrades von der Zuleitung zum Auspuff abfällt und von da bis zur Zuleitung wieder ansteigt, d. h. das hin und her gehende Antriebsmittel entzieht den Kammern während des Druckabfalles auf dem @'@%ege von Düse zum Auspuff Wärme, während bei der Vorfüllung auf dem Wege von Auspuff zur Düse die Kammern vorgewärmt werden wie bei den bekannten Wärmeaastauscliern. Dieser Wärmeaustausch verhindert, daß hohe Temperaturen auftreten können, was besonders. für die Verbrennungsturbine von Wichtigkeit ist. Die Kammern im Laufrad stellen Röhren dar, die-so gebogen sind, daß sie sich dein j Radumfang anpassen. Die hammerbö#len köniit-n etwas aufgewaitet sein und auf einem grbl3; ren Radius als die Kammerausmündungen liegen; dadurch wird verhindert, daß durch die Fliehkraft Dampf unter Arbeitsverlust aus den Kammern ausgeschleudert werden kann. Die Kammeröffnungen können zu einem Viereck umgestaltet sein, so daß die Ausrnü ndungen der Umleitungsrohre, die ebenfalls viereckige Gestalt besitzen, dazu genau passen. Letztere haben verschiedene Grölen, dein veränderten Entspannungsgrad entsprechend, so daß ein Teil der Umleitungsrohre über mehrere Kammerausmündungen hinweg greift. Um Druckverluste durch den Spalt möglichst zu vermeiden, werden die Kammerausinündungen in Vertiefungen des Laufrades gelegt, in das auch die Ausmündungen der Verbindungsrohre eingreifen. Diese können als einfache Druckrohre ausgebildet sein; sie können aber auch in der Laufrichtung die Form von Entspannungsdüsen besitzen, wodurch die Ge- schwindigkeit beeinflußt wird. Die Herstellung von Kammer und Verbindungskanälen kann so geschehen, .daß dieselben vorher aus Röhren oder Blechen hergestellt und zu einem Gestell verschweißt werden, das dann in eine Gußform eingebettet, völlig umgossen wird, so daß die bestehenden Hohlräume mit dem Guß ein Ganzes bilden und dann entsprechend bearbeitet werden.
  • Die einfachste Turbine wird durch zwei im Gegensinn sich drehende Laufräder erhalten. deren Kammeröffnungen unter einem bestimmten Winkel zueinander liegen und sich überdecken, so daß das Arbeitsmittel unmittelbar ohne Zuhilfenahme von Verbindungskanälen überströmen kann; Zu- und Ableitung des Arbeitsmittels müssen dann aber auf die an;lere Seite der Laufräder verlegt «-erden, wobei die Kammerböden offen bleiben müssen. Werden geschlossene Kammern benutzt, so erzielt man 1 ebenfalls durch zwei sich im Gegensinn drehende Laufräder besonders kurze Verbindungskanäle, was sich auf den Wirkungsgrad günstig auswirkt. Die Laufräder können dabei auch mit mehreren Kammerreihen besetzt sein, oder es können auf jeder Welle zwei oder mehrere Laufräder befestigt sein. Verwendet :nan diese Art Turbinen zur Elektrizitätserzeugung, so können die beiden Wellen in bekannter Weise elektrisch miteinander gekuppelt werden; für maschinellen Antrieb müssen besondere Getriebe vorgesehen werden, welche den entgegengesetzten Drehsinn ausgleichen. Wenn es weniger auf den Wirkungsgrad ankommt, kann man auch die ganze Kraft auf einer Welle abnehmen, indem zwei oder mehrere Laufräder auf einer Welle befestigt werden, wobei das Arbeitsmittel durch besonders gekrümmte Verbindungskanäle in seiner Richtung umgelenkt wird; die Verbindungskanäle bekommen hierbei größere Längen und stärkere Krümmungen, was mit entsprechenden Verlusten verbunden ist.
  • Gegenüber den üblichen aus Schaufelrädern und Leitwerk aufgebauten Turbinen hat die Erfindung folgende Vortenle: Durch die Wärmeübertragung mit Auffrischungdes Arbeitsmittels werden die Kammern bei jeder Umdrehung ohne Verwendung eines Energie vernichtenden Kühlmittels abgekühlt, d.h. es kann ein höheres Wärmegefälle ausgenutzt werden als bei Schaufelradturbiinen.
  • Die Druckübertragung mit Auffrischung des Arheits:inittels in Verbindung mit der geschlossenen Kammerbauart gestattet die Anivendung höherer Verbrennungsdrücke. Beide Umstände zusammen .geben eine bessere Brennstoffausnutzung.
  • Die höheren Betriebsdrücke und Temperaturen ermöglichen eine höhere Luftvorwärmung, so daß die Verbrennung unter Selbstzündung eingeleitet werden kann. Dies hedeutet nicht nur Wegfall. der elektrischen Zündeinrichtung, sondern auch die Verwendung eines höher siedenden, handhabungssicheren und billigeren Betriebsstoffes.
  • Durch die gegenläufige Drehung der Läuferpaare werden die Leitkanäle besonders kurz, die Spaltverluste also kleiner; die Drehzahl ist geringer als bei reinen Schaufelradturbinen, die Bauart wird gedrungen, die Turbine ist ,also ,auch bei beschränkten Platzverhältnissen, z. B. in Fahrzeugen, anfendb,ar.
  • Die Weiterbildung des Verbrennungsraumes oder der ersten Turbinenstufe als Gaserzeuger ermöglicht eine weitere Verbesserung -der Brennstoffausnutzung und die Verwendung hochsiedender oder fester Brennstoffe.
  • Die Erfindung eignet sich zur Krafterzeugung aus Dampf; sie bietet den Vorteil der niedrigen Drehzahl, die etwa zwischen Kolbentnaschine und Dampfturbine liegt und durch Veränderung der- Entspannungsstufen verhältnismäßig leicht den verschiedenen Zwecken angepaßt werden kann. Durch die gedrungene Bauart und die weitgehende Entlastung der Stopfbüchsen ;ist die Maschine besonders für Hochdruckdampf brauchbar und kann auch für Zwischendampfentnahme eingerichtet werden.
  • Eine weitere Verwendung findet die Maschine als Abgasturbine; bei Einzylindermotoren wird zu diesem Zweck der Auspuff halbiert und die beiden Hälften je einem Laufrad zugeführt; bei Mehrzylindermotoren ist die Teilung in zwei Hälften von selbst gegeben. Bei größeren Maschinen können jedem Laufrad auch zwei oder drei Zuleitungsröhren angeordnet werden. Der Vorteil der Maschine liegt vor allem in dem thermischen Ausgleich und in der geringen Drehzahl, wodurch gegebenenfalls ein unmittelbares Kuppeln mit der Kurbelwelle des Motors möglich wird. Selbstverständlich kann auch eine solche Maschine zur Erzeugung von Preßluft zum Spülen und zur Leistungserhöhung von Vergaser- und Dieselmotoren Verwendung finden.
  • Es erweist sich als besonderer Vorteil, daß bei der neuen Maschine nur der äußere Umfang der Laufräder der Krafterzeugung dienen, so :daß das Innere der Maschine als Brennkraftturbine zur Verdichtung der Verbrennungsluft ausgenutzt werden kann, ohne daß ein besonderer Raum dafür nötig wird; es kann sogar ein Teil der Turbine im Ver-' dichterteil mitverwendet werden. Besonders aussichtsreich ist hierbei die Maschine mit zwei gegenläufigen Rädern, da die Preßluft dann durch im Gegensinn zueinander laufender Turbinenschaufeln, die unmittelbar auf den beiden Laufrädern befestigt sind; erzeugt werden kann.
  • Für die Durchführung des Verbrennungsvorganges wird die Preßluft einem temperaturbeständigen Explosions- oder Verbrennungsraum zugeführt, der über das Leitwerk zu den Laufrädern unter einem bestimmten Windel ausmündet; jedes Laufrad erhält mindestens einen Verbrennungsraum. Daß ein solcher Raum überhaupt unter Druck gehalten werden kann, liegt in der besonderen Eigenart der Maschine, da das Verbrennungsgas nur gegen den Druck der vorverdichteten Kammerfüllung ausströmen kann; der Druck im Verbrennungsraum bleibt also so lange bestehen, als Preßluft nachgeliefert wird. Der Explosionsraum kann mit Zündkerze ausgerüstet werden, wenn der Brennstoff mittels Vergaser der vorverdichteten Luft zugeführt wird, aber auch .mit Einspritzpumpe und Zerstä:ubungsdüse für eine Verbrennung nach Art der Dieselmotore; arbeitet man mit Mitteldruck, so kann der Explosionsraum auch durch Glühzündung oder entsprechende Isolation stets knapp oberhalb der Entzündungstemperatur des verwendeten Kraftstoffes gehalten werden.
  • Gegenüber den normalen Schaufelradturbänen hat die neue Verbrennungsturbine den Vorteil der höherenTemperaturbelastung, d.h. durch Ausnutzung eines höheren Wärmegefälles wird ein höherer Wirkungsgrad erzielt. Das heiße Verbrennungsgas trifft ja nicht unmittelbar auf die Kammerwände auf, ,sondern i zum größten .Teil auf die in den einzelnen Kammern vorverdichteten Gaspolster, dieselben zunächst aufheizend und weiterverdichtend. Infolge der relativ geringen Gasgeschwindigkeit in den Kammern bleibt auch die Wärmeübertragung klein, außerdem -%verden die Kammerwände bei einem Umlauf durch das Verbrennungsgas, das seine kinetische Energie abgegeben hat, jedesmal wieder abgekühlt, so daß unzulässig hohe Temperaturen nicht auftreten können. Durch das Einbutten der Kammern, die aus hochwärmefestem Blech hergestellt werden, in Gußmetall ist eine weitere Sicherheit und höhere Wärmebelastung gegeben.
  • Infolge der V orfüllung der einzelnen Kammern mit energieärmerem Verbrennungsgas herrscht vor dem Verbrennungsraum stets ein entsprechender überdruck; deshalb kann der eigentliche Verbrennungsraum auch mit Preßluft so hoher Spannung gefüllt werden, daß eine leichte Zündung des eingeführten Treibmittels, (51 aller Art oder Kohlenstaub, eintritt. Eine mit so hohem Druck arbeitende Turbine bringt Sonderbelastungen des Baustoffes mit sich, denen Schaufelradturbinen niemals gewachsen wären. Man kann die Temperaturspitzen in bekannter NVeise dadurch umgehen, daß man ein Kühlmittel, z. B. Wasser, oder Wasserdampf miteinführt oder den Brennstoff in kleinen Mengen an mehreren Stellen des Laufrades zuführt, so daß nur geringe Temperatursprünge jedesmal ausgenutzt werden. Eine bessere Wärmeumwandlung wird dadurch erreicht, daß man die Verbrennung durch Zuführung .der Luft in Stufen durchführt, indem in der ersten Stufe der Brennstoff zunächst mit Luftunterschuß nur teilweise verbrannt wird, so daß sich also eine Art Kraftgas oder Wassergas bildet, das dann in einer zweiten Stufe zusammen mit der restlichen Luft vollständig verbrannt wird und dann .den Rest der Energie liefert. Ein solcher gestufter Verbrennungsvorgang vermeidet das Auftreten von Temperaturspitzen und gibt dennoch eine gute Wärmeausnutzung, da in der ersten Stufe die Bildung von Kohlenoxyd und Wasserstoff zwar eine geringere Wärmemenge liefert, wofür aber der Verbrennungsvorgang mit einer Volumenzunahme verknüpft ist. Die Verbrennung des gebildeten Gases in der zweiten Stufe ergibt die restliche Energie ebenfalls ohne hohe Temperaturspitzen.
  • Zur. Durchführung eines solcherart gestuften Verbrennungsvorganges wird die nötige Preßluft mindestens in zwei Teilströme unterteilt oder von zwei verschiedenen Preßlufterzeugern hergestellt und dann den beiden Verbrennungsräumen -zugeführt, wobei der letzte in einen der später liegenden Verbindungskanäle ausmündet, wo sich die Verbrennungsluft mit den unverbrannten Gasen gut mischen und so restlos verbrennen kann: der zweite Verbrennungsvorgang kann auch bei größeren Maschinen in einem Übergangsrohr zu einem zweiten Umlaufrad unter anderen Drücken durchgeführt werden.
  • Während beiden seitherigen Verbrennungsturbinen der Zusatz von Wasser in irgendeiner Form zu dem mit Luftüberschuß durchgefiihrten Verbrennungsvorgang starke Zerstörungen an dem Turbinenbaustoff auslöste, hat der Wasserzusatz bei der Verbrennung tnitLuftunterschuß entsprechendvorliegender Erfindung diese schädliche Wirkung nicht, da er gebraucht wird zur Wassergaserzeugung. An sich wäre ein Wasserzusatz zu Kühlungszwecken überhaupt nicht nötig, da Temperaturspitzen sowieso fehlen; es hat sich aber als vorteilhaft erwiesen, bei der Verbrennung mit Luftunterschuß Wasser zuzusetzen, weil dadurch der Vergasungsvorgang gefördert wird und eine Rußbildung unterdrückt wird. Außerdem bringt der Wasserzusatz durch die Wassergasbildung, besonders beim Arbeiten mit Kohlenstaub, eine weitere Volumenvermehrung zustande unter Bildung von Kohlenoxyd und Wasserstoff, das in der nachfolgenden Verbrennungsstufe leichter verbrennt als etwa unverbrannte Kohlenstaubreste, die sich schädlich auch auf den Turbinenbaustoff in mechanischer Hinsicht auswirken können. Durch diese stufenweise Verbrennung hat man also nicht nur die Temperaturführung besser in der Hand, sondern man erzielt auch eine höhere Wärmeausnutzung und hat gleichzeitig die Möglichkeit, die Wärmeenergie des Vergasungsvorganges, die heute bei den mit Frischgaserzeugern ausgerüsteten Verbrennungsmotoren verlorengeht, auch unmittelbar zur Energiegewinnung mit heranzuziehen.
  • Die Erfindung soll an Hand der Zeichnung näher erläutert werden.
  • Abb. r zeigt beispielsweise aufgeschnitten und abgewickelt zwei im Gegensinn sich drehende Laufräder I und II rii:it je drei einseitig geschlossenen Kammern k und dazwischenliegenden Verbindungskanälen v.
  • In Abb. z wird die dazugehörige Gasführung erläutert. Die beiden im Gegensinn sich drehenden Laufräder sind abgewickelt gedacht und mit je zehn Kammern besetzt; die Pfeile deuten die Lage der Zu- und Überströmkanäle v an, wobei durch die Pfeilstärke die Gasspannung, durch die eingezeichneten Kreise die der Entspannung entsprechenden Durchmesser,der Verbindungskanäle v dargestellt werden sollen.
  • Abb. 3 zeigt die Lage der einseitig geschlossenen Kammern k zweier Gegenlaufräder und die Anordnung der Überströmkanäle v im Schnitt längs der Wellen. Abb. q. zeigt einen Schnitt durch eine Verbrennungsturbinenhälfte quer zur Welle. Das Laufrad I ist mit einseitig geschlossenen Kammern k besetzt, deren Böden b auf einem größeren Radius liegen als die Ausflußöffnungen o, die an den Überströmkanälen v sich vorbeidrehen unter Ausgleich der Gasspannung mit Auffrischung des Arbeitsmittels. Das Laufrad I wird zweimal bei jeder Drehung durch frische Verbrennungsgase aus den Verbrennungskanälen na beaufschlagt. Im Innern des Laufrades I liegt der Verdichter r, dessen Gehäuse zum Teil durch Laufrad I gebildet wird.
  • Die Auffüllung der Verbrennungskanäle nz mit gespannter Verbrennungsluft geschieht mittels Verdichter nahezu ununterbrochen. Das Einspritzen des Brennstoffes und die Zündung wird unmittelbar nach dem Überströmen der Verbrennungsluft in die Verbrennungskammern vorgenommen; bei gegenläufigen Turbinenrädern liegen die Mündungen der dazugehörigen Verbrennungskanäle in unmittelbar nebeneinander. Bei gleichsinnig umlaufenden Rädern werden dieselben entsprechend versetzt. Einspritzbeginn und Zündeinsatz sind für beide Hälften regelbar; die Einstellung ergibt sich aus der Anzahl der Kammern und der Drehzahl oder aus der Zeit, die vergeht, bis jeweils die Kammer mit der höchsten Vorfüllung von der Mündung des zugehörigen Verbrennungskanals angekommen ist.
  • Abb. 5 und 6 zeigen einen Schnitt in verschiedenen Ebenen längs und quer zur Welle einer Gegenläuferverbrennungsturbine mit eingebauten Luftverdichtern. Die Laufradkammern k liegen mit ihren links und rechts herausspringenden Böden b wieder auf einem größeren Radius als die Kammerausmündungen o; dadurch wird eine labyrinthähnliche Abdichtung der außen herumlaufenden Verbindungskanäle v möglich. Die Laufräder I und II sind außen mit Gebläseschaufeln la, innen mit Turbinenschaufeln s besetzt; da,-durch entsteht innen eine Art Gegenläuferverdichter r, dessen Schaufelanordnung der Schnitt G-H zeigt. Die erzeugte Preßluft wird durch die hohlen Wellen w abgeleitet und durch je einen Läufer L den Verbrennungsrohren t zugedrückt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Dampf- oder Brennkraftturbine mit einseitig offenen, am Umfang der Laufräder angeordneten Kammern, dadurch gekennzeichnet, daß j e zwei Laufräder paarweise so einander zugeordnet sind, daß der Dampf oder die heißen Verbrennungsgase unmittelbar oder durch - Verbindungskanäle wechselseitig zwischen den "Kammern zweier Laufräder unter Auffrischung des Arbeitsmittels durch Druck-und Wärmeübertragung hin und her strömen. Turbine nach Anspruch x, dadurch gekennzeichnet, daß die paarweise angeordneter Laufräder in an sich bekannter Weise im Gegensinn zueinander umlaufen. 3. Turbine nach Anspruch z und 2 als Brennkraftturbine, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Verbrennung nötige Luft durch besondere im Innern der Turbine untergebrachte Verdichter unter teilweiser Verwendung der für Luft und Gase gleichen Maschinenteile erzeugt wird. q.. Turbine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbrennung des Treibstoffes unter geteilter Luftzufuhr in mindestens zwei Stufen durchgeführt wird, wobei die Verbrennungskammer oder-die erste Turbinenstufe so mit Luftunterschuß arbeitet, daß in der Hauptsache ein zum. Teil noch brennbares Gasgemisch entsteht, das erst in den weiteren Turbinenstufen völlig verbrannt wird. 5. Turbine nach Anspruch 3 und q., dadurch gekennzeichnet, daß der mit Luftunterschuß arbeitenden Verbrennungskammer oder Stufe gleichzeitig noch Wasser oder Dampf zugeführt wird, wobei dieses Arbeitsmittel durch Bildung von Wassergas ganz oder teilweise verbraucht wird.
DEP77062D 1938-03-31 1938-03-31 Dampf- oder Brennkraftturbine Expired DE715545C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1001056B (de) * 1952-08-16 1957-01-17 Herbert Bachl Dr Ing Rotierende Stroemungsmaschine mit Fuehrung des Arbeitsmittels in Kanaelen, vorzugsweise Gasturbine
US4943208A (en) * 1988-05-30 1990-07-24 Siemens Aktiengesellschaft Multi-stage lateral channel compressor

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DE1001056B (de) * 1952-08-16 1957-01-17 Herbert Bachl Dr Ing Rotierende Stroemungsmaschine mit Fuehrung des Arbeitsmittels in Kanaelen, vorzugsweise Gasturbine
US4943208A (en) * 1988-05-30 1990-07-24 Siemens Aktiengesellschaft Multi-stage lateral channel compressor

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