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Selbstverkäufer für Gas, Elektrizität o. dgl. Die Erfindung betrifft
einen Selbstverkäufer für Gas, Elektrizität o. dgl., bei dem zwischen dem Verbrauchsmesser
oder Münzwerk und dem Vorgabewerk: zwei oder mehrere wechselweise einschaltbareAntriebsübertragungswege
sowie auswechselbare Getriebeglieder angeordnet sind.
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Bei bekannten Selbstverkäufern dieser Gattung ist nur in dem einen
Antriebsübertragungsweg ein auswechselbares Preisräderpaar vorgesehen, so daß eine
gleichzeitige Änderung der Übersetzung in beiden Kraftwegen nicht möglich ist.
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Ferner gelangt bei dem bekannten Selbstverkäufer das von der Umschaltvorrichtung
gesteuerte Rad unmittelbar mit dem austauschbaren Rade des Übersetzungstriebes in
Eingriff. Hierbei hängt naturgemäß der Hubweg, welchen die Umschaltvorrichtung bei
ihrem Wirksamwerden zurücklegt, von der Größe des eingesetzten Wechselrades ab,
ist also verschieden groß, so daß in der Auswahl der, Wechselradgrößen durch die
erforderliche Rücksichtnahme auf andere an derselben Vorrichtung vorhandene Uäderübersetzungen
unerwünschte Beschränkungen bestehen.
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Diese Mängel werden an einem Selbstverkäufer der eingangs genannten
Art erfindungsgemäß dadurch beseitigt, daß bei an sich bekannter Anwendung einerRäderschwinge
oder einer gleichwertigen Umschaltvorrichtung mit j e einem in jedem der Übertragungswege
angeordneten, seinerseits mit einem mit dem Vorgabewerk verbundenen Getrieberad
zu kuppelnden Schaltrad in jedem der Übertragungswege zwischen dem allen Wegen gemeinsamen
Antriebsrad und den mit dem Vorgabewerk zu kuppelnden Schalträdern ein auswechselbares
Übersetzungsräderpaar angeordnet ist.
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Man erhält dadurch in überaus einfacher Weise die Möglichkeit, die
Übersetzung in jedem Kraftwege so zu bemessen, wie sie gerade erforderlich ist,
und zwar in vollkommener Unabhängigkeit von der des anderen Kraftweges. Es kommt
auch jede Beschränkung in der Wahl der Preisräder durch Rücksichtnahme auf andere
an demselben Umschaltorgan vorhandene Räderübersetzungen in Fortfall.
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Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
durch die ein leichter Zugang zu den Wechselrädern bzw. eine gedrängte Bauweise
erzielt wird.
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Die Zeichnung stellt ein. Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dar, bei welchem zwischen zwei Übertragungswegen gewechselt wird, in welchen je
eine durch Austausch von Räderpaaren beliebig veränderliche Übersetzung eingeordnet
ist.
Bei diesem Ausführungsbeispiel ist das Treibrad i auf der Achse
d., welche an der Platte 2o befestigt ist, lose gelagert und wird durch den Zahntrieb
2 vom Meß- oder Münzwerk angetrieben. Auf der Achse d. ist ferner als Umschaltvorrichtung
eine schlittenartige Wippe oder Räderschwinge 3 schwenkbar gelagert. Diese besteht
aus zwei U-förmigen Platten, zwischen. denen die mit dem Treibrad i dauernd in Eingriff
stehenden gleich großen Zahnräder ( und 7 gelagert sind. Ferner sind in der gleichen
Weise die Schalträder 17 und 18 in der Wippe 3 gelagert.
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Durch Schwenken der in diesem Ausführungsbeispiel einen U-förmigen
Schlitten bildenden Wippe 3 werden die beiden Schalträder 17, 18 wahlweise mit dem
Rad 8 _ des Vorgabewerkes in Eingriff gebracht. Von den Rädern 6, 7 und 17, r8 führen
Wellen 13, rd. und 15, 16 auf die Vorderseite der `Tippe und sind dort mit profilierten
Enden zum Aufstecken der beiden Preisräderpaare 11, 12 und g, 1o versehen, welche
zwecks Erhaltung der Übersichtlichkeit der Zeichnung nur teilweise dargestellt und
durch Schraffur hervorgehoben sind.
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Für die Rückschaltung der unter der Einwirkung der Zugfeder 31 stehenden
Wippe 3 ist an deren einem Schenkel ein Handgriff 5 angebracht, dessen Verstellung
von Hand oder selbsttätig erfolgen kann. Die selbsttätige Tarifstufenumschaltung
erfolgt über eine unter der Einwirkung einer (nicht gezeichnetem Rückholfeder stehende,
auf der Rückseite der Platte 2o angeordnete Schaltscheibe 25, welche vom Zahnrad
i aus über die Zahnräder 6, 1g, die Schnecke 2r und das Zahnrad 2d. sowie ein der
Schaltbewegung der Wippe in beiden Richtungen nachgiebig folgendes Schneckenrädervorgelege
22, 23 ihren Antrieb erhält. Mit dieser Schaltscheibe 25 ist auf der gleichen Achse,
jedoch auf der Vorderseite der Platte 2o, eine Kurvenbahn 27 befestigt, welche also
derselben Rückholfeder unterworfen ist wie die Schaltscheibe 25. Auf der Kurvenbahn
27 wälzt sich eine an einem Lappen 28 des Handgriffs 5 befestigte Rolle 29 ab und
hält dabei die Wippe 3 entgegen der Wirkung der Feder 31 in der dargestellten Lage,
in welcher das Schaltrad 17 mit dem Rad 8 in Eingriff, das Vorlegerad 18 dagegen
außer Eingriff stellt, wobei das Räderpaar g, 1o die Übersetzung bestimmt.
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Der Zeitpunkt der Umschaltung auf eine andere Tarifstufe wird in all
sich bekannter Weise dadurch nach Bedarf eingestellt, daß für die mit einem Kranz
von Aussparungen oder Löchern 26 versehene Schaltscheibe 25 durch Einstecken oder
Einschrauben eines Anschlagbolzens in eines dieser Löcher der Ausgangspunkt eines
einer bestimmten Liefer-
| menge ents rechenden, von der Schalts&ei4c |
| 25 und damit auch von der Kurvenbahn z7,- |
| =@'-'@°@~a@~ Drehwinkels festgelegt wird. |
Sobald nun die Drehung der Schaltscheibe 25 aus ihrer in oben beschriebener Weise
eingestellten Anfangsstellung so weit in Pfeilrichtung fortgeschritten ist, daß
die Rolle 2g in eine auf der Kurvenbahn 27 vorhandene Ausnehmung 3o einfallen kann,
erfolgt unter der Einwirkung derFeder 31 eine Schwenkung der Wippe, wobei nunmehr
das Schaltrad 18 mit dem Rad 8 in Eingriff kommt und durch das damit wirksam werdende
Räderpaar 11, 12 der Cbergang auf die andere Tarifstufe erfolgt.
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Die Rückschaltung am Ende der Tarifperiode erfolgt zweckmäßig von
Hand durch den die eingeworfenen Münzen oder Wertmarken abholenden Beamten, gegebenenfalls
in zwangsläufiger Verbindung mit der Handhabung der Geldlade, wobei gleichzeitig
die Schaltscheibe 25 durch die Herausnahrne der Rolle 29 aus der Ausnehmung 3o der
Kurvenbahn 2; ihre Bewegungsfreiheit wieder erhält und unter der Einwirkung der
genannten Rückholfeder zusammen mit der Kurvenbahn 27 in ihre Ausgangsstellung zurückschnellt.
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Wie beim Ausführungsbeispiel können die Wechselräder g bis 12 auf
der Vorderseite einer ins Innere des Selbstverkäufers hineinragenden Wippe 3 angebracht
sein. Ebensogut kann aber auch die Umschaltvorrichtung seitwärts am Automatenwerk
angeordnet sein, während die Wechselräderpaare leicht zugänglich auf der vorderen
Platte des Werkes liegen. Man kann ferner die Zugänglichkeit beider Organe je für
sich so unter Verschluß legen, daß die Betätigung des einen Organes durch den nur
für das andere Organ zuständigen Beamten verhindert ist. Bezüglich der Lagerung
der vorhandenen austauschbaren Preisräderpaare sind ebenfalls konstruktiv keine
Schranken gesetzt, so, daß diese unter Umständen auch koaxial übereinander angeordnet
werden können, wobei zweckmäßig das getriebene, z. B.. 1o, der beiden Einzelräder,
z. B. c), 1o, eines Paares eine gemeinsame Welle besitzt mit dem getriebenen Rad,
z. B. 12, des anderen Paares, z. B. i i, 12, während die treibenden Räder g, 11
beider Paare ebenfalls koaxial, aber mit Hohl- und Vollachse gelagert sind.