DE716165C - Verfahren zum Herstellen von Sportballhuellen - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Sportballhuellen

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DE716165C
DE716165C DEG98000D DEG0098000D DE716165C DE 716165 C DE716165 C DE 716165C DE G98000 D DEG98000 D DE G98000D DE G0098000 D DEG0098000 D DE G0098000D DE 716165 C DE716165 C DE 716165C
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DEG98000D
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Arpad Gebhardt
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Gebhardt & Co
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Gebhardt & Co
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    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A63—SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63B—APPARATUS FOR PHYSICAL TRAINING, GYMNASTICS, SWIMMING, CLIMBING, OR FENCING; BALL GAMES; TRAINING EQUIPMENT
    • A63B41/00—Hollow inflatable balls
    • A63B41/08—Ball covers; Closures therefor
    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A63—SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63B—APPARATUS FOR PHYSICAL TRAINING, GYMNASTICS, SWIMMING, CLIMBING, OR FENCING; BALL GAMES; TRAINING EQUIPMENT
    • A63B2243/00—Specific ball sports not provided for in A63B2102/00 - A63B2102/38
    • A63B2243/0025—Football

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Physical Education & Sports Medicine (AREA)
  • Professional, Industrial, Or Sporting Protective Garments (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen von Sportballhüllen Die Erfindung betrifft eine Verbesserung und weitere Ausgestaltung des durch Patent 715o56 geschützten Verfahrens zum Herstellen von Sportballhüllen, insbesondere Fußballhüllen, aus mit Faser oder Faserverbänden gemischten vulkanisierbaren Stoffen. Bei dem Verfahren nach dem Hauptpatent wurde in folgender Weise vorgegangen.
  • Die Sportballhülle wird über einem starren, kugelförmigen Fern vorgeformt und, auf dem Kern zunächst verbleibend, der Einwirkung von Wärme bis zum Antrocknen ausgesetzt. Darauf wird die Hülle mit einem Einschnitt versehen, der Kern in seine einzelnen Teile zerlegt und diese Teile durch den Schlitz hindurch entfernt. Darauf erfolgt das Vulkanisieren der Hülle bei gleichzeitiger Anpressung ihrer Außenfläche an die Vorsprünge und Vertiefungen in der Vulkanisierform.
  • Bei der Vorformung der Ballhülle geht man beim Verfahren nach dem Hauptpatent praktisch in der Weise vor, daß man auf den starren, kugelförmigen Kern zunächst eine Unterlage aus Faserstoffgewebe aufbringt, über diese eine gleichmäßig dicke Schicht vulkanisierbarer Masse aufträgt und danach einen zweckmäßig mit einer Gummilösung imprägnierten Spinnfaden über die Hülle wickelt. Zweckmäßig wird dabei eine Windung des Fadens dicht an die andere gelegt.
  • Die nach dem Hauptpatent hergestellten Sportballhüllen weisen eine ganze Reihe von Vorteilen auf,. welche bereits zu der Einführing der nach dem neuen Verfahren hergestellten Sportballhülle in den praktischen Sportbetrieb geführt haben. Es ist jedoch zu erwarten, daß diese Ballhüllen besonders hoch gespannten Ansprüchen an Verschleißfestigkeit nicht immer entsprechen «-erden. womit aber nicht zum Ausdruck gebracht werden soll, daß sie nicht die Festigkeit und Verschleißfestigkeit der bisher üblichen Lederhüllen aufweisen. Es hat sich im Gegenteil gezeigt, daß sie bezüglich dieser Forderung mit den Lederhüllen durchaus in Wettbewerb treten können.
  • Es wird nun den Wünschen und Forderungen nach einer ganz besonders hochwertigen Ballhülle entsprochen, welche in bezug auf Festigkeit und Verschleiß die bisher üblichen Lederhüllen erheblich übertrifft, -wenn in weiterer Ausbildung und Verbesserung des Verfahrens nach dem Hauptpatent die Faserstoffe, wie an sich bekannt, in Form gesponnener, gummierter Fäden in mehreren Lagen aufgebracht werden, wobei jede Faserschicht mit einer Kautschukschicht bedeckt wird und die Fäden jeder Schicht die Fäden der benachbarten unter einem vorzugsweise spitzen Winkel schneiden. Bei einem besonders zweckmäßigen Ausführungsbeispiel «-erden die Fäden in den einzelnen Lagen spiralförmig aufgewickelt.
  • Das Aufwickeln mehrerer Faserschichten, deren Fäden sich vorzugsweise unter spitzen Winkeln schneiden und gegebenenfalls spiralig geführt sind, führt zu einer Sportballhülle, welche sich durch eine sprunghaft gesteigerte Festigkeit und auch Verschleißfestigkeit auszeichnet und in dieser Beziehung die bisher immer als besonders wertvoll betrachteten Lederhüllen erheblich übertrifft. Die Erfahrungen des praktischen Sportbetriebes mit den so hergestellten Sportballhüllen haben gezeigt, daß die Lebensdauer der nach dem neuen Verfahren hergestellten Sportballhü ll.en mindestens die zwei- bis dreifache der Lederhüllen ist.
  • llan kann in Abweichung von dem spiraligen Aufwickeln der Fäden diese auch derart aufbringen, daß sie den von Netzen her bekannten Verlauf aufweisen und sich unter rechtem oder spitzem Winkel schneiden. Auf diese Weise soll eine noch weitergehende Verflechtung und Verknüpfung der Fäden untereinander erreicht werden, als es durch die Gummierung der Fäden erreicht wird.
  • Nun ist es an sich nicht mehr neu, bei der Herstellung der Hüllen von Sportbällen gummierte Fäden in mehreren Lagen spiralig aufzuwickeln, und zwar so, daß die Fäden jeder Schicht die Fäden der benachbarten unter einem Winkel kreuzen. Dieses Vorgehen ist bei der Herstellung von Tennisbällen und anderen ähnlich ttufgublacnei: Hohlbällen bekanntgeworden. Die T ennisbälle bestehen bekanntlich aus einem Innenball, der in der Regel aus zwei Kalotten zusammengesetzt ist, die man nach der Verbindung miteinander vulkanisiert. Vor dem Zusammenfügen der Kalotten tverden in das Innere Salze eingeführt, die sich unter denn Einfiuß der Vulkanisationswärme zu Gas zersetzen und den Innenball unter denjenigen: hohen Druck setzen, welcher die Voraussetzung für die bekannte erhebliche Springhärte der Tennisbälle ist. Damit der Innenball überhaupt diesen hohen, mehrere Atmosphären betragenden Innendruck aushalten kann, ist er mit erheblicher Wandstärke ausgebildet und hat daher im Verhältnis zu seiner Größe auch ein verhältnistnäf5ig großes Gewicht, welches sich jedoch nur innerhalb der als zulässig erachteten Grenzen bewegen darf. Nachdem in der beschriebenen Weise der Innenball hergestellt worden ist, «-erden auf den Innenball drei . Fadenschichten spiralig aufgewickelt, und zwar s<@, daß die Fäden der einen Schicht die Fäden der benachbarten Schichten unter einem spitzen Winkel kreuzen. Damit die Fädcii einer sorgfältig rieben dem anderen aufgebracht werden können, ohne daß der Innenball durch den unvermeidlichen straffen Zug des Fadens verformt wird, muß der hinenball unter allen Umständen die obeiierwähnte Springhärte und Prallheit aufweisen-Ein derartiges Vorgehen muß jedoch bei der Herstellung von Sportbal)hüllen für Fußbälle, Handbälle, Medizinbälle u. dgl. restlos versagen. Würde man dort nach dein Vorbild des Verfahrens zum Herstellen von Tennisbällen auch erst eine Innenhülle fertigen, welche derartig prall und starr ist, daß man auf ihr Fäden spiralig, einen dicht neben dein anderen, bei genauer Fadenführung und genauer Einhaltung der Kugelform des Innenballes aufbringen könnte, dann müßte der Innenball mit einer ungewöhnlich dicken Wandstärke ausgeführt werden, um denjenigen hohen Innendruck aufnehmen zu können, welcher die Voraussetzung für den ausreichend prallen Innenball bildet. Eine solche Wandstärke würde aber bei Fußbällen und ähnlichen großen Bällen zu einem Gewicht führen, welches wohl das Mehrfache des üblichen Gewichtes darstellt. Die übertragung des von dem bekannten Verfahren zum Herstellen von Tennisbällen übernommenen Fadenverlaufes auf die Herstellung von Fußbällen war erst möglich, nachdem das Verfahren nach dem Hauptpatent geschaffen war, nach welchem ein starrer, kugelförmiger Kern so lange im InTiern der Hülle belassen wird, bis die Hülle, auch was ihren Inhalt an Faserstoffen oder Faserstoffverbänden anbetrifft, fertiggeformt ist. Nur dadurch, daß nach dem Verfahren nach dem Hauptpatent durch das Verbleiben des kugelförmigen, starren Kernes diejenige starre Unterlage g(-schaffen wird, auf die man die Fäden aufbringen kann, ohne die Hülle zu verformen, kann man dickwandige, schwere und unter hohem Gasinnendruck stehende Innenhüllen entbehren und somit die bekannte Anordnung von Faserschichten mit den sich kreuzenden Fäden erstmalig auch bei Fußbällen verwirklichen, ohne daß diese ihr vorgeschriebenes Gewicht überschreiten.
  • In der Zeichnung ist das neue Verfahren durch die Abb. i bis 3 veranschaulicht worden, und zwar zeigen: Abb. i die Ansicht einer Ballhülle, bei welcher die Fäden in drei Lagen spiralig aufgewickelt sind, Abb. 2 die Ansicht einer Ballhülle, bei welcher die Fäden nach Art eines Netzes miteinander verflochten sind, Abb.3 in Vergrößerung einen senkrechten Längsschnitt durch eine fertige Hülle.
  • a bedeutet in Abb. i die Nesselfiberschicht, welche zu Beginn des Verfahrens auf den starren Kern aufgebracht wird. Darüber folgen nacheinander drei Fadenschichten b, c und d, welche in der Weise entstanden sind, daß ein gummierter Faden spiralig um die Nesselschicht gewickelt worden ist. Die Fäden liegen in jeder Schicht dicht an dicht, und die Fadenrichtung jeder Schicht verläuft unter einem Winkel gegenüber den benachbarten Schichten. Mit e ist die Außenseite der fertigen Ballhülle bezeichnet, die aus einer dünnen Schicht vulkanisierbaren Stoffes besteht, den man auf die oberste Fadenschicht d aufbringt. Mit f ist der Verlauf der Narben bezeichnet, welche bei dem anschließenden Vulkanisieren in der Form durch entsprechende Erhöhungen auf der inneren Oberfläche der Vulkanisierform erzeugt werden.
  • Durch Abb.2 ist veranschaulicht, daß die Fäden auf die Nesselfiberhülle auch aufgeflochten werden können. So kann auf diese Weise eine aus Fäden bestehende Schicht erzeugt «erden, bei welcher die einzelnen Fadenlagen b, h und r.' sich jeweils unter Winkeln von 6o° schneiden' und eine Anordnung zeigen, wie sie von Netzen her bekannt ist.
  • Der senkrechte Querschnitt nach Abb. 3 eranschaulicht, wie im Vulkanisierapparat die einzelnen Lagen und Teile aufeinanderfolgen. k ist die Gummiblase, mit welcher entsprechend dem Verfahren nach dem Hauptpatent von innen her ein starker Druck auf die zu vulkanisierende Ballhülle ausgeübt wird. a ist die Nesselfiberhülle, während ä, h und i die Fadenanordnung nach Abb. 2 darstellen. Soll die Fadenanordnung nach Abb. i £'2£nwendung finden, so würden statt dessen die Fadenschichten b, c und d folgen: L ist eine Lage vulkanisierbaren Stoffes, den man auf die äußerste Fadenschicht aufbringt, und in ist, im Querschnitt dargestellt, die ZVn.ndung des Vulkanisierapparates, die mit Vorsprüngen n zur Erzeugung der Nähte, eines Warenzeichens u. dgl. in die Ballhülle hineinragen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen von Sportballhüllen, insbesondere Fußballhüllen, mit dem Aussehen lederner Ballhüllen mit Nähten und Narben, aus mit Faser oder Faserverbänden gemischten vulkanisierbaren Stoffen nach Patent 715 o56, dadurch gekennzeichnet, daß die Faserstoffe in Form gesponnener, gummierter Fäden in mehreren Lagen aufgewickelt werden. wobei jede Faserschicht mit Kautschuk bedeckt wird und die Fäden jeder Schicht die Fäden der benachbarten unter einem vorzugsweise spitzen Winkel schneiden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden. in den einzelnen Lagen spiralförmig aufgewickelt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden in den verschiedenen Schichten einen von den Netzen her bekannten Fadenverlauf und Anordnung aufweisen und sich unter rechtem oder spitzem Winkel schneiden.
DEG98000D 1937-09-30 1938-06-08 Verfahren zum Herstellen von Sportballhuellen Expired DE716165C (de)

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DEG96349D DE715056C (de) 1937-09-30 1937-09-30 Verfahren zum Herstellen von Sportballhuellen
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ID=25979232

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DE (1) DE716165C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3199871A (en) * 1959-04-10 1965-08-10 Barr Rubber Products Company Ball and method of making same

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3199871A (en) * 1959-04-10 1965-08-10 Barr Rubber Products Company Ball and method of making same

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