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Verfahren zum Herstellen von Sportballhüllen Die Erfindung betrifft
eine Verbesserung und weitere Ausgestaltung des durch Patent 715o56 geschützten
Verfahrens zum Herstellen von Sportballhüllen, insbesondere Fußballhüllen, aus mit
Faser oder Faserverbänden gemischten vulkanisierbaren Stoffen. Bei dem Verfahren
nach dem Hauptpatent wurde in folgender Weise vorgegangen.
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Die Sportballhülle wird über einem starren, kugelförmigen Fern vorgeformt
und, auf dem Kern zunächst verbleibend, der Einwirkung von Wärme bis zum Antrocknen
ausgesetzt. Darauf wird die Hülle mit einem Einschnitt versehen, der Kern in seine
einzelnen Teile zerlegt und diese Teile durch den Schlitz hindurch entfernt. Darauf
erfolgt das Vulkanisieren der Hülle bei gleichzeitiger Anpressung ihrer Außenfläche
an die Vorsprünge und Vertiefungen in der Vulkanisierform.
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Bei der Vorformung der Ballhülle geht man beim Verfahren nach dem
Hauptpatent praktisch in der Weise vor, daß man auf den starren, kugelförmigen Kern
zunächst eine Unterlage aus Faserstoffgewebe aufbringt, über diese eine gleichmäßig
dicke Schicht vulkanisierbarer Masse aufträgt und danach einen zweckmäßig mit einer
Gummilösung imprägnierten Spinnfaden über die Hülle wickelt. Zweckmäßig wird dabei
eine Windung des Fadens dicht an die andere gelegt.
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Die nach dem Hauptpatent hergestellten Sportballhüllen weisen eine
ganze Reihe von Vorteilen auf,. welche bereits zu der Einführing
der
nach dem neuen Verfahren hergestellten Sportballhülle in den praktischen Sportbetrieb
geführt haben. Es ist jedoch zu erwarten, daß diese Ballhüllen besonders hoch gespannten
Ansprüchen an Verschleißfestigkeit nicht immer entsprechen «-erden. womit aber nicht
zum Ausdruck gebracht werden soll, daß sie nicht die Festigkeit und Verschleißfestigkeit
der bisher üblichen Lederhüllen aufweisen. Es hat sich im Gegenteil gezeigt, daß
sie bezüglich dieser Forderung mit den Lederhüllen durchaus in Wettbewerb treten
können.
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Es wird nun den Wünschen und Forderungen nach einer ganz besonders
hochwertigen Ballhülle entsprochen, welche in bezug auf Festigkeit und Verschleiß
die bisher üblichen Lederhüllen erheblich übertrifft, -wenn in weiterer Ausbildung
und Verbesserung des Verfahrens nach dem Hauptpatent die Faserstoffe, wie an sich
bekannt, in Form gesponnener, gummierter Fäden in mehreren Lagen aufgebracht werden,
wobei jede Faserschicht mit einer Kautschukschicht bedeckt wird und die Fäden jeder
Schicht die Fäden der benachbarten unter einem vorzugsweise spitzen Winkel schneiden.
Bei einem besonders zweckmäßigen Ausführungsbeispiel «-erden die Fäden in den einzelnen
Lagen spiralförmig aufgewickelt.
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Das Aufwickeln mehrerer Faserschichten, deren Fäden sich vorzugsweise
unter spitzen Winkeln schneiden und gegebenenfalls spiralig geführt sind, führt
zu einer Sportballhülle, welche sich durch eine sprunghaft gesteigerte Festigkeit
und auch Verschleißfestigkeit auszeichnet und in dieser Beziehung die bisher immer
als besonders wertvoll betrachteten Lederhüllen erheblich übertrifft. Die Erfahrungen
des praktischen Sportbetriebes mit den so hergestellten Sportballhüllen haben gezeigt,
daß die Lebensdauer der nach dem neuen Verfahren hergestellten Sportballhü ll.en
mindestens die zwei- bis dreifache der Lederhüllen ist.
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llan kann in Abweichung von dem spiraligen Aufwickeln der Fäden diese
auch derart aufbringen, daß sie den von Netzen her bekannten Verlauf aufweisen und
sich unter rechtem oder spitzem Winkel schneiden. Auf diese Weise soll eine noch
weitergehende Verflechtung und Verknüpfung der Fäden untereinander erreicht werden,
als es durch die Gummierung der Fäden erreicht wird.
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Nun ist es an sich nicht mehr neu, bei der Herstellung der Hüllen
von Sportbällen gummierte Fäden in mehreren Lagen spiralig aufzuwickeln, und zwar
so, daß die Fäden jeder Schicht die Fäden der benachbarten unter einem Winkel kreuzen.
Dieses Vorgehen ist bei der Herstellung von Tennisbällen und anderen ähnlich ttufgublacnei:
Hohlbällen bekanntgeworden. Die T ennisbälle bestehen bekanntlich aus einem Innenball,
der in der Regel aus zwei Kalotten zusammengesetzt ist, die man nach der Verbindung
miteinander vulkanisiert. Vor dem Zusammenfügen der Kalotten tverden in das Innere
Salze eingeführt, die sich unter denn Einfiuß der Vulkanisationswärme zu Gas zersetzen
und den Innenball unter denjenigen: hohen Druck setzen, welcher die Voraussetzung
für die bekannte erhebliche Springhärte der Tennisbälle ist. Damit der Innenball
überhaupt diesen hohen, mehrere Atmosphären betragenden Innendruck aushalten kann,
ist er mit erheblicher Wandstärke ausgebildet und hat daher im Verhältnis zu seiner
Größe auch ein verhältnistnäf5ig großes Gewicht, welches sich jedoch nur innerhalb
der als zulässig erachteten Grenzen bewegen darf. Nachdem in der beschriebenen Weise
der Innenball hergestellt worden ist, «-erden auf den Innenball drei . Fadenschichten
spiralig aufgewickelt, und zwar s<@, daß die Fäden der einen Schicht die Fäden
der benachbarten Schichten unter einem spitzen Winkel kreuzen. Damit die Fädcii
einer sorgfältig rieben dem anderen aufgebracht werden können, ohne daß der Innenball
durch den unvermeidlichen straffen Zug des Fadens verformt wird, muß der hinenball
unter allen Umständen die obeiierwähnte Springhärte und Prallheit aufweisen-Ein
derartiges Vorgehen muß jedoch bei der Herstellung von Sportbal)hüllen für Fußbälle,
Handbälle, Medizinbälle u. dgl. restlos versagen. Würde man dort nach dein Vorbild
des Verfahrens zum Herstellen von Tennisbällen auch erst eine Innenhülle fertigen,
welche derartig prall und starr ist, daß man auf ihr Fäden spiralig, einen dicht
neben dein anderen, bei genauer Fadenführung und genauer Einhaltung der Kugelform
des Innenballes aufbringen könnte, dann müßte der Innenball mit einer ungewöhnlich
dicken Wandstärke ausgeführt werden, um denjenigen hohen Innendruck aufnehmen zu
können, welcher die Voraussetzung für den ausreichend prallen Innenball bildet.
Eine solche Wandstärke würde aber bei Fußbällen und ähnlichen großen Bällen zu einem
Gewicht führen, welches wohl das Mehrfache des üblichen Gewichtes darstellt. Die
übertragung des von dem bekannten Verfahren zum Herstellen von Tennisbällen übernommenen
Fadenverlaufes auf die Herstellung von Fußbällen war erst möglich, nachdem das Verfahren
nach dem Hauptpatent geschaffen war, nach welchem ein starrer, kugelförmiger Kern
so lange im InTiern der Hülle belassen wird, bis die Hülle, auch was ihren Inhalt
an
Faserstoffen oder Faserstoffverbänden anbetrifft, fertiggeformt ist. Nur dadurch,
daß nach dem Verfahren nach dem Hauptpatent durch das Verbleiben des kugelförmigen,
starren Kernes diejenige starre Unterlage g(-schaffen wird, auf die man die Fäden
aufbringen kann, ohne die Hülle zu verformen, kann man dickwandige, schwere und
unter hohem Gasinnendruck stehende Innenhüllen entbehren und somit die bekannte
Anordnung von Faserschichten mit den sich kreuzenden Fäden erstmalig auch bei Fußbällen
verwirklichen, ohne daß diese ihr vorgeschriebenes Gewicht überschreiten.
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In der Zeichnung ist das neue Verfahren durch die Abb. i bis 3 veranschaulicht
worden, und zwar zeigen: Abb. i die Ansicht einer Ballhülle, bei welcher die Fäden
in drei Lagen spiralig aufgewickelt sind, Abb. 2 die Ansicht einer Ballhülle, bei
welcher die Fäden nach Art eines Netzes miteinander verflochten sind, Abb.3 in Vergrößerung
einen senkrechten Längsschnitt durch eine fertige Hülle.
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a bedeutet in Abb. i die Nesselfiberschicht, welche zu Beginn des
Verfahrens auf den starren Kern aufgebracht wird. Darüber folgen nacheinander drei
Fadenschichten b, c und d, welche in der Weise entstanden sind, daß ein gummierter
Faden spiralig um die Nesselschicht gewickelt worden ist. Die Fäden liegen in jeder
Schicht dicht an dicht, und die Fadenrichtung jeder Schicht verläuft unter einem
Winkel gegenüber den benachbarten Schichten. Mit e ist die Außenseite der fertigen
Ballhülle bezeichnet, die aus einer dünnen Schicht vulkanisierbaren Stoffes besteht,
den man auf die oberste Fadenschicht d aufbringt. Mit f ist der Verlauf
der Narben bezeichnet, welche bei dem anschließenden Vulkanisieren in der Form durch
entsprechende Erhöhungen auf der inneren Oberfläche der Vulkanisierform erzeugt
werden.
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Durch Abb.2 ist veranschaulicht, daß die Fäden auf die Nesselfiberhülle
auch aufgeflochten werden können. So kann auf diese Weise eine aus Fäden bestehende
Schicht erzeugt «erden, bei welcher die einzelnen Fadenlagen b, h und r.' sich jeweils
unter Winkeln von 6o° schneiden' und eine Anordnung zeigen, wie sie von Netzen her
bekannt ist.
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Der senkrechte Querschnitt nach Abb. 3 eranschaulicht, wie im Vulkanisierapparat
die einzelnen Lagen und Teile aufeinanderfolgen. k ist die Gummiblase, mit welcher
entsprechend dem Verfahren nach dem Hauptpatent von innen her ein starker Druck
auf die zu vulkanisierende Ballhülle ausgeübt wird. a ist die Nesselfiberhülle,
während ä, h
und i die Fadenanordnung nach Abb. 2 darstellen. Soll die Fadenanordnung
nach Abb. i £'2£nwendung finden, so würden statt dessen die Fadenschichten
b, c und d folgen: L ist eine Lage vulkanisierbaren Stoffes, den man
auf die äußerste Fadenschicht aufbringt, und in ist, im Querschnitt dargestellt,
die ZVn.ndung des Vulkanisierapparates, die mit Vorsprüngen n zur Erzeugung der
Nähte, eines Warenzeichens u. dgl. in die Ballhülle hineinragen.