DE716618C - Verfahren zum Aufbringen von Bewehrungsbaendern aus einem Werkstoff hoher Permeabilitaet auf Fernmeldekabel - Google Patents
Verfahren zum Aufbringen von Bewehrungsbaendern aus einem Werkstoff hoher Permeabilitaet auf FernmeldekabelInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
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- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B13/00—Apparatus or processes specially adapted for manufacturing conductors or cables
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Description
- Verfahren zum Aufbringen von Bewehrungsbändern aus einem Werkstoff hoher Permeabilität auf Fernmeldekabel Zur Fernhaltung magnetischer Störfelder werden Fernmelde'kabel vielfach mit einer oder zwei. Lagen .aus Eisenband bewickelt. Eine solche Eisenumhüllung -bietet einen um so b:eF,#seren Schutz, je höher ihre Permeabüität ist.
- Die Permeablität des auf das Kabel aufgewickelten Bandes ist hauptsächlich durch zwei Faktoren bestimmt : erstens durch die Art des .Materials selbst, dessen Perm:eabilität :man durch Zusätze von -Legierungselementen, wie Silicium und andere, - erhöhen kann, zweitens durch die beim Aufwickeln des Bandes auf das Kabel- entstehende plastische Verformung, welche die ursprüngliche Permeabilität- des Bandes stark herabsetzt.
- - Es sind verschiedene Verfahren bekannt, mit deren lülfe. die Einwirkung der Verformung ;auf die Permeabilität herabgemindert werden soll. Ein Weg besteht darin, das Band nicht in kaltem Zustand, sondern heiß. aufzubringen. Dabei wird das Material des Bandes nicht so weitgehend verfestigt wie beim Aufwickeln bei Raumtemperatur. Die Temperatur kann jedoch nie so hoch gewählt werden, wie :es für die Erhaltung der ursprünglichen Permeabilität des Bandes erwünscht wäre, da sonst die Isolierung des Kabels verbrennt -öder der auf dem Kabel befindliche Bleimantel zu schmelzen beginnt. Beim Heißaufbringesi bei einer noch zulässigen Temperatur werden Permeab:ilit.ätsiwerte von q.ooo bis 5ooo an der fertigen Umhüllung erreicht.
- Nach einem anderen Verfahren wird die fertige Umhüllung auf dein Kabel dadurch erhitzt, daß sie in ein hochfrequentes Feld gebracht - wird. Man ist dabei jedoch -mit der Höchsttemperatur in gleicher Weise beschränkt wvie beim vorhergehenden Verfahren und erreicht deshalb auch nur ähnliche Werte wie bei jenem. Während bei den vorstehend beschriebenen Verfahren die Verfestigung und die durch sie bewirkte magnetische Härtung infolge plastischer Verformung beseitigt werden soll, haben andere Verfahren das Ziel, durch Vor'krümmung oder Einkerbung des Bandes die elastischen Spannungen, die beim Aufwickeln entstehen, möglichst weitgehend herabzumindern. Dieses Verfahren schaltet jedoch nicht die stark permeabilitätserniedrigende Wirkung der plastischen Verformung aus.
- Es hat sich nun gezeigt, daß die elastische Verformung die Permeabilität nur wenig erniedrigt, während die plastische Verformung die Permeabilitä t des Bandes sehr stark herabsetzt. ':ach dem Verfahren gemäß der Erfindung ist es möglich, jeglichr plastische Verformung des aufgewickelten Bandes auszuschalten und auch die elastischen Spannungen in dem aufgewickelten Band weitgehend zu @-crmeideii. Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß das Band zunächst zu der Schraubenform, in der es sich später auf dem Kabel befindet, geformt wird, daß während oder nach der Verformung eine Glühung des magnetischen Materials bei der erforderlichen Temperatur stattfindet, und daß danach dieses vorgeformte und geglühte Band auf die Kabelseele aufgebracht wird. Durch diese Trrnnung des einen Arbeitsganges in mehrere aufeinanderfolgende "Peiloperationen ist eine Rücksichtnahme auf die Hitzebeständigkeit der Isolierung und en Schmelzpunkt des Kabelmantels nicht mehr notwendig. Das Band kann z. B. entweder bei einer Temperatur -zwischen 6oo und iaoo- C in die Schraubenform gebogen werden, wobei jegliche Kaltverformung vermieden wird, oder es kann zunächst kalt oder mäßig erhitzt lauf etwa 5oo` C) zur Schraubenform aufgewunden werden und nachher durch Ausglühen bei beispielsweise 85o- in den weichen, spannungsfreien, hochpermeablen Zustand gebracht werden. Beim Aufbringen dieses vorgeformten Bandes auf das Kabel wird es dann nur vorübergehend unterhalb der Elastizitätsgrenze beansprucht.
- Es ist zwar schon bekanntgeworden, Bewehrungsdrähte für Kabel zunächst in die Schraubenform vorzubiegen, die sie später einnehmen sollen, und dann in einem besonderen Arbeitsgang auf das Kabel aufzubringen, doch dient dieses bekannte Verfahren dazu, das fertige Kabel. frei von Drall und mechanischen Spannungen zu machen.
- Der wesentliche Inhalt der Erfindung besteht also darin, daß das Band zunächst zu einer Schraubenform, die infolge Glühung spannungsfrei ist und im folgenden als Locke bezeichnet werden soll, aufgewunden wird und diese Locke sodann unter vorübergehender elastischer Beanspruchung auf das Kabel gebracht wird. Fig. i zeigt die aus Bandeisen hergestellte Locke i, welche durch Herumführen in Pfeilrichtung um das Kabel a auf letzteres aufgewickelt wird.
- Der gesamte ; Arb=eitsgang kann dabei in verschiedener Weise erfolgen. Man kann die Herstellung der Locke in einem vom Aufwickeln auf das Kabel zeitlich und räumlich getrennten Arbeitsgang vornehmen oder auch die Erzeugung der Locke und dasAufwickeln. auf das Kabel in einem Arbeitsgang vereinigen. Dabei kann ferner das Spannungsfreierhalten oder Spannungsfreimachen der Locken so, geschehen, daß das Band im heißen Zustand die Krümmung zur locke erhält, oder daß: zunächst im kalten oder nur mäßig erhitzter. Zustand die Locke geformt und sie dann spannungsfrei geglüht wird. Die Erhitzung oder Glühung kann durch Widerstandserhitzung, durch Hochfrequenz oder auch durch einen elektrischen oder gasbeheizten Ofen erfolgen. Zwei Beispiele seien noch etwas näher skizziert. Nach Fig. 2 -,cird das Bewehrungsband 3 auf einen Dorn q. aufgewickelt, dessen Durchmesser nach Bedarf gleich oder verschieden von dem des Kabels` ist. Die Locke gleitet noch ein Stück über diesen Dorn und wird gleichzeitig. sowohl während des Aufwickelns ivie auch während dieses Gleitens über den Dorn, beispielsweise induktiv in der Glühzone 5 weichgeglüht; sodann wird es von dem Dorn .l abgezogen und auf eine Vorratstrommel 6 aufgewickelt. Die Dauer der Glühung bzw. der Weg, den die Locke in der Erhitzungszone zurücklegt. und die Erlutzungstemperatur wird so gewählt, daß die höchstmögliche Permeabilität erzielt wird. Die Erhitzung kann dabei zur Vermeidung einer Beeinträchtigung des Bandes durch Oxydation im Schutzgas erfolgen. Diu Erkaltungsgeschwindigkeit wird so gewählt, daß keine Abschreckspannungen, wie sie z. B. beim Heißarmieren unmittelbar auf das Kabel selbst auftreten 'können, sich in der Locke ausbilden können. Von den Vorratstrommeln wird die Locke dann gemäli Fig.3 auf das Kabel. ; aufgebracht, wobei sich die Trommel 8 unter gleichzeitigem Abspulen um das Kabel herumbewegt.
- Bei einer Vereinigung der beiden eben besprochenen Arbeitsgänge zu einem Arbeitsgang wird der das Band enthaltende Ring sowie die Glüheinrichtung mit der gebildeten Locke gemeinsam um das Kabel herumgeführt. In desem Fall ist der Raumbedarf natürlich geringer. Es wird aber im allgemeinen nicht in so einfacher Weise das Spannungsfreihalten bzw. Spannungsfreimachen der Locke erfolgen 'können, wie es im ersten Fall möglich ist.
- Falls das Band nach dem Aufbringen auf das Kabel mit einer gewissen Spannung auf dem Kabel sitzen soll, so kann dies in einfacher Weise dadurch :erzielt werden, daß für die Locke :eine etwas stärkere Vorkrü nmung gewählt wird, als sie dem Durchmesser des Kabels entspricht. Eine andere Möglichkeit zur Erzielung dieses festen Anliegens auf dem Kabel ist die, daß man der Locke beim Aufbringen oder nach dem Aufbringen eine zusätzliche Verdrehung zur Verkleinerung des Durchmessers der Locke erteilt. In beiden Fällen tritt eine geringe elastische Verspannung auf, die jedoch die magnetischen Eigenschaften nur wenig verschlechtert. ' Die folgenden Zahlen .sollen die Wirksamkeit des neuen Verfahrens belegen: Geglühtes Kabelbandeisen mit 30/0 Silicium besitzt eine effektive Maximalpermeabilität von etwa 8ooo, 0 wie sie beispielsweise an Ringen gemessen wird. Wird das Baiid ohne irgendwelche Verformung auf ein Kabel aufgebracht, so ergibt sich wegen der unvermeidlichen Luftspalte eine Erniedrigung der P:ermeabilität auf etwa 6ooo bis 7000. Nach dem üblichen Aufwickeln auf das Kabel wird unter günstigsten Umständen eine Permeabilität von 36oo gemessen; rin allgenieirnen beträgt sie aber weniger als 3ooo. Beim! Heißarmieren -werden Werte bis zu 45oo erreicht. Nach dem; neuen Verfahren liegt die Permeabilität bei etwa 6ooo und hat damit fast die 'H,ö.he des. ursprünglichen Materials. Selbstverständlich können gemäß der Erfindung auch mehrere Bandlagen auf das Kabel aufgebracht werden, insbesondere zwei, deren zweite die Lücken der ersten Lage überdeckt.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Aufbringen von Bewehru.ngsbändern aus einem Werkstoff hoher Permeabilität auf Fernmeldekabel bei weitgehender Erhaltung der P:ermeäbilität des Bandes, dadurch gekennzeichnet, daß das Band zunächst zu der Schraubenform, in der es sich später auf dem Kabel befindet, geformt wird, Maß: während oder nach der Verformung eine Glüheng des magnetischen Materials bei der erforderlichen Temperatur stattfindet und daß danach dieses vorgeformte und geglühte Band auf die Kabelseele aufgebracht wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Formung des Bandes notwendige Glüheng durch Widerstandserhitzung oder durch Hochfrequenzerhitzung vorgenommen wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß. die zur Formung des Bandes notwendige Glüheng durch Erhitzung in Widerstandsöfen vorgenommen wird.
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|---|---|---|---|
| DEL99013D DE716618C (de) | 1939-09-09 | 1939-09-09 | Verfahren zum Aufbringen von Bewehrungsbaendern aus einem Werkstoff hoher Permeabilitaet auf Fernmeldekabel |
Applications Claiming Priority (1)
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE716618C true DE716618C (de) | 1942-01-24 |
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| DEL99013D Expired DE716618C (de) | 1939-09-09 | 1939-09-09 | Verfahren zum Aufbringen von Bewehrungsbaendern aus einem Werkstoff hoher Permeabilitaet auf Fernmeldekabel |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE716618C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102017220919A1 (de) * | 2017-11-23 | 2019-05-23 | Leoni Kabel Gmbh | Verfahren zum Erzeugen einer selbstschließenden Folienummantelung in einer Kabelanordnung, Kabelanordnung mit einer derartigen Folienummantelung und Formwerkzeug zum Erzeugen einer derartigen Folienummantelung |
-
1939
- 1939-09-09 DE DEL99013D patent/DE716618C/de not_active Expired
Cited By (2)
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| DE102017220919A1 (de) * | 2017-11-23 | 2019-05-23 | Leoni Kabel Gmbh | Verfahren zum Erzeugen einer selbstschließenden Folienummantelung in einer Kabelanordnung, Kabelanordnung mit einer derartigen Folienummantelung und Formwerkzeug zum Erzeugen einer derartigen Folienummantelung |
| DE102017220919B4 (de) | 2017-11-23 | 2025-01-30 | Bizlink Industry Germany Gmbh | Verfahren zum Erzeugen einer selbstschließenden Folienummantelung in einer Kabelanordnung, Kabelanordnung mit einer derartigen Folienummantelung und Formwerkzeug zum Erzeugen einer derartigen Folienummantelung |
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