DE71699A - Muldenpresse - Google Patents
MuldenpresseInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
ERNST GESSNER in AUE i. S.
Muldenpresse.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. November 1892 ab.
Die bisherigen Pressen mit erwärmter Walze und muldenförmigem Deckel functioniren in der
Weise, dafs die Waare von der Walze erfafst und, während des Pressens an der polirten
Fläche der Mulde gleitend, durch die Maschine ununterbrochen fortlaufend geführt wird, wobei
die Waarenseite, welche an der Mulde gleitet, einen eigenthümlichen metallartigen Glanz
erhält, welcher in den meisten Fällen unerwünscht ist.
Andererseits tritt oft Störung ein, insofern, als die Waare durch die Reibung an der Muldenfläche
haften bleibt und von der Walze nicht vollkommen mitgenommen wird, was namentlich
bei gewissen Waaren und Farben geschieht.
In gleicher Weise läfst sich appretirte und
gestärkte Waare nur in ganz trockenem Zustande durch diese Walzenpresse führen, da
sonst solche Waaren bei geringer Feuchtigkeit Stärketheile an der Mulde absetzen und auf
den Prefseffect störend einwirken.
Zur Beseitigung dieses Uebelstandes wird nun während des Pressend der Waare das Gleiten
derselben auf der Mulde aufgehoben durch die neue Einrichtung, · dafs unter Ab- und Zubewegung
der Mulden zur Walze die letztere periodisch in Umdrehung versetzt und dabei gleichzeitig die darauf liegende Waare fortbewegt
wird, während welcher Zeit die Mulden von der Walze entfernt sind.
Die Fortbewegung der Waare zwischen den Prefsflächen wird den Mulden gegenüber so
regulirt, dafs auf der Waare keine ungeprefste Stelle verbleibt, sondern eine gleichmäfsige
Pressung der Waare erzeugt wird.
Es können bei der neuen Presse eine beliebige Anzahl Mulden und auch mehr als eine
Walze in Anwendung kommen.
Auch kann zwischen Walze und Mulde ein mit der Waare laufendes endloses Tuch oder
ein Tuch gleich der Waarenlänge eingelegt werden.
Die Bewegung der Prefsflächen und der Prefsdruck werden durch beliebige Mittel erzeugt,
beispielsweise durch hydraulische Kraft, durch Hebel-, Schrauben- oder Federdruck.
Der bei den bisherigen Pressen zur Verbindung der zwei und mehr Mulden dienende
metallene Prefsspan kommt in dieser Verwendung hier in Wegfall, kann aber zur Auskleidung
der Muldenflächen benutzt werden.
Fig. ι bis 7 veranschaulichen verschiedene Ausführungsformen der neuen Muldenpresse.
Fig. ι zeigt den Querschnitt und Fig. 2 die eine Hälfte der Vorderansicht einer Presse mit
einer Walze und zwei Mulden.
In der Gestellwand G ist die untere Mulde M mit ihrem Zapfen X fest gelagert.
Die obere Mulde M1 und die Prefswalze W
sind mittelst Zapfen X1 X^ in Coulissen des
Gestelles G beweglich gelagert, so dafs sich beide Prefskörper vertical auf- und niederbewegen
können.
Bei dem Abheben der Mulde M1 mit der
Walze W wird die Waare mittelst Umdrehung der Walze Wund einer Andrückwelle periodisch
zwischen die Prefsflächen hindurchgeführt und beim Wiederzusammenpressen der Prefsflächen
und. darauf wirkendem Druck wird die Waare geprefst.
Während des Pressens feuchter Waare entwickelt sich durch die heifsen Prefsflächen aus
der Feuchtigkeit Dampf, der dann beim Auseinandergehen den Prefsflächen entweicht, so
dafs feuchte Waare während des Pressens gleichzeitig auch getrocknet wird.
Beim Betriebe wiederholt sich das Auseinander- und Zusammentreten der Prefsflächen,
sowie das Zuführen und Pressen der Waare.
Der Mechanismus zu dieser Bewegung ist folgender:
Es ist ein Kniehebelsystem angeordnet. Dasselbe wird gebildet einerseits aus dem auf
dem Zapfen X der unteren Mulde M steckenden Hebel H und andererseits aus dem Hebel
H1, welcher gebildet ist durch folgende
fest mit einander verbundene Theile: das auf dem Zapfen X1 der oberen Mulde Ml lagernde
Verbindungsstück C, die beiden Zugstangen ZZ1, das Verbindungsstück C1 mit der Coulisse
C'2.
Das ganze Hebelsystem hat seinen Drehpunkt bei dem oberen Verbindungsstück C auf dem
Zapfen X1 der oberen Mulde M1.
Die Bewegung erfolgt nun durch das Rad R, in welchem in excentrischer Lage der Kurbelzapfen
X3 steckt mit Lager L, welches letztere in der Coulisse C- gleitet.
Diese beiden Hebel H und H1 sind mittelst
Verbindungsstückes C1 durch den Bolzen X1
scharnierartig verbunden.
Um der durch dieses Hebelsystem hervorgerufenen Bewegung und Druckwirkung möglichst
Federung zu geben, bilden die Zugstangen Z Z1 bei O eine Schlinge. Es kann
auch jede andere beliebige Federbiegung der Zugstangen angewendet werden.
Der Antrieb der Maschine erfolgt von der Welle Xs aus, welche ihre Bewegung durch
Rad R ] auf das Rad R überträgt. Dasselbe
sitzt auf dem Bolzen X6, bewegt den Kurbelzapfen Xs und ertheilt durch denselben dem
ganzen Kniehebelsystem eine pendelnde Bewegung, bei welcher von einem todten Punkte
zum anderen der Muldenzapfen X1 und mit demselben auch der Walzenzapfen X2 abwechselnd
auf- und niederbewegt werden. Die Darstellung zeigt die Kurbel X3 in demjenigen
todten Punkte, in welchem die Kniehebel// und H1 einen Winkel bilden und Mulde Ai1
und Walze W aufgehoben sind. In dem anderen todten Punkte sind die Kniehebel in gestreckter
Lage, in welcher sich dann Walze und Mulden in zusammengeprefstem Zustande befinden.
Der Walzenzapfen X2 ist mit dem Muldenzapfen X1 durch eine Brücke B verbunden, infolge
dessen die Walze der auf- und abgehenden Bewegung der Mulde zwangsläufig folgt.
Der Walzenzapfen X2 lagert, wie punktirt dargestellt, in einem nach oben etwas eliptisch
ausgeweiteten Loch, so dafs sich die obere Mulde erst ein Stück hebt, bevor die Walze
durch die Brücke B mit emporgehoben wird.
Während des abgehobenen Zustandes der Mulde und Walze erhält die Walze eine
periodische Umdrehung, wobei die Waare gleichzeitig ' mit fortbewegt wird. Die Umdrehung
der Walze erfolgt durch eine Schaltvorrichtung.
Die Welle X5 trägt an ihrem Ende die Kurbel K mit Stange S und Schaltklinke P mit
Nasen η nl. Durch die eintretende Kurbelbewegung
wird mit Stange S die Klinke P auf- und abgeführt, und zwar durch den auf
dem Walzenzapfenlager sitzenden Lenker H3 im Kreisbogen.
Das Verbindungsstück C trägt neben der Zugstange Z1 einen zweiarmigen Hebel H'2,
welcher seinen Drehpunkt bei X1 hat und an seinem oberen Ende einen Daumen i trägt und,
der Bewegung des Kniehebels folgend, hin- und herbewegt wird.
Die Wirkungsweise dieses Schaltwerkes beruht auf der Uebersetzung von der WTelle Xs
auf die Welle X6.
Dieselbe steht in dem Verhältnifs wie 1:3, so dafs, während das Kniehebelsystem mit dem
Hebel H2 nur eine Hin - und Herbewegung macht, die Klinke P dreimal auf- und niederbewegt wird und infolge dessen mit ihren
Nasen η ηl dreimal an den Daumen i trifft.
In der dargestellten Stellung befindet sich der Kurbelzapfen Xs in demjenigen todten
Punkte, in welchem die Mulde M1 und Walze W abgehoben sind, bei welcher Lage
der Daumen i der Nase n1 gegenüber zu stehen
kommt, so dafs bei der erfolgten Aufwärtsbewegung der Klinke P dieselbe von dem Daumen i eingelegt worden ist.
Bei Y3 und 2/3 weiterer Umdrehung der
Kurbelwelle X6 steht der Daumen i der Nase η gegenüber und bei der ersten Aufwärtsbewegung
wird die Klinke P von dem Daumen i ausgelegt, während bei der zweiten Aufwärtsbewegung
die Nase η nur wirkungslos berührt wird.
Sobald die Klinke P bei ihrer Abwärtsbewegung in die Zähne des auf dem Zapfen
der Preiswalze fest sitzenden Rades R2 fällt, nimmt sie das Rad Pv2 mit und versetzt auch
die Walze W in eine theilweise Drehbewegung.
Am Lenker Hs befindet sich eine Feder,
durch welche die Klinke P in ihrer jeweiligen Lage gehalten wird, in welche sie der Daumen i
bringt.
Zur Regulirung der Schaltung wird der Zapfen der Kurbel K verstellt.
Diese Schaltung und Fortbewegung der Walze wiederholt sich bei Betrieb der Maschine
während des jedesmaligen aufgehobenen Zustandes der Mulde M1 und Walze W.
Mit dem Rade R'2 stehen auf der anderen Seite der Maschine andere Zahnräder in Verbindung,
welche die periodische Fortbewegung der Walze Wauch auf die Zugwalzen uux u2 u3
der Waare übertragen, so dafs die Waare gleichzeitig mit der Walze periodisch fortbewegt
wird.
Die vertical dargestellten Mulden können auch horizontal oder auch in jedem anderen
beliebigen Winkel liegen.
Der Mechanismus zur Bewegung und Druckwirkung der Prefskörper kann auch in beliebig
anderer Weise ausgeführt sein.
Die Presse kann auch nur eine Mulde, und zwar die untere Mulde M haben, es können
aber auch mehr als zwei Mulden in Anwendung kommen.
In Fig. 3 ist die Frontansicht und in Fig. 4 die Seitenansicht einer . Walzenpresse mit
Walze W und -zwei Mulden MM1 dargestellt,
bei welcher der Druck durch hydraulische Kraft erzeugt wird, aber auch jeder andere
Druck, als Hebel-, Schrauben- oder Federdruck, angewendet werden kann.
Die untere Mulde M ist in Coulissen C der Gestellwände G an ihren Stirnflächen geführt,
während die obere Mulde Ml in den Gestellwänden
G festgeschraubt ist.
Die Walze W ist mit ihren Zapfen X in Coulissen C des Maschinengestelles G gelagert,
in- welchen sie sich auf- und abwärts bewegen kann.
Die untere Mulde M trägt in der Mitte einen Plungerkolben K, welcher sich in dem hydraulischen
Cylinder D führt und durch Wasserdruck aufgehoben wird.
Beim Anpressen der Waare wird die untere Mulde M von dem Plungerkolben K gehoben,
drückt sich an die Walze W und nimmt diese bis zur oberen Mulde M1 mit, so dafs in
diesem Zustande alle drei Prefskörper zusammengeprefst und die um die Walze W gezogene
Waare geprefst wird, welchen Zustand die Zeichnung darstellt.
Der Wasserdruck wird hervorgebracht wie bei den gebräuchlichen Plattenpressen durch
direct wirkende Dampfpumpe oder durch irgend eine andere geeignete Druckpumpe.
Um die Prefskörper wieder von einander abzustellen, wird nach jedem erfolgten Prefsdruck
eine entsprechende Menge Wasser mittelst schliefsbaren Ablafsrohres aus dem Cylinder D
abgelassen, wobei der Plungerkolben K mit unterer Mulde M und mit dieser die Walze W
infolge ihrer eigenen Schwere in den Coulissen C C1 herabsinken.
In diesem äufsersten Zustande stehen alle drei Prefskörper von einander ab und die
Waare wird nicht geprefst, sondern es erfolgt die Achsendrehung der Walze W unter gleichzeitiger
Mitnahme der sie umspannenden Waare in der Pfeilrichtung.
Der Mechanismus zu dieser Schaltbewegung ist in Fig. 1 und 2 beschrieben, kann aber
auch jede beliebig andere Construction haben.
Nach Vollendung jeder Schaltbewegung wird dem Cylinder D neues Wasser zugeführt und
die Prefskörper werden jedesmal aufs Neue zusammengeprefst.
Die untere Mulde M kann auch mehrere Plungerkolben mit einer entsprechenden Anzahl
Cylinder haben.
Es kann hier auch, wie bei Fig. 1 und 2, umgekehrt die untere Mulde M fest gelagert
sein, während die Walze Wmit oberer Mulde M1
durch hydraulischen oder beliebig anderen Druck bewegt und angeprefst werden.
Die Fig. 5, 6 und 7 zeigen Walzenpressen mit je einer Walze und vier und mehr Mulden,
sowie mit um die Walze gespanntem Prefsspan.
Die Seitenansicht (Fig. 5) zeigt eine unverstellbar, aber drehbar gelagerte Walze W und
vier Mulden M1 M'2 M3 M4, welche in den
Gestellwänden G in Coulissen C in radialer Richtung zur Walze W an- und abgeführt
werden und dadurch das Anpressen und Abstellen der Mulden zur Walze erfolgt.
Bewirkt wird diese Bewegung der Mulden durch ein Kniehebelsystem.
Auf beiden Seiten der Maschine sitzt lose auf dem Walzenzapfen X der Hebel H, welcher
durch Kurbel K in pendelnde Bewegung gesetzt wird.
Die Warze des Hebels H trägt vier Zapfen 1, 2, 3, 4, an welchen die Zugstangen Z1 Z2 Zz Z4
befestigt sind.
Durch die pendelnde Bewegung des Hebels H werden die Zugstangen Z zwischen zwei todten
Punkten hin- und herbewegt, wodurch die Mulden M in den Coulissen C1 C2 C3 C4 ebenfalls
hin- und hergeführt werden.
Die Zeichnung stellt denjenigen todten Punkt der Kniehebelbewegung dar, in welchem sämmtliche
vier Mulden an die Walze gedrückt werden und die Waare dabei geprefst wird.
In dem anderen gegenüberliegenden todten Punkte sind die Mulden von der Walze abgestellt
und die Waare wird dann nicht gepreist.
Damit die Mulden eine Zeit lang in jedem der beiden Zustände verbleiben, ist die Kurbelschleife
des Hebels H in einem Kreis gebogen.
Der Hebel if trägt den Zapfen X1 mit Schaltklinke
P, welcher in das auf dem Walzenzapfen X befestigte Schaltrad jR in dem zweiten
todten Punkte des Hebels H, bei abgestellten Mulden, einschlägt und der Walze W damit
eine Umdrehung ertheilt, mit welcher zugleich die Waare in der Pfeilrichtung weiter transportirt
wird.
Der Antrieb der Maschine erfolgt durch Schwungrad R' von der Antriebwelle X2 aus.
Anstatt durch Hebelwirkung kann die Bewegung der Prefskörper auch durch Schrauben-,
Feder- oder hydraulische Kraft erzeugt werden.
In dieser Ausführung können auch mehr oder weniger als vier Mulden angewendet werden.
Fig. 6 zeigt Walze W mit einer gröfseren Anzahl von zehn Mulden MM1 M2 Ma M4
M5 Af6 M1 M8 M9. Dieselben sind auf einem
federnden Bande befestigt und dadurch sämmtlich mit einander verbunden.
Das An - und Abstellen der Mulden zur Walze geschieht durch Anspannen des Bandes
mittelst Kniehebels H.
Die Enden des Bandes sind an Zapfen X1X2
des Hebels H angehängt.
Hebel H hat seinen Drehpunkt am im Gestell G befestigten Zapfen Xs und wird durch
Kurbel K mittelst Zugstange Z in pendelnde Bewegung versetzt.
Der Antrieb erfolgt von der Antriebwelle X4 aus mittelst Scheibe oder Rad R1.
Die Zeichnung stellt denjenigen todten Punkt in der Bewegung des Kniehebels H dar, in
welchem das Band am stärksten gespannt ist, die Mulden an die Walzen angedrückt sind
und die Waare gepreist wird.
Bei entgegengesetzter Stellung des Hebelsystems ist das federnde Band am wenigsten
gespannt, infolge dessen sämmtliche Mulden M von der Walze W abstehen und die Waare
nicht geprefst wird.
In diesem Zustande erfolgt das Nachschalten der Walze W und der Waare, und zwar in
ähnlicher Weise wie bei Fig. 5 beschrieben, durch die am Hebel H1 an Zapfen X5 befestigte
Schaltklinke P, welche in das fest auf dem Walzenzapfen X sitzende Schaltrad R
einschlägt.
Seine Bewegung erhält der lose auf dem Walzenzapfen sitzende Hebel H1 durch einen
mittelst Muffe an der Zugstange Z befestigten Stift t, welcher sich in dem Schlitz 2 des Hebels
H1 hin- und herführt.
Das Kniehebelsystem kann jede beliebig andere Construction erhalten, ebenso kann die
Zahl der Mulden beliebig gewählt sein.
Auch können die Mulden anstatt durch federndes Stahlband durch Kette oder andere
gleichwirkende Mittel mit einander verbunden und angedrückt werden.
In Fig. 7 ist Walze W mit einem Metallprefsspan S umspannt, welcher an Stelle der
Mulden zum Pressen der Waare dienen soll.
Dieser Prefsspan S ist mit seinen Enden an den beiden Trägern T T1 angehängt, von denen
Träger T fest im Gestell G und T1 beweglich auf dem Hebel H gelagert ist, welcher letztere
den Träger T1 beim Pressen annähernd tangential zur Walze hin- und herführt, wodurch
der Prefsspan S angespannt und nachgelassen wird.
Diese Bewegungen des Trägers T1 und des Prefsspans 5 erfolgen durch Wirkung des Kniehebelsystems
H1 H2.
Von dem auf dem Antriebrad oder der ScheibeR in excentrischerLage sitzenden Kurbelzapfen
X1 aus wird die Kurbel K bewegt und damit die Hebel H- und H1 in pendelnde Bewegung
versetzt.
Der Hebel H'2 hat in X2 seinen Drehpunkt
und ist durch Scharniere X3 mit dem anderen
Hebel H1 beweglich verbunden. Dieser Hebel H1 ist durch den Zapfen X4 mit dem
Hebel H und dem Träger T1 verbunden, wodurch
die dem Kniehebelsystem ertheilte Bewegung dem Träger T1 mitgetheilt wird, derselbe
sich annähernd tangential zur Walze hin- und herbewegt und damit zugleich der Span S
zu der Walze W an- unb abgestellt wird.
Die Darstellung veranschaulicht den Zustand, in welchem der Span 51 an die Walze W angeprefst
ist und das Pressen der Waare erfolgt. Um den Span 5 beliebig mehr oder weniger stark an die Walze W anzudrücken und somit
den Prefsdruck zu reguliren, ist der Hebel H'2 seitlich verstellbar eingerichtet, indem derselbe
mit seinem Drehpunkt Xä auf dem Excenter E gelagert ist.
Bei abgestelltem Prefsspan 5 erfolgt das Nachschalten der Walze W und damit die
gleichzeitige Fortbewegung der Waare in der Pfeilrichtung in gleicher oder ähnlicher Weise,
wie zu den vorhergehenden erläutert.
Die Prefswalze W ist hier und in allen übrigen Darstellungen zum Zwecke der Erwärmung
mit innerem Hohlraum ausgeführt. In gleicher Weise haben auch die angewendeten Mulden in Fig. 1 bis 6 einen inneren Hohlraum.
Das Anwärmen dieser Prefskörper erfolgt durch Zuleitung von Dampf, Heifsluft etc., wie
bei den bisher gebräuchlichen Walzenpressen.
Das Erwärmen des hier in Fig. 7 angewendeten Prefsspans S erfolgt beispielsweise durch
Heifsluft in folgender Weise: Aus dem Brenner des Leitungsrohres O entströmt eine Gasflamme,
welche die Luft im Räume M erhitzt, worauf dieselbe durch Kanal JV am Prefsspan S hinstreicht
und diesen erwärmt, um dann aus der Maschine zu entweichen.
Der Kanal JV ist nach aufsen durch eine WTärmeschutzmasse isolirt.
Wie bei Fig. 1 und 2 erwähnt, wird die angefeuchtete Waare auch bei den übrigen Ausführungen
in Fig. 3 bis 7 während des Pressens gleichzeitig getrocknet.
Claims (1)
- Patent-Ansprüch:Eine Muldenpresse, bei welcher eine Reibung der Waare an den Muldenflächen dadurch vermieden, sowie eine Behandlung feuchter, gestärkter Waaren und ein Trocknen derselben dadurch ermöglicht wird, dafs die Druckwalze und die Mulden zeitweilig von einander entfernt werden.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE71699A true DE71699A (de) |
Family
ID=
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1036803B (de) | 1955-06-22 | 1958-08-21 | E F Textilien Und App Bau Und | Absaugemangel mit einer Vielzahl, die unterteilte, muldenfoermige Plaettflaeche bildender, kippbar gelagerter Heizelemente |
| DE974373C (de) * | 1950-02-04 | 1960-12-08 | Franz Mueller Maschinenfabrik | Muldenpresse |
| DE1211122B (de) | 1963-10-29 | 1966-02-24 | Waescherei Guenther | Biegsame Mangelmulde fuer eine Waeschemangel |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE974373C (de) * | 1950-02-04 | 1960-12-08 | Franz Mueller Maschinenfabrik | Muldenpresse |
| DE1036803B (de) | 1955-06-22 | 1958-08-21 | E F Textilien Und App Bau Und | Absaugemangel mit einer Vielzahl, die unterteilte, muldenfoermige Plaettflaeche bildender, kippbar gelagerter Heizelemente |
| DE1211122B (de) | 1963-10-29 | 1966-02-24 | Waescherei Guenther | Biegsame Mangelmulde fuer eine Waeschemangel |
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