DE717095C - Vorrichtung zum Beheizen von Industrieoefen mittels Heizkanaelen - Google Patents
Vorrichtung zum Beheizen von Industrieoefen mittels HeizkanaelenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
- Vorrichtung zum Beheizen von Industrieöfen mittels Heizkanälen Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum indirekten Beheizen von Industrieöfen -mittels Heizkanälen, welche von der -Ofendecke und an dieser befestigten Blechen gebildet werden.
- Für eine Reihe von Glüh- und Schmelzvorgängen werden Öfen mit indirekter Beheizung verlangt, deren Heizdecke so- dicht sein muß, daß nicht durch durchtretende Feuergase das Glüh- und Schmelzgut beeinträchtigt wird. Für diese indirekt beheizten Öfen ist die Verwendung von keramischen Muffelplatten an der Ofendecke bekannt. Diese jedoch haben den Nachteil, daß sie nach kurzer Betriebszeit durch die Wärmedehnungen in den Fugen undicht werden und auch Risse bilden, durch die Feuergase in den Öfen eintreten. Bei Aluminiumschmelzöfen z. B. wird dadurch schon bei geringen Gasdurchtritten die Schmelze beeinflußt. Keramische Muffelplatten sind daher für empfindliche Schmelzen unbrauchbar. Man hat dann die Muffelplatten aus nicht zunderndem, flachem Stahlblech hergestellt. Diese Deckenart hat sich aber auch nicht eingeführt, weil durch Verwerfen und Verziehen der flachen Stahldecke unter dem Einfluß der Ofentemperatur und ihres Eigengewichtes ein Undichtwerden eintritt. Auch würde ein Verschleiß an einer Stelle den Ersatz der ganzen Decke erforderlich machen, was bei zunderfreiem Stahl mit großenUnkostenverbunden ist.
- Man hat dann einen alten Gedanken aufgegriffen und die Feuergase durch keramische bzw. Stahlrohre geschickt. Erstere hatten überhaupt keine Lebensdauer, weil sich auch bald Risse zeigten und die Rohre infolge ihres eigenen Gewichtes einfielen. Bei Stahlrohren dagegen zeigte sich, daß diese mit großen Wandstärken ausgeführt werden mußten, um sich bei den hohen Temperaturen selbst zu tragen. Rohre mit zu dünner Wandstärke zeigen nach kurzer Zeit, besonders unter den hohen Temperaturen, starke Formveränderungen. Weiter besteht bei den innen_-beheizten Rohren der Nachteil, daß. auch die nicht wirksamen' Rohrflächen, die also dem Ofengut abgewendet liegen, dem Verschleiß infolge Oxydation durch die Verbrennungsgase ausgesetzt sind. Hierdurch tritt ein unnötiger-Stahlverbrauch ein. -Durch die Eifindung werden diese Nachteile vermieden, und zwar wird dies dadurch erreicht, daß die zusammen mit der Ofendecke die einzelnen Heizkanäle bildenden Bleche zum Ofeninnern hin um ihre Längsachse nach einer Kettenlinie gebogen sind.
- Wie aus den Abb. t bis 3 ersichtlich ist, besteht die Heizdecke aus einzelnen, von der Ofendecke 5 und von Stahlblechen t gebildeten Heizkanälen. Die ' Stahlbleche t können durch die Seitenwände nach Entfernung der Brennerplatte 2 und des Brennersteines 3 ausgewechselt werden und sind nach einer Kettenlinie so gebogen, daß auch bei dünnen Blechen und hohen Temperaturen keine Neigung zu weiteren Formveränderungen besteht. Sie werden in den entsprechend ausgebildeten Rillen 4 der Deckensteine 5 durch eingeschobene Stahlschienen so gehalten, daß Verbiegungen vermieden werden.
- Bei der Ausführungsform gemäß Abb.2 werden die Stahlschienen 6 mit Spielraum stehend in die Rillen 4 eingeführt und zwecks seitlicher Abdichtung der Heizkanäle gegen abgeschrägte Flächen der Deckensteine gedrückt. -Je nach der verlangten Heizleistung der Decke kann man die Zwischenräume zwischen den einzelnen Heizkanälen verschieden groß wählen (vgl. Abb.2 und 3). Bei der Ausführungsform nach Abb. 3 ist die ganze Deckenfläche ausgenutzt. -Hierbei wird eine besonders vorteilhafte Abdichtung und Befestigung der Bleche i durch zwischen ihre benachbarten und hakenförmig gebogenen Ränder eingeschobene T-förmige Stahlschienen erreicht. Ein .weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß eine beliebige Veränderung der Größe der Wärmestrahlungsfläche in einfacher Weise dadurch zu erreichen ist, daß für die einzelnen Kanäle mehr oder weniger tief durchhängende Bleche verschiedener Abniessung benutzt werden. Die Bleche müssen, um gegen Oxydation beständig zu sein, aus zunderfreiem Stahl bestehen. Es ist zweckmäßig, sie wenigstens an der am stärksten, durch Feuergase oder -Schmelzspritzer ausgesetzten Seite mit einem Emailleüberzug zu versehen, der sowohl einen Schutz gegen die Oxydationswirkung der Verbrennungsgase als auch gegen die schädliche Wirkung der Metallspritzer bietet.
- Unbrauchbar gewordene Bleche können im Ofen belassen und mit je eitlem neuen Blech belegt werden, so daß dieses noch für einige Zeit durch das alte Blech geschützt wird.
- Eine Stahlersparnis -wird ferner dadurch erreicht, daß jedes Blech nach Bedarf für sich allein leicht ausgewechselt werden kann, wobei im Vergleich zur Rohrbeheizung nur etwa die Hälfte an Stahlblech verbraucht wird.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: r. Vorrichtung zum Beheizen von Industrieöfen mittels Heizkanälen, welche von der Ofendecke und an diesen befestigten Blechen gebildet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Bleche zum Ofeninnern hin um ihre Längsachse nach einer Kettenlinie gebogen sind.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Bleche an ihren Längsseiten durch Stahlschienen mit der Ofendecke lösbar verbunden und an dieser abgedichtet sind.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, -daß die -Bleche emailliert sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB189849D DE717095C (de) | 1940-02-17 | 1940-02-17 | Vorrichtung zum Beheizen von Industrieoefen mittels Heizkanaelen |
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Publications (1)
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| DE717095C true DE717095C (de) | 1942-02-05 |
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ID=7010978
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|---|---|---|---|
| DEB189849D Expired DE717095C (de) | 1940-02-17 | 1940-02-17 | Vorrichtung zum Beheizen von Industrieoefen mittels Heizkanaelen |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE717095C (de) |
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1940
- 1940-02-17 DE DEB189849D patent/DE717095C/de not_active Expired
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