DE717227C - Beschlag zum loesbaren Verbinden und festen Zusammenziehen von Moebelteilen - Google Patents
Beschlag zum loesbaren Verbinden und festen Zusammenziehen von MoebelteilenInfo
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Description
- Beschlag zum lösbaren Verbinden und festen Zusammenziehen von Möbelteilen Die Erfindung betrifft einen Beschlag »um lösbaren Verbinden und festen Zusammenziehen" von Möbelteilen, der im wesentlichen aus einem-schlaufenartig gebogenen Band besteht, das, von dem ,einen der zu verbindenden Möbelteile ausgehend, in den anderen Möbelteil eingreift und durch einen Keil anziehbar ist.
- Eine Ausführungsform einer solchen Beschlaggattung ist bereits bekannt. Bei dieser greifen die ,aneinandergelegten Enden der Schlaufe durch einen Schlitz eines den einen Möbelteil bildenden Rohres. Durch entsprechende Durchbrüche in den Enden des Bandes ist im Rohrinnern ein Spannkeil gesteckt; in der Schlaufe selbst liegt ein Treibkeil, der zwischen zwei in einem .anderen, den zweiten Möbelteil bildenden Rohr liegende halbzylindrische Hülsenhälften eingreift und beim Anziehen des Spannkeils diese Hülsenhälften auseinanderspreizt und fest gegen die Innenwand des ,sie umgebenden Rohres drückt und dieses Rohr gegen das erstere Rohr heranzieht.
- Gemäß der Erfindung ist eine viel einfachere Einrichtung zur Verbindung zweier Möbelteile geschaffen, und zwar eine solche, die im Gegensatz zu der bekannten auch für Holzmöbel ,angewendet und selbst in allen Teilen .aus Holz hergestellt werden kann.
- Im wesentlichen besteht die Erfindung darin, daß Aals Verbindungsmittel eine mit ihren beiden Enden .an dem einen Möbelbeil zu befestigende Bandschlaufe benutzt ist, die mit ihrem Scheitel durch den Schlitz einer Leiste des anderen Möbelbeils hindurchführbar ist und selbst in ihrem überstehenden HohIraum den Anzugkeil aufnimmt.
- Die Zeichnung zeigt mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes.
- Fig. i zeigt den neuen Verschluß an einem Möbelstück, teilweise im Schnitt; Fig. 2 zeigt den wesentlichsten Teil des Verschlusses in schaubildlicher Ansicht; Fg.3 zeigt in Seitenansicht den Verschlul:'#. teilweise im Schnitt, und zwar im Gebrauch ; Fig. 4. ist eine ähnliche Ansicht wie Fig. 1, jedoch einer anderen Ausführungsform; Fig. 5 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel in teilweise geschnittener Seitenansicht, während Fig%6eine Seitenansicht im Schnitt nach Linie Ä-D der Fi:g. 5 darstellt, wobei jedoch das Möbelstück weggelassen ist.
- Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. i bis 3 ist beispielsweise an dem Kranzboden i einer Schrankkappe eine Leiste 3 :angeleimt und gegebenenfalls auch noch gedübelt, zu welchem Zweck in der Leiste 3 Dübellöcher4 vorgesehen sind. Um nun mit dem Höbelteil i, z. B. einem Kranzboden, einen Möbelteil 2, z. B. :einen Schrankseitenteil, lösbar verbinden zu können, ist eine zweite Leiste 5 vorgesehen, die am Möbelteil 2 zu befestigen ist, und es ist ein eigenartiger neuer V erschluß angebracht. Dieser besteht aus schlaufenartig gebogenen Teilen, die nach dem Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. i bis 3 aus gebogenen Furnierbändern 6 gefertigt sind. Jede dieser Furnierbandschlaufen 6 umgreift ein Hartholzstück 7, das mit einem schwalbenschwanzförmigen Befestigungszapfen 8 versehen ist, der sich jedoch nicht über die ganze Länge der Fnrnierbandschlaufe 6 erstreckt. Dieser Schwalbenschwanzzapfen 8 kann in eine entsprechend breite Ausnehmung g der Leiste 3 eingeführt und durch Längsverschiebung in eine an jene Ausnehmung sich anschließende Schwalbenschwanznut io .eingeschoben und darin verleimt werden. Das von dem Furnierband 6 umfaßte Holzstück ,^ des Verschlußteils deckt dann mittels der den Schwalbenschwanzzapfen 8 überragenden Strecke die Ausnehmung nach außen hin ab.
- Die Furnierbandschlaufe 6 kann so gestaltet sein, daß ihr Scheitel i i geneigt ist, und zwar entsprechend dem Keilwinkel Beines Verschlußkeils 12. Sie hat im Grundriß rechteckigen Querschnitt und kann in eine entsprechend rechteckige Durchbrechung 13 (Fig.3) der anderen zum Verschluß gehörigen Leiste 5 hindurchtreten, die ihrerseits mit einer Seitenfläche 14. an dem Schrankseitenteil 2 befestigt wird, vorzugsweise durch Festleimen (Fig. i).
- Die Furnierbandschlaufe 6 tritt durch die Ausnehmung 13 der zweiten Leiste 5 so weit hindurch, daß in einen Hohlraum 15 der Furnierbandschlaufe 6 der Länge nach ein vorzugsweise aus Hartholz bestehender Verschlußkeil 12 eingeschoben werden -kann. Zweckmäßigeriveise ist das Hartholzstück ; mit einer Leiste 16 unterlegt, beispielsweise aus Holz, deren Fasern in. einer anderen Richtung verlaufen als das Hartholzstück ; .
- Vorzugsweise wird die mit Holzbefestigungszapfen 8 versehene Furnierbandächlaufe 6 nicht für sich allein in den Handel gebracht, sondern an der zugehörigen Leiste 3, gegebenenfalls paarweise oder mehrfach, fest angebracht. zusammen mit der das Gegenstück bildenden, die Ausnehmung 13 ,aufweisenden Leiste 5.
- Der neue Verschluß ist in beliebigen geeigneten Holzarten und -farben zu beliebigen, zweckmäßigen Abmessungen herstellbar und verwendbar. Der Verschluß läßt sich je nach Art des Möbels, an dem er angebracht werden soll, auch baulich .abwandeln. Als Anwendungsgebiet kommen nicht nur Schränke in Betracht, vielmehr kann er auch ,als Bettseitenverschluß und .auch noch für andere Zwecke benutzt werden.
- Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig..l ist der neue Verschluß wiederum an Schrankteilen i und 2 vorgesehen. Die untere Leiste 5 ist beibehalten, während an Stelle der oberen Leiste 3 (Fig. i ) jetzt eine Leiste 17 Verwendung findet, in die eine Furnierbandschlaufe 18 eingeschoben wird, zu welchem Zweck die Leiste 17 eine :entsprechende Aussparung hat. Wie Fig. ¢ erkennen läßt, gehen die Schlaufenschenkel der Furnierbandschlaufe 18 vollständig durch die Leiste 17, und es liegt zwischen den Enden ein Zwischenstück ig. das dem Zwischenstück 7 (Fig. 2) entspricht.
- Während nun bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. i bis 3 ein Schwalbenschwanzzapfen 8 zur Anwendung kommt, wird getnäf, dem Ausführungsbeispiel nach Fig.4 die Furnierbandschlaufe 6 mit der oberen Leiste 17 durch einen oder- mehrere Stifte 2o verbunden, die dann den schwieriger herzustellenden Schwalbenschwanzzapfen 8 und die zugehörige Schwalbenschwanznut ersetzen.
- Bei den bis jetzt beschriebenen Ausführungsbeispielen nach den Fig. i bis .1 besteht die Schlaufe des neuartigen Verschlusses aus Furniexen, die zusammengeleimt und dann umgebogen sind. Diese Ausführung eignet sich vorzugsweise da, @vo bei einem Möbelstück Metall überhaupt vermieden werden soll. Andernfalls kann für die einzelnen Teile des Verschlusses auch ,anderer Werkstoff, beispielsweise für die Bandschlaufe auch Metall, verwendet werden.
- So zeigt das Ausführungsbeispiel nach den Fig. 5 und 6 einen Teil eines Möbelstückes 21 mit einer oberen Leiste 22, die mit einer unteren Leiste 23 lösbar verbunden werden soll. Die obere Leiste 22 ist mit dem Möbelstück 21 verleimt, und es sind außerdem noch Dübe12.1 vorgesehen. Hier ist eine Bandschlaufe 25 aus Metall angewandt, zwischen deren Schenkel ein Trennstück 26 liegt. Zweckmäßigerweise sind die Schlaufenschenk e1 bei 27 etwas umgebogen und die obere Leiste 22entsprechend ausgespart, -so daß die in eine Aussparung der Leiste 22 ,eingebrachte Schlaufe einen guten Sitz in der Leiste 22 erhält. Die Metallbandschlaufe 25 ragt durch ,eine Ausnehmung 28 der Leiste 23 hindurch, so daß in den Schlaufenkanal ein Keil29 eingeführt werden kann. Jeder Schlaufenschenkel3o ist unterteilt, heispielsweise derart, daß jeder Schenkel 3 o in zwei getrennte Schenkelteile 31 ausläuft, also zwei Schenkelausläufe 31 hinten und zwei Schenkelausläufe 31 vorn liegen, mit anderen Worten, .es hat die Metallbandschlaufe 25 zwei Schenkel 3o, jedoch vier Schenkelenden 3 i. Die Anzahl der Schlaufenschenkelenden 31 kann verschieden sein; sie richtet sich je nach dem Verwendungszweck und der Länge des Verschlusses.
- Bei geeigneter Wahl des Werkstoffes, aus dem die Schlaufe gebildet wird, beispielsweise Kunstharz oder andere Kunststoffe, und bei geeignetem Herstellungsverfahren kann die Schlaufe zusammen mit dem sie haltenden Teil auch aus einem Stück hergestellt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Beschlag zum lösbaren Verbinden und festen Zusammenziehen von Möbelteilen, bestehend aus einem schlaufenartig gebogenen Band an einem Möbelteil, das durch .einen Schlitz des anderen Möbelteils hindurchführbar und durch einen Keil anziehbar ist, gekennzeichnet durch eine mit ihren beiden Schenkelenden ,an dem einen Möbelteil (i) zu befestigende Bandschlaufe (6 bzw. 18 bzw. 25), die mit ihrem Scheitel durch den Schlitz (13 bzw. 28) einer Leiste (5 bzw. 23) des anderen Möbelteils (2) hindurchführbar ist und in ihrem überstehenden Hohlraum den Keil (12 bzw. 29) aufnimmt. z. Beschlag nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Scheitel der Bandschlaufe (6, 18,25) dem Keilwinkel entsprechend geneigt ist. 3. Beschlag nach Anspruch i -und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Keil (12 bzw. 29) im wesentlichen ein Halbrundkeil ist. q.. Beschlag nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Schenkeln der Schlaufe (6, 18, 25) ein Holzstück (7, 19, 26) .angebracht ist, das der Verbindung der Schlaufe mit dem zugehörigen Möbelteil (i) dient. 5. . Beschlag mach Anspruch i und 4., dadurch g ekenizeichhet, daß das der Befestigung dienende Holzstück (7) einen Schwalbeischwanzzapfen (8) hat. 6. Beschlag nach Anspruch 1, q. und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Schw ,albenschwanzzapfen (8) in eine entsprechend weite Ausnehmung (9) im zugehörigen Möbelteil cinsteckb.ar und aus ihr in die daran angeschlossene, der Befestigung durch Einleimen o. dgl. dienende Schwalbenschwanznut (io) verschiebbar ist. 7. Beschlag nach Anspruch i und q., dadurch gekennzeichnet, daß die Schlaufe (18) in eine nüt dem einen Möbelteil (i) verhundene oder zu verbindende Leiste (17) eingesteckt und durch einten oder mehrere Querstifte (2o) darin befestigt ist (Fig. q.). B. Beschlag nach Anspruch i oder den Unterahsprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlaufe (6, 18) aus Furnierband hergestellt ist. 9. Beschlag nach Anspruch i oder den Unteransprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlaufe (z5) aus Metallband besteht. io. Beschlag nach Anspruch i und 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallbandschlaufe (25) mit lappen.artigen Vorsprüngen (31) durch eine mit dem einen Möbelteil (21) zu verbindende Leiste (22) hindurchgreift und durch Umbiegen der Enden (27) dieser lappenartigen Voesprünge darin festgehalten ist. i i. Beschlag nach Anspruch i und den Unteransprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlaufe aus einem Kunststoff, z. B. einem Kunstharz, besteht. 12. Beschlag nach Anspruch i und den Unteransprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlaufe zusammen mit der sie haltenden Leiste ein Teil ist.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE717227C true DE717227C (de) | 1942-02-09 |
Family
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DER107292D Expired DE717227C (de) | 1940-04-02 | 1940-04-02 | Beschlag zum loesbaren Verbinden und festen Zusammenziehen von Moebelteilen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE717227C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE947201C (de) * | 1953-07-09 | 1956-08-09 | Matthias Giftthaler | Beschlag zum loesbaren Verbinden der Rueckwand eines Schrankes mit den Seiten-, Boden- und Deckenwandungen |
-
1940
- 1940-04-02 DE DER107292D patent/DE717227C/de not_active Expired
Cited By (1)
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| DE947201C (de) * | 1953-07-09 | 1956-08-09 | Matthias Giftthaler | Beschlag zum loesbaren Verbinden der Rueckwand eines Schrankes mit den Seiten-, Boden- und Deckenwandungen |
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