DE718921C - Verfahren zum Herstellen von Gerbbildern, z.B. fuer Lichtdruck, Gelatinepapierumdruck durch Einstaeuben von Schriften mittels gerbender Pulver und Aufquetschen auf feuchte Gelatineschichten - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von Gerbbildern, z.B. fuer Lichtdruck, Gelatinepapierumdruck durch Einstaeuben von Schriften mittels gerbender Pulver und Aufquetschen auf feuchte GelatineschichtenInfo
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Description
- Verfahren zum Herstellen von Gerbbildern, z. B. für Lichtdruck, Gelatinepapierumdruck durch Einstäuben von Schriften mittels gerbender- Pulver und Aufquetscheii auf feuchte Gelatineschichten Um Gelatineschichten mit einem Gerbbild von Schreibmaschinenschrift zu versehen, ist es bekannt, mit gerbstoffhaltigem Farbband auf Papier zu schreiben und dieses Urbild auf die feuchte Gelatineschicht aufzuquetschen.
- Damit :ein solches Gerbfarbband abgabefähig bleibt, muß die gerbstoffhaltige Tränkungsmasse ein nichttrocknendes Bindemittel, wie Glycerin, enthalten, da Fette und Öle die Gerbkraft unwirksam machen würden. Infolgedessen neigt ein derartiges Farbband dazu, in feuchter Luft naß zu werden, während es in trockener Luft durch Ausscheiden grobkörniger GerbstofFkristalle verkrustet. Da das Schriftbild nicht die für Aktenerforderlichen Eigenschaften hat, muß das Gerbfarbband immer wieder gegen ein gewöhnliches Schreibband ausgewechselt werden. Aus diesen Gründen werden Gerbfarbbänder nicht angewendet.
- Beim Verfahren des Hauptpatents werden klebrige Druckbilder, Zeichnungen oder Schriften benutzt, die mit gerbenden Pulvern einstaubb.ar sind.
- Das Einstauben von Schrift, die mit einem besonderen, klebrige Masse abgebenden Farbband hergestellt ist, ergibt sich ohne weiteres aus dem Patent 659 421. Da aber ein besonderes Farbband :erforderlich ist, ist die Anwendbarkeit des Verfahrens erschwert.
- Nun hat sich .aber ergeben, d.aß es gar nicht nötig ist, mit :einem besonderen Farbbandi zu schreiben, da man einen ausreichend klebrigen und daher einstaubbaren Schriftsatz erhält, wenn man mit dem für Durchschläge üblichen Kohlepapier eine Durchschrift auf einer glatten, nicht saugfähigen Folie herstellt.
- Das erfindungsgemäße Vorgehen bringt folgende Vorteile mit sich: Man erhält eine einwandfreie Schrifturkunde, da mit gewöhnlichem Farbband auf gewöhnliches. Papier geschrieben wird.
- Es können gleichzeitig eine Anzahl Durchschriften auf dem dafür üblichen dünnen Papier hergestellt werden.
- Ein besonderer Vorteil des Verfahrens ist darin zu erblicken, daß es die Entscheidung darüber, ob ein Schriftstück im Druck vervielfältigt werden soll, späterem Belieben überläßt im Gegensatz zum Schablonenverfahren und Büroflachdruck, bei denen die Urschrift in jedem Fall auf der Druckplatte erfolgen muß, falls nicht umständliche Kopierverfahren angewandt werden sollen. Ein Papieroriginal erhält man also nicht, es sei denn, daß man es besonders herstellt. Beim Herstellen der Büroflachdruckformen ist auch ein besonderes lithographisches Farbband zu benutzen.
- Beim vorliegenden Verfahren braucht man nur in den Fällen, bei denen möglicherweise auch zu beliebig späterer Zeit eine Vervielfältigung erwünscht sein könnte, einen Kohlepapierdurchschlag auf eine geeignete Folie herzustellen.
- Als. Werkstoff für derartige Folien eignen sich Celluloid, Acetyleellulos,e, CeUulosehydrat, Kunstharz u. dgl. Die Dicke der Folien beträgt zweckmäßig o,o2 bis 0,03 mm. Durchsichtigkeit der Folien erleichtert die Übertragung auf die Gelatineschicht, ist jedoch nicht Bedingung. Auch Metallfolien sind daher gut brauchbar. Da gev@röhnliches Cellulosehydrat infolge der fehlenden Wasserfestigkeit an der feuchten Gelatineschicht klebenbleibt, so muß die bekannte wetterfeste Sonderanfertigung benutzt werden, bei der die Folien durch einen Lacküberzug vor Feuchtigkeitsaufnahme geschützt sind. Cellulosehydrat und Metallfolien haben den erheblichen Vorteil, beim Abpinseln des Gerbstaubes nicht elektrisch zu werden und erleichtern somit das restlose Entfernen des Staubes von den Nichtbildstellen.
- Im Wege des Gerbdruckes lassen sich Schreibmaschinen- und Druckschrift, Tintenschrift, Bleistift-, Kreide- und Kohlezeichnungen mit Nadelradierungen von kupferstichartiger Feinheit auf der gleichen Druckform vereinigen, von der Abdrucke auf fast allen, insbesondere gut geleimten hochwertigen Papieren bei hoher Auflagenzahl möglich sind.
Claims (1)
- PATENTANSPPUCI3: Verfahren zum Herstellen von Gerbbildern z. B. für Lichtdruck, Gelatinepapierumdruek durch Einstäuben von Schriften mittels gerbender Pulver und Aufquetschen auf feuchte Gelatines:chichten gemäß Patent 659 42 i, dadurch gekennzeichnet, daß als einstaubfähige Maschinenschrift ein Kohlepapierdurchschlag auf einer glatten und nicht saugfähigen Folie verwendet wird.
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1939
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