DE719193C - Verfahren zum Verschliessen von Vakuumgefaessen innerhalb einer Vakuumkammer - Google Patents
Verfahren zum Verschliessen von Vakuumgefaessen innerhalb einer VakuumkammerInfo
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Description
Es ist bekannt, Glühlampen, Entladungsiröhren
oder andere Vakuumgefäße, wie z. B. Elektronenröhren, Quecksilberdampfgleichrichter
und Quecksilberschalter, mit einem - 5 Entlüftungsloch zu versehen, in dessen Nähe
ein leicht schmelzbarer Stoff vorgesehen und nach dem Entlüften des Gefäßes in einer
Vakuumkammer zum Schmelzen und Verschließen des Entlüftungsloches ,gebracht
wird. Die Erhitzung des leicht schmelzbaren Stoßes, der z. B. aus Glas, Metall oder Harz
bestehen kann, geschah dabei bisher durch eine elektrische Heizwicklung, die innerhalb
der Vakuumkammer in der Nähe des Entlüftungsloches des zu entlüftenden Gefäßes angeordnet
war. Die notwendige luftdichte Stromzuführung zu dieser Heizwicklung durch
die Wandung der Vakuumkammer bereitet nun häufig Schwierigkeiten.
Das vorliegende Verfahren ermöglicht das ao Zuschmelzen des Entlüftungsloches von Vakuumgefäßen
innerhalb einer Vakuumkammer mit Hilfe von in der Nähe des Entlüftungsloches angebrachtem leicht schmelzbarem
Stoff, wobei die Wärmezufuhr auf beliebige as Weise außerhalb der Vakuumkammer erfolgen
kann. Zu diesem Zweck wird erfindungsgemäß das Vakuumgefäß mit seinem das Entlüftungsloch
tragenden Teil in die Nähe x>der in Berührung mit einem gut wärmeleitenden,
zweckmäßig dünnwandigen Teil der Vakuumkammer gebracht und hierauf dieser Teil der
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Vakuumkammer nach erfolgtem Entlüften des Gefäßes von außen erhitzt, bis der leicht
schmelzbare Stoff schmilzt und das Entlüftungsloch verschließt. Die Erwärmung kann
dabei in beliebiger Weise, z. B. durch einfache Einwirkung einer Gasflamme, erfolgen.
Eine zur Ausübung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignete Vakuumkammer besitzt
außer einem abhebbaren Deckel oder, Boden ίο einen aus dünnem Metallblech hergestellten
Wandungsteil, während sie im übrigen aus beliebigem Werkstoff besteht. Der dünne
Wandungsteil weist einen zylindrischen oder kegelförmigen Ansatz zur Aufnahme eines
entsprechenden, das Entlüftungsloch besitzenden, zylindrischen oder kegelförmigen Ansatzes
des Vakuumgefäßes, etwa Lampensokkels, auf. Wenn "sich der Ansatz des Vakuumgefäßes
eng in den Ansatz an der Vakuumkammer anlegt, empfiehlt es sich3 an diesem
noch eine zweite zur Vakuumpumpe führende, der unmittelbaren Entlüftung des Vakuumgefäßes
dienende Rohrleitung anzuschließen.
Die Zeichnung zeigt in Abb. 1 einen senkrechten Schnitt durch eine zur Ausübung
des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignete Vakuumkammer mit darin eingesetzter elektrischer
Lampe.
Abb. 2 ist ein Querschnitt nach Linie 2-2 in Abb. 1.
Abb. 3 und 4 sind senkrechte Schnitte durch, zwei, abweichende Ausführungsformen
von für das erfindungsgemäße Verfahren geeigneten Vakuumkammern.
Die in Abb. 1 gezeigte Vakuumkammer besteht aus dem glockenförmigen Gehäuse 10
zur Aufnahme einer zweisockeligen elektrischen Glühlampe 11, deren kappenförmige
Metallsockel 13, 14 unmittelbar mit dem Glasgefäß
15 verschmolzen sind. Die Vakuumkammer 10 wird von einem Deckel 12 mit
zwischengelegter Dichtung 24 verschlossen. Ein über den Deckel 12 hinweggreifender
Bügel 25 hält diesen mit Hilfe einer Druckschraube
23 fest. Eine Rohrleitung 21 führt von der Vakuumkammer 10 zu der nicht dargestellten
Vakuumpumpe. Der Boden 18 der Vakuumkammer ist besonders dünnwandig
■ ausgeführt und besteht aus einem gut wärmeleitenden, verzunderungsfesten Werkstoff, ζ. Β.
einer Chrom-Xickel-Legierung. An seinem tiefsten Ende ist der Boden iS zu einem nach
außen gerichteten Ansatz 17 geformt, der im ■■■ Innern den einen Sockel 14 der Glühlampe
11 aufnimmt. Während der Sockel 13 vollkommen
geschlossen ist, besitzt der Sockel 14 ein Entlüftungsloch 16 und ferner in seinem
Innern in der Xähe dieses Loches eine Ideine Menge leicht schmelzbaren Stoffes. 20, z. B.
Metall- oder Glaslot, der zunächst so geformt und gelagert ist, daß das Loch 16 frei bleibt.
Der Sockel 14 berührt den Ansatz 17. Zum
Durchtritt der Luft ist jedoch der Ansatz 17 mit einigen Ausweitungen 19 versehen ('Abb. 2 κ
Nach dem Einsetzen einer Glühlampe 11 "in die Vakuumkammer 10 und Verschließen
des Deckels 12 wird die Entlüftung der Kammer von der Rohrleitung 21 aus und damit
die Entlüftung der Lampe 11 vorgenommen. Hieran kann sich auch eine Gasfüllung mit
beliebigem Druck anschließen. Nachdem die Entlüftung bzw. Gasfüllung beendet ist,
wird der Ansatz 17 am Boden 18 der Vakuumkammer'io
einer Wärmequelle, z.B. der Flamme eines Gasbrenners 22, ausgesetzt. Die Hitze teilt sich durch Leitung und Strahlung
dem Sockel 14 und dem darin befindlichen leicht schmelzbaren Stoff 20 mit, bis dieser
so weit teigig oder flüssig geworden ist, daß er das Entlüftungsloch 16 verschließt. Hierauf
wird die Einwirkung des Brenners 22 unterbrochen und nach dem Abkühlen und
Festwerden des Stoffes 20 der Anschluß zur Vakuumpumpe abgestellt, worauf die fertige
Lampe 11 der Vakuumkammer ι ο entnommen
werden kann. Um einer zu starken Erwärmung der Vakuumkammer 10 selbst vorzubeugen,
kann diese von einem Mantel 26 umgeben sein, der z. B. mit Wasser gekühlt wird.
Die in Abb. 3 gezeigte Vakuumkammer weicht von dem Beispiel nach Abb. 1 und 2
insofern ab, als der Ansatz 17 am Boden 18
der Vakuumkammer 10 so ausgebildet ist, daß er ringsum eng am Sockel 14 der Lampe
11 anliegt. Das Ende des Ansatzes 17 läuft
in einen Rohrstutzen 27 aus, der ebenfalls mit der Vakuumpumpe verbunden ist, so daß
hierdurch eine unmittelbare Entlüftung des Vakuumgefäßes stattfindet. Der Sockel 14
liegt zwar in dem Ansatz 17 eng, jedoch nicht vakuumdicht an, weshalb es zweckmäßig ist,
zur beschleunigten Entlüftung der Vakuumkammer 10 diese noch durch einen zweiten
Anschluß 29 mit der Vakuumpumpe zu verbinden. Die Erwärmung des Ansatzes 17
nach erfolgter Entlüftung geschieht wiederum von außen mit Hilfe der Gasbrenner 30,31.
Das Ausführungsbeispiel in Abb. 4 zeigt eine Vakuumkammer, die aus einer Glocke 36
und einer Bodenplatte 27 besteht, die gegeneinander
durch die Dichtung 40 abgedichtet sind. In dieser Vakuumkammer wird als
Beispiel für ein anderes Vakuumgefäß ein Quecksilberschalter 32 entlüftet, der an seiner
oberen Deckfläche einen kegelförmigen Ansatz 34 mit einem Entlüftungsloch ^3 besitzt.
Eine Feder 41 am Boden 37 der Vakuumkammer drückt den Ansatz 34 gegen einen entsprechenden
kegelförmigen Ansatz 38 an der Glocke 36 fest an. Der Ansatz 38 ist durch
das Rohr 39 mit der Vakuumpumpe verbun-
Claims (3)
- den. Ferner führt noch von der Glocke 36 eine'unmittelbare Rohrleitung 42 zur Vakuumpumpe. Hierdurch ist wieder 'ein gleichmäßiges und rasches Entlüften der Vakuumkammer wie auch des Quecksilberschalters gegeben, unabhängig davon, ob die Berührung der Ansätze 34 und 38 mehr oder weniger luftdicht ist. Nach erfolgter Entlüftung wird der Ansatz 38 durch Einwirkung der 0 Gasbrenner 43, 44 erhitzt, bis die Wärme zu dem leicht schmelzbaren Stoff 3 5 innerhalb des Ansatzes 34 geleitet ist und dieser Stoff erweicht bzw. schmilzt. Hierauf wird die weitere Wärmezufuhr . abgestellt und nach dem Erkalten und Erhärten des Stoffes 3 5 der Vakuumanschluß unterbrochen, worauf der fertige Schalter 32 der Vakuumkammer entnommen werden kann.Ρλ τ 15 ν τ λ ν s ι· η ü c Ii i£:
ι. Verfahren zum VerschließendesEntlüftungsloches von Vakuumgefäßen innerhalb einer Vakuumkammer mit Hilfe von in der Nähe des Entlüftungslochas angebrachtem leicht schmelzbarem Stoff, dadurch gekennzeichnet, daß das Vakuumgefäß mit seinem das Entlüftungsloch tragenden Teil in die Nähe oder in Berührung mit einem gut wärmeleitenden, zweckmäßig dünnwandigen Teil der Vakuumkammer gebracht und daß dieser Teil der Vakuumkammer nach dem Entlüften des Gefäßes von außen erhitzt wird, bis der leicht schmelzbare Stoff das Entlüftungsloch verschließt. - 2. Vakuumkammer zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aus beliebSjgem Werkstoff bestehende, mit abhebbarem Deckel oder Boden versehene Vakuum- 4,, kammer einen aus dünnem Metallblech hergestellten Wandungsteil besitzt, der einen zylindrischen oder kegelförmigen Ansatz zur Aufnahme eines entsprechenden, das Entlüftungsloch besitzenden, zylindrischen oder kegelförmigen Ansatzes des Vakuumgefäßes, etwa Sockels, aufweist.
- 3. Vakuumkammer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an ihren An- g0 satz eine zweite zur Vakuumpumpe führende, der unmittelbaren Entlüftung des Vakuumgefäßes dienende Rohrleitung angeschlossen ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Family Applications (1)
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Country Status (3)
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| DE (1) | DE719193C (de) |
| GB (1) | GB533107A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1051986B (de) * | 1955-08-15 | 1959-03-05 | Werner Kluge Dr Ing | Verfahren zum gleichzeitigen Entlueften und Verschliessen vakuumdichter elektrischerGasentladungsgefaesse, insbesondere UEberspannungsableiter fuer Telefonie |
| DE2718273A1 (de) * | 1976-04-24 | 1977-10-27 | Ise Electronics Corp | Verfahren zum vakuum-abdichten eines vakuum-gegenstandes |
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1938
- 1938-10-07 US US233793A patent/US2262176A/en not_active Expired - Lifetime
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1939
- 1939-09-19 DE DEP79761D patent/DE719193C/de not_active Expired
- 1939-10-09 GB GB27489/39A patent/GB533107A/en not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB533107A (en) | 1941-02-06 |
| US2262176A (en) | 1941-11-11 |
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