DE719628C - Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels

Info

Publication number
DE719628C
DE719628C DESCH119145D DESC119145D DE719628C DE 719628 C DE719628 C DE 719628C DE SCH119145 D DESCH119145 D DE SCH119145D DE SC119145 D DESC119145 D DE SC119145D DE 719628 C DE719628 C DE 719628C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
feed
coffee
oiled
water
producing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DESCH119145D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Phil Nat Willi Schultze
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
PHIL NAT WILLI SCHULTZE DR
Original Assignee
PHIL NAT WILLI SCHULTZE DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by PHIL NAT WILLI SCHULTZE DR filed Critical PHIL NAT WILLI SCHULTZE DR
Priority to DESCH119145D priority Critical patent/DE719628C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE719628C publication Critical patent/DE719628C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K10/00Animal feeding-stuffs
    • A23K10/30Animal feeding-stuffs from material of plant origin, e.g. roots, seeds or hay; from material of fungal origin, e.g. mushrooms
    • A23K10/37Animal feeding-stuffs from material of plant origin, e.g. roots, seeds or hay; from material of fungal origin, e.g. mushrooms from waste material
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P60/00Technologies relating to agriculture, livestock or agroalimentary industries
    • Y02P60/80Food processing, e.g. use of renewable energies or variable speed drives in handling, conveying or stacking
    • Y02P60/87Re-use of by-products of food processing for fodder production

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Mycology (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Physiology (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Botany (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Fodder In General (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels Es ist schon vorgeschlagen worden, Kaffeesatz oder Kaffeegrund, getrocknet, als Futtermittel zu verwenden, um in Zeiten der Futterknappheit ein ergänzendes Futtermittel zur Verfügung zu haben. Hierbei ist vom Röstkaffee ausgegangen oder von dem Rückstand von Zichorie, Gerste oder Roggen; doch haben 'diese Futtermittel praktisch keinen Nährwert oder irgendeine sonstige Bedeutung erlangen können. Infolge Mangels des Nährwertes ist auch ein derartiger Rückstand praktisch als Futtermittel wertlos. Das in dem Kaffeesatz des Röstkaffees noch enthaltene Öl schließt diesen schon für die Verwendung als Futtermittel aus, weil es bei Tieren schädlich wirkt.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung geht von dem entölten Rohkaffee bzw. dem nach der Entölung anfallenden Rohkaffeeschrot aus. Dieses wird mit Wasser zunächst erschöpfend extrahiert und gegebenenfalls fein gemahlen. Dem Wasser können gegebenenfalls so viel Basen, z. B. Soda, zugefügt werden, als zur Neutralisation der sauren, wasserlöslichen Bestandteile des Kaffees nötig sind.
  • Der so von den wasserlöslichen, störenden Verbindungen befreite Kaffeerückstand wird getrocknet und gegebenenfalls zerkleinert.
  • Da man aus i oo kg Rohkaffee i a bis i 5 Q% Öl gewinnt und da von dem Rest von 85 % etwa q.oo;o wasserlöslich sind, so verbleibt etwa die Hälfte des Gesamtrohhaffees als Futtermittel. Bei diesem Verwendungszweck des Kaffees genügt dieses völlig, da es sich hier um billigste Kaffeesorten handelt und die wässerigen Extrakte, welche stark gerbstoffhaltig sind, in der Gerbstoffindustrie Verwendung finden, so daß alle Bestandteile des so behandelten Kaffees verwertet werden.
  • An einem Ausführungsbeispiel wird das Verfahren der Erfindung wie folgt geschildert: iookg entöltes Kaffeeschrot wurden mit kaltem Wasser kontinuierlich im Gegenstrom nach System D ö r r extrahiert, bis die Chlorogensäurereäktion praktisch nichtmehr auftrat. Selbstverständlich ist das Kaffeeschrot bereits vor der Extraktion auf die gewünschte Korngröße gemahlen. wie sie nicht nur mit Rücksicht auf die Extraktion, sondern auch mit Rücksicht auf die spätere Verfütterung zweckmäßig erschien.
  • Der extrahierte Rückstand wird bei etwa 37' auf Horden oder sonst bekannten Trokkenapparaten bis zu einem Trocknungsgrad von 8 bis io% Feuchtigkeit getrocknet. Während der ölhaltige Rohkaffee eine Durchschnittsanalyse etwa wie folgt hat
    Fett und Wachs . . io bis 15 0;ö,
    Wasser .... .... 9 - 12 %,
    Stickstoffhaltige
    Substanz ...... io - 15 0,b (Eiweiß),
    hoffein .. .. . . ... o,9 - z 0,lo,
    Sacharose ....... 6 - i z %,
    Dextrin ......... 0,8o!ö,
    Chlorogensäure .. 5 - 7 0;'o,
    Rohfaser ........ 20 - 30 %,
    Pentosane ....... 4 - 6 %,
    Asche .......... 3 - 5 %,
    hat das dann extrahierte Erzeugnis folgende Zusammensetzung :
    i. Rohprotein . . . . . . . . . . . . 14,849!o,
    2. Reinprotein . . . . . . . . . . . . 12,6 011p,
    3. Amide . . . . . . . . . . . . . . . . 2,23 0,'"o,
    4. Fett . .'. . . . . . . . . . . . . . . . . 2,04%,
    5. Rohfaser . . . . . . . . . . . . . . 24,54ol`o,
    6. Asche . . . . . . . . . . . . . . . . . 2,52%,
    7. Stickstofffreier Extrakt ... 48,25%,
    3. Organische Substanz ..... 89,45%.
    Mit dieser Masse wurde die Fütterung von Schweinen durchgeführt. Während Versuchstiere, die nur entöltes Rohkaffeeschrot zur Fütterung erhielten, teilweise eingingen (das .,so- behandelte Kaffeeschrot also überhaupt nicht als Futtermittel verwendbar war), ergaben'die Fütterungsversuche mit dem obigen Erzeugnis nach dem Verfahren der Erfindung bei achtwöchiger Fütterung eine Durchschnittszunahme von 499 g, die der Vergleichsgruppe von 544 g pro Tag. Hierbei ist zu berücksichtigen, daß Schweine die Rohfaser nicht aufzuschließen vermögen, so daß bei Schweinefütterung der volle Nährwert nicht in Erscheinung tritt, wohl aber geschieht dies beim Rindvieh (Wiederkäuer). Es kommt also das Futtermittel hauptsächlich für die Fütterung des Rindviehs in Frage, bei Schweinen dagegen als Ersatzfuttermittel. Beim Rindvieh kann es sogar als vollwertiges Futtermittel angesehen werden, wenn die Behandlung nach dem Verfahren der Erfindung stattgefunden hat. Die Freßlust der Tiere war bei dem Futtermittel unbeeinträchtigt, die Verdauung ungestört und damit die Verwendung des Kaffeeschrots als Futtermittel möglich.

Claims (1)

  1. PATEX'1'_11SPItuct1: Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels. dadurch gekennzeichnet, daß entölter Rohkaffee bzw. entöltes Rohkaffeeschrot mit insbesondere heißem Wasser erschöpfend extrahiert wird, worauf der Rückstand getrocknet und gegebenenfalls fein gemahlen wird.
DESCH119145D 1939-08-03 1939-08-03 Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels Expired DE719628C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DESCH119145D DE719628C (de) 1939-08-03 1939-08-03 Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DESCH119145D DE719628C (de) 1939-08-03 1939-08-03 Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE719628C true DE719628C (de) 1942-04-14

Family

ID=7451131

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DESCH119145D Expired DE719628C (de) 1939-08-03 1939-08-03 Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE719628C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2453607A1 (fr) * 1978-11-03 1980-11-07 Nestle Sa Procede de valorisation du marc de cafe

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2453607A1 (fr) * 1978-11-03 1980-11-07 Nestle Sa Procede de valorisation du marc de cafe

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69605922T2 (de) Gereinigtes hitzekoaguliertes kartoffelprotein für tierfutter
DE2838649A1 (de) Tierfutterblock
DE2521217A1 (de) Hartes, trockenes, fettreiches tierfutter in pelletform und verfahren zu seiner herstellung
DE719628C (de) Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels
DE3023270C2 (de) Verfahren zum Behandeln von Sojabohnen für die Verwendung als Taubenfutter
DE3130895C2 (de) Zusatzfuttermittel aus einem pflanzlichen Extrakt und seine Verwendung in Mischfuttermitteln
DE2629268C3 (de) Futterzusatzmittel
DE2307836B2 (de) Futtermittel für Wiederkäuer
DE888352C (de) Verfahren zur Herstellung einer kuenstlichen Saumuttermilch
DE642739C (de) Verfahren zur Herstellung von Futtermitteln
DE668311C (de) Verfahren zur Herstellung von hochwertigen Futtermitteln
DE2737295A1 (de) Futtermittel oder futtermittelzusatz und verfahren zu ihrer herstellung
AT143318B (de) Verfahren zur Herstellung eines Tierfuttermittels.
DE1222773B (de) Tierfuttermittel oder Beifuttermittel
DE2704743C2 (de) Verfahren zum Entgiften von Rapsschrot
DE542302C (de) Verfahren zum Entgiften und Entbittern von Lupinen und anderen Huelsenfruechten
DE880540C (de) Futtermittel
DE3043086C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Futtermitteln mit verbessertem Geschmack aus Nährwertabfallstoffen und ihrer Verwendung
DE1094082B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Fett und Futtermitteln aus Tierkoerpern und Schlachtabfaellen
DE3005305C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Futtermitteln
DE4042354A1 (de) Futtermittel aus leinsamen
DE2546431A1 (de) Verfahren zur entgiftung von naehrpflanzenmaterialien
DE433489C (de) Verfahren zur Herstellung eines Naehr- und Heilmittels aus Knochenmehl
AT151672B (de) Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels.
DE663690C (de) Verfahren zur gleichzeitigen Gewinnung von eiweissreichen Futtermitteln und Alkohol aus Restmilch